Kulturmagazin

Lieber Leser!

Wir schreiben über unsere Lieblingsthemen aus der Welt der Literatur, Film, Kunst und Musik. Öfters gibt es auch mal Fotos, Anekdoten & Ansichten aus unserem geliebten Gastland: Andalusien, der südlichsten, manche würden sagen, schönsten Region Spaniens. Auf der Startseite finden Sie unsere aktuellen Blogbeiträge und Artikel. Falls Sie mal länger Zeit haben und mehr über unsere Themen lesen wollen, köinnen Sie auch unsere umfangreichen Feature-Artikel auschecken. Wir hoffen dass Sie unser Netzmagazin informativ und unterhaltsam finden. Ein Gruß von der Redaktion!

Aktuelle Beiträge

Wir sammeln Progrock-LPs und in Andalusien gibt es viele Flohmärkte und Secondhandläden wo man auf so was Jagd machen kann. Ist ja neu nicht mehr zu kriegen. Jedenfalls nicht dieses Album das heute wohl zu teuer zu produzieren wäre. Unsere neuste Beute ist der legendäre 3-LP-Set Yessongs (1973) der Progrock-Band Yes mit klassischem Cover-Konzept & Artwork des britischen  Kult-Designers Roger Dean. Die einfache Version, rechts, werden einige Prog-Fans besitzen. Haben wir auch schon lange, aber die Originalversion, links, ist viel seltener weil sie selbst damals, zu Glanzzeiten der Musikindustrie, zu sehr ins Geld ging und bald nur  noch in vereinfachter Form hergestellt wurde. Dabei ging eine ganze Doppelseite (das Bild Arrival, mit dem Fisch) verloren. Nach der ‘Full Monty’ Ausgabe hatten wir schon lange gesucht. Ein guter Tag. Endete allerdings mit Schweißausbrüchen bei der Arbeit, ein  zähes altes Preisschild (750 Pts.) abzulösen ohne das Cover zu beschädigen. Uff. Das ulkige bei spanischen LPs  der 70er ist dass die Lieder auf Spanisch gelistet sind, mit glorreichen Titeln wie Al Borde del Abismo, sonst bekannt als Close to the Edge. Herrgott, zum Glück zwang man die Musiker damals nicht dazu, auch noch auf Spanisch zu singen – wer sagt, Franco kannte keine Gnade? Ein Vorteil des spanischen Covers, oben links, ist dass es hochglanz statt matt ist und einen besseren Farbton hat, was auf dem Foto nicht erkennbar ist. Während wir Neuausgaben von CDs, Büchern, DVDs etc. gern online bei Amazon kaufen, sind wir bei alten LPs lieber persönlich vor  Ort. Dies ist ein (zugegebenermaßen verrücktes) Hobby bei dem das Herumstöbern, quasi die Jagd, ein großer Teil vom Spaß ist. Kleiner Tipp dazu: Machen Sie keine Freudensprünge oder allzu großen Augen wenn Sie etwas seltenes finden, das treibt die Preise hoch! mehr…

Jane Eyre (1874) von Charlotte Brontë ist einer unserer Lieblingsromane und wir sehen neuen Verfilmungen mit Interesse entgegen. Wir vermuten, der neue Kinofilm mit Michael Fassbender als Rochester und der Australierin Mia Wasikowska als Titelheldin Jane Eyre wird es nicht leicht haben, unsere bisherige Lieblingsverfilmung vom Sockel zu hauen: Die BBC-Fassung Jane Eyre (2005) erscheint uns so gut wie perfekt. Aber Neuverfilmungen müssen ja nicht unbedingt besser sein. Manchmal ist es auch erfreulich, vertrauten Stoff mit einem neuen Blickwinkel zu sehen. Die Geschichte vom Waisenmädchen Jane Eyre, die allen Schwierigkeiten zum Trotz ihren Weg findet und sich und ihren Prinzipien dabei treu bleibt, ist so ein vielschichtiger Roman, mit so vielen Personen und Handlungssträngen dass man immer wieder was Neues darin entdecken kann. Es verwundert allerdings dass die Neuverfilmung, die in England und Amerika (zu recht guten wenn auch nicht ekstatischen Kritiken) schon erschienen ist, in Deutschland und auch bei uns hier in Spanien erst im Dezember anläuft. Merkwürdiges Marketing, wenn bedenkt dass Brontë-Fans oft sowieso die englischen Originalversionen bevorzugen und im Dezember vielleicht eher nach der DVD-Version Ausschau halten werden um den Film (und das übliche Extramaterial, Making Of etc.) in Ruhe zu Hause zu genießen. Aber wir werden die Wartezeit schon irgendwie rumkriegen, denn als Sammler von fast allem was mit den Brontë-Schwestern zu tun hat, können wir uns auch an den kleineren Dingen im Leben erfreuen, z. B. wenn wir eine schöne ältere Ausgabe aufgabeln, siehe unser Foto oben. Zugegeben, diese exzellenten Ausgaben haben wir schon lange, aber der englische Penguin Verlag ist so ziemlich unser Favorit: Gute Covergestaltung, gutes Schriftbild und vor allem gutes und reichliches Hintergrundmaterial, oftmals 50 Seiten oder mehr an interessanten Infos zum Text. Täuschen wir uns, oder ist so etwas bei deutschen Ausgaben eine Seltenheit? Klar, kostet alles Geld, aber so arm sind deutsche Verlage nun auch wieder nicht, oder? In den seltenen Fällen, wo bei einer deutschen Ausgabe mal Extramaterial dabei ist (z. B. Johannes F. Boeckels 10-Seiten Nachwort zu seiner Übersetzung Sturmhöhe von Emily Brontë im Goldmann Verlag) ist das etwas das wir sehr zu schätzen wissen. In einem Zeitalter wo man, wenn’s sein muss, fast alles umsonst kriegen kann, sollten Verlage mehr in Unique Selling Points und Liebe zum Detail investieren, sonst geht’s denen bald wie der Musikindustrie, die jahrelang lieblose Billigheimer von CD-Ausgaben ohne Extras verscherbelte – bis Leute sich fragten: Warum eigentlich Geld für so was ausgeben? Ein paar Infos zu den oben abgebildeten Büchern. mehr…

Hallo: Andalucia say you will…go online

Hello trees, hello sky, hello Andalusia...hello reader!

Willkommen verehrter Leser! Herbst 2011 steht vor der Tür und wir starten unser Netzmagazin. Wir wollten eigentlich schon viel früher damit anfangen. Aber dies ist ein Hobby, ein Feierabendprojekt, und während wir so an der Seite herrumwerkelten, wurde Spanien anfang dieses Jahres plötzlich von einer derben wirtschaftlichen Krise erwischt. Eine Krise die sich tatsächlich im alltäglichen Leben bemerkbar machte: Wir mussten auf einmal doppelt so viel arbeiten um halb so viel zu verdienen! Hört sich das bekannt an? Na ja, so langsam beginnen wir, wieder etwas Land zu sehen und wir legen einfach mal los. Wird schon schief gehen. Am liebsten schreiben wir jeden Tag etwas, aber manchmal werden es nur ein, zwei Beiträge pro Woche sein. Wir hatten vor einiger Zeit schon mal einige unserer längeren Essays und Feature-Artikel hochgeladen, einfach um Ideen für das visuelle Design der Seite zu bekommen. Die Absicht dabei war dass Look & Design aus den Inhalten kommen sollten. Sämtliche Fotos stammen von uns, oftmals aus näherer Umgebung. Ja, Spanien hat ein schönes Licht zum Fotografieren und davon werden wir für unsere Blogs und Artikel reichlich Gebrauch machen. Look out! Ein Außeneinfluss beim Look der Seite war für uns – großteils Vinyl-Fans – die gute alte Kunst des LP-Coverdesigns: Das Violet in unserem Logo, nicht die häufigste Farbe auf Webseiten, wurde von Ed Thrashers LP-Design für Astral Weeks inspiriert, wo ein kleiner Anteil von der Farbe zu einem interessanten Gesamtbild beiträgt. Bis sich Leser auf unsere Seite verirren, wird zweifellos Zeit vergehen. Das Gute ist dass wir ausschließlich über Sachen schreiben die uns sowieso sehr interessieren und über die wir immer schon Notizen auf Ränder von Buchseiten gekritzelt haben. Dies auf einer Website zu tun ist übersichtlicher. Und wenn dem einen oder anderen Leser über die Jahre davon etwas Spaß macht, wird unser Glück komplett sein. Grüße!

Avenita Redaktion

 

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