Auf den Spuren von Enid Blyton im ländlichen Dorset

Bei den Vorbereitungen für unserer Artikelserien über Kinderbuchautoren war Blyton für uns anfangs ein Name auf den wir nur einen kurzen obligatorischen Blick werfen wollten. Man hatte die Bücher zwar als Kinder gelesen und gemocht aber die TV-Verfilmung der Serie Fünf Freunde in den 90er Jahren wirkte sehr flach auf uns und wir hatten Blyton eigentlich abgehakt. Aber die Originalromane erwiesen sich beim erneuten Durchsehen als deutlich besser als die ziemlich low budget anmutenden Filme. In der Tat, wir begannen uns zu fragen, ob die Autorin und speziell die 21-teilige Bücherserie ‘Fünf Freunde‘ unterbewertet ist. Die Geschichten reflektieren offensichtlich eine Weltsicht aus den 40er, 50er Jahren des letzten Jahrhunderts. Wir erleben eine Welt ohne Computerspiele, ohne McDonalds und weitgehend ohne Fernsehen. Statt dessen ein ländliches Leben mit Tieren, Bauernhöfen, Fahrradfahrten, Wanderungen und Camping in freier Wildbahn. Blyttons Schreibstil ist im Original nicht so altbacken wie er in deutschen Übersetzungen erscheint, Blyton verwendet Ausdrücke wie wizard, was eine Art Äquivalent von heutigen Umgangswörtern wie cool ist. Wir bezweifeln dass die Bücher bei ihrer Veröffentlichung als spießig empfunden wurden. Zugegeben, die Welt von Blytons Büchern ist ziemlich idyllisch, wobei der Erzählstil nicht sentimental oder voll mit blumigen Adjektiven ist. Die Sätze sind kurz, der Erzählstil zackig, was jedoch weniger wie eine spezifische Vereinfachung für Kinder wirkt, als wie ein Teil von Blytons eigener zielstrebigen, didaktischen Art. Die Autorin geht vermutlich davon aus das wir wissen wie ein Moor, ein Feld, ein Bauernhof oder ein Reitstall aussieht und statt aufwendiger Beschreibungen solcher Dinge, findet man eher praktische Informationen darüber. So erfahren wir in ‘Fünf Freunde im Zeltlager‘ (1948)* z. B. welche Vogelart in britischen Moorlandschaften heimisch ist (u. a. der Brachvogel). Blytons Bücher sind voll mit solchen ländlichen Themen. Das Problem bisheriger Verfilmungen, die Blyton auf Handlungsstränge reduzieren, ist dass die Handlung bei Blyton nur ein Teil einer größeren Geschichte ist. Enid Blytons eigentliche Geschichte – oder benutzen wir das modernere Wort, der Subtext – ist, so scheint es uns, eine große Liebe zur Natur, zu ihrem Land, zu ihrer Kultur und der Vorstellung dass all dies für junge Leute ein wundervolles und erhaltenswertes Abenteuer ist. Einer unserer Ansätze auf der Suche nach den Spuren der Autorin ist also auch ein Blick auf Land und Leute die Blyton geprägt haben. Hilfreich dabei fanden wir das sehr offenherzige, keineswegs unkritische Buch ‘A Childhood at Green Hedges‘ (1989) von Blytons Tochter Imogen Smallwood und ‘Enid Blyton: The Biography‘ (1974) von Barbara Stoney. Und den exzellenten BBC-Spielfilm Enid (2009) über das Leben der Autorin. Wobei dieser Artikel gänzlich unsere persönlichen Meinungen und Deutungen darstellt und nicht für obengenannte Autoren spricht.  Im heutigen Artikel finden Sie u. a. unsere Tipps für einen abenteuerlichen Urlaub in Dorset, jener malerischen Region in Südengland die anscheinend der Hintergrund für Blytons Bücherserie ‘Fünf Freunde‘ war. * (Zum zeitgeschichtlichen Kontext nennen wir Erscheinungsdaten der Originalausgaben, oft Jahre älter als die deutschen Titel)

Die Rolle von Kindern bei Enid Blyton? Die Kinder in Blytons Geschichten sind für heutige Verhältnisse erstaunlich unabhängig und fast immer ohne Erwachsene unterwegs. Manchmal für Wochen, wie in ‘Fünf Freunde beim Wanderzirkus‘ (1946), eins der schönsten Bücher der Reihe. Hier sind die vier Kinder und Hund Timmy mit zwei von Pferden gezogenen Wohnwagen in Südengland unterwegs und haben eine Landkarte dabei auf der die Bauernhöfe verzeichnet sind. Auf einem der Höfe kaufen sie frische Milch, Eier, Schinken und Marmelade. An einem Fluss waschen sie ab, kochen und quartieren an einem Lagerfeuer. Wenn sie in eine Klemme geraten, sind Kinder bei Enid Blyton generell erfindungsreich und praktisch veranlagt. Können die Kinder Kühe melken? Ja, das erfahren wir in ‘Fünf Freunde und das Burgverlies‘ (1960). Bevorzugter Schlafplatz, falls kein Wohnwagen vorhanden ist? Eine Scheune. Wir müssen gestehen dass wir Blytons scheinbar unbetrübten Enthusiasmus für eine pfadfinderhafte Existenz, teils mit einem romantischen, teils mit einem humorvollem Lächeln zur Kenntnis nehmen: Dass ein Schlafsack grundsätzlich etwas besseres ist als ein Bett ist doch klar, oder?

Was beeinflusste Enid Blytons Sichtweise? Die Zeit in der Enid Blyon lebte und aufwuchs war für Kinder sicher weniger konsumorientiert als heute. Außer Radio gab es kaum Unterhaltungselektronik. Selbst für die damalige Mittelschicht, wie sie die ‘Fünf Freunde‘, allesamt Internatsschüler, wohl repräsentieren, war das Leben ärmer als heute, Blytons Interesse an der Natur und an einem aktiven, abenteuerlichen Leben ist vermutlich auch eine Art Hommage an ihren Vater, der Naturenthusiast war, sich aber von der Mutter der damals zwölfjährigen Enid trennte und zeitlebens von ihr schwer vermisst wurde. Enids Beziehung zu ihrer Mutter war anscheinend nicht immer einfach. Vielleicht eiferte Enid mit ihren abenteuerlichen Büchern ihrem geliebten Vater nach. Dass Enid in ihrem Leben, wie jeder Mensch, mit Problemen und Verlusten zu kämpfen hatte und das mitunter in ihrem Schreiben einen Ausdruck fand, macht ihre Bücher  für uns eher sympathischer. Dass Autoren in ihren Werken versuchen eine Welt zu schaffen in der sie sich gut fühlen, erscheint uns, im Sinne einer Suche nach Vorbildern, eine der Grundlagen schriftstellerischem Schaffen zu sein. Blytons Werk im Kontext ihrer Zeit und ihres Lebens zu betrachten, führt uns zur nächsten Frage

Sind Enid Blytons Bücher heute noch relevant? Auf diese Frage kann man als Blyton-Fan natürlich ein paar Retourkutschen auffahren: Wie relevant für die heutige Zeit sind Harry Potters pseudo-esoterische Zauber-Eskapaden? Oder warum liest man heute immer noch Robert Louis Stevensons Schatzinsel (1883) oder Mark Twains Tom Sawyer (1876), selbst wenn einiges in solchen Büchern aus vergangenen  Jahrhunderte heute unpassend oder sogar unkorrekt erscheint. Und sind die Werte, oder der Gewalt-Level von Filmen wie Batman, The Dark Knight (PG-13 in Amerika), für Kinder wirklich viel hilfreicher? Die Kritik, dass die idyllische Welt der ‘Fünf Freunde‘ nicht mehr gäbe – und vielleicht nie gegeben hat – übersieht zudem etwas wichtiges: Es ist heute vielleicht schwierig aber nicht unmöglich den Fernseher auszuschalten, los zu ziehen, ländliche Gegenden zu erkunden und etwas über Land, Leute, Flora und Fauna kennenzulernen, oder? Hier ist ein jedenfalls Vorschlag den sowohl Blyton-Fans sowie Blyton-Skeptiker interessant finden könnten, nämlich die Welt von Enid Blyton erst mal in einem Englandurlaub kennen zu lernen. Machen wir einen Ausflug dorthin. Wir freuen uns schon darauf, die Skeptiker mit kurzen Hosen, Ferngläsern und Landkarten herumlaufen zu sehen!

Auf den Spuren von Enid Blyton in Dorset? Der Blyton-Klassiker ‘Fünf Freunde und das Burgverlies‘ (1960) beginnt damit dass Dick und Julian nach einer anstrengenden Fahrt einen Berg hoch, ihre Fahrräder gegen ein Tor stellen, sich zurücklehnen und, frei von uns aus dem englischen Original nacherzählt, die Landschaft von Dorset an diesem Sommertag schimmernd vor sich liegen sehen. Nach einer kurzen Pause, bei der Julian vor Erschöpfung fast einschläft, geht es weiter, den Berg runter zu ‘Finniston Farm‘, nahe einem alten Dorf wo es glücklicherweise auch einen kleinen Laden gibt der Eis und ginger beer verkauft. Ein schöner Start für eins von Blytons besten Büchern. Und auch eine namentliche Erwähnung des Handlungsortes: Dorset, die idylische Grafschaft an Englands Südküste. Dort machte die Autorin, die vor ihren Bucherfolgen Lehrerin war, mit ihrer Familie öfters Urlaub. County Dorset hat 140 Kilometer Küstenlinie aber Blytons Urlaubswelt war speziell die Gegend um Swanage. Diese Küstenstadt ist Teil der Halbinsel Isle of Purbeck und zählt in Großbritannien zu den fünf besten Urlaubsorten für Familien: Schöne Strände und Meilen von Küstenpfaden wie den South West Coast Path, zum spazieren und wandern.

Unsere Geheimtipps für Unterkunft in Dorset? Wenn Sie nicht im Geld schwimmen, lohnt es sich,  britische Jugendherbergen auszuchecken. Es gibt mehrere in Dorset, sogar eine Jugenherberge in Swanage. Preise variieren, sind aber im Schnitt um die 20 Euro.

Orte die Enid Blyton inspiriert haben könnten? Etwa 10 Kilometer landeinwärts von Swanage, liegt Corfe Castle, Name des Dorfs und seiner Burg zugleich. Die Burgruine aus dem 12. Jahrhundert war anscheinend das Vorbild für das Kirrin Castle der ‘Fünf Freunde’. In Corfe Castle wurde im Jahr 1957 auch der Film ‘Fünf Freunde erforschen die Schatzinsel‘ gedreht, die alte, S/W-Version, nicht die Neuverfilmungen der 70er und 90er Jahre. In Corfe Castle ist auch ein netter kleiner Laden, randvoll mit Büchern und allen erdenklichen Sachen von Enid Blyton. Fragen Sie vor Ort auch nach eventuellen Führungen zum Thema Enid Blyton in der Umgebung. Man kann Corfe Castle übrigens auch mit einer alten Dampfeisenbahn, der Swanage Railway, von der Stadt Swanage aus erreichen. Die Fahrt geht an Bauernhöfen und Landstraßen vorbei, die sich auch gut für Fahrradtouren eignen. Ein Tipp für Fans von urigen britischen pubs, also Wirtshäusern: The Scott Arms in Kingston, ein Ort ca. 2 km von Corfe Castle entfernt, ist auf einer Anhöhe gelegen und von Corfe aus zu Fuß zu erreichen

Ads by Google

 

Andere Orte die vielleicht Vorbilder für Enid Blytons Geschichten waren? Ein paar Kilometer von Swanage aus die Küste hoch, liegt Studland wo Enid früher Golf spielte. Wie wir Biografien entnehmen, liebte die Autorin diese Gegend und die Ausblicke auf Poole Harbour. Der helle Sandstrand von Studland ist einer besten in England, schön gelegen zwischen Meer und Heidelandschaft, der Studland Heath Nature Reserve . Von hier aus kann man Brownsea Island sehen, Vorbild für die geheimnisvolle Insel die in mehreren Blyton-Büchern eine Rolle spielt, z.B. in ‘Fünf Freunde und der Zauberer Wu‘. (1963). Brownsea Island ist ‘Die Insel mit den flüsternden Bäumen‘, ein Naturschutzgebiet das man per Fähre von Poole Quay oder Sandbanks erreichen kann. Voller Blumen, Rhododendren und einer Kolonie roter Eichhörnchen. Blyton-Fans die Golf spielen – und wir schätzen, es gibt ein oder zwei – könnten es reizvoll finden, dass der Isle of Purbeck Golf Club  früher mal Enid Blyton und ihrem zweiten Ehemann, dem Arzt Kenneth Darrell Waters gehörte. Ihr Golf-Handicap verbesserte die Dame, wie wir lasen, im Laufe der Zeit auf 18

Andere Sehenswürdigkeiten in und um Swanage? Etwa 4 km von Swanage und unweit von Studland, thront der Agglestone, ein 500 Tonnen Naturmonument um das sich Sagen ranken: Der Stein galt als Teufels’ Wurfgeschoss auf entweder Studland Church oder auch Corfe Castle, was auf eine prähistorische religiöse Signifikanz dieser Orte hindeutet. Von Swanage ca. 2 km weiter südlich führt der South West Coast Path an der Küste entlang zum Durlston Country Park und Durlston Castle, eigentlich ein Restaurant aus viktorianischen Zeiten. Ganz in der Nähe, auch das Anvil Lighthouse, mit guten Ausblicken. Ebenfalls nahe, die Tilly Whim Caves. An diesen Klippen baute man im 18. Jahrhundert Marmor ab, wodurch Höhlen entstanden die später als Verstecke für Schmuggler dienten. Vielleicht eine der Inspirationen für die Abenteuer der ‘Fünf Freunde’. Andere sehenswerte Orte in der Umgebung: Das Dorf Worth Matravers mit einer normannischen Kapelle und dem urigen Pub The Square & Compass, nur ein paar km. westlich von Swanage. Schön: auch die alte Marktstadt Wareham, zwischen zwei Flüssen gelegen, ca. 6Country Park km weiter landeinwärts von Corfe Castle. Interessant für Familien mit Kindern könnte ein Besuch des Honeybrook Country Park  in der Nähe von Wimbourne Minster sein: Ein alter Bauernhof auf dem Besucher traditionelle Arbeitsmethoden, Pferde etc in Aktion sehen können. Noch weiter landeinwärts, ca. 45 km von Swanage, liegt Stourton Caundle, ein kleines Dorf mit gemütlichem Pub, zudem interessant weil Blyton hier in den 50er Jahren einen Hof namens Manor Farm kaufte, vermutlich das Vorbild von ‘Finniston Farm’. Wie in ‘Fünf Freunde und das Burgverlies‘ liegen hier unter der Erde die alten Grundmauern einer Burg

Enid Blytons Hobbies, Gewohnheiten und Privatleben? Wenn sie nicht auf ihrer Imperial Schreibmaschine tippte, was sie mehrere Stunden am Tag tat, spielte Blyton u. a. gerne Bridge. Bei einer Bridge-Party lernte sie auch ihren zweiten Ehemann Kenneth kennen. Ihre erste, eher unglückliche Ehe scheiterte vielleicht am Alkoholismus ihres Mannes. Enid Blyton war sportlich, trug fast immer Röcke und mochte keine hochhackigen Schuhe. Sie las gerne historische Romane und Agatha Christie. Obwohl sie mit ihren Büchern viel verdiente, machte sie sich relativ wenig aus persönlichem Luxus. Sie liebte ihren Garten und ihre Blumen, hatte einen künstlerische Ader, konnte malen und mochte kein Fernsehen. Sie bekam Berge von Fanpost von Kindern und besuchte landesweit Buchläden wo sie ihre jungen Fans traf. Durch ihre Clubs sammelte und spendete sie viel Geld für blinde Babies und ähnliche wohltätige Zwecke. Sie selber hatte zwei Töchter, Gillian und Imogen aus erster Ehe. Aufgrund des hohem öffentlichen Profils und der vielen Engagements ihrer Mutter, fühlte sich Tochter Imogen, wie es uns in ihrem Buch ‘A Childhood At Green Hedges‘ (1989) erscheint, oftmals ungeliebt und benachteiligt. Enid kam aus einer christlichen Familie, ging als Erwachsene jedoch so gut wie nie in die Kirche. Sie war aus der elterlichen Baptist Church ausgetreten. Anscheinend hatte sie diese Gemeinde, u.a. aufgrund von Taufpraktiken bei denen Teenager in einen Tank getunkt wurden, beängstigend empfunden, Sie war eine Zeit am Katholizismus interessiert, blieb aber letztendlich konfessionslos. Die letzten zehn Jahre von Enid Blyton waren von Symptomen einer vererbten Altersdemenz geprägt. Sie versuchte, mit typisch praktischem Esprit, sich mit Merkzetteln zu helfen, litt aber letztendlich unter Verwirrung und den krankheitstypischen Depressionen. Wir müssen gestehen dass wir es bewegend fanden, in Imogens Buch zu lesen dass Enid in ihren letzten Worten in einem Pflegeheim ausdrückte dass sie hoffte, jetzt ihren Vater wiederzusehen. Optimistisch bis zum letzten Atemzug. Und wie wir uns Mrs. Blyton vorstellen, hat sie es irgendwie geschafft

Trivia: Gibt es eine Progrock-Connection zu Enid Blyton? Carl Palmer von der Progrock-Band Emerson. Lake & Palmer, hatte Anfang der 70er ein Bild von Enid Blytons Zipfelmützen-Figur ‘Noddy‘ auf seinem Schlagzeug. Wer’s nicht glaubt, den können wir vielleicht damit überzeugen dass es eine eine ELP-Tribut-Band namens Noddys Puncture gibt bei der sogar schon mit Keith Emerson als Special Guest spielte. Puncture heisst auf Englisch ein platter Reifen und bezieht sich auf das Auto von ‘Noddy’ der in England weit bekannter als in Deutschland ist. Apropos: Es freut uns, zu berichten dass Enid Blytons Enkelin Sophie Smallwood (geb. 1970) zum 60. Jubiläum der Figur ein neues, selbstgeschriebenes Bilderbuch namens ‘Noddy and the Farmyard Muddle‘ (2009) veröffentlicht hat

Was ist das Problem mit Verfilmungen von Enid Blytons Büchern? Wie wir eingangs sagten, tun die existierenden TV-Serien von den ‘Fünf Freunden’ den Büchern von Enid Blyton keinen Gefallen. Eins der Probleme ist das Konzept, alle 21 Bücher als jeweils ca. 25 Min. lange Episoden zu verfilmen. Das fast unvermeidliche Resulat ist das Gefühl von billigem Kinder-TV vom Fließband, welches heute ohnehin keine Chance gegenüber modernen US-Kinderserien wie SpongeBob hat. Unser Verbesserungsvorschlag wäre, anstatt der ganzen Serie lieber einen einzelnen abendfüllenden Bigger Budget Film zu drehen dessen Drehbuch die interessantesten Elemente von zwei, drei Büchern vereint, wodurch Drehbuchschreiber mehr Raum hätten, die Stimmung der Bücher auf die Leinwand zu bringen. Außerdem würden wir einen Fünf-Freunde-Spielfilm nicht so spezifisch auf Kinder zuschneiden, sondern zur Kenntnis nehmen dass die Reihe, ähnlich wie Narnia, mittlerweile vielleicht eine größere Fan-Gemeinde unter Erwachsenen hat. Als Schwerpunkte des Films würden wir ein kulturelles Porträt von ländlichem Leben in den 40er oder 50er Jahren und ‘Originalschauplätze’ in Dorset wählen, vielleicht eingebettet in eine kleine moderne Rahmengeschichte á la Brücken am Fluss, wo Erwachsene die Orte ihrer Kindheit aufsuchen und reflektieren. Bis ein guter neuer Film kommt, sind die Bücher das beste. Wir empfehlen Lesern, Enid Blytons Romane vielleicht auch mal im englischen Original auszuchecken. Und die Europa-Hörspielserie aus den 70er Jahren, mit Stars wie Hans Paetsch in Rollen wie Mr. Durleston. Insgesamt, von Regie und Produktion her oft ziemlich gut und für uns definitiv besser als die Verfilmungen. Die ganze Originalhörspielserie ist heute auf CDs erhältlich

Mehr über Enid Blyton Lesen Sie auch unsere Artikel zu dem sehenswerten Spielfilm über Enid Blyton und dem 70. Jubiläum der Fünf Freunde.

Ads by Google

 

Avenita Kulturmagazin