Kulturmagazin

Lieber Leser!

Wir schreiben über unsere Lieblingsthemen aus der Welt der Literatur, Film, Kunst und Musik. Öfters gibt es auch mal Fotos, Anekdoten & Ansichten aus unserem geliebten Gastland: Andalusien, der südlichsten, manche würden sagen, schönsten Region Spaniens. Auf der Startseite finden Sie unsere aktuellen Blogbeiträge und Artikel. Falls Sie mal länger Zeit haben und mehr über unsere Themen lesen wollen, köinnen Sie auch unsere umfangreichen Feature-Artikel auschecken. Wir hoffen dass Sie unser Netzmagazin informativ und unterhaltsam finden. Ein Gruß von der Redaktion!

Tag: Gedichte

The birthday of the poet Sylvia Plath (1932-1963). We check out a music adaption of a poem, a homage from a Finnish rock star and the film with Gwyneth Paltrow & Daniel Craig

Es ist der Geburtstag der amerikanischen Dichterin und Romanautorin Sylvia Plath (1932-1963). Sie starb mit 30 Jahren, wurde durch den posthum veröffentlichten Roman Die Glasglocke (1963) und den Gedichtband Ariel (1965) berühmt. Die Tatsache dass sie Selbstmord beging, hat sicher dazu beigetragen dass sich viele Menschen für ihr Leben und ihr Werk interessieren, vielleicht weil man als Leser nach Hinweisen und Erklärungen sucht. Aber auch ohne diesen Blickwinkel wirkt ihr Schreibstil auf interessante Weise modern, unverschnörkelt und tiefschürfend. Nachfolgend, Info über einen starken Spielfilm in dem neben Gwyneth Paltrow auch Bond-Darsteller Daniel Craig mitspielt. Und ein Clip von einem ihrer Gedichte das auf schöne Weise mit Musik vertont wurde
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It's the birthday of Hermann Hesse (1877- 1962). With novels like Steppenwolf he became part of the international literary landscape as well as pop culture. Also wrote poems. Check out a musical adaption sung by a renowned American singer

Es ist der Geburtstag von Hermann Hesse (1877-1962), einer der relativ wenigen deutschen Autoren die Teil der Kultur, sogar Popkultur des englischen Sprachraums geworden sind. Mitgrund dafür ist wahrscheinlich dass er über universelle eher als spezifisch deutsche Themen schrieb. Ein Roman wie Steppenwolf (1927) könnte in allen möglichen Ländern spielen. Die Landschaften von Hesse sind hauptsächlich innere Landschaften, also Gedankenwelten. Seine Romane inspirierten Lieder von Rockbands wie Kansas. Zeilen von ihm werden auf einem Album von Santana zitiert. Hesse wird auch namentlich in Liedern erwähnt, zum Beispiel von Van Morrison. Ein, zwei Links dazu folgen. Zuerst Hesses eigene Zeilen in einem Lied. Vor etwas über hundert Jahren veröffentlichte er
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It's the birthday of Robert Browning (1812-1889). His poem is about a young knight called Roland who faces up to his next, possibly last battle at an isolated tower. When he gets there he dauntlessly puts the horn to his lips and lets everyone know: ''Childe Roland to the Dark Tower came''

Es ist der Geburtstag des englischen Dichters Robert Browning (1812-1889). Sein Gedicht ‘Childe Roland to the Dark Tower came‘ war Inspiration für die Fantasy-Saga Der Dunkle Turm von Stephen King. Er zitiert das Gedicht komplett im siebten Band Der Turm (2004). Links im Bild unsere englische Originalausgabe. The Dark Tower heißt auf Englisch das Buch sowohl als auch die gesamte Romanserie. Momentan ist eine mehrteilige Verfilmung in Arbeit, Eine große Produktion, Sony Pictures hat die Filmrechte und Russell Crowe ist im Gespräch für die Rolle von Roland Deschain. Der Vorname von Kings zentraler Romanfigur stammt ebenfalls von Robert Browning. Der Name ‘Childe Roland’ im Gedicht bedeutet nicht Kind sondern ist eine mittelalterliche Bezeichnung für einen jungen, unerfahrenen Ritter. Nachfolgend weitere Infos und ein Ausschnitt vom Gedicht
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It's the 200th anniversary of a Wordsworth poem known as Daffodils (1815) - originally 'I wandered lonely as a cloud'. His house Rydal Mount, Lake District, is open for visitors. Info below. Also a slightly subversive interpretation of the poem

Im Haus Rydal Mount im idyllischen Lake District von Nordwestengland lebte und arbeitete jahrzehntelang Wiliam Wordsworth (1770-1850). Das blumenumrankte Haus des Dichters, der auch ein enthusiastischer Gärtner war, ist Frühling, Sommer und Herbst 2015 für Besucher geöffnet. Info dazu folgt. Es ist auch das 200. Jubiläum von einem Gedicht das allgemein als Daffodils (Deutsch: Narzissen) bekannt ist. Hier wieder eine Blumen-Connection. Um das Image von Dichtung als gepflegte Langweile zu torpedieren, spielen wir eine visuell subversive Darbietung mit jungen Leuten im Drogen- und Party-Milieu. Der Sprecher lässt sich Zeit, aber Geduld lohnt sich denn es ist eine einfühlsame Performance die, zusammen mit Musik vom EDM-Genre, den gesamten Text des Gedichts umfasst und in einen neuen Kontext setzt – den Wordsworth sicher verkraften
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So Halloween is scary? And what about fairies in the woods turning honourable knights into zombies? They should have a signpost: Stay on your horse at all times! It's the birthday of John Keats (1795 -1821) and we look at his poem La Belle Dame sans Merci, and Ben Whishaw's interpretation

Es ist der Geburtstag von John Keats (1795 – 1821). Dazu ein Gedicht von ihm das mit seiner übersinnlichen Thematik ganz gut zu Halloween passt. Es inspirierte Gemälde, wie das von  J. W. Waterhouse, links. Der jung verstorbene Dichter wurde in Bright Star. Die erste Liebe strahlt am hellsten (2009) von Ben Whishaw dargestellt. Es folgt ein Trailer für den sehenswerten Spielfilm. Aber zuerst das Gedicht, gesprochen von Ben Whishaw, und begleitet von ruhiger Pianomusik

O what can ail thee, knight at arms,
Alone and palely loitering?
The sedge has wither’d from the lake,

And no birds sing.

O What can ail thee, knight at arms,
So haggard and so woe-begone?
The squirrel’s granary is full,
And the harvest’s done.
.
I see a lily on thy brow
With anguish moist and fever dew,
And on thy cheeks a fading rose
Fast withereth too.
.

In obigen ersten drei Stophen des Gedichts von 1819, dessen Titel Die gnadenlose schöne Dame bedeutet, trifft der Erzähler an einem Herbsttag einen herumirrenden und mitgenommen aussehenden Ritter im Wald. Besorgt fragt er den Ritter, der zudem verbleichende Reste von verschiedenen Blumen wie Lilien und Rosen im Gesicht hat, was ihm passiert sei? In folgenden Strophen erzählt der Ritter
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After a nerve-wracking referendum we want to get back to the good stuff, Scottish poets, Scottish landscapes and Scottish engineers. Like Robert Stevenson and his family who built ca. 97 lighthouses in Scotland. In 1814, author Walter Scott went on a tour visiting lighthouse locations. We follow him

Vor zweihundert Jahren, im Jahr 1814 machte der schottische Dichter und Schriftsteller Sir Walter Scott eine Tour von schottischen Leuchttürmen. Heute kann man im Internet oder im Urlaub Scotts Spuren verfolgen. Über einen der Leuchttürme schrieb Scott sogar ein Gedicht. Gleich mehr dazu. Die Tatsache dass Leuchttürme in Schottland damals etwas ziemlich Neues waren, ist auf den ersten Blick erstaunlich, denn Schottland hat Tausende von Meilen an Küste. Vieles davon schwierig, oftmals höchst gefährlich für Schiffe. Jährlich versanken oder verunglückten Hunderte von Schiffen. Die Gründe für den Mangel an Leuchttürmen klingen heute zum Teil bizarr. Gemäß dem Sachbuch The Lighthouse Stevensons (1999) von Bella Bathurst war einer der Hauptfaktoren das sog. Strandrecht, ein feiner Ausdruck für etwas das in Praxis kaum etwas anderes als Strandraub war. Denn wenn ein Schiff nahe der Küste verunglückte, wurde das von manchen Küstenbewohnern nicht als Tragödie sondern als Glücksfall gesehen. Nicht aus Bosheit sondern aufgrund brutaler Armut. Die Güter die man nach Schiffunglücken am Strand aufgabeln konnte, waren oftmals das einzige nennenswerte Einkommen für viele veramte Küstenbewohner. In extremen Fällen wurde bei Schiffsunglücken dem Ableben von ertrinkenden Seeleuten sogar nachgeholfen. Denn ohne Überlebende stand das sog. Strandgut rechtlich den Findern zu. So kann man sich vorstellen dass Leuchttürme zur Vermeidung von Schiffsunglücken nicht bei jedem beliebt waren. Diese Begebenheiten, nicht nur in Schottland sondern auch anderen Küstenregionen wie Cornwall, inspirierte Romane wie Jamaica Inn von Daphne du Maurier. Aber Leuchtturme waren nicht nur Strandräubern suspekt, es gab sogar religiöse Kreise die Schiffsunglücke als Willen oder Strafe Gottes sahen und deren Verhinderung ablehnten. Selbst der Staat hatte, zumindest in abgelegenen Regionen, nur bedingtes Interesse an Leuchttürmen denn deren Bau und Unterhalt (z. B. Unmengen von Kohle für das Licht) waren teuer, und die Monetarisierung durch Gebühren von Schiffen umständlich. Für einige Dichter und Künstler hingegen waren Leuchttürme im frühen 19. Jahrhundert so etwas wie ein Symbol für Aufklärung, Vernunft und Hilfsbereitschaft…anstatt Raffgier und Aberglaube. William Turner malte den schottischen Leuchtturm Bell Rock Lighthouse 1819 als edles Bollwerk inmitten brutaler Naturgewalten. Der Schriftsteller Walter Scott schrieb folgendes Gedicht
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Meach & Big Bro et al were in Wales last week and visited the boathouse of the poet Dylan Thomas (1914-1953) whose 100th anniversary it is this year. The boathouse, see our photo above, is in the town of Laugharne. It's an idyllic little museum and open all year around. See official website below

Meach, Big Bro & Co waren letzte Woche im Städtchen Laugharne, hier verbrachte der Dichter Dylan Thomas (1914-1953) die letzen vier Jahre seines Lebens. Im Bootshaus an der Mündung des Flusses Taf, siehe unser Foto links, schrieb er viele seiner Werke. Im Author’s Prologue des Gedichtbands Collected Poems nennt er es sein ‘vom Meer durchgeschütteltes Haus an halsbrecherischen Felsen’.

‘This day winding down now
At God speeded summer’s end
In the torrent salmon sun,
In my seashaken house
On a breakneck of rocks…’
.

Im Gedicht werden später Reiher, Brachvögel und vieles andere an Fauna und Flora von diesem Ort erwähnt der bei Sonnenschein absolut idyllisch ist. Man kann dieses kleine Museum das ganze Jahr herum besuchen. In Deutschland vielleicht eher ein Geheimtipp denn es gibt nur einen englischen aber keinen deutschen Wiki-Artikel für das Dylan Thomas Boathouse. Offizielle Website mit Öffnungszeiten am Ende des Blogposts. Die ganze Gegend hier an der Südwestküste von Wales ist einen Besuch wert. Unweit von
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It's the birthday of the Irish poet W B Yeats (1865-1939). His poem Down by the Salley Gardens is about people who meet under the willow trees by a river. Willows, as the one above, were planted to strengthen river banks. Loreena McKennitt has recorded a nice musical version of the poem. See clip

Es ist der Geburtstag des irischen Dichters William Butler Yeats (1865-1939). Der Titel des Gedichts vom Jahr 1889 kommt vom keltischen Wort saileach für Weiden. Die Bäume wurden bei Flüssen angepflanzt um die Ufer zu festigen, siehe Foto links, und um die Zweige als Rahmen für Reetdächer zu ernten. Ein Salley Garden, also ein Weidengarten am Fluss war auch ein Ort wo sich junge Paare trafen. Hier eine schöne Vertonung von Loreena McKennitt

Down by the Salley Gardens

Down by the salley gardens
my love and I did meet;
She passed the salley gardens
with little snow-white feet.
She bid me take love easy,
as the leaves grow on the tree;
But I, being young and foolish,
with her would not agree.
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Found a rare 1975 Pan edition of Daphne du Maurier's debut The Loving Spirit. The novel is a Emily Brontë homage, with excerpts of six of her poems including No Coward Soul is mine. See clip. Novel's title is from the poem Self-Interrogation

Wir fanden gestern eine seltene 1975 Pan Ausgabe von Daphne du Mauriers Debütroman The Loving Spirit (1931), deutscher Titel Die Frauen von Plyn. Es ist eine Hommage an Emily Brontë und enthält Auszüge von sechs ihrer Gedichte. Dieses wirkt wie ein Leitgedanke der geheimnisumwogenen Autorin von Sturmhöhe (1847). Hier eine schöne Darbietung.

No coward soul is mine

No coward soul is mine,
No trembler in the world’s storm troubled sphere
I see Heaven’s glories shine,
And faith shines equal, arming me from Fear.
.
O God within my breast,
Almighty, ever-present Deity!
Life – that in me hast rest,
As I – Undying Life- have power in Thee!
.
Vain are the thousand creeds
That move men’s hearts, unutterably vain;
Worthless as withered weeds
Or idlest froth amid the boundless main,
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It's the birthday of the Romantic poet Novalis. The English writer Penelope Fitzgerald wrote a novel about him. A Krautrock band took his name and put his poems to music. Some Floyd influence in there. Singing starts way into the song at 6:15 min

Es ist der Geburtstag von Novalis (1772 -1801) dem deutschen Dichter der Romantik der von Haus aus Friedrich Freiherr von Hardenberg hieß. Sein Gedicht Sommerabend wurde von der Progrock Band Novalis vertont. Gut gemacht, die Liveversion ist auf YouTube, aber man braucht Geduld, der Text beginnt erst ab ca. 6:50 min.

Sommerabend

Es war an einem Sommerabend
als er so saß am Meer allein
die letzten schwachen Sonnenstrahlen
wiegten in den Wellen zum Schlaf sich ein

Durch die Saiten seiner Brust
zieht ein warmer Sommerwind
das leise Flüstern der Meereswogen
erlahmt seine Glieder geschwind
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It's the birthday of William Shakespeare (1564-1616) and on this DVD is a beautiful song performed by Pink Floyd's David Gilmour with the words of Shakespeare's Sonnet 18. See link for YouTube clip. Apart from this, the DVD is a bit like Pink Floyd Unplugged. Book: Oxford Bookworms Library

Zum Geburtstag von Shakespeare (1564-1616) empfehle ich eine musikalische Interpretation von Sonnet 18 das zu seinen berühmtesten Zeilen gehört und eine Liebeserklärung ist – eine für alle Ewigkeit. Auf Deutsch nennt man ein Sonett auch ein Klanggedicht. Hier ein YouTube Clip von dem Pink Floyd Musiker und Sänger David Gilmour.

Sonnet 18

Shall I compare thee to a summer’s day?
Thou art more lovely and more temperate;
Rough winds do shake the darling buds of May,
And summer’s lease hath all too short a date;

Sometime too hot the eye of heaven shines,
And often is his gold complexion dimm’d;
And every fair from fair sometime declines,
By chance or nature’s changing course untrimm’d;

.

But thy eternal summer shall not fade,
Nor lose possession of that fair thou ow’st,
Nor shall death brag thou wander’st in his shade,
When in eternal lines to time thou grow’st,
So long as men can breathe, or eyes can see,
So long lives this, and this gives life to thee.

Kommentar  Ganz kurz, denn Shakey hat eigentlich schon alles gesagt. Eine wunderviolle Pointe von Sonett 18 findet man in den letzten Zeilen. Fragen wir uns nämlich, verehrter Leser, was genau ist es, in dieser Welt der Vergänglichkeiten, das der im Sonett angepriesenen Person ‘ewge Jugend geben wird, solange Augen sehen und Menschen leben‘? Dann ist die Antwort: Es sind natürlich die Zeilen dieses Sonetts selber. Und die Tatsache dass sie heute, nach 400 Jahren noch gelesen, gesungen und besprochen werden, beweist dass der Autor mit seinem Versprechen Recht behielt. Lesen Sie nachfolgend Musik-Info und eine deutsche Übersetzung von Sonett 18. 
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Isabelle Adjani is very good as Emily in André Téchiné's biopic Les Sœurs Brontë (1979). Emilys poem Love and Friendship is represented here as a dialog on the moors between her and her sister Anne. Music featured throughout the movie is a song by Robert Schumann from a poem by Goethe. There's a link for the song, and a fan trailer for the movie below

Isabelle Adjani spielte in Les Sœurs Brontë die Rolle von Emily Brontë, von der auch ein Gedicht vorkommt, als Dialog mit ihrer Schwester Anne

Love and Friendship

Love is like the wild rose-briar,
Friendship like the holly-tree—
The holly is dark when the rose-briar blooms
But which will bloom most constantly?

 

The wild rose-briar is sweet in spring,
Its summer blossoms scent the air;
Yet wait till winter comes again
And who will call the wild-briar fair?

 

Then scorn the silly rose-wreath now
And deck thee with the holly’s sheen,
That when December blights thy brow
He still may leave thy garland green.

 

André Téchinés biografischer Spielfilm über die Brontë-Schwestern enthält viele interessante Details, zum Beispiel der häufige Einsatz eines deutschsprachigen Lieds – nach einem berühmten deutschen Dichter. Gleich mehr darüber. Erstmal zu Emilys Gedicht über Liebe und Freundschaft. Das Gespräch mit den Kernaussagen des obigen Gedichts passiert im Film als Emily bei einem Spaziergang auf dem Moor Anne bei einem Bach sieht. Sie pflückt dort Blumen und sagt zu Emily: Sieh mal, hier blüht wilder Rosenstock, schön, nicht? Emily sagt, es ist eine Heide-Rose, im Volksmund auch Hunds-Rose genannt. Anne: Du magst sie doch? Emily dreht sich um, geht ein paar Schritte zu einer Stechpalme, auf Englisch holly genannt, und sagt: Nein, diese Stechpalme ist mir lieber. Anne: Wirklich? Aber die Stechpalme hat doch nichts besonderes, sie sieht traurig aus. Emily: Du siehst nur die äußere Erscheinung der Dinge, du begeisterst dich für deinen Rosenstrauch doch nur weil er zur Zeit so schöne Blüten trägt. Aber bald wird er alle seine Blüten verlieren. Kannst du im Winter immer noch sagen, wie schön die Rose ist? Die Stechpalme dagegen ist immer grün. Der wilde Rosenstock, das ist die Liebe, und nur ein einziges mal kann diese Liebe blühen. Ich verachte sie und trete sie mit den Füßen, ich pfeife auf ihre Nichtigkeit. Die Stechpalme, das ist die Freundschaft, sie wird noch sein wenn unser Winter kommt. Und mit diesen Worten steckt Emily ein paar Stechpalmenblätter in Annes Haare. 
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Evening light: It's the 225th birthday of the Romantic poet Joseph von Eichendorff (1788–1857). We celebrate it in the splendid company of Dame Kiri Te Kanawa and Sir George Solti, with a musical rendition of his poem 'Im Abendrot'.

Es ist der 225. Geburtstag des Dichters Joseph von Eichendorff (1788-1857) und wir feiern ihn in der exzellenten Gesellschaft der Sängerin Kiri Te Kanawa und dem Dirigenten George Solti, mit Musik von Richard Strauss. Das Foto machten wir auf der Rückkehr von einem Ausflug in die andalusischen Berge. Hier ein YouTube-Link zur Vertonung des Gedichts.

Im Abendrot

Wir sind durch Not und Freude
gegangen Hand in Hand;
vom Wandern ruhen wir
nun überm stillen Land.

Rings sich die Täler neigen,
es dunkelt schon die Luft.
Zwei Lerchen nur noch steigen
nachträumend in den Duft.

Tritt her und laß sie schwirren,
bald ist es Schlafenszeit.
Daß wir uns nicht verirren
in dieser Einsamkeit.

O weiter, stiller Friede!
So tief im Abendrot.
Wie sind wir wandermüde–
Ist dies etwa der Tod?

Eichendorffs Gedicht spricht auf schöne Weise für sich selbst. Oder soll man die die letzten Zeilen so deuten dass das Abendrot am Ende einer langen Wanderung auch Metapher für den Lebensabend ist? Eichendorff setzt ein Fragezeichen und überlässt dies somit ganz uns.

Besides poetry Eichendorff also wrote good novellas. But, unlike contemporaries of his in Britain like Walter Scott and the Brontës, very little of his work has been filmed in Germany

Etwa 80 andere seiner Gedichte findet man in dem schön gestalteten Taschenbuch vom Insel Verlag, siehe links, mit Gemälde von Caspar David Friedrich auf dem Cover. Ebenso darin enthalten sind Eichendorffs Novellen Das Marmorbild, Das Schloß Dürande und Aus dem Leben eines Taugenichts. Der Band hat eine fünf Seiten lange Einführung von keinem geringeren als Herman Hesse, der Eichendorff sehr schätzte und auch die Werke für diesen Band auswählte. Es gibt einen guten Wiki-Artikel über Eichendorff den wir gleich verlinken, aber Hesse erwähnt viele interessante Details die man bei Wiki nicht findet, zum Beispiel dass Eichendorff schon in jungen Jahren viele Sprachen beherrschte, nicht nur Lateinisch, Französisch und Polnisch, sondern sogar Spanisch. Das freute uns Wahl-Andalusier natürlich besonders. Eichendorff lebte und schrieb zu Zeiten von britischen Autoren wie Sir Walter Scott und den Brontë-Schwestern, und wir wiederholen uns wenn wir sagen wie schade es ist dass jemand wie Eichendorff vom deutschsprachigen Fernsehen vernachlässigt wird. Im Vergleich zu Dutzenden Verfilmungen von Scott und den Brontës, liegt die letzte und vielleicht sogar einzige Eichendorff-Verfilmung 40 Jahre zurück: Der DDR-Film Aus dem Leben eines Taugenichts (1973). Ob sich die öffentlich-rechtlichen TV-Sender irgendwann zu einer Neuverfilmung durchringen können? Wir haben überhaupt nichts gegen Crowd-Pleaser wie Tatort, wir sind Fans der Serie, aber wenn es für 50 Tatorte auch nur einen Klassiker der Romantik im Fernsehen gäbe, würde das den Avantgarde-Status der Sender sicher nicht gefährden.

 

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Hörspiel nach Joseph von Eichendorff online  Das Südwestfunk-Hörspiel von 1954 Das Marmorbild. Mit Klaus Kammer (als Florio), Erik Schumann (Fortunato der Sänger), Otto Collin (als Ritter Donati), Heinz Klevenow (als Pietro), Gisela Zoch (Das Mädchen Bianka), Joana Maria Gorvin (als Venus), Arthur Mentz (Philemon), Südwestfunk-Orchester (Musik) Bernd Scholz (Komposition), Gert Westphal (Regie). Hinweis: Länge ist ca 60 min. Der Clip ist länger weil das Hörspiel, wie so oft auf YouTube, noch mal von Vorne anfängt. Kommentar: Das symbolträchtige Märchen erschien vor 200 Jahren. Es gibt einen ausführlichen Artikel bei Wikipedia darüber, der mitunter psychoanalytische und christlich-religiöse Interpretationsansätze erörtert

Dokumentation Das RBB-Feature ‘Joseph von Eichendorff Fragmente eines nicht erzählten Lebens’ (2007) von Renate Beckmann. Mit: Hille Darjes, Ulrich Matthes, Otto Mellies, Winnie Böwe u. a. Länge ca. 54 Min

Foto  Den Blick auf Andalusiens Küste im Abendrot nahm ich auf dem Weg von Ojén nach Marbella auf

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Des Weiteren Hermann Hesse: ’Das Glasperlenspiel’ als NDR-Hörspiel online

Geheimtipp Mahler: ‘Das Lied von der Erde’ als BBC-Hörspiel 2002 online

Apropos Hugo von Hofmannsthal: ‘Der Rosenkavalier‘ als NDR-Hörspiel

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So Halloween is scary? And what about fairies in the woods turning honourable knights into zombies? They should have a signpost: Stay on your horse at all times! It's the birthday of John Keats (1795 -1821) and we look at his poem La Belle Dame sans Merci, and a musical interpretation of it

Es ist der Geburtstag von John Keats (1795 – 1821). Dazu ein Gedicht von ihm das mit seiner übersinnlichen Thematik ganz gut zu Halloween passt. Es inspirierte Gemälde, wie das von  J. W. Waterhouse, links. Der jung verstorbene Dichter wurde in Bright Star. Die erste Liebe strahlt am hellsten (2009) von Ben Whishaw dargestellt. Es folgt ein Trailer für den sehenswerten Spielfilm. Aber zuerst das Gedicht, gesprochen von Ben Whishaw, und begleitet von ruhiger Pianomusik

O what can ail thee, knight at arms,
Alone and palely loitering?
The sedge has wither’d from the lake,

And no birds sing.

O What can ail thee, knight at arms,
So haggard and so woe-begone?
The squirrel’s granary is full,
And the harvest’s done.
.
I see a lily on thy brow
With anguish moist and fever dew,
And on thy cheeks a fading rose
Fast withereth too.
.

In obigen ersten drei Stophen des Gedichts von 1819, dessen Titel Die gnadenlose schöne Dame bedeutet, trifft der Erzähler an einem Herbsttag einen herumirrenden und mitgenommen aussehenden Ritter im Wald. Besorgt fragt er den Ritter, der zudem verbleichende Reste von verschiedenen Blumen wie Lilien und Rosen im Gesicht hat, was ihm passiert sei? In folgenden Strophen erzählt der Ritter seine Geschichte

I met a lady in the meads,
Full beautiful, a fairy’s child;
Her hair was long, her foot was light,
And her eyes were wild.
.
I made a garland for her head,
And bracelets too, and fragrant zone;
She look’d at me as she did love,
And made sweet moan.
.
Der Ritter sagt er habe auf einer Wiese eine schöne junge Frau getroffen, die Tochter einer Fee wie sich später herausstellte. Sie macht ihm schöne Augen und als der Ritter sie auf sein Pferd nimmt und ihre Feenlieder hört, verliert er für den Rest des Tages die Orientierung. Der Ritter, der zu diesem Zeitpunkt noch ahnungslos war, erzählt weiter:
.
I set her on my pacing steed,
And nothing else saw all day long,
For sidelong would she bend, and sing
A fairy’s song.
.
She found me roots of relish sweet,
And honey wild, and manna dew,
And sure in language strange she said—
I love thee true.
.
She took me to her elfin grot,
And there she wept, and sigh’d full sore,
And there I shut her wild wild eyes
With kisses four.
.
Die beiden sind mittlerweile in einem Wald und die Fee verabreicht dem Ritter verschiedene Waldpflanzen, Wurzeln und wilden Honig, und teilt ihm in einer merkwürdigen Sprache mit dass sie ihn liebt. Als sie ihn zu ihrer Elfenhöhle führt und dort bitterlich weint, gibt der Ritter ihr zum Trost vier Küsse auf die Augenlieder. Hören wir was als nächstes passierte.
.
And there she lulled me asleep
And there I dream’d, Ah, woe betide
The latest dream I ever dream’d
On the cold hill’s side
.
I saw pale kings, and princes too,
Pale warriors, death pale were they all;
They cried—”La belle dame sans merci
Hath thee in thrall!”
.
I saw their starv’d lips in the gloam
With horrid warning gaped wide,
And I awoke and found me here
On the cold hill’s side.
.
And this is why I sojourn here,
Alone and palely loitering,
Though the sedge is wither’d from the lake,
And no birds sing.
.

Die Fee lullt den Ritter in einen Schlaf der ihm allerdings Albträume beschert. Er sieht totenbleiche Könige, Prinzen und Krieger die ihn warnen: Du bist im Bann der gnadenlosen schönen Fee! Als er erwacht, ist er allein an einem eiskalten Abhang wo kein Vogel mehr singt. Hier, an dem Ort wo der Erzähler ihn anfangs traf, geistert der Ritter nun herum und ist selber zu einer der bleichen Schattenfiguren seiner Träume geworden. Der Titel La Belle Dame sans Merci stammt aus dem Jahr 1424, von dem französischen Autor Alain Chartier. Aber dessen Gedicht hat, abgesehen davon dass es um Treffen und Dialoge von einem Mann und einer Frau geht, kaum Ähnlichkeit mit dem späteren Gedicht von John Keats. Sein Gedicht zu interpretieren, ist aufgrund seiner übersinnlichen, märchenhaften Thematik nicht einfach und nicht unbedingt nötig. Aber wenn man zu Halloween unbedingt Mythen ins Spiel bringen will, könnte man darüber grübeln ob Motive wie das Blumenmädchen im Wald darauf hindeuten dass die Story, ähnlich wie Parsifal, im Kern auf keltischen Mythen von Tod  und Wiedergeburt beruhen. Vielleicht ein Thema für den heutigen Abend.

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Weitere Infos  Ein Trailer für den sehenswerten Spielfilm Bright Star (2009) mit Ben Whishaw in der Rolle des jungen Dichters, und der Schauspielerin Abbie Cornish als seine große Liebe Fanny Brawne. Der Film von Regisseurin Jane Campion erschien auf Deutsch synchronisiert mit dem Titel Bright Star – Die erste Liebe strahlt am hellsten  Bild  Ausschnitt des Gemäldes La Belle Dame sans Merci (1893) von J. W. Waterhouse  Neuste Biografie John Keats: A New Life  (2012) von Nicholas Roe
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Avenita Kulturmagazin
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It's s the birthday of Samuel Taylor Coleridge (1772 –1834). What's wrong with this picture? Apart from a detail only Iron Maiden fans will spot, nothing. It's good when rock bands promote poetry. Though we prefer the quieter passages of their interpretation of The Rime of the Ancient Mariner.

Es ist der Geburtstag des englischen Dichters Samuel Taylor (1772 – 1834) und wir werfen einen Blick auf sein berühmtes, geheimnisvolles Gedicht The Rime of the Ancient Mariner. Es wurde auf Deutsch als Der Alte Seemann übersetzt. Wir haben eine schöne alte Vinyl-LP mit einer Darbietung des Gedichts von Richard Burton, dem guten alten Waliser der eine Liebe für die Dichtkunst hatte. Im englischen Bildtext erlauben wir uns den kleinen Gag, zu fragen: Was stimmt an diesem Bild nicht? Als ob Dichtung und Rockmusik nicht zusammenpassen würden. Ja, Heavy Metal Bands wie Iron Maiden wird manchmal nicht ganz zu Unrecht vorgeworfen, hauptsächlich die düsteren Seiten der menschlichen Existenz zu thematisieren. Aber haargenau diesen Vorwurf könnte man Samuel Taylor Coleridge und nicht wenigen anderen Dichtern des 18. und 19. Jahrhunderts machen. Sein Gedicht über den Seemann der von einem Fluch verfolgt wird, ist nicht nur düster sondern streckenweise von groteskem, fast psychedelischem Horror geprägt. Es gibt Theorien dass Coleridges Opiumabhängigkeit etwas damit zu tun hatte. Da uns von der Band Iron Maiden keine Drogengeschichten bekannt sind, ist es also durchaus möglich dass Samuel Taylor Coleridge die eine oder andere Rockband in den Bad Boy Hitlisten übertrifft. Nicht dass wir das empfehlen. Aber wenn wir uns den Burschen so ansehen, passt er vom Haarschnitt her eigentlich zu diesen Typen die man bei Heavy Metal Festivals sieht. Zeit, mal wieder zum Frisör zu gehen! Hören wir uns, bevor wir auf den Inhalt des Gedichts eingehen, einfach mal an was Iron Maiden daraus gemacht hat. Das Gedicht vorzulesen, dauert etwa 30 Minuten. Iron Maiden haben daraus ein 13 min. Lied gemacht. Dabei den Text nicht übernommen sondern nacherzählt und komprimiert. Wir komprimieren auch und wählen eine Passage vom 2. Teil des Iron Maiden Lieds und hören danach Richard Burtons Lesung von den Gedichtpassagen die, mehr oder weniger, Vorlage für Maidens Liedtext waren.

The curse it lives on in their eyes
The mariner wished he’d die
Along with the sea creatures
But they lived on, so did he
.
And by the light of the moon
He prays for their beauty not doom
With heart he blesses them
God’s creatures all of them too.
.
Then the spell starts to break
The albatross falls from his neck
Sinks down like lead into the sea
Then down in falls comes the rain.
So weit die Textpassage die wir uns ansehen, dann folgen ca. 2:30 min. an Gitarrensolos. Um den Faden nicht zu verlieren, gehen wir erstmal zur Darbietung des Coleridge-Gedichts. Es hat eine Rahmengeschichte: Der Alte Seeman trifft anfamgs einen Mann der gerade zum Besuch einer Hochzeit geht und hält ihn dazu an, sich erst seine Geschichte anzuhören. Was er bisher davon gehört hat, über eine Reise bei der der Ancient Mariner einen gutmütigen Albatross der das Schiff begleitet hatte, abschoss und damit Unglück und Desaster über die Mannschaft brachte, hat dem Zuhörer Angst gemacht und er sagt:
“I fear thee, ancient mariner!
I fear thy skinny hand!
And thou art long, and lank, and brown,
As is the ribbed sea-sand.
.
I fear thee and thy glittering eye,
And thy skinny hand, so brown.” –
“Fear not, fear not, thou wedding-guest!
This body dropped not down.
Der Ancient Mariner sagt, hab keine Angst, ich blieb am Leben, und erzählt weiter. Mit der Stimme von Richard Burton. Er beschreibt in den folgenden Strophen wie er allein mit ansehen musste wie die anderen zweihundert Seeleute qualvoll an Verdurstung starben, als sie nach dem Tod des Albatrosses in eine lange Windflaute auf dem Ozean gerieten. Das erfahren wir in vorherigen Teilen des Gedichts. Aber jetzt ist das Schiff von rätselhaften Seeschlangen umgeben, sea creatures im obigen Iron Maiden Text und ‘a thousand slimy things’ bei Coleridge. Diese Kreaturen scheinen von einem Geist
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It's the birthday of the poet Alfred Tennyson (1809 – 1892)

Es ist der Geburtstag des englischen Dichters Alfred Tennyson (1809 -1892). Ein Gedicht von ihm das ich mag, ist The Lady of Shalott. Es war mitunter Inspiration für den Roman ‘Mord im Spiegel’ (1962) von Agatha Christie. Link für eine BBC-Hörspielfassung folgt am Ende des Posts. Ich bin bei einer früheren Gelegenheit auf die mythischen Aspekte des Gedichts eingegangen, die Sagen um König Artus, Camelot und Lancelot. Die Lady of Shalott lebt auf einer Insel im Fluss, wo sie in einem einsamen Turmzimmer am Webstuhl Bilder von der Außenwelt herstellt. Diese Welt kann sie nicht direkt, sondern nur im Spiegel betrachten, sonst muss sie sterben. Als sie eines Tages nicht widerstehen kann,
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Val McDermids 'The Grave Tattoo' had mixed reviews. But it's the one with Hollywood potential. And a connection to William Wordsworth (1770-1850), whose birthday is on 7. April

Val McDermids Thriller The Grave Tattoo (2006), auf Deutsch als Das Moor des Vergessens veröffentlicht, hatte gemischte Kritiken, aber ich finde es gut dass die Bestseller-Autorin sich an ein für Krimis eher untypisches Thema wie den Dichter William Wordsworth (1770-1850) herangewagt hat. Der Mann in dessen Gedichten oft die Natur im Mittelpunkt steht, hat heute am 7. April Geburtstag und ich glaube, der McDermid-Krimi wäre Stoff für eine anspruchsvolle Kinoverfilmung. Denn neben dem weltberühmten Dichter, sind hier die mystisch-idyllischen Handlungsorte des Lake Districts und Verflechtungen mit historischen Ereignissen: wie die Meuterei auf der Bounty. Wobei eine derer Hauptfiguren, Fletcher Christian (1764-1793), tatsächlich ein Schulkamerad des
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Spielfilm über den Dichter John Keats: Bright Star (2009) von der Regisseurin Jane Campion. Mit Ben Whishaw als Keats, und Abbie Cornish als Fanny. Sehenswert.

Ich habe mir gerade Lamia (1819) von John Keats als BBC-Radioproduktion angehört. Das von griechischen Mythen inspirierte Gedicht in Erzählform wird mit verschiedenen Sprechern und eigens komponierter Musik zu einem spannenden Hörerlebnis. Link folgt gleich am Ende des Blogeintrags. Ich habe mir auch nochmal den Spielfilm Bright Star (2009) über den jung verstorbenen englischen Dichter John Keats angesehen. Der Film ist gut. Nicht nur bringt er einem die Epoche und Persönlichkeit des Dichters näher, sondern es ist auch ein schöner und unterhaltsamer Film. Auf dem Cover meiner er spanischen DVD-Ausgabe (siehe Foto) ist, anders als bei der Amazon-Ausgabe, nicht der Dichter Keats sondern seine
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Poem by Christina Rossetti, music by Holst, played by folk musician Bert Jansch. We wish readers a happy Christmas

Eins unserer Lieblingsweihnachtslieder basiert auf einem Gedicht der Engländerin Christina Rossetti (1830-1894). Es heißt In The Bleak Midwinter. Nach ihrem Tod schrieb der Komponist Gustav Holst Musik dazu. Das Lied scheint in Deutschland kaum bekannt zu sein, im englischen Sprachraum dagegen sehr. Es gibt viele Versionen davon –  die meisten davon sind schön denn Melodie und Worte sind nicht kaputt zu kriegen. Wir mögen wir die Fassung des britischen Folkmusikers Bert Jansch (1943-2011). Sein typisches Understatement, nur gezupfte Gitarre und schüchterner Gesang, passt perfekt. Es folgt ein YouTube-Clip von dem Lied und der Text. Er singt die zwei wichtigsten der fünf Strophen des Gedichts
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