It's the birthday of Robert Browning (1812-1889). His poem is about a young knight called Roland who faces up to his next, possibly last battle at an isolated tower. When he gets there he dauntlessly puts the horn to his lips and lets everyone know: ''Childe Roland to the Dark Tower came''

Es ist der Geburtstag des englischen Dichters Robert Browning (1812-1889). Sein Gedicht ‘Childe Roland to the Dark Tower came‘ war Inspiration für die Fantasy-Saga Der Dunkle Turm von Stephen King. Er zitiert das Gedicht komplett im siebten Band Der Turm (2004). Links im Bild unsere englische Originalausgabe. The Dark Tower heißt auf Englisch das Buch sowohl als auch die gesamte Romanserie. Momentan ist eine mehrteilige Verfilmung in Arbeit, Eine große Produktion, Sony Pictures hat die Filmrechte und Russell Crowe ist im Gespräch für die Rolle von Roland Deschain. Der Vorname von Kings zentraler Romanfigur stammt ebenfalls von Robert Browning. Der Name ‘Childe Roland’ im Gedicht bedeutet nicht Kind sondern ist eine mittelalterliche Bezeichnung für einen jungen, unerfahrenen Ritter. Nachfolgend weitere Infos und ein Ausschnitt vom Gedicht. Browning sagte, das gesamte Gedicht kam in einem Traum zu ihm – was seine vage uns surrealistische Atmosphäre erklärt. Ein Mann befindet sich auf der Suche nach dem ominösen Dunklen Turm, über den der Leser anfangs nichts weiter erfährt. Nur dass die Reise dorthin durch menschenfeindliche, apokalyptisch anmutende Landschaften führt. Selbst ein Fluss wirkt auf den Reisenden wie eine Schlange. Hier das Gemälde Childe Roland to the Dark Tower Came (1859) von Thomas Moran. Das Gedicht ist 34 Strophen lang, wir zitieren nur die letzte, die Schlüsselszene bei der man eine Idee davon bekommt worum es in dem düsteren und geheimnisvollen Gedicht geht.

Childe Roland to the Dark Tower came
Autor: Robert Browning, 1855
.
There they stood, ranged along the hillsides, met
To view the last of me, a living frame
For one more picture! in a sheet of flame
I saw them and I knew them all. And yet
Dauntless the slug-horn to my lips I set,
And blew “Childe Roland to the Dark Tower came.”
.

Der Erzähler sagt: Dort standen sie alle. Er hat den Turm erreicht und auf den umliegenden Hügeln stehen die Geister von verstorbenen ehemaligen Weggefährten – Helden und Abenteurer die vor ihm die Reise zum Turm machten und ihn jetzt beobachten. Man bekommt den Eindruck dass es sich bei dem Turm um so etwas wie die Letzte Schlacht handelt. Dennoch nimmt der junge Mann furchtlos sein Signalhorn – hier sind Anklänge an das mittelalterliche Rolandlied – und sendet seine Nachricht: Childe Roland kam zum Dunklen Turm….ich bin hier und bereit für den letzen Showdown. In Stephen Kings Romanreihe betritt Roland Deschain am Ende den Turm und findet heraus was sich darin befindet. Wir wollen nicht zu viel verraten aber grob beschrieben ist der Turm ist ein Ort an dem sämtliche Personen und Ereignisse seines Lebens versammelt sind. Stephen King sieht die Romanreihe als sein Opus magnum. Wir finden sie  interessant aber nicht ganz in der Liga von seinem Roman The Stand – Das letzte Gefecht (1978). Als Einflüsse auf Dark Tower nannte er neben dem Gedicht von Robert Browning, Tolkiens Herr der Ringe, die Artussage…und Wildwestfiguren wie Clint Eastwoods Mann ohne Namen.

 

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Hörspiel ‘The Dark Tower’ (1946) nach Robert Browning online Das BBC-Hörspiel von dem Dichter und Dramatiker Louis MacNeice. Die Musik von Benjamin Britten wurde speziell für das Hörspiel komponiert. Sprecher: Cyril Cusack (als Roland), Lucille Lisle (als Syvie), Vera Maxime (als Neaera), Olga Lindo (Mutter), Mark Dignam (Tutor), Alexander Sarner (Priester), Robert Farquharson (als Soak), Ivor Barnard (Blind Peter), Howard Marion-Crawford (Steward), Frank Partington (Gavin), Harry Hutchinson (Sergeant-Trumpeter)

Verfilmung Ein deutscher Trailer für die Stephen King Verfilmung Der Dunkle Turm (2017) mit Idris Elba (als Roland Deschain), Matthew McConaughey (als Walter Padick). Regie: Nikolaj Arcel

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