Kulturmagazin

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Tag: Austen

This post was actually meant for Jane Austen's birthday on December 16. But you could do worse than watching some Austen adaptions over Christmas. Also the biopic with Anne Hathaway and many other stars. Clips & infos in the blog

Die Schriftstellerin Jane Austen (1775-1817) wurde durch Romane wie Stolz und Vorurteil, und Sinn und Sinnlichkeit berühmt. Die Bücher erschienen vor ca. 200 Jahren, wurden dutzende Male verfilmt, haben bis heute eine große Fan-Gemeinde. In einer von der BBC veranstalteten Abstimmung über die 100 Lieblingsbücher der Briten, mit 750.000 Teilnehmern, kam Jane Austens Roman Stolz und Vorurteil auf den zweiten Platz, übertroffen nur von Tolkiens Der Herr der Ringe. Mittlerweile gibt es mit Becoming Jane (2007) auch einen Spielfilm über das Leben der Autorin, auf Deutsch als Geliebte Jane veröffentlicht. Nachfolgend ein Film-Clip. Anne Hathaway in der Titelrolle ist wundervoll, der Film wird Leuten gefallen die Bücher und Verfilmungen von den Brontë-Schwestern, Thomas Hardy, E. M. Forster, Daphne du Maurier mögen. Obwohl
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Nice to hear that a rose has been named Pride and Prejudice, but what kind of roses might Jane Austen herself have known? Old ones, like Alba roses with evocative names like Maiden's Blush. And Damask roses like York and Lancaster, pictured above, whose look and name refers to the War of the Roses

In England wurde gerade eine neue Rose nach Jane Austens Roman Pride and Prejudice benannt. Was uns neugierig darauf machte, welche Rosen Jane Austen selber gekannt haben würde? Ihre Familie hatte in dem Dorf Chawton, wo Jane mehrere ihrer Bücher schrieb, ein Haus mit einem großen Garten von etwa viertausend Quadratmetern. Und vor ein paar Jahren entschieden die Verwalter des Hauses, dem heutigen weltberühmten Jane Austen Museum, den Garten komplett neuzugestalten, und zwar nur mit Pflanzensorten die es zu Jane Austen’s Zeiten gab. Das wurde ausgiebig recherchiert, nicht nur was Rosen anbelangt sondern auch Kräuter, Blumen für Rankgitter und viele andere Pflanzen die zum Teil schon mit ihren umgangssprachlichen Namen dazu inspirieren, herauszufinden wie sie in Deutschland heißen. Es ist ja durchaus denkbar dass manche Leute gerne einen ähnlichen Garten haben möchten wie Jane Austen. Da wäre zum Beispiel dei Nelkenart Sweet William die auf Deutsch Bartnelken genannt werden. Und Jacob’s ladder, deren biblische Konnotation auch in der deutschen Jakobsleiter vorhanden ist. Der englische Pflanzenname Love-Lies-Bleeding klingt nach turbulenter Romanze, heißt auf Deutsch aber lediglich Garten-Fuchsschwanz, dessen Purpur in England zum Färben benutzt wurde. Im Garten befinden sich auch viele Pflanzen die neben ihrem auffällig farbenfrohen Aussehen auch Heilstoffe enthalten, wie die Akelei, die in England 
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Ein altes Foto von dem Dorf Chawton in Hampshire wo Jane Austen jahrelang lebte und mehrere ihrer Romane schrieb. Ihr Haus, links vorne, ist heute ein weltbekanntes Museum.

Jane Austen, die englische Autorin von mehrfach verfilmten Romanklassikern wie ‘Stolz und Vorurteil‘ lebte fast acht Jahre lang in dem Dorf Chawton, siehe Foto, in der ländlichen Grafschaft Hampshire. Es waren die letzten acht Jahre ihres Lebens bevor sie im Alter von 41 Jahren starb, aber dennoch eine der glücklichsten Zeiten ihres Lebens. Hier schaffte sie es nach jahrelangem Warten mehrer ihrer Romane zu veröffentlichen, verdiente erstmals Geld mit ihrem Schreiben und erlebte mit dass sich ihre Bücher große Beliebtheit und Anerkennung hatten. Die lesenswerte Biografie Jane Austen. A Life (1997) von Claire Tomalin ist leider nicht auf Deutsch eräáltlich, deshalb entnehmen wir heute an Janes Geburtstag daraus einige Details über den Alltag der Autorin. Jane zog im Sommer 1809 zusammen mit ihrer Schwester Cassandra und ihrer Mutter in das Haus von Chawton ein, begleitet von Janes langjähriger Freundin, der Pfarrestochter Martha Lloyd. Die vier lebten also in einem Frauenhaushalt, bekamen jedoch öfters Besuch von Janes Brüdern und deren Familien. Das Haus lag und liegt heute noch direkt an der Straße, und obwohl Chawton damals mit ca. 60 Einwohner klein war, führte viel Verkehr durch das Dorf. Das damals schon über hundert Jahre alte Backsteinhaus war vorher ein Wirtshaus für Postkutschen gewesen und auch zu Janes Zeiten donnerten dort noch Gespanne mit sechs Pferden vorbei, so laut dass die Betten im oberen Stockwerk wackelten. Aber Jane mochte diese Allgegenwärtigkeit der Außenwelt gerne, sie saß oft am Fenster des Esszimmers und beobachtete die das Dorfleben und die Durchreisenden, während gleichermaßen Passagiere von langsameren Kutschen neugierige Blicke in Jane Haus warfen. Jane schrieb darüber: ‘Unzählige Kutschen mit jungen Mánnern fuhren gestern morgen vorbei – voll mit zukünftigen Helden, Legislatoren, Naaren und Schurken‘. Das klingt recht plausibel, Jane hatte den Dreh, den Lauf der Dinge mit Worten und einer guten Prise trockenem Humor zu porträtieren.

Die Biografie 'Jane Austen. A Life' (1997) von Claire Tomalin. Nur auf Englisch erhältlich. Mittlerweile mit anderem Cover

Die vier Frauen bekamen bei Jobs wie Holzhacken Hilfe von den netten Dorfbewohnern und gaben deren Kindern dafür Unterricht im Lesen. Janes Mutter war über 70 aber rüstig und baute im Garten Kartoffeln an. Das war damals normal, Janes Familie hatte, obwohl Vater George Austen (1731–1805) Pfarrer gewesen war, gleichzeitig einen Familienbauernhof betrieben, Hühner gehabt, Kühe gemolken, Heu geerntet etc. Der gute alte Pfarrer hatte sogar an Pflugwettbewerben teilgenommen. Vielleicht trug dieses ziemlich rustikale Leben dazu bei dass es Janes Brüder eher zu Berufen wie der Königlichen Marine zog. Nach dem Tod des Vaters waren die Frauen der Familie jedoch aufgrund damaligen Erbrechts auf Janes Brüder angewiesen: Das Haus in Chawton gehörte ihrem Bruder Edward. Jane teilte sich mit ihrer Schwester Cassandra ein Schlafzimmer, die beiden waren eng befreundet und Jane las ihr des Abends vorm Schlafengehen Sachen vor die sie gescrieben hatte. Freundin Martha und Janes Mutter hatten jeder ihre eigenen Schlafzimmer. Jane stand morgens immer als Erste auf um Zeit zu haben unten im Haus Piano zu spielen. Dass ihr das viel bedeutete, spiegelt sich in mehreren Pianoszenen in ihren Romanen. Da alle in Chawton Cottage ihrer Schreibtätigkeit wohlwollend gegenüberstanden, war Janes einziger Job, morgens am Kaminfeuer Tee und Frühstücks-Toast für alle zu machen. Außerdem war sie für die Aufbewahrung vom Schlüssel des Weinschranks verantwortlich. Sie hatte also eine überschaubare tägliche Arbeitslast und konnte sich in Chawton erstmals nach vielen Jahren wieder konzentriert dem Schreiben widmen. Und das tat sie: In Chawton Cottage schrieb sie später ihre drei neuen Romane Mansfield Park, Emma und Überredung. Davor jedoch war Jane Austens erste wichtige Arbeit in Chawton, endlich einen Verleger für ihre zwei fertigen aber bisher unveröffentlichten Romane zu finden. Jane hatte schon fast 15 Jahre voher, noch als Teenagerin, mit ihren Romanen ‘Verstand und Gefühl’ und ‘Stolz und Vorurteil’ begonnen. Aber es war damals sehr schwer für Frauen einen Verleger zu finden. Als Frau Bücher zu schreiben galt damals,so bizarr es heute klingt, als
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That's what 'Sense and Sensibility' (1811) is called in German. Paperback and DVD, above, are also a reminder of two good film adaptations. I slightly prefer the 2008 BBC production to the more humorous Emma Thompson movie from 1995

Schöne Produktion vom Hessischen Rundfunk online. Mit renommierten Sprechern wie Leonie Rainer, Birte Schnöink und Ulrich Noethen. Link am Ende des Posts. Im Foto, mein Taschenbuch von Jane Austens Romanklassiker ‘Verstand und Gefühl’ (1811), auf dem Cover sind Kate Winslet und Emma Thompson im Kinofilm ‘Sinn und Sinnlichkeit’ (1995), wie der deutsche Filmtitel lautet. Die DVD ist von der BBC-Fernsehserie ‘Sinn und Sinnlichkeit’ (2008). Emma Thompsons Kinofilm betont mehr die humorvollen Seiten des Romans. Die BBC-Verfilmung hingegen mehr die ernsteren Aspekte der Geschichte. Diese TV-Version gefällt mir etwas besser. Aber beide sind gut. Im Mittelpunkt der Geschichte sind die zwei Schwestern Marianne und Elinor Dashwood, die nach dem Tod ihres Vaters von einem Halbbruder um ihr Erbe betrogen werden. Sie müssen das
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