Kulturmagazin

Lieber Leser!

Wir schreiben über unsere Lieblingsthemen aus der Welt der Literatur, Film, Kunst und Musik. Öfters gibt es auch mal Fotos, Anekdoten & Ansichten aus unserem geliebten Gastland: Andalusien, der südlichsten, manche würden sagen, schönsten Region Spaniens. Auf der Startseite finden Sie unsere aktuellen Blogbeiträge und Artikel. Falls Sie mal länger Zeit haben und mehr über unsere Themen lesen wollen, köinnen Sie auch unsere umfangreichen Feature-Artikel auschecken. Wir hoffen dass Sie unser Netzmagazin informativ und unterhaltsam finden. Ein Gruß von der Redaktion!

Tag: Celtic

A radio dramatisation of the Alan Garner classic Elidor (1965) is online. Link below. Our photo hints at the book's theme of an urban wasteland behind which a world of legends still exists. This new BBC production has modern music and kids with map apps on their phones. About time for a big movie

Ein Hörspiel nach Alan Garners Klassiker Elidor (1965) ist momentan online. Link am Ende des Artikels. Die Romanvorlage hat Elemente von Tolkien und C. S. Lewis, wirkt teils wie ein Vorläufer von Harry Potter. Alan Garner hat im englischen Sprachraum einen ähnlich hohen Bekanntheitsgrad. In Deutschland ist er weniger bekannt. Lohnt sich kennenzulernen. Ähnlich wie bei Tolkien und Rowling, wurden Alan Garners Bücher früher hauptsächlich von Kindern und Jugendlichen gelesen, aber heute auch von Erwachsenen die die Romane als Klassiker ansehen. Die Tatsache dass seine Bücher viele Elemente von keltischen Sagen enthalten, verleiht ihnen zusätzliches Interesse. Elidor spielt Anfang der 1960er Jahre, die vier Geschwister Roland, Helen, Nick und David sind nach Manchester umgezogen und stromern herum um ihre neue Heimat kennenzulernen. In der nordenglischen Stadt herrschte damals noch die Atmosphäre der Nachkriegsepoche. mit sog. slum clearances. Zerbomte und verwahrloste Stadtteile voller Schutthaufen, Ruinen und leerstehenden Häusern die darauf warteten demoliert zu werden um für neue Wohnsiedlungen Platz zu machen. Dass dies der Hintergrund für die Entdeckung einer verborgenen Welt von Legenden und Sagengestalten ist, schafft einen Kontrast den
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It's the 80th birthday of Alan Garner, author of novels like The Weirdstone of Brisingamenfor and Elidor. His novel The Owl Service is based on Welsh mythology and was filmed as a TV-Series in 1969. It looks low-budget, could do with a YA Twilight type remake. But it has a certain 60s charme and good film locations in Wales. Check YouTube clip below

Heute ist der 80. Geburtstag des englischen Fantasyautors Alan Garner. Links im Bild sein Roman The Owl Service (1967) der 1969 verfilmt wurde. Es geht darin um eine walisische Sage deren Handlung sich unter modernen Jugendlichen wiederholt. Buch und Film haben in England eine große Fan-Gemeinde. In Deutschland wurde der Roman als Eulenzauber veröffentlicht, kam aber nicht besonders an. Garners Schreibstil ist gewöhnungsbedürftig und die Story ist komplex, beruht auf keltischen Mythen die im Mittelalter unter dem Namen Mabinogion aufgeschrieben wurden. Eine der Figuren ist Blodeuwedd (sprich Blo-DEI-weth) die von einem Zauberer aus Blumen geschaffen wird weil sein Sohn Lleu dazu verflucht wurde, nie eine Frau zu finden. Sie verwandelt sich später in eine Eule. Der walisische Name für Eule ist bis heute Blodeuwedd. In Alan Garners Roman sind drei Jugendliche, um die 17 Jahr alt, auf Urlaub in einem abgelegen Tal in Wales. An einem Fluss finden sie ein megalithisches Monument, ein Stein mit einem Loch. Der Sage nach benutzte ihn der legendäre walisische Krieger Lleu (sprich etwa: Slay) als Schild. Er wurde jedoch von einem Speer durchbohrt den sein Widersacher Gronw (sprich: GRONN-uh) auf ihn warf. Die drei Jugendlichen, ein Mädchen namens Alison und die beiden Jungs Gwyn und Roger merken dass die alten Legenden beginnen, sich in der Gegenwart zu wiederholen. Damit scheint Hugh, der Gärtner von dem Landhaus in dem sie wohnen, etwas zu tun haben. Alles beginnt damit dass sie auf dem Dachboden
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The Last Legion (2007) tries to pack in too many topics and details related to the fall of Rome. Maybe the focus, even the name of the movie should have been something like 'Excalibur: The Sword of Caesar'. As far as that part of the story goes it's an underrated movie. Check trailer below

Ein Film mit Colin Firth nach dem gleichnamigen Roman von Valerio M. Manfredi. Die letzte Legion (2007) war kein Kinoerfolg und hatte vorwiegend laue Kritiken. Wir hatten keine Eile ihn zu sehen, checkten ihn erst gestern Abend auf DVD aus. Als Fans von historischen Romanen und Filmen, speziell zum Thema Artussage, fanden wir den Film gar nicht schlecht. Er ist aufwendig gemacht, kostete 67 Millionen Dollar. Wenn wir gewusst hätten dass das mythische Schwert Excalibur ein zentrales Thema ist, hätten wir den Film viel früher ausgecheckt. Ein Teil des Problems des Films ist jedoch dass er so viele Themen einbezieht: Den Fall des Römischen Reichs, den letzten römischen Kaiser Romulus Augustus, den Goten-Anführer Odoaker, die sog. Letzte Legion der Römer in England, den britischen Kriegsherrn Vortigern und, und, und. In Büchern die man über Tage oder Wochen liest, funktioniert so ein Themen-Mosaik besser als in Filmen die eine Story auf 100 min. reduzieren müssen. Der beste Teil des Films ist eine neue und ziemlich originelle Interpretation vom Schwert Excalibur. Der Film hätte das vielleicht mit einem Namen wie Excalibur. Das Schwert des Caesars
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It's the birthday of Susan Cooper, author of The Dark Is Rising sequence. Starts like a Blyton novel with kids arriving at a seaside town in Cornwall, meeting their archaeologist uncle at the station. Then it heads into Celtic mythology and soon...the Dark is rising. Inspired a song by Mercury Rev. See clip

Es ist der Geburtstag der britischen Autorin Susan Cooper. Links, eine englische Ausgabe vom ersten Buch der Wintersonnenwende Saga. Ein Jugendklassiker um keltische Mythologie der auch in Deutschland einigermaßen bekannt ist. Die Reihenfolge der deutschen Titel ist:

1 Bevor die Flut kommt
2 Wintersonnenwende
3 Greenwitch
4 Der Graue König
5 Die Mächte des Lichts
.

Es beginnt ähnlich wie ein Buch von Enid Blyton: Drei Kinder kommen auf Urlaub an die südenglische Küste. Ihr Onkel, ein Archäologe, holt sie vom Bahnhof ab und hat sogar einen Hund dabei…alles sehr idyllisch. Der Ort Trewissick beruht auf dem echten Fischerdorf Mevagissey in Cornwall. Hier verbrachte die Autorin Susan Cooper als Kind ihre Ferien. Die Geschichte wird spannend und mythologisch gefärbt, als die Kinder auf dem Dachboden ein mittelalterliches Manuskript finden das auch eine Landkarte enthält. Ihr Onkel ist ein Universitätsprofessor, er kann den alten cornischen Dialekt entziffern. Er ist besorgt, denn es
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Irish hero Cú Chulainn, tied to a standing stone with a sword in his hand, on the cover of Irish Myths and Legends (1965) by Eoin Neeson. Thie legend inspired French hip hop band Manau's song Le chien du forgeron, refering to Cú Chulainn's name The Hound of Ulster, also depicted on the cover

Wir haben ein gutes Buch über irische Sagen aufgegabelt, bekamen es von einem alten Iren der Gälisch konnte, worüber wir ins Gespräch kamen. Auf dem Cover sind Szenen aus dem Leben der Sagengestalt Cú Chulainn, Der sterbende Held ließ sich mit dem Schwert in der Hand an einen megalithischen Stein festbinden, so dass Feinde ihn für lebendig hielten. Hier ein starkes Hip-Hop Lied über Cú Chulainn von der französischen Band Manau

Le chien du forgeron

D´histoire en histoire en cycles de légendes,
il y en a une dans ma mémoire qui restera
parmi les grandes épopées païennes près du pays du clan des landes,
en pleine terre d´Ulster province de l´Irlande.
L´histoire d´un gamin, encore jeune fougueux,
à peine 7 ans, il a déjà le feu dans le bleu de ses yeux.
.
Les druides lui ont prédit un drôle d´avenir,
un choix à faire, la conséquence de son devenir.
Prendre les armes avant sa majorité,
il deviendrait le plus grands des guerriers que cette terre ait porté.
Mais éphémère serait sa vie,
devenir héros de guerre, mourir, avoir son nom dans les écrits.
Le gamin n´hésita pas une seule seconde.
Que ça doit être bon d´être le plus grand guerrier du monde.
.
Doucement viens, rappelle-toi de ce nom.
On l´appelait Cúchulainn, le chien du forgeron.
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This year's the 1000th anniversary of the Battle of Clontarf, the last battle of the Irish King Brian Boru. If your name is O'Brian or O'Brien you're likely a distant relative. A painting of the battle, above, is coming back to Ireland this year. Also, check out this celtic song about Brian Boru by Alan Stivell and Kate Bush

Vor tausend Jahren starb der irische König Brian Boru in der Schlacht von Clontarf. Zu diesem Anlass kommt Hugh Frazers Gemälde, links, zurück nach Irland. Hier ist ein keltisches Lied über den König, von Alan Stivell und Kate Bush

Brian Boru

‘Maraíodh Brian Boru chun beatha na hÉireann
Síochain in gCuige Uladh agus i mBaile ‘Cliath
Aontacht an teaghlaigh, aontacht na dtuath
Aontacht an domhain is na gCeilteach
Diouzh nerzh ar c’hadou da nerzh an ehan
Diouzh ‘bed doueek bennozh ar c’haroud
O neart an chatha go neart na síochana
On bhith dhiaga beannacht an ghrá
.
Duirt siad gurbh é seo sochraide ar muintire
Gur choir duine bheinn sollunta féin
Bíodh nach raibh brónach…’
.

Soweit die erste Strophe und der Refrain, der von Kate Bush gesungen wird. Im Lied kommen zwei keltische Sprachen vor: Bretonisch (Zeilen fünf und sechs) und Gälisch. Alan Stivell will damit wohl eine Verbundenheit zwischen den keltischen Kulturen Frankreichs und Irlands zum Ausdruck bringen. Frei und auszugsweise übersetzt heißt es im Text etwa: ‘Brian Boru starb für Irland, für Frieden in der Provinz Ulster und in Dublin. Für die Einigkeit der Stämme, die Einigkeit der Kelten’ etc. Dass dies haargenau der Sichtweise moderner Historiker entspricht, können wir nicht garantieren. Nach tausend Jahren ist es selbst bei historischen Figuren nicht so leicht, Fakten und Mythen abzuwägen. Aber die Schlacht von Clontarf fand statt, am 23. April 1014 im Norden von Dublin, bei der Mündung des Flusses
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It's St David's Day and we have a Welsh topic. The movie 'The Englishman Who Went Up A Hill...' (1995) was filmed in Wales in Llanrhaeadr-ym-Mochnant and on Gyrn Moelfre (pic below) in Powys. It's a romantic comedy but makes a real point about the significance of mountains to the Celts. See caption below

Heute ist der walisische Feiertag St. David’s Day. Wir mögen Wales, haben dort gelebt und nutzen die Gelegenheit zur Empfehlung eines Films der in Wales gedreht wurde. Er ist Sommer 1917 und ein junger Landvermesser, gespielt von Hugh Grant, kommt mit einem älteren Kollegen in ein walisisches Dorf um für Landkarten die Höhe des örtlichen Berges zu messen. Als er feststellt dass Ffynnon Garw knapp unter 1000 Fuß hoch ist und somit technisch ein Hügel und kein Berg, sind die Dorfbewohner empört und versuchen die Landvermesser mit allen Mitteln von der Abreise abzuhalten um Zeit zu gewinnen, den Hügel mit den fehlenden fünf, sechs Metern Erde zu erhöhen. Der Film gehört zum Genre Romantische Komödie, und der romantische Aspekt beruht hier darauf dass die hübsche Betty, gespielt von Tara FitzGerald, von den Dorfbewohnern eingespannt wird um den Beamten die Gedanken an sofortige Abreise zu vertreiben. Denn diese beiden herzlosen Engländer sollen ihren geliebten walisischen Berg ein zweiten Mal messen. Aber Betty und der englische Landvermesser Hugh Grant, beide auf dem obigen DVD-Cover abgebildet, verlieben sich wirklich und so sind sämtliche Weichen für einen schönen altmodischen feel good movie gestellt. Es ist ein charmanter Film dessen erschöpfender Titel Der Engländer der auf einen Hügel stieg und von einem Berg herunterkam (1995) eine Anspielung darauf ist dass man in Wales, wo fast jeder typische Nachnamen wie Jones und Williams hat, zusätzliche Bezeichnugen wie Jones der Postbote und Williams der Automechaniker verpasst bekommt.
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It's Burns Night: If you won't have a haggis or a dram of Scotch whisky, at least listen to a Robert Burns song. Here's the lovely Jo Stafford (1917 - 2008) with My Heart's in the Highlands

Burns Night: Am 25. Jan. wird der schottische Nationaldichter Robert Burns (1759-1796) gefeiert. Man muss dazu nicht in Schottland leben, man muss dazu nicht schottisch sein. Hauptsache man feiert seine Gedichte & Lieder

My Heart’s in the Highlands

My heart’s in the Highlands, my heart is not here,
My heart’s in the Highlands, a-chasing the deer;
A-chasing the wild-deer, and following the roe,
Oh my heart’s in the Highlands, wherever I go.
.
Farewell to the Highlands, farewell to the north,
The homeland of valour, the land of my birth;
Wherever I wander, wherever I rove,
The hills of the Highlands for ever I love.

 

Gute Melodie, guter Text, schön gesungen von Jo Stafford, die in den 40er, 50er Jahren ein großer Star in Amerika war. Burns sagt, wo immer er gerade sein mag, sein Herz wird immer in den schottischen Highlands sein. Viel besser kann man Heimatliebe kaum auf den Punkt bringen. Nachvollziehbar dass solche Lieder Anklang finden bei Nachkommen von Schotten die im 18. und 19. Jahrhundert, oftmals armutsbedingt, in großen Zahlen nach Amerika auswanderten. Wobei die Highland Clearances eine Rolle spielten. Dadurch bekommt auch der Titel des Lieds eine zusätzliche Prägnanz. Heute und dieses Wochende werden an Tausenden von Orten, in Schottland, in Amerika und in der ganzen Welt, Leute zusammenkommen und Robert Burns’ Werke in Erinnerung behalten. An Tischen, an Kaminen oder Lagerfeuern seine Lieder und Gedichte vortragen. Dabei ist der Genuss von schottischem Whisky und dem schottischen National Gericht Haggis nicht obligatorisch aber sehr oft ein Teil der Festlichkeiten, und wir werden die letzten sein die sich darüber beschweren.

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Weiterführende Infos  In einem deutschen Wiki-Artikel über den Dichter Robert Burns / und auf Englisch das BBC-Doku Robert Burns – The People’s Poet, vom Jahr 2009 zum 250. Geburtstag von Burns

Avenita Kulturmagazin

 

Hill of Ward in County Meath, is known as the birthplace of Samhain, the Celtic festival from which Halloween originates. Tlachtga, its old Gaelic name, was used for medieval festivals. New discoveries, see Google Earth pic above, prove that ceremonial activity started earlier, in the iron or even bronze age

Archäologen vom University College Dublin und der University of Southampton haben in 2013 spannende Entdeckungen in der irischen Grafschaft County Meath gemacht. Links ein Foto, via Google Earth, von einem Ort namens Tlachtga, einem Hügel von ca. 50 Metern Höhe. Dieser Ort, auch Hill of Ward genannt, ist schon seit dem Mittelalter für seine aufwendigen Samhain Feste bekannt und gilt deshalb als Geburtsort von Halloween. Dessen keltischer Vorläufer Samhain markierte den Beginn des Winters und hatte mythologische Konnotationen. Es gibt auch Parallelen zum christlichen Fest Allerheiligen das zum gleichen Zeitpunkt stattfindet. Die volkstümliche Bezeichnung von dem Hügel Tlachtga als Geburtsort von Halloween hat durch die neusten Funde jetzt auch wissenschaftliche Rückendeckung bekommen. Unter Leitung von Dr. Stephen Davis von Dublins UCD Universität wurden bei geophysischen Untersuchungen des Tlachtga-Hügels Reste von sechs konzentrischen, von Erde und Gras bedeckten Wällen gefunden. Gesamtdurchmesser der Anlage ist 150 Meter. Die bisher überlieferte mittelaterliche Nutzung von Tlachtga als Festplatz kann jetzt aufgrund dieer Entdeckungen in der Eisenzeit, in ihren áltesten Ursprüngen vielleicht sogar in der Bronzezeit angesetzt werden. Prähistorische Konnotationen sind auch im Namen des Orts enthalten. Seinen modernen Namen
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The 1450 year old abbey on the Scottish island of Iona was one of the key sites of early Celtic Christianity. After restoration work it is now open for visitors again. With interesting new research results. Official website www.ionahistory.org.uk

Das Kloster von Iona wurde vor 1450 Jahren gegründet. Der irische Mönch Colm Cille, auch bekannt als Columban von Iona, kam hier mit seinen Anhängern im Jahr 563 n. Chr. an. Die Gebäude haben sich im Laufe der Jahrhunderte entwickelt, sind erweitert und verändert worden. Aber dieser Ort auf der abgelegenen schottischen Hebrideninsel Iona war früher eins der wichtigsten Zentren des frühen keltischen Christentums in ganz Europa. Iona Abbey war aufgrund von Restaurierungsarbeiten längere Zeit geschlossen, ist jetzt aber wieder für Besucher geöffnet. Darüber hinaus wurden während den Arbeiten spannende neue Erkenntnisse gewonnen. Und zwar über etwas das man einen architektonischen Code nennen könnte. Forscher gehen jetzt davon aus dass auf Iona eine Hommage an die Via Dolorosa gebaut wurde. Eine Art Kopie von dem Weg auf dem Jesus zu seiner Kreuzigung ging. Auf Iona führte eine im römischen Stil gepflasterte Straße zu drei Kreuzen – von denen heute eins erhalten ist – die Golgotha repräsentierten. Wobei das Kloster von Iona die Grabeskirche von Jerusalem symbolisieren sollte, also den Ort an dem Jesus begraben wurde. Dies sind theologische Dinge die man sicher besser oder akkurater formulieren könnte als wir es hier tun, aber soweit unser Versuch einer kurzen Zusammenfassung. In Iona gibt es zudem ein Museum und Personal das genauere Informationen zu diesen Themen liefern kann.

Info  Deutscher Wiki-Artikel über Iona Abbey /  Infos für Besucher sind auf der offiziellen Website http://www.ionahistory.org.uk/iona/ionahome.htm

 

It's St David's Day and, along the lines of How Green was my Valley...how low was my budget, we just got an old postcard for you. We know South West Wales best, so you can join us in checking out the card's nine locations in Snowdonia

Der 1. März ist St. David’s Day, ein walisischer Feiertag, und weil wir Wales mögen und ganz gut kennen, wollten wir etwas zum Thema posten. Wir haben vor Kurzem eine alte Postkarte aufgegabelt, mit Fotos von neu Orten in Nordwales, genauer gesagt Snowdonia, eine Region mit sehr schönen Landschaften die durch den Status eines Nationalparks geschützt sind. Postkarten waren wirklich eine ganz gute Erfindung: Die Idee, dass der Ort an dem man sich gerade befindet das eigentliche Message ist. Im Zeitalter des Internets kriegt man deutlich weniger Postkarten. Man bekommt viele Nachrichten, hat aber nichts mehr handfestes das man in den Türrahmen der Küchentür stecken kann und jeden Tag sieht. Ach, was soll’s, dafür werden wir uns den Luxus gönnen, die neun winzig und schwarz-weiß abgebildeten Orte der Karte allesamt in Farbe und mit Infos zum neustem Stand der Dinge auszuchecken. Das wird der Nostalgie ein Ende setzten. Links oben ist der walisische Berg Tryfan, der ein beliebtes Ziel für Climber ist. Umgekehrt als in der in Wales gedrehten Romantic Comedy Der Engländer der auf einen Hügel stieg und von einem Berg herunterkam (1995) wurde die Höhe von Tryfan bis vor Kurzem als 3,002 Fuß angegeben, aber neuste Techniken ergaben dass der Berg eigentlich 3,008 Fuß hoch ist, immerhin eine ganze Mannshöhe mehr. Wer sagt, die Waliser seien Berghochstapler? Mitte oben auf der Karte, das Küstenstädtchen Porthmadog dessen Hafen im 19. Jahrhundert der Schiefer-Industrie diente. Porthmadog ist auch Startpunkt der
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What is the meaning of the name Celtic? In his book A Brief History of the Celts (1998) Peter Berresford Ellis considers various theories, including the one that Celtic or the Celts may linguistically mean something like The Hidden People

Trotz Fortschritten in Sprachwissenschaften sind die Namen von Völkern manchmal schwer zu erklären, nicht zuletzt weil sie oftmals aus einer anderen Sprache stammen als der des benannten Volkes und dadurch Irrtümer und Verwechslungen enthalten können. Das klassische Beispiel ist der Name Indianer, der von Kolumbus stammt und wie Kaugummi hängengeblieben ist. Für den Namen der Kelten gibt es verschiedene Theorien und wir werfen einen kurzen Blick darauf, mit Bezug auf das Buch A Brief History of the Celts (1998) von Peter Berresford Ellis, einem englischen Historiker aus dem Fachbereich Keltologie. Der Ort an dem die Kelten erstmals als eine ausgeprägte Kultur auftraten war in Gebieten vom Südwesten des heutigen Deutschlands und speziell der heutigen Schweiz. In der Tat die Wiege der keltischen Kultur, die sog La-Tène-Kultur hat ihren Namen von einer Gegend bei den Ufern des Neuenburgersees in der Schweiz. Was den Namen der Kelten anbelangt, schrieb Julius Cäsar in De bello Gallico, seinem berümten Bericht über den Gallischen Krieg, dass er gegen Leute Krieg führte die

‘Kelten in ihrer eigenen Sprache genannt werden’.

Obwohl man nicht alles was Julius Cäsar über die Kelten schrieb für bare Münze nehmen sollte – es gab auch damals propagandistische Berichterstattungen zu Kriegszeiten – klingt Cäsars Statement hier neutral und glaubwürdig: Die Kelten haben ihren Namen, anders als die Indianer, von niemandem aufs Auge gedrückt bekommen sondern selbst gewählt. Die keltischen Sprachen gehören zu den indogermanischen Sprachen und sind mit dem indischen Sanskrit verwandt. Deshalb kann man nach Kandidaten für die Wurzeln des Wortes Kelten suchen. Zum Beispiel die indoeuropäische Wurzel quel die ‘höher’ bedeutet. Vieleicht im Sinne von adelig? Peter Berresford Ellis erwähnt diese Möglichkeit, neigt aber eher zu der sprachlichen Verbindung zur indoeuropäischen Wurzel kel- die
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Could the legend of The Children of Lir have connections with a place in Ireland that once was the hub of bronze age copper production? If we're wrong, we still got a beautiful song for you

Man kann Legenden auf verschiedene Weise betrachten, zum einem auf die Art wie Kinder es tun wenn sie Märchen spannend finden, ziemlich ähnlich der Art wie man auch als Erwachsener einen Roman oder einen Film genießt, ohne dabei immer nach einem Sinn zu suchen. Das hat einiges für sich, denn vieles was Menschen passiert, im eigenen Leben oder auch in der Geschichte der Menschheit, ist von Zufällen oder unvorhersehbaren Ereignissen geprägt. Und vielleicht reflektieren viele Geschichten die Menschen erzählen, sei es in Büchern, Filmen oder, wie es früher einmal war, in Märchen und Sagen, primär die Ungereimtheit des Lebens und geben dies durch eine starke fantastische, also frei erfundene Komponente zum Ausdruck. Deshalb können Legenden – obwohl sie in manchen Fällen vielleicht die einzigen Überlieferungen aus prähistorischen Zeiten sind – nie mehr sein als eine kleine Spur, oder vielleicht ein Anlass um nach handfesten archäologischen Hinweisen zu suchen. Eine der berühmtesten Legenden von Irland handelt von einem König namens Lir, dem Oberhaupt eines Volkes namens Tuatha de Danaan. König Lir hatte vier Kinder, eine Tochter namens Fionnuala, und drei Söhne mit Namen Aodh, Fiacra und Conn. Als ihre Mutter starb und der König wieder heiratete, war die neue Ehefau eifersüchtig auf die Kinder und verwandelte sie mit Hilfe eines Druiden in Schwäne. Die vier Schwäne waren dazu verdammt, 300 Jahre am eisigen See Derravaragh zu verbringen, dann 300 Jahre in der Sea of Moyle, den Gewässern an der Stelle wo Irland und Schottland nur 19 km voneinander entfernt sind, und dann 300 Jahre im Atlantischen Ozean der an der Westküste Irlands liegt. Als die vier Schwäne nach 900 Jahren zurück nach Irland kamen, war das Land mittlerweile von St. Patrick zum Christentum bekehrt worden, und die Kinder von Lir wurden durch den Klang der Kirchenglocken von ihrer Schwanengestalt erlöst und zurück in Menschen verwandelt. Die Kinder von Lir waren zu diesem Zeitpunkt allerdings sehr alt und starben in der Nähe des Ortes an dem sie an Land gekommen waren. So weit die Legende. Sie inspirierte als irische Volkssage auch Lieder, wie dieses nach einem Gedicht von Thomas Moore (1779 - 1852), über die Zeit der Kinder in Sea of Moyle.

Silent O Moyle, Be The Roar Of Thy Water 

Silent, oh Moyle, be the roar of thy water,
Break not, ye breezes, your chain of repose,
While, murmuring mournfully, Lir’s lonely daughter
Tells to the night-star her tale of woes.
When shall the swan, her death-note singing,
Sleep, with wings in darkness furl’d?
When will heav’n, its sweet bell ringing,
Call my spirit from this stormy world?
Sadly, oh Moyle, to thy winter-wave weeping,
Fate bids me languish long ages away;
Yet still in her darkness doth Erin lie sleeping,
Still doth the pure light its dawning delay.
When will that day-star, mildly springing,
Warm our isle with peace and love?
When will heav’n, its sweet bell ringing,
Call my spirit to the fields above?

Ein shönes Lied. Was die Sage anbelangt, ist in der Figur von St. Patrick eine religiöse Komponente die wohl eine versöhnliche Beziehung zwischen dem Christentum und den früheren heidnischen Traditionen Irlands zum Ausdruck bringen soll. Was in Irland wohl auch weitgehend der Fall war. Interessant finden wir dass der Ort in Irland an dem die Kinder von Lir der Legende nach begraben wurden, die Beara-Halbinsel ist. Denn dieser Ort hat mindestens zwei bemerkenswerte Aspekte. Zum einen war Beara, wo es viele Reste von bronzezeitlichen Siedlungen, Steinkreisen und Kultplätzen gibt, das Zentrum von Irlands Kupferproduktion in der Bronzezeit. Wobei Kupfer natürlich der Hauptbestandteil von Bronze war, dem Metal das Europa und andere Teile der Welt revolutionierte. Das Kupfervorkommen von Beara war so groß dass die Industrie hier Jahrtausende überlebte. Die Bergwerke liefen bis ins späte 19. Jahrhundert. Die Halbinsel Beara war einst der größte Kupferproduzent Europas. Der Hauptort der Industrie war seit jeher die Küste um das Dorf Allihies. Und genau hier ist der Legende nach auch das Grab der Kinder von Lir. Es ist angeblich unter einem rundlichen Weißen Stein der etwas außerhalb des Dorfes aus der Erde hervorsteckt. Leute legen bis zum heutigen Tag Kupfermünzen darauf, die langsam zerfallen und in die Ritzen des Steins eindringen. Der zweite interessante Aspekt der Beara-Halbinsel ist ihre Verbindung mit dem Familienklan O’ Sullivan. Viele dieser typischen irischen Nachnamen die heute weltweit, und zum Teil hunderttausendfach verbreitet sind, wie auch O’Connor und O’ Neill etc, beruhen auf alten Stammesnamen, das O’ bedeutet Nachkomme von. Diese Stammesnamen sind oft mit bestimmten Regionen Irlands und mit geschichtlichen und auch mythologischen Überlieferungen verbunden. Beim Stamm der O’Sullivans oder Ó Súileabháin ist interessant dass sie
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A long, previously unpublished poem by J. R. R. Tolkien about King Arthur comes out in May 2013. As a child Tolkien read the books by the Scotsman Andrew Lang. and possibly Lang's 'Tales of the Roundtable' (1902) inspired his interest

Interessante Neuigkeiten für Tolkien-Fans: Im Mai 2013 erscheint ein Buch mit einem bisher unveröffentlichten und umfangreichen Gedicht von Tolkien über König Artus. Es heißt The Fall of Arthur und stammt aus den 1930er Jahren. Die Tatsache das es bisher nicht veröffentlicht wurde, bedeutet nicht dass die Existenz des Gedichts völlig ubekannt war. Es existiert ein Brief aus dem Jahr 1934 in dem der britische Akademiker Prof. Raymond Wilson Chambers das Gedicht sehr lobte und Tolkien dazu anhielt, es zu Ende zu schreiben. Tolkien selber erwähnte das Gedicht in einem Brief aus dem Jahr 1955, und in in der Tolkien-Biografie von Humphrey Carpenter wurden sogar ein paar Zeilen des Gedichts zitiert. Angeblich jedenfalls. Wir besitzen Carpenters Buch und  haben es gerade nochmal durchgesehen, können die Zeilen auf Anhieb jedoch nicht finden. Vielleicht kommt es darauf an welche Ausgabe man hat. Das Artus-Gedicht das veröffentlicht wird, besteht aus 1000 Zeilen, also durchaus genug für ein Buch. Wobei sicherlich noch einiges an Kommentaren von Tolkiens Sohn Christopher dazu kommen wird, ähnlich wie bei Die Legende von Sigurd und Gudrún (2009), einem anderen Gedicht von Tolkien das als Buch veröffentlicht wurde, und das wir interessant und lesenswert fanden. Christopher Tolkien hat offenbar viel Zeit damit verbracht, das Manuskript von The Fall of Arthur zu entziffern. Es befand sich in der Bodleian Library der Universität Oxford, wo J. R. R. Tolkien Professor für Angelsächsisch war. Vor seinem Sohn Christopher Tolkien hatte offenbar noch niemand Zugang zu dem Manuskript. Während wir heute in Humphrey Carpenters Tolkien-Biografie erfolglos nach Ausschnitten von dem Artus-Gedicht suchten, stießen wir jedoch auf ein paar andere Spuren: Einer der Gründe warum Tolkien die Mythen um König Artus und seine Ritter interessant fand, war ihre Sprache. Als er Sir Gawain and the Green Knight in Mittelenglisch las, fand in dem Dialekt viele Ähnlichkeiten zu der Art wie die Vorfahren seiner Mutter in den britischen West Midlands gesprochen hatten. Sprache faszinierte ihn, und schon als junger Bursche durchsuchte Tolkien die Schulbücherei und Bücherläden nach sprachwissenschaftlichen Büchern. Interessanterweise waren viele davon auf Deutsch – und dazu knochentrocken geschrieben. Aber davon ließ der junge Tolkien sich nicht abschrecken. Ein ziemlich starker Einfluss in seiner Kindheit scheinen die Bücher über Märchen und Mythen von dem schottischen Schriftsteller
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BBC Radio-Dokumentation über den walisischen Barden Robert ap Huw und sein Manuskript für Harfenmusik. Bild: Ein Ausschnitt von Thomas Jones' Gemälde 'The Bard' (1774)

Wir haben gerade eine recht interessante musikwissenschaftliche BBC-Radiosendung gehört, Link am Ende des Blogposts. Es geht darin um den walsischen Barden Robert Ap Huw (ca. 1580 – 1665) und sein Musik-Manuskript. Die Noten die der Mann aufschrieb und die als Originaldokument erhalten sind, bilden seit etwa 400 Jahren die Basis für keltische Harfenmusik. Dabei denkt man heute meist an sanft plätschernde Töne im Stil von Alan Stivell – den wir übrigens gut finden – aber Frühe Musik, so aus dem Mittelalter, mit Wurzeln die noch viel weiter zurückgehen, klingt harscher und etwas gewöhnungsbedürftig für moderne Ohren. Das Gemälde The Bard (1774) das wir, mangels eines Huw-Porträts für diesen Artikel wählten, zeigt nicht spezifisch Robert ap Huw, aber der Maler Thomas Jones stellt hier eine von walisischer Geschichte inspirierte Szene dar auf die wir gleich zurückkommen. Aus der BBC-Sendung geht hervor dass die Barden eine wichtige, angesehene Rolle in Wales spielten, etwas das sich bis heute noch in der walisischen Tradition der Eisteddfod, einem jährlichen Festival für Musiker & Dichter spiegelt. Das Bardentum war im Mittelalter ein Beruf der auf der umfangreichen Ausbildung eines Lehrlings durch einen Meister beruhte. Walisische Barden reisten durchs Land und spielten an den Höfen des walisischen Adels. Wenn man noch weiter zurück in die Vergangenheit geht, hatten die Barden selber einen quasi-adeligen Status: Bevor das Christentum sich vollends durchgesetzt hatte, waren die walisischen Barden an erster Stelle eine Art Priesterkaste, die aber auch für Dichtung und Musik zuständig war. Schon als die Römer nach Britannien kamen, merkten sie dass diese Priesterkaste, zu diesem Zeitpunkt noch die sog. Druiden, eins der größten Hindernisse für eine erfolgreiche Besetzung war. Auch im 13. Jahrhundert, zu Zeiten des englischen Königs Edward I. wurden die walisischen Barden als Problem für die englische Vorherschaft gesehen und verfolgt. Die Barden hatten, ähnlich wie die Druiden vor ihnen, den Ruf, lieber zu sterben als sich zu unterwerfen. Das Gemälde The Bard von Thomas Jones stellt sich eine Szene vor, in der der letzte echte Barde am Abhang des walisischen Berges Snowdon steht. Im
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Idea for St Patrick's Day: Beautiful Irish movie 'The Secret of Roan Inish' (1994), filmed on the coast of Donegal

Ein Film den Sie vielleicht noch nicht kennen aber wahrscheinlich mögen werden: The Secret of Roan Inish (1994) erschien zwar seiner Zeit mal unter dem deutschen Titel Das Geheimnis des Seehundbabys auf Videokassette, ist aber seitdem nicht mehr in deutscher Fassung auf DVD veröffentlicht worden, Dass dieser in Irland gedrehte Film ein Klassiker ist, scheint nicht nur unsere Meinung zu sein sondern auch die von über 300 Rezensionen bei Amazon-US wo der Film nach all den Jahren noch einen hohen Verkaufsrang hat. Die Handlung im Voraus zu wissen, schadet nicht, denn es gibt hier keine Verbrechen zu lösen, keine Verschwörungen oder schockierenden Wendungen. Der Film spielt im ländlichen Irland der 40er Jahre und handelt von irischen Traditionen und Legenden. Es geht um Kindheit, Familie und darum dass
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Romanthema: Die schottischen Inseln St. Kilda waren noch im 19. Jahrhundert von moderner Zivilisation völlig unberührt

Die erste Auswahl für den renommierten Buchpreis Orange prize for fiction ist bekannt gegeben worden. Mit dabei ist Island of Wings (2011) von der schwedischen Romanautorin und Archäologin Karin Altenberg. Der Roman beruht auf einer wahren Geschichte. Auf der schottischen Inselgruppe St. Kilda gab es noch im 19. Jahrhundert eine Bevölkerung die von der modernen Zivilisation praktisch unberührt war. Auf St. Kildas Hauptinsel, namens Hirta, lebten um 1830 noch ca. 150 gälisch sprechende Menschen. Das Leben war hart und die Leute lebten, selbst nach damaligen Maßstäben, in extremer Armut. Die Insel war allerdings seit prähistorischen Zeiten bewohnt worden, und die Leute lebten im 19. Jahrhundert noch nach alten Gesellschaftsformen und religiösen Bräuchen, waren also noch nicht christianisiert worden. Kenneth Macauley berichtete in 1764 sogar von ‘druidischen Altären’. Für heutige Anthropologen wäre das eine Traumvorlage für Forschungsarbeiten. Aber in 1830, vor 180 Jahren war St. Kilda aus Sicht der Kirche reif um zum Christentum bekehrt zu werden. Es ist leicht, darüber heute seine zynischen Bemerkungen zu machen, aber man darf nicht vergessen dass christliche Missionare ihren Job mit guten Absichten machten, und oftmals auch mit guten Resultaten. Denn zivilisatorische Isolation bedeutete ja in vielen Fällen nicht nur den sog. Aberglauben sondern auch oft die Abwesenheit von Erkenntnissen wissenschaftlicher, technischer und medizinischer Art. So hatte St. Kilda zum Beispiel eine sehr hohe Säuglingssterblichkeit. Der Roman Island of Wings handelt davon wie
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St David's Day: Who needs Jeremy Clarkson? We got style money can't buy! Actually, it isn't ours but we like this thing- It's a Citroën Méhari, an ABS plastic off-roader built until 1988

St. David’s Day ist Nationaler Gedenktag in Wales, also ähnlich wie St Patrick’s Day in Irland. Wir mögen Wales und kennen Teile, wie z. B. Pembrokeshire sehr gut. Für ein Land mit relativ wenigen Einwohnern – Wales hat ca. die Größe von Hessen, aber mit weniger als 3 Millionen, nur halb so viele Einwohner – gibt es erstaunlich viele berühmte und bemerkenswerte Waliser. Hier eine kleine Auswahl an Tipps:

Walisische Rockbands Früher fiel Leuten bei Wales hauptsächlich Tom Jones ein. Der Typ ist gut aber es gibt auch gute jüngere Musiker, wie die  Super Furry Animals  die auf dem The Social Network Soundtrack waren. mit It means nothing. Und natürlich die Manic Street Preachers, hier deren Motorcycle Emptiness, mit starken Gitarrenriffs und Worten über eine Konsum- und Wegwerfgesellschaft mit Leuten die in einem quasi-komatosen Zustand leben. Die Band Stereophonics ist auch aus Wales, und Sänger Kelly Jones hat eine gute Stimme, hier das Lied ‘No-one’s Perfect’ live.

Walisischer Folk Es gibt schöne walisische Volkslieder, oft auch in der alten keltischen Sprache gesungen. So wie Ar Lan y Mor (Am Meeresufer), hier mit traditioneller Harfenbegleitung von Bethan Myfanwy Hughes.

Walisische Dichter Der Ort wo der Dichter Dylan Thomas (1914 – 1953) schrieb war ein idyllisches Bootshaus im südwestlichen Wales und kann heute besucht und besichtigt werden.

Walisische Künstler Zum Beispiel der renommierte Landschaftsmaler Richard Wilson (1714 – 1782) der von dem See Llyn-y-Cau auf dem walisischen Berg Cader Idris ein starkes, gleichnamiges Bild malte.

Walisische Mythen in Romanen Die alte walisische Sagensammlung namens Mabinogion beeinflusste Autoren wie Tolkien und Alan Garner, siehe seinen Klassiker The Owl Service oder Eulenzauber (1967). Ebenso Evangeline Walton und ihren Romanzyklus The Mabinogion Tetrakogy (1936-1974).

Walisische Opernstars Super bekannt ist natürlich Bryn Terfel. Klasse fanden wir auch die Waliserin Gwyneth Jones (Clip) als Brünnhilde im Jahrhundert-Ring den wir als DVD-Set besitzen und empfehlen.

Walisische Connection in Politik Angeblich waren fünf von den ersten sechs US-Präsidenten walisischer Abstammung, was wie eine Verschwörungstheorie klingt. Bestätigen können wir dass Julia Gillard, die heutige Premierministerin Australiens, 1961 in Südwales in einer Bergarbeiterfamilie geboren wurde. Und Ann Romney, Ehefrau von US -Kandidat Mitt, ist Tochter eines Walisers aus Bridgend. They’re everywhere!

Walisische Filmthemen: Der Klassiker Im Bergarbeiter-Milieu vor ca. 100 Jahren kommen während Streiks Großfamilien-Idyll & Dorfgemeinschaft ins Wanken. Der Film
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Our plan for Burns Night: 1. Drink Scottish Whisky. 2. Grab the guitars. 3. Play 'Green Grow the Rashes' 4. Repeat procedure

Der Schotte Robert Burns (1759 – 1796) kam aus sehr einfachen ländlichen Verhältnissen, veröffentlichte in seinem relativ kurzen Leben Hunderte von Gedichten und Liedern und wird bis heute als schottischer Volksdichter verehrt und gefeiert. Speziell an Burns’ Geburtstag, dem 25 Januar. Heute ist also Burns Night. Wir wissen nicht, wie bekannt Burns in Deutschland ist. Gut möglich dass Dylan dort bekannter ist, deshalb freute uns diese Story über Bob Dylans Verehrung von Robert Burns. Der Schotte war seinerzeit selber eine Art Rockstar und führte ein teils recht abenteuerliches Leben das man, über einige Jahre hinweg, mit den Worten Wein, Weib und Gesang umschreiben könnte. An Burns Night werden im gemütlichen Kreis – Zuhause oder bei Treffen – Robert Burns’ Gedichte vorgetragen und seine Lieder gesungen. Zusammen mit schottischem Whisky und oft auch dem schottischen Nationalgericht haggis, wobei nicht festgelegt ist, ob man alle oder nur einige dieser Sachen mitmacht. Wenn jemand ein Problem mit dem recht deftigen Wunderwerk namens Haggis hat, wird Sie niemand schief angucken. Es ist alles zum Spaß und nicht pompös. Mehr Haggis-Info, auch für Vegetarier, am Ende des Artikels. Es gibt viele bekannte Lieder von Robert Burns. Das von Dylan erwähnte A Red, Red Rose ist schön, hier eine Version von Eva Cassidy. Soweit wir wissen hat Dylan noch keine Burns-Lieder veröffentlicht, obwohl das Dylan-Lied Highlands von Burns’ My Heart is in the Highlands inspiriert wurde oder zumindest Burns’ Titelzeile zitiert. Aber unser Burns-Lieblingslied ist Green Grow the Rashes. Hier eine Version von der schottischen Rockband Teenage Fanclub. Das Tempo ist gut, allerdings spielt die Band F-Dur, G-Moll…während wir die (durchs ganze Lied gehende) Akkordfolge, C, d-m, F, a-m, d-m, F , G empfehlen. Hier ist der Text – im schottischen Dialekt
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Today is the 80th birthday of Alan Garner, author of novels like The Weirdstone of Brisingamenfor and Elidor. His novel The Owl Service is based on Welsh mythology and was filmed as a TV-Series in 1969. It looks low-budget, could do with a YA Twilight type remake. But has a certain 60s charme and good film locations in Wales. Check the YouTube clip below

Heute ist der 80. Geburtstag des englischen Fantasyautors Alan Garner. Links im Bild sein Roman The Owl Service (1967) der 1969 verfilmt wurde. Es geht darin um eine walisische Sage deren Handlung sich unter modernen Jugendlichen wiederholt. Buch und Film haben in England eine große Fan-Gemeinde. In Deutschland wurde der Roman als Eulenzauber veröffentlicht, kam aber nicht besonders an. Garners Schreibstil ist gewöhnungsbedürftig und die Story ist komplex, beruht auf keltischen Mythen die im Mittelalter unter dem Namen Mabinogion aufgeschrieben wurden. Eine der Figuren ist Blodeuwedd (sprich Blo-DEI-weth) die von einem Zauberer aus Blumen geschaffen wird weil sein Sohn Lleu dazu verfucht wurde, nie eine Frau zu finden. Sie verwandelt sich später in eine Eule. Der walisische Name für Eule ist bis heute Blodeuwedd. In Alan Garners Roman sind drei Jugendliche, um die 17 Jahr alt, auf Urlaub in einem abgelegen Tal in Wales. An einem Fluss finden sie ein megalithisches Monument, ein Stein mit einem Loch. Der Sage nach benutzte ihn der legendäre walisische Krieger Lleu (sprich etwa: Slay) als Schild. Er wurde jedoch von einem Speer durchbohrt den sein Widersacher Gronw (sprich: GRONN-uh) auf ihn warf. Die drei Jugendlichen, ein Mädchen namens Alison und die beiden Jungs Gwyn und Roger merken dass die alten Legenden beginnen, sich in der Gegenwart zu wiederholen. Damit scheint Hugh, der Gärtner von dem Landhaus in dem sie wohnen, etwas zu tun haben. Alles beginnt damit dass sie auf dem Dachboden ein Porzellanservice mit einem Eulenmotiv finden, daher der Romantitel The Owl Service.
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Alison ist von dem stilisierten Eulenmotiv fasziniert und überträgt es auf Papier – wodurch der uralte Eulenzauber wieder erwacht. Als in einem Raum des Hauses die Wand abbröckelt, finden sie dahinter ein altes Gemälde von Blodeuwedd. Die Zeichen häufen sich als Roger sieht dass auf Fotos die er durch das Loch im Stein aufgenommen hat, eine Figur mit einem Speer zu sehen ist. Im nachfolgenden YouTube Clip kann man einen Eindruck von der Fernsehverfilmung des Romans bekommen. Könnte ein Remake gebrauchen, die Handlung könnte gestrafft und klarer gemacht werden. Aber die mehrteilige TV-Serie, hier das DVD-Cover, hat auch einen gewissen alternativen Charme. Man sieht in Filmen heute selten Jugendliche die Pullover mit Löchern in den Ellebogen tragen. Die walisische Harfenmusik passt gut zum Thema, und auch die vor Ort in Wales gedrehten Landschaftsaufnahmen sind gut. Gefilmt wurde in der Region um Bwlch y Groes und dem Dorf Dinas Mawddwy. Die Filmcrew war damals im nahen Städchen Machynlleth stationiert. In dieser Gegend entwickelte sich in den 60er Jahren eine alternative Szene und hier ist heute noch das Centre for Alternative Technology, das sich mit ökologischer Landwirtschaft und erneuerbarer Energie beschäftigt. Unweit von hier, auf der anderen Seite des Flusses Dovey, ist das berühmte Häuschen Bron-Yr-Aur wo Robert Plant und Jimmy Page an dem Album Led Zeppelin III (1970) arbeiteten. Am Fluss Dovey, auf walisisch Dyfi genant, wurden auch Fantasieszenen des Zeppelin-Films The Song Remains the Same (1976) gefilmt. Eine weitere kuriose Verbindung des Films mit der Rockkultur der 60er und 70er Jahre ist dass die Hauptdarstellerin Gillian Hills (Alison im Film) später in Michelangelo Antonionis Film Blowup (1966) mitspielte und heute mit dem Manager von AC/DC verheiratet ist.
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Foto  Unsere Fontana Lions Ausgabe mit einem Cover von Steve Lavis, der auch u. a. Cover für die 80er Jahre Ausgabe der Narnia-Bücher machte. Für das Owl Service Cover wurde die Episkop-Technik verwendet, dabei werden Fotos von echten Menschen auf die Arbeitsfläche projeziert. Man sieht die 17-jährige Alison und einen Teller von dem Tafelgeschirr, dem Owl Service, dem der Eulenzauber entspringt

Weitere Infos  Ein Clip von der englischen TV-Serie The Owl Service (1969-1970). Ein deutscher Wiki-Eintrag über den Autor Alan Garner / und über die walisische Sagensammlung Mabinogion

Avenita Kulturmagazin
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