Kulturmagazin

Lieber Leser!

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Tag: Horror

A BBC radio dramatisation of Something Wicked This Way Comes is online. Link below. Ray Bradbury's novel about a sinister carnival visiting a midwestern town is rated by Stephen King. It has been filmed in 1983, poster excerpt above, and apparently Disney is planning another adaption

Ray Bradburys Romanvorlage Something Wicked this Way Comes (1962) wurde 1983 verfilmt. Disney arbeitet zur Zeit an einer Neuverfilmung. Link für das Hörspiel ist am Ende des Blogposts. Es geht um zwei 13-jährige Jungs in einer kleinen amerikanischen Stadt. Ein ominöser Zirkus kommt zu Besuch und bald darauf ist das geordnete Kleinstadt-Idyll in Gefahr, durch düstere magische Kräfte zerstört zu werden. Stephen King schätzt den Roman, er schreibt in Danse Macabre, seinem Sachbuch über das Horror und Fantasy Genre mehrere Seiten darüber. Er sieht darin die Darstellung eines apollinisch-dionysischen Konflikts, also in etwa den menschlichen Zwiespalt zwischen Ordnung und Rauschhaftigkeit. Hinter der reißerischen Fassade des Horror-Genres steckt ja oft eine traditionelle, moralische Sichtweise. Ray Bradbury (1920-2012) selber sagte
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Wham, bam thank you Bram: On the 100. anniversary of Bram Stoker's death we look at the homage to 'Dracula' that is Stephen King's 'Salem's Lot (1975)

Heute vor 100 Jahren, am 20. April 1912, starb Bram Stoker. Mit seinem Hauptwerk Dracula (1897) schaffte Stoker es, alte Mythen in einen damals sehr modernen Kontext zu setzen. Auf so prägnante Weise dass der Stoff heute noch das Horrorgenre prägt. Stephen Kings Roman ‘Salem’s Lot (1975) ist eine Art Hommage an Stokers Dracula und wurde auf Deutsch als Brennen muss Salem veröffentlicht. Ein neues Vorwort von King für die 2005-Ausgabe, erschien auch auf Deutsch. Aber Kings umfangreiches Vorwort für die Neuausgabe vom Jahr 1999 (siehe unsere englische Taschenbuchausgabe im Foto) ist, soweit wir sehen können, nicht auf Deutsch erschienen. King erzählt darin dass er Stokers Dracula zum ersten Mal im Alter von neun oder zehn Jahren las, so um das Jahr 1957. Möglicherweise hatte ein Schulfreund die Geschichte erwähnt. Seine Mutter besorgte ihm das Buch aus der Stratford Public Library, in Connecticut wo die Familie damals lebte. Stephen merkte dass es ein oft ausgeliehener Band war: umgeknickte Seiten, hier und da ein Whiskyfleck. Etwas das ihm gefiel. King findet, dass nichts so sehr die Macht von guten Geschichten veranschaulicht wie Leihbücher – die Art wie gute Geschichten bestehen bleiben, während wir Menschen dahinaltern. Dracula war auch Kings erste Bekanntschaft mit der Form des Tagebuch- oder Briefromans. Er fand an dem anfangs etwas fragmentarisch wirkenden Stil jedoch Gefallen, weil es etwas detektivhaftes an sich hat. Er liebte die Geschichte, speziell die Art wie die furchtlosen Vampirjäger dem Grafen Dracula hinterhersetzten. Als King zehn Jahre später, also mit 19 ode 20 Jahren, Tolkiens Der Herr der Ringe entdeckte, kam ihm diese Trilogie vor wie eine etwas weniger düstere Version von Stokers Dracula: mit Frodo in der Rolle von Jonathan Harker. Gandalf als Van Helsing und Sauron als Quasi-Vampirgraf. Aber noch vor der Bekanntschaft mit Tolkien lernte King, im Alter von etwa 11 Jahren, eine neue, sehr amerikanische Version von Vampiren kennen. Nämlich in Form von EC Comics. Speziell die Tales from the Crypt Reihe. Die blutrünstigen Illustrationen von Graham Ingels ließen Bram Stokers Vampir-Beschreibungen regelrecht delikat erscheinen. Die EC-Vampire fuhren in Autos herum, betrieben Restaurants…hingen ihre Opfer kopfüber an die Decke und befestigten Zapfhähne an ihren Hälsen. Eine Gemeinheit! Seine nächste Begegnung mit Dracula kam im Jahr 1971 als der 24-jährige Stephen King Lehrer war und einen Kurs über Fantasy und Science Fiction gab. King hatte befürchtet dass Dracula ihn nach so vielen Jahren und bei genauerem Hinsehen entäuschen würde, so wie es bei Lieblingsbüchern aus der Kindheit oft der Fall ist. Aber ihm gefiel Dracula sogar noch besser als vorher: Große Bücher, meint King, werden mit der Zeit größer, Eines Abends dachte King in Anwesenheit seiner Ehefrau Tabitha laut darüber nach, wie es wäre wenn Dracula, anstatt im London des 19. Jahrhunderts ins New York der 1970er Jahre gekommen wäre? Die Ehefrau fand es aber spannender wenn
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Der Roman 'Die Frau in Schwarz' von Susan Hill, Originaltitel The Woman in Black, wurde mit Daniel Radcliffe verfilmt

Unsere Überschrift bezieht sich darauf dass Susan Hills Roman Die Frau in Schwarz gerade vom den legendären englischen Hammer Studios als Kinofilm herausgebracht wurde. Übrigens sehr erfolgreich, mit dem Harry Potter Darsteller Daniel Radcliffe. Trailer am Ende des Artikels. Die BBC-Radioproduktion, Link ebenfalls unten, hält sich mehr an die Romanvorlage. Wir haben uns gerade den ersten von vier Teilen angehört: Gut gemacht. Eine Frau namens Alice Drablow ist im Alter von 87 Jahren gestorben und Arthur Kipps, der junge Repräsentant ihrer Anwaltskanzelei muss nach Nordengland zu ihrem Begräbnis fahren. Er wird außerdem beauftragt, sämtliche Papiere und Dokumente aus dem Haus der Frau einzusammeln und zur Kanzelei zu bringen. Sein Chef war selber als Kind dort und scheint eine Ausrede zu suchen um einen weiteren Besuch zu vermeiden. Die alte Frau lebte an der Nordseeküste, in einem Haus im Marschland das man nur bei Ebbe, über einen Wall namens Nine Lives Causeway erreichen kann. Ihr gehörte auch
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In 'Danse Macabre' Stephen King describes a nightmare about a typewriter. So here's is a little hommage of ours

Bram Stoker, Autor des klassischen Vampir Romans Dracula, starb am 20. April 1912. Anlässlich des baldigen 100. Jahrestags seines Todes, haben Horror-Autoren eine Auswahl der besten Vampir Romane der letzten 100 Jahre zusammengestellt und aus dieser Liste wiederum sechs Finalisten gewählt. Einer davon soll zum besten Vampir Roman seit Bram Stoker gewählt werden. So weit wir wissen, sind dies die sechs Finalisten. Wir haben sie, ohne spezifische Rangfolge, aufgelistet und kommentiert:

Brennen muss Salem (1975) von Stephen King, Originaltitel Salem’s Lot. Eins seiner besten Bücher, 1979 als TV-Miniserie mit David Soul und James Mason verfilmt.

Hotel Transylvania (1978) von der US-Autorin Chelsea Quinn Yarbro. Spielt im Paris des 18. Jahrhunderts. Anfang einer über 20-teiligen Serie in der Hauptfigur Graf Saint Germain durch die Weltgeschichte wandelt. Der Roman hat keinerlei Verbindung mit dem diesjährigen CGI-Film Hotel Transylvania (2012)

Anno Dracula (1992) von Kim Newman. Die Prämisse des britischen Schriftstellers ist dass Dracula damals überlebte, indem er Van Helsing tötete, und danach per Heirat in die britische Monarchie Einzug nahm. Nachfolgende Bücher spielen dann zur Zeit des 1. Weltkriegs und in den 50er Jahren. Bei Amazon.de als Trilogie namens Die Vampire erhältlich

The Soft Whisper of the Dead (1982) von Charles L Grant. Schocker in der Tradition von Hammer-Filmen. Spielt in der fiktiven amerikanischen Stadt Oxrun Station und gehört zu der ca. 10-teiligen Oxrun-Serie.  Dieser Roman ist scheinbar nicht auf Deutsch erhältlich, hat aber einen englischen Wiki-Eintrag

Gespräch mit einem Vampir (1973) von Anne Rice, O. T. Interview with the Vampire. Weltbekannt u. a. durch die Verfilmung mit Tom Cruise und Brad Pitt. Im Kino (Trailer) als ‘Interview mit einem Vampir’ (1994) 

Ich bin Legende (1954) von Richard Matheson, Originaltitel I am Legend. Vermischt Zombie- und Vampir-Elemente mit einem virenbedingten Ende der Welt Szenario. Drei mal verfilmt. In den 60er Jahren mit Vincent Price, in den 70ern mit Charlton Heston. Die 2007 Verfilmung (Trailer) mit Will Smith ist die beste

Unser Fazit Eine ziemlich gute Auswahl von Büchern, obwohl uns überrascht dass die Twilight Serie (Film-Trailer) von Stephenie Meyer nicht dabei ist. Wir haben den Eindruck dass dieser relativ jungen Autorin (sie wäre bei weitem die jüngste in obiger Liste) generell etwas Missgunst aus der Schreiber-Zunft entgegen weht. Einem Interview entnehmen wir, dass auch Stephen King nicht 
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