Steinkreise in Romanen, Spielfilmen & TV-Serien

The Kate Bush song Hounds of Love has an audio sample of the horror classic Night of the Demon (1957). Check out a good fan made video with excerpts from the film which includes Stonehenge scenes, above. We also look at some other films in which stone circles play a role, often full of clichés

Neulich bei einem Blogpost über das Konzert-Comeback von Kate Bush checkten wir ein paar Lieder aus und kamen auf ein Video mit Filmclips von dem Film Der Fluch des Dämonen (1957). Kein Zufall, denn Kate Bush verwendete ein Audio-Sample von dem Film im Lied Hounds Of Love. Links eine Filmszene: Psychologe John Holden findet bei Stonehenge in Stein geritzte Zeichen mit denen ein Dämon heraufbeschworen wird. Nachfolgend der Clip und Infos über diesen und andere Filme und Romane in denen Steinkreise und eine Menge an glorreich versponnenen Horror-Klischees vorkommen.

Music: Extended mix, different from LP version
Video clip: Unofficial, made by fan
Film material used: Night of the Demon (1957)
Audio sample used by Kate Bush: ‘It’s in the trees, it’s coming!
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If you're into stone circles - and 70s TV series - you might like Children of the Stones (1976). Exterior scenes were filmed at Avebury and look good. Interior scenes look...like 70s kids TV

Gutes Lied. Der unoffizielle, offenbar von einem Fan gemachte YouTube Clip gefällt mir besser als das offizielle Video, obwohl das auch im 50er Jahre Stil gemacht wurde. Der echte 50er Jahre Film Der Fluch des Dämonen ist von der Atmosphäre her jedoch schwer zu überbieten. Dieser Film, der auf einer Kurzgeschichte von M. R. James beruht, wird im englischen Sprachraum als Klassiker des Horrorgenres angesehen. In Deutschland weniger bekannt, im Onlinehandel scheint es nicht mal eine deutschsprachige Fassung zu geben. Der Film hat eine kleine Schwäche, nämlich dass der Zuschauer den Dämon letztendlich als Figur mit fratzenhafter Maske zu sehen bekommt. Was unvermeidlich und typisch für Horrorfilme, eine Entäuschung und kein besonderer Schreck ist. Zudem muss man wie bei allen Horrorfilmen auf den kritischen Verstand verzichten. Es gibt in Stonehenge keine Runen, die aus einem viel späteren Zeitalter als Stonehenge stammen. Und natürlich hat Stonehenge keine Verbindung zu neuzeitlichen, im 20. Jahrhundert entstandenen Kulten à la Thelema und Aleister Crowley, der Mann auf dem dem die Filmfigur von Dr. Julian Karswell angeblich basiert. Einige Filme über Steinkreise haben, trotz allen Klischees, ein paar ganz gute Bilder von den Monumenten. In Der Fluch des Dämonen sieht Stonehenge, so ganz ohne die Zäune und Touristen irgendwie spannend aus. Auch in der britischen TV-Serie Children of the Stones (1976), hier ein Clip, sind gute Aufnahmen von einem Steinkreis, nämlich dem von Avebury wo die Serie spielt. Auch wenn sich hier, etwas arg klischeehaft, der freundliche Bürgermeister als geheimer Anführer eines Kults um den Steinkreis entpuppt. Neben den gut aussehenden Aufnahmen von den Steinen wirken die offensichtlich im Studio gedrehten Innenaufnahmen in der Schule, im Museum, im Wirtshaus etc. billig. Aber die Serie hat einen gewissen 70er-Jahre-Charme.

Stonehenge features in the novel Tess of the d'Urbervilles (1891) by Thomas Hardy. Above, a scene from the 2008 BBC adaptation with Gemma Arterton and Eddie Redmayne

Stonehenge spielt eine Rolle im Romanklassiker Tess (1891) von Thomas Hardy. Die Verfilmung von 1979 mit Nastassja Kinski ist gut, wurde aber in Frankreich gefilmt und für die Stonehenge-Szenen wurden Requisiten verwendet. Die BBC Verfilmung von 2008, siehe links Gemma Arterton in der Titelrolle, ist ebenfalls gut und wurde beim echten Stonehenge gefilmt – empfehlenswert. In der mittelprächtigen TV-Serie Quatermass (1979) mit John Mills spielen megalithische Monumente ebenfalls eine zentrale, wenn auch klischeehafte Rolle. Wissenschaftler Bernard Quatermass geht auf die Suche nach seiner Enkelin die sich einem Hippie-Kult angeschlossen hat der sich bei Steinkreisen versammelt und von außerirdischen Kräften instrumentalisiert wird. Allerdings wirken die Schauspieler nicht sehr überzeugend, sehen aus wie Rent-A-Hippies. Nachteilig war auch dass Quatermass (1979), hier ein Clip, nicht wie ursprünglich geplant, Erlaubnis erhielt am Originalschauplatz von Stonehenge zu filmen. Insgesamt etwas besser gefiel mir die französische Produktion Dolmen: Das Sakrileg der Steine (2005), hier ein Clip. Ziemlich vielversprechend wirken die ersten Bilder und Trailer für die Diana Gabaldon Verfilmung Outlander (2014), hier unser Blogpost dazu. Hier spielt ein Steinkreis eine Rolle als Tor in ein anderes Zeitalter. Eine angenehme Abwechslung ist dass die Steine in Outlander eine romantische Rolle spielen, ohne die gängigen Verschwörungstheorien um Kulte etc. Ein Roman den ich für den bisher besten über Megalithkultur halte ist Bernhard Cornwells Stonehenge (1999). Anstatt Außerirdischen und Verschwörungstheorien, ist der springende Punkt des Romans einen realer Aspekt von Stonehenge: Warum haben die Erbauer den riesigen Aufwand gemacht, mehr als siebzig Steinquader aus dem weit entfernten Wales nach Südengland zu transportieren? Da Stonehenge dadurch anscheinend Zwei Monumente in Einem darstellt, ist eine der neueren wissenschaftlichen Theorien, dass Stonehenge zwei Kulturen miteinander versöhnen sollte: eine ältere Jäger-Sammler-Kultur und eine jüngere Ackerbau und Viehzucht-Kultur. Bernard Cornwells Buch hat das Potential für einen Film jenseits der üblichen Klischeevorstellungen von Steinkreisen.

 

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