Kulturmagazin

Lieber Leser!

Wir schreiben über unsere Lieblingsthemen aus der Welt der Literatur, Film, Kunst und Musik. Öfters gibt es auch mal Fotos, Anekdoten & Ansichten aus unserem geliebten Gastland: Andalusien, der südlichsten, manche würden sagen, schönsten Region Spaniens. Auf der Startseite finden Sie unsere aktuellen Blogbeiträge und Artikel. Falls Sie mal länger Zeit haben und mehr über unsere Themen lesen wollen, köinnen Sie auch unsere umfangreichen Feature-Artikel auschecken. Wir hoffen dass Sie unser Netzmagazin informativ und unterhaltsam finden. Ein Gruß von der Redaktion!

Tag: Design

Marianne walking away? - Maybe she's on a holiday! It's a curious fact that before the 1969 Moon landing few LPs had Sci-Fi-themes. Then came many. In the blog: A chronological look at covers from 5 decades: Jazz, Prog, Metal & Krautrock

Links im Bild, eine alte Vinyl-LP von dem Album Boston (1976), mit dem Klassiker More than a Feeling. Eine spanische LP mit Eigenheiten die im nachfolgenden Foto von der LP-Rückseite zu sehen sind. Was die Vorderseite anbelangt, sehen erstaunlich viele Leute bis zum heutigen Tag nur Raumschiffe auf dem Cover – und nicht die fliegenden Gitarren. Wenn das bei Ihnen der Fall ist, haben sie damals vielleicht ein paar zu viel geraucht. Oder nicht genug geraucht! Jedenfalls ist es ein starkes Cover von dem renommierten Designer Roger Huyssen, der auch Filmposter, Titelbilder für Time-Magazin und Werbekampagnen für IBM designte. Boston waren nicht die ersten mit einer Sci-Fi-Thematik auf dem Cover. Der Trend begann Ende der 60er, Anfang der 70er Jahre, vermutlich inspiriert von der Mondlandung im Juli 1969 und
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Trees are among the most frequent images on LP covers, especially in the 60s and 70s, inspired by the 'back to nature' zeitgeist. In the blogpost: 25 examples incl. Dylan, Stones, Krautrock, Metal. Plus 2016 tour dates for Wishbone Ash

Links im Bild das Album Pilgrimage (1971) von Wishbone Ash. Ein einfaches aber originelles Design von der Firma Hipgnosis, die auch viele Cover für Bands wie Pink Floyd und Zeppelin gestaltet hat. Nachfolgend im Artikel ist die aufgeklappte Gatefold-LP und die These dass Bäume das häufigste Motiv von Plattenhüllen der 60er und 70er Jahre sind. Es gibt Hunderte. Nachfolgend eine Auswahl von 25 LPs von Leuten wie Dylan, Neil Young, Stones, Beatles, Jethro Tull, Tangerine Dream etc. Außerdem Infos über Wishbone Ash, die zur Zeit auf Tour in Europa sind. Die Häufigkeit von Bäumen auf LPs fällt auf Anhieb nicht unbedingt auf, weil sie oft nur Hintergrund oder Rahmen für Fotos von den Musikern sind. Die Baum-Motive könnten etwas mit dem Back to Nature Zeitgeist der Hippie-Epoche zu tun haben, jedenfalls
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The cover of Floyd's album Ummagumma (1969) features the so called Droste effect, the picture within the picture. We look at it's occurrence in art, advertising...and other Floyd LPs

Das Doppelalbum Ummagumma (1969) ist musikalisch sehr experimentell, hat Elemente von Musique concrète und Stockhausen. Pink Floyd waren damals fast noch ein Geheimtipp, nicht die Stars die sie mit Dark Side of the Moon (1973) werden sollten. Wir haben endlich eine Vinyl-LP gefunden und werfen einen genaueren Blick auf das Design das im LP-Format viel besser zur Geltung kommt als auf CD. Es ist ein aufklappbares Gatefold-Album. Auf Innen- und Rückseite sind viele interessante Sachen zu entdecken, so wie Pink Floyds gesamtes Musik-Equipment, die Roadcrew…und Roger Waters’ damalige Ehefrau. Anhand von Band-Biografien, haben wir auch Infos über die Foto-Location und die Entstehung des Albums. Die LP-Vorderseite basiert auf dem Droste-Effekt, so nennt
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We take a look at the story and the various incarnations of 'Eddie' who appears on all the albums of the metal band Iron Maiden, as seen above on the inside book of the deluxe edition of their new double album The Book of Souls (2015)

Die neue World Tour startet Februar 2016 in Nordamerika. In Europa spielt die Band live ab Ende Mai bis Anfang August 2016. Wir haben das neue Album ausgecheckt. Links im Bild, die Deluxe Edition und ein Blick auf das innere Buch in dem die CDs des Doppelalbums The Book of Souls (2016) stecken. Wir stellen gleich unser derzeitiges Lieblingslied vom Album vor. Zuerst etwas zum Design. Auf dem Cover ist, wie auf allen Maiden-Alben, eine Version von Eddie, der das visuelle Markenzeichen der Band ist. Die Häufigkeit von Totenköpfen, Mumien und dergleichen auf LPs und T-Shirts des Heavy Metal Genres wird manchen Leuten zweifellos etwas zu viel des Guten (oder des Bösen) sein aber man darf nicht vergessen dass es die guten alten Hippies waren die damit anfingen, als Beispiel hier ein LP-Cover von
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Our vinyl LP of the debut album Black Sabbath (1970). On the cover is a mysterious lady at Mapledurham Mill by the Thames in Oxfordshire. Open to visitors. The scene by the lake was inspired by a Henry James novel and 1961 movie adaption

Wir lieben Vinyl-LPs mitunter wegen dem Design-Potential des Formats, eine Gatefold-LP ist aufgeklappt kaum kleiner als die Mona Lisa. Das Debütalbum Black Sabbath (1970) ist eins dieser Cover auf denen es viel zu entdecken gibt, Auch eine interessante Hintergrund-Story. Wir haben Infos dazu die noch nicht im Internet stehen. Dass die Foto-Location die 500 Jahre alte Wassermühle Mapledurham war – übrigens immer noch aktiv und für Besucher geöffnet, siehe Foto – ist ganz gut bekannt, es steht in Wikipedia. Wir wollten mehr wissen und fanden in einem alten Musikmagazin ein Interview mit dem Mann der das Foto machte und für die Gesamtgestaltung des LP-Covers verantwortlich war. Der Name Keef auf dem Cover ist ein Pseudonym, der echte Name ist Keith MacMillan, er machte auch die Covergestaltung für die zwei Sabbath-Alben
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We took part in Record Store Day by going out and finding an album by the psychedelic folk group The Incredible String Band. The LP Cover is from Simon & Marijke, a.k.a.The Fool, who also did stuff for Clapton and the Beatles

Wir schrieben neulich über Record Store Day und nahmen Teil indem wir am Samstag eine schöne Vinyl-LP aufspürten und kauften. Links im Bild, das Album 5000 Spirits or the Layers of the Onion (1967) von der psychedelischen Folkgruppe The Incredible String Band. Eher ein Geheimtipp aber sehr einflussreich. Die Band spielte in Woodstock und zählte Leute wie Led Zeppelin und Kult-DJ John Peel zu ihren Fans. Das LP-Cover von 5000 Spirits, von einem Design-Team namens The Fool, ist ein gutes Beispiel für den Zusammenhang von Vinyl-LPs und Albumcover-Design. Die großzügige Fläche von Schallplattenhüllen, sechs mal so groß wie CD-Cover und, im Fall von aufklappbaren Gatefold-LPs, kaum kleiner als die Mona Lisa, inspirierte Künstler wie Andy Warhol, sich dem Design von Plattenhüllen zu
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Nice pic. Clapton also has an LP cover with a dog. Remember which one ? We check out 15 of the best album covers with man's and musician's best friend. Encompassing Jazz, Folk, Metal and TV music, as well as Rock. Plus some dog info

Wir fanden ein schönes Foto von Eric Clapton mit Hunden, vermutlich vom Ende der 60er oder Anfang der 70er Jahre in seinem ländlichen Haus Hurtwood Edge im Dorf Ewhurst in der Grafschaft Surrey wo er Layla und viele andere Lieder schrieb. Dabei erinnerten wir uns an ein Clapton-Album mit Hundemotiv und kamen auf die Idee, dies ein paar andere LP-Cover mit Hunden auszuchecken. Es gibt ziemlich viele, man ist fast geneigt zu sagen dass Musiker eine besondere Affinität zu unseren vierbeinigen Freunden haben. Es gibt jedenfalls mehr Hunde- als Katzencover. Folgende 15 sind eine kleine Auswahl bei der wir auf musikalische Abwechslung, nicht nur aus den Bereichen Rock und Pop sondern auch Jazz, Folk, Metal und Filmmusik Wert legten. Eine der eher wenigen Bands aus den 80ern die wir vermissen, sind die alternativen Gitarrenrocker
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The new Floyd album The Endless River (2014) had pretty good reviews, though some people found the cover image bland. By contrast, we look at the fairly ominous Battersea Station cover of Animals (1977) and the stories behind it

Pink Floyd haben gerade ein neues Album veröffentlicht. Es klingt auf Anhieb ganz gut und wird zukünftig rezensiert. Aber ich wollte heute etwas über LP-Design von Pink Floyd schreiben. Speziell über ein Cover, links, zu dem es eine interessante Story gibt. Ich kam darauf weil das Cover des Albums The Endless River (2014) mehrfach kritisiert wurde: das neue Cover sei klischeehaft, kitschig etc. Ich finde es eigentlich ganz OK, aber LP-Cover die komplett am Computer designt werden, können im Vergleich mit Fotos tatsächlich etwas steril wirken. Das Foto für das Floyd-Album Animals (1977) wurde zwar nachbearbeitet, hat aber die eindrucksvolle, authentische Atmosphäre eines Zeitdokuments. Die Design-Firma Hipgnosis arbeitete oftmals tagelang an ungewöhnlichen Locations um Fotos für LP-Cover zu machen. Schon das Motiv an sich, das alte Stromkraftwerk Battersea Power Station in London, ist eine ungewöhnliche Wahl. Der riesige Gebäudekomplex hatte für Songschreiber Roger Waters vermutlich Symbolwert. Repräsentierte für ihn vielleicht die unheimliche Seite der Industriegesellschaft, was zur orwellianischen Thematik des Albums passen würde. Das Design ist aus den späten 1920er Jahren und geht stilistisch in Richtung Art Deco. Es stammt von Architekt Sir Giles Gilbert Scott, der 1924 auch die roten und archetypisch englischen Telefonzellen designte. Battersea mit seinen imposanten Ecktürmen und den über hundert Meter hohen Schornsteinen wurde von New Yorks Wolkenkratzern der 20er Jahre inspiriert. Es wurde, in Anlehnung an den Begriff power station, mitunter Temple of Power genannt. Beim Blick in den legendären 1935 gebauten Kontrollraum des Kraftwerks im nachfolgenden Bild (das nicht von der LP stammt), hat man das Gefühl, in einem Sci-Fi-Roman von H. G. Wells gelandet zu sein. Wie eine Zukunftsvision aus der Vergangenheit. So wie man sich in viktorianischen Zeiten vielleicht Die Zeitmaschine vorgestellte. Der Sci-Fi Look des Kontrollraums wurde von der Band Hawkwind auf einem Albumcover verewigt. Das Kraftwerk wurde in den 1930er Jahren gebaut und lief bis 1983. Es produzierte einst zehn Prozent von Londons Strom, wofür es allerdings 1500 Tonnen Kohle pro Tag verbrauchte. Schon 1975 sorgten das Thema Umweltverschmutzung dafür dass Batterseas Produktion reduziert und dann gestoppt wurde. Dann wurden die Instandhaltungskosten von Battersea, mit seiner Fläche von zwei Fußballfeldern, zum kostspieligen Problem. Über die Jahre wurden alle möglichen Projekte vorgeschlagen um das Gebäude zu nutzen und zu erhalten, von Themenparks, Einkaufszentren bis zu Industriemuseen. Aber nichts davon wurde umgesetzt.

‘If you didn’t care what happened to me
And I didn’t care for you
We would zigzag our way through the boredom and pain
Occasionally glancing up through the rain
Wondering which of the buggers to blame
And watching for pigs on the wing’
(Text von Roger Waters)
.

Battersea's 1935 control room looks like something from H. G. Wells: The future, as imagined in the past. This photo is not from Animals (1977). But Hawkwind depicted a Battersea control room on the LP Quark, Strangeness and Charm (1977)

Was das Albumcover betrifft: Einer der Gründe für die Schwierigkeit des Foto-Shoots war, dass Roger Waters ein zehn Meter großes, fliegendes Schwein über Battersea haben wollte. Auf dem obigem Cover ist es, ziemlich klein, zwischen den ersten beiden Schornsteinen zu sehen  Das Problem dabei war: Das aufblasbare Schwein, mit dem Spitznamen Algie, riss sich vom Seil los und flog weg. Der Scharfschütze der Algie in dem Fall abschießen sollte – um den Flugverkehr nicht zu gefährden – war am ersten Tag des Shoots vor Ort, aber nicht am zweiten, als das Missgeschick passierte. Der Wind trieb Algie kilometerhoch in den Himmel wo es in der Tat von Flugzeugen gesehen wurde. Das gab polizeilichen Ärger für die Firma Hipgnosis, aber letztendlich wurde Algie, ohne Unfälle verursacht zu haben, auf einem Bauernhof in Kent gefunden. Schwein gehabt. Die Ausgabe von Animals (1977) auf obigem Foto oben ist übrigens ein 2011 Digital Remaster. Schön gemacht im Papersleeve Design, wie ein aufklappbares LP-Cover im Miniformat. Das Album klingt auch besser als ich es in Erinnerung hatte, wenn auch thematisch sehr düster. Die Animals sind hier, ähnlich wie in Orwells Farm der Tiere (1945) Symbole für Menschen. Musikalisch gefällt mir das Lied Sheep am besten. Hier ein Ausschnitt von den ominösen Text:

‘The Lord is my shepherd, I shall not want
He makes me down to lie
Through pastures green He leadeth me the silent waters by
With bright knives he releaseth my soul
He maketh me to hang on hooks in high places
He converteth me to lamb cutlets
For lo, He hath great power, and great hunger…’
(Text von Roger Waters)
.

Nachfolgend ein Musikclip davon auf YouTube. Textschreiber Roger Waters gibt sein Misstrauen gegenüber Religion und Obrigkeitsglauben zum Ausdruck, wenn er Psalm 23, auch bekannt als das Gebet Der Herr ist mein Hirte, umändert zu Zeilen wie ‘..er hängt mich an Haken auf und verwandelt mich zu Lammkoteletts‘. Düster und bitter, aber man vermutlich sah Roger Waters die alte Battersea Power Station als ein negatives Machtsymbol. Vor ein paar Jahren gab übrigens die Technologiefirma Apple bekannt, dass sie den Komplex renovieren und als als Arbeitsplatz für 1400 Mitarbeiter benutzen will. Ich bin gespannt, was daraus wird.

 

 

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Radio-Dokumentation Das DLF-Feature ‘Die Melancholie des Augenblicks- Der Plattencover-Designer Storm Thorgerson’ (2012) von Amy Zayed. Cover für Pink Floyd, Peter Gabriel, Genesis, Yes, Zeppelin, Sabbath etc.

Live-Musik-Clip von der Animals-LP Hier ein Fan-Video vom Lied Sheep von Pink Floyds Animals (1977)

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Geheimtipp Cixin Liu: Sci-Fi-Epos ’Die drei Sonnen’ als WDR-Hörspiel online

Klassiker John le Carré: ‘Die Libelle’ als SWR-Hörspiel von 1992 online

Apropos  Arthur C Clarke: ‘Die letzte Generation‘ als Hörspiel online

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Avenita Kulturmagazin

East of the Sun, West of the Moon (1914). We found a nice old book of Norwegian fairy tales. 25 illustrations by Kay Nielsen who later worked with Disney. There's a low budget but cute kid's movie adaption from Norway. Check the clip, with a good song, Flowers for a Ghost by US rock band Thriving Ivory

Ich sammle Kinderbücher und habe diese Woche etwas Schönes gefunden, ein hundert Jahre altes Buch mit norwegischen Sagen namens East of the Sun and West of the Moon. Es gibt auch ein BBC-Hörspiel, Link folgt am Ende des Posts. Das Buch diente als Inspiration für Tolkien, der den Titel sogar wörtlich in einem Lied in Herr der Ringe zitierte. Einige Leser werden den Namen vielleicht auch als Albumtitel und Lied von A-ha erkennen. Ich habe die norwegische Verfilmung Der Eisbärkönig (1991) zuhause im Regal stehen, merkte ber erst heute Morgen, als ich für den Blogpost ein paar Infos auscheckte, dass der Film auf diesem Märchenbuch Östlich der Sonne, westlich vom Mond beruht. Der Eisbärkönig wirkt wie ein DDR-Kinderfilm, was nicht böse gemeint ist, lediglich ein relativ bescheidenes Budget, wettgemacht mit viel Enthusiasmus, z. B. Menschen in Tierverkleidung anstatt teuren Computertricks etc. Ich fand auf YouTube einen Clip zusammen mit einem guten Lied von einer Rockband. Dabei bekommt man eine Vorstellung davon dass der Stoff sich für eine große Produktion à la  Maleficent: Die dunkle Fee (2014) eignen würde. Vor Jahren war schon mal so etwas was in Arbeit, gleich mehr dazu. Hier erst mal der Filmclip.
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Autumn/winter 2014: We found a good looking Hermès ad for a new item called Oxer bag. Seen with French model Othilia Simon and a pony. There is, of course, a horse connection to Hermès, who started as saddlers in the 19th century

Wir interessieren uns für Design, checken die Magazine aus um zu sehen was läuft. In der aktuellen englischen Ausgabe von Elle, auf der wie üblich schon September steht, fanden wir eine gut aussehende Werbekampagne für eine neue Tasche von Hermès, namens Oxer Bag. Ein schönes Foto mit einem Pony und dem französischen Model Othilia Simon. Die Haarmähnen fließen ineinander, erst auf den zweiten Blick sieht man die Hermès Handtasche auf dem Schoß der Lady. Foto von Hans Silvester, ein Fotograf der mehrere Bücher über Themen wie Wilde Pferde der Camargue und afrikanische Stammeskunst veröffentlicht hat. Die Pferde-Thematik der Kampagne namens Metamorphosis, an Hermès story, spielt auf die Herkunft des französischen Traditionsunternehmens an. Hermès machte im 19. Jahrhundert Zaumzeug und Sättel für Pferde. Die Produkte waren von so hoher Qualität dass bald das russische Zarenhaus zu ihren Kunden gehörte. Die Firma hat eine deutsche Connection insofern dass ihr Gründer Thierry Hermès (1801-1878) in Deutschland, im guten alten Krefeld geboren wurde. Seine Mutter, Agnese Kühnen, war deutsch, sein Vater französisch. Der junge Mann wanderte mit etwa 20 nach Frankreich aus und
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People asked us about the pic in the top corner of the website. It's a Roman theatre we visited in Mallorca a while back. Carved into rock, which is rare. We liked the sunlight playing on it. 'All the world's a stage...'. The Roman city of Pollentia is on the outskirts of Alcúdia in the north of the island

Jemand fragte uns nach dem Foto oben rechts auf der Website. Es ist von Pollentia, einer über 2000 Jahre alten römischen Stadt am Rand von Alcúdia im Norden von Mallorca. Wir waren vor ein paar Jahren dort, es it eine schöne Gegend. Uns gefiel die Art wie die Sonnenstrahlen auf den Ruinen zu spielen schienen. Das Theater aus dem 1. Jhr. ist ungewöhnlicherweise aus dem Fels gemeißelt und bot einst Platz für für zweitausend Zuschauer. Dabei dachten wir an die Shakespeare-Zeile ‘Alle Welt ist eine Bühne…’. In anderen Worten: Menschen kommen und gehen. Man könnte hinzufügen: Kulturen kommen und gehen. Die Römer waren immerhin 600 Jahre in Spanien, von 218 v. Chr. bis ins frühe 5. Jahrhundert, als die sog. Vandalen kamen. Die Westgoten hielten sich 300 Jahre lang. Bis sie Anfang des 8. Jhr. von den Mauren abgelöst wurden. Der Stadtname Alcúdia, wo die Ruinen von Pollentia sind, stammt von Al-Qudya, arabisch für Auf dem Hügel. Auf dem spanischen Festland blieben die Mauren bis zu den Zeiten von Kolumbus, als im Jahr 1492 die Katholischen Könige die Macht übernahmen. Vor kaum mehr als fünfhundert Jahren. Das ist Spanien. Mehr als in manchen anderen Ländern wird man hier, aufgrund der fast allgegenwärtigen Präsenz von Errungenschaften und Ruinen verschiedener Kulturen, daran erinnert dass man immer nur einen Augenblick in einer langen Geschichte miterlebt.

 

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Mehr Unser Besuch bei 5000 Jahre alten Dolmen de Menga in Andalusien

Und Beim Ende der Olivenernte in der Sierra Blanca

Avenita Kulturmagazin

Wow! Black turtlenecks got a boost after this movie. I also love the jazzy soundtrack by Lalo Schifrin...and everything. Above, my DVD of the Steve McQueen classic Bullitt (1968), edition with extras like audio commentary by director Peter Yates

Hörspiel online mit renommierten Sprechern wie Jason Isaacs, der u. a. Lucius Malfoy in den Harry Potter Filmen spielte. Hier ist er in der Titelrolle von ‘Bullit’. Wobei er im Hörspiel, das sich an die Romanvorlage hält, Lieutenant Clancy heißt. Auch der Handlungsort wurde wieder nach New York verlegt. Ansonsten ist die Story ziemlich ähnlich. Link fürs Hörspiel folgt am Ende des Posts. Im Foto, meine DVD von der Verfilmung Bullitt (1968). Steve McQueen auf dem Cover mit ikonischen Accessoires wie dem Schulterholster und dem schwarzen Rollkragenpullover – der nach dem Film schwer in Mode kam. Vom Ford Mustang ganz zu schweigen. Es ist einfach ein Klassiker der als Krimi, obendrein mit einem coolen, jazzigen Soundtrack von Lalo Schifrin, fast ohnegleichen ist. Story: Lieutenant Frank Bullitt (bzw. Clancy) soll einen Mann beschützen,
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H. R. Giger (1940-2014) designed an elaborate fold out LP-cover for the prog rock band Emerson, Lake and Palmer in 1973. From their biography, below, we gather that Giger had previously seen them play at the Zürich Hallenstadion in April '73. He was a fan of the band and they visited his house

Bevor H. R. Giger (1940-2014) durch seine Arbeit an dem Sci-Fi Film Alien (1979) berühmt wurde, machte er ein aufwendiges LP-Cover für die Band Emerson, Lake & Palmer, siehe unsere Vinyl-LP auf dem Foto. Er designte auch das runde ELP Logo das ihr Markenzeichen wurde und bis heute von der Band benutzt wird. Auf der ELP-Biografie im unteren Foto zu sehen, besser wenn man es durch Anklicken vergrößert. Unten ist das Cover wie man es im Plattenladen sieht. Auf dem Foto oben ist es halb aufgeklappt. Das Gesicht auf dem Bild basiert auf Gigers damaliger Freundin Li Tobler. Da Giger vor Kurzem gestorben ist, wollten wir in der ELP-Biografie ein paar Details über seine Zusammenarbeit mit der Band auschecken. Er war anscheinend schon vor dem LP-Cover ein Fan der Band, hatte sie am 15. April 1973 im Hallenstadion von Zürich gesehen. Der ELP-Keyboarder Keith Emerson hatte seinerseits schon vorher Bilder von Giger gesehen und wollte ihn für das nächste Album der Band engagieren. Er fand dass Gigers ominöser Stil zur Musik der Band passte. Bis auf wenige Ausnahmen, vielleicht auf Liedern wie Lucky Man, war ELP keine besonders romantisch klingende Band á la Yes und Genesis. ELP hatten oft einen stakkatohaften, jazzigen, harschen Klang, wobei Keith Emersons Experimente mit frühen Moog Synthesizern und sein aggressiver Hammond Organ Sound eine Rolle spielten. Das gegenseitige Interesse von Giger und ELP ist also nachvollziehbar. Emerson kam nach dem Zürich-Konzert auf Besuch in Gigers Haus. Emerson sagt, es sah von außen unspektakulär aus.
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Electric guitars were better suited for Rock showmanship than cumbersome stationary keyboards, so manfacturers tried to make sleeker and portable 'Keytars'. The Swedish Tubon from 1966, seen here with Paul McCartney, was a step in that direction. Check out a 1970 Kraftwerk clip with the Tubon

Das Musikinstrument Keytar (key-board und Gui-tar) nennt man auf Deutsch Umhängekeyboard. Dessen Erfindung hatte mit Rockkonzerten zu tun. Auf der Bühne wirkten Tasteninstrumente, speziell frühe klotzige Intsrumente wie die Hammond Organ und wandschrankmäßige Synthesizer, nie so sportlich wie E-Gitarren. Hendrix spielte sie hinter dem Rücken, Jimmy Page benutze Geigenbögen, manche zerschlugen sogar ihre Gibson oder Stratocaster im Namen der Kunst. Bis zum heutigen Tag sind Gitarristen meist ziemlich mobil, laufen herum oder stehen zumindest ganz vorne auf der Bühne. Keyboarder hingegen, selbst wenn sie die Liederschreiber und Sänger waren, blieben früher meist im Hintergrund, manchmal vor lauter Equipment kaum zu sehen. Aber Rockkonzerte sind nun mal Showbusiness, und deshalb begann man schon in den 60er Jahren Keyboards zu entwickeln die man umhängen konnte. Die schwedische Firma Joh Mustad AB aus Göteborg war eine der ersten die ein brauchbares Instrument dieser Art baute. Die batteriebetriebene Tubon war leicht genug um sie mit einem Schultergurt stehend zu spielen. Auch wenn Paul McCartney, siehe Foto, sie hier auf dem Schoß spielt. Die Tubon war anscheinend auf einer frühen aber unveröffentlichten Version von Strawberry Fields. Für unsere Begriffe sieht die Tubon sogar ziemlich gut aus. Schön schlicht, schön rund, nicht zuviel Firlefanz…vom Look her etwas in Richtung Braun Design. Das Ding klang sogar gut, hier ein Liveclip von Kraftwerk in 1970. Das Konzert beginnt ziemlich langsam, man sieht den damals ca. 25-jährigen und eher langhaarigen Ralf Hütter mit seinem Tubon nicht die ganze Zeit, hört aber seine erstaunlich fetten Bassklänge, wie ein elektronisches Didgeridoo, auf dem Lied Stratovarius. Es ist natürlich nicht nur die Tubon die hier gut klingt, sondern auch die Art in der Hütter sie einsetzt, sprich, sehr experimentell und soweit wir sehen auch mit zusätzlichen Effekten wie Echo etc. Diese frühe Phase von Kraftwerk gefällt uns fast besser als die spätere Schlips & Seitenscheitel Phase der Band. Aber wie gesagt, ob lange Haare, kurze Haare, ob Tubon oder Keyboards die auf dem Boden festgenagelt sind – Live-Rockmusik hat, wenn sie gut ist, etwas von performance art an sich. Und somit sind Keytars, die sich seit den Zeiten der Tubon technisch noch viel weiter entwickelt haben, interessante Instrumente. Hier Herbie Hancock in Konzert mit Keytar auf dem Jazz funk-Klassiker Chameleon vom Album Head Hunters.

Weitere Infos  Ein deutscher Wiki-Eintrag über die Tubon, das frühe Umhängekeyboard aus Schweden

 

As far as innovative pop art design goes, the cover of Led Zeppelin III (1970) is en par with Sgt Pepper. It has a wheel that shows different images. Click to enlarge. We put John Bonham in the biggest of the eleven circles

Am 3. Juni werden die ersten drei Zeppelin-LPs neu veröffentlicht, mit Bonus Material. Pro Album jeweils eine CD mit bisher unveröffentlichen Tracks. Es gibt auch Vinyl-LPs im Originaldesign. Eine LP die wir vom Cover-Design her besonders mögen ist Led Zeppelin III (1970), links im Bild. Was Pop Art-Originalität und schieren Aufwand anbelangt, ist das Cover in der Liga von Beatles’ Sgt. Pepper. Der vordere Teil der Gatefold-LP hat eine Drehscheibe im Inneren. Man kann damit nach Belieben verschiedene Bilder in den elf Löchern auf dem Cover erscheinen lassen. Wir haben die Scheibe so gedreht dass, etwas rechts von der Mitte, Schlagzeuger John Bonham (1948-1980) zu sehen ist. Das Design ist clever ausgearbeitet: In dieser Position der Drehscheibe sind noch zwei andere Blider von Bonham zu sehen, eins davon ist das Negativ eines Fotos. Von den anderen Bandmitgliedern, Jimmy Page, Robert Plant und John Paul Jones (hier mit einem Violin-Bass) sind jeweils zwei Bilder beim Herumdrehen zu entdecken. Darüber hinaus eine Vielzahl von psychedelisch wirkenden Bildern von Schmetterlingen, Flugzeugen, Luftschiffen etc. Im aufklappbaren Innencover geht es weiter mit einer römischen Statue, einer Burg, Oldtimer Autos, einer viktorianischen Zahnradmaschine, Ufos die einen Zeppelin abschießen etc. Das Cover wurde von Richard Drew, mit Künstlernamen Zacron, gestaltet. Er und Jimmy Page kannten sich von ihrer Zeit im Kingston College of Art. Led Zeppelin hatten die Regel dass jedes LP-Cover von einem anderen Designer gemacht werden sollte, so bekam Zacron eine Chance. Nachfolgend ein Blick ins Innencover.


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'Plowmen dig my earth... ': Robert Ransome's discovery of chilled cast iron changed agriculture. These ploughs were extremely hard, could be mass-produced from a mould. There's a nice old saying from Wales: 'The best crooked thing in the world is the crooked handle of a plough'.

Werbung von 1889. Die Firma Ransomes baute 200 Jahre lang, ab 1789, landwirtschaftliche Geräte, vor allem Pflüge. In England sehr bekannt unter Leuten die auf dem Land gelebt haben. Pflüge sind faszinierende Werkzeuge, vor allem wenn man sie mal in Aktion gesehen hat. Wir haben ein modernes Bild hinzugefügt das zeigt wie ein Pflug die Erde umwendet. Man muss vielleicht einmal ein Stück Erde mit dem Spaten umgegraben haben um schätzen zu wissen was für eine Arbeitserleichterung ein Pflug ist. Nicht nötig für kleine Gärten, aber für Felder. Wobei man dazu noch einen Traktor oder, wie bis etwa 1920 üblich, Pferde brauchte um den Pflug zu ziehen. In verschiedenen Formen gibt es Pflüge in Europa schon seit über 6000 Jahren, der älteste Fund bisher stammt aus Luzern in der Schweiz. Das Wort Pflug hat Verbindungen zu uralten indoeuropäischen Worten wie pelem, was graben bedeutet. Der Pflug hatte einen enormen Einfluss auf die menschliche Kultur, den Wechsel von der Hand in den Mund Existenz der Jäger und Sammler. Größere, stabile Gemeinschaften konnten nur durch regelmäßigen Nahrungsmittelanbau entstehen. Auf harter Erdoberfläche können Pflanzen, wie z. B. Getreide weder gesät werden, noch gedeihen. Sie müssen in den Erdboden hinein und die Erde muss aufgelockert werde. Zudem beseitigt der Pflug Unkraut das mit der Nutzpflanze konkurriert und beim Pflügen sprichwörtlich unter die Erde gebracht wird. Selbst noch im 19. Jahrhundert hatten technische Weiterentwicklungen von Pflügen große gesellschaftliche Veränderungen zur Folge. So konnten zum Beispiel riesige Präriegebiete in Amerika erst richtig besiedelt werden als es neue Arten von Pflügen gab die den harten Prärieboden bewirtbar machen konnten. Ein Schmied namens John Deere erfand
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Our son asked what a tape recorder was? We looked through some hi-fi and design related book and mags. We liked this one best, the Braun TG 60. Apparently it inspired an Apple app

Eins unserer Kinder fragte uns neulich, was ein Tonbandgerät sei? Genauer gesagt, las er in einem spanischen Buch das gängige Wort magnetófono, das weniger selbsterklärend ist als das deutsche Wort, das mit Kombination von Ton, Band und Gerät ein gutes Wort ist. Wir haben zwar noch einen Kassettenrecorder, für alte Hörspiele und so, aber leider kein Tonbandgerät, deshalb blätterte ich in ein paar Büchern und Magazinen zum Thema Hi-Fi und Design und fand das Foto links. Das Gerät ist schön und zudem übersichtlich genug, um einem Kind zu erklären: hier sind die Spulen die das Tonband durch die Tonköpfe laufen lassen, hier sind die Schalter zum vorspulen, anhalten etc. Später checkte ich aus eigener Neugier noch weitere Details zum Braun TG 60, Baujahr 1965, aus und stellte erfreut fest dass dies eine kultige Maschine ist die sogar von der Firma Apple in einer kleinen Hommage geehrt wurde. Und zwar im Look von einer Apple Podcasts App, unten im Bild. Es ist nur eine Andeutung, aber die virtuelle Bedienungsfläche der App zeigt nicht ein beliebiges Tonbandgerät sondern hat Merkmale vom Braun TG 60. Siehe folgendes Bild.
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The wah-wah pedal is technically fairly simple but artistically highly influential. Used by peope like Hendrix, Clapton, Slash, Jerry Cantrell, Zakk Wylde, Kirk Hammett...and many others. Our fave song with wah though is 'Theme from Shaft'. Guitarist Charles Pitts and singer Isaac Hayes are sadly no longer with us but there's some great footage of them on stage. Link below

Im Doku Cry Baby: The Pedal That Rocks The World sind Interviews mit Slash, Zakk Wylde, Dimebag Darrell, Kirk Hammett, Steve Lukather, Van Halen u. v. a. Es geht um ein Effektpedal für Gitarristen das den Klang der Rockmusik seit Ende der 60er Jahre bis heute entscheidend geprägt hat. Link für das englischsprachige Doku am Ende des Blogposts. Wer gerade keine 57 min, Zeit hat, kann hier einen Vorgeschmack bekommen und auch ein paar Musikbeispiele mit Wah-Wah Sound auschecken. Der Klang des Geräts ist schwer zu beschreiben, Vielleicht ein bisschen wie eine menschliche Stimme. Jemand in der Firma Thomas Organ die das Pedal entwickelte,sagte: Hey, das klingt ja wie ein weinendes Baby…und der Name Cry Baby blieb hängen. Einer der ersten Rockmusiker die das Effektpedal benutzten war Jimi Hendrix. In seinem 1968 aufgenommenes Lied Lied Voodoo Child, hier eine spätere Liveversion, ist der Wah-Sound gleich am Anfang deutlich zu hören. Es klingt fast als ob Jimi mit der Gitarre Worte formt. Das Wah-Pedal wird mit dem Fuß betätigt, hat einen Kippmechanismus der je nachdem ob man das Pedal nach vorne oder nach hinten wippt, den Klang heller oder gedämpfter macht. Man würde auf Anhieb meinen dass dies keinen besonders markanten Effekt schaffen würde. Aber es gibt wahrscheinlich keinen anderes Effektgerät, ob Flanger, Phaser oder Verzerrer, das Gitarristen einen so individuellen Klang ermöglicht. Wohl weil es kein rein elektronisches Gerät ist das nach dem Anschalten ein Selbstläufer ist, sondern etwas das je nach der Art wie man es per Fuß bearbeitet, bei hundert Gitarristen hundert verschiedene Klänge hervorbringt. Hören wir im Kontrast zum Jimi Hendrix Wah-Wah-Sound zum Beispiel das Lied Theme from Shaft (1971)  in dem das Wah-Wah nicht für einzelne Noten oder Melodien verwendet wird sondern als Rhythmus-Element dieses hammerhaft guten Liedes. Isaac Hayes
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We saw a nice old Mustang at the harbour the other day. We don't usually go for sleek angles but if you stepped back any further you'd be in the water. In the second part of the blogpost are more songs, pics and also a good movie with a Mustang

Wir sahen vor ein paar Tagen einen schönen alten Ford Mustang, ein 1965 Hardtop. Das sieht man bei uns in Spanien ziemich selten, einfach so am Hafen geparkt. In mediterranen Luxushäfen stehen sonst eher Ferraris, Lamborghinis, Hummer Geländewagen und ähnliche protzige Wagen herum. Der Ford Mustang war und ist preislich nicht annähernd in der selben Liga aber wir schätzen er hat eine größere Fan-Gemeinde als alle drei obengenannten Marken zusammen. Schwer, genau zu sagen warum bestimmte Autos zum Kult werden und andere lediglich zum Statussymbol. Aber der Mustang war ein erschwinglicher Sportwagen der verdammt gut aussah. Auch heute noch. Wir mögen eigentlich nicht so utra schnittige Perspektiven wie im Foto links, aber mit einem Schritt weiter zurück wären wir im Hafenwasser gelandet. Der Ford Mustang wurde auch in ein paar starken Liedern verewigt, etwas das viel seltener bei Luxusmarken der Fall ist. Im Endeffekt liebt die Popkultur immer eher den working class hero als den Jetset-Yuppie. Der Klassiker zum Thema ist für uns das Lied Mustang Sally von Wilson Pickett, siehe YouTube Clip.
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One watches the short film Women Only in anticipation of an unexpected turn of events, only to realize that one's just seen models showing the new autumn /winter collection of Chanel. There's also Once upon a Time (2013), sort of a film within a film with Keira Knightley. The YouTube links are in the blogpost

Die Überschrift bezieht sich auf zwei verschiedene Kurzfilme die eine Verbindung miteinander haben. Der Film Women Only ist eine clever gemachte Werbung für die Herbst/Winter Collection 2013/14 von Chanel. Wobei man auf Anhieb den Eindruck hat dass es ein Kurzfilm mit einer Handlung oder zumindest einer Pointe ist. Aber im Endeffekt erweist sich das Ganze als Rahmen um eine Vielzahl von Models mit verschiedenen Kleidern und Accessoires von Chanel vorzustellen. Gut gemacht. Die Location ist ein Kino in dem nur Frauen der Eintritt erlaubt ist, daher der Titel Women Only, und der Kinosaal füllt sich mit Models wie Cara Delevingne, Xiao Wen Ju, Aymeline Valade und vielen anderen. Die Frauen benehmen sich hier allerdings nicht wie auf dem Laufsteg sondern reden ganz normal miteinander. Das Ganze endet damit dass auf der Kinoleinwand ein Film anläuft, der vorher auch angesagt wurde, dann aber nicht weiter gezeigt wird - nämlich Once Upon a Time (2013), hier ein YouTube Link. Dies ist ein kurzer biografischer Spielfilm in dem Keira Knightley die Rolle von Coco Chanel spielt und darstellt wie die Gründerin des Modehauses vor hundert Jahren, in 1913 ihren ersten Laden eröffnete. Das geschah in dem nordfranzösischen Küstenstädtchen Deauville, der Film wurde jedoch im Studio von Luc Besson gedreht und der Regisseur ist kein anderer als Karl Lagerfeld. Ein ganz nett gemachter Schwarzweißfilm der, anders als Hollywood-Filme, ganz gemütlich vor sich hinplätschert. Zusammen mit Musik von Puccinis Oper Tosca, und ebenfalls einer Reihe von bekannten Models wie Stella Tennant, Saskia de Brauw und Lindsey Wixson, letztgenannte zum Beispiel in der Rolle von Consuelo Vanderbilt die Cocos gesamten Laden leerkauft. Oben im Bild ist neben der Biografie ein Foto von Gabrielle ‘Coco’ Chanel die zusammen mit ihrer Tante Adrienne (links) vor ihrer ersten Boutique in der Rue Contaut-Biron von Deauville steht wo vor hundert Jahren alles anfing.

Info  Ein Wiki-Artikel über die französische Modedesignerin Coco Chanel  (1883-1971) Photo  We used Axel Madsen’s book  Coco Chanel, A Biography (1990) which is good and has a beautiful cover. The b/w photo above is one of many in the book and shows Coco Chanel (right) with her aunt Adrienne in front of her first boutique in 1913, a hundred years ago. This date is also the theme and the link between the two short films Women Only and Once upon a Time mentioned above.

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We met a guy last night who had a nice reissue Triumph quite similar to the one Dylan drove in Woodstock. Got talking and it turned out he's into music, collects old vinyl and is member of a Triumph club. But he didn't know the Dylan connection. We promised to find the pic and told him to drive more carefully

Wir trafen gestern Abend einen Typ der eine Triumph im Retrostil hatte die ähnlich aussah wie die Triumph Tiger 100 die Bob Dylan einst in Woodstock fuhr. Wir kamen ins Gespräch und es stellte sich heraus dass er ein Musikfan ist und alte Vinyl-Singles sammelt. Zudem Mitglied in einem Triumph Motorradclub. Er wusste allerdings nichts von der Dylan-Connection zu dem Bike und wir versprachen, ein Foto davon zu posten. Dylan hatte im Juli 1966 auf seiner 500 cc Triumph Tiger 100SS einen Unfall der für weltweite Schlagzeilen und Gerüchte sorgte. Er war damals, im Alter von 25 Jahren, auf dem Zenith seines Erfolgs und hatte gerade das Album Blonde on Blonde (1966) veröffentlicht. Die Konzertouren und der ganze Medienrummel hatten Dylan zu diesem Zeitpunkt allerdings auch sehr zugesetzt. Und als der Unfall bekannt wurde, dachten viele es wäre ein tragisches Ende, so wie
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Alright, anything with Cary Grant in it looks good, but the Isetta was an influential little vehicle. A forerunner of the Mini and Smart car. In fact, I think the Isetta 300 was an inspiration for the BMW i3 Concept starting 2013. See YouTube clip below

Schönes Foto von Cary Grant 1957 in New York, in einer BMW Isetta 300. Wäre ich Robert Langdon, Professor für Ikonologie und Symbologie, würde ich sagen dass die ersten drei Zeichen B und I und 3, darauf hindeuten dass der futuristische BMW i3 der gegen Ende 2013 Verkaufsstart hat, eine Hommage an die Isetta ist, und dass Dan Brown ein interessantes Thema verpasst hat. Das Foto wurde damals natürlich für Werbezwecke gemacht, ist aber nichtsdestotrotz genial. Ich vermute dass eine amerikanische Werbeagentur sich überlegte, wie man ein Auto das überhaupt nicht dem US-Autostil der 50er Jahre entsprach, cool und bekannt machen könnte? Und Hut ab, das ist den Leuten von Madison Avenue bestens gelungen. Das Foto sieht immer noch gut aus. Gleichzeitig verdeutlicht es, was für ein zeitloses Format Cary Grant hat. Ich schätze, dass manch anderer damaliger Filmstar diesen Engagement abgelehnt und lieber für einen protzigen Schlitten geworben hätte. Cary Grants intelligente, humorvolle Art nimmt gelassen in Kauf, dass die Isetta nicht besonders viel Raum aber dafür Originalität und Sparsamkeit bietet. Nach heutigem Standard mag die Isetta 300 technisch viel zu wünschen übriglassen, aber das Konzept, oder sogar das Concept, um auf den BMW i3 zurückzukommen, war innovativ und einflussreich. Die Isetta war ein Vorläufer von Autos wie dem englischen Mini, der erst drei Jahre nach der Isetta startete, und so gut wie jedem Kleinwagen bis zum heutigen Smart von Swatch-Mercedes. Die Bayern waren zuerst da. BMW nahmen mit dem Isetta-Konzept, obwohl es ursprünglich aus Italien kam, ein großes Risiko auf sich. Soweit ich weiß, war mit der Isetta damals kein großes Geld zu verdienen. Der Wagen war seiner Zeit zu weit voraus, Sprit war billiger und die 60er Jahre eher auftrumpfend als sachlich. Dass so ein einsamer Kämpfer gegen Konsumwahn wie die Isetta (1955-1962) im Laufe der Jahre kultig wurde, ist klar. Schon 1987 verewigte die englische Electronic-Band Depeche Mode die Isetta 300 in ihrem Video für Never let me Down Again. Link folgt. Die Isetta rollt hier etwa eine Minute nach Liedbeginn aus einer Holzscheune heraus und durch Wald und Feld: ‘I’m taking a ride with my best friend…’ singen ernst dreinblickende junge Männer dazu. Das bringt Erinnerungen zurück: Popkultur versuchte sich in den 80ern gezielt vom Hippie-Image der 70er Jahre abzugrenzen. Vielleicht weil ein Gefühl herrschte dass die großen alten Cadillacs der Hippies im Graben gelandet oder hoffnungslos durchgerostet waren. Das wird dem BMW i3 mit Carbon-Karosserie nicht so leicht passieren. Weitere technische Details und ein gut aussehendes BMW-Promotionsvideo mit dem Lied Perfect World von der US-Band Gossip nachfolgend.

 

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Car-Info  Das BMW-Video auf YouTube / ein deutscher Wiki-Artikel über den BMW i3 Concept /  und ein informativer Artikel über die BMW Isetta bei Wikipedia  und ein privater Autobastler-Clip von einem amerikanischen Isetta-Fan, inklusive Fahrt und viel Info über den alten Klassiker

Musik-Info Das Lied Never Let me Down Again von Depeche Mode, mit Video in dem eine Isetta auftaucht

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Des Weiteren Unser Artikel über 1948 Pontiac Silver Streak im Pippi Langstrumpf Film

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Und Interessanter BBC TV-Dokumentarfilm über die deutsche Autoindustrie

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The flying scenes in Out of Africa (1985) with Meryl Streep and Robert Redford (above) are beautiful. See YouTube clip below. The plane used, a DH60 Gipsy Moth like Denys Finch Hatton's, has just been sold at an auction for $302,000

Die Flugszenen in Jenseits von Afrika (1985) mit Meryl Streep und Robert Redford sind wundervoll, ein Clip davon unten auf unserer Info-Leiste. Das Flugzeug, ein DH.60 Gipsy Moth Doppeldecker, wie ihn auch Denys Finch Hatton flog, der im Film von Redford dargestellt wird, ist gerade auf einer Auktion für 302,000 Dollar versteigert worden. Gemäß dem Auktionshaus Bonhams blieb der Käufer anonym, verhandelte übers Telefon, teilte aber mit dass die Gipsy Moth wieder nach Kenia zurückkehren werde. Dort war auch vor 100 Jahren, von 1913 bis 1931, die dänische Autorin Karen Blixen, die ihr dortiges Leben auf einer Farm in dem Buch Jenseits von Afrika (1937) beschrieb. Die Dame benutzte verschiedene Pseudonyme, wie Isak Dinesen, aber in Deutschland erscheinen ihre Bücher unter dem Namen Tania Blixen. Die Verfilmung ist super, einer unserer Lieblingsfilme, und wir vermuten dass die meisten Leser ihn kennen werden. Ein Film den man sich öfters ansehen kann, zum einen weil eine echte und ungewöhnliche Geschichte wie die von Karen Blixen nicht so klischeehaft ist wie viele frei erfundene Hollywood-Romanzen, und zum anderen auch weil der Film so eindrucksvolle Drehorte und interessante Requisiten einsetzt, wie zum Beispiel die De Havilland Gipsy Moth, siehe oben ein Foto davon. Dieses versteigerte Model, Baujahr 1929, das im Film verwendet wurde, ist bis heute flugfähig und erreicht eine Geschwindigkeit von 170 km/h. Der in England gebaute Flugzeugtyp kam erstmals 1925 auf den Markt und wurde ein Verkaufsschlager, auch aufgrund des relativ günstigen Preises von damals 650 Pfund, was nach heutigen Verháltnissen etwa 40.000 Euro wären. Und die Gipsy Moth ließ sich gut fliegen: Der britische Flugpionier Alan Cobham probierte sie persönlich und flog damit an einem Tag von London nach Zürich – und zurück. Aber nicht jeder Pilot kam heil zurück: Wir wissen nicht ob Denys Finch Hatton, wie es im Film dargestellt wird, wirklich einfach eine Gipsy Moth kaufte und – ohne vorherige Flugerfahrung – schon am nächsten Tag damit losflog. Damals waren abenteuerliche Zeiten. Aber irgendwann erwischte es ihn. Sein Grab ist heute noch in den Ngong-Bergen von Kenia.

 

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Karen Blixen: ‘Jenseits von Afrika’ als Hörspiel von 2011 online Die BBC-Produktion Out of Africa. Mit Emma Fielding (als Karen Blixen), Tom Goodman-Hill (als Denys Finch-Hatton), Beru Tessema (als Kamante), Maynard Eziashi (als Farah), Sean Baker (Wilhelm), Sam Dale (als Bror), Iain Batchelor (als Emmanuelson), Sam Dale (als Berkeley), Jude Akuwudike (als Ismael). Bearbeitung: Judith Adams.Regie: Gaynor Macfarlane

Flugzeug  Aus dem Film Jenseits von Afrika (1985) Flugszenen mit Gipsy Moth / weitere Details über die De Havilland Moth in Wiki-Artikel / Foto: Meine Soundtrack-LP von John Barry für den Film von Sydney Pollack

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Des Weiteren Boris Pasternak: ‘Doktor Schiwago‘ als BBC-Hörspiel von 2007 online

Geheimtipp Radio Bremen Hörspiel Hildegard Knef: ‘So oder so’ von 2005 online

Mehr Ernest Hemingway: ‘In einem anderen Land‘ als BBC-Hörspiel online

Und Thomas Mann: ‘Lotte in Weimar‘ als DRS-Hörspiel online

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Illustrator Angela Barrett, who has done beautiful work for kid's books, also designed the 2013 Jane Austen stamp set

Der englische Postdienst Royal Mail hat gerade einen Jane Austen Briefmarken-Set herausgegeben. Die sechs Briefmarken zeigen Szenen aus jedem der sechs Austen-Romane. Das Design stammt von der Kinderbuch Illustratorin Angela Barrett. Wir hatten im Kinderzimmer auch ein schönes Buch das sie illustriert hat, nämlich The Ice Palalce von Angela McAllister. Wer jetzt einem Schreck bekommt und ruft: Die Kanzlerin hat den Schotten geheiratet! kann sich beruhigen, Angela McAllister ist eine englische Autorin. Um dass Heiraten geht es allerdings ausführlich in den Büchern von Jane Austen. Ihr weltberühmter Roman Stolz und Vorurteil feiert dieses Jahr sein 200. Jubiläum. Sicher auch ein Grund für den Briefmarken-Set. Wir finden ihn sehr gut gelungen, Angela Barrett hat einen zarten Stil der gut zu Austen passt. Die Royal Mail hat außerdem bekannt gegeben dass Briefe die von Chawton abgesendet werden, dem Dorf wo Jane Austen die letzten Jahre ihres Lebens verbrachte, einen speziellen Stempel mit einem Austen-Zitat erhalten. 
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Advertising in books got a bad name when Don Draper types in the 1950's discovered it as a path for the tobacco industry. But it was used for uncontroversial products long before that, going back to Charles Dickens. Is it such a bad idea?

Ich sammle alte Taschenbücher vom englischen Penguin Verlag und habe etwas gefunden das ich vorher noch nie hatte: Ein Buch mit Werbung. Und dabei handelt es sich nicht um irgendeinen Groschenroman sondern um den Klassiker, das Stück Pygmalion von George Bernard Shaw, weltbekannt durch die Verfilmung als My Fair Lady (1964) mit Audrey Hepburn. Es gibt auch ein schönes BBC-Hörspiel von 1994, Link folgt am Ende des Posts. Meine Ausgabe links im Bild ist von 1941. Das Buch hat einiges mitgemacht, ist aber für sein Alter von über 70 Jahren in gar nicht so schlechtem Zustand. Ein Grund warum ich meist Taschenbücher bevorzuge ist übrigens dass viele gebundene Bücher für mich einen kleinen Design-Fehler haben: Nämlich die Tatsache dass die eigentliche Design-Komponente sich meist nicht auf dem Buch selber befindet, sondern auf
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We like to check out old cars in movies and thought this one, appearing in a 1970 Swedish film of 'Pippi Longstocking' by Astrid Lindgren, would be an ancient Volvo or Saab. Turns out it's a 1948 Pontiac Silver Streak. Click link to see it as new

Wir checken gerne alte Autos in Filmen aus, und diese wundervolle Kiste im Lindgren-Klassiker ‘Pippi außer Rand und Band‘ (1970) hatte uns immer schon fasziniert. Wir waren voreilig davon ausgegangen dass es ein uralter Volvo oder Saab sein müsste. Aber das brachte uns auf die falsche Fährte. Wir checkten schon mal vor ein paar Jahren alle möglichen alten schwedischen Automodelle aus und kamen damit nicht weiter. Auch Google-Suchen wie ‘Fliegendes Auto in Pippi Langstrumpf Film‘ brachten nichts an Markennamen und wir ließen es irgendwann auf sich beruhen. Dann fanden wir vor ein paar Tagen ein schönes Bild von dem Film und erinnerten uns an die Auto-Suche. Wir waren gerade in Fuengirola, einer größeren Stadt hier an der Costa del Sol wo es besonders viele Skandinavier gibt, Urlauber sowohl als
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The Hatter (1865) by John Tenniel: Is there a link between Victorian art & literature and the alternative culture of the 60's and 70's? Maybe a sense that there was something weird, wonderful and slightly wrong abour the times they lived in

Im englischen Guardian gab es gerade eine Umfrage unter Schriftstellern, was ihre Lieblingskünstler für Bücherillustrationen seien? Auf solchen Listen taucht oft Sir John Tenniel auf der durch seine Zeichnungen für Alice im Wunderland (1865) berühmt wurde. Sein Bild vom Verrückten Hutmacher, links zu sehen, ist auch in Deutschland ziemlich bekannt, möglicherweise am bekanntesten dadurch dass die Figur tausendfach von Fans der Band Genesis auf deren Schallplatten gesehen wurde. Siehe unteres Foto. Genesis und der Designer Paul Whitehead schmückten Tenniels Hutmacher farblich etwas aus, setzten ihn in die Mitte von einigen bahnbrechenden Progrock LPs und machten aus der Figur erneut eine Ikone der Popkultur. Wir finden es bemerkenswert wie Geschichten und Figuren des 19. Jahrhunderts fast genau 100 Jahre später wieder aufgegriffen wurden. Auf Anhieb scheint die alternative Kultur der 60er and 70er Jahre, und dazu gehörten Genesis damals, nicht viel mit den Zeiten von Königin Victoria gemeinsam zu haben. Aber das gesamte LP-Cover und mehrere Liederstellen des Albums Nursery Cryme (1971) haben einen Bezug zu Victorias Epoche. Das sehr progrockige, musikalisch gewöhnungsbedürftige Lied The Return of the Giant Hogweed (YouTube Clip) erinnert an Horrorszenarien von H. G. Wells: Hier geht es um einen viktorianischen Forscher der aus dem russischen Marschland eine Pflanze nach England einführt die sich aus den königlichen Botanischen Gärten von Kew ausbreitet und bald ganz London im Griff hat. Hier ein Ausschnit vom Originaltext:

‘…Long ago in the russian hills, A victorian explorer found the regal hogweed by a marsh, He captured it and brought it home…Fashionable country gentlemen had some cultivated wild gardens, In which they innocently planted the giant hogweed throughout the land….’

It's certainly interesting how a hundred years after books like 'Alice's Adventures in Wonderland' (1865) Victorian imagery turns up again in the lyrics and artwork of Avant-garde rock albums by Genesis, for example 'Nursery Cryme' (1971)

Genesis waren keineswegs die einzigen die damals visuell und inhaltlich an Stoffe aus Viktorianischen Zeiten anknüpften. Auch andere Bands, wie Yes und Grateful Dead, verwendeten für ihre Poster und LP-Cover künstlerische Elemente des 19. Jahrhunderts. Literarische Themen, wie Alice’s Adventures in Wonderland, wurden sogar direkt in Liedertexten verwendet, wie in Jefferson Airplanes Rockklassiker White Rabbit, in dem mehrere Figuren der Geschichte namentlich erwähnt werden. Aber welche konkrete Verbindung könnten Hippies und Pop Art Designer der 1960er Jahre mit den 1860er Jahren, den Zeiten von Autoren wie Lewis Carroll, Charles Dickens und George Eliot haben? Für unsere Begriffe hat es etwas mit dem Entstehen von neuen Perspektiven zu tun. Zu beiden Zeiten, um die Mitte des 19. so wie etwa um die Mitte des 20. Jahrhunderts begannen Philiosophen, Künstler und Schriftsteller verstärkt über ihren persönlichen Horizont und über den gesellschaftlichen Status Quo hinauszusehen und hinauszudenken. Vielleicht auch weil sich zu diesen Zeiten eine Mittelklasse entwickelt hatte, der es finanziell überhaupt möglich war, sich mit irgendetwas anderem zu beschäftigen als dem wirtschaftlichen Überlebenskampf. Der erweiterte ‘Blick nach Außen’ eröffnete ein Bewusstsein fúr soziale Probleme, etwas das sicherlich auf Dickens und Eliot zutrifft. Und der erweiterte ‘Blick nach Innen’ eröffnete Fantasiewelten jenseits der Konventionen, etwas das zweifellos auf Lewis Carroll und Alice im Wunderland (1865) zutrifft. Auch in der alternativen Kultur der 1960er fand eine Erweiterung der Perspektiven statt, Aus einer verstärtken Introspektion entstanden zum Teil Psychedelia und der New Age Boom. Und ein erhöhtes Interesse an landes- und weltweitem Geschehen führte zu gesellschaftlichen Veränderungen, wie den Protesten gegen den Vietnamkrieg, und vielem mehr. Kunst und Literatur reflektieren die Zeiten in denen sie entstehen. In der Figur des Hutmachers,
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It's the birthday of Leo Fender (1909 - 1991) the inventor of the Stratocaster - and other guitar classics: We managed to make a photo of one of Keith Richards' Fender Telecasters.

Es ist der Geburtstag von Leo Fender (1909 – 1991), dem legendären Gitarrendesigner, und wir wollten zu Abwechslung mal nicht nur über seine berühmteste Gitarre, die Fender Stratocaster sprechen, sondern auch die von uns sehr verehrte Fender Telecaster erwähnen. Links im Bild ist eine Telecaster von Rolling Stone Keith Richards, wir machten das Foto bei uns an der Costa del Sol, im Hard Rock Cafe von Marbella. Eine rote Fender Telecaster war auch die erste richtige E-Gitarre die wir selber hatten. Sie ist momentan allerdings in England, in den Händen eines Freundes. Yes, we hope you’re looking after it. Die Telecaster ist vom Aussehen her etwas unauffálliger und auch technisch ein kleines bisschen simpler als die Stratocaster, aber für uns besticht die Tele gerade durch ihre schlichte Schönheit. Nur zwei Tonabnehmer und zwei Dreher, anstatt jeweils drei, wie die Stratocaster. Manche Leute leben ja nach der Devise: Less choice, less trouble. Im Vergleich zur Strat hat die Telecaster für uns einen etwas klareren und helleren Klang. Wogegen die Stratocaster unserem Empfinden nach ein größeres Spektrum an Obertönen produziert: perfekt für Lead-Gitarre, also fetzige Solos mit einem fetten, etwas unscharfen eher als kristallenen Klang. Die Stärke der Telecaster hingegen sehen wir etwas mehr in der Abteilung Rhythmus-Gitarre: Das muss keineswegs nur ein Schrummeln von Akkorden sein. Andy Summers von The Police, der jahrelang Telecasters benutzte, spielt zwar relativ wenige Solos, entwickelte aber aus aufgelösten Akkorden, also flüssig gespielten Sequenzen aus einzelnen Noten von Akkorden, einen sehr individuellen Klang, der zusätzlich durch Flange-Effekte verfremdet wird. So zum Beispiel in dem Lied Bring on the Night. Für uns ist die Telecaster übrigens eine der seltenen E-Gitarren die vom Aussehen her auch gut zu Frauen passt. Die schlanke Chrissie Hynde von den Pretenders können wir uns mit einer anderen Gitarre als einer dezenten Telecaster gar nicht vorstellen. Und tatsächlich scheint die Dame mit dieser Gitarrenmarke eine konstantere Beziehung gehabt zu haben als mit Männern. Findet sie Telecasters vielleicht zuverlässiger? Hier ist ihr Lied Back on the Chain Gang, mit typisch ‘kristallenem’
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Every picture tells a story: Über 500 Pubs in England heißen 'The Royal Oak'. Wir wollten wissen, warum?

Reklame kann auf interessante Weise künstlerische und sozialgeschichtliche Aspekte verbinden. Britische Pubs, die in etwa das Äquivalent von deutschen Kneipen oder Wirtschaften sind, haben eine Tradition von Schildern, oftmals sprichwörtlich Aushängeschildern die beidseitig und aufwendig bemalt sind. Die Schilder sind Prestigeobjekte, und professionelle Schildermaler arbeiten Tage oder auch mal eine Woche lang daran. Wirte legen Wert auf individuelle Gestaltung, deshalb sind bei bestimmten Pub-Namen die hundertfach vorkommen, die Schilder oft sehr verschieden. Ein kurzer Blick auf das Ergebnis der Google-Bildsuche für The Royal Oak zeigt dutzende Resultate, wobei auf Anhieb keins unserem Foto gleicht. Britische Pubs sind oft sehr gemütlich eingerichtet, fast wie Wohnzimmer, selbst hier bei uns an der Costa del Sol gibt es englische Pubs mit Kaminfeuern, Teppichen…manchmal sogar Sofas. Tatsächlich entwickelten sich britische Pubs aus den Wohnzimmern von Leuten die zuhause Bier brauten. Vor Hunderten von Jahren, als es noch keine Geschäfte gab die Bier in Flaschen verkauften, ging man in seiner Umgebung zu Leuten von den es sich herumgesprochen hatte dass sie
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The Avro 671 a.k.a. Cierva C.30 flown by James G. Weir. Curiously, there's a connection between Hitchcock's spy classic The 39 Steps (1935) and Ufo myths of the 50's

In Alfred Hitchcocks Verschwörungsklassiker Die 39 Stufen (1935) ist eine Szene die ich immer schon als faszinierendes Zeitdokument empfand. Nämlich die Filmsequenz vom Flug eines sehr frühen Hubschrauber-Prototyps. Ich bin gestern endlich mal dazu gekommen, den Namen und die Details von dem Gerät auszuchecken. Und erstaunlicherweise hat das handgemacht aussehende Fluggerät Avro 671, auch bekannt als Cierva C.30, eine Verbindung zu einem US-Geheimprojekt das in den 50er Jahren mit dem Avro VZ-9AV für Ufo-Legenden sorgte. Zudem war es für mich, als jemand der in Spanien lebt, interessant dass die ganze Avro-Geschichte mit einem spanischen Erfinder, nämlich Juan de la Cierva (1895 – 1936) begann. Der Spanier brachte sein Flug-Projekt, das er Autogiro taufte, zur Weiterentwicklung nach England. Das brachte ihm Pech, denn dort verstarb er als Passagier einer kleinen Douglas DC-2 bei einem Flugunglück. Das Projekt mit den Cierva-Luftfahrzeugen wurde daraufhin weitgehend von der britischen Firma namens A. V. Roe übernommen. Die Initialien des Gründers Alliott Verdon Roe begründeten den Firmennamen Avro. Im Jahr 1945 wurde das Familienunternehmen de facto zu der kanadischen Firma Avro Canada, und mit über 50.000 Angestellten im Jahr 1958 zu einem der größten Unternehmen der Welt. Damals, zu Zeiten des Kaltes Krieges, bot Avro Canada dem US-Militär das ‘UFO’ ähnliche Projekt Avrocar als eine Art ‘Fliegender Jeep’ an. Die Amerikaner übernahmen es als geheimes Militärprojekt. Die Dinger flogen wirklich. Aber nur schlecht. Und das Projekt wurde im Jahr 1961 beendet.

Ich persönlich glaube nicht die Bohne an außerdirdische Ufos – obwohl sie mir als Sci-Fi Fan nur zu gelegen kämen – aber ich vermute dass Gerüchte über Fliegende Untertassen maßgeblich auf dem Avro-Projekt beruhen. Ein Projekt dessen Anfänge kurioserweise in Hitchcocks Spionage-Klassiker Die 39 Stufen (1935) zu sehen sind. In der Filmszene wird die Figur Richard Hannay, die heute als Vorläufer von James Bond betrachtet wird, von Polizisten duch schottische Moorlandschaften gejagt, Dabei wird auch ein Avro Autogiro benutzt. Dass Hitchcock zum Einsatz der damals neuen und raren Proto-Hubschrauber inspiriert wurde, könnte damit zusammenhängen dass Teile der 39 Stufen in Schottland gedreht wurden. Und der Avro 671 wurde damals von James G. Weir, einem frühen Geschäftspartner der Cierva Autogiro Company, Ltd, gerade im schottischen Dalrymple, Ayrshire getestet. Vermutlich hat Hitchcock geahnt, dass eine Avro-Flugszene seinem Film eine zusätzliche historische Dimension verleiht, die selbst nach fast 80 Jahren immer noch einen Blick wert ist und Gesprächsstoff liefert. Für mich ist es zudem eine kleine Hommage an den Spanier Juan de la Cierva der eine bahnbrechende Rolle bei der Entwicklung von Hubschraubern spielte. Und auf Umwegen auch bei der Entwicklung von Ufo-Legenden.

 

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Info  Die Flugszene mit dem Cierva C.30A Avro auf YouTube, ab ca. 37:00 min. Spielzeit des Films. Als DVD ist deutschsprachig erhältlich. Blu-ray-Version enthält interessante Extras, Doku etc, ist aber nur auf Englisch

Die 39 Stufen als Hörspiel online Das BBC-Hörspiel The Thirty-Nine Steps. Mit David Rintoul (als Richard Hannay), Jimmy Chisholm (als Clive), Michael Elder (als Sir Walter Bullivant), Crawford Logan (als Sir Harry), David McKail (als Sir Edmund Appleton), Alexander Morton (als Franklin Scudder), Sandy Neilson (als Sergeant Major), John Shedden (als Frank) u. a. Produktion von 1989

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