Kulturmagazin

Lieber Leser!

Wir schreiben über unsere Lieblingsthemen aus der Welt der Literatur, Film, Kunst und Musik. Öfters gibt es auch mal Fotos, Anekdoten & Ansichten aus unserem geliebten Gastland: Andalusien, der südlichsten, manche würden sagen, schönsten Region Spaniens. Auf der Startseite finden Sie unsere aktuellen Blogbeiträge und Artikel. Falls Sie mal länger Zeit haben und mehr über unsere Themen lesen wollen, köinnen Sie auch unsere umfangreichen Feature-Artikel auschecken. Wir hoffen dass Sie unser Netzmagazin informativ und unterhaltsam finden. Ein Gruß von der Redaktion!

Tag: Design

Marianne walking away? - Maybe she's on a holiday! It's a curious fact that before the 1969 Moon landing few LPs had Sci-Fi-themes. Then came many. In the blog: A chronological look at covers from 5 decades: Jazz, Prog, Metal & Krautrock

Links im Bild, eine alte Vinyl-LP von dem Album Boston (1976), mit dem Klassiker More than a Feeling. Eine spanische LP mit Eigenheiten die im nachfolgenden Foto von der LP-Rückseite zu sehen sind. Was die Vorderseite anbelangt, sehen erstaunlich viele Leute bis zum heutigen Tag nur Raumschiffe auf dem Cover – und nicht die fliegenden Gitarren. Wenn das bei Ihnen der Fall ist, haben sie damals vielleicht ein paar zu viel geraucht. Oder nicht genug geraucht! Jedenfalls ist es ein starkes Cover von dem renommierten Designer Roger Huyssen, der auch Filmposter, Titelbilder für Time-Magazin und Werbekampagnen für IBM designte. Boston waren nicht die ersten mit einer Sci-Fi-Thematik auf dem Cover. Der Trend begann Ende der 60er, Anfang der 70er Jahre, vermutlich inspiriert von der Mondlandung im Juli 1969 und
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Trees are among the most frequent images on LP covers, especially in the 60s and 70s, inspired by the 'back to nature' zeitgeist. In the blogpost: 25 examples incl. Dylan, Stones, Krautrock, Metal. Plus 2016 tour dates for Wishbone Ash

Links im Bild das Album Pilgrimage (1971) von Wishbone Ash. Ein einfaches aber originelles Design von der Firma Hipgnosis, die auch viele Cover für Bands wie Pink Floyd und Zeppelin gestaltet hat. Nachfolgend im Artikel ist die aufgeklappte Gatefold-LP und die These dass Bäume das häufigste Motiv von Plattenhüllen der 60er und 70er Jahre sind. Es gibt Hunderte. Nachfolgend eine Auswahl von 25 LPs von Leuten wie Dylan, Neil Young, Stones, Beatles, Jethro Tull, Tangerine Dream etc. Außerdem Infos über Wishbone Ash, die zur Zeit auf Tour in Europa sind. Die Häufigkeit von Bäumen auf LPs fällt auf Anhieb nicht unbedingt auf, weil sie oft nur Hintergrund oder Rahmen für Fotos von den Musikern sind. Die Baum-Motive könnten etwas mit dem Back to Nature Zeitgeist der Hippie-Epoche zu tun haben, jedenfalls
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The cover of Floyd's album Ummagumma (1969) features the so called Droste effect, the picture within the picture. We look at it's occurrence in art, advertising...and other Floyd LPs

Das Doppelalbum Ummagumma (1969) ist musikalisch sehr experimentell, hat Elemente von Musique concrète und Stockhausen. Pink Floyd waren damals fast noch ein Geheimtipp, nicht die Stars die sie mit Dark Side of the Moon (1973) werden sollten. Wir haben endlich eine Vinyl-LP gefunden und werfen einen genaueren Blick auf das Design das im LP-Format viel besser zur Geltung kommt als auf CD. Es ist ein aufklappbares Gatefold-Album. Auf Innen- und Rückseite sind viele interessante Sachen zu entdecken, so wie Pink Floyds gesamtes Musik-Equipment, die Roadcrew…und Roger Waters’ damalige Ehefrau. Anhand von Band-Biografien, haben wir auch Infos über die Foto-Location und die Entstehung des Albums. Die LP-Vorderseite basiert auf dem Droste-Effekt, so nennt
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Our vinyl LP of the debut album Black Sabbath (1970). On the cover is a mysterious lady at Mapledurham Mill by the Thames in Oxfordshire. Open to visitors. The scene by the lake was inspired by a Henry James novel and 1961 movie adaption

Wir lieben Vinyl-LPs mitunter wegen dem Design-Potential des Formats, eine Gatefold-LP ist aufgeklappt kaum kleiner als die Mona Lisa. Das Debütalbum Black Sabbath (1970) ist eins dieser Cover auf denen es viel zu entdecken gibt, Auch eine interessante Hintergrund-Story. Wir haben Infos dazu die noch nicht im Internet stehen. Dass die Foto-Location die 500 Jahre alte Wassermühle Mapledurham war – übrigens immer noch aktiv und für Besucher geöffnet, siehe Foto – ist ganz gut bekannt, es steht in Wikipedia. Wir wollten mehr wissen und fanden in einem alten Musikmagazin ein Interview mit dem Mann der das Foto machte und für die Gesamtgestaltung des LP-Covers verantwortlich war. Der Name Keef auf dem Cover ist ein Pseudonym, der echte Name ist Keith MacMillan, er machte auch die Covergestaltung für die zwei Sabbath-Alben
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We took part in Record Store Day by going out and finding an album by the psychedelic folk group The Incredible String Band. The LP Cover is from Simon & Marijke, a.k.a.The Fool, who also did stuff for Clapton and the Beatles

Wir schrieben neulich über Record Store Day und nahmen Teil indem wir am Samstag eine schöne Vinyl-LP aufspürten und kauften. Links im Bild, das Album 5000 Spirits or the Layers of the Onion (1967) von der psychedelischen Folkgruppe The Incredible String Band. Eher ein Geheimtipp aber sehr einflussreich. Die Band spielte in Woodstock und zählte Leute wie Led Zeppelin und Kult-DJ John Peel zu ihren Fans. Das LP-Cover von 5000 Spirits, von einem Design-Team namens The Fool, ist ein gutes Beispiel für den Zusammenhang von Vinyl-LPs und Albumcover-Design. Die großzügige Fläche von Schallplattenhüllen, sechs mal so groß wie CD-Cover und, im Fall von aufklappbaren Gatefold-LPs, kaum kleiner als die Mona Lisa, inspirierte Künstler wie Andy Warhol, sich dem Design von Plattenhüllen zu
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Nice pic. Clapton also has an LP cover with a dog. Remember which one ? We check out 15 of the best album covers with man's and musician's best friend. Encompassing Jazz, Folk, Metal and TV music, as well as Rock. Plus some dog info

Wir fanden ein schönes Foto von Eric Clapton mit Hunden, vermutlich vom Ende der 60er oder Anfang der 70er Jahre in seinem ländlichen Haus Hurtwood Edge im Dorf Ewhurst in der Grafschaft Surrey wo er Layla und viele andere Lieder schrieb. Dabei erinnerten wir uns an ein Clapton-Album mit Hundemotiv und kamen auf die Idee, dies ein paar andere LP-Cover mit Hunden auszuchecken. Es gibt ziemlich viele, man ist fast geneigt zu sagen dass Musiker eine besondere Affinität zu unseren vierbeinigen Freunden haben. Es gibt jedenfalls mehr Hunde- als Katzencover. Folgende 15 sind eine kleine Auswahl bei der wir auf musikalische Abwechslung, nicht nur aus den Bereichen Rock und Pop sondern auch Jazz, Folk, Metal und Filmmusik Wert legten. Eine der eher wenigen Bands aus den 80ern die wir vermissen, sind die alternativen Gitarrenrocker
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The new Floyd album The Endless River (2014) had pretty good reviews, though some people found the cover image bland. By contrast, we look at the fairly ominous Battersea Station cover of Animals (1977) and the stories behind it

Pink Floyd haben gerade ein neues Album veröffentlicht. Es klingt auf Anhieb ganz gut und wird zukünftig rezensiert. Aber ich wollte heute etwas über LP-Design von Pink Floyd schreiben. Speziell über ein Cover, links, zu dem es eine interessante Story gibt. Ich kam darauf weil das Cover des Albums The Endless River (2014) mehrfach kritisiert wurde: das neue Cover sei klischeehaft, kitschig etc. Ich finde es eigentlich ganz OK, aber LP-Cover die komplett am Computer designt werden, können im Vergleich mit Fotos tatsächlich etwas steril wirken. Das Foto für das Floyd-Album Animals (1977) wurde zwar nachbearbeitet, hat aber die eindrucksvolle, authentische Atmosphäre eines Zeitdokuments. Die Design-Firma Hipgnosis arbeitete oftmals tagelang an ungewöhnlichen Locations um Fotos für LP-Cover zu machen. Schon das Motiv an
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East of the Sun, West of the Moon (1914). We found a nice old book of Norwegian fairy tales. 25 illustrations by Kay Nielsen who later worked with Disney. There's a low budget but cute kid's movie adaption from Norway. Check the clip, with a good song, Flowers for a Ghost by US rock band Thriving Ivory

Ich sammle Kinderbücher und habe diese Woche etwas Schönes gefunden, ein hundert Jahre altes Buch mit norwegischen Sagen namens East of the Sun and West of the Moon. Es gibt auch ein BBC-Hörspiel, Link folgt am Ende des Posts. Das Buch diente als Inspiration für Tolkien, der den Titel sogar wörtlich in einem Lied in Herr der Ringe zitierte. Einige Leser werden den Namen vielleicht auch als Albumtitel und Lied von A-ha erkennen. Ich habe die norwegische Verfilmung Der Eisbärkönig (1991) zuhause im Regal stehen, merkte ber erst heute Morgen, als ich für den Blogpost ein paar Infos auscheckte, dass der Film auf diesem Märchenbuch Östlich der Sonne, westlich vom Mond beruht. Der Eisbärkönig wirkt wie ein DDR-Kinderfilm, was nicht böse gemeint ist, lediglich ein relativ bescheidenes Budget, wettgemacht mit viel Enthusiasmus, z. B. Menschen in Tierverkleidung anstatt teuren Computertricks etc. Ich fand auf YouTube einen Clip zusammen mit einem guten Lied von einer Rockband. Dabei bekommt man eine Vorstellung davon dass der Stoff sich für eine große Produktion à la  Maleficent: Die dunkle Fee (2014) eignen würde. Vor Jahren war schon mal so etwas was in Arbeit, gleich mehr dazu. Hier erst mal der Filmclip.
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People asked us about the pic in the top corner of the website. It's a Roman theatre we visited in Mallorca a while back. Carved into rock, which is rare. We liked the sunlight playing on it. 'All the world's a stage...'. The Roman city of Pollentia is on the outskirts of Alcúdia in the north of the island

Jemand fragte uns nach dem Foto oben rechts auf der Website. Es ist von Pollentia, einer über 2000 Jahre alten römischen Stadt am Rand von Alcúdia im Norden von Mallorca. Wir waren vor ein paar Jahren dort, es it eine schöne Gegend. Uns gefiel die Art wie die Sonnenstrahlen auf den Ruinen zu spielen schienen. Das Theater aus dem 1. Jhr. ist ungewöhnlicherweise aus dem Fels gemeißelt und bot einst Platz für für zweitausend Zuschauer. Dabei dachten wir an die Shakespeare-Zeile ‘Alle Welt ist eine Bühne…’. In anderen Worten: Menschen kommen und gehen. Man könnte hinzufügen: Kulturen kommen und gehen. Die Römer waren immerhin 600 Jahre in Spanien, von 218 v. Chr. bis ins frühe 5. Jahrhundert, als die sog. Vandalen kamen. Die Westgoten hielten sich 300 Jahre lang. Bis sie Anfang des 8. Jhr. von den Mauren abgelöst wurden. Der Stadtname Alcúdia, wo die Ruinen von Pollentia sind, stammt von Al-Qudya, arabisch für Auf dem Hügel. Auf dem spanischen Festland blieben die Mauren bis zu den Zeiten von Kolumbus, als im Jahr 1492 die Katholischen Könige die Macht übernahmen. Vor kaum mehr als fünfhundert Jahren. Das ist Spanien. Mehr als in manchen anderen Ländern wird man hier, aufgrund der fast allgegenwärtigen Präsenz von Errungenschaften und Ruinen verschiedener Kulturen, daran erinnert dass man immer nur einen Augenblick in einer langen Geschichte miterlebt.

 

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Und Beim Ende der Olivenernte in der Sierra Blanca

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Wow! Black turtlenecks got a boost after this movie. I also love the jazzy soundtrack by Lalo Schifrin...and everything. Above, my DVD of the Steve McQueen classic Bullitt (1968), edition with extras like audio commentary by director Peter Yates

Hörspiel online mit renommierten Sprechern wie Jason Isaacs, der u. a. Lucius Malfoy in den Harry Potter Filmen spielte. Hier ist er in der Titelrolle von ‘Bullit’. Wobei er im Hörspiel, das sich an die Romanvorlage hält, Lieutenant Clancy heißt. Auch der Handlungsort wurde wieder nach New York verlegt. Ansonsten ist die Story ziemlich ähnlich. Link fürs Hörspiel folgt am Ende des Posts. Im Foto, meine DVD von der Verfilmung Bullitt (1968). Steve McQueen auf dem Cover mit ikonischen Accessoires wie dem Schulterholster und dem schwarzen Rollkragenpullover – der nach dem Film schwer in Mode kam. Vom Ford Mustang ganz zu schweigen. Es ist einfach ein Klassiker der als Krimi, obendrein mit einem coolen, jazzigen Soundtrack von Lalo Schifrin, fast ohnegleichen ist. Story: Lieutenant Frank Bullitt (bzw. Clancy) soll einen Mann beschützen,
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H. R. Giger (1940-2014) designed an elaborate fold out LP-cover for the prog rock band Emerson, Lake and Palmer in 1973. From their biography, below, we gather that Giger had previously seen them play at the Zürich Hallenstadion in April '73. He was a fan of the band and they visited his house

Bevor H. R. Giger (1940-2014) durch seine Arbeit an dem Sci-Fi Film Alien (1979) berühmt wurde, machte er ein aufwendiges LP-Cover für die Band Emerson, Lake & Palmer, siehe unsere Vinyl-LP auf dem Foto. Er designte auch das runde ELP Logo das ihr Markenzeichen wurde und bis heute von der Band benutzt wird. Auf der ELP-Biografie im unteren Foto zu sehen, besser wenn man es durch Anklicken vergrößert. Unten ist das Cover wie man es im Plattenladen sieht. Auf dem Foto oben ist es halb aufgeklappt. Das Gesicht auf dem Bild basiert auf Gigers damaliger Freundin Li Tobler. Da Giger vor Kurzem gestorben ist, wollten wir in der ELP-Biografie ein paar Details über seine Zusammenarbeit mit der Band auschecken. Er war anscheinend schon vor dem LP-Cover ein Fan der Band, hatte sie am 15. April 1973 im Hallenstadion von Zürich gesehen. Der ELP-Keyboarder Keith Emerson hatte seinerseits schon vorher Bilder von Giger gesehen und wollte ihn für das nächste Album der Band engagieren. Er fand dass Gigers ominöser Stil zur Musik der Band passte. Bis auf wenige Ausnahmen, vielleicht auf Liedern wie Lucky Man, war ELP keine besonders romantisch klingende Band á la Yes und Genesis. ELP hatten oft einen stakkatohaften, jazzigen, harschen Klang, wobei Keith Emersons Experimente mit frühen Moog Synthesizern und sein aggressiver Hammond Organ Sound eine Rolle spielten. Das gegenseitige Interesse von Giger und ELP ist also nachvollziehbar. Emerson kam nach dem Zürich-Konzert auf Besuch in Gigers Haus. Emerson sagt, es sah von außen unspektakulär aus.
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'Plowmen dig my earth... ': Robert Ransome's discovery of chilled cast iron changed agriculture. These ploughs were extremely hard, could be mass-produced from a mould. There's a nice old saying from Wales: 'The best crooked thing in the world is the crooked handle of a plough'.

Werbung von 1889. Die Firma Ransomes baute 200 Jahre lang, ab 1789, landwirtschaftliche Geräte, vor allem Pflüge. In England sehr bekannt unter Leuten die auf dem Land gelebt haben. Pflüge sind faszinierende Werkzeuge, vor allem wenn man sie mal in Aktion gesehen hat. Wir haben ein modernes Bild hinzugefügt das zeigt wie ein Pflug die Erde umwendet. Man muss vielleicht einmal ein Stück Erde mit dem Spaten umgegraben haben um schätzen zu wissen was für eine Arbeitserleichterung ein Pflug ist. Nicht nötig für kleine Gärten, aber für Felder. Wobei man dazu noch einen Traktor oder, wie bis etwa 1920 üblich, Pferde brauchte um den Pflug zu ziehen. In verschiedenen Formen gibt es Pflüge in Europa schon seit über 6000 Jahren, der älteste Fund bisher stammt aus Luzern in der Schweiz. Das Wort Pflug hat Verbindungen zu uralten indoeuropäischen Worten wie pelem, was graben bedeutet. Der Pflug hatte einen enormen Einfluss auf die menschliche Kultur, den Wechsel von der Hand in den Mund Existenz der Jäger und Sammler. Größere, stabile Gemeinschaften konnten nur durch regelmäßigen Nahrungsmittelanbau entstehen. Auf harter Erdoberfläche können Pflanzen, wie z. B. Getreide weder gesät werden, noch gedeihen. Sie müssen in den Erdboden hinein und die Erde muss aufgelockert werde. Zudem beseitigt der Pflug Unkraut das mit der Nutzpflanze konkurriert und beim Pflügen sprichwörtlich unter die Erde gebracht wird. Selbst noch im 19. Jahrhundert hatten technische Weiterentwicklungen von Pflügen große gesellschaftliche Veränderungen zur Folge. So konnten zum Beispiel riesige Präriegebiete in Amerika erst richtig besiedelt werden als es neue Arten von Pflügen gab die den harten Prärieboden bewirtbar machen konnten. Ein Schmied namens John Deere erfand
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Our son asked what a tape recorder was? We looked through some hi-fi and design related book and mags. We liked this one best, the Braun TG 60. Apparently it inspired an Apple app

Eins unserer Kinder fragte uns neulich, was ein Tonbandgerät sei? Genauer gesagt, las er in einem spanischen Buch das gängige Wort magnetófono, das weniger selbsterklärend ist als das deutsche Wort, das mit Kombination von Ton, Band und Gerät ein gutes Wort ist. Wir haben zwar noch einen Kassettenrecorder, für alte Hörspiele und so, aber leider kein Tonbandgerät, deshalb blätterte ich in ein paar Büchern und Magazinen zum Thema Hi-Fi und Design und fand das Foto links. Das Gerät ist schön und zudem übersichtlich genug, um einem Kind zu erklären: hier sind die Spulen die das Tonband durch die Tonköpfe laufen lassen, hier sind die Schalter zum vorspulen, anhalten etc. Später checkte ich aus eigener Neugier noch weitere Details zum Braun TG 60, Baujahr 1965, aus und stellte erfreut fest dass dies eine kultige Maschine ist die sogar von der Firma Apple in einer kleinen Hommage geehrt wurde. Und zwar im Look von einer Apple Podcasts App, unten im Bild. Es ist nur eine Andeutung, aber die virtuelle Bedienungsfläche der App zeigt nicht ein beliebiges Tonbandgerät sondern hat Merkmale vom Braun TG 60. Siehe folgendes Bild.
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We saw a nice old Mustang at the harbour the other day. We don't usually go for sleek angles but if you stepped back any further you'd be in the water. In the second part of the blogpost are more songs, pics and also a good movie with a Mustang

Wir sahen vor ein paar Tagen einen schönen alten Ford Mustang, ein 1965 Hardtop. Das sieht man bei uns in Spanien ziemich selten, einfach so am Hafen geparkt. In mediterranen Luxushäfen stehen sonst eher Ferraris, Lamborghinis, Hummer Geländewagen und ähnliche protzige Wagen herum. Der Ford Mustang war und ist preislich nicht annähernd in der selben Liga aber wir schätzen er hat eine größere Fan-Gemeinde als alle drei obengenannten Marken zusammen. Schwer, genau zu sagen warum bestimmte Autos zum Kult werden und andere lediglich zum Statussymbol. Aber der Mustang war ein erschwinglicher Sportwagen der verdammt gut aussah. Auch heute noch. Wir mögen eigentlich nicht so utra schnittige Perspektiven wie im Foto links, aber mit einem Schritt weiter zurück wären wir im Hafenwasser gelandet. Der Ford Mustang wurde auch in ein paar starken Liedern verewigt, etwas das viel seltener bei Luxusmarken der Fall ist. Im Endeffekt liebt die Popkultur immer eher den working class hero als den Jetset-Yuppie. Der Klassiker zum Thema ist für uns das Lied Mustang Sally von Wilson Pickett, siehe YouTube Clip.
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Nothing like the British quality press to keep the little grey cells working down on the beach, is there? Yesterday in the St. Cleve Chronicle Ieven found a vinyl LP by Jethro Tull in it. Ian Anderson & company are performing the classic 1972 album live this weekend, Sunday 30. June 2013, Royal Albert Hall

Am Strand gibt es nichts schöneres als eine Zeitung – mit Qualitäts-Journalismus versteht sich! – um die kleinen grauen Zellen auf Trab zu halten. Gestern fand ich im St. Cleve Chronicle sogar eine Vinyl-LP von Jethro Tull. In der Tat: Ian Anderson & Co. spielen den 1972 Albumklassiker Thick as a Brick live dieses Wochenende in Londons Royal Albert Hall. Im August übrigens auch in Deutschland, wobei das Konzert-programm dort als Best of Jethro Tull betitelt ist. Vielleicht weil in Deutschland Tull-Alben wie Aqualung etc. etwas bekannter sind. Egal, ich bin sicher dass bei deutschen Konzerten ebenfalls einiges von Thick as a Brick dabei sein wird. Es ist ein Tour mit über 50 Dates, in Österreich, Holland, Finnland, Dänemark, Italien, Tschechien, Russland, Kanada, Amerika u. a. Ich persönlich habe Jethro Tull, heutzutage meist Sänger und Liederschreiber Ian Anderson plus seine
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Alright, anything with Cary Grant in it looks good, but the Isetta was an influential little vehicle. A forerunner of the Mini and Smart car. In fact, I think the Isetta 300 was an inspiration for the BMW i3 Concept starting 2013. See YouTube clip below

Schönes Foto von Cary Grant 1957 in New York, in einer BMW Isetta 300. Wäre ich Robert Langdon, Professor für Ikonologie und Symbologie, würde ich sagen dass die ersten drei Zeichen B und I und 3, darauf hindeuten dass der futuristische BMW i3 der gegen Ende 2013 Verkaufsstart hat, eine Hommage an die Isetta ist, und dass Dan Brown ein interessantes Thema verpasst hat. Das Foto wurde damals natürlich für Werbezwecke gemacht, ist aber nichtsdestotrotz genial. Ich vermute dass eine amerikanische Werbeagentur sich überlegte, wie man ein Auto das überhaupt nicht dem US-Autostil der 50er Jahre entsprach, cool und bekannt machen könnte? Und Hut ab, das ist den Leuten von Madison Avenue bestens gelungen. Das Foto sieht immer noch gut aus. Gleichzeitig verdeutlicht es, was für ein zeitloses Format Cary Grant hat. Ich schätze, dass manch anderer damaliger Filmstar diesen Engagement abgelehnt und lieber für einen protzigen Schlitten geworben hätte. Cary Grants intelligente, humorvolle Art nimmt gelassen in Kauf, dass die Isetta nicht besonders viel Raum aber dafür Originalität und Sparsamkeit bietet. Nach heutigem Standard mag die Isetta 300 technisch viel zu wünschen übriglassen, aber das Konzept, oder sogar das Concept, um auf den BMW i3 zurückzukommen, war innovativ und einflussreich. Die Isetta war ein Vorläufer von Autos wie dem englischen Mini, der erst drei Jahre nach der Isetta startete, und so gut wie jedem Kleinwagen bis zum heutigen Smart von Swatch-Mercedes. Die Bayern waren zuerst da. BMW nahmen mit dem Isetta-Konzept, obwohl es ursprünglich aus Italien kam, ein großes Risiko auf sich. Soweit ich weiß, war mit der Isetta damals kein großes Geld zu verdienen. Der Wagen war seiner Zeit zu weit voraus, Sprit war billiger und die 60er Jahre eher auftrumpfend als sachlich. Dass so ein einsamer Kämpfer gegen Konsumwahn wie die Isetta (1955-1962) im Laufe der Jahre kultig wurde, ist klar. Schon 1987 verewigte die englische Electronic-Band Depeche Mode die Isetta 300 in ihrem Video für Never let me Down Again. Link folgt. Die Isetta rollt hier etwa eine Minute nach Liedbeginn aus einer Holzscheune heraus und durch Wald und Feld: ‘I’m taking a ride with my best friend…’ singen ernst dreinblickende junge Männer dazu. Das bringt Erinnerungen zurück: Popkultur versuchte sich in den 80ern gezielt vom Hippie-Image der 70er Jahre abzugrenzen. Vielleicht weil ein Gefühl herrschte dass die großen alten Cadillacs der Hippies im Graben gelandet oder hoffnungslos durchgerostet waren. Das wird dem BMW i3 mit Carbon-Karosserie nicht so leicht passieren. Weitere technische Details und ein gut aussehendes BMW-Promotionsvideo mit dem Lied Perfect World von der US-Band Gossip nachfolgend.

 

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Car-Info Das BMW-Video auf YouTube / ein deutscher Wiki-Artikel über den BMW i3 Concept /  ein Artikel über die BMW Isetta bei Wikipedia und ein privater Autobastler-Clip von einem amerikanischen Isetta-Fan

Radio-Dokumentation Die SWR-Sendung ‘BMW stellt im Jahr 1955 die Isetta vor’ (2019). Länge 4:01 Min.

Musik-Info Das Lied Never Let me Down Again von Depeche Mode, mit Video in dem eine Isetta auftaucht

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Avenita Kulturmagazin

Advertising in books got a bad name when Don Draper types in the 1950's discovered it as a path for the tobacco industry. But it was used for uncontroversial products long before that, going back to Charles Dickens. Is it such a bad idea?

Ich sammle alte Taschenbücher vom englischen Penguin Verlag und habe etwas gefunden das ich vorher noch nie hatte: Ein Buch mit Werbung. Und dabei handelt es sich nicht um irgendeinen Groschenroman sondern um den Klassiker, das Stück Pygmalion von George Bernard Shaw, weltbekannt durch die Verfilmung als My Fair Lady (1964) mit Audrey Hepburn. Es gibt auch ein schönes BBC-Hörspiel von 1994, Link folgt am Ende des Posts. Meine Ausgabe links im Bild ist von 1941. Das Buch hat einiges mitgemacht, ist aber für sein Alter von über 70 Jahren in gar nicht so schlechtem Zustand. Ein Grund warum ich meist Taschenbücher bevorzuge ist übrigens dass viele gebundene Bücher für mich einen kleinen Design-Fehler haben: Nämlich die Tatsache dass die eigentliche Design-Komponente sich meist nicht auf dem Buch selber befindet, sondern auf
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2013 marks the 150th anniversary the London Underground. As much as practical, many stations are beautifully designed

Die älteste U-Bahn der Welt wurde im Januar 1863 eröffnet und feiert dieses Jahr ihr 150. Jubiläum. Ich bin früher öfters mal auf der London Underground gefahren, habe gute Erinnerungen daran. Fahrten von Jugendherbergen oder Bed & Breakfast in Richtung Britisches Museum und dergleichen. Die Röhre, the tube wie sie oft genannt wird, ist nicht nur praktisch sondern hat trotz ihrer monumentalen Größe etwas an Stil und Persönlichkeit, vielerorts sogar an Schönheit aus vergangenen Epochen erhalten. Vom Design her gefallen uns besonders die Elemente die von der Jahrhundertwende stammen. Man könnte das vielleicht Jugendstil nennen, aber der Look von Londons U-Bahnstationen ist hauptsächlich von einer englischen Künstlerbewegung namens
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Every picture tells a story: Über 500 Pubs in England heißen 'The Royal Oak'. Wir wollten wissen, warum?

Reklame kann auf interessante Weise künstlerische und sozialgeschichtliche Aspekte verbinden. Britische Pubs, die in etwa das Äquivalent von deutschen Kneipen oder Wirtschaften sind, haben eine Tradition von Schildern, oftmals sprichwörtlich Aushängeschildern die beidseitig und aufwendig bemalt sind. Die Schilder sind Prestigeobjekte, und professionelle Schildermaler arbeiten Tage oder auch mal eine Woche lang daran. Wirte legen Wert auf individuelle Gestaltung, deshalb sind bei bestimmten Pub-Namen die hundertfach vorkommen, die Schilder oft sehr verschieden. Ein kurzer Blick auf das Ergebnis der Google-Bildsuche für The Royal Oak zeigt dutzende Resultate, wobei auf Anhieb keins unserem Foto gleicht. Britische Pubs sind oft sehr gemütlich eingerichtet, fast wie Wohnzimmer, selbst hier bei uns an der Costa del Sol gibt es englische Pubs mit Kaminfeuern, Teppichen…manchmal sogar Sofas. Tatsächlich entwickelten sich britische Pubs aus den Wohnzimmern von Leuten die zuhause Bier brauten. Vor Hunderten von Jahren, als es noch keine Geschäfte gab die Bier in Flaschen verkauften, ging man in seiner Umgebung zu Leuten von den es sich herumgesprochen hatte dass sie
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Beyond Retro: The 60's just never ended at Ikea. Our photo: Part of the Ikea showrooms in Mälaga, January 2012

Wir mögen Ikea ganz gerne und waren neulich in der Málaga-Niederlassung. Früher musste man von der Costa del Sol fast 2 Stunden bis nach Sevilla fahren um Ikea zu besuchen – was wir tatsächlich ein, zwei Mal taten – also ist es gut, den Laden hier in der Nähe zu haben. Das Clevere an Ikea ist ja dass es mehr ist als nur ‘Möbel kaufen‘ gehen. Es ist fast wie ein Ausflug, insofern dass das Ganze sehr kunden- und kinderfreundlich konzipiert ist. Wir kennen nicht die Verkaufszahlen von Málaga, aber der Laden scheint immer gut belegt zu sein, manchmal sogar brechend voll. Wir vermuten, viele Leute gehen, genau wie wir, erstmal hin um im Ikea-Restaurant preiswert zu essen. Die Lachsrollen sind gut, und auch die Tatsache dass Getränkebecher kostenlos nachgefüllt werden können. Weil Getränkepreise andernorts so hoch sind, kann mit Kindern heute sonst kaum noch in ein Restaurant gehen. Die Sache ist: In dem Labyrinth das man beim Verlassen des Ladens durchqueren muss, findet man fast immer etwas das man ‘schon immer brauchte’. Genial. Und ehrlich gesagt sind die Sachen für den Preis auch ganz in Ordnung. Niemand erwartet dass Spanplatte für Jahrhunderte oder auch nur Jahrzehnte hält, aber heutzutage wechseln viele Leute sowieso alle paar Jahre die Einrichtung. Ähnlich wie man es mit Unterhaltungselektronik tut. Was das Design anbelangt, und worauf wir im Bildtext anspielen: Der Stil mag, wenn man die Möbel einzeln betrachtet, eine Art von modernem Funktionalismus sein. Das Gesamtbild hat jedoch einen gewissen 60er Jahre Look. Nicht so wie sich Hippies in den 60er Jahren einrichteten. Eher so wie Leute die damals schon etwas älter waren und Job und Familie hatten. Zweifellos die ewige Zielgruppe von Ikea. Leicht zu finden übrigens, etwas außerhalb von Mälagas Stadtzentrum, nicht weit vom Flughafen, mit einem riesigen Parkplatz der auch von anderen Geschäften umgeben ist.

 

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Radio-Dokumentationen Eine DW-Sendung über die erste Ikea-Filiale in Deutschland, die 1974 in Eching bei München eröffnet wurde. Und die Deutschlandfunk-Sendung ‘IKEA – 70 Jahre Wohngeschichte’ (2020) von Benjamin Weber. Anlässlich des Jubiläums hat Ikea alle bisher erschienenen Kataloge online gestellt

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Essen Pan con tomate: Traditionelles andalusisches Essen schnell gemacht

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Avenita Kulturmagazin

Keep on truckin' in 2012: AEC Routemaster in Andalusien

Wir hatten vor ein paar Tagen das Glück, einen Routemaster zu finden, siehe unser Foto. Ein Designklassiker mit großer Fan-Gemeinde den man normalerweise nur noch in Museen sieht. Der Doppeldecker der jahrzehntelang eins der berühmtesten Wahrzeichen von London war, fiel dem Rationalisierungswahn der 80er und 90er Jahre zum Opfer. Der Fehler des Routemasters, aus Sicht der Rationalisierer, war dass der Bus zwei Personen an Bord Arbeit gab: Einem Fahrer und einem Schaffner. Der Routemaster hat nämlich keine vordere Tür sondern eine offene Plattform – nützlich beim Mangel von Haltestellen im Stadtverkehr – zum  Ein- und Aussteigen am Ende des Busses. Dort passte der Schaffner auf und regelte die Fahrscheine. Das funktionierte bestens, bis jemand die Idee hatte dass Busfahrer zwei Jobs zugleich machen sollten. Ein Irrsinn. Als ob Fahrer nicht schon genug  Stress und Verantwortung am Hals hätten. Wir haben schon alle möglichen Szenen erlebt: Betrunkene, Leute die mit Fahrern über Bustarife streiten. Nur der Tatsache dass der knapp 10 Meter lange Routemaster mit seiner Aluminiumkarosserie ein sehr langes Leben hatte, ist zu verdanken dass die letzten dieser Modelle hier und da noch bis ins Jahr 2005 fuhren. Fantastisch, wenn man bedenkt dass der Routemaster nur von 1958 bis 1968 in Produktion war. Die heutigen monströs langen Gelenkbusse sind in London so unbeliebt dass mittlerweile an einer Rückkehr der legendáren Doppeldecker gearbeitet wird. Die ursprüngliche Design-Idee für den Routemaster war, einen Bus mit deutlich weniger Gewicht und dadurch geringerem Spritverbrauch und besserem Fahrverhalten zu bauen. Dabei wurden Konstruktionstechniken aus der Luftfahrt eingesetzt. Resulat: der Routemaster wog fast eine Tonne weniger als frühere Busse und hatte, mit 64 Passagieren, sogar mehr Raum. Die Firma AEC, die Associated Equipment Company existiert nicht mehr, aber der Routemaster ist eins jener britischen Designkonzepte die es schafften, ähnlich wie der Landrover und der Mini, Nützlichkeit und gutes Aussehen unter einen Hut zu kriegen.

Tune in, hop on...stay on: Der AEC Routemaster von innen

Was Popkultur anbelangt, ist ein Routemaste in grüner Ausführung im Beatles-Video Penny Lane, in dem John Lennon cooler aussieht als die Polizei erlaubt. Der Sänger von Blursteht in For Tomorrow auf der offenen Plattform eines Routemasters. Der Bus ist auch in Spielfilmen, wie in dieser dubiosen Klamotte von den Hammer-Studios: On The Buses (1971). Ja…sicher, für Wartungsarbeiten am Routemaster waren Blondinen in Miniröcken obligatorisch. Als wir obiges Prachtstück von einem Routemaster in der Landschaft stehen sahen, war eine Blondine zwar ausnahmsweise nicht in Sicht aber dennoch leuchteten unsere Augen auf wie ein Weihnachtsbaum.konnte nämlich, dank der offenen Plattform des Busses, sogar reingehen und die Fahrerkabine und das Oberdeck auschecken. Kein Zaun, kein Schild, kein Mensch und kein Rottweiler war da um uns davon abzuhalten. Vielleicht gehört der Routemaster ja zur Love & Peace Generation. Wir kamen sogar nochmal zurück und gaben der Sache etwas zusätzliche  Romantik, so á la Grateful Dead Live iin Europe, auf deren Cover der Bus auch zu sehen ist. Bei allen angeblichen und von Journalisten herbei geredeten und geliebten Apokalypsen, ist es eine exzellente Chance, Lesern diesen Neujahrsgruß zu senden: Keep on truckin’!

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Avenita Kulturmagazin

 

Wir sammeln Progrock-LPs und in Andalusien gibt es viele Flohmärkte und Secondhandläden wo man auf so was Jagd machen kann. Ist ja neu nicht mehr zu kriegen. Jedenfalls nicht dieses Album das heute wohl zu teuer zu produzieren wäre. Unsere neuste Beute ist der legendäre 3-LP-Set Yessongs (1973) der Progrock-Band Yes mit klassischem Cover-Konzept & Artwork des britischen  Kult-Designers Roger Dean. Die einfache Version, rechts, werden einige Prog-Fans besitzen. Haben wir auch schon lange, aber die Originalversion, links, ist viel seltener weil sie selbst damals, zu Glanzzeiten der Musikindustrie, zu sehr ins Geld ging und bald nur  noch in vereinfachter Form hergestellt wurde. Dabei ging eine ganze Doppelseite (das Bild Arrival, mit dem Fisch) verloren. Nach der ‘Full Monty’ Ausgabe hatten wir schon lange gesucht. Ein guter Tag. Endete allerdings mit Schweißausbrüchen bei der Arbeit, ein  zähes altes Preisschild (750 Pts.) abzulösen ohne das Cover zu beschädigen. Uff. Das ulkige bei spanischen LPs  der 70er ist dass die Lieder auf Spanisch gelistet sind, mit glorreichen Titeln wie Al Borde del Abismo, sonst bekannt als Close to the Edge. Herrgott, zum Glück zwang man die Musiker damals nicht dazu, auch noch auf Spanisch zu singen – wer sagt, Franco kannte keine Gnade? Ein Vorteil des spanischen Covers, oben links, ist dass es hochglanz statt matt ist und einen besseren Farbton hat, was auf dem Foto nicht erkennbar ist. Während wir CDs etc. gern online kaufen, sind wir bei alten LPs lieber persönlich vor Ort. Dies ist ein (zugegebenermaßen verrücktes) Hobby bei dem das Herumstöbern, quasi die Jagd, ein großer Teil vom Spaß ist. Kleiner Tipp dazu: Machen Sie keine Freudensprünge oder allzu großen Augen wenn Sie etwas seltenes finden, das treibt die Preise hoch!
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