Kulturmagazin

Lieber Leser!

Wir schreiben über unsere Lieblingsthemen aus der Welt der Literatur, Film, Kunst und Musik. Öfters gibt es auch mal Fotos, Anekdoten & Ansichten aus unserem geliebten Gastland: Andalusien, der südlichsten, manche würden sagen, schönsten Region Spaniens. Auf der Startseite finden Sie unsere aktuellen Blogbeiträge und Artikel. Falls Sie mal länger Zeit haben und mehr über unsere Themen lesen wollen, köinnen Sie auch unsere umfangreichen Feature-Artikel auschecken. Wir hoffen dass Sie unser Netzmagazin informativ und unterhaltsam finden. Ein Gruß von der Redaktion!

Tag: Andalusien

Where have all the flowers gone? A lot of them are here in Andalusia. We have April weather with some rain. But that makes the flowers even more ubiquitous. For some reason this view made us think of the classic Pete Seeger song

Die Blumen sind hier, klarer Fall. Frühling an der Costa del Sol ist in mancher Hinsicht die schönste Jahreszeit in Südspanien. Auch wenn wir diesen April ausnahmsweise mal richtiges Aprilwetter mit einigem Regen haben. Aber das fördert die Blumenpracht nur um so mehr. Bei diesem Anblick, bei einem Spaziergang am vergangenen sonnigen Karfreitag, kam uns merkwürdigerweise der alte Folksong ‘Where Have All the Flowers Gone? ‘von Pete Seeger (1919-2014) in den Sinn. Obwohl das Lied eigentlich über den Verlust von Blumen und, metaphorisch, den Verlust von Menschen sinniert. Vielleicht war es die Ambivalenz des Tages der auf Englisch Good Friday und auf Deutsch sinngemäß Trauriger Freitag heißt. Nun ja, für manche ist das Glas bekanntlich halb leer, und für manche
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At Málaga airport today we met the Irish metal band Gama Bomb. We saw these guys with guitar cases and asked where they play and what guitars they got (Jackson and Charvel). They're playing in the Andalusian city of Granada tonight. We can't make it but checked out a live clip on YouTube

Wir waren heute Morgen am Flughafen von Málaga und sahen zufällig diese fünf Typen mit Gitarrenkoffern. So etwas macht uns neugierig und wir fragten, von welcher Band sie sind und was für Gitarren sie spielen? Es waren nette Typen, sie zeigten uns kurz die Klampfen – von den Marken Jackson und Charvel. Mit solchen Themen kommt man bei Musikern immer ganz gut ins Gespräch. Wir hatten von dieser irischen Band namens Gama Bomb vorher noch nichts gehört, sind nicht die großen Metal-Spezialisten. Aber die Band hat schon vier Studioalben veröffentlicht und kann von ihrer Musik leben. Sie spielen heute Abend in Granada, eine der schönsten Städte hier in Andalusien, knapp eineinhalb Stunden Fahrt von Málaga. Wir haben dort schon einige Konzerte gesehen, u. a. Bob Dylan, aber schaffen es heute Abend nicht dorthin zu kommen. Wir haben die Band auf YouTube ausgecheckt. Einige ihrer Sachen haben über 300.000 views. Wie klingt die Musik? Thrash Metal ist laut, schnell, aggressiv. Ein Einfluss auf Gama Bomb ist offensichtlich Nuclear Assault, oben im Foto trägt Bassist Joe ein T-Shirt von der Band. Auf einem anderen T-Shirt meinen wir ein Logo von Black Sabbath zu erkennen. Nachfolgend, ein Live-Clip, der Gitarrist mit der schwarzen Jackson Gitarre hat uns ein Plektrum geschenkt das wir in Ehren halten werden.

Weitere Infos  Ein Live-Clip auf YouTube und ein Wiki Artikel über die Metal-Band Gama Bomb

 

Here on the Costa del Sol, after 5 min. drive inland you're in the sticks. Farms, cows, horses...we thought we'd landed at Shiloh Ranch and expected the Virginian come riding around the corner and tell us to not to frighten the cows. No problem!

Wir sind gestern Nachmittag von der Küste aus ein paar Kilometer landeinwärts gefahren, man ist hier in Andalusien in sprichwörtlich fünf Minuten in ländlichen Gegenden mit Pferden, Feldern, Kühen. Man hat das Gefühl dass man auf der Shiloh Ranch gelandet ist. Als wir bei diesen Kühen anhielten dachten wir der Virginian kommt gleich angeritten und sagt: Hey, macht keinen Quatsch! Kein Problem, mit dem Virginian wären wir gut auskommen, hätten ein bisschen über Kühe und Landwirtschaft geklönt und ihn dann auf einen Drink eingeladen. Obwohl wir kein besonderes Licht hatten, reizte uns an diesem Blick dass man hinter den Kühen das Meer sieht. Das haben die lila Simmentaler von Milka nicht. Brauchen sie ja auch nicht. Die Schweizer nehmen wahrscheinlich auch keine alten Badewannen als Tränken aber andalusische Bauern haben nicht viel Geld und müssen improvisieren. Die Kühe hier haben auch Glocken um den Hals. Das Gras ist nicht so toll aber die Tiere, die aufgrund ihrer rötlichen Farbe Retintas heißen, sind zähe uralte Iberer und
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We checked out a new coastal path here on the Costa del Sol. The Senda Litoral Mijas is made of wood, which fits better into the rugged beauty of the coast than marble promenades

Wir haben gestern mit unserem strubbeligen Freund eine neue Touristenattraktion hier an der Costa del Sol ausprobiert. Der hölzere, ca 2,5 m breite Küstenpfad heißt Senda Litoral und ist mit seinen momentan ca. fünf Kilometern Länge der Beginn eines größeren Projekts das in den nächsten Jahren enorm erweitert wird. Im Endeffekt  wird es 180 Kilometer an neuen Ausflugsmöglichkeiten geben, der Pfad wird die gesamte Küste der Provinz Málaga verbinden. Anhand des Abschnitts den wir ausgecheckt haben, ist dies eine exzellente Investion. Es gibt hier zwar in allen Küstenstädten steinerne Promenaden, aber zwischen den Städten liegen oft Dutzende von Kilometern an Stränden die bisher für Fahrardfahrer und Rollstuhlfahrer unmöglich, sogar für Spaziergänger und Jogger ziemlich unwegsam waren. Während Städte wie Fuengirola. La Cala und Marbella große, flache Sandstrände haben, sind die Küstenabschnitte dazwischen zum Teil felsig und uneben. Wobei diese rauhe Schönheit auch viel für sich hat. Der Holzsteg macht Sinn weil er sich, anders als die riesigen Strandpromenaden aus Marmor, in die Landschaft einfügt eher als sie zu dominieren. Zudem ist man meist vier, fünf Meter über dem Meeresspiegel und hat einen sehr guten Ausblick. Auf obigem Foto ist links im Hintergrund das Küstenstädtchen La Cala de Mijas, und wenn man das Foto zum Vergrößern anklickt und sehr genau hinsieht kann man, weiter rechts im Bild, sogar die schneebedeckten Berge der Sierra Nevada sehen. Es ist eine faszinierende geographische Eigenart von Andalusien dass selbst bei gestrigen Tagestemperaturen von über
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The other day there was a guy selling roast chestnuts in front of the Irish pub, in the background. We liked this homemade stove: Just a pipe with hot coals and a pot with holes. Worked better than our electric oven at home. I't's 1 Euro for a bag of 8 chestnuts. A pint of Guinness at the pub costs 4 Euro

Wir waren vor ein paar Tagen in einem irischen Pub, sichtbar im Hintergrund des Fotos, und kamen an einem Stand vorbei der geröstete Kastanien verkaufte. Dabei musste ich an die Episode mit dem Maronimann in Otfried Preusslers Buch Die Kleine Hexe denken. Wir kauften zwei Tüten, jeweils 1 Euro für ca. 9 Kastanien, Bei Preusslers Maronimann waren es zehn Pfennig für eine kleine Tüte, zwanzig für eine große. Diesmal sah ich mir den Ofen der Marke Andalusisches Homemade Design genauer an als bei früheren Gelegenheiten. Denn wir waren eine Woche zuvor mit unseren Kindern im Wald gewesen und hatten, obwohl es Ende der Season war, immer noch eine ganze Menge Kastanien gesammelt. Davon gibt es hier Andalusien erstaunlich viele, insgesamt liegt Spanien als Kastanienproduzent sogar vor Deutschland. Andalusische Kastanienwälder sind eine Hinterlassenschaft der Römer die hier jahrhundertelang regierten. Mit den Kastanien die wir gesammelt hatten, wollten wir uns Zuhause einen gemütlichen Abend machen, mussten aber – wieder mal – feststellen dass unser
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Yesterday we went to the Feria del Rosario which just started in Fuengirola, Costa del Sol. From 6 -12 October. Lots of music, horses, thousands of people, many with traditional Flamenco dresses. Good food and drink, well worth a vist

Wir haben momentan in Andalusien glorreiches Herbstwetter, definitiv T-Shirt-Wetter. Gestern Nachmittag gingen wir auf die Feria, ein jährliches Volksfest in der Küstenstadt Fuengirola. Auf unserem Foto links sieht man nicht wie groß die Feria del Rosario ist, aber das Gelände ist riesig und es kommen täglich Tausende von Besuchern. Hauptsächlich Andalusier, so war unser Eindruck gestern, obwohl natürlich jeder willkommen ist. Aber die Ferias sind, trotz ihres bilderbuchhaften ‘typisch spanischen’ Aussehens, nicht als Touristenattraktion konzipiert, sondern das machen die Leute hier weil es ihnen Spaß macht und weil es Tradition ist. Es ist wie eine große Party, andalusisches Essen, Trinken und Flamenco-Kultur, mit Musik und den schönen bunten Kleidern. Auch Hunderte von Pferden sind auf der Feria unterwegs, ebenfalls etwas sehr andalusisches. Die ausgeprägte Pferdekultur ist mitunter ein Teil des arabischen Erbes Andalusiens. Wer genau hinschaut (man kann das Foto durch Anklicken vergrößern) bemerkt dass
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Summer hols are long in Spain and we look out for activities for the kids. Last year it was golf lessons (see link for blogpost about that) and this year we're trying out surfing lessons for kids. Above, one of ours on day two. It's not expensive, the surf school is open all year, all equipment is provided

Wir waren mit unseren Kindern, Alter 8-11, heute Morgen bei einem Surfkurs am Strand von Fuengirola. Es war der zweite Tag von einem 5-tägigen Kurs. Am vorherigen Tag wurde Stand Up Paddling oder SUP geübt. Heute waren die Wellen so dass der Lehrer den Kindern zeigen konnte wie man ohne Stehpaddel auf den Surfbrettern fährt. Unser Sohn, links im Bild, scheint das einigermaßen hingekriegt zu haben. Wir haben in Spanien lange Sommerferien und man muss sich für die Kinder ein paar Aktivitäten einfallen lassen. Letztes Jahr haben wir einen Golfkurs für Kinder ausprobiert, das war auch gut. Solche Sachen sind hier in Andalusien billiger als in Deutschland. Der Surfkurs kostet nur 15 Euro pro Kind pro Unterrichtsstunde. Sogar noch etwas billiger wenn man die ganzen fünf Tage auf einmal bezahlt. Das ist günstig, vor allem
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Hibiscus is very common here in Andalusia but the warm red colour of the flowers delighted us this morning all the same. We chatted with a gardener and were surprised that tea from hibiscus doesn't seem to be particulary known here

Hibiskus ist bei uns an der Costa del Sol sehr verbreitet, in Deutschland wahrscheinlich weniger, auch wenn es momentan öfters mal wärmer ist als in Spanien. Das warme Rot der Blüten, siehe links im Foto, betörte uns heute Morgen beim Spaziergang mit dem Hund. Wir fragten einen andalusischen Gärtner ob die Pflanze hier, wie in Deutschland, auch für Tee verwendet wird? Der gute alte Malventee ist ja erfrischend fruchtig im Geschmack, enthält zudem Vitamin C und Mineralien. Aber erstaunlicherweise war ihm die Pflanze als Tee nicht bekannt. Andere Länder, andere Sitten. Die Spanier sind tatsächlich nicht so große Teetrinker, eher Kaffee ist angesagt. Aber weil der Hibiskus hier so verbreitet ist und den Großteil des Jahres blüht, könnte es sein dass es Andalusier merkwürdig fänden, eine Pflanze die an jeder Straßenecke zu sehen ist, auch noch in ihrem Tee zu trinken. Wir rasseln ungern Fakten herunter die Leser bei Bedarf im nachfolgenden Wiki-Artikel selber auschecken können, aber der englische Artikel ist ergiebiger, und wir nahmen mit Interesse zur Kenntnis dass Hibiskus in asiatischen Ländern einen besonderen Status hat. In Indien ist Hibiskus die Pflanze der Göttin Kali und wird ihr bei Gebeten als Gabe dargeboten. Auf den pazifischen Inseln Tahiti und Hawaii werden Hibiskusblüten traditionsgemäß von Frauen als Schmuck hinter den Ohren getragen, wobei man die Blume links trägt wenn man verheiratet ist. Hibiskus auf der rechten Seite signalisiert Single-Status. Nützlich zu wissen, solange man rechts und links nicht durcheinanderbringt.

Weitere Infos  Deutscher Wiki-Artikel über Hibiskus / und unser Blogpost über die sog. Blumensprache in der Hibiskus zarte Schönheit symbolisiert

 

Nice photo of Andrés Segovia & Manuel de Falla, ca. 1940s. There's a series of 8 concerts of Spanish guitar music in Granada this summer. If you can't make it, check clips of the 8 players. In part two of the blogpost, examples of how Spanish classical music inspired Trance, Rock & Heavy Metal

Die acht Konzerte mit Musik von Komponisten wie Isaac Albéniz und Manuel de Falla (links im Bild mit Gitarrist Andrés Segovia) sind vom 17. Juli bis 4. September. Spanische Klassik, die Elemente folkloristischer Musik wie Flamenco enthält, eignet sich gut für Gitarre. Wer keine Chance hat, Granada zu besuchen, kann die Gitarristen auf YouTube sehen. In Teil 2 des Artikels zeigen wir wie moderne Trance- und Rockmusik von spanischer Klassik inspiriert wurde. Get clicking, start the fingerpicking.

Gitarrist Rafael Aguirre – Konzert 17. Juli 
Musik u. a. von Manuel de Falla (1876-1946)
Andalusischer Komponist aus Cádiz.
Hier ein Clip von de Fallas La vida breve
.
Gitarrist Joaquín Clerch – Konzert 24. Juli
Musik u. a. von Leo Brouwer. Kubanischer
Komponist geb. 1939. Hier ein Clip von
La Espiral Eterna 
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Saw this on the way to Marbella yesterday, David Guetta is playing here this summer. Lots of big acts have, like the Stones, Prince, Santana...Weather's great for stadium gigs and the Spanish are a good audience. Due to the economic situation, tickets tend to be more affordable than in Northern Europe. Check the clip of our fave David Guetta song

Wir sahen das Davis Guetta Plakat gestern an der Küstenstraße auf dem Weg nach Marbella. Wir freuen uns immer wenn internationale Stars an die Costa del Sol kommen. Wir haben im Laufe der Jahre hier Leute wie Santana, Rolling Stones, Prince etc. gesehen. Wegen der wirtschaftlichen Situation in Spanien sind Tickets hier meist deutlich billiger als in Nordeuropa, aber das scheinen Musiker in Kauf zu nehmen. Vermutlich weil das Wetter perfekt für nächtliche Stadionkonzerte ist und die Spanier ein enthusiastisches Publikum sind. Was das House-Musikgenre von David Guetta anbelangt, ist er hier in Marbella ebenfalls an der richtigen Adresse. Clubs und Discos an der Küste sind zahlreich und laufen gut: Funky Buddha, Nikki Beach, Pangea, TIBU, Dreamers und Olivia Valere, um einige zu nennen. Wir kennen und mögen Ibiza, aber für Leute die Nightlife mögen lohnt es sich, Marbella auszuchecken. David Guetta spielt hier am 1. August 2014 im Fußballstadion San Pedro, im westlichen Teil von Marbella, ein Stück weiter außerhalb vom Jachthafen Puerto Banús. Den Hafen sollte man ebenfalls gesehen haben. Tickets
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We saw the new Harley-Davidson Street 750 in a shop yesterday and took a photo. Costs ca. 7.700 Euros at the Harley dealer Siebla Málaga near Rosaleda stadium. There's a young lady called Leonor, a biker herself, who speaks English. Check Street 750 promo, below, with Beatles song

Wir waren gestern Nachmittag in Málaga und sahen das neue Harley-Modell Street 750 im Schaufenster. Wir gingen rein und machten das Foto, links. Ein englischsprachiger Werbespot, mit einem Beatles-Cover als Soundtrack, ist am Ende des Blogposts. Bei uns in Andalusien ist die Harley-Davidson Street 750 erst vor Kurzem, vor etwa zwei Wochen auf den Markt gekommen. Ob die Street 750 und die Street 500 schon in deutschen Läden stehen, wissen wir nicht. Im Internet sind bis jetzt hauptsächlich offizielle Werbefotos zu sehen. Wir mögen ganz gerne diesen schlichten, unaufgemotzten Snapshot-Look, auch wenn ein Foto draußen in der Sonne viel besser aussehen würde. Anklicken und Vergrößern des Fotos gibt Blick auf Details. Der Preis für die Street 750 beim hiesigen Vertragshändler ist ca. 7.700 Euro. Also ein Einstiegsmodell das deutlich billiger als andere Harleys ist. Anhand des Werbematerials das wir gesehen haben, zielen die neuen Modelle auf ein jüngeres Publikum. Und auch ein weibliches Publikum. Hier in Málaga ist tatsächlich eine junge Lady, vielleicht Ende zwanzig
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Yesterday we came across the remains of a 1st century Roman factory for salting fish. Though at the edge of the busy hotel zone of Torremolinos, seen in the background, it's little known except by local archeologists. Click to see more pics

Zu dieser Stätte wo Römer vor fast 2000 Jahren Fisch durch Einsalzen konservierten, kamen wir gestern völlig durch Zufall. Weitere Fotos in Teil zwei des Blogposts. Wir mussten etwas in Málaga erledigen und sahen von der Autobahn aus ein anderes Objekt das uns interessierte, es war ein Bauernhof mit zwei großen Türmen die wie Teile von Windmühlen aussahen. Wir nahmen die Abfahrt, liefen ein Stück dorthin und trafen dort einen Rumänen der da als Hausmeister arbeitete. Die Türme waren scheinbar Silos für Korn das früher hier angebaut wurde. Er sagte uns dass es ein paar hundert Meter von hier alte römische Bäder gäbe. Wir gingen hin, machten Fotos und fanden es merkwürdig dass solche alten Sachen einfach am Straßenrand herumstehen, ohne Schild, ohne Zaun…man denkt an Lastwagen die solche Sachen ruckzuck plattmachen könnten. Aber gleichzeitig ist es faszinierend wenn solche Artefakte einfach Teil der Landschaft sind, ohne Museums-Kontext. Es wirkt realer, näher an der Gegenwart. Und zweitausend Jahre sind in der gesamten Menschheitsgechichte ja tatsächlich keine große Zeitspanne. Die römische Anlage, die sich später als etwas anderes als Bäder entpuppte, ist in einer Gegend namens La Cizaña, am Rand der Touristenhochburg Torremolinos, das sich aufgrund der vielen Hotels kilometerlang, fast bis zum Flughafen Málaga hinzieht. Auf dem Foto oben sieht man schon das erste Hotel im Hintergrund. Man ist hier nur etwa hundert Meter vom Strand entfernt. Die römische Anlage war in der Tat nicht zum Baden sondern für die Verarbeitung von Fisch. Bis zum heutigen Tag ist die Küste hier gut für Fischfang, vor zweitausend Jahren war es wahrscheinlich noch viel besser. Bevor es moderne Kühltechnik gab, wurden Techniken wie Trocknen und Einsalzen zur Konservierung verwendet. La Cizaña produzierte zudem eine Gewürz namens garum das in Rom sehr beliebt war. Dorthin verschiffte man die Produkte, vom nahen Hafen Málagas. Es gab in La Cizaña auch Töpfereien wo man Amphoren als Gefäße für die Produkte herstellte. Diese Stätte ist relativ unbekannt – es gibt noch keinen Wiki-Eintrag – und obwohl vor Jahren einige archäologische Untersuchungen gemacht wurden, daher die Zeichnung unten, vermuten wir dass man dort mit systematischen Ausgrabungen noch einiges zu Tage bringen könnte. Aber es gibt hier in Andalusien so viele solcher Stätten, manche davon, wie das Amphitheater in Málaga, viel spektakulärer als La Cizaña, dass Prioritäten gesetzt werden müssen. Aber wenn La Cizaña irgendwann drankommt, würden wir uns freuen. Anklicken um weitere Fotos zu sehen.
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May is a nice time of year on the Costa del Sol. Yesterday, on a sleepy Sunday morning around half past ten we cycled to La Cala, a little coastal town between Marbella and Fuengirola. In the town centre there's an Irish pub called Biddy Mulligan's

Wir sind gestern Morgen so um halb elf mit den Fahrrädern an den Strand von La Cala gefahren. Sonntags ist es um diese Zeit noch sehr ruhig, Bars waren gerade erst dabei aufzumachen, einige Leute waren schon am Strand. Mai ist eine der schönsten Jahrszeiten hier an der Costa del Sol, es ist schon sehr warm aber noch nicht zu brütend heiß um etwas zu unternehmen. Morgens jedenfalls. Aber ab zwei Uhr nachmittags geht es jetzt schon in Richtung dreißig Grad. Deshalb erfanden die Spanier die Siesta, schließen ihre Läden wochentags von zwei bis fünf, öffnen wieder bis acht Uhr abends. Obwohl sich dieser Lebensrhythmus durch Einkaufszentren und Supermärkte zunehmend verändert. In La Cala sind Sonntagvormittags auch die Zeitungsläden geöffnet, dort haben wir auch vorbeigeschaut. Die machen hier aufgrund der Touristen noch ganz gute Geschäfte, anhand des großen Sortiments an ausländischen Zeitungen. Dabei ist La Cala nicht mal ein besonders touristischer Ort, es gibt nur ein größeres Hotel, Gran Hotel Costa del Sol, ganz im
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M for mill: Yesterday we visited the 600 year old Molino morisco de los Corchos, in Alhaurín el Grande, about 20 min. drive into the hills above the Costa del Sol. This is where a mile long canal delivers the water from the river Fahala

Wir waren gestern bei einer alten Mühle namens Molino morisco de los Corchos in der Stadt Alhaurín el Grande, oben in den Bergen der Costa del Sol etwa 20 min. Fahrt von der Küste entfernt. Die Mühle ist trotz ihres hohen Alters in gutem Zustand und kann Samstags und Sonntags besichtigt werden. Sie wurde bis ca. 1970 geschäftlich betrieben und bis dahin kaum modernisiert. Deshalb ist die Mühle heute noch randvoll mit alten Maschinen und Werkzeugen, was einen Besuch um so interessanter macht. An Wochenenden ist dort ein Mann namens Miguel, der Sohn des letzten Müllers der dort arbeitete. Er spricht nur Spanisch, hat aber eine gute Art, die Maschinen und ihre Funktionsweise zu zeigen. Fotografieren willkommen. Mühlen sind clevere Konstruktionen und haben, z. B. gegenüber Automotoren, den Vorteil dass man den Verlauf des Arbeitsvorgangs offen sehen kann. Man kann Mühlen, wenn man will, auch eine gewisse philosophische Dimension abgewinnen: Hier wird mit der Kraft der Natur (dem Fluss) ein natürliches Produkt (das Getreide) verarbeitet. Die Mühlsteine kommen aus den umliegenden Bergen, anderen Maschinenteile und Werkzeuge sind aus dem Holz der umliegenden Wälder. Etwas öko-freakigeres als eine alte Mühle findet man kaum. Was keineswegs bedeuten muss dass man etwas gegen moderne Produktionsweisen hat, aber es ist inspirierend zu sehen dass Menschen schon vor Jahrhunderten aus den wenigen Dingen die ihnen zur Verfügung standen, nützliche Dinge machten und sich eine Lebensgrundlage schafften. Heute wird in der Gegend um Alhaurín kaum noch Getreide angebaut, eher Obst und Gemüse. Das das war früher offenbar anders, der Müllerssohn sagte dass es bis in die 1940er Jahre noch sechzehn Mühlen in der Umgebung gab.

Inside, the mill is well preserved, in full working order though not used anymore. On Saturdays and Sundays there's Miguel, the son of the last miller, who shows visitors all the mill machinery and dozens of other tools millers used for their craft

Und in der Tat, nur 300 Meter entfernt von hier sahen wir eine weitere alte Mühle, wenn auch geschlossen und nicht so gut erhalten. Wenn man mit Leuten spricht die damit aufgewachsen sind, erfährt man interessante Sachen. Zum Beispiel hatten früher manche Getreidebauern kein Geld um das Mahlen zu bezahlen. in welchem Fall der Müller als Bezahlung einen Teil des Mehls akzeptierte. So half man sich gegenseitig, beide hatten dann eine Chance, für das Mehl Geld oder zumindest irgend etwas anderes zu bekommen. Reich war in diesen ländlichen Gegenden kaum einer. Im mittleren Foto sieht man im Vordergrund den Mühlstein mit dem Getreide für Tiere gemahlen wurde, z. B. Gerste, und dahinter der Stein (mit einer Holzumrahmung) mit dem der Weizen für Bäcker gemahlen wurde. Letzteres Mehl musste reiner gemahlen werden als Tierfutter. Zu den sprichwörtlich Dutzenden von Werkzeugen eines Müllers gehörten zum Beispiel Hämmer mit denen das Profil der Mühlsteine ausgebessert wurde. Zwischen den zwei Mühlsteinen ist eine Vorrichtung um die die ca. achthundert Kilo schweren Mühlsteine hochzuheben und auszuwechseln: verschiedene Steine für verschiedenes Getreide. Wenn die Steine irgendwann zu dünn, sprich zu abgenutzt waren, wurden sie in den Fußboden der Mühle eingelassen, was gut aussieht. Ein Mühlstein wurde hier sogar als Tisch draußen vor dem Haus benutzt. Diese vordere Seite der Mühle ist im unteren Foto zu sehen. Im oberen Foto, zwischen zwei Apfelbäumen, ist der Kanal mit dem das Wasser die 1,5 km von einem Fluss namens Fahala zur Mühle kommt. Das Wasser fließt sanft, bekommt aber erstaunliche
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Starting point of Camino del Rey, Click pic and see five climbers holding on for dear life. The 3 km path is busy, though illegal. Fully equiped, experienced climbers consider it fairly easy. For amateurs it's...madness. People have paid with their lives. On the right, the railway tunnel where Sinatra filmed in 1964

Wir waren gestern in der Gegend um Camino del Rey, ein berüchtigter 3 km Kletterweg. Er ist illegal, was Climber nicht abzuhalten scheint. Fünf Stairway to Heaven Kandidaten sind gerade an der Felswand, wenn Sie das Foto anklicken und genau hinsehen. Voll ausgerüstete, erfahrene Climber stufen Camino del Rey als relativ leicht ein, aber für Amateure ist es Irrsinn, Leute haben hier schon mit dem Leben bezahlt. Es ist viel höher als es auf unserem Foto aussieht, teilweise über 100 Meter hoch. Wir hatten nicht die geringste Absicht oder Fähigkeit den Königsweg zu gehen. Der Anblick reichte uns vollkommen. Wir haben Kinder! Wir waren lange nicht hier gewesen und angenehm überrascht, wie gut ausgebaut die Anfahrt von der Küste mittlerweile ist. Weniger als eine Stunde Fahrt, ca. 65 km von Mälaga, über Ardales, eine schöne, weitgehend gerade Strecke durch Orangenhaine. Wir sind früher kleinere Bergstraßen durch Städtchen wie Pizarra und Álora gefahren. das hat auch viel für sich, dauert aber länger, wenn wir uns recht erinnern. Rechts im Foto sieht man einen eisernen grünen Überbau von einem Tunnel, hier fahren bis heute Züge der Málaga-Córdoba Linie, die im 19. Jahrhundert gebaut wurde. Hier wurden 1964 auch Filmszenen mit Frank Sinatra gedreht. Wir schrieben schon an anderer Stelle über Sinatras Aufenthalt der Costa del Sol, beim Dreh für Colonel von Ryans Express (1965). Der Camino del Rey ist jedoch keineswegs die einzige Sehenswürdigkeit in dieser Gegend die hier als Naturpark namens Desfiladero de los Gaitanes ausgeschildert ist. Woher der Name Königsweg?
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We just heard on Andalusian radio that the Flamenco guitarist Paco de Lucía has died at the age of 66. Totally unexpectedly, apparently of a heart attack while playing with his grandchildren on a beach in Mexico. A sad day for his family and Andalusia

Der in Andalusien geborenen Flamenco Gitarrist Paco de Lucía ist offenbar vor wenigen Stunden in Mexico an einem Herzinfarkt gestorben. Im Alter von 66 Jahren. Wir hörten diese Nachricht gerade im spanischen Radio und hofften dass wir irgendetwas falsch verstanden hätten. Wir checkten im spanischen Internet und leider ist es wahr. Sein Geburtsort, die andalusische Hafenstadt Algeciras liegt nicht allzu weit von Marbella entfernt, etwa eine Stunde Fahrt an der Costa del Sol Küstenstraße entlang, Richtung Gibraltar. Paco de Lucía (1947-2014) war der bekannteste Flamenco-Gitarrist der Welt und hatte auch bei jungen aufstrebenden Gitarristen in Andalusien immer noch hohes Ansehen. Trotz seines internationalen Erfolgs sah man ihn hier nicht als einen Musiker der kommerzielle Kompromisse gemacht hat. Er blieb seiner Kunst treu, wenn er mit Leuten wie John McLaughlin, Al Di Meola, Chick Corea und Larry Coryell spielte, war das nicht um Flamenco zu kommerzialisieren sondern um sein musikalisches Vokabular zu erweitern. Paco de Luía hat einige Jahre in Mexico gelebt war aber, soweit wir wissen, wieder nach Spanien zurückgekehrt. Wir nehmen an dass er weiterhin ein Haus in Mexico hatte und dort einen Teil des Jahres verbrachte. Soweit wir bisher in Erfahrung bringen konnten, spielte er zum Zeitpunkt seines Todes am Strand mit seinen Enkelkindern. Auch eins seiner eigenen Kinder war anwesend. Eine der LPs die wir von Paco de Lucía haben ist Fuente y caudal (1973), oben im Foto. Der Albumtitel bedeutet Quelle und Strömung, was sich auf die Flamenco-Musik und ihre Weiterentwicklung beziehen könnte. Das Album enthält das Lied Entre dos aguas (Zwischen zwei Wassern), eine seiner berühmtesten Kompositionen und das erste Lied in dem Flamenco-Gitarre mit elektrischem Bass kombiniert wurde. Das veränderte den Klang des traditionellen Flamenco und schaffte in der Tat eine neue Strömung. Nachfolgend der exzellente Dokumentarfilm Francisco Sánchez – Paco de Lucía (2003) der momentan auf YouTube zu sehen ist. Er ist auf Spanisch, aber auch als 90 min. DVD-Fassung mit englischen Untertiteln erhältlich. Der Film geht zu seinen Wurzeln im andalusischen Alegeciras zurück, und zu den portugiesischen Wurzeln seiner Mutter. Der Künstlername de Lucía war eine Hommage an sie. Zu Beginn des Films sieht man den Gitarristen bei seinem damaligen Leben in Mexico,

Weiteres über die Musik von Paco de Lucía  Ein Deutscher Wiki-Artikel über den Flamenco-Musiker Documentary  Good 90 min. Spanish documentary about Paco de Lucía on YouTube, the DVD edition of Francisco Sánchez – Paco de Lucía (2003) has English subtitles Photo  We used an old Philips vinyl LP of Fuente y caudal (1973), a good album that contains the song Entre dos aguas which was his breakthrough on an international level. Another LP of his we own and recommend is Almoraima (1976)

 

Here in Andalusia the almond blossom time has started, lovely colours varying from snowy white to Pretty in Pink. A photo we took last week. The tree has inspired artist, like Van Gogh. It also has mythological connotations. According to the Book of Exodus the almond tree inspired the shape of the menorah

Bei uns in Andalusien blühen jetzt die Mandelbäume, links ein Foto das wir vor ein paar Tagen machten. Die Bäume variieren in Farbtönen von schneeweiß bis rosa, und in allen möglichen Mischungen. Eine natürliche Intensität,  wir haben das Foto nicht bearbeitet. Dieser Kandidat war definitiv Pretty in Pink, und übrigens voll mit Bienen. Wir hatten gehofft dass eine davon genau vor die Linse fliegen würde aber die Tierchen waren so total beschäftigt dass sie nicht das geringste Interesse an uns hatten. Die Erntezeit folgt im Sommer. Spanien ist ein großer Mandelproduzent, weltweit die Nummer Zwei, nach USA, und vor Ländern wie Iran, Italien, Marokko, Syrien, Türkei…die Liste zeigt dass der Mandelbaum eine starke Verbindung mit dem Mittelmeerraum und dem Nahen oder Mittleren Osten hat. Ähnlich wie Olivenbäume, haben Mandelbäume auch jahrtausendealte mythologische Verbindungen. Der Mandelbaum wird zum Beispiel mehrmals in der Bibel erwähnt, war offenbar sogar das Vorbild für die Menora. So bekommt im 2. Buch Mose selbiger Mann bezüglich des Designs der Menora den Auftrag: ”…Jeder Arm soll drei Kelche wie Mandelblüten haben mit Knäufen und Blumen. So soll es sein bei den sechs Armen an dem Leuchter. Aber der Schaft am Leuchter soll vier Kelche wie Mandelblüten haben...”. Man muss nicht religiös sein um nachvollziehen zu können dass der
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Sunday we went into the Sierra Blanca, the mountains of Marbella. The olive harvest is coming to an end. The technique of shaking branches, spreading nets and handpicking olives hasn't been changed or improved for thousands of years

Wir gingen gestern auf eine kleine Wanderung in der Sierra Blanca, in den Bergen von Marbella. In diesem Gebirgszug kann man, mit etwas Glück, Adler und Iberiensteinböcke sehen. Die gepflügte andalusische Erde wirkte rötlich. Unter den Olivenhainen am Wegrand waren Leute bei der Ernte. Wir fragten wie es lief und der Mann sagte dass die Erntezeit in dieser Gegend jetzt dem Ende zu geht, noch etwa eine Woche und das war’s dann. Ihr Auto war in der Nähe und wir konnten nicht widerstehen, mal in die Säcke zu schauen die da standen. Zum Ende der Ernte sind die Oliven eher violett als grün, aber scheint als ob die guten alten Olivenbäume selbst in ihren letzten Zügen noch einiges hergeben. Bei der riesigen Menge von Oliven – Spanien ist weltweit Nummer Eins Olivenproduzent – würde man meinen dass es neue Techniken oder Geräte gäbe die ab November bei der monatelangen Ernte helfen. Aber an der Jahrtausende alten Art, mit Netzen (siehe Foto) die mit Stöcken heruntergeschüttelten Oliven per Hand zu sammeln, hat sich nichts geändert. Aber der Mann sagte, es gäbe heute Maschinen, eine Art Fließbänder, auf denen die geernteten Oliven von Blättern und Stöckchen befreit werden. Man muss beim Pflücken also nicht allzu viel an den einzelnen Oliven herumhantieren.

We couldn't resist a look into the sacks waiting by the van. Late harvest olives are dark. Nowadays, after the harvest, there are machines that get rid of sticks and leaves. Besides olives and oil these trees give a beautiful hard wood for carving and turning

Diese Bäume sind ein kleines Wunder, scheinen fast unzerstörbar zu sein, überleben extreme Hitze und Wassermangel. Obwohl sie klein sind, können sie Jahrhunderte alt werden weil aus den knorrigen Wurzeln über der Erdoberfläche immer neue Bäumchen hochkommen und irgendwann zum Hauptbaum werden. Neben der erstaunlichen Menge an Oliven und Olivenöl die sie aus der Erde holen, haben sie ein Holz das sich durch seine dichte, schöne Maserung gut zum Drechseln und fürs Kunsthandwerk eignet. Man kann hier alle möglichen Sachen wie Brettchen, Teller, Schalen und Salatbesteck aus Olivenholz kaufen. Da die Bäume kräftig wachsen und zurechtgestutzt werden, gibt es auch eine Menge Brennholz das beliebt ist weil es langsam brennt und viel Hitze abgibt. Es wird zum Beispiel von den Espeteros am Strand zum Grillen von Sardinen benutzt. Man bekommt fast ein schlechtes Gewissen wenn man bedenkt wieviel die Natur gibt und wie wenig wir zurückgeben. Vor Tausenden von Jahren wurden die Olivenbäume zumindest noch in Mythen, wie dir der Griechen und der Römer erwähnt, und nicht zuletzt in der Bibel, wo es heißt: ‘Einst machten sich die Bäume auf, um einen König zu salben, und sie sagten zum Ölbaum: Sei du unser König’. OK, keine Einwände unsererseits. Hier in Andalusien bilden Olivenbäume einen beträchtlichen Teil der Landschaft, der Wirtschaft und wir freuen uns immer diesem treuen alte Freund zu begegnen.

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Sunday we drove from the Costa del Sol inland to Granada and the mountains of the Sierra Nevada. After 90 min. drive they appear above sunny olive tree groves, as seen in our pics. From Granada it's another 30 min. up to the ski village called Sol y Nieve, with ski hire, lifts, lots of bars, shops, hotels etc.

Am Sonntag fuhren wir von der Küste landeinwärts nach Granada. Der Ort Hoya de la Mora ist perfekt zum Schlittenfahren für Kinder. Das Wetter an der Costa del Sol ist momentan sehr warm, deshalb ist es um so erstaunlicher wenn nach ca. 90 min Fahrt (auf der A-45 und A-92) über den sonnigen Olivenhainen auf einmal die schneebedeckten Berge ragen, siehe unser Foto links. Anklicken zum Vergrößern. Dann ist man nahe der Stadt Granada, die mit Sehenswürdigkeiten wie dem Alhambra einen Besuch wert ist. Aber wir kennen es, und wenn man direkt in die Berge will, muss man nicht durch das gesamte Stadtzentrum sondern fährt, den Schildern Sierra Nevada folgend, mehr oder weniger direkt hoch ins Skigebiet, etwa weitere halbe Stunde Fahrt. Die Straßen sind gut, der Ausblick fantastisch. Am Straßenrand sind Stände die Honig verkaufen, eine örtliche Spezialität. Oben auf etwa 2200 m Höhe ist das Skidorf namens Sol y Nieve, mit Hotels, vielen Shops, Skiverleihen, Bars, Restaurants etc. Von hier aus nimmt man auch die Lifts zu hochgelegenen Pisten wie Pico del Veleta. Aber wir wollten diesmal nur mit den Kids Schlittenfahren. Wir hoben uns den Besuch des Sol y Nieve Skidorf für den Abend auf, denn am 5. Januar, dem Vorabend des Dreikönigtags gibt es dort ein gutes Event für Kinder.
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We have great December weather on the Costa del Sol. Day temps of around 20°C. Photo from yesterday, you see some people in T-shirts if you click to enlarge. That's the La Cañada shopping centre in Marbella. Nice place with every conceivable shop, café and restaurant. Also cinemas and free parking

Wir waren gestern in einem schönen Einkaufszentrum in Marbella. Es heißt La Cañada, mit über 160 Läden, Cafés, Restaurants, Kinos. Parken umsonst. Bei uns an der Costa del Sol ist momentan ein super Dezember-Wetter, mit Tagestemperaturen um die 20°C. Wenn man unser Foto, von gestern, Samstagnachmittag um ca 16.30 Uhr, zum Vergrößern anklickt, sieht man sogar Leute in T-Shirts herumlaufen. Das sind dann meistens Englánder, die wollen immer auf Teufel komm raus Sommergefühle. Aber wem kann man das übel nehmen? Das Winterwetter hier in Andalusien war immer schon ziemlich verlässlich, obwohl es immer mal Ausnahmen gibt, zum Beispiel war November dieses Jahr nicht besonders gut. Was sich im Laufe der 20 Jahre die wir hier leben, am meisten geändert hat, ist dass man ganz abgesehen von Sonne, Strand und Meer ein sehr modernes Leben hier führen kann, ohne das Gefühl dass man etwas von der Welt verpasst. Sei es kulturell oder kommerziell. Als wir hier ankamen gab es keine nennenswerten Einkaufszentren. Mittlerweile gibt es außer La Cañada auch IKEA und edle Kaufhäuser wie El Corte Inglés. Für diese Sachen musste man früher zwei Stunden nach Sevillia fahren. Was wir ein paar Mal machten. Jetzt sind diese Einkaufsmöglichkeiten vor der Haustür, ca. 15 Min. Fahrt. Uns macht das Spaß. es gibt im La Cañada sogar ein deutsches
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Yesterday we were in the Serranía de Ronda. There's an iconic bleak beauty in these Andalusian mountains. But you wonder how people make a living up here. Well, down in that valley, the green patch in the photo, we found an interesting little industry going on. Click on the second part of the blogpost to find out

Wir haben gestern einen Ausflug in die Serranía de Ronda gemacht. Ziemlich hoch gelegene Berglandschaften um die Stadt Ronda. Um so höher man fährt, um mehr macht sich eine karge Schönheit bemerkbar. Vielleicht bringt unser Foto links etwas davon rüber. Wenn man genauer hinsieht oder das Bild durch Anklicken vergrößert, sieht man auch die interessante Mischung an Landschaften die es hier oben gibt: Inmitten der schroffen Berge liegt ein bewaldetes Tal. Mit einem Dutzend von kleinen Dörfern. Von oben sieht es idylisch aus, aber man fragt sich, wovon Leute in solch abgelegenen Gegenden eigentich leben? Wir fuhren ins Tal hinunter und bemerkten dass es hier, außer Tourismus, eine weitere kleine Industrie gibt die, zumindest zu dieser Jahreszeit, viele Leute beschäftigt und offensichtlich Geld reinbringt. Das Valle del Genal ist benannt nach dem Fluss Genal der durch das Tal fließt. Und wo es in Andalusien Wasser gibt, und bergbedingt auch Schatten, dort sind die Landschaften ergiebig. Der Großteil der Bäume im Tal besteht aus Kastanien und im Oktober werden hier, wie wir später erstaunt herausfanden, um die 2 Millionen Kilo Kastanien geerntet. Unübersehbar standen überall prall mit Kastanien gefülte Kisten herum. Dutzende davon. In mehreren Lagerhäusern am Straßenrand des Dorfes wurden die Kastanien in weiße Säcke gepackt und von Lastwagen abgeholt. Wir sahen nicht wie die Kastanien geerntet wurden, vermutlich weil das in Gegenden ablief die nicht direkt an der Straße liegen. Vielleicht haben die Leute hier einen bestimmten Dreh oder irgendwelche Hilfsmittel um die Kastanien zu ernten, aber wir vermuten dass es hauptsächlich gute alte Handarbeit ist.  Dass irgendwo in den Wäldern viele Leute am Werk sein mussten, zeigten auch große
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On the way to Granada we visited the village Riofrio today. The name means Cold River and it's t's full of trout. There are ten restaurants here and trout is good and cheap. We paid under 8 euros in the restaurant 'Alazor' beside the old village chapel

Wir waren heute in dem Dorf Riofrio, dessen Besuch wir empfehlen. Man kann dort gut und billig frische Forellen essen und zudem intertessante Ruinen sehen. Wir mussten am heutigen Sonntag etwas in Granada erledigen, einer Stadt die etwa 125 km landeinwärts von der andalusischen Küste um Málaga entfernt ist. Wir wussten im Voraus dass die Sachen in Granada schnell erledigt sein würden. Anstatt weitere Zeit dort zu verbringen, was sich lohnt aber was wir schon öfters getan haben, entschieden wir uns heute für einen Abstecher und ein Mittagessen in Riofrio. Das Dorf ist etwa 70 km von Málaga entfernt auf der Strecke nach Granada, sagen wir, eine Dreiviertelstunde Fahrt. Aber allein diese Strecke ist schon ein schönes Erlebnis: Die ersten 20 Kilometer hinter Málaga auf der A-45, fährt man weitgehend dem ausgetrockneten Flussbett des Guadalmedina entlang die Berge von Málaga hoch. Viele Flüsse und Ortschaften in Andalusien haben immer noch ihre alten arabischen Namen. Wenn die Abbiegung auf die A-92 kommt, wird das Land flacher. Mit Olivenhainen und abgeernteten Feldern die mittlerweile meist schon umgepflügt wurden und mit Mosaiken von erdigen Farbtönen schimmern.

There's are ruin of an old mill near the village. The oldest parts of it seem to go back to Arabic times, five, six hundred years old

Hier und da sieht man Schafherden und verlassene, verfallene Cortijos, Bauernhöfe die einmal wie kleine Burgen ausgesehen haben müssen. Abfahrt 182 nach Riofrio ist gut sichtbar ausgeschildert, sie führt zwei Kilometer hinunter in das Tal in dem Dorf liegt. An Wochenenden ist dort ziemlich viel los. Sonntags ist hier sogar ein Markt. Wir sahen zwar keine ausländischen Touristen, aber es ist der Geheimtipp unter Andalusiern von nah und fern. Spanier zahlen ungern Touristenpreise für ihr Essen. Eine frische 30 cm Forelle, gegrillt und mit Petersilie und Knoblauch gefüllt, garniert mit Kartoffeln oder Pommes frites kostet dort nur 7,95 Euro. Für den selben Preis kann man sich die Forelle auch mit vier oder fünf anderen Soßen und Füllungen bestellen. Der Name Riofrio bedeutet wortwörtlich Kalter Fluss. Und er ist wirklich kalt, selbst im Sommer, denn er entspringt ein paar hundert Meter außerhalb des Dorfes aus einem Felsen. Wir waren vor Jahren mal im Hochsommer darin schwimmen, was auf Anhieb sehr erfrischend wirkte. Aber wir wurden dadurch so unterkühlt dass wir später eine halbe Stunde nur am Zittern waren.
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We visited the Automobile Museum in Málaga. There's a total of about a hundred cars here from every decade of automobile history. The cars, like the the Lancia, above, are often in a thematic context, with clothes and posters etc. from their era

Wir waren am Sonntag im Museo Automovilístico Málaga, es war super und wir können es Besuchern an der Costa del Sol empfehlen. Es ist leicht zu finden, nicht sehr weit vom Flughafen. In einem schönen, klimatisierten Gebäude mit kostenlosen Parkplätzen. Der Eintritt erschien uns mit 6,50 Euro pro Person günstig für das was man geboten bekommt. Stellen sie sicher dass ihre Kamera genug Batterie hat, denn Autofreaks werden sich in diesem Museum die Finger wund knipsen. Es gibt hier insgesamt um die hundert Autos aus allen Jahrzehnten der Automobilgeschichte. Von Autos aus dem späten 19. Jahrhundert die noch wie Pferdekutschen aussahen, bis zu einem hochmodernen und schnittig aussehenden Fahrzeug namens Solar das mit Sonnenenergie fährt. Dazwischen Klassiker wie ein 1956 Mercedes 300 SL mit Flügeltüren, ein Rennwagen von dem es nur noch wenige gibt und der heute so um eine Million Euro kosten kann. BMW ist hier mit  dem Traumsportwagen BMW 328 von 1938 vertreten, ebenfalls in perfektem Zustand. Es gibt einen Cord 810 von 1937, designed von Gordon Buehrig, ein Modell das Leute wie Tyrone Power und Amelia Earhart fuhren. Ein Jaguar E-Type Cabriolet von 1966, oft auf Listen der Schönsten Autos der Welt zu finden. Ein 1959 Aston Martin DB4, so wie ihn Sean Connery als Bond in Goldfinger (1964) fuhr. Ein 1956 Porsche Speedster Cabriolet wie man es von Fotos mit James Dean kennt. Und vieles mehr, inklusive dem schönen silbernen Lancia Astura aus dem Jahr 1938, siehe unser obiges Foto. Wie man darauf sieht, sind die Autos nicht einfach wie in einer Tiefgarage nebeneinander aufgereiht, sonder oftmals von historischen Accessoires umgeben: Kleider, Koffer, Hüt,  Poster etc. aus der jeweiligen Epoche.
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Costa del Sol: We' tried out one of the golf courses that are offered for kids. We got a good impression of the staff, who are Spanish but also speak good English. It's not expensive: From 100 Euro a week, being 2 hours in the morning over 5 days

In Spanien sind sehr lange Sommerferien und wir müssen uns immer etwas für die Kinder einfallen lassen. Eine der Sachen die wir dieses Jahr ausprobiert haben, ist ein Golfkurs für Kinder. Der ist gut, auf einem schönen Golfplatz, mit nettem Personal und Preisen die ebenfalls in Ordnung sind: Die Kurse laufen Juli und den gesamten August. Kostenpunkt, 100 Euro pro Woche, Montag bis Freitag, was zwei Stunden Unterricht pro Tag beinhaltet, z. B.von 10.00 bis 12.00 Uhr. Privatunterricht für Erwachsene ist natürlich teurer, aber die Stunde Golfunterricht für Kinder kostet umgerechnet zehn Euro, und das ist sehr preiswert. Auf Gruppen von acht oder neun Kindern kommen mindestens zwei Lehrer, öfters auch drei. Bei uns waren es zwei Profi-Golflehrer und gelegentlich kam eine jüngere Helferin dazu. Sehr nette Leute, wie die Andalusier es in der Regel sind. Die Lehrer sprachen zwar kein Deutsch aber sehr gut Englisch. Wir vermuten mal, das wird für die meisten deutschen Golfspieler und auch ihre Kinder kein Problem sein. Die Costa del Sol ist generell eine Golferparadies, es gibt hier Dutzende von Golfplätzen. Zudem sind, aufgrund des großen Angebots, die Greenfees ziemlich günstig. Wir vermuten, dass es auch andere Golfplätze mit Kursen für Kinder gibt, können aber nur etwas über den sagen den wir ausgecheckt haben, der heißt El Chaparral Golf Club und lieg
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On Friday we took a drive a few miles outside of Málaga City, to Campanillas, There was this 19th century mansion in the middle of farmland. We asked around, and people said it was haunted, and had secret underground passages to other houses. We checked it out and, surprisingly, found nothing of the sort

Wir mussten letzten Freitag etwas an der Uni von Mälaga erledigen, Einschreibungen etc. Die Uni liegt am Stadtrand und wir fuhren auf dem Rückweg vier, fünf Kilometer weiter hinaus aus der Stadt, Richtung Campanillas. Am Straßenrand sahen wir dieses riesige alte Haus und wurden neugierig. Bis zum Bau der Autobahn muss das Gebäude sehr abgelegen gewesen sein, selbst heute ist es weitgehend von Feldern umgeben die immer noch bewirtschaftet werden. Etwa einen Kilometer davon entfernt ist jedoch ein Supermarkt wo wir anhielten und Leute nach Info fragten. Das Gebäude heißt Cortijo Jurado und steht leer solange sich die Leute erinnern konnten. Darüber hinaus soll es dort – hurra! – spuken. Wir müssen gestehen dass wir nicht an Geister glauben aber interessant finden, woher solche Geschichten stammen. Wir fandenn heraus dass der Name Jurado von einem Besitzer aus junger Vergangenheit stammt. Aber der Erbauer des Gebäudes war in der Tat ein berühmter Mann aus dem Málaga des 19. Jahrhunderts. Der Unternehmer Manuel Heredia (1786-1846) war eine der Hauptfiguren der industriellen Revolution in Spanien. Er wurde zwar in Nordspanien geboren, kam aber im Alter von fünfzehn Jahren nach Málaga um im Handel zu arbeiten. Mit Mitte zwanzig begann Heredia seine eigenen Geschäfte, Von Gibraltar aus, dem strategisch gelegenen Felsen der geografisch, wenn auch nicht politisch, Teil von Andalusien ist, handelte Heredia zu Zeiten der Napoleonischen Kriege mit Wein und Trockenobst. Damit wurde er sehr reich und er weitete seine Geschäftsfelder aus. Aufgrund von Eisenerzfunden in Ojén, in den Bergen von Marbella gründete Heredia 1826 die Eisenhütte La Concepción, die zeitweise 75 Prozent von Spaniens Schmiedeeisen produzierte.
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The traditional Andalusian dish Espeto de sardinas is fresh salted sardines on bamboo sticks, grilled and served with lemon. In tourist areas of the Costa del Sol you pay about 6 euro for a stick of five, which is okay, but on this El Palo beach in Málaga where the locals go we got them for 2 Euro

Das traditonelle andalusische Gericht Espeto de sardinas besteht einfach aus fünf frischen gesalzenen Sardinen, komplett auf Bambusstöcken gegrillt und mit Zitrone serviert. Das sieht man in Andalusien an fast jedem Strand, es gibt sogar den offiziellen Berufsstand der Espeteros für die Leute die das machen. Bis vor Kurzem wurden die Feuer zum Grillen in alten mit Sand gefüllten Ruderbooten gemacht, was auf die Tradition der Fischerleute hindeutet. Mittlerweile wurden die Boote durch Edelstahlbecken in Bootsform ersetzt, siehe Foto, was immer noch gut aussieht. Ein Unterschied zu anderen Grilltechniken ist dass die Espetos von der Seite und nicht über dem Feuer gegrillt werden. Man benutzt Blöcke von Olivenholz, von dem es in Andalusien viel gibt. Dieses Holz gibt stundenlang viel Hitze und wenig Flammen ab, also optimal. Duch die Boote ist das Feuer zudem auf einer angenehmen Höhe zum Arbeiten. Wenn das Feuer gut in Gang ist, brauchen die Spieße, die espetos, ungefähr zehn Minuten um gar und knusprig zu werden. Die Sardinen oben im Bild sind gerade erst auf die gespaltenen Bambusstöcke gesteckt worden. Das Gute am Bambus, von dem es hier ebenfalls viel gibt, ist dass er nicht leicht Feuer fängt. Alles Sachen die sich über Jahrhunderte bewährt haben. Sardinen sind an der andalusischen Küste besonders gut und frisch, denn sie werden vor Ort gefangen. Theoretisch könnte sich Espeto de sardinas selber machen, aber was einfach aussieht, benötigt einiges an Vorbereitung, und wir überlassen das gerne den altehrwürdigen Espeteros, zumal es das Essen zu einem fairen Preis gibt. Selbst in den touristischen Gegenden westlich von Málaga, also Torremolinos, Benalmádena, Fuengirola, Marbella etc, gibt es den espeto mit fünf Sardinen für ca. 6 Euro, was okay ist. Aber unser Geheimtipp ist ein Strand wie El Palo, am östlichen Rand von Málaga, siehe Fotos. Dort gehen fast nur Einheimische hin und dort war der offizielle auf Tafeln angegebene Preis nur 2 Euro! Das ist weil der
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We don't want to get people into a hedonistic mediterranean lifestyle, ever mindful of what happened to the Romans. But this Sunday lunchtime we felt like doing a blogpost we could eat. You can do the Andalusian dish Pan con Tomate at home in a minute: Put olive oil on bread, rasp a tomato, add salt, eat

Wir wollen Leser nicht zu einem hedonistischen mediterranen Lebensstil verführen denn wir wissen wohin das bei den Römern führte. Aber diesen Sonntag wollten wir einen Blogpost machen den man essen kann und der schnell zubereitet ist, sprichwörtlich in ein paar Minuten. Das andalusische Pan con tomate besteht genau wie der Name sagt aus Brot und Tomate, wobei die Andalusier die Tomaten nicht schneiden sondern raspeln und dann auf ein Brot oder Toast mit Olivenöl tun, fertig. Man kann nach Belieben Salz hinzufügen. Dieses einfache andalusische Essen, oder nennen wir es einen Snack, kriegt man hier in jeder Bar für ca. 1,50 Euro. Meistens essen es die Andalusier zum Frühstück aber es guckt einen niemand schief an wenn man es zu irgendeiner anderen Tageszeit bestellt. Wir haben uns Pan con tomate schon oft zuhause gemacht, fanden aber gestern im Ikea von Málaga eine praktische und auch ästhetisch aussehende Raspel und wollten sie heute mal ausprobieren. Das Gute an diesem Model namens Värdefull, das hier 7,99 Euro kostet, ist dass im Inneren des keilförmigen Metalteils eine herausziehbare Plastikschale ist in der die geraspelte Tomate, oder was auch immer, aufgefangen wird. Vermutlich sind viele Raspeln heute so konstruiert, aber wir hatten bislang immer
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1. June 2013: The big beaches of the tourist towns are already packed on weekends, but all along the Costa del Sol you also find dozens of tiny, nice and quiet beaches with restaurants where mostly locals go. Car parking space is, thankfully, scarce and you may have to walk a bit to get there

Wir haben uns gestern nachmittag ins Auto gesetzt und sind an der Küste zwischen Fuengirola und Marbella entlang gefahren. Wollten mal sehen was an den Stränden los ist. Davon gibt es entlang der Costa del Sol sehr viele. In oben genannten größeren Städten sind die Strände an Wochenenden schon ganz schön voll. Das schafft eine Urlaubsatmosphäre die viel für sich hat, wir hatten an ein, zwei der größeren Strände auch ein paar Fotos für einen Blogpost gemacht, aber dabei kriegt man unweigerlich den Klischee-Look von vielen langen Beinen in Bikinis, wogegen wir absolut nichts einzuwenden haben, aber wir wollten Zeitungen wie Welt, Stern und Spiegel nicht den Wind aus den Segeln nehmen. Die großen Strände nahe der Hotels haben den Vorteil dass man kein Auto braucht und dass es eine fantastische Vielfalt von Bars, Cafés, Restaurants und Läden gibt. Darüber hinaus Entertainment wie Spielplátze für die Kinder und Fahrradverleih, was an langen Strandpromenaden Spaß macht. Aber wenn man hier lebt, hat man das alles schon öfters gemacht und wir fuhren weiter in Richtung Marbella. Auf Küstenstraßen am Mittelmeer kommt man natürlich an Dutzenden, wenn man will an Hunderten von Stränden vorbei. Manche davon winzig, der im obigen Foto ist in einer Bucht bei dem Leuchtturm El Faro, etwa drei Kilometer außerhalb von Fuengirola. Parkplätze gibt es
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'Sometimes it snows in April...': Oh yes, sometimes it even snows in May, Majesty. Andalusian snow fell from the trees yesterday, it's cottonwood. Made us think of that song by Prince. We saw him in concert here. He actually had a house in Andalusia years ago. The song is not on YouTube, but there's a nice cover by a British Indian lady called Amar. See link below

Wir fuhren gestern an einem kleinen Fluss entlang durch eine bewaldete Gegend unweit des Meeres. Ungefähr fünfzig Meter von hier ist ein Strand mit einem kleinen Holzhaus das als Strandbar dient. Aber wer hätte gedacht dass wir beim hiesigen T-Shirt Wetter im Mai nochmal Schnee sehen würden? Wir hielten an, machten ein Foto und dachten dabei an das Lied ‘Sometimes it snows in April’ von Prince, und dichteten die Zeilen ‘,,,and sometimes it even snows in May’ dazu. Dies ist allerdings ist kein kalter Schnee sondern Pflanzenflaum mit dem Samen von einem Pappelbaum. Diese Bäume werden hier chopo genannt und es gibt recht viele davon, aber fast nur an Flüssen. Es ist ein schnell wachsender Baum der aufgrund seines hellen Holzes von andalusischen Tischlern gerne für Möbel, speziell Tischplatten verwendet wird. Der Baum auf dem Foto scheint aufgrund seiner herzförmigen Blätter und kräftigen, zerfurchten Rinde eine Art Schwarz-Pappel zu sein. In Amerika nennt man sie auch cottonwood. Der weiße Flaum hat von der Konsistenz her wirklich eine starke Ähnlichkeit mit Wolle. Wenn man eine Handvoll davon nimmt und etwas zusammendrückt und herumzwirbelt kann man daraus ruckzuck einen recht starken Faden machen. Vielleicht stammt daher ja auch der deutsche, eigentlich merkwürdige Name Baumwolle. Das Material aus dem heute unsere meisten Klamotten sind, kam ja erst ab dem 17. Jahrhundert in Gebrauch und hat in den meisten anderen Ländern Namen wie cotton oder verwandte Namen wie das spanische algodón. Soweit wir wissen, kann Pappelflaum auch zum Füllen von Decken verwendet werden. Der Flaum tut offensichtlich auch sein Bestes um die Pappeln zu verbreiten: In einem Umkreis von 20 Metern von dem Baum im Bild, sind zwei, drei andere größere und etwa zehn kleinere Pappeln am wachsen. Um nochmal auf den Musiker Prince zurückzukommen: Wir sahen ihn vor Jahren mal hier in Andalusien bei einem 
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What big ears you have: Walking through the Andalusian countryside in May, you meet some pretty dubious guys hanging around. This one's related to a wolf, by the size of 'em. He pointed out some beautiful purple and yellow flowers, though

Im Mai kann man bei Spaziergängen durch die andalusische Landschaft ziemlich dubiose Typen treffen. Dieser hier schien uns, anhand der Größe seiner Ohren, von einem Wolf abzustammen. Aber er war freundlich, sagte wir sollten uns keine Sorgen machen und lenkte unsere Aufmerksamkeit uns auf die schönen gelben und lila Blumen am Wegesrand. Da hatte er Recht. Warum nicht ein Sträußchen pflücken? Großmutter, die etwas weiter im Wald wohnte, würde uns ja nicht weglaufen. Der Frühling dieses Jahr war und ist zudem einer der schönsten an den wir uns erinnern. Zum einen wunderbar warm, zum anderen hin und wieder mal Regen genug um Blumen sprießen zu lassen, in einer Menge und Vielfalt die uns in vergangenen Jahren auf diese Weise nicht aufgefallen waren. Die gelben Blumen, die wohl eiine Art Margeriten sind, ist man gewohnt zu sehen, aber die vielen lila Gewächse die sich dieses Jahr gezielt und in großer Anzahl unter die Margeriten zu mischen scheinen, beeindrucken mit einem Farbton der das Auge sehr entzückt, speziell im Kontrast zum kräftigen Gelb. Komischerweise ein Effekt, oder ein Gefühl dem man mit einem Foto nicht so leicht gerecht wird. Das ist wohl die Magie der Natur. Wir fragten unterwegs zwei Andalusier nach dem Namen der Pflanze die wir vorläufig Deep Purple getauft hatten, und einer sagte sie hieße jaramago, während der andere sie carda nannte. Womit wahrscheinlich beide Recht haben. Denn es scheint, gemäß einem kurzen vorläufigen Check im Netz, eine Pflanze der sehr vielfältigen Gattung von Schaumkräutern zu sein, die auf Lateinisch wiederum cardamine heißen. Was immer der spezifische Name im Endeffekt ist, wir nahmen ein paar davon, machten zusammen mit den Margeriten einen Strauß, und machen uns jetzt damit auf zu Großmutters Haus. Die wird sich bestimmt freuen. Aber Moment mal, wo ist denn dieser Bursche mit den langen spitzen Ohren der gerade noch da war?

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