Kulturmagazin

Lieber Leser!

Wir schreiben über unsere Lieblingsthemen aus der Welt der Literatur, Film, Kunst und Musik. Öfters gibt es auch mal Fotos, Anekdoten & Ansichten aus unserem geliebten Gastland: Andalusien, der südlichsten, manche würden sagen, schönsten Region Spaniens. Auf der Startseite finden Sie unsere aktuellen Blogbeiträge und Artikel. Falls Sie mal länger Zeit haben und mehr über unsere Themen lesen wollen, köinnen Sie auch unsere umfangreichen Feature-Artikel auschecken. Wir hoffen dass Sie unser Netzmagazin informativ und unterhaltsam finden. Ein Gruß von der Redaktion!

Tag: Sci-Fi

Frank Herbert's Sci-Fi novel Dune (1965) was published 50 years ago. Here seen in the dunes of planet Marbella. The movie adaption isn't perfect but worth seeing. It also inspired a song by Iron Maiden. See clips and more info below

Die Urgroßeltern von Frank Herbert stammten aus Bayern, kamen 1864 nach Amerika. Sein Großvater Otto wurde während der Schiffsreise geboren. Als Frank Herbert um die vierzig Jahre alt war, besuchte er ein Naturschutzgebiet namens Oregon Dunes Recreation Area. Er wollte einen Artikel über ein Forschungszentrum schreiben wo man sich mit Möglichkeiten beschäftigte, die Ausbreitung von Sanddünen durch das Anpflanzen von speziellen Grassorten einzudämmen. Aus dem Artikel wurde nichts, aber der Job führte ihn zu einer Sci-Fi Story die unter dem Namen Dune (1965) mittlerweile über 12 Millionen Mal verkauft wurde. Der Roman inspirierte Lieder von Iron Maiden, Toto und Brian Eno…und den Spielfilm Dune (1984), der nicht perfekt aber sehenswert ist. Nachfolgend Links und Infos über Musik und Film
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Amazon Studios new TV adaption of The Man in the High Castle can be checked out on You Tube. Link below. Interesting use of Rogers & Hammerstein classic Edelweiss, originally from The Sound of Music, in the title sequence

Die von Amazon produzierte TV-Serie kann auf YouTube ausgecheckt werden. Sie basiert auf dem Roman der auf Deutsch Das Orakel vom Berge (1962) heißt. Prämisse des Blade Runner Autors ist dass Deutschland und Japan den Zweiten Weltkrieg gewannen und Amerika regieren. Das Lied im Vorspann stammt aus dem Musical The Sound of Music. Hier YouTube Clip

Lied von Richard Rodgers & Oscar Hammerstein
Version der TV-Serie The Man In the High Castle
‘Edelweiss, Edelweiss
Small and white clean and bright
Blossom of snow may you bloom and grow
Bloom and grow forever
Edelweiss, Edelweiss
Bless my homeland forever…’

Eine interessante Wahl als Lied denn Edelweiss wird in The Sound of Music von einer österreichischen Familie gesungen die auf der Flucht vor deutschen Soldaten ist. Das Lied kommt nicht in der Romanvorlage vor, aber Philip K. Dick verwendet andere deutschsprachige Elemente, im Roman singt zum Beispiel jemand Goethes Erlkönig. Die Geschichte spielt 1962 und Amerika ist von den Siegermächten aufgeteilt worden: Der Westen Amerikas ist unter japanischer Herrschaft, die östliche Hälfte wird von
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Cult novel Illuminatus! (1975) is forty this year. Authors Robert Shea (1933-1994) and Robert Anton Wilson (1932-2007) wrote it as a satire about conspiracy theories. Not everyone got that. There's a good German movie '23 - Nichts ist so wie es scheint' (1998) about a hacker who took the book seriously

Der Kultroman von Robert Shea und Robert Anton Wilson spielt eine zentrale Rolle in dem deutschen Spielfilm 23 – Nichts ist so wie es scheint (1998). Der Film ist gut, kann momentan auf YouTube gesehen werden, Link folgt. Über den Roman Illuminatus! (1975) kann man sich streiten, für uns ist es eher ein interessantes Zeitdokument als ein uneingeschränktes Lesevergnügen. Der Roman, der Ende der 60er bis Anfang der 70er Jahre entstand und erst später veröffentlicht wurde, ist eine teils diffus, um nicht zu sagen stoned wirkende Story über das Wirken von Geheimgesellschaften wie dem Illuminatenorden, plus allen möglichen anderen Verschwörungstheorien. Alles verpackt in einer Rahmengeschichte, einer Art Detektivgeschichte die im modernen Amerika spielt. Inklusive vielen Erwähnugen von Sex, Drugs & Rock and Roll. Besonders erstgenannte Kategorie ist ziemlich derbe im Roman und wird nicht jedermanns Geschmack sein. Inwiefern das Buch ernst gemeint ist, lässt sich nicht genau sagen – man kann Illuminatus! (1975)  auch als Satire auf die Versponnenheit von Verschwörungstheorien interpretieren. Die beiden Autoren waren als Redakteure bei Playboy tätig und bekamen die Idee für das Buch
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Fahrenheit 451: Cynics might say it's the web, not flame throwers killing books. But in the end, almost prophetically, the books actually become intellectual entities, independent of paper. There's a BBC radio play online. Link below

Ein BBC-Hörspiel nach Ray Bradburys Klassiker Fahrenheit 451 ist online. Link am Ende des Blogposts. Wir haben uns gestern auch die 1966 Verfilmung von François Truffaut angesehen. Ein Film der immer noch gut rüberkommt, vielleicht auch weil er eine zusätzliche Signifikanz bekommen hat. Bücher und Print sind ja, wenn auch nicht verboten, tatsächlich auf einem absteigenden Ast. Bedroht, wie Zyniker trocken hinzufügen könnten, nicht von Flammenwerfern und uniformierten Aufpassern, sondern vom Internet und der digitalen Revolution generell. Weil diese Revolution jedoch dazu geführt hat dass heute mehr gelesen wird als je zuvor, wenn auch auf PC-Bildschirmen und E-Book-Readern, scheint Bradburys Geschichte auf den ersten Blick eine schwarzmalerische Fehlanzeige zu sein. Aber bei genauerer Betrachtung kann man Fahrenheit 451 auch andere Interpretationen abgewinnen: Zum Beispiel die Tatsache dass bei Bradbury die Bücher am Ende tatsächlich, und fast prophetisch, zu rein intellektuellen Entitäten werden die unabhängig von Papier existieren. Man könnte Bradburys Hoffnungsschimmer am Ende des Romans als
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A German radio dramatisation of 'A Clockwork Orange' (1962) by Anthony Burgess is online. Link below. I also check some mentions of Clockwork and it's figure of Alex in rock music, like Bowie, U2...and the German punk band Die Toten Hosen

Der Roman Clockwork Orange (1962) handelt von einem Teenager namens Alex der mit einer Bande von Delinquenten namens Droogs brutale Verbrechen begeht, und später im Gefängnis einer Art von Anti-Gewalttherapie unterzogen wird. Die Verfilmung von Stanley Kubrick im Jahr 1971 war kontrovers aber sehr erfolgreich. Das Hörspiel vom Mitteldeutschen Rundfunk stammt von 1995 und gewann den Kurd-Laßwitz-Preis für bestes Hörspiel. Es ist tatsächlich gut gemacht. Link folgt am Ende des Blogposts. Im Foto ist meine englische Romanausgabe von Penguin, mit dem legendären Coverd-Design von David Pelham, das heute noch auf einigen Ausgaben verwendet wird. Das Image von Alex mit Melone und Hosenträgern wurde zum Kult, gleich mehr dazu. Das Zahnrad im Auge bezieht sich auf den Romantitel, den man etwa als Die Mechanische Orange übersetzen kann. Es ist ein Oxymoron das die Widersprüchlichkeit der soziopathischen Figur des Beethoven-Fans Alex repräsentiert. Der Roman, der in einer etwa 40 Jahre entfernten Zukunft spielt, ist düster und hat eine gewisse Ähnlichkeit mit Orwells 1984, wenn auch nur insofern dass beide eine Horrorvision von einem sowjetisch beeinflussten Sozialismus heraufbeschwören. Orwell ist mit seinem Begriff Engsoz (für englischen Sozialismus) sehr deutlich. Anthony Burgess (1917-1993) ist subtiler, gibt Straßen im Roman die Namen von sozialistischen Politikern wie Wilson, Boothby und Attlee. Alex DeLarge und seine Droogs haben einen Hass auf ’die Bourgeoisie’ und sprechen Nadsat, ein Slang das eine Mischung aus Londoner Cockney und Russisch ist. Beim Lesen ist das teils herausfordernd, um nicht zu sagen nervig. Im Hörspiel, wie auch im Film, kommt es besser rüber.

‘Was soll’s denn nun sein, hm?’ Da war ich, das heißt Alex, und da waren meine drei Droogs, nämlich Pete, Georgie und Dim, der so hieß, weil er wirklich nicht helle war, und wir saßen in der Korova-Milchbar und überlegten, was wir mit dem Abend machen sollten, einem arschkalten Winterbastard, aber trocken. Die Korova-Milchbar war ein Mesto, wo sie Milch-plus ausschenkten, und ihr mögt vergessen haben, o meine Brüder, wie diese Mestos waren, wo sich heutzutage alles so skorri verändert und die Leute so schnell vergessen und auch nicht mehr viel Zeitung gelesen wird. Nun, was sie da verkauften, war Milch plus noch was. Sie hatten keine Lizenz für den Ausschank von Alkohol, aber es gab noch kein Gesetz gegen einige von den neuen Wetsches, die sie in die alte Moloko taten, und so konnte man sie mit Vellocet oder Synthemesk oder Drencrom oder anderen Sachen pitschen. Das machte dich scharf und bereit für ein bißchen schmutziges Zwanzig-gegen-einen. Und das war, was wir an diesem Abend pitschten, mit dem ich die Geschichte anfangen will. Unsere Taschen waren voll Deng, und unter dem Gesichtspunkt, noch mehr Strom zu krasten, wäre es nicht wirklich nötig gewesen, irgendeinen alten Veck in einer Seitenstraße zu toltschocken und ihn in seinem Blut schwimmen zu sehen, während wir die Einnahmen zählten und durch vier teilten, oder bei irgendeiner zitternden, grauhaarigen Titsa in einem Laden das Ultrabrutale zu machen und smeckend mit den Innereien der Geldschublade abzuziehen. (Gekürzte Romanpassage)

Ein ungewöhnliches Buch, ein interessantes Buch. Wobei ich sagen muss, dass ich weder Orwells noch Burgess’ düstere Prognosen für die Zukunft oder die Gegenwart teile. Aber beide sprechen zweifellos aktuelle Themen an. Wenn ich Clockwork Orange mit ein, zwei Worten beschreiben müsste, würde ich sagen Social Engineering. Burgess ist skeptisch gegenüber der weit verbreiteten Ansicht dass man jeden Menschen zum Wohle der Gesellschaft umerziehen kann. Man könnte Alex als einen Unverbesserlichen sehen – was wohl der Grund ist, warum Roman und Film so enthusiastisch von der Popkultur zitiert wurden. Aber man bekommt streckenweise den Eindruck dass Burgess hin und her schwankt, dass er selber nicht genau wusste, was Alex ist. Zeitweise distanzierte Burgess sich sogar von dem Roman den er in nur drei Wochen schrieb. Vielleicht ist Alex eine der literarischen Figuren die sich verselbstständigen und auch ohne den Autor ihr Unwesen treiben.

 

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Anthony Burgess: ‘Uhrwerk Orange’ als Hörspiel online Das MDR-Hörspiel mit Martin Olbertz (als Alex), Thomas Rudnick (als George), Peter W. Bachmann (als Dim), Winfried Glatzeder (als Schriftsteller F. Alexander), Ellen Hellwig (als Alexanders Ehefrau), Marylu Poolman (als Cat Lady), Thomas Neumann (als Jack), Wolfgang Winkler (als Betrunkener), Hartmut Lange (als Gouverneur), Wolf-Dieter Lingk (als Mr. Deltoid), (als Gefängniskaplan), Walter Niklaus (als Minister), Frank Sieckel (als Dr. Brodsky), Maria Alexander (als Frau Dr. Branom), Dieter Bellmann (Polizist), Paul Rolf Neis (Wärter), Bert Franzke (Polizist) u. a. (1995)

Wussten Sie schon? Clockwork Orange wurde Pop: Bowie begann seine Ziggy-Konzerte mit Beethovens 9. Sinfonie als Hommage an den Film, und erwähnt in Suffragette City den Begriff Droogie. Das U2-Lied ’Alex Descends into Hell for a Bottle of Milk / Korova 1‘ ist auf der B-Seite der Single The Fly. John Bonham von Led Zeppelin trug auf Tour 1975 Klamotten, inklusive Melone, wie Alex. Weitere Anspielungen findet man bei so unterschiedlichen Musikern wie Sepultara, New Order, Guns N’ Roses, Lady Gaga…und zu guter Letzt: Die deutsche Band Die Toten Hosen wurde 1988 bei ihrem Lied Hier kommt Alex von Clockwork Orange inspiriert

2019 – Neuigkeiten über Sequel zu Clockwork Orange In Italien wurde vor Kurzem in Anthony Burgess’ Haus in Bracciano ein unvollendetes und unveröffentlichtes 200 Seiten langes Manuskript mit dem Titel ‘A Clockwork Condition’ gefunden. Es wurde von Burgess zwischen 1972 und 1973 geschrieben. Es ist eine Art Sequel zu A Clockwork Orange, allerdings nicht als Roman sondern in Form von Gedanken zu Themen (wie Gewalt und Bestrafung) die in seinem berühmten Roman von 1962 eine Rolle spielten

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It's the birthday of the author Philip K. Dick (1928-1982). The sci-fi movie Blade Runner (1982) is based on his novel Do Androids Dream of Electric Sheep (1968). It's dedicated to one Maren Augusta Bergrud (1923-1967). We wanted to find out who she was and found an interesting story

Es ist der Geburtstag des Science Fiction Autors Philip K. Dick (1928-1982). Zu diesem Anlass ein Blick auf eine seiner berühmtesten Stories. Da vorrangig bekannt durch Ridley Scotts Verfilmung Blade Runner (1982), schien es sinnvoll mit der Romanvorlage Do Androids Dream of Electric Sheep (1968) zu beginnen und nach Hinweisen auf den Ursprung des Blade Runner Mythos’ zu suchen. Es lohnte sich. Schon in der Widmung war eine interessante und anfangs rätselhafte Spur. Der Roman ist einer gewissen Maren Augusta Bergrud (1923-1967) gewidmet. Eine Internet Suche ergab keinen Hinweis, welche Verbindung sie mit dem Autor hatte. Dieser Blogpost ist momentan der einzige der den Namen in der Widmung in einen Kontext stellt. Es ist der Mädchenname einer Frau die Maren Hackett hieß. Sie war die Stiefmutter von P. K. Dicks vierter Ehefrau Nancy Hackett
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A movie adaptation of Stephen King's apocalyptic novel The Stand (1978) is in the works, probably with Matthew McConaughey. In our blogpost we look at the large number of songs King mentions in the novel, ranging from Blues, Folk, Rock to Gospel...also the beautiful hymn 'In The Garden'

20 Jahre nach der ersten Verfilmung als TV-Serie ist Stephen Kings apokalyptischer Roman The Stand – Das letzte Gefecht (1978) als Kinofilm in Arbeit. Matthew McConaughey spielt eine der Hauptrollen, den teuflischen Randall Flag, eine Art Cowboy from Hell der das Böse, vielleicht sogar spezifisch den biblischen Antchrist repräsentiert. McConaughey der mit Filmen wie Interstellar (2014) momentan zu Hollywoods Oberliga zählt, klingt wie eine gute Wahl. Die neue Kinoverfilmung ist als Reihe von vier Filmen geplant. Uff. Aber The Stand enthält tatsächlich viel Material und viele Figuren. The Stand war nach Kings eigenen Angaben als ein Epos á la Der Herr der Ringe mit einem amerikanischen Schauplatz gedacht. Stephen King kann das Interesse seiner Leser über Hunderte von Romanseiten halten. Blogger müssen sich kurzfassen und ich werfe heute einen Blick auf einen bestimmten Aspekt des Romans, nämlich die vielen Erwähnungen von Musik, Bands und Liedern. Das kommt in vielen von Kings Romanen vor, aber mir fällt keiner ein bei dem Musik so eine große Rolle spielt wie in The Stand. Stephen King spielt selber Gitarre und kennt sich erstaunlich gut mit Musikgeschichte aus. Dass er Musik in Romanen erwähnt, ist sicherlich aus Spaß, aber auch um Bezugspunkte für Leser zu schaffen. The Stand erschien 1978, also zu einer Zeit als der Einfluss der mythischen 60er Jahre mit all ihren gesellschaftlichen Veränderungen und optimistischen Zukunftsvorstellungen ins Wanken geriet. Der Roman setzt auf Nostalgie für so etwas wie Die Gute Alte Zeit und lässt kaum eine kulturelle Ikone der 60er und frühen 70er unerwähnt. Seien es Künstler wie Warhol, Schriftsteller wie Norman Mailer, Musiker wie Jefferson Airplane und Velvet Underground oder kultige Biker-Filme wie Die wilden Engel (1966) mit Peter Fonda, und Hells Angels on Wheels (1967) mit Jack Nicholson. Um nur einiges an Popkultur zu nennen das in Nebensätzen auftaucht. Es werden viele spezifische Lieder erwähnt, zum Beispiel wenn Protagonist Larry Underwood, ein junger Musiker der zu der Zahl von 0,5% Überlebenden einer Viruskatastrophe gehört, darüber grübelt dass die Musik der 60er viel besser war als die der 80er. Songs wie Eve of Destruction werden erwähnt, ein Lied das mit seinen Warnungen, mitunter vor einer nuklearen Apokalypse (‘If the button is pushed, there’s no runnin’ away…’) durchaus einen Bezug zur Endzeitstimmung des Romans hat. In der 1994 TV-Verfilmung wird Eve of Destruction sogar von dem Schauspieler mit einer akustischer Gitarre gespielt. Hier der Clip. Weitere Lieder die im Roman erwähnt werden sind
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It's the birthday of Michael Crichton (1942-2008). We watched The Andromeda Strain (1971) last night. Not as famous as other adaptions of his, like Jurassic Park. But Andromeda is a superb thriller about an extraterrestrial virus

Es ist der Geburtstag von Michael Crichtion (1942-2008) und wir haben uns gestern Abend den Film Andromeda (1971) angesehen. Die Romanvorlage  ist gut, der Film sogar noch besser. Er ist weniger bekannt als Crichton-Verfilmungen wie Jurassic Park (1993) aber unter Sci-Fi-Fans weitgehend als Klassiker angesehen. Es geht um ein extrem gefährliches Virus das von einem abgestürzten Satelliten auf die Erde gebracht wird. Einer von mehreren erwähnenswerten Aspekten des Technologie-Thrillers ist der experimentelle Soundtrack von dem amerikanischen Künstler &  Jazzmusiker Gil Mellé (1931-2004). Einer der frühsten Soundtracks mit elektronischen Instrumenten und hausgemachten Sampling-Effekten. Die Musik ist, wie oft bei Thriller-Soundtracks der Fall, nicht Easy Listening aber sie klingt spannend und innovativ. Einige der Klänge wurden noch Jahrzehnte später von einer jüngeren Generation von Musikern gesampelt, sprich ausschnittweise in neuen Musikstücken verwendet. Einige der ruhigeren Passagen könnten durchaus auf frühe Alben von Tangerine Dream passen. In der Tat, es gibt von dem Ex-TD-Musiker
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There's a BBC radio dramatisation of Margaret Atwood's novel The Handmaid's Tale online. Link below. Excellent production from the year 2000, which I much prefer to the movie and TV adaptations. Photo above, my Virago paperback edition

Der Roman mit dem Originaltitel The Handmaid’s Tale (1985) gewann 1987 den Arthur C. Clarke Award Literaturpreis, und wurde von Volker Schlöndorff als Die Geschichte der Dienerin (2000) verfilmt. 2017 startete die TV-Serie The Handmaid’s Tale – Der Report der Magd, deren dritte Staffel für 2019 angesagt ist. Mir persönlich gefällt das atmosphärische BBC-Hörspiel vom Jahr 2000 besser als beide Verfilmungen. Link folgt am Ende des Blogposts. Im Foto ist meine englische Romanausgabe vom Virago Verlag. Auf dem Cover sind die roten Kutten und die weißen Kopfbedeckungen die in diesem dystopischen Zukunftsroman von sog. Dienerinnen getragen werden. Im Jahr 2195 wird im US-Bundesstaat Maine ein Metallkanister mit 30 Audiokassetten gefunden auf denen eine Frau im 20. Jahrhundert ihre Geschichte erzählt. Diesen Tondokumenten gibt man den Namen ‘Der Report der Magd’. Es ist die Geschichte von einer ehemals herrschenden theokratischen Diktatur, die wohl von den späten 1980er Jahren bis etwa zur Mitte des 21. Jahrhunderts dauerte. Aufgrund eines damaligen Geburtenmangels werden Frauen die – trotz radioaktiven und chemischen Umweltverseuchungen – noch gebärfähig sind, dazu gezwungen, in den Haushalten von reichen aber kinderlosen Funktionären Kinder zu zeugen.

‘Das Normale, sagte Tante Lydia, ist das, was ihr gewohnt seid. Was ihr jetzt erlebt, mag euch vorläufig noch nicht normal vorkommen, aber nach einiger Zeit wird sich das ändern. Es wird das Normale werden.’ (Romanpassage, Der Report der Magd, 1985)

Im Laufe der Geschichte erfährt man einiges von den Lebensstationen der Erzählerin namens Offred die noch in der ‘Alten Zeit’ aufgewachsen ist, vor der Machtübernahme durch christliche Fundamentalisten die sich ‘Die Söhne Jakobs’ nennen. Wird eine geheime Widerstandsbewegung namens Mayday es schaffen, Offred von Amerika nach Kanada zu schmuggeln? Ich wünsche spannende Unterhaltung beim Hörspiel.

 

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Margaret Atwood: ‘Der Report der Magd’ als Hörspiel online Das BBC-Hörspiel Teil 1 The Handmaid’s Tale. Mit Marsha Dietlein (als Offred), Marian Seldes (als Tante Lydia), Earl Hindman (als Commander), Mireille Enos (als Ofglen), Emma Roberts (als Janine), Dermot Crowle (als Professor), Christopher Burns (als Luke), Leslie Hendrix (als Serena Joy), Peggity Price (als Tante Elizabeth), Tasha Lawrence (als Moira), Dylan Chalfy (als Joseph), Shannon Williams (als Rita), Christine Marks (als Mildred), Nick Russell-Pavier (Musik). Bearbeitung: John Dryden. Regie: Jane Quill. Hier Links für Teil 2 und Teil 3. Produktion von 2000

Wussten Sie schon? Die kanadische Autorin Margaret Atwood hat für ihren Roman Der Report der Magd (1985) eine Fortsetzung namen The Testaments angekündigt die September 2019 erscheinen soll

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A German radio dramatisation of Jack Finneys Sci-Fi / horror novel 'Invasion of the Body Snatchers' (1954) is online. Link below. The 1956 movie is good. So is the 1978 adaptation with Donald Sutherland, which is more of a horror movie

Die Romanvorlage The Body Snatchers (1954) wurde vier mal fürs Kino verfilmt. Erstaunlich, wenn man bedenkt dass viele SciFi-Klassiker, wie Asimovs Foundation (1951) oder Robert A. Heinleins Fremder in einer fremden Welt (1961) noch kein einziges Mal verfilmt wurden. Jack Finney hat mit Die Körperfresser kommen, so der deutsche Romantitel, zweifellos einen Nerv getroffen. Auch das WDR-Hörspiel vom Jahr 2017 zeigt dass der Stoff immer noch einen Nerv trifft, auch wenn die Story aktualisiert wird und von den 50er Jahren in die heutige Zeit versetzt wird. Link für das gut gemachte Hörspiel – mit speziell komponierter Musik und hypnotischen Gesangspassagen – am Ende des Blogposts. Die Idee von Jack Finney ist innovativ: Die Erde wird nicht von UFOs angegriffen sondern von einer außerirdischen Lebensform die Menschen von innen aushöhlt und dann mit Doppelgängern ersetzt. Der Subtext von Entmenschlichung und Identitätsverslust ist wahrscheinlich die Mutter die Mutter aller Verschwörungstheorien: Nachbarn, Freunde und zuletzt der eigene Ehepartner. Der totale Zusammenbruch, die Zerrüttung, Aushöhlung althergebrachter Gemeinschaften, Werte und Glaubenssysteme. Dies sind quasi-apokalyptische Horrorvisionen. Kein Zufall, dass die Geschichte aus der Zeit des Kalten Kriegs mit der kommunistischen Sowjetunion stammt. Die Tatsache dass die Invasoren mit idealistisch angehauchten Parolen auf einen einreden, macht sie um so angsteinflößender. Hier eine Passage vom Hörspiel.

Wir haben euch erwartet. Schön dass ihr den Weg zu uns gefunden habt. Macht euch keine Sorgen. ihr werdet die selben sein, in jedem Gedanken, jeder Erinnerung, jeder Gewohnheit und Eigentümlichkeit. Individueller Nutzen spielt keine Rolle mehr. Wir werden alle gleich sein. Das ist die Schönheit dieses Prozesses. Eine Schönheit die keine Revolution, kein System bisher erschaffen konnte. Zum erstenmal wird eine Welt entstehen die tatsächlich gerecht ist. Der uralte Traum von einem besseren Leben…wird Wirklichkeit. Es tut nicht weh. Während ihr schlaft, werdet ihr neu geboren, in eine sorglose Realität hinein. In eine Welt ohne Unterschiede, ohne Konflikte, ohne Gewalt. (Gekürzte Hörspielpassage)

Halleluja! Der einzige Haken ist, dass es keine lästigen Liebesgefühle unter Menschen mehr gibt. Aber das ist ein kleiner Preis für Weltfrieden, nicht wahr? Oben im Bild, ein Kinoposter von der Erstverfilmung die in Deutschland als Die Dämonischen (1956) in die Kinos kam. Der Film ist gut. Übertroffen vielleicht nur von Philip Kaufmans Verfilmung Die Körperfresser kommen (1978) mit Donald Sutherland in der Rolle von Dr. Bennell. Dieser Film, der die Handlung von einer Kleinstadt nach San Francisco verlegt, hat noch mehr von einem Horrorfilm an sich. Die Transformation, siehe Clip, wird drastisch dargestellt. Menschen werden von Kürbissen, die man ihnen heimlich unters Bett legt, mit einem Kokon umhüllt und ausgehöhlt, bis die menschliche Hülle leer und grotesk zusammensackt und aus den Kürbisresten ein forsch dreinblickendes Duplikat des Menschen schlüpft. Schlaf ist die beste Medizin. Außer wenn Körperfresser gute Nacht sagen.

 

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Jack Finney: ‘Die Körperfresser’ als WDR-Hörspiel online Das WDR-Hörspiel mit Marc Hosemann (als Dr. Daniel Bennell), Anna Maria Mühe (Bernells Kollegin Hannah Delgado), Christian Wittmann (ihr ‘veränderter’ Ehemann Franco Delgado), Lars Rudolph (Daniels Freund, der Künstler Keiji), Jule Böwe (Keijis Ehefrau Elena), Ulrich Noethe (Prof. Richard Altmann. Chefgenetiker von Accessio), Florian Stetter (Nigel Cameron (Renommierter Psychater & Jugendfreund von Daniel), Georg Falk-Huber (Musik) u. a. Produktion: 2017

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A 2002 BBC radio dramatisation of the novel 'Neuromancer' (1984) by William Gibson is online. Link below. Photo: My HarperCollins paperback edition: 'The sky above the port was the color of television, tuned to a dead channel'

‘Der Himmel über dem Hafen hatte die Farbe eines Fernsehers, der auf einen toten Kanal geschaltet war…’. Der Roman den der damals 35-jährige Autor im Jahr 1984 veröffentlichte ist ein SciFi-Meilenstein. Vom Kultroman entwickelte sich Neuromancer im Laufe der Jahre zum millionenfach verkauften Bestseller. Seit 2017 ist eine Verfilmung von Tim Miller, Regisseur von Deadpool, im Gespräch. Aber solche Projekte können sich hinziehen. Bis dahin setzt das aufwendige BBC-Hörspiel den Standard für Adaptionen. Hörspiel-Fans wissen, dass solche Produktionen nicht so leicht zu überbieten sind. Link folgt am Ende des Blogposts. Im Foto ist meine englische Romanausgabe. Die Story wirkt wie eine Mischung aus Raymond Chandler und George Orwell. Im Mittelpunkt ist ein Hacker namens Henry Case. Er hat seine Auftraggeber hintergangen, hat gestohlene Daten auf eigene Faust verkauft. Zur Strafe hat man sein Nervensystem vergiftet. Jetzt kann er sich jetzt nicht mehr in den Matrix genannten Cyberspace hineinschalten. Case, der zuvor ‘für die körperlosen Freuden des Cyberspace gelebt hatte’, schlägt sich seitdem in einer unter Hackern verpönten rein körperlichen Existenz durch.

Case war vierundzwanzig. Mit zweiundzwanzig war er ein Konsolen-Cowboy gewesen, einer der besten im Sprawl. Er war bei den ganz Großen in die Lehre gegangen. Mit ständigem Adrenalinüberschuss, einem Nebenprodukt seiner Jugend und seines Könnens, hing er an einem speziellen Cyberspace-Deck, das sein entkörpertes Bewusstsein in die Konsens-Halluzination der Matrix projizierte – ein Dieb, der für andere, reichere Diebe arbeitete, für Auftraggeber, die die erforderliche exotische Software lieferten, um schimmernde Firmenfassaden zu durchdringen und Fenster zu reichen Datenfeldern aufzutun. Er beging den klassischen Fehler, obwohl er sich geschworen hatte, gerade den um jeden Preis zu vermeiden: Er bestahl seine Auftraggeber. (Gekürzte Romanpassage)

Case sucht nach Möglichkeiten, sein Nervensystem zu reparieren. Durch ein Treffen mit einem kybernetisch modifizierten Mädchen namens Molly Millions und ihrem Arbeitgeber, dem ehemaligen US-Soldaten Armitage, bekommt Case eine Chance. Im Gegenzug muss er für Armitage arbeiten. Zusammen mit Molly und einem gefährlichen Kriminellen namens Peter Riviera sollen sie einen Datenspeicher stehlen auf dem das gesamte Bewusstsein der Cyberspace-Legende McCoy Pauley, genannt Dixie Flatline, gespeichert ist. So kommen sie auf die Spur eines gigantischen und geheimen Projekts: Zwei AI-Wesenheiten namens Wintermute und Neuromancer sollen miteinander verknüpft werden – um eine Superintelligenz ins Leben zu rufen. Erstaunlich an Gibsons Roman Neuromancer ist mitunter dass er im Jahr 1984 etwas sehr ähnliches wie das Internet beschreibt. Bevor das Internet wie wir es kennen, existierte. William Gibson, Jahrgang 1948, erfand das Wort Cyberspace, gründete das Cyberpunk-Genre und prägte den Begriff Matrix im Zusammenhang mit virtueller Existenz. Der Einfluss auf den Sci-Fi-Film Matrix (1999) ist unübersehbar. Viel Spaß beim Hörspiel.

 

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William Gibson: ‘Neuromancer’ als Hörspiel online Das BBC-Hörspiel mit Owen McCarthy (als Case), John Shrapnel (als Ratz), Nicola Walker (als Molly Millions), James Laurenson (als Armitage), David Webber (als Maelcum), Colin Stinton (als Dixie Flatline), David Webber (als Maelcum), David Holt (als Peter Riviera), Ann-Marie Wayne (als Lady 3Jane), Peter Marinker (als Ashpool), John Shrapnel (als Neuromancer), Andrew Scott (als Finn), Iain Dunnett (Musik), Mike Walker (Drehbuch), Andy Jordan (Regie). Produktion von 2002

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We saw a Spanish poster for Dawn of the Planet of the Apes (2014) by the motorway. Film starts on 18 July here. We liked Rise of the Planet of the Apes (2011) so we'll check this one out. We see the subtext of these stories less as a What If (apes took over) than an attempt to imagine human evolution

Wir sahen gestern ein spanisches Filmplakat für Planet der Affen: Revolution (2014) an der Costa del Sol Autobahn. Start in Deutschland am 7. August.  Trailer am Ende des Blogposts. Start hier in Spanien drei Wochen früher, am 18. Juli. Wir fanden den vorherigen Film Planet der Affen: Prevolution (2011) ziemlich gut und werden uns die Sequel im Kino ansehen. Wir interessieren uns für den Subtext von modernen Mythen, wie wir sie nennen. Den Hintergrund der Planet der Affen Story, die in den 1960er Jahren begann, sehen wir weniger als Was wäre wenn (Affen die Macht übernehmen), sondern mehr als einen künstlerischen Versuch sich die Evolution der Menschheit vorzustellen. Bis weit ins 20. Jahrhundert waren ja für viele Leute religiöse Überlieferungen die Basis für Vorstellungen von der Entstehung der Menschheit. Die Verbindung von Affen und Menschen in Charles Darwins Evolutionstheorie wirkte demnach bizarr. Der Ansatz der Planet der Affen Story ist mitunter deshalb interessant als dass hier das Erlernen von Sprache als Auslöser einer Revolution, sprich Evolution dargestellt wird. Das ist interessanter als die berühmte Bilderbuchdarstellung von Affen die etappenhaft lernen, aufrecht zu gehen
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Do androids dream of electric sheep? How would we know, we're human. Androids wouldn't go to the beach and wait for the ninth wave to take a photo, would they? Then again, maybe only an android would. The novel became Blade Runner (1982). There's a BBC radio dramatisation. Link below

Philip K. Dicks Roman Träumen Androiden von Elektrischen Schafen? (1968) ist durch die Verfilmung Blade Runner (1982) bekannt geworden. Jetzt ist ein brandneues BBC-Hörspiel online. Link am Ende des Blogposts. Die enigmatische Rachael wird hier von Jessica Raine gespielt, die Lesern vielleicht als Hebamme Jenny Lee aus der TV-Serie Call the Midwife – Ruf des Lebens bekannt ist. Das Hörspiel ist spannend gemacht, kommt gleich zu Anfang auf den Punkt, nämlich dass der Kopfgeldjäger Rick Deckard das Angebot bekommt, für 1000 Dollar pro Kopf sechs geflüchtete Androiden zu erledigen. Die Romanvorlage kommt nicht ganz so schnell zur Sache, aber wir finden es eigentlich gut wenn Stoffe durch Hörspiele und Verfilmungen neu interpretiert werden. Der damalige Spielfilm mit Harrison Ford als der Kopfgeldjäger oder Blade Runner gilt mittlerweile als einer der besten Sci-Fi-Filme aller Zeiten, obwohl er im Kino nur mäßigen Erfolg hatte. Vielleicht kein Wunder, denn es ist eine vielschichtige Story die sich mit der Frage, beschäftigt, was es eigentlich bedeutet
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The BBC radio dramatisation Slipstream (2008) is based on the conspiracy theory about German UFOs at the end of WWII. Probably stems from the fact that after the war V-2 engineers like Wernher von Braun were involved in US space programm

Das englische Hörspiel Slipstream (2008) ist ein spannendes Abenteuergarn. Link folgt am Ende des Artikels, wobei ich gleich vorweg sage dass ich kein bisschen an UFOs glaube, schon gar nicht die außerirdische Variante. Und was die US-Militärexperimente von 1946 bis 1961 mit sog. Flugscheiben betrifft, ist heute bekannt und dokumentiert dass das VZ-9AV Avrocar kaum einen Meter vom Boden abhob, siehe Video aus den US National Archives. Als Geheimwaffe nicht geeignet, geschweige denn als Raumschiff. Die damals geheimen Experimente sind vielleicht ein Mitgrund für den Ufo-Mythos. Die Verbindung zur Reichsflugscheiben-Legende entstand vermutlich weil die Amerikaner nach dem Krieg Hunderte von deutschen Ingenieuren, wie z. B. Wernher von Braun (1912-1977), für Militärtechnik und das US-Raumfahrtprogramm einspannten. Deutsche Raketentechnik à la V2 war viel weiter entwickelt als die der Allierten. In neuerer Zeit haben Spielfilme wie Iron Sky (2012) dazu beigetragen, das Thema von deutschen Ufos bekannt zu machen, wenn auch auf ironische Weise. Auch Indiana-Jones-Filme haben auf Verbindungen des Dritten Reichs zu esoterischen Themen angespielt: Die Suche nach der Bundeslade, die Suche nach dem Heiligen Gral etc. Alles sehr mystisch angehaucht, ansatzweise romantisiert und sehr erfolgreich. Im folgenden BBC-Hörspiel Slipstream geht es um ein Objekt das 1929 im brasilianischen Dschungel gefunden wurde. Über einen Missionar, und einen deutschen Priester im Vatikan gelangt der Artefakt, der außerirdischer Herkunft ist, in die Hände der SS. Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs macht die englische Airforce plötzlich enorme Verluste bei Luftkämpfen. Ein Soldat überreicht Major Barton den Bericht:

‘Is this the report on last night’s raid?’ ‘Yes, sorry, Major Barton, as you can see, the top sheet concerns the attack on the Leuna oil plant‘ ’153 aircraft lost…has this been verified? My god, that’s our worst ever losses, over a thousand men on one raid, in a night! What’s this? 40 eyewitnesses claim the losses were attributable to a shimmering silver aircraft that flew at incredible speed? They were attacked near Nordhausen. That’s interesting. What about Valkyrie intercepts?’ ‘Yes Sir, there’s been a lot of Enigma signal traffic, we haven’t deciphered it all yet’ (Gekürzte Passage vom BBC-Hörspiel Slipstream, 2008)

Ein deutscher Kriegsgefangener sagt den Briten, bevor er an den Folgen eines brutalen Verhörs stirbt, etwas von einem ‘Luftschraubenstrahl‘. Englische Übersetzung: Slipstream, was mit Flugtechnik zu tun hat. Die Briten wollen wissen, was dahinter steckt. Der britische Major Bill Barton rekrutiert ein Team von Soldaten die in die unterirdische V2-Produktionsstätte Mittelwerk im Kohnstein bei Nordhausen eindringen sollen. Zusammen mit einem deutschen Piloten, dem Kriegsgefangenen Flugkapitän Jürgen Rahl. Die Engländer hoffen, mit einen geheimen Aktion den Russen und Amerikanern zuvorzukommen – und mehr über die Geheimwaffe namens Slipstream herauzufinden. Ich wünsche spannende Unterhaltung beim Hörspiel.

 

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BBC-Hörspiel ‘Slipstream’ über deutsche UFOs online Das BBC-Hörspiel mit Tim McMullan (als Major Bill Barton), Rory Kinnear (als Flugkapitän Jürgen Rahl), Rachel Atkins (als Trudi Schenk), Joannah Tincey (als Dr. Kate Ritchie), Ben Crowe (als Lt. Jack Dundas), Sam Pamphilon (Teazle), Peter Marinker (Brigadier Erskine), Laura Molyneaux (Stimme von Slipstream). Weitere Rollen: Simon Treves, Alex Lanipekun, Lloyd Woolf. Links für Teil 2 und Teil 3 und Teil 4 und Teil 5. Autor: Simin Bovey. Produktion: Marc Beeby. 2008

Britischer Science-Fiction-Klassiker als Hörspiel John Wyndham: ‘Die Triffids’ als WDR-Hörspiel online

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A German WDR radio dramatisation of Liu Cixin Liu's novel 'The Three-Body Problem' (2007) is online. Link below. Topic: First human encounter with alien intelligent life. Rachel Carson's Silent Spring (1962) plays a role in the story

Das Science-Fiction-Epos des chinesischen Autors Cixin Liu hat das Zeug zum Klassiker à la Foundation von Isaac Asimov oder Dune von Frank Herbert. Das deutsche Hörspiel von 2017 ist eine aufwendige, hörenswerte Produktion. Link am Ende des Blogposts. Im Foto ist meine Heyne Taschenbuchausgabe von dem Buch Die drei Sonnen (2008), dem ersten Teil der Trisolaris-Trilogie. Es geht um Erstkontakt der Menschheit mit einer außerirdischen Zivilisation. Wobei Liu Cixin dieses altbekannte Sci-Fi-Thema auf eine innovative Art präsentiert. Dies ist nicht Sc-Fi von der Sorte ‘Cowboys & Indianer im Weltall’ mit Laserpistolen oder Lichtschwertern, sondern technisch und intellektuell geprägte Hard Science Fiction. Cixin Liu, geb. 1963, arbeitete vor seiner schriftstellerischen Karriere als Ingenieur in einem chinesischen Kraftwerk. Er behandelt in seinem Roman auch philosophische und kulturelle Themen. Die Story beginnt 1967, zu Zeiten der chinesischen Kulturrevolution. Hauptfigur Ye Wenjie, Studentin der Astrophysik, erlebt wie ihr als Reaktionär verschriener Vater von fanatischen Roten Garden ermordet wird. Sie selber kommt in ein Arbeitslager in der Mongolei. Durch einen jungen Journalisten lernt sie ein Buch kennen das ihr Leben stark prägen wird: Der stumme Frühling (1963) von Rachel Carson. Ein verbotenes Buch für das ihr eine Gefängnisstrafe blüht. Man bietet ihr an, stattdessen für ein Geheimprojekt names Rote Ufer zu arbeiten, wo sie aufgrund ihres technischen Wissens gebraucht wird. Das Projekt beschäftigt sich mit der Suche nach extraterrestrischer Intelligenz (SETI). Nach Jahren wird Ye Wenjie fündig. Was dann passiert, hat eine Verbindung mit dem Buch von Rachel Carson. Hier eine gekürzte Passage aus Die drei Sonnen dazu.

Ye Wenjie wurde um die Mittagszeit vom Holzfällen in die Kompanie zurückberufen. Sie war kaum im Büro angelangt, da spürte sie schon, dass etwas nicht stimmte. Neben dem Kompaniechef und dem Drillmeister war noch ein frostig dreinschauender Fremder anwesend. Vor sich auf dem Schreibtisch hatte er das Buch. ‘Das ist die chinesische Übersetzung von Der stumme Frühling. Sie ist an ausgewählte Kader verteilt worden, die sich kritisch mit dem Inhalt des Buchs auseinandergesetzt haben. Inzwischen hat sich die Führung eindeutig zu diesem Werk geäußert und es als besonders giftiges Stück Propaganda bezeichnet. Es fußt auf den Ansichten eines historischen Idealismus. Indem es Umweltprobleme thematisiert, verbreitet es eine eschatologische Endzeitstimmung. Das Buch liefert nur faule Ausreden für die Dekadenz und den unausweichlichen Untergang des Kapitalismus. Sein Inhalt ist reaktionär.’ ’Aber dieses Buch … gehört mir doch gar nicht«, protestierte Ye Wenjie kraftlos. ‘Du hast dieses Buch als ideologische Waffe gegen den Sozialismus verwendet.’ Ye Wenjie schwieg. Sie wusste, dass sie in eine Falle getappt war, aus der es kein Entkommen gab. Es hatte keinen Sinn, sich zu wehren. Allerdings waren sich ein halbes Jahrhundert später alle Historiker darin einig, dass dieser Vorfall im Jahre 1969 einen Wendepunkt im Verlauf der Menschheitsgeschichte markierte.
Beginnt hiermit im Roman ein ehrenwerter aber langweiliger Vortrag über Umweltschutz? Nein, es ist viel komplexer und spannender. Die Nachricht die Ye Wenjie erhält, ist eine Warnung. Die Zivilisation von einem Planeten namens Trisolaris – so genannt weil er drei Sonnen und eine Menge Umweltprobleme hat – befindet sich auf dem Weg zur Erde. Die Reise wird, bei 1/10 Lichtgeschwindigkeit, allerdings noch 450 Jahre dauern. In der Zwischenzeit beginnen Trisolaner damit, eine Fünfte Kolonne, also ein Netzwerk von Unterstützern auf der Erde aufzubauen. Mitunter durch das Internet und ein Computerspiel namens Three Body, was übrigens auch die exakte Übersetzung des chinesischen Originaltitels des Romans ist. Die Astrophysikerin Ye Wenjie gehört zu den vielen Leuten die aufgrund ihrer Hasses auf die selbstzerstörerische Menschheit, eine Invasion und Regierungsübernahme von Außerirdischen befürwortet und unterstützt. Zusammen mit einem Milliardär gründet sie die ETO, die Erde-Trisolaris-Organisation. Aber es bilden sich auch Gruppen die andere Interessen und Ziele haben. Ich wünsche spannende Unterhaltung beim folgenden Hörspiel.
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Cixin Liu: ‘Die drei Sonnen’ als WDR-Hörspiel online Das WDR-Hörspiel mit Mareike Hein (als die junge Astrophysikerin Ye Wenjie), Tatja Seibt (die ältere Ye Wenjie), Jürgen Sarkiss (als Ye Wenjies Vater Ye Zhetai), Bettina Engelhardt (Shao Lin, Ye Zhetais Ehefrau), Louis Friedemann Thiele (Journalist Bai Mulin), Roman Knizka (Wang Miao, Professor für Nanowissenschaften), Markus Meyer (Yang Weining, Chefingenieur Rotes Ufer, später Ehemann von Ye Wenjie), Katharina Schmalenberg (Shen Yufei, japanische Physikerin, Mitglied Frontiers of Science), Robert Gallinowski (Polizeiinspektor Shih Qiang), Walter Gontermann (Chang Weisi, Generalmajor, Chinesische Volksarmee), Glenn Goltz (Lei Zhicheng, Politkommissar Projekt Rotes Ufer), Young-Shin Kim (Historikerin), Matthias Bundschuh (Ding Yi, Theoretischer Physiker), Therese Dürrenberger (Kader Cheng Lihua), Guido Lambrecht (Wei Cheng, Mitglied Frontiers of Science), Peter Gröger, Martin Bross, Sylvester Groth (Figuren im Videospiel Three Body), Ernst-August Schepmann (Trisolaner), Daniel Berger (Pan Han), Ralf Drexler (Zhang), Falk Rockstroh, Boris Jacoby (Erzähler), Andreas Koslik (Musik) u. a. Produktion 2017. Dieses Hörspiel ist auch als 5-CD-Set von Random House erhältlich
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Verfilmung von Die drei Sonnen? Besitzer der Filmrechte ist zur Zeit Milliardär Lin Qi, Chef von Youzu, einer chinesischen Firma die Computerspiele entwickelt. Sein Versuch, den Roman auf die Leinwand zu bringen, endete mit einem unveröffentlichten, angeblich qualitativ unausreichenden Film. Auf Youtube kursieren ‘Trailer’ die wie Fakes aussehen. Die interessanteste Entwicklung ist bis dato eine Meldung in der Financial Times von März 2018, dass Amazon die Rechte kaufen will und für den Betrag von einer Milliarde Dollar als TV-Serie verfilmen will, inklusive der gesamten Trilogie 1. Die drei Sonnen, 2. Der dunkle Wald, 3. Jenseits der Zeit.
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Foto-Info Heyne Taschenbuch, Illustration von Stephan Martiniere, meine Ausgabe enthielt auch ein Poster
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John Carpenter's cult movie 'The Thing' (1982), see DVD above, was based on the Sci-Fi novella 'Who Goes There' by John W. Campbell. There's a BBC radio dramatisation from 2002 of the story online. Link below. It's set in Antarctica

John Carpenters Kultfilm von 1982 beruht auf John W. Campbells SF-Novelle Who Goes There? (1938). Das ist auch der Titel des BBC-Hörspiels. Link am Ende des Blogposts. Ich habe The Thing, so der Originaltitel des Films, als DVD mit viel Bonusmaterial, Dokus etc. Siehe Foto. Interessanterweise war der Film, der heute unter SF- und Horror-Fans als Klassiker gilt, damals kein Kinoerfolg. Er wurde von Kritikern als düsterer Splatter-Film abgetan. Die brutale Darstellung von einem menschenfeindlichen Außerirdischen im antarktischen Eis lag nicht im Trend vom Kassenschlager und Feelgood-Film E.T. – Der Außerirdische (1982). Man soll nicht Äpfel und Birnen vergleichen, denn E.T ist vorrangig ein Kinderfilm. Aber in Sachen Sci-Fi hat sich The Thing (1982) als einflussreicher und auch realistischer erwiesen. Zumindest wenn man dem britischen Astrophysiker Stephen Hawking (1942-2018) glaubt, der wiederholt gesagt hat dass Außerirdische aus fernen Galaxien – wenn sie uns trotz der enormen Entfernungen jemals finden sollten – der Menschheit gegenüber eher feindlich gesonnen sein werden. Warum? Hier zwei denkwürdige Zitate von ihm zum Thema.

‘If aliens ever visit us, I think the outcome would be much as when Christopher Columbus first landed in America, which didn’t turn out very well for the Native Americans’…A civilization reading one of our messages could be billions of years ahead of us. If so, they will be vastly more powerful, and may not see us as any more valuable than we see bacteria.’ (Stephen Hawking, 2015)

Hawkings Erwähnung von Christoph Kolumbus weist darauf hin, dass keineswegs nur ‘böse Außeridische’ dazu fähig sind, ferne Kulturen in Krisen zu stürzen. Es sind gar nicht mal böse Absichten dazu nötig. Sondern einfach nur ziemlich mondäne Beweggründe wie z. B. der Bedarf an Resourcen. Hawkings Erwähnung von Bakterien deutet darauf hin dass außerirdische Zivilisationen möglicherweise Lebensweisen und Sichtweisen entwickelt haben, in denen die (ziemlich selbstzerstörerische) Existenz der Menschheit kaum Relevanz, geschweige denn Sympathiewerte haben würde. Was ‘Das Ding aus einer anderen Welt‘ anbelangt, sollte man definitiv auf Willkommensgrüße verzichten. Am besten auch darauf, das Ding aus dem Eis aufzutauen in dem es im Winterschlaf lag. Aber als ein Team von Polarforschern auf ein Raumschiff stößt das anhand seiner Tiefe im ewigen Eis vor 20 Millionen Jahren auf die Erde abgestürzt sein muss, können sie nicht widerstehen. Unangenehmerweise hat das Ding die Fähigkeit, sich des Körpers von anderen Lebewesen zu bemächtigen. Ein Rezept für Ärger. Ich wünsche spannende Unterhaltung beim Hörspiel.

 

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John W. Campbell‘Das Ding aus einer anderen Welt’ Hörspiel online Das BBC-Hörspiel Who Goes There? Mit Liam Brennan (als MacReady), Ioan Meredith (als Biologe Professor Blair), Cyril Nri (als Physiker Dr Vance Norris), Christopher Godwin (als Expeditionsleiter Commander Gary), Harry Myers (Kinner, der Koch), Colin Adrian (Physiker Connant), Rachel Horan (Regie), Mike Walker (Bearbeitung). Produktion: 2002

Wussten Sie schon? In den Archiven der Harvard University wurde vor Kurzem eine frühere, deutlich längere Version von John W. Campbells Who Goes There? (1938) gefunden. Autor Alec Nevala-Lee fand das bis dato unbekannte Material bei Recherchen für seine Biografie von Campbell. Per Kickstarter hat Nevala mittlerweile das Geld gesammelt um für 2019 eine erweiterte Neuausgabe des Sci-Fi-Klassikers in Gang zu bringen

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The Children of Men (1992) isn't a detective novel, it's Science Fiction. The photo above shows P. D. James and her late husband Connor in the 1940′s with their daughter Jane

Heute ist der Geburtstag von P. D. James, sie ist 93 Jahre alt und immer noch als Autorin tätig. Am bekanntesten für ihre Krimis, speziell die Reihe mit Detektiv Adam Dalgliesh der zuletzt in dem exzellenten Roman Ein makelloser Tod (2008) ermittelte. Sie hat aber auch zwei, drei Bücher geschrieben die etwas aus der Reihe fallen: Der Tod kommt nach Pemberley (2013) spielt vor etwa 200 Jahren, knüpft an die Handlung von Jane Austens Stolz und Vorurteil an und wird zur Zeit verfilmt. Noch ungewöhnlicher ist ihr Science Fiction Roman The Children of Men (1992). Auf Deutsch mit dem Titel Das Land der leeren Häuser veröffentlicht, kam das Buch nicht besonders gut an, hatte aber als Kinoverfilmung Children of Men (2006) Erfolg und gute Kritiken. Ich mag das Buch, kannte es vor dem Film, aber es ist tatsächlich so dass sich das Roman-Konzept von einer aussterbenden Menschheit sehr gut für einen epischen Spielfilm eignet. Leuten die ihn noch nicht kennen, würden ich durchaus empfehlen, den Film zuerst auszuchecken. Auch wenn er sich, typischerweise, von der Romanvorlage unterscheidet, wird hier der philosophische Kern, oder das Gefühl des Romans gut rüber gebracht: Die Frage: Wie würden sich Menschen fühlen, die wüssten dass sie die letzte Generation sind, dass in ca. fünfzig Jahren keine Menschen mehr auf der Erde leben werden? Ein interessantes Gedankenspiel, denn auf Anhieb könnte man denken, dass viele Menschen heutzutage sowieso nach dem Prinzip Nach mir die Sintflut leben, also primär auf ihre persönliche Zukunft eher als die Zukunft der Menschheit fixiert sind. Aber Buch und Film stellen dar, dass dies nur vordergründige Motivationen sind, und dass die sprichwörtliche Perspektivlosigkeit einer kinderlosen Gesellschaft nicht nur zu einem finanziellen sondern auch zu einem psychologischen Zusammenbruch führen würde, ganz unabhängig von der altbekannten Tatsache dass manche Leute Kinder bekommen wollen und manche Leute halt nicht.

 ’Weltweit beginnen die Nationalstaaten momentan, die Zeugnisse ihres kulturellen Schaffens für die Nachwelt zu bewahren…Wir archivieren unsere Bücher und Manuskripte, die großen Gemälde, die Patrituren und Instrumente, die Artefakte. In spätestens vierzig Jahren werden die berühmtesten Bibliotheken der Welt verwaist und versiegelt sein, und die Bauwerke sprechen, soweit sie noch stehen, für sich selbst. Freilich dürfte der weiche Oxforder Stein kaum mehr als zwei Jahrhunderte überdauern.’

The theme, of the novel - the end of mankind - lends itself well to a movie 'Children of Men' (2006) from director Alfonso Cuarón is excellent. Featuring good music, too: Check the clip with John Tavener's Fragments of a Prayer. Link below

Es ginge hier viel mehr um Fragen wie: Würde ich als Autor noch Bücher schreiben wenn ich wüsste dass bald niemand mehr da ist um sie zu lesen? Würden man noch an neuen Erfindungen tüfteln, neue Hauser, neue Straßen bauen, neue Geschäftsideen oder Medikamente entwickeln? Vieles was mir machen, auch wenn wir selber keine Kinder haben, beruht implizit darauf dass die Menschheit eine Zukunft hat und nicht nur für den Moment lebt. Der Mangel an Zukunft führt im Roman und im Film zu Bandenkulturen, Straßenkämpfen und einer Mischung aus Apathie und allgemeinem Chaos. Was auf politischer Ebene, mit pragmatischen eher als bösen Absichten, in einer Militärdiktatur endet. Gibt es irgendeine Hoffnung? Children of Men bekommt quasi-religöse Konnotationen als eine junge Frau aus Jamaika, die als Flüchtling in England lebt, nach zwanzig Jahren der erste Mensch ist der wieder ein Kind bekommt. Der Film beeindruckt nicht nur visuell sondern auch mit starker Musik von Leuten wie Radiohead, John Lennon, Deep Purple und King Crimson, wobei mir im Kontext der Handlung besonders die Musik von dem modernen klassischen Komponisten John Tavener gefiel. Und übrigens auch der Schauspieler Michael Caine der hier einen alten Hippie spielt und aussieht wie Jerry Garcia. Zum Abschluss ein YouTube Clip mit Taveners Lied Fragments of a Prayer, mit einigen Szenen aus Children of Men.

 

 

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Verfilmung Ein deutscher Trailer für Children of Men (2006) mit Clive Owen (als Theo Faron), Clare-Hope Ashitey (als Kee, das schwangere Mädchen), Michael Caine (als Jasper Palmer), Julianne Moore (als Julian Taylor), Chiwetel Ejiofor (als Luke) u. a. Kommentar: Bei der Darstellung der Hippie-Figur Jasper Palmer wurde Schauspieler Michael Caine von seiner Bekanntschaft mit John Lennon inspiriert

Foto-Info  Meine DVD und Penguin-Ausgabe von The Children of Men (1992), zusammen mit einem Foto auf dem die junge P. D. James in den 1940er Jahren mit ihrer Tochter Jane und ihrem Ehemann Connor zu sehen ist. Das Foto ist aus ihrem Buch Time to Be in Earnest: A Fragment of Autobiography (1999)

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1982 BBC radio dramatisation of John Wyndham's sci-fi novel 'The Midwich Cuckoos' (1957) is online. Link below. I got a nicely designed DVD box-set of the movie adaptations: Village of the Damned (1960) and Children of the Damned (1964)

Ein BBC-Hörspiel nach der Romanvorlage The Midwich Cuckoos (1957) ist online, Link folgt am Ende des Blogposts. Auf Deusch als Kuckuckskinder veröffentlicht aber wahrscheinlich am bekanntesten unter dem Namen der zwei Verfilmungen Das Dorf der Verdammten. John Carpenters Remake schaffte es für meine Begriffe nicht, die Erstverfilmung von 1960 zu verbessern. Ich habe den Trailer für die Originalfassung nachfolgend hinzugefügt. Es geht um eine außerirdische Invasion, auf die in Science Fiction altbewährte Weise der Übernahme von menschlichen Körpern. Wobei hier sämtliche Frauen in einem englischen Dorf auf mysteriöse Weise schwanger werden, und die Außerirdischen sich später in Form von superintelligenten Kindern manifestieren. Mit denen ist allerdings nicht zu spaßen. Die Wesen haben eine Art emotionsloses, kollektives Bewusstsein und zudem telepathische Kräfte. Man muss Science Fiction nicht unbedingt eine Interpretation abringen, man kann solche Geschichten auch einfach als Abenteuergarn sehen. Aber es fällt schon auf dass im Science Fiction der 50er Jahre – für viele die klassische Epoche des Genres – bestimmte Themen immer wieder auftauchen. Es geht um gesellschaftliche Umwälzungen bei denen der Feind nicht nur von außen sonder auch von innen kommt. Dafür mag es verschiedenen Erklärungen geben, aber es fällt schwer die Verbindung zu den Zeiten des Kalten Krieges zu übersehen. Die Angst des damaligen gesellschaftlichen Mainstreams vor neuen, scheinbar unaufhaltbaren Ideologien die nicht nur von anderen Staaten ausging sondern sich auch in einer vermeintlichen Unterwanderung der eigenen Gesellschaft bemerkbar machte.  Für diese Interpretation spräche auch die Tatsache dass Science Fiction früherer Epochen, von Jules Verne bis H. G. Wells, sich weitgehend mit anderen Themen beschäftigte. H. G. Wells war sicher ein Einfluss auf John Wyndham aber die außerirdische Invasionen zum Beispiel in Der Krieg der Welten, etwa 60 Jahre vor Kuckuckskinder, ist noch von einer anderen, nämlich mechanischen und nicht psychologischen Art. John Wyndham wurde gelegentlich vorgeworfen, sich auf gemütliche Mittelklasse-Katastrophen zu spezialisieren, und das Hörspiel erinnert mit dem dörflichen Hintergrund und der recht gemächlichen Art tatsächlich etwas an Agatha Christie – aber das soll mich nicht stören, für mich kommt die Story als Hörspiel fast besser rüber als die teils etwas arg klischeehaften Darstellungen von bösen blonden Alien-Kindern in den Verfilmungen.

 

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John Wyndham: ‘Das Dorf der Verdammten’ als Hörspiel online Das BBC-Hörspiel The Midwich Cuckoos. Mit Charles Kay (als Colonel Bernard Westcott), William Gaunt (als Richard Gayford), Manning Wilson (als Gordon Zellaby), Pauline Yates (als Angela Zellaby, Gordons Ehefrau), Jenny Quayle (als Miss Ferrelyn Zellaby, Gordons Tochter), Rosalind Adams (als Janet Gayford, Richards Ehefrau), Gordon Dulieu (als Sergeant Alan Hughes), Hugh Dickson (als Dr. Charlie Willers), Peter Tuddenham (als Torrance, der Psychiatrist), William Ingram (als Reverend Hubert Leebody), Garard Green (als Colonel Latcher), Martin Ransley (als Captain Beamish), Peter Tuddenham (als Captain Hardy), Ronald Baddiley (als Chief Constable), David Peet (Polizist), Alex Jennings (Pilot), Edward Cast (Flugkontrolle), Nigel Graham (Coroner), Katherine Parr (Mrs. Williams, von The Scythe and Stone), Rosalind Adams (Kind), Jill Lidstone (Kind), Simon Hewitt (Zeuge vor Gericht). Musik: Roger Limb. Bearbeitung: William Ingram. Regie: Gordon House. Produktion 1982

Erstverfilmung Trailer für die Kinoverfilmung The Village of the Damned (1960) die es als deutsche DVD namens Das Dorf der Verdammten gibt. Gleichnamig, die neuere Verfilmung von John Carpenter.

Neuere Verfilmung Erstverfilmung ist besser, aber Trailer für Carpenters Fassung (1995) ist hier online

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The sci-fi story from astronomer Fred Hoyle (1915-2001) that influenced Carl Sagan's 'Contact'. Film material of the cult TV series 'A for Andromeda' (1961) with Julie Christie has mostly been lost. But there's a German radio dramatisation online

Für die britische Schauspielerin Julie Christie war Andromeda (1961), siehe Foto, eine ihrer ersten Rollen. Einige Jahre später wurde sie als Lara in Doktor Schiwago (1965) zum Megastar. Die BBC-Verfilmung beruhte auf Ideen von dem Mathematiker und Astronom Fred Hoyle (1915-2001). Das deutsche Hörspiel Andromeda wurde 1970 vom RIAS-Berlin produziert. Ziemlich gut gemacht, mit spaciger Musik die etwas nach Pink Floyd klingt. Link folgt am Ende des Blogposts. Das Hörspiel ist auch insofern interessant weil der Großteil des Filmmaterials der TV-Serie verloren gegangen ist. So verrückt es klingt, in den frühen 60er Jahren wurden viele Sendungen nach ihrer Ausstrahlung nicht archiviert sondern gelöscht oder, genauer gesagt, das damalige Videorekorder-Material namens Kinescope wurde kurzerhand mit neuen Sendungen überspielt. Man wollte Geld sparen und man hatte keine Vorstellung davon dass es zukünftig technische Möglichkeiten und ein großes Interessen geben würde, alte TV-Serien neu zu veröffentlichen. Die Story von Andromeda ist interessant und war offensichtlich Inspiration für Carl Sagans Sci-Fi Roman Contact (1985) und dessen Verfilmung Contact (1997) mit Jody Foster. In Fred Hoyles ‘A for Andromeda’ (1961) empfängt der Wissenschaftler Dr. Fleming durch ein neues Radioteleskop Signale von der Andromedagalaxie die sich als Programm für einen Computer erweisen. Als der der Computer gebaut wird, bekommen die Wissenschaftler Anleitungen für die Erschaffung von einem lebenden Organismus namens Andromeda – im Film gespielt von Julie Christie. Wobei Dr. Fleming zunehmend Zweifel bekommt, ob Andromeda Gutes mit der Menschheit im Schilde führt. Ich wünsche spannende Unterhaltung beim Hörspiel.

‘Es war der nächste Schritt. Ich hatte Sie gewarnt.’ ‘Mord auf Befehl?’ ‘Wie Sie das nennen, ist ohne Bedeutung. Sie werden uns nie begreifen. Die menschliche Intelligenz ist nicht mehr als ein bisschen Wärme zwischen zwei Eiszeiten. Die Zukunft gehört uns.’ ’Ja, vorausgesetzt, Sie bleiben am Leben.’ ’Ich bin nur ein Bindeglied…’ (Passage aus den Hörspiel ‘Andromeda’, 1970)

 

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Fred Hoyle: ‘A for Andromeda’ als Hörspiel online Das RIAS-Hörspiel Andromeda. Mit Christoph Quest (als Dr. Fleming), Siegmar Schneider (als Professor Reinhart), Sybille Gilles (als Biologin Madeline Dawnay), Therese Söhnker (als Judy Adamson, Agentin vom Verteidigungsministerium), Friedrich W. Bauschulte (als Osborne), Rolf Schult (als Geers), Henning Schlüter (General), Reinhard Bülow (Sprecher). Musik: Friedrich Scholz. Bearbeitung: Günter Jannaschk. Regie: Manfred Marchfelder. Produktion: RIAS 1970

Wussten Sie schon? Von der TV-Serie A for Andromeda (1961) wurde ein Remake gedreht, der Spielfilm Andromeda (2006), hier ein Trailer, mit Tom Hardy als Dr Fleming und Kelly Reilly als Andromeda

Ein weiterer britischer Sci-Fi-Klassiker John Wyndham: ‘Die Triffids’ als WDR-Hörspiel online

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It's the birthday of Isaac Asimov (1920-1992). His Foundation Trilogy was made into a BBC radio drama and is on YouTube, link below. Apparently, it was inspired by Edward Gibbon's 'History of the Decline and Fall of the Roman Empire' (1776)

Es ist der Geburtstag von Isaac Asimov (1920 – 1992) und ein Hörspiel nach seiner berühmten Foundation-Trilogie ist auf YouTube, das Link ist unten auf der Info-Leiste. Auf dem Foto ist Asimovs ‘Foundation’ (1951) der erste Roman der Reihe. Daneben noch ein anderer Klassiker: Verfall und Untergang des Römischen Reichs (1776) von Edward Gibbon. Dieses Buch war angeblich die Inspiration für das Science-Fiction Epos und das scheint auch plausibel. Der Originaltitel von Gibbons Geschichtsbuch wird in Foundation leicht abgeändert zitiert. Als Hari Seldon vor Gericht befragt wird, antwortet er:

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‘I refer, gentlemen, to the developing decline and fall of the Galactic Empire’ chapter 6, Foundation (1951)  Isaac Asimov.

We got ot the Foundation trilogy as a 1970s box-set from the British publishers Panther. The three books - Foundation (1951), Foundation and Empire (1952) and Second Foundation (1953) - have cool cover illustrations by Chris Foss

Edward Gibbons inspirierendes Buch The History of the Decline and Fall of the Roman Empire macht übrigens, anders als so manches Geschichtsbuch, Spaß zu lesen. Es hat einen subtilen Humor und ist voll mit faszinierenden Informationen die auf antiken Quellen beruhen. Zu Isaac Asimovs Foundation: Menschen benutzen den Untergang Roms schon lange als eine Art Allegorie für die Probleme ihres eigenen Zeitalters. Asimov hat das auf eine gigantische Ebene übertragen. Der erste Foundation-Roman spielt um das Jahr 12.000 und ein junger Mathematiker namens Gaal Dornick kommt nach Trantor um für das aus 30.000 Wissenschaftlern bestehende Team von Dr. Hari Seldon zu arbeiten. Planet Trantor ist die regierende Zentrale des Galaktischen Imperiums, hier leben und arbeiten 40 Milliarden Menschen, großteils in der Verwaltung von Millionen von bewohnten Planeten. Aufgrund von neuen Raumfahrttechniken spielen Entfernungen keine Rolle mehr. Trantor ist ein kleiner Planet und die meisten der Milliarden von Bewohnern leben unterirdisch in Hunderten von Metern Tiefe. Das Leben ist komfortabel, aber das Problem ist dass das bestehende Galaktische Imperium in etwa 300 Jahren in Chaos und Anarchie versinken wird. Das hat der Mathematiker Hari Seldon mit komplexen statistischen Mitteln eines Wissenschaftszweigs namens Psychohistory kalkuliert. Dies ist eine erweiterte Version von heutigen Wirtschafts-´und Sozialwissenschaften, die wegen der enormen Menge an Informationen aus dem ganzen Imperium so gut wie exakte Vorhersagen treffen kann, zwar nicht für einzelne Menschen aber für Gesellschaften und Planeten insgesamt. Einer von vielen Gründen für den Verfall von Trantor ist die Herausbildung einer aristokratischen Kaste die vorrangig um den eigenen Machterhalt kämpft und keine Führungseigenschaften für das Imperium mehr hervorbringt. Der Mathematiker Seldon ist für die Genauigkeit seiner Vorhersagen bekannt, deshalb werden seine Erkentnisse über den kommenden Untergang von den Herrschenden als Gefahr im Sinne einer gesellschaftlichen Verunsicherung gesehen.

Seldon wird unter Ausschluss der Öffentlichkeit vor Gericht gestellt. Dort enthüllt er das Projekt an dem er arbeitet: Weil der Untergang des Imperiums sich nicht mehr verhindern lässt, will er zumindest dafür sorgen dass das kommende anarchistische Interregnum nicht 30.000 Jahre dauern wird, sondern nur 1000 Jahre. Dies will er durch die Foundation erreichen, die Zusammenstellung einer riesigen Galaktischen Enzyklopädie die dafür sorgen soll dass Technik und Wissen von Jahrtausenden nicht verloren gehen sondern später zum Wiederaufbau der Welt benutzt werden können. Asimov hat interessante Ideen und man wundert sich dass Foundation nach 60 Jahren noch nicht verfilmt wurde. Aber seine Geschichten sind nun mal nicht Cowboy und Indianer im Weltraum sondern eher intellektuell geprägt. Wir fanden die Asimov-Verfilmung I, Robot (2004) sehr gut, auch wenn der Stoff fürs Kino geändert wurde – aber das muss wohl sein. Bei so epischen Werken wie Foundation besteht dann, ähnlich wie ehemals bei Tolkiens Der Herr der Ringe die Sorge, dem Stoff und seinen vielen Fans nicht gerecht zu werden. Aber es scheint sich in Hollywood etwas zu tun und einer der Namen die für eine Foundation-Verfilmung im Gespräch sind, ist Roland Emmerich. Das würden wir eigentlich für keine schlechte Idee halten denn obwohl wir bei ein oder zwei seiner epischen Filme die Drehbücher etwas durchschnittlich fanden, waren die Filme visuell sehr stark. Und das ist bei Science-Fiction und der Darstellung von mehr oder weniger fantastischen Welten ja der springende Punkt. Auch wenn diese Welten und ihre Probleme im Grunde wohl eine verschlüsselte Darstellung unserer eigenen guten alte Erde sind.
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Asimov: Foundation-Trilogie als Hörspiel online  Das BBC-Hörspiel Teil 1 von 8 Teilen. Mit William Eedle (als Hari Seldon), Geoffrey Beevers (als Gaal Dornick), Lee Montague (als Salvor Hardin), Julian Glover (als Hober Mallow), Dinsdale Landen (als Bel Riose), Wolfe Morris (als Magnifico / The Mule) u. v. a. Sprechern. Hier Links für Teil 2 und Teil 3 und Teil 4 und Teil 5 und Teil 6 und Teil 7 und Teil 8. Produktion von 1973.

Interview Nachfolgend noch ein interessantes Interview mit Isaac Asimov auf YouTube in dem er, könnte man sagen, das Internet und so etwas wie Wikipedia vorschlägt: ‘…once we have outlets, computer outlets in every home, each of them hooked up to enormous libraries where anyone can ask any question and be given answers, be given reference material on something you’re intertested in knowing…’. Wobei Wiki für meine Begriffe Ähnlichkeit mit der Foundation hat. Zum Zeitpunkt des Interviews, 1988 gab es das Web noch nicht

Wussten Sie schon? Edward Gibbons Buch Verfall und Untergang des Römischen Reichs (1776) – das als Inspiration für den Sci-Fi-Trilogie Foundation gilt – wird von dem politischen Berater.Steve Bannon als eins der sechs Bücher genannt das seine Weltsicht beeinflusste

2019 News: Apple verfilmt Foundation Der neue Streamingdienst Apple TV+ hat eine 10-teilige Verfilmung von Isaac Asimovs Sci-Fi-Klassiker Foundation in Auftrag gegeben. Beteiligt an dem Projekt ist u. a. der US-Drehbuchautor David S. Goyer, der mit Christopher Nolan an der Dark-Knight-Trilogie arbeitete

Weiterer Sci-Fi-Klassiker des Autors Isaac Asimov: ‘I, Robot’ als Hörspiel online

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If the Aliens don't get you, the Hippies will: Ridley Scott came up with a good new chapter of the 'Alien' saga, even managed to slip a Crosby, Stills & Nash classic in there. (Yep, they all sing on the original). The crew knows they have to die to save earth. They make their last song a happy one. Good album too

Wir haben uns gestern ‘Prometheus’ (2012) auf DVD angesehen, und dabei hat uns der Film fast noch besser gefallen als im Kino. Man hat beim zweiten Ansehen zuhause mehr Gelegenheit auf die ganzen Details der Geschichte zu achten. Der Film hat ja, mehr noch als Ridley Scotts Sci-Fi Megaklassiker Alien – Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt (1979), eine komplexe fiktive Kosmologie, in diesem Fall von der Entstehung der Menschheit etc. Leser die den Film noch nicht kennen und die sich lieber überraschen lassen wollen, seien gewarnt dass gleich eins, zwei Spoiler folgen. Der Film enthält. gemäß seiner Alien-Thematik, viele horrorhafte Passagen, aber mitten in dem apokalyptischen Geschehen gibt es einen kleinen humorvollen Lichtblick: Es ist das Lied Love the one you’re with. Auf dem Album Stephen Stills (1970), links im Bild, sind David Crosby und
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Bad Moon Rising: Would you believe it, they play Creedence Clearwater on space ships in the 22nd century. That‘s so unfair, we thought it'd be electronic music by Kraftwerk. Check the radio play of Arthur C. Clarke‘s Rendezvous with Rama

Ein starkes BBC-Hörspiel nach dem Science·Fiction Klassiker von Arthur C. Clarke ist online, Link unten auf unserer Info·Leiste. Die Geschichte spielt um das Jahr 2130 und die Menschheit hat mittlerweile Mond, Mars und Merkur kolonisiert, hauptsächlich zum Abbau von Metallen. Aufgrund der Existenz eines Frühwarnsystems für Asteroiden wird ein außerirdisches Objekt in unserem Sonnensystem entdeckt und erweist sich als ein riesiges aber anscheinend unbemanntes Raumschiff. Dies wäre der erste Kontakt der Menschheit mit außerirdischer Intelligenz, oder zumindest mit Beweisen für deren Existenz. Das sorgt für weltweite Aufregung, zum Teil von religiöser Art, und ein Team von Astronauten bekommt den Auftrag, das Raumschiff zu untersuchen. Der Name Rama, nach einer indischen Gottheit, wird gewählt weil mittlerweile sämtliche römischen und griechischen Götternamen für außerirdische Objekte aufgebraucht sind. Das fremde Raumschiff hat eine zylindrische Form, dreht sich wie eine längliche Trommel um seine eigene Achse, hat dadurch ein eigenes Gravitationsfeld und ist im Inneren offensichtlich als Lebensraum für Millionen von Lebewesen konzipiert: Mit einer eigenen Biosphäre, mit Pflanzen, Wasser und Sauerstoff zum Atmen. Anhand der eindrucksvollen Architektur, mit Treppen und Terrassen, scheint das Schiff für Lebewesen zu sein die Menschen in ihrer Form nicht völlig unähnlich sind. Aber Captain Norton und sein Team vom Raumschiff Endeavour finden erst einmal überhaupt keine Lebewesen in dem geheimnisvollen Besucher Rama. Test haben ergeben dass Rama seit mindestens 200.000 Jahren unterwegs ist, vielleicht sogar 1 Million Jahre lang. Aber das Astronauten-Team ist unter Zeitdruck, denn Berechnungen zeigen dass Rama nur auf der Durchreise ist und keinen Stopp in unseren Sonnensystem beabsichtigt. In etwa zwei Wochen wird Rama auf seinem Kurs so nahe an der Sonne vorbeiziehen dass menschliche Raumschiffe unmöglich mitfliegen können. Der erste Kontakt mit außerirdischer Intelligenz könnte also der letzte sein. So weit unsere Beschreibung der Lage. Wir fanden das Hörspiel rundum gut gemacht. Originell auch, dass im Raumschiff Endeavour das Lied Bad Moon Rising von Creedence Clearwater Revival gespielt wurde, denn hinter der energievollen, auf Anhieb enthusiastisch klingenden Musik, steckt ein ziemlich düsterer
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'COMMUNITY, IDENTITY, STABILITY.' Sound good to you? Well, it's from Brave New World (1932) by Aldous Huxley. There's a German as well as an English radio dramatisation of this classic sci-fi novel online, praise Ford. Links below

Neben George Orwells 1984 (1949) gehört Aldous Huxleys Schöne neue Welt (1932) zu den berühmtesten Zukunftsvisionen der Literatur. Die Hörspielfassung vom Bayrischen Rundfunk aus dem Jahr 1984 ist durchaus interessant. Link am Ende des Blogposts. Beim Vergleich von Orwell und Huxley bietet sich die Frage an, wessen Voraussagen sich am meisten bewahrheitet haben? In meinem englischen Taschenbuch, links im Bild, ist zu diesem Thema ein interessantes Vorwort von Margaret Atwood, der Autorin von dem ebenfalls einflussreichen Sc-Fi-Roman The Handmaid’s Tale – Der Report der Magd (1985). Atwood meint, während dem Kalten Krieg hatte Orwell die Überhand. Aber nach dem Fall der Mauer in 1989 – nach dem vielerorts freudig das Ende der Geschichte verkündet wurde – hielt Huxley wieder die Trumpfkarten in der Hand. Keine schlechte Einschätzung, denn in der Tat handelte Orwells 1984 von der stalinistischen Sowjetunion und ihrem Einfluss in Europa. Huxleys Schöne neue Welt hingegen war ursprünglich von Amerika inspiriert, und Huxleys Angst, dass die von Konsum, Werbeindustrie und Hollywood-Klischees geprägte Mentalität auf Europa übergreifen würde. Quasi eine sanfte, bequeme Diktatur die nicht, wie bei Orwell, brutal erzwungen sondern von Menschen freiwillig gewählt wird. Der Medienwissenschaftler Neil Postman brachte es gut auf den Punkt in seinem Buch ‘Wir amüsieren uns zu Tode. Urteilsbildung im Zeitalter der Unterhaltungsindustrie’ (1985). Postman sagt: ‘Orwell fürchtete diejenigen, die Bücher verbieten. Huxley fürchtete, dass es eines Tages keinen Grund mehr geben könnte, Bücher zu verbieten, weil keiner mehr da ist, der Bücher lesen will.’

Bernard Marx stieg in das Flugzeug und flog nordwärts in Richtung des Flusses. Die verschiedenen Propagandabüros und die Hochschule für Emotionstechnik befanden sich in einem sechzig Stockwerke hohen Gebäude in Fleet Street. Im Erdgeschoss und in den unteren Etagen waren die Druckereien und Redaktionen von drei großen Londoner Zeitungen; The Hourly Radio für die höheren gesellschaftlichen Kasten, die Gamma Gazette, und der Delta Mirror – der ausschließlich einsilbige Worte verwendete. In den darüberliegenden zweiundzwanzig Stockwerken waren die Büros für Propaganda im Fernsehen und in Gefühlsfilmen. Ebenso die Büros für Propaganda mit synthetischen Stimmen, und die Versuchslabors mit den schalldichten Räume in denen die subtilen Soundtracks für Filme komponiert wurden. Bernard landete auf dem Dach des Propagandapalastes und stieg aus. ‘Sagen Sie Mr. Hemholtz dass ich auf ihn warte.’ (Gekürzte Romanpassage, Schöne neue Welt, 1932)

Postman sagt in ‘Wir amüsieren uns zu Tode’ des Weiteren: ‘Orwell fürchtete jene, die uns Informationen vorenthalten. Huxley fürchtete jene, die uns mit Informationen so sehr überhäufen, dass wir uns vor ihnen nur in Passivität und Selbstbespiegelung retten können.’ Es ist wirklich ein kleines Wunder dass Postman, sowohl als Aldous Huxley (1894-1963), ihre Gedanken noch vor den Zeiten des Internets formulierten. Kein Wunder hingegen, dass Roger Waters den Titel Amused to Death  (1992) für seine Solo-LP wählte. Aber Huxley hat nicht nur indirekte sondern auch direkte Verbindungen zur Popkultur. Er ist auf dem Sgt. Pepper LP-Cover zu sehen, umringt von Aleister Crowley und Dylan Thomas. Die Rockband The Doors nahm ihren Namen von Huxleys Buch The Doors of Perception (1956), das von Drogenerfahrungen handelt. Auch die Metalband Iron Maiden zollte Respekt mit ihrem Lied Brave New World: ’Mother love is no more, bring the savage back home’. Apropos Mutterliebe: Finden Sie im Hörspiel heraus, wie Babys im 26. Jahrhundert geboren werden.

 

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Aldous Huxley: ‘Schöne neue Welt’ als deutsches Hörspiel online Das BR-Hörspiel mit Thomas Holtzmann (als Aldous Huxley), Eva Astor (als Shakespeare-Figur Miranda), Peter Dirschauer (als Bernard Marx), Christine Höltl (als Lenina Crowne), Ingrid Capelle (als Fanny Crowne), Wolfgang Büttner (als Mustafa Mond), Hans Quest (als Direktor der Brut- und Normzentrale), Peter Lieck (als John Savage), Eva Maria Meinecke (als Johns Mutter Linda), Leo Bardischewski (Leiter der Reservation), Astrid von Kube (Pflegerin), Robert Atzorn (als Henry Foster), Kunibert Gensichen (Unterzahlmeister), Angelika Hartung (Studentin), Udo Wachtveitl (Student), Karl Walter Diess (Sprecher), Wolf Euba (Regie) u. a. Produktion von 1984

Hinweis Das LP-Cover im obigen Youtube-Clip ist übrigens von einem alten CBS-Hörspiel, mit Aldous Huxley persönlich als Sprecher. Ebenfalls hörenswert. Mit Musik von Bernard Hermann. Link und Info nachfolgend

Schöne neue Welt als englisches Hörspiel online Aldous Huxley im CBS-Hörspiel, mit William Conrad, Gloria Henry, Byron Kane, Charlotte Lawrence, Doris Singleton, Bill Idelson. Musik: Bernard Hermann 1956

Foto-Info Mein Taschenbuch vom Verlag Vintage Classics. Cecil Beatons Foto von Huxley ist vom Jahr 1936

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Admit that you thought it was Neil Young at first! There is a 2017 BBC radio dramatisation of Isaac Asimov’s ‘I, Robot‘ (1950) online. Link below. It’s a lot closer to Asimov than the 2004 movie with Will Smith - which I liked nevertheless

Geben Sie zu, dass sie im ersten Augenblick dachten, es wäre Neil Young! Das Hörspiel nach einem der berühmtesten Werke von Isaac Asimov (1920-1992) ist gut. Link folgt am Ende des Blogposts. Die Verfilmung I, Robot (2004) mit Will Smith gefiel mir, auch wenn sie nur einige Ideen von Asimov aufgreift. Sein Buch I, Robot (1950) ist kein konventioneller Roman sondern besteht aus neun Kurzgeschichten die durch die Figur der Roboterpsychologin Dr. Susan Calvin verbunden sind. Diese Geschichten entstanden über einen Zeitraum von 10 Jahren. Der erste Teil wurde 1940 in einem US Science Fiction Magazin veröffentlicht. Wobei erstaunlich ist dass Asimov vor über 75 Jahren Themen aufgriff die heute super aktuell sind. Zumal Robotertechnik um 1940 noch am Anfang stand und man eine Menge Fantasie brauchte, um deren Nutzen und Gefahren vorauszusehen. Vor allem geht Asimov weit über die rein mechanische Robotik hinaus in das Thema Künstliche Intelligenz und die Emergenz von Bewusstsein in Maschinen. Der Titel I, Robot, in erster Person singular, ist vielsagend. Damals konnte man kaum voraussehen, dass durch Internet und Social Media völlig neue Möglichkeiten zur Sammlung von Daten entstehen würden. Und dass diese Daten wiederum ein Denkansatz für eine programmierbare Form von menschenähnlicher Intelligenz sein könnten. Und dann geht Asimov noch einen Schritt weiter und überlegt, was für Gesetze wir benötigen werden wenn all das eingetreten ist was damals noch in den Sternen stand. Genial. Diese Robotergesetze spielen sowohl im Hörspiel als auch in der Verfilmung eine zentrale Rolle .

1. Ein Roboter darf keinen Menschen verletzen oder durch Untätigkeit zulassen, dass einem Menschen Schaden zugefügt wird.

2. Ein Roboter muss den Befehlen von Menschen gehorchen, es sei denn, ein Befehl steht im Widerspruch zu  Regel eins.

3. Ein Roboter muss seine eigene Existenz schützen, es sei denn dieser Schutz steht im Widerspruch zu Regel eins oder zwei

Die berühmten Drei Robotergesetze sind kurz und bündig, aber gut durchdacht. Sie regeln viele Dinge. Aber regeln sie alles? Stoff für faszinierende Gedankenspiele. Werden wir künstliche Intelligenz kontrollieren können, oder werden wir von ihr kontrolliert werden? Hier stellt man fest, ob man eher Optimist oder Pessimist ist. Ich muss gestehen dass ich den Gedanken, von völlig logischen Wesen regiert zu werden, zumindest eine Spur attraktiver finde als von hysterischen oder opportunistischen Wesen regiert zu werden. Go figure.

 

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Isaac Asimov: ‘I, Robot’ als Hörspiel online Das 2017 BBC-Hörspiel I, Robot. Mit Hermione Norris (als Roboterpsychologin Stevie Byerley), Mia Burgess (Stevie als Kind), Kelly Burke (als Stevies Kompagnon Robbie, ein Roboter mit weiblicher Stimme), Dianne Weller (als Stevies Mutter Grace), Derek Riddell (als Stevies Vater George), Nicholas Briggs (als ‘Cutie‘ Roboter QT-1, der gegen die Menschheit aufbegehrt), Brendan Coyle (Politiker Francis Quinn), Doug Devaney (Roboteringenieur Gregory Powell), Gary Turner (Dr. Black), Diane Spencer (Psychaterin), Corrinne Wicks (als Andrea Ashe), Rob Blackwood (Tourleiter), Kelly Burke (Major Kallner), Michael Cochrane (Dr. Lanning), Dianne Weller (als SZ-34), Imran Ahmad (Musik) u. a.

Deutsches Hörspiel von 1969 online Das WDR-Hörspiel Ich, der Robot. Mit Michael Thomas (als Reporter), Roma Bahn (als Dr. Susan Calvin), Günter Neutze (als George Weston), Marianne Mosa (als Grace Weston), Rosamaria Vörckel (als Gloria Weston), Lothar Ostermann (Ingenieur), Ernst Fritz Fürbringer (als Dr. Alfred Lanning), Günther Krotky (Roboter), Rudolf Jürgen Bartsch (Sprecher). Hier Links für Teil 2 und Teil 3. Musik: Kurt Herrlinger. Bearbeitung: Carl Dietrich Carls. Regie: Günther Sauer. Produktion: 1969

Progrock-Connection Künstliche Intelligenz & Roboter wurden öfters von Musikern als Thema aufgegriffen, speziell auf Konzept-LPs von Progrock-Bands. Der gute alte Alan Parsons nannte sein zweites Album I Robot (1977) nach Asimov. Hier ist der LP-Track Some Other Time  mit einem ganz guten Video

Verfilmung Trailer für Spielfilm I, Robot (2004) mit Will Smith, James Cromwell u. a. Regie: Alex Proyas

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Famous through the films Day of the Triffids and Village of the Damned. But the telepathic kids in the radio play of John Wyndham's 'The Chrysalids' are not eerie aliens. Link below

Das Hörspiel The Chrysalids ist momentan online, Link am Ende des Artikels. Die Romanvorlage wurde in Deutschland als Wem gehört die Erde? veröffentlicht. Der britische Sci-Fi Autor John Wyndham (1903 -1969) ist am bekanntesten durch die Verfilmung Das Dorf der Verdammten (1960), die  als Horror- und Sci-Fi-Klassiker angesehen wird. Wobei das gleichnamige Remake von John Carpenter aus dem Jahr 1995 weniger enthusiastische Kritiken erhielt. Anhand von Rezensionen bei Amazon.de sind auch die deutschen Hörspiel-CDs Die Kolonie im Meer und Die Triffids, beide nach Wyndhams Romanvorlagen, ziemlich bekannt und beliebt. Letztgenannte Geschichte, in der aggressive Pflanzen dabei sind, die Weltmacht zu übernehmen, wurde ebenfalls mehrfach verfilmt. Der BBC-Fernsehfilm The Day of the Triffids (1981) ist Kult in England, aber nur auf Englisch erhältlich. All diese Geschichten von John Wyndham stammen aus den 50er Jahren, aus der Zeit des Kalten Kriegs - vielleicht die klassische Epoche für Science Fiction. Der Mix aus wissenschaftlichen und politischen Erungenschafften wie atomares Wettrüsten und ideologische Polarisierung inspirierte Autoren. Die Thematik der Heimlichen Unterwanderung spielt oft eine zentrale Rolle in Filmen und Romanen dieser Zeit. Im Dorf der Verdammten werden telepathisch veranlagte Kinder zu Trägern und Vollstreckern einer außerirdischen Macht. Auch in The Chrysalids geht es um telepathische Kinder, diesmal allerdings positiv dargestellt, als heranwachsende Rebellen gegen einen fundamentalistisch-religiösen Gottesstaat.

Wie es dazu kam: Nach einer apokalyptischen, scheinbar atomaren Verwüstung der Erde, werden Menschen die irgendeinen genetischen Defekt oder auch nur die geringste Abweichung von Der Norm haben, geächtet, gejagt und verbannt, weil sie als Teufelswerk angesehen werden. So zum Beispiel auch das junge Mädchen Sophie - auf dem Bild mit ihrem Freund David abgebildet - die sechs anstatt fünf Zehen hat, Sie gehört allerdings auch zu der anfangs noch kleinen Gruppe von Kindern die telepathisch miteinander kommunizieren können. Einige von ihnen gehen auf die Flucht in das gefährliche und von Außenseitern bewohnte Gebiet namens The Fringe. Bis zu diesem Punkt führt der erste, einstündige Teil der neuen Hörspiel-Produktion, die u. a. mit einem atmosphärischen elektronischen Soundtrack beeindruckt, der speziell einsetzt wenn die Kinder ihre thought shapes, ihre Gedankenformen miteinander austauschen. Es wundert nicht dass der Roman Wem gehört die Erde?, in Amerika als Re-Birth (1955) veröffentlicht, ein Kultbuch der Hippie-Generation wurde. Die Band Jefferson Airplane übernahm für das Titellied ihres Albums Crown of Creation (1968) einige Passagen des Buchs fast Wort für Wort - und setzte auch einen Atompilz aufs
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Ridley Scott's movie Alien (1979) came out forty years ago. The original and, for me, the best of the series. Above, my 40th anniversary edition. There's also a full-cast audio dramatisation of the novel 'Alien - Sea of Sorrows ' online. Link below

Es gab fünf weitere Alien-Filme, inkl. Sequels und Prequels, aber für mich ist Ridley Scotts erster, ursprünglicher Spielfilm Alien – Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt (1979) immer noch der beste. Er kam vor vierzig Jahren in die Kinos. Daher die Sonderausgabe, links im Bild. Ich nahm die Gelegenheit, den Film mal wieder anzusehen. Sieht immer noch sehr gut aus, die Handlung ist detailliert durchdacht und spannend aufgebaut. Falls jemand eine der Sequels besser finden sollte als den Originalfilm, wäre mir das ein Rätsel. Die Prequels Prometheus (2012) und Alien: Covenant (2017), bei denen Ridley Scott erneut Regie führte, finde ich schon wieder interessanter, weil die Story mit erzählerischer Substanz weiterentwickelt wird. Dies ist im Prinzip auch der Fall beim folgenden Hörspiel, das auf dem Roman Alien – Jenseits der Sterne (2014) von James A. Moore beruht. Klar, Alien ist mit dem ikonischen Design des Monsters, dem sog. Xenomorph, natürlich wie geschaffen für die Leinwand. Aber da jeder Sci-Fi-Fan nur zu gut weiß wie das Ding aussieht, hat das Hörspiel keine allzu großen Probleme, den Schrecken heraufzubeschwören. Zumal Fragen um Entstehung und Dasein des Xenomorphs für Fans interessanter sind als irgendwelche Schockeffekte. Das faszinierende an der Alien-Figur hat viel mit seinem Erfinder, dem Schweizer Künstler H. R. Giger (1940-2014) zu tun, der nicht nur ein Monster erschuf sondern auch einen außerirdischen Raubtiermythos als erschreckenden Konkurrenten zur menschlichen Zivilisation. Interessanterweise hatte Giger vor seinem Erfolg mit Alien das LP-Cover Brain Salad Surgery (1973) für die Band ELP designt. Es ist nicht so horrorhaft wie Alien, deutet aber schon auf Gigers fatalistische künstlerische Sichtweise hin. Das folgende Hörspiel spielt Jahrhunderte nach den Ereignissen der Alien-Filme in denen Sigourney Weaver die Rolle von Offizier Ellen Ripley spielte. Erinnern wir uns an ihre letzten Zeilen im Film:

‘Dies ist der letzte Logbucheintrag des Handelsfrachters Nostromo. Bericht des dritten Offiziers: Die anderen Mitglieder der Crew – Kane, Lambert, Parker, Brett, Ash und Captain Dallas sind tot. Die Fracht und das Schiff wurden vollkommen zerstört. Wenn alles gut läuft, werde ich die Grenze in etwa sechs Wochen erreichen. Mit ein bisschen Glück, wird mich dann das Netzwerk aufgreifen. Hier spricht Ripley, die letzte Überlebende der Nostromo. Ende der Durchsage’. (Wer den Filmclip sehen möchte…)
Im Hörspiel hat die skrupellose Weyland-Yutani Corporation starkes Interesse daran, einen lebenden Alien in die Hände zu bekommen und ihn als biomechanische Kriegsmaschine zu instrumentalisieren. Man zwingt Alan Decker, einen Nachfahren von Ellen Ripley, zur Teilnahme an einer Expedition zum Planet LV-178, der jetzt New Galveston heißt. Dort ist ein altes Bergwerk in dem sich ein Xenomorph befindet. Interessant an der Story ist mitunter dass Decker ein sog. Empath ist der die Gedanken des Xenomorph-Kollektivbewussteins wahrnehmen kann. Darauf beziehen sich die Anfangszeilen des Hörspiels: ‘Seht, wie sie fliehen. Einzig und allein auf das individuelle Überleben bedacht. Sie haben keinen Gemeinschaftssinn, sie sind schwach…’. Umgekehrt, können die Aliens – die den Mann als Nachfahre der Alien-Zerstörerin Ellen Ripley besonders hassen – auch Deckers Gedanken lesen. Auweia. Ich wünsche spannende Unterhaltung beim Hörspiel.
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Alien: ‘Sea of Sorrows ‘ als Hörspiel online Das Hörspiel von Audible Original. Mit Stockard Channing, Laurel Lefkow, Tony Gardner, John Chancer, Tom Alexander, Mark Arnold, Sagar Arya, Pippa Bennett-Warner, Laurence Bouvard, Philip Bullcock, Cedric Cirotteau, Simon Darwen, Andrea Deck, Oris Erhuero, Walles Hamonde, Andrew James Spooner, Lorelei King, Tayla Kovacevic Ebong, Sandra-Mae Luyck, Theo Maggs, Alan Marriott, Gary Martin, Pauline Mclynn, Eric Meyers, Naoko Mori, Sarah Pitard, Kerry Shale, Thomas Stroppell, Emma Swan, Martin T Sherman, Steve Toussaint, Ryan Wichert. Bearbeitung: Dirk Maggs. 2018

Wussten Sie schon? Obige Hörspielproduktion ist von dem renommierten Autor Dirk Maggs, der mitunter Hörspiele für Douglas Adams’ Per Anhalter durch die Galaxis und Arthur C. Clarkes 2001 geschrieben hat

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An dieser Stelle ist ein Artikel in Arbeit der demnächst veröffentlicht wird.
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It's the birthday of the author Philip K. Dick (1928-1982). The sci-fi movie Blade Runner (1982) is based on his novel Do Androids Dream of Electric Sheep (1968). It's dedicated to one Maren Augusta Bergrud (1923-1967). We wanted to find out who she was and found an interesting story

Es ist der Geburtstag des Science Fiction Autors Philip K. Dick (1928-1982). Zu diesem Anlass ein Blick auf eine seiner berühmtesten Stories. Da vorrangig bekannt durch Ridley Scotts Verfilmung Blade Runner (1982), schien  es sinnvoll mit der Romanvorlage Do Androids Dream of Electric Sheep (1968) zu beginnen und nach Hinweisen auf den Ursprung des Blade Runner Mythos’ zu suchen. Es lohnte sich. Schon auf in der Widmung war eine interessante und anfangs rätselhafte Spur. Der Roman ist einer gewissen Maren Augusta Bergrud (1923-1967) gewidmet. Eine Internet Suche ergab keinen Hinweis, welche Verbindung sie mit dem Autor hatte. Dieser Blogpost ist momentan der einzige der den Namen in der Widmung in einen Kontext stellt. Es der Mädchenname einer Frau die Maren Hackett hieß. Sie war die Stiefmutter von P. K. Dicks vierter Ehefrau Nancy Hackett und darüber hinaus gut mit dem Autor befreundet. Sie war nur ein paar Jahre älter als der Autor, während Nancy Hackett damals im Jahr 1966 mit ihren neunzehn Jahren jung genug war um seine Tochter zu sein. Philip K. Dick hatte die Familie Hackett schon kennengelernt als er noch mit seiner dritten Ehefrau Anne verheiratet war. Die beiden Familien kannten sich durch die Kirchengemeinde eines epistolischen Pfarrers namens James Pike. Ein für damalige Verhältnisse sehr progressiver aber auch kontroverser Pfarrer der die religiösen, teils esoterisch anmutenden Ideen des Science Fiction Autors prägte. Kontrovers war Pike nicht nur weil er Kirchendogmen wie die Dreifaltigkeit anzweifelte sondern auch wegen seinem Privatleben. Es war kein großes Geheimnis dass der Pfarrer außereheliche Affairen hatte, zum damaligen Zeitpunkt mit seiner Sekretärin: Maren Hackett, geborene Bergrud. James Pike war ein charisimatischer Mensch und Maren sowohl als auch Philip K. Dick waren von ihm fasziniert. Bekannte des Autors hatten sogar den Eindruck dass er sich mit Marens Tochter angefreundet hatte um eine engere Verbindung zu Pfarrer James Pike und Maren zu haben, die ebenfalls eine starke und unkonventionelle Persönlichkeit hatte. Der Autor nahm mit Maren und James und an spirituellen Seancen teil. Eine von mehreren ungewöhnlichen Dingen die später zur Suspendierung des Pfarrers führten. Maren begang im Haus des Pfarrers Selbstmord mit Schlaftabletten. Der Pfarrer starb später in der Wüstengegend von Qumran, wo er entgegen allen Warnungen ohne ausreichenden Proviant auf eine Expedition ging und verdurstete. Was P. K. Dicks Beziehung zu Marens Tochter Nancy Hackett anbelangte, herrschte das Gefühl dass er sie zum gewissen Grad aus Mitleid geheirat hatte, denn sie kam damals gerade aus eine Nervenheilanstalt und wurde als schizophren eingestuft. Etwas das der Autor jedoch nicht unbedingt als Problem sah sondern als eher als eine andersartige und faszinierende Art die Welt zu sehen.

Do Androids Dream of Electric Sheep? That's a pretty good question, actually. And a great title for a novel. I tried to do a dream-like photo for what is, of course, the original title of Philip K. Dick's 1968 novel - filmed as Blade Runner (1982)

Während seiner Ehe mit Nancy schrieb er den Roman der die Vorlage für den Film Blade Runner (1982) werden sollte, und Nancy war für ihn das Vorbild für die Androidin Rachael. Film und Roman unterscheiden sich in vielen Dingen aber in beiden gibt es eine zentrale Frage: Was bedeutet es eigentlich ein Mensch zu sein? Was unterscheidet uns von Maschinen, wenn Maschinen irgendwann ein Bewusstsein entwickeln? Fragen die aufgrund von Entwicklungen auf dem Feld der künstlichen Intelligenz durchaus aktuelle Relevanz haben. Detektiv Rick Deckard ist ein Blade Runner, jemand der geflüchtete Androiden jagt die von Menschen als Arbeitsroboter geschaffen wurden. Die hochentwickelten Androiden können mittlerweile nur noch von Spezialisten wie Deckard identifiziert werden denn sie sind Menschen sehr ähnlich. Nicht nur äußerlich, die Androiden haben einen Selbsterhaltungstrieb und auch Emotionen entwickelt. Als er die Androidin Rachael trifft, ist selbst Detektiv Deckard überrascht, wie ‘perfekt menschlich’ sie zu sein scheint denn ihr wurden sogar Erinnerungen an eine Kindheit eingepflanzt. Als sich zwischen Deckard und Rachael eine Liebesbeziehung entwickelt, fragt sich Deckard ob Rachael überhaupt weiß dass sie kein normaler Mensch ist? Aber wer oder was ist überhaupt ein normaler Mensch? Hier ist eine Allegorie zur Situation von Philip K. Dicks als schizophren eingestufter Ehefrau Nancy. Und vielleicht auch zu seiner eigenen Situation. Philip K. Dick hatte selber mit psychischen Problemen zu kämpfen, besonders ab den 60er Jahren. Er nahm als älterer Nachzügler enthusiastisch an der damals entstehenden Drogenkultur teil, inklusive LSD. Das inspirierte einiger seiner faszinierensten Werke, entwurzelte ihn aber gleichzeitig aus einer bis dato halbwegs funktionsfähigen Existenz. Während er an dem Roman arbeitet der später als Blade Runner zum Sci-Fi Mythos werden sollte, war der Autor psychisch und körperlich schon stark angeschlagen. Es war seine junge Ehefrau Nancy die ihn in diesen Jahren pflegte und unterstützte. Die gefühlsfähigen Androiden von Blade Runner repräsentieren Wesen die, wie Nancy, zwar keine normale Existenz haben, sich aber empathischer und menschlicher verhalten als sogenannte normale Menschen. Vielleicht ist es bezeichnend dass in einer kurzen Widmung von Philip K. Dick so viel Geschichte steckt.

 

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Blade Runner als deutsches Hörspiel online Das Hörspiel vom Bayerischen Rundfunk. Mit Udo Wachtveitl (als Rick Deckard), Sophie von Kessel (als Rachael), Torsten Nindel (als Android Roy Baty), Max Tidof (als Phil Resch), Michael Habeck (als Hannibal Sloat), Arthur Galiandin (als Android Max Polokov), Henry van Lyck (als Eldon Rosen), Michael Mendl (Harry Bryant), Andreas Neumann (Inspector Garland), Dorothee Hartinger (Android Pris Stratton), Annette Wunsch (Irine Deckard), Arne Elsholz (als John Isodore) u. a. Produktion 1999

Blade Runner als Hörspiel online  Das BBC-Hörspiel Do Androids Dream of Electric Sheep? nach P. K. Dicks Roman, der als Blade Runner verfilmt wurde. Mit James Purefoy (Rick Deckard), Jessica Raine (Rachel), Danny Sapani (Roy Batty), Anton Lesser (Eldon Rosen), Nicky Henson (Harry Bryant) 2014

Weitere Infos  Clip von der Verfilmung Blade Runner (1982) mit Detektiv Deckard und Androidin Rachael, die Piano spielt und Fotos von ihrer vermeintlichen Kindheit ansieht. Romantisch gemacht, mit Vangelis-Musik

Foto  Links, eine Romanausgabe vom nicht mehr existierenden Gollancz Verlag, mit einem schönen Cover von Chris Moore, der auch LP-Cover für Bands wie Fleetwood Mac, Pentangle und die Allman Brothers Band machte. Rechts, Bildmaterial von einem DVD-Boxset der u. a. die ursprüngliche Kinofassung mit dem Voice-Over enthält, die wir übrigens dem späteren Directors Cut vorziehen

Background  U. a. das Buch The Search for Philip K. Dick von Anne R Dick, der dritten Ehefrau des Autors

Mehr Sci-Fi  Unser Artikel über die neue TV-Serie The Man in the High Castle (2015) nach Philip K. Dick

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Worried about reds under the bed and stuff like that? (Or reds in your bed, for that matter). Well, check out your garden for a change, because that's where real trouble is lurking. There's a BBC radio dramatisation of 'The Day of the Triffids' online

Es gibt ein deutsches Hörspiel von 1968, und ein englisches BBC-Hörspiel von 2001. Links folgen am Ende des Blogposts. Der Roman mit dem Originaltitel The Day of the Triffids (1951) wurde einmal als Kinofilm, und zweimal als TV-Serie verfilmt. Das Thema von der Bedrohung der Menschheit von anderen Lebewesen ist klassisches SF-Material. Pflanzen, wie in John Wyndhams Roman, kommen eher selten vor. Aber einer der besten Romane und Filme – Die Invasion der Körperfresser – ist eine weitere Story in der es um eine erschreckend effiziente Art von Pflanzen geht. Dass so viele SF-Klassiker aus den 50er Jahren stammen, hat vermutlich mit dem Kalten Krieg zu tun. Auch bei den Triffids gibt es eine Sowjet-Komponente: die Pflanzen stammen aus Experimenten des sowjetischen Agrarwissenschaftlers Trofim Lyssenko (1898-1976), dessen umstrittene Theorien unter Stalin Wohlwollen genossen. Die Triffids wurden jedoch nicht als Kriegsmittel gegen den Westen entwickelt, sondern als Pflanzen zur Produktion von Speiseöl. Das wird weltweit zum großen Geschäft. Dass die Pflanzen sich verselbstständigen, war nicht geplant. John Wyndham (1903-1969) geht es hier nicht um einen Ost-West-Konflikt. Es geht hauptsächlich um den gesellschaftlichen Zusammenbruch der auf die Revolte der Pflanzen folgt. Da die meisten Menschen erblindet sind, bilden sich neue Machtstrukturen. Sehende versuchen Blinde für sich einzuspannen – und umgekehrt. Die Triffids sind nicht besonders intelligent, haben außer ihrem Gift auch keine Kriegstechnologie, sondern sie profitieren davon, zum richtigen Zeitpunkt – während einer Krise der Menschheit – auf der Bildfläche aufzutauchen und eine gute Organisationsfähigkeit zu haben. Der Biologe Bill Masen erinnert sich, wie er als Kind zum ersten Mal Bekanntschaft mit den Triffids machte:

Ich bekam früh eine Triffid zu sehen. Eine der ersten in der Umgebung wuchs zufällig in unserem Garten. Ich erinnere mich, wie mein Vater mich das erste Mal emporhob, um mich in diesen Trichter hineinblicken zu lassen in dem Fliegen und andere Insekten zappelten. Die Pflanze hatte inzwischen eine Höhe von etwa vier Fuß erreicht. Sie wuchs ungestört in unserem Garten weiter – wie Tausende von anderen Triffids in abgelegenen Winkeln der ganzen Welt. Wenig später geschah es, dass die erste dieser Pflanzen ihre Wurzeln hob und zu wandern begann. Diese unwahrscheinliche Leistung musste in Russland schon einige Zeit bekannt gewesen sein. Der kugelförmige, mit Wurzelhaaren bewachsene Strunk hatte an der Unterseite drei kurze Stumpen entwickelt durch die sich der Hauptkörper der Pflanze etwa einen Fuß hoch über den Boden heben konnte. Beim ‘Gehen’ bewegte sich die Pflanze wie ein Mensch auf Krücken. Die Geschwindigkeit entsprach ungefähr der eines Fußgängers. Das war alles, was ich in Wochenschauen zu sehen bekam. (Gekürzte Romanpassage, Die Triffids)

Das englische Hörspiel beginnt, wie der Roman, damit dass Bill Masen nach einer Augenoperation im Krankenhaus aufwacht und merkt dass etwas nicht stimmt. Für Londoner Verhältnisse ist es gespenstig still. Die postapokalyptischen Zustände die er vorfindet – und die für ihn und eine junge Frau namens Josella zu einem jahrelangen Überlebenskampf werden – erinnern an The Stand (1978) von Stephen King. Das ältere deutsche Hörspiel hat eine retrospektive Rahmengeschichte à la ‘Erzähl doch mal, wie das damals war, mit den Triffids‘. Das ist ok, aber der gemächliche Erzählstil bringt das deutsche Hörspiel von 1968 auf drei Stunden, während das englische Hörspiel von 2001 mit weniger als zwei Stunden auskommt. Beide Versionen haben was für sich. Entscheiden Sie selbst, was Ihnen besser gefällt. Ich wünsche spannende Unterhaltung.

 

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John Wyndham: ‘Die Triffids’ als Hörspiel von 2001 online Das BBC-Hörspiel The Day of the Triffids. Mit Jamie Glover (als Bill Masen), Tracy Ann Oberman (als Josella ), Lee Ingleby (als Coker) Geoffrey Whitehead (Colonel), Richenda Carey (Miss Durrant), Lucy Tricket (Susan), Gavin Muir (als Walter Lucknor), Jonathan Forbes (Blinder) u. a. Musik: Simon Russell Bearbeitung: Lance Dann Regie: Rosalind Ward. Produktion: 2001

‘Die Triffids’ als deutsches Hörspiel von 1968 online Das WDR-Hörspiel mit Hansjörg Felmy (als Bill Masen), Margot Leonard (als Josella), Dieter Brücher (Bill als Junge), Gerhard Becker (als Bills Vater), Raoul Wolfgang Schnell (als Walter Lucknor), Enzo Calani (Umberto), Marlene Riphan (als Elspeth Cary), P. Walter Jacobs (AEFC-Direktor) u. a. Musik: Harald Banter. Bearbeitung: Giles Cooper. Regie: Heinz-Dieter Köhler

Pflanzen-Invasion als Thema eines Progrock-Klassikers Siehe das Genesis-Lied ‘The Return of the Giant Hogweed‘, hier ein Live-Clip. Der Riesen-Bärenklau wurde im 19. Jahrhundert, wie der Song beschreibt, tatsächlich von einem englischen Forscher als Zierplanze von Russland nach England eingeführt, und erwies sich als zähes, giftiges, ausbreitungsfreudiges und recht großes Gewächs das man nicht mehr los wurde

Verfilmung  Ein deutscher Trailer für Die Triffids – Pflanzen des Schreckens (2009), eine BBC Science-Fiction-Miniserie, mit Vanessa Redgrave, Joely Richardson, Dougray Scott, Eddie Izzard u. a.

Ein weiterer englischer Sci-Fi-Klassiker Fred Hoyle: ‘A für Andromeda’ als RIAS-Hörspiel online

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Und Margaret Atwood: ‘Der Report der Magd’ Hörspiel online

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The novel ist about the last children of a dying planet Earth. It also inspired songs by Genesis and Pink Floyd. See clips in the blogpost. Plus a trailer for an upcoming TV adaption. And we reveal who's the lady in the photo, above, on the left

Ein paar Hintergrund-Infos über Houses of the Holy (1973), speziell das Albumcover. Es gibt eine Verbindung zum Roman Childhood’s End (1953), auf Deutsch als Die letzte Generation veröffentlicht. Ein Sci-Fi-Klassiker vom Autor der auch die Story für den Film 2001: Odyssee im Weltraum schrieb. Das Zeppelin-Cover bezieht sich auf eine spezifische Romanszene. Gleich mehr dazu. Wir benutzten für dieses Foto eine CD-Ausgabe des Albums. Auf nachfolgendem Foto ist unsere Vinyl-LP mit Gatefold-Cover. Auf dessen Innenseite ist eine spektakuläre Burg zu sehen. Auch dazu folgen Infos. Album-Designer Aubrey Powell von der Firma Hipgnosis machte die Fotos in Irland. Was die erwachsene Lady links im Bild anbelangt: Ahnt der eine oder andere Leser schon, wer das sein könnte? Sie war 1973 mit ihrem Bruder in Nordirland bei der spektakulären Felsformation namens Giant’s Causeway an der Küste von County Antrim. Die heutige Touristenattraktion besteht aus Tausenden von hexagonalen Basaltsäulen die vor Millionen von Jahren durch vulkanische Vorgänge entstanden. Naturwunder haben oft mythologische Konnotationen. Legenden gemäß wurden die Stufen von Riesen gebaut. An diesen Ort kamen seinerzeit die Geschwister Stefan und Samantha Gates – oben ein Bild von ihr als Erwachsene. Beide waren vorher schon mehrfach in Werbe-Spots aufgetreten, nach dem Zeppelin-Cover folgten weitere. Samantha, die auch auf der Rückseite der Zeppelin-LP Presence (1976) zu sehen ist, machte später an der Warwick Universität ein Filmstudium und wurde Marketing Managerin für eine TV-Produktionsfirma. Sie ist verheiratet und hat eine Tochter. Ihr Bruder Stefan Gates, der auf dem LP-Cover die Haare lang, aber etwas kürzer als seine Schwester hat, wurde später Produktionsleiter für Popvideos, und dann zu einem in England bekannten TV-Koch in der BBC-Serie Cooking in the Danger Zone. In dem Sci-Fi Roman von Arthur C. Clarke geht es sprichwörtlich um Die Letzte Generation von Kindern auf der Erde.

We got the album as vinyl-LP, but also wanted to feature the new 2-CD edtion, which is nicely designed. The medieval ruin pictured on the inside of the gatefold is Dunluce Castle in Northern Irleand. See link for modern photo in blogpost

Außerirdische die den Menschen technisch und mental überlegen sind, haben eine friedliche Übernahme der Erde vollzogen. Sie sind am Ende ihrer eigenen Entwicklung, quasi in einer evolutionären Sackgasse angelangt und, als ultra-rationale Wesen, von den intuitiven Fähigkeiten fasziniert die sich in manchen Menschen, besonders in Kindern manifestieren. Es stellt sich heraus dass die Menschheit auf ihr Ende zugeht weil keinen neuen Kinder geboren werden. Im Laufe der Jahre vollzieht sich in Millionen von Kindern eine Art Metamorphose zu trancehaften Wesen die über den gesamten Kontinent ziehen und immense geistige Kräfte entwickeln, wobei sie jedoch ihre Individualität verlieren, die Erde verlassen – das ist die Szene auf dem Zeppelin-Cover – und Teil einer kollektiven kosmischen Intelligenz namens Overmind werden. Hier die Romanszene:

‘Sie wirkten wie Wilde in einem komplexen rituellen Tanz. Sie waren nackt, und verfilzte Haare verdeckten ihre Augen. Sie waren im Alter von fünf bis fünfzehn Jahren, aber alle bewegten sich mit der selben Geschwindigkeit, Präzision und kompleter Indifferenz gegenüber ihrer Umgebung”. (Frei und auszugsweise übersetzt aus Kapitel 23, Childhood’s End, 1953 von Arthur C. Clarke)

Led Zeppelin waren nicht die Ersten die auf den Roman Bezug nahmen. Das Pink Floyd Lied Childhood’s End erschien auf ihrem Album Obscured by Clouds (1972), dem Soundtrack zu dem Hippie-Film La Vallée (1972) von Barbet Schroeder. Auch das Genesis-Lied Watchers of the Skies vom Album Foxtrot (1972) wurde von dem Roman inspiriert. Im Songtext (‘…creatures shaped this planet’s soil, now their reign has come to an end…’) geht es spezifisch um das Ende der menschlichen Herrschaft über die Erde. Um auf das Design der Zeppelin-LP zurück zu kommen: Im Inneren des Gatefold-Covers von Houses of the Holy (1973), siehe obiges zweites Foto, ist ebenfalls ein irisches Monument zu sehen, nämlich die mittelalterliche Burg Dunluce Castle, auf steilen Klippen an der Küste von Antrim gelegen und strategisch durch eine Brücke mit dem Festland verbunden. Diese eindrucksvolle Burg inspirierte übrigens den aus Nordirland stammenden Autor C. S. Lewis als Vorbild für Schloss Cair Paravel in den Chroniken von Narnia. Die Festung war auch Inspiration für das Gary Moore Lied Dunluce, ein Instrumentalstück vom Album After the War (1989). Es gibt also auf dem Cover von Led Zeppelins Houses of the Holy (1973) einige interessante Verbindungen zu entdecken. Und die Musik ist auch nicht schlecht, nachfolgend unser Lieblingslied vom Album.

 

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Unser Lieblingslied  Das ganze Album ist hörenswert aber für The Rain Song gibt es ein Video vom Film The Song Remains the Same (1976), ein Mix aus Live- und Fantasie-Szenen die in Wales gedreht wurden. Im obigen LP-Foto ist auch die neue 2-CD Ausgabe zu sehen, mit alternativen Takes und Foto-Booklet

Zeppelin-Anekdote  Wir haben die Gruppe nie live gesehen, aber zwei Leute getroffen die Kontakt zur Band hatten. 1. Ein Mann der sich jahrelang um die Autos von Robert Plant kümmerte. 2. Ein ehemaliger SAS-Soldat der in den 70er Jahren von Zep-Manager Peter Grant als Bodyguard für Jimmy Page engagiert wurde

Arthur C Clarke: ‘Die letzte Generation’ als Hörspiel online Das BBC-Hörspiel Childhood’s End. Mit Steven Pacey (als Astrophysiker Jan Rodricks), Philip Voss (als UN-Generalsekretär Rikki Stormgren), Peter Jeffrey (Overlord Karellen),  Bernard Lloyd (Wainwright, Anführer der Freiheitsliga), Alison Pettitt (als Katerina), Lynn Farleigh (als Katya), Paul Webster (als Sir Kenneth), Paul Birchard (als Luther), Jonathan Owen (als Kircher), Yana Weinstein (junge Katerina), Patricia Perry (Doctor), Gerard McDermott (als Sullivan), Kim Durham (als Vindarten), Graham Padden (als Thanthalteresco), Sunny Ormonde (als Rashaverak), Katherine Messenger (The Terrorist), Leon Tanner (als Mark), Jonathan Owen (als Kircher), Sarah-Jane Holm (als Katie), James Richards (als Jeffrey), Christian Rodska (als George), Suzanne Hitchmough (als Mia), Cornelius Garrett (als Rupert), Sue Kimberley (Thai President). Produktion von 1997

Film-Info Hier ein Trailer für TV-Verfilmung Childhood’s End (2015) mit wie Colm Meaney, Charles Dance u. a.

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