Today's the 100th birthday of Billie Holiday (1915-1959). Hard to pick a single song, because they all sound good, but Lady Sings The Blues, which she wrote herself, was also the title of her autobiography. Above, a good new 5 CD compilation

Heute ist der 100. Geburtstag von Billie Holiday (1915-1959). Hier ist eine gute neue Kompilation und ein Lied davon. Sie schrieb es selber und es war auch der Titel ihrer Autobiografie und von einem Spielfilm mit Diana Ross. YouTube Clip

Text: Billie Holiday / Musik: Herbie Nichols
Aufnahme: New York, 1956
.
‘Lady sings the blues
She’s got them bad, she feels so sad
And wants the world to know
Just what the blues is all about
.
Lady sings the blues
She tells her side, nothing to hide
Now the world will know
Just what the blues is all about
.
The blues ain’t nothin’ but a pain in your heart
When you get a bad start, when you and your man have to part
I ain’t gonna just sit around and cry
I know, I won’t die ’cause I love him
.
Lady sings the blues
I’m telling you, she’s got ‘em bad,
But now the world will know
She’s never gonna sing ‘em no more, no more…’
.

Billie Holiday starb mit nur 44 Jahren, hatte davor jahrelang mit Drogenproblemen zu kämpfen. Dennoch machte sie selbst in ihren letzten Lebensjahren eindrucksvolle Aufnahmen und Auftritte. Bei einem berühmten Konzert 1956 in New Yorks Carnegie Hall sang sie obiges Lied und andere Klassiker, während in den Pausen zwischen den Liedern einige Passagen aus ihrer Autobiografie Lady Sings the Blues (1956) vorgelesen wurden. Das diente dazu ihr Buch bekannt zu machen, war aber gleichzeitig ein starkes Stück Performance Art. Aber die Künstlerin mit der markanten Stimme und Persönlichkeit war eigentlich immer schon ihr eigenes Kunstwerk. Es ist nicht einfach, ihre besten Lieder auszuwählen – weil irgendwie alles gut klingt wenn sie es singt. Deshalb gefällt uns der Ansatz der obigen 5-CD-Kompilation The Complete 1952 – 1957 Small Group Studio Sessions, hier wird keine subjektive Auswahl getroffen sondern stattdessen gründlich dokumentiert: Sämtliche Studioaufnahmen die Billie Holiday in diesen Jahren mit ihrem üblichen Jazzband-Sound aufgenommen hat. Also nicht mit Orchester, sondern mit Small Group, sprich Piano, Bass, Schlagzeug, Saxophon etc. Insgesamt 95 Lieder die sie zusammen mit Musikern aufnahm die oftmals selber Stars waren, so wie der Pianist Oscar Peterson. Dieses Material wurde seinerzeit auf zehn verschiedenen LPs und EPs veröffentlicht. In diesem CD-Boxset sind die Aufnahmen in chronologischer Reihenfolge, inklusive einem 40-seitigen Booklet in dem die original Schallplattencover abgebildet sind, mit den ursprünglichen Liner-Notes, plus neuen Hintergrundinfos, Fotos etc. Dass der 5-CD-Boxset im aufklappbaren Digipak-Format zur Zeit für unter zwanzig Euro im Onlinehandel ist, erschien uns günstig.

 

Ads by Google

 

 

Wusten Sie schon? Das U2-Lied Angel of Harlem vom Album Rattle and Hum (1988) ist eine Hommage an Billie Holiday, sie wird im Text mit ihrem Spitznamen Lady Day erwähnt: ‘Lady Day got diamond eyes She sees the truth behind the lies...’

Mehr von uns zum Thema Jazz  Über Erroll Garners Lied ‘Misty’ in einem Thriller von Clint Eastwood

Könnte Sie auch interessieren Coltrane & Monk in Michael Connelly Krimi ‘Echo Park’

Des Weiteren Jazzklassiker ’Goodbye Pork Pie Hat’ von Charles Mingus

Mehr Filmmusik ‘Ascenseur pour l’échafaud’ (1958) von Miles Davis

Und Albumklassiker ‘A Love Supreme’ (1965) von John Coltrane

Avenita Kulturmagazin