Kulturmagazin

Lieber Leser!

Wir schreiben über unsere Lieblingsthemen aus der Welt der Literatur, Film, Kunst und Musik. Öfters gibt es auch mal Fotos, Anekdoten & Ansichten aus unserem geliebten Gastland: Andalusien, der südlichsten, manche würden sagen, schönsten Region Spaniens. Auf der Startseite finden Sie unsere aktuellen Blogbeiträge und Artikel. Falls Sie mal länger Zeit haben und mehr über unsere Themen lesen wollen, köinnen Sie auch unsere umfangreichen Feature-Artikel auschecken. Wir hoffen dass Sie unser Netzmagazin informativ und unterhaltsam finden. Ein Gruß von der Redaktion!

Tag: Tolkien

The 1981 BBC radio dramatisation of The Lord of the Rings is on YouTube. Link below. It's very good and influenced Peter Jackson. Hope it won't be taken down because, after checking this out, people will want to own it on CD, with proper sound, listen to it in the car etc. Also check the music clip

Ein legendäres Hörspiel ist momentan auf YouTube, Link am Ende des Blogposts. Hoffentlich bleibt’s online. Aufgrund von Beschwerden von Rechteinhabern nicht immer der Fall. Wir schätzen jedoch dass viele Leute die so etwas mit mittelprächtiger Klangqualität im Netz auschecken, dadurch Lust kriegen sich den CD-Set zu kaufen. Um es dann gemütlich bei längeren Autofahrten anzuhören. Vor dem Hörspiel, hier eine kleine Vorschau auf die musikalischen Darbietungen dieser Produktion

The Road goes ever on and on

The Road goes ever on and on
Down from the door where it began.
Now far ahead the road has gone,
And I must follow if I can,
Persuing it with eager feet,
Until it joins some larger way
Wher many paths and errands meet.
.

Das 13-stündige Hörspiel, ursprünglich in 30 min. Episoden gesendet, hat Verbindungen zu Peter Jacksons Verfilmung. Der Regisseur wird in der Biografie von Brian Sibley dazu zitiert. Jackson hatte Tolkiens Der Herr der Ringe als Teenager gelesen. Aber das Epos dann jahrelang nicht mehr angerührt. Zum Teil aus Aberglauben. Als Gespräche über eine Verfilmung begannen
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Sarehole Mill, only yards from Tolkien's childhood home, is mentioned a lot in Humphrey Carpenter's biography of the author. This place in Birmingham was the main playground for Tolkien and his brother Hilary. The mill and its surrounding landscape inspired Hobbiton in The Lord of the Rings

Die 1542 gebaute Sarehole Mill war in Sichtweite des Hauses wo Tolkien als Kind lebte. Er und sein Bruder Hilary spielten in den Landschaften um die Wassermühle und der Ort wurde zum Vorbild für das Dorf Hobbiton bzw. Hobbingen in Der Herr der Ringe. Die Mühle existiert heute noch und kann besucht werden. Link dazu folgt. Wir entnehmen Humphrey Carpenters Tolkien Biographie (1977) dass Mabel Tolkien, die Mutter des Autors, 1896 für die Familie einen Wohnsitz in Sarehole fand, damals ein winziges Dorf, etwa eine Meile vom südlichen Stadtrand Birminghams entfernt. Trotz der Nähe zu einer Großstadt hatte das gemietete Reihenhaus 5 Gracewell damals eine idylische ländliche Lage, kaum Verkehr außer ein paar Pferdewagen von Bauern. Gegenüber von Tolkiens Haus, auf der anderen Seite einer Landstraße, war eine Wiese, der Weiher und die Mühle, nur etwa 300 Meter von Tolkiens Haus entfernt. Als sie dort hinzogen war Tolkien um die fünf und sein Bruder Hilary um die drei Jahre alt, aber die Mühlenlandschaft wurde bald zu ihrem Hauptspielplatz. Die beiden machten Expeditionen zur Sarehole Mill, beobachteten die Arbeiten, wie im Hof Säcke auf Wagen geladen wurden etc. Einer der beiden Müller, es war ein Vater und Sohn Team, machte den Tolkien-Jungs etwas Angst, er scheuchte die Kinder öfters weg. Sie nannten ihn White Ogre, den weißen Riesen, weil seine Klamotten meist mit einer dünnen Schicht Mehl bedeckt waren. Unweit der Mühle gab es ein Wäldchen wo die Kinder Pilze sammelten, auch dort wurden sie manchmal verjagt. In diesem Fall von einem alten Bauern den sie Black Ogre,
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National Trust pic of Roman ring that may have a connection to Tolkien's books. He did research on this ring - which even has a curse. It's is on exhibition at The Vyne in Hampshire

Ein Foto von dem römischen Goldring der möglicherweise eine Verbindung zu den Büchern und dem Ring-Mythos von J. R. R. Tolkien hat. Der massive zwölf Gramm schwere Goldring wurde im 18. Jahrhundert von einem Bauer beim Pflügen eines Feldes nahe Silchester gefunden und ist, Inskriptionen gemäß, sogar mit einem Fluch verbunden. Zudem hat Tolkien über diesen Ring tatsächlich Nachforschungen unternommen, und zwar Jahre bevor Der Hobbit (1937) veröffentlichte wurde. Der Ring kann in einer Ausstellung besichtigt werden die gerade in dem Tudorhaus The Vyne in Hampshire beginnt. Infos zu dieser Ausstellung, organisiert von Englands National Trust (von dem auch das Foto stammt) folgen gleich auf unserer Info-Leiste. Auf dem Ring ist ein Bildnis von der Göttin Venus und eine lateinische Inskription die ‘Senicianus lebe wohl in Gott’ bedeutet. Dies ist natürlich nicht der Fluch mit dem der Ring verbunden ist, aber in Lydney, einer Stadt die 160 km von Silchester entfernt ist, wurde an einem ehemaligen römischen Standort, der den Namen Dwarfs Hill, also Zwergenhügel hat, eine Tafel gefunden die den Diebstahl von genau jenem Ring von Silchester zu beklagen scheint und den Dieb verflucht: ‘Denen die den Namen des Senicianus bei sich tragen, soll keine Gesundheit vergönnt sein bis sie den Ring zum Tempel des Nodens zurück bringen‘. Dem Archäologen Sir Mortimer Wheeler, der die Tafel 1929 fand, war der Name des Gottes Nodens unbekannt und er wendetet sich an keinen anderen als den renommierten Professor J. R. R. Tolkien um diesbezüglich Rat zu bekommen. Er beschäftigte sich mit der Etymologie des Namens Nodens. Tolkien war es auch der die Verbindung der Tafel mit dem Fluch zu dem Goldring in Silchester erkannte. Was den Fluch anbelangt: Die Diebe, wer immer sie waren, kamen tatsächlich nicht all zu weit mit ihrer Beute. Vielleicht der Ursprung von Tolkiens Büchern Der Hobbit und Der Herr der Ringe, zumindest die Inspiration, Ring-Mythen zu erforschen und literarisch zu verwenden.

Info  Die National Trust Ausstellung in The Vyne wird heute, am 2. April 2013 eröffnet.

 

Unsere Hardcover Edition der Peter Jackson Biografie und ein HDR Taschenbuch mit Design von Pauline Baynes

Es sieht aus als ob 2012 das Jahr des Neuseeländers Peter Jackson wird, und wir wollten etwas Hintergrundwissen. Die von Brian Sibley geschriebene Biografie ‘A Film-Maker’s Journey‘ (2006) hat bei UK und US Amazon gute Bewertungen, deshalb haben wir das Buch (das es auch als Kindle-Edition gibt) ausgecheckt. Und in der Tat, es ist neben vielen anderen Infos, voll mit interessanten Details über die Entstehung von Jacksons Mammutprojekt, der Verfilmung der Tolkien-Trilogie Der Herr der Ringe. Wir erinnern uns, vor Jahren in einem Videoladen das Cover des Splatter-Films Braindead (1992) des damals unbekannten Regisseurs bewundert zu haben. Bewundert insofern dass wir anhand des Cover-Stars, einem blutüberströmten Glatzkopf mit Fleischermesser in der Hand, dachten dies wäre ein neuer Rekord in der Abteilung How low can you go? Damals hätten wir nicht darauf getippt, dass Jackson ca. 10 Jahre später eine der besten Kinoproduktionen aller Zeiten herausbringen würde. Vieles an der ca. 7-jährigen Entstehungsgeschichte der HDR-Filme erscheint wie eine Kette von, man könnte fast sagen, schicksalshaften Fügungen. Selbst nach mehrjährigen Vorbereitungen, wie die Sicherung von Filmrechten, Drehbuch-Entwicklung und anfänglichen Investionen von ca. 15 Millionen Dollar, schien es unwahrscheinlich dass das Projekt gelingen würde. Die Liste von Dingen die schiefgingen aber unverhofft neue Türen öfneten, ist lang. Zum Beispiel war Jacksons nächstes Projekt damals eigentlich nicht die Tolkien-Verfilmung sondern eine voraussichtlich jahrelange Arbeit an einem King Kong Remake. Einer der Gründe warum das schon begonnene Kong-Projekt fallengelassen wurde, war Roland Emmerichs Neufassung von Godzilla (1998) welche, so fürchteten Jacksons Geldgeber,
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Unsere Romanausgaben von The Hobbit: Illustriert von John Howe (links) und Alan Lee (rechts)

Peter Jackson Verfilmung Der Hobbit wird das Mega-Medienevent von 2012. Der Trailer sieht gut aus. Jacksons Production Diaries auf YouTube sind fast noch interessanter. Angesichts der einjährigen Wartezeit bis zum Kinostart, hier ein, zwei weitere Tipps. Die berühmte BBC-Produktion The Lord of the Rings (1981) ist ein Hörspielklassiker der Einfluss auf Peter Jacksons Verfilmung hatte. Ganz in dieser Liga ist das frühere BBC-Hörspiel The Hobbit (1968) nicht. Aber für Tolkien-Fans dennoch empfehlenswert. Auf dem unteren Foto ist unsere gute alte Cassetten-Version. Das Hörspiel ist 3 St. 30 Min. lang und es gibt davon auch Audioclips bei YouTube. Bei Amazon als 4-CD-Set schon ab 10 Euro erhältlich. Wir haben solche Sachen immer gerne bei langen Autofahrten gehört und mögen umfangreiche Klappentexte, Liner Notes etc. In unserem Hobbit-Set ist erfreulich viel Info über die Enstehung des Hörspiels. Produzent John Powell traf Tolkien in den 50er Jahren als Student in Oxford, wo der Schriftsteller Professor für Anglistik war. Powell sagt, dass sich viel von Tolkiens eigenen Angewohnheiten in der Hobbit-Figur spiegelten, z. B. die Pfeife die selten Tolkiens Hand oder Mundwinkel verliess. Außerdem liebte Tolkien Natur, Gärten und Bäume und trug eine ärmellose Weste wie der Hobbit. Er war ein gemütlich veranlagter Mensch der morgens gern lange schlief und ungern verreiste. Tolkien war nicht sehr enthusiastisch über Dramafassungen seiner Werke,weil er meinte, die Figuren und Geschichten würden dadurch trivialisiert. Er war auch sehr penibel: Als beim BBC-Radio mal eins seiner Gedichte vorgelesen wurde, war Tolkien so wenig von der Darbietung begeistert, dass er extra eine eigene Lesung des Gedicht aufnahm um zu zeigen wie es sein sollte. Ein Perfektionist. Für das Hörspiel von The Hobbit, suchte Powell nach neuen Wegen um sich an Tolkiens Zauberwelt heranzutasten. Der Wendepunkt kam eines Abends während
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