Guitarist John Renbourn (1944-2015) was a founding member of Pentangle and also recorded many good solo albums. He was the first in Britain to record a 1927 song from Blind Willie Johnson, which was later covered by Led Zeppelin

Der vor Kurzem verstorbene John Renbourn (1944-2015) war unser Lieblingsgitarrist in Sachen Folk und Akustikgitarren. Er war Gründer der legendären Folkrock-Band Pentangle und nahm auch zahlreiche Soloalben auf. Links im Bild, eins das wir als Vinyl-LP haben. Einer der bahnbrechenden Aspekte vom britischen Folk-Revival der 1960er Jahre war dass Bands wie Pentangle und Fairport Convention ein neues Publikum für in Vergessenheit geratene Lieder fanden. Darunter Volkslieder die Hunderte von Jahren alt waren. Viele alte Blues- und Jazz-Kompositionen waren in den 60ern, in Zeiten vor dem Internet und Amazon, ebenso aus dem Blickfeld der Öffentlichkeit verschwunden. Selbst unter Sammlern waren alte Bluesaufnahmen in England schwer zu bekommen. Sogar die US-Originalaufnahmen waren selten und konnten nicht wie heute so einfach verbreitet werden. Nachfolgend ein Lied von dem John Renbourn als erster in Europa eine Coverversion aufnahm. Sehr einflussreich. Einer der die Aufnahme hörte, war Jimmy Page der später mit Led Zeppelin eine Hardrock-Version von dem Lied aufnahm. Hier YouTube Clips von den verschiedenen Fassungen.

Autor: Blind Willie Johnson, 1927
Version von John Renbourn, 1967
Album: Another Monday (1967)
.

Renbourn spielt hier Akustik-Gitarre mit einer Mischung aus Fingerpicking und Slide Guitar. Für diese Aufnahmen und viele andere frühe Solo- und Pentangle-LPs benutzte er die Gibson J-50 mit der er auf dem obigen Cover von Another Monday (1967) zu sehen ist. Hintergrundsängerin ist Jacqui McShee, die mit Renbourn auch den anfänglichen Kern von Pentangle bildete. Jimmy Page war nach eigenen Angaben ein Fan von Pentangle, was nicht überrascht, denn Led Zeppelin hatten neben ihrem Hardrock-Stil auch immer viele akustische und folkige Elemente. An Led Zeppelins Version von Nobody’s Fault But Mine auf dem Album Presence (1976), hier ein Live-Clip, ist zugegebenermaßen nichts folkiges. Aber das wurde später auf dem Album No Quarter: Jimmy Page and Robert Plant Unledded (1994) wettgemacht, hier ein Video von der Page & Plant Version von Nobody’s Fault But Mine. Das Video wurde übrigens in dem uralten Aberllefenni Schiefersteinbruch in Wales gedreht, unweit von dem abgelegen Häuschen namens Bron-Yr-Aur wo sich Page und Plant 1970 mit ihren akustischen Gitarren zurückzogen um Lieder zu scheiben. John Renbourn und Pentangle erreichten nie den Bekanntheitsgrad von Led Zeppelin, Das gilt auch für den blinden und in Armut gestorbenen Bluesmusiker Blind Willie Johnson, obwohl seine Originalversion von 1927 eine beträchtliche Anzahl von Views und somit späten Ruhm auf YouTube bekommen hat. Als John Renbourn am 26. März im Alter von 70 starb, gab es ebenfalls eine ganze Menge Nachrufe und Reaktionen, mitunter von David Crosby und dem schottischen Krimiautor Ian Rankin.

 

Ads by Google

 

 

Musiktipp 2-CD-Set Nobody’s Fault But Mine: The John Renbourn Anthology 1966-2005. 37 Lieder u. a. mit My Johnny Was a Shoemaker, After the Dance (von John Renbourn & Bert Jansch), So Clear (Pentangle)

Könnte Sie auch interessieren Arthur C. Clarke Sci-Fi-Roman inspirierte Led Zeppelin LP-Cover

Des Weiteren Cixin Liu: Sci-Fi-Epos ‘Die drei Sonnen’ als WDR-Hörspiel online

Mehr William Gibson: ‘Neuromancer’ als Hörspiel online

Und Isaac Asimov: ‘I, Robot’ als Hörspiel online

Avenita.net