Kulturmagazin

Lieber Leser!

Wir schreiben über unsere Lieblingsthemen aus der Welt der Literatur, Film, Kunst und Musik. Öfters gibt es auch mal Fotos, Anekdoten & Ansichten aus unserem geliebten Gastland: Andalusien, der südlichsten, manche würden sagen, schönsten Region Spaniens. Auf der Startseite finden Sie unsere aktuellen Blogbeiträge und Artikel. Falls Sie mal länger Zeit haben und mehr über unsere Themen lesen wollen, köinnen Sie auch unsere umfangreichen Feature-Artikel auschecken. Wir hoffen dass Sie unser Netzmagazin informativ und unterhaltsam finden. Ein Gruß von der Redaktion!

Tag: Musik

At this year's Henley Literary Festival Graham Nash talks about his upcoming autobiography Wild Tales (2013). In anticipation of what could be one of the most interesting books relating to the classic rock era, we look at three Graham Nash songs, with Crosby, Stills & Nash, one from the 60's, the 70's and the 80's

Beim diesjährigen Henley Literary Festival im September spricht Crosby, Stills & Nash Musiker Graham Nash über seine demnächst erscheinende Autobiografie Wild Tales (2013). Der Titel stammt von einem seiner Soloalben, obwohl ich vermute, dass einige der Geschichten aus der klassischen Rock- und Hippie-Epoche in der Tat etwas wild sein könnten. Wobei Graham Nash immer etwas bodenständiger wirkte als seine Kumpanen David Crosby, Stephen Stills – und Neil Young, der ebenfalls, wenn auch nicht regelmäßig, mit von der Partie war. Nash wirkt nicht so introvertiert wie Neil Young, nicht so launisch wie Stephen Stills, und hatte nicht so ernste Drogenprobleme wie David Crosby sie hatte. Was alle vier Musiker jedoch verbindet, ist dass sie, angefangen mit ihrem Auftritt in Woodstock 1969, zu Schlüsselfiguren ihrer Generation wurden. Zudem mit engen Verbindungen zu Leuten wie Grateful Dead, Joni Mitchell und vielen anderen die als Freunde und Gastmusiker auf CSN-Alben mitwirkten. Joni Mitchell, oben auf einem Foto zu sehen, war zeitweise auch persönlich mit Nash liiert. Wobei meines Wissens auch David Crosby und Neil Young in sie verliebt waren. So kam es, dass auf dem Debutalbum Crosby, Stills & Nash (1969) zwei Lieder von Joni handelten: Das Lied Lady of the Island von Graham Nash, und das Lied Guinnevere von David Crosby. Aber solche Dinge waren damals unter Musikern kein Grund, sich gegenseitig die Freundschaft zu kündigen. Mein Lieblingslieds auf dem Album ist jedoch Marrakesh Express, das Nash vor der Gründung von CSN geschrieben hatte, ursprünglich für seine ehemalige britische Band The Hollies.
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Last night's Proms performance of Rheingold is online now, The rest of the Ring follows tonight and during the following days. Each part online 7 days. Links below. While some conductors seem to wrestle with the Ring, Barenboim wields it. Takes it out of the hands of the 19th century guy who compiled these legends but never should have been considered their owner

Der Ring ist diese Woche im Rahmen der Proms erstmals komplett zu hören. Live in der Royal Albert Hall und live im Radio. Danach sieben Tage lang online. Links folgen. Der Name Proms stammt von den Promenade Concerts die seit 1895 in London stattfinden, hauptsächlich in der Royal Albert Hall. Das Programm ist immer sehr vielfáltig, über 70 Aufführungen, dieses Jahr u. a. mit Verdi, Benjamin Britten, Rachmaninov, Vaughan Williams, Rameau, Massenet, Stravinsky, Ravel, Mozart, Mahler, Carl Nielson, Stockhausen, Manuel de Falla, Tchaikovsky, Elgar…um einige zu nennen. Der Grund für den gesamten Ring-Zyklus ist der diesjährige 200. Geburtstag von Richard Wagner (1813-1883), der übrigens im Jahr 1877 selber in der Royal Albert Hall Teile vom Ring dirigierte. Die Proms sind eine musikalische Darbietung ohne Kostüme oder Bühnenbilder. Die Sänger, wie zum Beispiel Bryn Terfel als Wotan in Die Walküre, stehen im Jacket auf der Bühne und singen nur, anstatt mit Speer und Augenklappe herumzuwandern. Für den einen oder anderen Zuschauer vielleicht eine angenehme Abwechslung. Und für Online-Zuhörer perfekt. Wir wollten die Live-Sendung im Radio gestern Abend eigentlich nur kurz auschecken, blieben aber voll darin hängen. Man ist heutzutage gewohnt, dass sich verschiedene Ring-Aufführungen, zwar nicht optisch, aber musikalisch ziemlich ähnlich sind, meist akzeptabel, da von professionellen Musikern gespielt. Aber Daniel Darenboim, der bei den Proms 2013 die Staatskapelle Berlin dirigiert, schafft es tatsächlich, der recht vertrauten Musik etwas Neues und Frisches abzugewinnen. Das Rheingold hat mit Barenboim einen faszinierenden flüssigen Klang der manch andere Darbietung etwas holprig erscheinen lässt. Wáhrend manche Dirigenten mit der Musik zu ringen scheinen, nimmt Barenboim sie in die Hand, formt sie, macht sie sich zu eigen. Es ist gut die alten Sagen die ein Mann aus dem 19. Jahrhundert kompilierte, und die im Kern nicht spezifisch deutscher, in ihren ältesten Wurzeln vielleicht nicht einmal spezifisch europäischer Herkunft sind, zurückzuerobern.

Info  Jetzt hören: BBC Proms 2013 Das Rheingold, Daniel Barenboim und Staatskapelle Berlin /  Links für Die Walküre Teil 1,  Teil 2,  Teil 3 /  und Siegfried Teil 1 /  Teil 2 /  Teil 3 / und Götterdämmerung Teil 1 / Teil 2 / Teil3Photo We used, for the time being, a photo available at Wikipedia, from 2005  Performances  Each one is online for 7 days after initial broadcast

 

Nothing like the British quality press to keep the little grey cells working down on the beach, is there? Yesterday in the St. Cleve Chronicle we even found a vinyl LP by Jethro Tull in it. Ian Anderson & company are performing the classic 1972 album live this weekend, Sunday 30. June 2013, Royal Albert Hall

Am Strand gibt es nichts Schöneres als eine Zeitung – mit Qualitätsjournalismus versteht sich! – um die kleinen grauen Zellen auf Trab zu halten. Gestern fanden wir im St. Cleve Chronicle sogar eine Vinyl-LP von Jethro Tull. In der Tat: Ian Anderson & Co. spielen den 1972 Albumklassiker Thick as a Brick live dieses Wochenende in Londons Royal Albert Hall. Im August übrigens auch in Deutschland, wobei das Konzertprogramm dort als Best of Jethro Tull betitelt ist. Vielleicht weil in Deutschland Tull-Alben wie Aqualung etc. etwas bekannter sind. Egal, wir sind sicher dass bei deutschen Konzerten ebenfalls einiges von Thick as a Brick dabei sein wird. Es ist ein große Tour mit über 50 Dates, in Österreich, Holland, Finnland, Dänemark, Italien, Tschechien, Russland, Kanada, Amerika u. a. Wir persönlich haben Jethro Tull, heutzutage meist Sänger und Liederschreiber Ian Anderson plus seine derseitige Backing Band, zwei mal live gesehen und können einen Konzertbesuch empfehlen. Als wir die Band vor ein paar Jahren hier in Andalusien sahen, war sie sogar noch besser als beim Konzert Jahre vorher. Obwohl Tull in Bezug auf Albumverkaufszahlen nie so ganz in der Mega-Liga von Bands wie Pink Floyd war, ist sie nie lange abwesend gewesen. Viele Folkrock und Progrock-Bands der
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The oldest known song in the world dates back 3400 years and was found in Syria. It's a hymn to Nikkal, Goddess of orchards and harvests. Music has been around for ages but this is the oldest notation. Research has managed to decipher it and enables us to hear the music today. YouTube link below

Musik machen Menschen schon lange, wie eine 42.000 Jahre alte Flöte aus Schwanenknochen zeigt die im schwäbischen Blaubeuren gefunden wurde. Aber die Idee und die Fähigkeit, Musik durch Notation zu verewigen – da müssen wir die Schwaben enttäuschen – ist erstmals in der Region des heutigen Syriens erwiesen. Man kann nicht alles haben. Aber mal ehrlich, gibt es momentan ein Land dem man es mehr gönnt? Fragen Sie uns nicht was wir von der dortigen Situation halten, da sind wir am Ende unserer Weisheit. Was wir jedoch in Erfahrung bringen konnten ist dass die Hymne an Nikkal, eine Göttin der Ernte und Obstgärten, 3400 Jahre alt ist und in Form von Keilschrift auf Tontafeln verewigt wurde. Diese Tafeln wurden schon in den 1950er Jahren bei Ausgrabungen im bronzezeitlichen Königspalast von Ugarit gefunden. Die Stätte liegt in der Nähe des heutigen syrischen Mittelmeerhafens von Latakia. Es dauerte Jahrzehnte bis jemandem die Entschlüsselung der Musiktafeln gelang. Der Text des Liedes ist in Hurritisch, die Musiknotation in Akkadisch. Die Musik ist für eine neunsaitige Leier deren Stimmung ebenfalls auf den Tafeln angegeben ist. Rhythmus und Geschwindigkeit des Liedes gehen aus den Tontafeln allerdings nicht hervor. Nachfolgend eine Darbietung auf YouTube 
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It's the birthday of Howlin' Wolf (1910-1976). There's a good new compilation, above, including the whole iconic Blues album Moanin' in the Moonlight (1959) plus 15 other classic tracks, a 16 page booklet with extensive liner notes and amazing photos of the Wolf and his band: Hubert Sumlin, Jody Williams et al.

Heute ist der Geburtstag von Blues-Legende Howlin’ Wolf (1910-1976). Seinen gebürtigen Namen Chester Burnett findet man hauptsächlich im Kleingedruckten, als Komponist von Liedern auf Alben von Led Zeppelin, Cream, Rolling Stones, Jeff Beck, Doors, Grateful Dead, Tom Petty, Stevie Ray Vaughan u. a.. Selbst für diese Stars sind Howlin’ Wolfs Originalversionen nicht leicht zu übertreffen. Auch wenn viele seiner Lieder mit einfachen Geräten und in kurzer Zeit aufgenommen wurden. Der Mann hatte eine markante Stimme die oft so fetzig und laut wie eine Gitarre mit Overdrive klang. Aber es ist faszinierend ein Wolf-Lied wie Smokestack Lightnin’ als Cover von Bob Dylan oder Warren Haynes oder Soundgarden oder sogar als als unplugged Akustikversion von Aerosmith zu hören. Wir schätzen, der alte Wolf, dort oben in den ewigen Jagdgründen, freut sich dass Leute aus so verschiedenen Ecken seine urigen Sound mögen. Wobei man auch Bandmitglieder wie die Gitarristen Hubert Sumlin und Jody Williams, Bassist Willie Dixon und andere erwähnen sollte. Wir schreiben irgendwann einen Blogpost über die Leute. Nützliche Infos findet man zudem im 16-Seiten Booklet der CD. Darauf ist das Debutalbum Moanin’ in the Moonlight (1959), plus 15 Bonustracks à la Spoonful und Wang-Dang-Doodle. Auch Fotos & Konzertposter. Dies ist die 2012 Soul Jam edition of Moanin’ in the Moonlight. Nicht das Originlcover aber mit einem guten Foto von Wolf. Wir sind heute Nachmittag herumgefahren und wollten für das Foto einen Hintergrund finden der ungefähr so alt ist wie Howlin’ Wolf. Wir fanden eine Bar wo über der Eingangstür eine alte Eisenbahnschwelle eingebaut war und das ganze wackelige Haus zusanmmenhielt. Wir machten das Cover fest und knipsten schnell ab. Als der konsternierte Wirt herauskam waren wir schon wieder im Auto und hörten den Blues.

Original silver cover with a wolf howling at the moon is cool. Though, like many Blues LPs of the 50s and early 60s - see also the Rocking chair LP - it had no pic of the artist on the front

Auf silbernen dem Originalcover von Moanin’ in the Moonlight (1959), links im Bild, ist ein heulender Wolf  im Licht des Vollmonds zu sehen. Super cooles Cover, aber es hat, wie viele Blues LP-Cover der 50er und frühen 60er Jahre kein Foto vom Sänger. Go figure. Gleichfalls bei seinem zweiten Studioalbum, das wegen dem Schaukelstuhl oft Rocking Chair Album genannt wird. Beide Alben haben auf der Rückseite ein Foto von Wolf, und ein paar Liner Notes. Auf der Rückseite von Moanin’ in the Moonlight (1959) erfährt man dass die Debüt-LP sein erstes Album fúr das Chess Plattenlabel war und Aufnahmen von einer Zeitspanne von acht Jahren enthält. Das Album war eine Sammlung von vorher veröffentlichten Singles. Das Titellied und How Many More Years stammen von 1951. Während Smokestack Lightnin’ im Januar 1956 aufgenommen wurde. Auf diesem Lied spielen neben Hubert Sumlin und Willie Johnson auf Gitarre, auch Schlagzeuger Earl Phillips, Bassist Willie Dixon und Pianist Hosea Lee Kennard mit. Letztgenannter war mir vorher kein Begriff, was zeigt wie wichtig detaillierte Liner Notes sind – was im digitalen Zeitalter immer seltener wird. Wer eine Vorstellung von den damaligen Recording Sessions haben will, sollte sich den exzellenten Spielfilm Cadillac Records (2008) ansehen. es geht um das legendäre Plattenlabel Chess Records und Musiker wie Muddy Waters, Chuck Berry…und auch Howlin’ Wolf, in diesem Film-Clip von Smokestack Lightnin’ im Aufnahmestudio, mit Eamonn Walker in der Rolle von Howlin’ Wolf. Fantastisch!

 

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Die Gitarre auf der Howlin’ Wolf CD  Eine Epiphone Casino, die auch von den Beatles benutzt wurde

Mehr von uns über Blues Artikel über eine Hommage an Robert Johnson von Eric Clapton

Weitere Infos  Der Dokumentarfilm The Howlin’ Wolf Story auf YouTube

Avenita.net

 

One of us is actually at the Springsteen concert in Milan tonight. We take look at Wrecking Ball (2012), which is good. We've lined up YouTube links with some of the samples and quotes of old time music the Boss has used on the album. Get on board!

Springsteen ist auf Tour, und einer von uns ist momentan in Italien wo der Boss im San Siro Stadion von Mailand heute Abend auftritt. Some guys have all the luck. Gelegenheit für uns jedoch, ein paar Details von Springsteens neusten Album Wrecking Ball (2012) auszuchecken. Zum einen das Innere vom Albumcover, siehe Foto, das unseren Geschmack trifft, mit der guten alten Fender Telecaster (mit Esquire Hals) die Springsteen schon seit ewigen Zeiten begleitet. Der Kofferverstärker sieht aus wie ein Fender Tweed Amp ähnlich wie dieser, aber ein neueres Modell. Was die Musik anbelangt, ist einer unserer Lieblingstracks ein Lied in dem Springsteen Elemente von Gospel-Musik, einem Hip-Hop-Beat und sogar eine Art Rap-Einlage von einer Sängerin einbezieht. Das klingt vielleicht überraschend, funktioniert aber für unsere Begriffe gut. Rocky Ground ist jedenfalls der Song bei dem wir bis jetzt am meisten auf die Wiederholtaste im Auto gedrückt haben. Interessant sind auch die Samples oder elements, wie sie in den Album-Credits genannt werden, die Springsteen auf dem Album einbezieht. Wir haben die Originallieder von denen die Samples stammen, bei YouTube ausfindig gemacht, so dass Leser sie separat auschecken können: Rocky Ground zum Bespiel enthält Ausschnitte von I’m A Soldier In The Army Of The Lord, ein traditionelles Lied das 1942 von dem Folklore- und Musikforscher Alan Lomax
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It's the 65th birthday of Led Zeppelin drummer John Bonham (1948-1980). When we catch up with him we want to persuade him to open that famous Bar in Heaven, providing a) that's where we find ourselves and b) he hasn't opened a bar already.

Heute wäre der 65. Geburtstag des Led Zeppelin Schlagzeugers John Bonham (1948-1980). Wir haben zur Erinnerung an den Mann der für viele der beste Rock-Drummer aller Zeiten ist, ein paar gute Sachen herausgesucht. Links folgen. Einer unserer Lieblingsfilme mit Bonham ist The Song Remains the Same (1976), hier sieht man Led Zeppelin im Jahr 1973 auf Tour, auf der Bühne und auch privat. Die vier Bandmitglieder haben innerhalb des Films, jeweils ihre eigenen kleinen Filmchen die zu bestimmten Musikstücken eingeblendet werden. Wobei uns John Bonhams Film immer am besten gefiel. Anders als in den mystisch angehauchten Fantasy-Sequenzen von Robert Plant, John Paul Jones und Jimmy Page, zeigt sich Bonham eher als bodenständiger Typ auf seinem Bauernhof, mit Kühen, auf seinem Traktor, Motorrad, Oldtimer-Automobil…oder mit Presslufthammer bei Bauarbeiten. Das war keine reine Show. Bonham, der früher im Bauunternehmen seinen Vaters gearbeitet hatte, lebte wirklich so, zumindest wenn er nicht auf Tour war. Er hatte sehr jung geheiratet, war im Prinzip ein Familientier. Wenn Led Zeppelin wochenlang, monatelang unterwegs waren, vermisste er Frau und Kinder, konnte mit dem Leben on the road nicht so gut umgehen, was er wohl mit den typischen Rockstar-Exzessen der 70er Jahre kompensierte. Letztendlich war es Alkohol, genau gesagt eine Überdosis Wodka die ihm, wohl durch einen blöden Zufall oder riesiges Pech im Alter von nur 32 Jahren das Leben kostete. Das macht nachdenklich. Wir sagen zwar im obigen englischen Bildtext dass wir mit Bonham eine Bar im Himmel aufmachen wollen, wenn wir ihn eines Tages dort treffen. Aber vielleicht sollten wir uns lieber auf alle möglichen Kaffeesorten und Fruchtsäfte spezialisieren. Die Bar ist ja noch nicht geöffnet. Aber wie sie auf dem Foto sehen, stellen wir uns vor dass Blick, Lage und Musik optimal sein werden.

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Wussten Sie schon? Das letzte Konzert das John Bonham vor seinem Tod spielte war am 7. Juli 1980 in Deutschland, in der Eissporthalle von Berlin. Die Halle mit Platz für 6000 Zuschauer existiert nicht mehr, wurde 2001 abgerissen. In den Jahren davor spielten dort außer Led Zeppelin Musiker wie Motörhead, AC/DC, Rush, Lynyrd Skynyrd, Deep Purple, Kansas, Marillion, Frank Zappa, Peter Gabriel, The Police u. v. a. Die Zeppelin-Tour von 1980 war mitunter Promotion für das Album In Through the Out Door (1979). von dem die Lieder In the Evening und All my Love gespielt wurden. Das letzte Lied des Abends war Whole Lotta Love. Auf dem Konzertposter, hier ein Ausschnitt stand auf Deutsch ‘Led Zeppelin im Anflug‘. John Bonham ist rechts im Bild

Filmmaterial mit John Bonham privat und auf der Bühne Der Film von John Bonham ist Teil der Led Zeppelin DVD The Song Remains the Same, auch als Blu-ray erhältlich. Im September 2018 erscheint zum 50. Live-Jubiläum der Band – deren erstes Konzert September 1968 unter dem Namen New Yardbirds im Gladsaxe Teen Club in Dänemark stattfand – eine Deluxe-Ausgabe, siehe Trailer, des Livealbums The Song Remains the Same, inklusive Film, 28-Seiten Booklet, Extra-Tracks etc.

Neue Konzerte? Es kursieren Gerüchte dass Led Zeppelin 2019 beim Glastonbury Festival auftreten werden

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Avenita.net

 

Tell you what, you lie on a beach in front of an album cover, people think you've taken something. Never mind, we got a nice pic out of it. 40 years ago, in May 1973, the groundbreaking album Tubular Bells was released. We look at the story behind it

Vor 40 Jahren, im Mai 1973, wurde Tubular Bells (1973) veröffentlicht. Dass das Album ein millionenfacher Erfolg werden würde, war zur Zeit der Aufnahmen, die per Multitrack solo von dem schüchternen 20-jährigen Tüftler Mike Oldfield gemacht wurden, nicht vorhersehbar. Sogar völlig unerwartet. Das Album wirkte auf Anhieb unkommerziell. Nicht nur weil es aus zwei langen Instrumentalstücken ohne Gesang bestand, sondern auch weil diese Stücke keinen beat hatten. Den in Rockmusik typischen 4/4 Rhythmus, der durch Snare und Bassdrum vom Schlagzeug markiert wird, benutzten selbst experimentelle Bands wie Pink Floyd um ihre Musik zu verankern, was sie wiederum tauglich für Stadion-Rock machte. Tubular Bells hingegen beginnt mit einem a-Moll Piano-Motiv in dem sich ein 7/8 Takt und 8/8 Takt miteinander abwechseln. Die Melodie an sich ist nicht sehr kompliziert, sie wird ausschließlich auf den weißen Tasten des Pianos gespielt, was daraufhin deutet dass sie aus Experimenten eines Laien an diesem Instrument hervorging. Aber das Innovative daran ist das Konzept, dass diese Melodie immer wiederholt wird und sich erst langsam, fast unbemerkt weiterentwickelt und neue Elemente dazu kommen. Im Laufe des Stücks wird die anfängliche Melodie dann zum Beispiel vom Bass übernommen und in einen anderen musikalischen Kontext gesetzt. Streckenweise hat Tubular Bells weit mehr Ähnlichkeit mit moderner Klassischer Musik oder sog. Minimal Musik von Leuten wie Phillip Glass als mit Rockmusik. Warum hatte Mike Oldfield mit solch ungewöhnlicher Musik Erfolg? Abgesehen davon dass es interessante, gut gemachte Musik ist, half es dass der BBC Kult DJ John Peel das Album spielte, und auch dass
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Tristan & Isolde: There's a BBC radio docu about the opera online, link below. Among the topics looked at is the influence of Beethoven's opera Fidelio on Wagner. And the mysterious 'Tristan chord' which, to us, actually sounds quite....jazzy

Zur Zeit ist ein BBC Radio-Doku über Wagners Oper Tristan & Isolde online. Besonders interessant fand ich den Punkt über den starken Einfluss den Beethovens Oper Fidelio auf Wagner hatte, gleich mehr dazu. Auch über den berühmten und mysteriösen Tristan-Akkord wurde gesprochen. Separat gespielt auf dem Piano klingt dieser Akkord für mich ehrlich gesagt ziemlich…jazzig. Ein Begriff mit dem Wagner nichts hätte anfangen können, weil Jazz erst etwa fünfzig Jahre später kam. Aber Tristan & Isolde (1865), speziell die seinerzeit ungewöhnlichen Akkordstrukturen und Harmonien, waren tatsächlich Vorboten von Musikstilen des kommenden 20. Jahrhunderts. Demgemäß wurde Tristan & Isolde von vielen Zeitgenossen Wagners als schwierig um nicht zu sagen, musikalisch unerträglich empfunden. Das hatte viel damit zu tun dass Wagner mit dem Tristan-Akkord und verschiedenen Variationen davon, eine scheinbar endlose musikalische Spannung erzeugte. Musikalische Spannung ist natürlich auch ein Merkmal moderner Popmusik. vor allem in Genres wie House und Electro, die sehr darauf basieren, einen absichtlich rau und dissonant klingenden Vers mit einem schönen melodischen Refrain zu variieren. Wobei die Spannung bei Wagners Oper über fast vier Stunden aufrecht erhalten wird und erst ganz am Schluss, mit Isoldes Liebestod, eine Art Auflösung, man könnte sagen, Erlösung findet. Mit dem Akkord H-Dur übrigens. Was die Verbindung zu Beethovens Oper Fidelio anbelangt, hatte Wagner sie sogar schon als Teenager gehört und war zeitlebens davon beeindruckt und beeinflusst.

The topic is so closely identified with Wagner, it is worth remembering that it is based in a Celtic legend. The movie, Tristan & Isolde (2006), produced by Tony & Ridley Scott, is good. James Franco & Sophia Myles in the title roles

Die Figur des eingekerkerten Mannes namens Florestan war eine Art Archetyp von späteren Wagner-Figuren wie Der Fliegende Holländer und Amfortas in der Oper Parsifal. Und vor allem auch für Tristan: eine direkte Parallele zwischen ihm und Florestan ist zum Beispiel dass die beiden Männer in ihrer Not und in einem sprichwörtlichen Delirium, eine Frau als ihre einzige Rettung und Hoffnung sehen. Szenarien die bei Wagner quasi-religiöse Züge haben, wie zum Beispiel im 3. Akt von Tristan und Isolde und im 2. Akt von Fidelio, hier sind längere YouTube Clips. Die Musik ist von der Atmosphäre her ähnlich und Wagner benutzt hier sogar die selbe Tonart wie Beethoven, nämlich f-Moll. Das kompakte, 20 min. Radio-Doku ist also durchaus interessant und enthält zur Erläuterung von den Themen die ich hier zum Teil hier angesprochen haben, auch musikalische Beispiele. Als Kaufempfehlung was Wagners Oper angeht, bin ich geneigt die Fassung zu nennen die ich selber besitze, nämlich Tristan und Isolde dirigiert von Karl Böhm im Jahr 1966 bei den Bayreuther Festspielen, mit Wolfgang Windgassen und Birgit Nilsson in den Titelrollen. Abgesehen davon dass dies als eine der besten Darbietungen gilt, enthält der 3-CD-Set auch ein umfangreiches Booklet mit Hintergrundmaterial und dem Libretto auf Deutsch, Englisch und Französisch. Ich möchte auch den Spielfilm Tristan & Isolde (2006) nicht unerwähnt lassen. Die Story wird so sehr mit Wagner in Verbindung gebracht dass es nützlich ist, sich zu erinnern dass sie auf einer alten keltischen Legende beruht. Der Spielfilm, der von Tony & Ridley Scott produziert wurde, ist sehenswert.
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I got the first book of a trilogy called 'The Tristan and Isolde Novels' by Rosalind Miles, author of the Guenevere trilogy. 'Isolde, Queen of the Western Isle (2002) is pretty good

Wer sich für Romane über die Legende von Tristan und Isolde interessiert, könnte die Trilogie der englischen Autorin und Historikerin Rosalind Miles auschecken. Ich habe nur den ersten Roman, links im Bild, aber der ist ziemlich gut. Soweit ich sehe, ist die Reihe nur auf Englisch erhältlich. Hier sind die Namen und Reihenfolge von den ‘Tristan and Isolde Novels’:
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1. Isolde, Queen of the Western Isle (2002)
2. The Maid of the White Hands (2003)
3. The Lady of the Sea (2004)
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Hier eine gekürzte Romanpassage vom ersten Band: ‘Isolde looked at the foreign ship with its black sails. A small group was struggling down the gangplank, with the body of an unconscious man. She hastened down the path to meet them. The glimmering light played over the sleeping face of the man whose battle-scarred hand rested over his heart. By his side lay a harp and a broadsword. She heard a rushing in the skies like a storm off the sea. Who are you, sir? She moved foreward like a woman in a dream. In good health, she could see, he would be a fine-looking man. Now his skin was grey and his breathing was harsh. Did it matter? No. Never had she seen a man more beautiful. The moonlight caressed his face. Through the veils of evening came a voice from distant Avalon. Hear me, Isolde. You will know your knight when he comes.’ Wer könnte dieser schöne, wenn auch sehr angeschlagene Fremde sein, der von Cornwall zu einer Heilerin in Irland gebracht wird? Ich sage nichts!
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Verfilmung Ein englischer Trailer für den von Ridley Scott produzierten Spielfilm Tristan & Isolde (2006) mit James Franco,  Sophia Myles, Rufus Sewell, Henry Cavill. Der Film ist auf Deutsch synchronisiert erhältlich

Radio-Info  Discovering Music: BBC-Doku über den dritten Akt der Wagner-Oper Tristan und Isolde

Hörspiel & Dokumentarfilm Wolfram von Eschenbach: ‘Parzival’ als Hörspiel und ZDF-Doku online

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Des Weiteren Gaston Leroux: ‘Das Phantom der Oper’ als Hörspiel online

Mehr C. J. Sansom: ‘Pforte der Verdammnis’ als Hörspiel online

Und Emily Brontë: ‘Sturmhöhe’ als Hörspiel online

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Neil Peart, above, is alive and well, we've seen Rush in concert. He's seen here with cymbals from Sabian, the company of Robert Zildjian (1923-2013) whose family's history in the art of making cymbals goes back to the Ottoman Empire

Für Leute die sich für Musikinstrumente, speziell Schlagzeug interessieren, sind die Namen Zildjian und Sabian ein Begriff. Beides Top-Marken. Die letztgenannte benutzt u. a. Neil Peart von Rush, siehe Foto. Sabian-Firmenchef Robert Zildjian (1923-2013) war ein Mann der mit beiden Marken eine Verbindung hatte. Und interessanterweise führt die Familiengeschichte der Zildjian-Familie Jahrhunderte zurück, bis ins Osmanische Reich. Der Vater von Robert und Bruder Armand Zildjian war armenischer Herkunft und wanderte im frühen 20. Jahrhundert von der Türkei nach Amerika aus und gründete dort in Boston die Avedis Zildjian Company. Der Name Zildjian bedeutet in der Tat Becken-Macher auf Armenisch, und dies ist ein uraltes Handwerk das, ähnlich wie die Schwertschmiedekunst, auf wohlbehüteten Berufsgeheimnissen basiert. Dabei kommt es beispielsweise darauf an, genau welche Mischung von Metallen (hauptsächlich Kupfer und Zinn) verwendet wird. Und die gesamte Verarbeitung, denn es geht ja nicht um klobige Baumaterialien sondern um die Erzeugung von Klängen. Und dabei hat der Hersteller es meist mit Kunden zu tun die hohe Ansprüche und ein gutes Ohr für solche Dinge haben. Wer Schlagzeuger kennt, und wir kennen einige, weiß das diese Leutchen stundenlang über ihr Equipment fachsimpeln können. Schlimmer noch als Gitarristen! In der Rockmusik und auch im Jazz und vielen anderen Genres sind Hi-Hat und Becken
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Mahalia Jackson (1911-1972): Someone said to us: I bet you don't know a single Gospel song. Well, they bet wrong. We know a few and saved The Old Rugged Cross for a special day. We wish readers and their families a happy Easter.

Jemand meinte, wir würden keine Gospel Lieder kennen. Doch, und wir haben eins für einen besonderen Tag aufgehoben. Hier ist Mahalia Jackson mit einer 100 Jahre alten Hymne.

The Old Rugged Cross

On a hill far away stood an old rugged cross,
The emblem of suff’ring and shame;
I love that old cross where the dearest and best
For a world of lost sinners was slain.

(Refrain) So I’ll cherish the old rugged cross,
Till my trophies at last I lay down;
I will cling to the old rugged cross,
And exchange it some day for a crown.

That old rugged cross, despised by the world,
Has a wondrous attraction for me;
For the dear Lamb of God left His glory above
To bear it to dark Calvary. (Refrain repeated)

Eine starke Stimme und ein schönes Lied. Ein Klassiker der über die Jahre schon von Dutzenden berühmten Leuten aufgenommen wurde, darunter Elvis Presley, Johnny Cash und auch jüngere Country Stars wie Brad Paisley. Alle Versionen haben etwas für sich, aber die Queen of Gospel liefert hier für uns die beste Fassung. Die Aufnahme wurde im Jahr 1965 zusammen mit dem Chor einer Kirche in Chicago gemacht. Sie erschien auf ein, zwei Kompilationen wie z. B. Mahalia Jackson Sings America’s Favorite Hymns im Jahr 1971. Alles in allem würden wir sagen dass es bessere Kompilationen gibt (auf der Info-Leiste folgen zwei Tipps), darauf ist zwar nicht That Old Rugged Cross, aber dieses Lied ist auch einzeln als Download erhältlich. Die 1913 geschriebene Hymne hat insgesamt vier Strophen, aber so gut wie alle der vielen Cover beschränken sich auf zwei Stropfen und zwei oder drei Refrains. Der Text spricht für sich selbst und passt gut zum heutigen Tag. Wir wünschen Lesern und ihren Familien frohe Ostern.

Weitere Infos  Deutscher Wiki-Artikel über die Sängerin Mahalia Jackson (1911 -1972), die übrigens ihr allerletztes Live-Konzert in Deutschland im Jahr 1971 in München gab.

Musik-Tipps  Zwei empfehlenswerte Kompilationen sind Legend – The Best of Mahalia Jackson, mit 50 Liedern von 1937-1954, bevor sie bei Columbia Records anfing. Diese Sammlung ist gut und preisgünstig. Wobei eine andere Kompilation, Mahalia Jackson – Gospels, Spirituals & Hymns, mit 36 Liedern aus den 50er und 60er Jahren bei Columbia Records zwar teurer ist, aber insgesamt sogar noch etwas besser.

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It's the birthday of Vicente Amigo, an amazing guitarist from Andalusia, who's won a Grammy and played with people like Sting. On his album 'Tierra' (2013) he incorporates celtic elements into his music. Check the video 'Roma' below

Es ist der Geburtstag des andalusischen Gitarristen Vicente Amigo. Er gewann mit einem seiner früheren Alben, dem exzellenten Ciudad de las Ideas (2001) einen Grammy und spielte auf dem Album Sacred Love von Sting. Wir mögen Flamenco, der ein archetypischer andalusischer Musikstil ist, sehr gerne. Die Musik muss nicht mit Pop- oder keltischer Musik gemischt werden um uns zu gefallen. Aber wir sind auch keine Musikpuristen die etwas dagegen haben wenn moderne Flamenco-Musiker zum Beispiel Jazz-Elemente in ihre Musik einbeziehen, was heutzutage ein starker Trend ist. Und warum auch nicht – Grenzen in Musik waren schon immer fließend. Vicente Amigo hat jetzt einen weiteren interessanten Schritt gemacht und keltische Elemente in seine Musik einbezogen, und wir finden dass es gut klingt, vor allem weil er es nicht auf Biegen und Brechen macht sondern die vermeintlichen Grenzen, oder besser gesagt, die Berührungspunkte zwischen den Musikstilen sehr gefühlvoll auslotet und sanft ineinander fließen lässt. Dazu hat er auch ein schönes, schlichtes Video gemacht, siehe Link unten, das ihn anfangs mit seinem Fahrrad an einem Zaun – vielleicht an der musikalischen Grenze? – zeigt, und ihn dann auf einer Reise verfolgt die man vielleicht als Symbol für eine Reise in keltische Musik-Gefilde interpretieren könnte.

 

Playing with musicians from Scottish folk band Capercaillie

Dabei darf man nicht vergessen dass es in Spanien, speziell im Norden sehr wohl starke keltische Traditionen gibt: Die nordspanische Region Galicien trägt ihre keltische Vergangenheit sogar in ihrem Namen. Das folgende Video zeigt den Gitarristen mit dem Fahrrad auf dem Jakobsweg und endet an der Küste von Galicien bei Kap Finisterre. Der Name des Albums Tierra bedeutet auf Spanisch Erde, sowohl als auch Heimat. Uns gefällt das Motiv von einer unterirdischen Gitarre aus deren Saiten Pflanzen zur Erdoberfläche durchdringen. Auch der Name des Musikers wird auf clevere Weise in das Gitarren-Bild eingebaut. Das Album wurde von dem ehemaligen Dire Straits Mitglied und Keyboarder Guy Fletcher produziert. Die Begleitmusiker auf Tierra sind u. a. Donald Shaw, Michael McGoldrick und Ewen Vernal von der schottischen Folkband Capercaillie. Plus Geigenspieler John McCusker von Mark Knopflers Band. Der andalusische Gitarrist hat wirklich ein paar gute amigos gefunden. Felíz cumpleaños, Vicente.

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Weitere Infos  Video-Clip für Roma auf YouTube / ein kurzer deutscher Eintrag über Vicente Amigo bei Wikipedia, der englische Artikel ist etwas informativer

Mehr über Flamenco Lesen Sie unseren Feature-Artikel Auf den Spuren von Paco de Lucía in Andalusien

Avenita Kulturmagazin

 

The Scottish lake Loch Katrine and Ellen's Isle are tourist attractions today. The place inspired Walter Scott's poem The Lady of the Lake. Which in turn inspired Franz Schubert (1797 - 1828), whose birthday is today, to write a beautiful song

Wir wollten für den Geburtstag von dem österreichischen Komponisten Franz Schubert (1797-1828) ein schönes Lied aussuchen, und dabei ist man aufgrund der schieren Menge an wundervollen Liedern hin und hergerissen. Aber wir entschieden uns für ein Lied das viele Leuten von der Musik her kennen werden, aber dessen Entstehungsgeschichte vielleicht etwas weniger bekannt ist. Außerdem ist das Lied den meisten Leuten unter einem anderem Namen bekannt als Schuberts ursprünglicher Titel Ellens Gesang III. Dieser Name stammt von einer winzigen schottischen Insel namens Eilean Molach, ein alter keltischer Name der als Ellen’s Isle ins Englische übertragen wurde. Die Insel liegt mitten in dem See Loch Katrine, oder Loch Ceathairne, in dem schottischen Bezirk Sterling. Es gibt von dem See, der sehr beliebt bei Touristen ist, auch schöne Fotos, gleich ein Link dazu, aber das alte Gemälde oben hat den Vorteil dass man einen Blick auf den See, die Insel und auch den dahinter liegenden Berg Ben Venue bekommt, der ebenfalls eine Rolle in der Geschichte von Ellens Gesang spielt. Schubert wurde dazu von dem schottischen Schriftsteller Sir Walter Scott (1771 – 1832) und seinem Gedicht The Lady of  the Lake inspiriert.
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The song 'The Return of the Grievous Angel' by Gram Parsons (1946 -1973), whose birthday is today, is such a lovely Country classic. Gram's accompanied by Emmylou Harris & guitarist James Burton. 'Pick it for me, James!'

Es ist der Geburtstag von Gram Parsons (1946 – 1973) der mit nur 26 Jahren starb aber viele schöne Lieder hinterlassen hat. Gram schaffte es, Ende der 60er und Anfang der 70er Jahre, Rockmusiker wie die Rolling Stones und die Byrds für Country Musik zu begeistern, und brachte damit einen Stein ins Rollen - zu einer Zeit als Country von der Counterculture nicht unbedingt als cool angesehen wurde. Mainstream Country Musik war zu diesem Zeitpunkt eher die alte Garde und verkörperte für viele Hippies die Generation ihrer Eltern. Das änderte sich als Leute wie Neil Young und die Eagles Hits hatten die Elemente von Country mit Rock verbanden. Und irgendwann im Laufe der 70er Jahre konnte man sich dann vor lauter Country-Rock kaum noch retten. Gram Parsons hatte an dieser Entwicklung einen beträchtlichen Anteil, auch wenn er heute, vermuten wir mal, in Ländern wie Deutschland eher ein Geheimtipp ist. Falls wir uns darin täuschen, um so besser. Country Fans sind ja bekanntlich treu wie deutsche Schäferhunde, und vielleicht hören die Trucker und auch ein paar Biker heute mit uns Gram Parsons. Herzlich willkommen. Ein Lied das Sie ihrem DJ nahelegen könnten, auch weil es spezifisch vom Fahren handelt, ist The Return of the Grievous Angel, hier als YouTube Clip. Komponiert und gesungen von Gram Parsons, begleitet von der wundervollen County Sängerin Emmylou Harris und auch von James Burton, dem legendären Gitarristen von Elvis Presley. Daher auch der Ruf ‘Pick it for me, James!‘ mit dem Gram das Gitarrensolo vorstellt. Um einen Eindruck vom Text des Lieds zu geben, werden wir frei und auszugsweise
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One of our favourite Grateful Dead songs is the 13 min. epic 'Weather Report Suite'. Bob Weir, whose birthday it is today, wrote the music, sang and played guitar on it.

Heute ist der 65. Geburtstag von Bob Weir, der auf dem Foto neben dem Album zu sehen ist. Vor fast fünfzig Jahren, im Jahr 1963 traf er Jerry Garcia im kalifornischen Palo Alto, und die beiden wurden in den darauffolgenden Jahren Gründungsmitglieder, Sänger, Gitarristen und Liederschreiber der legendären Hippieband Grateful Dead. Eins unserer Lieblingslieder ist der 13 Minuten lange Song Weather Report Suite, für den Bob Weir die Musik komponierte und auf dem er singt und Gitarre spielt. Das Lied ist auf dem Album Wake of the Flood (1973), das erste Studioalbum das die Band nach ihrer Europe ’72 Tour und dem gleichnamigen Livealbum aufnahm. Grateful Dead klingen live meist besser als im Studio, aber Wake of the Flood gefällt uns sehr. Neben Weather Report Suite, sind hier schöne Lieder wie Stella Blue, Mississippi Half-Step, Eyes of the World und Here comes the Sunshine, von dessen erster Gesangszeile übrigens der Albumtitel Wake of the Flood stammt. Das Album ist auch ein gutes Beispiel dafür was am Format von Vinyl-LPs so gut ist: Die Fläche von über 30 x 30 cm war attraktiv für Künstler, wie hier für Rick Griffin (1944 -1991) der mehrere Albumcover und Poster für Grateful Dead machte. Das LP-Cover für Wake of the Flood gefällt uns besonders, steht öfters zuhause als Dekoration auf dem Kaminsims, und hat für unsere Begriffe auch eine Verbindung zu dem Lied Weather Report Suite. Der Mann auf dem Cover, mit einem Leinensack und einer Sichel in der Hand, hat offensichtlich gerade Korn geerntet, und auch das Lied hat Bezüge zur Landwirtschaft. Weather Report Suite, hier als YouTube Clip, besteht aus mehreren Teilen mit verschiedenen Tempos und Rhythmen, aber der Anfang ist sehr folkig, mit gezupften Gitarren die etwas wie Renaissance Musik klingen. Was den Text anbelangt, hier ein paar
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It's the birthday of Stevie Ray Vaughan (1954 - 1990), one our favourite guitarists. The box set SRV is designed like a part of a Fender guitar. The music, much of it live & previously unreleased, we find even better than Stevie's regular albums

Stevie Ray Vaughan (1954 -1990), der heute Geburtstag hätte,  wenn er nicht im Alter von 35 Jahren bei einem Flugunfall ums Leben gekommen wäre, ist einer unserer Lieblingsgitarristen. Viele Leser werden Stevies Musik schon kennen, ansonsten sind wir überzeugt dass SRV so ziemlich jedem gefallen wird der Jimi Hendrix und Eric Clapton mag. Neben seinen bemerkenswerten Gitarrenkünsten, kommt  Stevie für uns in Interviews und auf der Bühne auch als ein sehr sympathischer Typ rüber. Man muss sich mal vorstellen, in den frühen 80er Jahren, als Pop- und auch Rockmusiker versuchten ‘auf modern’ zu machen, auf einmal aussahen wie Bankmanager und Plinkety-Plonk-Musik auf Synthesizern machten, kam Stevie wie aus einer Zeitmaschine und spielte Bluesrock und Hendrix-Lieder. Hier eine kleine Kostprobe auf YouTube, das Lied Crossfire ist auch als CD-Liveversion in dem Box-Set SRV (2000), siehe obiges Foto. Für Stevie Ray Vaughan war diese Art von Musik kein Retro-Trip, sondern einfach die Art von Musik die er immer schon gespielt hatte. Er war 28 als sein erstes Album Texas Flood (1983) herauskam, aber Stevie hatte schon 1970 als 15-jähriger in Bands gespielt. Der kommerzielle Durchbruch für Stevie Ray Vaughan und seine Band Double Trouble, die aus den zwei ebenfalls sympathischen und guten Musikern Tommy Shannon (Bass) und Chris Layton (Schlagzeug) besteht, war nicht einfach. Die drei hatten jahrelang kleine Clubs getourt, in einem Lastwagen der früher mal Bauernhöfe abgeklappert hatte um Milchkannen abzuholen. Maßgebliche Unterstützung kam von einem Musiker den man vielleicht eher dem Folkrock-Genre zuordnen würde: Jackson Browne, der mit Alben wie Running on Empty (1977) berühmt wurde. Im Sommer von 1982, als Stevie und seine Band noch keinen Vertrag mit einer Plattenfirma hatten, bekamen sie auf Empfehlung des Produzenten Jerry Wexler (1917 - 2008), der u. a. Bob Dylans Slow Train Coming (1979) produzierte, einen Konzertauftritt bei dem Montreux Jazz Festival in der Schweiz. Damals waren sie die erste Band ohne Plattenvertrag die dort spielte. Und es lief erstmal schlecht. Wir haben das Konzert auf DVD, Live at Montreux 1982 & 1985, und würden sagen dass es nicht an Stevie & Double Trouble lag – die Musik ist gut – sondern daran dass das Publikum nicht mit einem Typ gerechnet hatte, der seine Gitarre bisweilen hinter seinem Rücken spielte, und mit Hut und Stiefeln, und Zigarette im Mundwinkel aussah wie der ultimative Hippie-Cowboy. Während die Schweizer Stevie Ray Vaughan bei seinem späteren Montreux-Konzert in 1985 enthusiastisch empfingen, wurde die Band  am 17. Juli 1962 vom Publikum sogar ausgebuht. Das war Stevie nicht gewohnt, und obwohl er bis zum Schluss weiterspielte, war er später in der Umkleidekabine ziemlich deprimiert, nach der Devise: So schlecht haben wir doch gar nicht gespielt, oder?

Stevie playing guitar behind his back: The 72 page booklet of the SRV 3 CD +1 DVD box set is full of good photos & info

Am folgenden Abend hatte die Band noch einen weiteren Auftrittstermin in einem Hotel. Dort war zu der Zeit gerade Jackson Browne, der ebenfalls auf dem Montreux Festival gespielt hatte, und benutzte das Hotel für Interview-Termine mit der Presse. Jackson Browne hörte Stevie Ray Vaughan und war begeistert. Die Musiker kamen gut miteinander aus und hatten eine Jam-Session bis 7.00 Uhr morgens. Jackson ging so weit, der Band 72 Stunden kostenlose Studiozeit in seinem Studio in Los Angeles anzubieten. Das Angebot wurde angenommen. Stevie & Double Trouble arbeiteten dort unter etwas chaotischen Umständen, weil es gerade das Wochenende von Thanksgiving war und nicht alle Studiotechniker vor Ort waren. Es war anscheinend kein frisches Tonband vorhanden und die Band benutzte stattdessen einfach die Tonbänder auf denen Jackson Brownes Demoaufnahmen für sein zu dem Zeitpunkt noch unveröffentlichtes Album Lawyers in Love (1983) waren. Stevie benutzte auch Jackson Brownes Gitarrenverstärker, Marke Dumble, das Model Dumbleland, was dem Klang seiner Stratocaster jedoch nicht schadete.  In der Tat, aus diesen Aufnahmen, am 24. November 1982, wurde im Endeffekt praktisch Stevies gesamtes
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We Andalusians tried for a sandy, kind of Jersey shore pic. It's Springsteen's birthday and a good time to look at The Making of Born To Run. Also, to remember Clarence Clemons (1942 - 2011), pictured with Bruce on one of the best albums ever

Wir wollten an Bruce Springsteens Geburtstag ein gutes Doku über die Entstehung des Albumklassikers Born To Run (1975) erwähnen. Man kann den ca. 90 min. Dokumentarfilm, der Interviews mit Springsteen und Mitgliedern seiner E Street Band enthält, auf YouTube auschecken, Link folgt gleich, oder als Teil eines guten 3-Disc Boxsets kaufen den Sie auf unserem Foto sehen, Details dazu folgen ebenfalls. Im Doku erzählt Springsteen, übrigens einer der wenigen Stars dieses Kalibers die noch ziemlich natürlich und entspannt rüberkommen, wie er mit 24 Jahren in der West Long Branch Gegend von New Jersey lebte, unweit von der Stadt Asbury Park, die Springsteen auf dem Titel seines Debutalbums verewigte. In Asbury war Freitag- und Samstag-Abends damals viel los, dort war der Stone Pony Club wo Springsteen auftrat, und die Strandpromenade zwischen Kingsley Street und Ocean Avenue, die für junge Leute damals eine unoffizielle Rennbahn war und The Circuit genannt wurde. Im Sommer 1974 hatte sich auch Springsteen sein erstes Auto gekauft, einen ’57 Chevy für 2000 Dollar. Als er eines Abends zuhause auf seinem Bett saß und mit der Gitarre an Ideen für Lieder arbeitete, kamen ihm die Worte Born to Run in den Sinn. Springsteen dachte zuerst, es wäre der Name eines Films, oder ein Slogan den er auf einem der improvisierten Rennwagen auf dem Circuit gesehen hatte. Ihm gefiel der Satz denn er fand, er suggerierte ein cinematisches Drama das gut zur Musik passte die er im Kopf hatte. Dass einige Springsteen-Lieder eine vage Verbindung zu Filmen haben, wird im Doku dadurch angedeutet dass kurze Ausschnitte oder Plakate von Filmen wie Two-Lane Blacktop (1971) mit dem Musiker James Taylor, und dem noir Thriller Night and the City (1950) mit Richard Widmark gezeigt werden. Auch Thunder Road (1958) mit Robert Mitchum, ein Film der zumindest seinen Titel mit einem Lied auf Born to Run teilt. Springsteen stand damals, nach zwei kommerziell nur mäßig erfolgreichen Alben unter dem Druck der ewigen Plattenfirmen-Regel dass Musiker drei Versuche kriegen und dann fallen gelassen werden wenn es nicht funkt.

Er stand in mehrerer Hinsicht an einem Scheideweg. Inhaltlich handelt Born to Run vom Übergang zwischen Jugend und Erwachsen werden. Springsteen sagt, Born to Run, das Lied und das gleichnamige Album, fühlt sich für ihn an als ob all die verschiedenen Orte und Geschichten das Porträt einer endlos langen Sommernacht sind. Er sagt, auf dem Album spiegelt sich viel von seinem damaligen Leben: die Figuren in den Liedern versuchen freizubrechen, einen neuen Weg, einen neuen Platz zu finden. Springsteen fährt im Doku bei dem Haus in West Long Branch vorbei wo er damals sämtliche Lieder für Born to Run schrieb, es war das erste Haus in dem allein und unabhängig gelebt hatte, und es war eine spannende Zeit für ihn. Er schrieb den Großteil der Lieder auf einem Piano das am Fenster des Hauses stand. Springsteen sagt, dass man auf dem Piano auf andere musikalische Ideen kommt als auf der Gitarre, und das prägte den Klang des Albums. Er veranschaulicht das indem er einige Lieder-Passagen spielt, wobei uns auffiel, dass der Boss ziemlich gut und flüssig Piano spielen kann. Springsteen erzählt dass er sehr viel Zeit für die Texte aufwendete und zeigt ein Notizbuch in dem aus vielleicht fünfzig Seiten im Endeffekt ein paar Zeilen eines fertigen Liedes herauskamen. Er schrieb viel und redaktierte später alles was er als klischeehaft empand, bis er bei etwas ankam das sich für ihn wie eine emotionale Realität anfühlte. Wir persönlich zögern, das Lied Born to Run Wort für Wort übersetzen. Schon das Wort run im Titel ist mehrdeutig, kann laufen oder flüchten oder alles mögliche andere bedeuten. Born to Run enthält Umgangssprache und impressionistische Sátze wie ‘last chance power drive‘, denen es schwer ist im Deutschen gerecht zu werden. Wir werden stattdessen lieber auszugsweise einige Passagen des Lieds frei nacherzählen.

Wendy, lass mich rein, ich will dein Freund sein / Ich will deine Träume und Visionen beschützen…Zusammen können wir aus dieser Falle entkommen / laufen bis wir umfallen, nie mehr zurückgehen…Jenseits des Palastes fahren kreischende Wagen die Straße hinunter / Mädchen kämen sich ihre Haare im Rückspiegel, und Jungs versuchen hart auszusehen / Vor uns liegt der laute Vergnügungspark, und am Strand sitzen Jugendliche eng zusammen im Nebel…Heute Nacht ist jeder auf der Flucht, aber man kann sich nirgendwo mehr verstecken / Zusammen, Wendy, können wir mit dieser Traurigkeit leben / Ich werde dich mit dem ganzen Wahnsinn in meiner Seele lieben / und eines Tages, ich weiß nicht wann, erreichen wir diesen Platz wo wir wirklich sein wollen / Gehen zusammen im Sonnenlicht / Aber bis dann sind Vagabunden wie wir dazu geboren, unterwegs zu sein.

Born to Run: The 30th Anniversary 3-Disc Set is good. We put the label with all the details back on the box so they can be checked out. Photo above doesn't show the booklet in the set

Springsteens Lyrics, Melodien und Akkordstrukturen für Born to Run waren allerdings nur der Anfang: Allein das Titellied sollte etwa 6 Monate an Aufnahmezeit in Anspruch nehmen. Im Doku sind frühe Studioaufnahmen, nur mit Schlagzeug, Bass und akustischen Gitarren zu hören. Springsteen war von dem dichten, hallenhaften Klang von Pop-Hits der 60er Jahre, im Stil von Phil Spector beeinflusst und nahm vielschichtige Tonspuren, mit z. B. vier Akustikgitarren gleichzeitig auf. Aber auch bei den Aufnahmen fand ein ähnlicher Editing-Prozess wie bei den Lyrics statt: Im Doku hört man verworfene Born to Run Versionen mit Streichern und weiblichen Hintergrundgesang, wodurch das Lied zu weich, vielleicht sogar etwas schnulzig hätte werden können. Andere ungewöhnliche Instrumentierungen, wie das markante Glockenspiel, blieben jedoch im Lied. Die vielen Tonspuren, die verschiedenen Versionen und Springsteens perfektionistische Art, Sachen immer wieder neuaufzunehmen, waren für die Band und Studiocrew nicht leicht. Dies war zu Zeiten vor computergesteuerten Mischpulten, damals wurde jeder Mix manuell, mit sechs oder acht Händen an den Schiebereglern aufs Tonband übertragen, und jeder Fehler bedeutete dass man ganz von vorne anfangen musste. Springsteen und seine E Street Band waren schließlich am Ende ihrer Nerven, sie hatten das Gefühl,
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It's the birthday of the songwriter Hank Williams (1923 -1953), pictured with his Martin D-28 guitar. When the day comes, we'll want to join his backing band The Drifting Cowboys. Though there may be a queue. Until then we got his songs

Es ist der Geburtstag von Hank Williams (1923 – 1953) dessen Lieder von Leuten wie Nick Cave, Beck, Tom Petty, Dylan, Emmylou Harris, Johnny Cash and Keith Richards gecovered wurden. Nicht zu vergessen, unsere Lieblingsband Grateful Dead, hier ihre Version von You Win Again auf YouTube, und das Original von Hank Williams aus dem Jahr 1952. Wundervoll, hier übertrumpft der Mann mit dem Anzug und dem Cowboyhut vielleicht sogar die beste Hippieband der Welt. Hank Williams hat eine Menge guter Lieder geschrieben, und zum Kennenlernen empfehlen wir den starken 3-CD Box-Set den wir  selber besitzen, siehe links im Bild, und den es bei Amazon.de für ca. 14 Euro gibt. Oder noch viel billiger als Download. Anders als viele moderne Country Stars, die heute oftmals ähnlich wie Popsänger von einer ganzen Armee von Produzenten, Komponisten und Marketing-Beratern in die Charts befördert werden, war Hank Williams ein Mann der seine eigene Musik, seine eigenen Lieder, seinen eigenen Stil und seine ureigene Persönlichkeit hatte. Es ist erstaunlich, wie dieser Mann, der aus sehr einfachen, armen Verhältnissen stammte, es schaffte in seinem kurzen Leben von 29 Jahren so viele Lieder zu hinterlassen. Vielleicht haben Menschen denen nur kurze Zeit auf Erden vergönnt ist, eine tiefe unterbewusste Ahnung davon dass sie sich beeilen müssen. Wer weiß. Jedenfalls werden wir heute mit obiger CD-Kompilation, die das Werk von Hank Williams chronologisch von 1946 bis 1952 dokumentiert, seinen Geburtstag feiern. Schon mal die Lieder lernen. Denn eines Tages werden wir uns für einen Job in seiner Backing Band The Drifting Cowboys bewerben.

Weitere Infos Obiger Box-Set Hank Williams The Anthology enthält 3 CDs mit 75 Liedern, jedoch nicht obiges schwarzweiß Foto das Hank mit seiner Martin D-28 Gitarre zeigt. So weit wir wissen, befindet sich die Gitarre im Museum der Country Music Hall of Fame.

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Mehr von uns über Hank Williams  Ein neuer, längerer  Artikel mit Infos über einen biografischen Spielfilm und die Verbindung von Bob Dylan und Neil Young zu Hank Williams – plus mehr über Hanks Gitarren

Note  Above box-set contains 3 CDs with 75 songs in chronological order, but not the black-and-white photo with the guitar – we added that. The original, we think, is in the Country Music Hall of Fame in Nashville.

 

Andalusian guitarist Daniel Casares (b. 1980) is a rising force in Flamenco. He's also absorbed other influences and some of his songs may appeal to fans of Pat Metheny. In the world of classical music he's accompanied Cecilia Bartoli, link below

Der aus Málaga stammende Flamenco-Gitarrist Daniel Casares, Jahrgang 1980, hat mit El Ladrón del Agua (2010) ein Album aufgenommen das wahrscheinlich auch Fans von Gitarristen wie Pat Metheny gefallen wird. Das Album, dessen Titel Der Dieb des Wassers bedeutet, ist schon allein vom Klang her eine sehr ausgefeilte Produktion mit vielen guten Begleit- und Gastmusiker. Besonders gut gefiel uns der gezupfte Kontrabass von Francis Posé der, wenn er in den höheren Registern Solo-Fills spielt, etwas wie Scott LaFaro klingt. Auf einigen Liedern sind also definitiv Jazz-Einflüsse zu hören, während andere Lieder ziemlich traditionell und andalusisch klingen. Unser Lieblingslied ist zur Zeit Callejón de los Tramposos, das hier auf YouTube ausgecheckt werden kann. Daniel Casares wird hier von dem Sänger Junajo Alcántara und der Sängerin Chonchi Heredia begleitet, die sich in einer Art von Zwiegespräch zwischen Mann und Frau, mit Refrain und Vers abwechseln. Der Gesang setzt erst bei 2:10 min. ein, davor spielt Casares seine rasanten Melodien zu einem komplexen, trancehaften Rhythmus aus geklatschten 16-Noten und Perkussion. Der Text, der mit den vom Mann gesungenen Worten ‘Y yo te veo‘ beginnt, bedeutet auf Deutsch, frei von uns übersetzt in etwa: Und ich sehe dich, wie eine Seele die Träume erweckt, sag mir du liebst mich und ich glaube dir. Ich muss ja immer mit den Herzensbrechern spielen. Darauf antwortet die Frau: Wenn ich
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In the Rolling Stone magazine's ''500 Greatest Albums of all Time' Astral Weeks (1968) was near the top at 19. We had the fortune to see singer and songwriter Van Morrison, whose birthday it is, here in Andalusia. And he is still fantastic.

Es ist der Geburtstag des Sängers und Liederschreibers Van Morrison und wir werfen einen Blick auf sein Album Astral Weeks (1968), das von Musikkritikern als eins der besten Alben aller Zeiten gelistet wird. Im Jahr 2003 kam Astral Weeks  im US-Magazin Rolling Stone bei der Wahl der 500 besten Alben aller Zeiten auf Platz 19. Wir hatten das Glück, den in Nordirland geborenen Musiker Van Morrison vor ein paar Jahren hier bei uns in Andalusien im Konzert zu sehen, in Málagas schönem alten Opernhaus Teatro Cervantes, in dem öfters weltberühmte Musiker auftreten. Der Mann trug Anzug und Fedora-Hut und kam als schüchtern um nicht zu sagen völlig introvertiert rüber. Aber Van Morrisons Stimme klingt live – ganz ohne Halleffekte etc. – fast noch besser als auf den Alben. Und er spielte mit sehr guten Begleitmusikern, auf akustischem Doppelbass, Grandpiano, Trompete und Saxophon und einem Gitarrist der auf seiner alten Gibson-Semi-acoustic kleine Riffs und Melodien á la Joe Pass hervorzauberte. Der Mann hat viele gute Alben gemacht, zu unseren Favoriten gehören Moondance (1970), No Guru, No Method, No Teacher (1986) und Irish Heartbeat (1988) welches er mit den Chieftains aufnahm. Das Album Astral Weeks (1968) wirkt wie ein langes Lied, wie eine Tagebuch aus Van Morrisons Kindheit und Jugend in Irland. Hauptsächlich das nordirische Belfast. Astral Weeks enthält mehrere Referenzen zu Orten, Begebenheiten und Personen. Wie die Cyprus Avenue, der Zug von Dublin nach Sandy Row, einer Madame George, oder die Sunday Sixbells, der Glockenklang von St. Donards Church, wo Van Morrisons Eltern heirateten. Van Morrisons Perspektive ist nicht immer leicht zu entziffern. Für ihn scheint hinter dem Alltäglichen eine geheime, vielleicht sogar spirituelle Welt verborgen zu sein. Eine graue, 22-stöckige Hochhaussiedlung kann auf einmal etwas romantisches sein, wenn irgendwo dort oben eine Frau mit dem Namen Ballerina lebt. Die Musik von Astral Week ist eine Art Folk mit akustischer Gitarre, Kontrabass, Flöte und Streichern. Die Texte klingen dichterisch-romantisch, teils surrealistisch, wie Sweet Thing, hier eine Liveversion auf YouTube. Ich übersetzte frei und auszugsweise:

Ich sehe die Schiffe am Morgenhimmel und stille meinen Durst mit kaltem, klarem Wasser/ Wir gehen zusammen durch regennasse Gärten / und dann werde ich meine Hand in den Abendhimmel ausstrecken /die Sterne in deinen Augen zählen /einfach alles in mir aufnehmen/ ohne zwischen den Zeilen zu lesen / und wenn wir so zusammen gehen und sprechen / dann werde ich mich nie wieder alt fühlen / nie wieder / mein Liebling

Der Text kommt jedoch erst so richtig rüber wenn er wie ein Klanggemälde mit Van Morrisons Stimme verflochten ist. Astral Weeks hat Züge eines Konzept-Albums. Auf Vinyl-LP (siehe unsere Schallplatte im Foto) heißen die beiden Plattenseiten jeweils: In the Beginning und Afterwards. Ob sich dieses Vorher und Nachher auf eine Person oder vielleicht Vans Heimat bezieht, die er seinerzeit, in Richtung Amerika als junger Mann verließ, wer weiss? Um auf die 45 Minuten einer Schallplatte zu passen, wurden damals angeblich einige Sachen herausgeschnitten. Unter anderem ein
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Musik Grateful Dead: 70 Jahre Jerry Garcia

They got some great bands up there: It's the 70th birthday of Grateful Dead guitarrist & singer Jerry Garcia (1942 - 1995)

Es gibt interessante Verbindungen zwischen der alternativen Kultur der 60er Jahre und der Computer-Revolution der 70, 80 und 90 Jahre…bis zum heutigen Tag, mit Social Media Konzepten wie dem freien Austausch von Informationen und der, in Theorie, nicht-hierarchischen Struktur des Internets. Ein Beispiel wäre Mitch Kapor (geb. 1950) der als junger Mann in Transzendentaler Meditation machte, später Gründer von Lotus Software wurde und mit dem Grateful Dead Liederschreiber John Perry Barlow die Electronic Frontier Foundation gründete, eine Organisation die sich für Meinungsfreiheit im Internet einsetzt. Es ist auch kein Zufall dass sich das heutige Silicon Valley an dem Ort befindet an dem Grateful Dead, die ultimative Hippie-Band der 60er und 70er Jahre entstand. An Orten wie Palo Alto und Menlo Park, wo heute Firmen wie Google und Facebook residieren, spielten damals die Grateful Dead ihre ersten Konzerte. Wobei die Geschichte von ihrem Sänger und Gitarristen Jerry Garcia noch weiter zurückreicht. Garcia, aus einer Familie mit spanischen Wurzeln, wurde in San Francisco geboren, bekam mit 15 von seiner Mutter die erste Gitarre geschenkt und spielte schon Ende der 50er Jahre mit seiner akustischen Gitarre, manchmal auch mit Banjo, in Folkclubs, Cafes und Bücherläden in und um Palo Alto und Menlo Park. Hier entwickelte sich der faszinierende Mix von Beats und Studenten der nahen Stanford Universität. Der spätere Grateful Dead Bassist Phil Lesh traf Jerry zum ersten Mal im Jahr 1959, in einem Haus namens The Château, dessen Besitzer billige Zimmer zu vermieten hatte und wo sich im Laufe der Zeit eine Art Kommune mit abendlichen Musikauftritten bildete.

Jerry Garcia with Gibson SG, and Grateful Dead in Haight- Ashbury in the Sixties, with a beardless Garcia in the center

Jerry Garcia hatte zu diesem Zeitpunkt allerdings nicht einmal das Geld für eins der billigen Zimmer, deshalb schlief er und sein Kumpel Robert Hunter, der später Lyrik-Schreiber für Grateful Dead wurde, auf dem Château-Parkplatz in einem Auto. Bei seinen Autritten spielte Jerry Folk-Songs wie The Long Black Veil und Matty Groves. Phil Lesh, der sich bis dahin hauptsächlich für Jazz und Moderne Klassische Musik interessiert hatte, war fasziniert davon wie Garcia diese Lieder völlig unaffektiert, ohne Selbstdarstellerei, ohne Show, einfach für sich selber sprechen ließ und Zuhörern auf diese Art die Tiefe dieser Lieder offenbahrte. Phil fragte Jerry ob er bereit wäre ein Demo-Tape aufzunehmen, denn er arbeitete zu diesem Zeitpunkt bei der alternativen San Francisco Radiostation KPFA als Voluntär und Studiotechniker bei der Nachtsendung Midnight Special und wollte der Moderatorin Geri Chiarito ein Demo von Jerry vorstellen. Jerry willigte ein und Phil fuhr los und besorgte ein altes Wollensak-Tonbandgerät, kam zurück zum Château und dort, mit einem Mikrofon auf dem Küchentisch, nahm er mit Jerry die zwei obengenannten Volkslieder und zwei weitere auf. Dieses Tonband führte zu einer 90 Minuten langen Live-Radioshow namens
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Do we like what we see? Yes, it's a beautiful Chevy and a well constructed phone booth...and it's the 40th anniversary of Don McLean's song 'American Pie'. Happy 4th of July!

Dieses Jahr ist das 40. Jubiläum des Klassikers American Pie von Don McLean. Das gleichnamige Album mit dem Lied erschien 1971, das Lied selber wurde erst 1972 als Single veröffentlicht. Es beginnt wie ein Märchen, mit den Worten ‘Long, long time ago…’ und der Sänger erinnert sich an den Tag an dem die Musik starb, den 3. Februar 1959, als der Sänger und Gitarrist Buddy Holly bei einem Flugzeugabsturz ums Leben kam. Aus dieser Kindheitserinnerung entwickelt sich das Lied zu einem Rückblick auf das gesamte Jahrzehnt nach dem Tod von Buddy Holly: Die 60er Jahre, betrachtet aus der Perspektive der frühen 70er Jahre. Auch die 50er Jahre spielen im Lied eine Rolle. Es ist als ob der Tod des freundlichen Typs mit Anzug, Krawatte und Hornbrille auch das Ende eines ganzen Zeitalters war. Die Refrainzeilen von den good old boys, die mit dem Chevy zum Damm fahren und Whisky trinken, sind 50er Jahre Nostalgie, ebenso wie der Ausdruck Miss American Pie das archetypische Frauenbild der 50er Jahre symbolisiert. Der Sänger scheint die zurückliegenden 60er Jahre mit gemischten Gefühlen zu betrachten. Es werden im Lied viele Ikonen dieser Zeit erwähnt. Die Beatles, die Stones, Dylan und andere. Dies geschieht genialerweise ohne das jemand von diesen Leuten beim Namen genannt wird. Bis auf zwei: Lenin und Marx. Damals lebende Personen und 
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El Barrio is an andalusian singer / songwriter we like. Today on his birthday we look into one of our favourite songs of his: 'Andalucía'. YouTube link below. Feliz cumpleaños, El Barrio!

El Barrio ist der Künstlername von dem Andalusier José Luis Figuereo, der aus Cádiz stammt und einer unserer Lieblingsmusiker ist. Heute ist sein Geburtstag und wir wollten ein schönes Lied von ihm vorstellen. El Barrio macht eine Art von moderner Flamenco-Musik, das heißt, er und seine Band benutzen neben den traditionellen akustischen Gitarren auch elektrische Instrumente wie Keyboards, Bass und E-Gitarre. Auch Stilelemente von Rock und Pop werden einbezogen, wobei El Barrio, im Gegensatz zu vielen anderen spanischen Popbands, immer noch eine starke spanische und speziell andalusische Identität hat – und die hat viel mit Flamenco zu tun. Flamenco ist, auf ähnliche Weise wie es der Blues ist, mehr als nur Musik. Für viele Flamenco-Musiker ist es auch eine Lebensart, eine Einstellung, wir würden fast sagen, eine Art von Religion. Wer sich für dieses Thema interessiert, dem empfehlen wir ein starkes Buch namens Duende: A Journey Into the Heart of Flamenco (2003) von Jason Webster. Erhältlich in zwölf Sprachen, mysteriöserweise jedoch nicht auf Deutsch. Aber die Flamenco-Musik wird hnen, lieber Leser, nicht länger vorenthalten. Hier ist eins unserer Lieblingslieder von El Barrio: es heißt Andalucía, und wir haben es wohl schon hundert Mal im Auto gehört. Auf der rundum empfehlenswerten El Barrio CD El Fuente del Deseo (2000). Für uns hat diese Musik eine magische, traurig-glückliche Stimmung und passt gut zu andalusischen Landschaften. Vielleicht, weil sie aus andalusischen Landschaften gewachsen ist. Poetische, symbolträchtige Lieder sind schwer zu übersetzten, aber wir haben es versucht. Bei YouTube ist ein Ausschnitt von einem Konzert mit El Barrio und seiner Band mit dem Lied Andalucía. Das Publikum ist super begeistert und scheint jede Zeile dieses enigmatischen Lieds zu kennen. Dabei ist das Konzert nicht mal in Andalusien, sondern in Madrid. Dann wird es bestimmt auch ein paar deutschen Zuhörern gefallen.

Andalucía                                                    Andalusien
Vente conmigo a vivir                                     Komm und lebe mit mir
Tengo una choza en un rio                             Ich habe ein Häuschen an einem Fluss
llena de rosas y jazmín                                  voller Rosen und Jasmin
Ayer tuve un sueño,                                       Gestern hatte ich einen Traum
No quise despertar                                         Ich wollte nicht aufwachen
Me vi en un patio cualquiera,                           Ich sah mich in einem Hof
Con balcones con calichas                             mit mossbewachsenen Balkonen
Y ecaleras quebradas                                    und aufgesprungenen Treppen
De barandas cubiertas de enredaderas,           efeuumrankten Geländern
Los portones de madera                                 Hölzerne Eingangstore
Y un olor a humedad                                      und ein feuchter Geruch.
Una mujer vieja sentada en una mecedora        Eine alte Frau in einem Schaukelstuhl
Que apenas balancea,                                   der nur ein bisschen schaukelt,
Una mesa, una sillita de nea                           ein Tisch, ein mit Bast bespannter Stuhl
unos años de guerra y alegria,                         Einige Jahre Krieg, einige Jahre Glück
Un naranjo en el centro,                                  und ein Orangenbaum in der Mitte
el sentir de Andalucía,                                    Das Gefühl von Andalusien
Andalucía                                                      Andalusien 
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Rick Wakeman, whose birthday ist today, here on the cover of his solo album classic The Six Wives of Henry VIII (1973). I got it as vinyl LP. Great analog synth sounds. Also a whole bunch of guest musicians from the progressive rock band Yes

Rick Wakeman, der heute Geburtstag hat, spielte auf meinen drei Lieblingsalben von Yes: Fragile (1971), Close to the Edge (1972) und Tales from Topographic Oceans (1973), für mich das ultimative Progrock-Album – obwohl ich weiß, dass dies nicht Rick Wakemans persönlicher Favorit ist. Er mag er Edge und Going For The One (1975) am liebsten. Und tatsächlich ist dessen Lied Awaken, ein Yes-Klassiker mit einem Piano-Intro das Rick Wakemans flüssige, melodische Spielweise vorführt. Das Rick Wakeman Soloalbum auf dem Foto, The Six Wives of Henry VIII (1973) ist eins das ich durch meine Eltern kennenlernten. Die hatten und haben einen ziemlich coolen Musikgeschmack, gingen früher zu Genesis Konzerten etc. Soweit ich mich erinnere, hörte ich Rick Wakemans Konzept-Album über die Sechs Frauen von Heinrich VIII noch bevor ich Yes kennenlernte. Ich erinnere mich, bei der Auflistung des Equipments auf der Innenseite des Gatefold-Covers gedacht zu haben: Wie kann ein Mensch so viele Keyboards haben? Mini-Moog Synthesizer, Mellotron 400-D, Hammond C-3 Organ, RMI Electric Piano & Harpsichord…und ein Steinway Grand Piano! Das ist mehr als die Polizei erlaubt, und in der Tat, haben Keyboarder auf der Bühne heute oft nur ein oder zwei Synthis die, dank Digitaltechnik, sämtliche obengenannten und hunderte weitere Klänge eingespeichert und per Knopfdruck abrufbar haben.
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The glory of gatefold LPs. They are actually fun to hold in your hands and look at - and read through - while you listen to the music. Much better product than a floppy little CD inlay card

Allerdings finden einige Leute dass der Sound von den alten Analog-Synthis schwer zu imitieren oder überbieten ist. Das Six Wives Album klingt heute jedenfalls immer noch gut, für mich sogar besser als vor Jahren. Vielleicht weil in dem zur Zeit allgegenwärtigen EDM-Genre (Electronic Dance Music) die ultra-fetten Synthie-Sounds der Analog-Ära wieder sehr angesagt sind. Wobei Electro DJs und Produzenten heute eher Samples benutzen, als schwere Synthesizer herumzuschleppen. Wer glaubt, dass Yes-Musiker nicht gesampelt werden, täuscht sich: Megastar Kanye West hat für sein Lied Dark Fantasy den Yes-Sänger Jon Anderson gesampelt, check it out. Das sind Sachen die ich zu schätzen weiß, und ich wünsche Kanye, seiner Frau Kim und ihrer Tochter North West alles Gute. Was Solo-Aufnahmen von Rick Wakeman anbelangt, gibt es viel auf YouTube, aber ich schätze, Six Wives klingt zum Kennenlernen am besten wenn man anstatt nur der Audioversion, zusätzlich sieht wie Wakemans Finger über die Tasten huschen. Wie hier bei Catherine Parr, dem Lied das von der sechsten und letzten von Henry’s Ehefrauen inspiriert wurde. Ich schätze dass Progrock-Musiker wie Rick Wakeman und Yes geholfen haben, historische und mythologische Themen in die Popkultur zu bringen. Dass heutzutage anspruchsvolle, geschichtliche TV-Serien wie Die Tudors angesagt und erfolgreich sein können, ist eine Entwicklung zu der die guten alten Progrocker beigetragen haben. Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag, Mr. Wakeman. Keep on progging.

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Wussten Sie schon? Das Foto auf dem LP-Cover von The Six Wives of Henry VIII (1973) ist keine Montage sondern wurde im Madame Tussauds Wachsmuseum in London aufgenommen. Ein weiteres interessantes Detail des Covers ist dass auf dem cremefarbenen Hintergrund die 5 Linien von Notenpapier zu sehen sind

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Avenita.net

Scorsese's Jesus movie wasn't our cup of tea, but the soundtrack 'Passion' is one of the best things Peter Gabriel has done. We wish our readers & families a happy Easter

Martin Scorseses Jesus-Film war nicht unsere Kragenweite, aber die Filmmusik die Peter Gabriel später als eigenständiges Album namens Passion (1989) veröffentlichte, mit viel zusätzlicher Musik die nicht in den Film eingefügt werden konnte, ist eins seiner besten Werke: Mystisch und atmosphärisch. Zudem eine handfeste Bereicherung in dem Sinn dass hier ein erforschender, musikgeschichtlicher Ansatz vorhanden ist. So macht es zum Beispiel Sinn, bei einem Thema das, wie das Leben von Jesus, einen mittelöstlichen Hintergrund hat, neben modernen elektronischen Instrumenten wie Synthesizer auch traditionelle mittelöstliche Instrumente einzusetzten. Wir sind an Musik interessiert, und wenn es um Instrumente geht, sogar regelrechte Nerds die genau wissen wollen was, sagen wir mal, ein Kamancheh ist, wie es aussieht, funktioniert und klingt. Auf Peter Gabriels Album Passion (1989) hört man auch uralte Streichinstrumente wie die Tanbur, Blasinstrumente wie die Nay-Flöte, den Duduk und den Arghul. Ebenso Perkussionsinstrumente wie Daf und Mazhar. Ein faszinierender Aspekt von solchen Instrumenten ist dass sie tatsächlich eine Annäherung an antike Klangwelten erlauben. Musik die auf traditionellen Instrumenten gespielt wird, verändert sich nicht so schnell wie moderne Popmusik. Mitunter weil alte Instrumente nicht die sprichwörtlich tausenden von Klangvarianten moderner Synthesizer oder effektbeladenen E-Gitarren haben. Bei traditionellen Instrumente bieten sich oftmals schon aufgrund ihrer Konstruktion, bestimmte Tonfolgen und Spielarten an. Peter Gabriel hat die alte Klänge mit viel moderner Elektronik gemischt aber trotzdem hat diese Filmmusik eine andere Dynamik als seine eingängigen Rock- und Pop-Hits wie Sledgehammer oder Solsbury Hill. Das Soundtrackalbum Passion ist weitgehend instrumental, zwar mit Gesangsstimmen aber ohne herkömmliche Liedertexte. Das über 67 Min. lange Album hat über die Jahre viele Stunden auf unseren CD-Decks Zuhause und im Auto verbracht. Die Musik ist vielschichtig und auch nach oftmaligem Hören interessant: Auf dem Titellied Passion verschmilzt ambiente Elektronik mit mittelöstlichem Gesang. Rhythmische Elemente stehen auf A Different Drum im Vordergrund, zusammen mit einem starken, hymnischen Refrain in dem Gabriels Stimme gut hörbar ist. Und auf With This Love sind Chorgesänge die an J. S. Bach erinnern. Peter Gabriel diskutierte über das Projekt Passion, so lautete der Arbeitstitel des Scorsese-Films, schon im Jahr 1983. Der fertige Film erschien 1988. Peter Gabriel wollte im Vorfeld herausfinden, wie Scorsese den kortroversen Roman
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In den 60er Jahren: Phil Lesh in der Mitte, zwischen Jerry Garcia (rechts) und Bill Kreutzmann (mit Sonnenbrille)

Wir haben uns gestern ein Doku über die legendäre Rockband Grateful Dead angesehen: Die DVD Anthem to Beauty (1998) ist empfehlenswert, in der Tat, eins der besten Musik-Dokus das wir kennen. Wir wollten heute, am Geburtstag von Phil Lesh, auf ein, zwei interessante Geschichten eingehen die der Grateful Dead Bassist im Doku erwähnt. Phil Lesh spricht u. a. über den Science Fiction Autor Theodore Sturgeon (1918 – 1985) und dessen Roman More Than Human (1953), der auf Deutsch als Die Ersten ihrer Art veröffentlicht wurde. Der Roman ist bei Amazon.de erhältlich und scheint sogar eine kleine Fan-Gemeinde in Deutschland zu haben. Phil Lesh sagt darüber, wir übersetzen frei aus dem Englischen: Die Geschichte handelt im Kern davon wie einige Menschen telepathisch miteinander kommunizieren und gemeinsam einen größeren Organismus formen. Als wir begannen, als Band zusammen zu spielen, bei den Acid Tests und in Bars, stellte sich heraus dass dies auch mit uns passierte. Und es wuchs und wuchs. In der Tat, ich fühle mich immer noch als ob ich ein Finger an einer Hand wäre, so sahen wir uns: – wenn wir die Hand eines Gitarristen wären, dann würde jeder von uns ein Finger sein der eine Saite oder einen Rhythmus spielt, das wäre ideal. Kommentar der Redaktion dazu: An-Hand des Covers von Sturgeons Roman, würden wir sagen dass dieses Buch tatsächlich einen starken Eindruck bei Grateful Dead hinterlassen hat.
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Design Artikel in Vorbereitung – W1

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Lieber Leser,

An dieser Stelle ist ein Blogpost in Arbeit der demnächst veröffentlicht wird

Avenita Kulturmagazin

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There seems to an effort to avoid the hokey clichés that populate rock lyrics. Today, on Peter Gabriel's birthday, we look at the theme of childhood & parenthood in his songs

Rock und Poptexte müssen nicht lang und kompliziert sein um gut zu sein. Oft liegt die Kunst in der Einfachheit. Dass 90 Prozent aller Poplieder eine boy meets girl  Thematik haben, ist an sich nichts schlechtes. Das Thema ist ja ein elementarer Teil der menschlichen Existenz. Das Problem, nach über 50 Jahren Rock & Pop, ist dass diese Art von Texten oftmals wie aus einem Baukastensystem von Floskeln und Klischees zusammen geschustert werden. Irgendwann war es mal spannend, vielleicht sogar genial, umgangssprachliche Ausdrücke wie to rock, wörtlich, zu schaukeln, als Umschreibung für jugendliche Eskapaden in Liedern zu verwenden. Aber schon die Hippies der 60er Jahre merkten dass Pop sich von einer Jugendkultur zu einem Business gewandelt hatte. Die kulturelle Revolution war damals nicht nur musikalisch sondern vor allem auch thematisch. Auf einmal konnten Rocktexte mehr sein, vom Krieg handeln, Einflüsse von Literatur, Kino, Politik, Psychologie und Sci-Fi verarbeiten. Peter Gabriel (geb. 13. Feb. 1950) ist ein Kind dieser Zeit. Als Popmusik in den 70er Jahren, unvermeidlicherweise, wieder zur Tagesordnung überging und und seichte Boy Bands wie Bay City Rollers auf den Markt brachte, waren es zu einem erheblichen Grad sog. Progressive Rockbands wie Genesis die das Konzept, von ”Rockmusik als Kunstform” am Leben hieltenFrühe Genesis-LPs griffen mit Liedern wie The Fountains of Salmacis Themen der griechischen Mythologie auf. Heute, vor allem im Metal-Genre, Standardpraxis. Damals neu. Als wir anlässlich Peter Gabriels heutigem Geburtstag nach einer Art Leitmotiv in seinem Jahrzehnte umfassenden Werk suchten, stießen wir auf das Thema Kindheit. Nicht immer in einem idyllischen Kontext. Oftmals eher im Gegenteil. Das Genesis Lied The Musical Box (1971), in dem ein Mädchen einen Jungen tötet und später seinem Geist in einer Spieldose begegnet, wirkt wie ein bizarres Märchen der Gebrüder Grimm. Auf der Solo-LP Peter Gabriel (1980) handelt das Lied Family Snapshot von einem Attentäter der mit seinem Versuch, einen Politiker zu töten, nach der Aufmerksamkeit sucht die er als Kind nie von seinen Eltern erhielt. Auf Gabriels Album So (1988) handelt Mercy Street von traumatischen Kindheitserlebnissen der Dichterin Anne Sexton. Das Lied Growing Up vom Album Up (1992) beginnt mit der Beschreibung einer Geburt – aus der Perspektive des Babys. Gabriels Album OVO (2002) scheint von Anfang bis Ende eine Kindergeschichte zu sein. OVO ist der Name eines Kindes das in einem Nest durch den Himmel fliegt. Das Album handelt von der Evolution der Menschheit, symbolisch dargestellt durch das Leben dreier Generationen einer Familie die mit internen Spannungen und gleichzeitig externen Problemen in ihrer Umwelt zu kämpfen hat. Auf diesem Album ist eins der schönsten und bewegendsten Liedern von Peter Gabriel. In Father, Son, hier ein Video das Gabriel mit seinem um die 95 Jahre alten Vater Ralph zeigt, scheint sich ein Kreis zu schließen. Man sieht die beiden zusammen, u. a. bei Yoga-Übungen. Er singt, frei und auszugsweise übersetzt: 
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Unsere Taschenbuchausgabe von 'Inside Out' (2004). Autor Nick Mason, zweiter v. links, auf 'Meddle' (1971) Innencover

Wir fanden Inside Out: A Personal History of Pink Floyd (2004) ein interessantes und gut geschriebenes Buch. Wir nahmen Nick Masons heutigen Geburtstag zum Anlass, nochmal reinzuschauen und ein paar Zeilen über das Buch zu schreiben. Nick Mason kommt als recht offenherziger, entspannter Typ mit einem trockenen Humor rüber. Gut möglich, dass der Schlagzeuger der beste Kandidat ist um über die Band zu schreiben. Gitarrist David Gilmour und der verstorbene Keyboarder Richard Wright wirkten immer sehr introvertiert. Bassist und Textschreiber Roger Waters hingegen schien zwar nie schüchtern oder um Worte verlegen, aber wir sind nicht sicher ob er Lust hätte, so detailliert auf die Vergangenheit von Pink Floyd einzugehen. Als wir das Buch zum ersten Mal lasen, konzentrierten wir uns auf die Kapitel über die 70er Jahre, wie die Entstehung von Alben wie Meddle, Dark Side of the Moon und The Wall. Diesmal warfen wir einen genaueren Blick auf die Kapitel über die Wurzeln von Pink Floyd im London der 60er Jahren. Obwohl die Band talentiert war, spielte auch der Faktor, zur rechten Zeit am rechten Ort zu sein eine Rolle. Die Band hatte, gemäß Nick Mason, nicht spezifisch die Absicht, ‘psychedelisch’ oder ein Teil des sog. Undergrounds zu sein. Es war eher so dass Londons alternative Szene die Band für sich entdeckte. Pink Floyd wurden zu Events eingeladen, die sich als Schlüsselmomente der 60er Jahre erwiesen. Wie die Eröffnung des legendären Clubs UFO, Abkürzung für Underground Freak Out. Und das Konzert im Roundhouse bei dem die Untergrund-Zeitung International Times gelauncht wurde. Überraschend ist, wie damals eine nur kleine Anzahl von Leuten, so wie John Hopkins und eine Handvoll anderer, sehr einflussreich waren. Auch eher unscheinbare Orte wie Buchläden spielten eine Rolle. Nick Mason schreibt, dass sich Indica und Better Books zu bedeutenden Szenetreffs für den intellektuellen Underground entwickelten. Better Books wurrde von Leuten wie Andy Warhol besucht. Aus dem Indica Buchladen entstand die London Free School. Einige dieser
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Musik Sigur Rós Live Album & Film: Inni (2011)

Goodbye woolly jumpers & windswept hilltops. Hello Ally Pally

Wir haben das Album schon ein paar Wochen, aber dies ist eine unserer Lieblingsbands und wir wollten Zeit nehmen, uns richtig reinzuhören und auch den etwas gewöhnungsbedürftigen Film genauer ansehen. Unser Fazit: Inni ist gutes Livealbum. Auf unserer Version mit 2 CDs plus DVD, siehe unser Foto, sind 15 Lieder unter denen, so weit wir sehen können, von allen Sigur Rós Alben etwas dabei ist. Und so ziemlich das Beste. Obwohl Inni auch mehrere ruhige Tracks enthält, wirkt es insgesamt metallischer und auch düsterer als man anhand der letzten zwei Alben Takk (2005) und ‘Með suð í eyrum…’ (2008) erwartet hätte. Auf Inni (2011) sind gigantische Gitarrenpassagen die so manche Metalband alt aussehen lassen. Jón Þór Birgisson wirkt, mit seinen Gitarren-Künsten, seiner Stimme und selbst erfundener Gesangssprache, manchmal wie eine one man army. Und es wundert kaum dass er als Jónsi mittlerweile eine Solokarriere hat. Wobei Sigur Rós es gut vermag, Spannung und Kontraste zu schaffen: Wenn auf einmal das Gitarren-Inferno abbricht, als Echo nachhallt und nur noch ein Xylophon oder altmodische Keyboardklänge á la Drehorgel übrigbleiben. Typisch Sigur Rós halt. In der Tat, Inni wirkt wie ein Schlussstrich unter die Musik der letzen 15 Jahre. Eine Ewigkeit im Musikgeschäft, wobei Sigur Rós – ähnlich wie Pink Floyd – trotz allem Erfolg tiefgründiger und interessanter waren als die meisten ihrer musikalischen Zeitgenossen. Was den Konzertfilm Inni anbelangt: Hier hätten die vier Isländer einfach eine Variante ihres Musikfilm-Klassikers Heima (2007) drehen können. Wieder mit Wollpullovern und Wind in den Haaren. Vielleicht diesmal auf den Klippen von Irlands Dun Aonghala. Aber die Band hat genau das Gegenteil gemacht und einen düsteren, anfangs fast klaustrophobisch wirkenden Film in Londons altem Alexandra Palace gedreht. Umgangssprachlich Ally Pally genannt. Klingt wie ein Sigur Rós Liedtitel.
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