We collect vinyl records, and our latest find is the 1981 single Maid of Orleans from OMD. We knew the song but had never seen the Peter Saville designed cover. Someone must have, though, it was a big hit. Check out the ultra romantic video

Wir sind Vinyl-Jäger und Sammler, hier unser neuster Fund. Das OMD-Lied Maid of Orleans ist gut bekannt, war in Deutschland damals sogar Nummer 1. Wir hatten das Lied nie als Single, kannten auch das Cover, links, vorher nicht. Einer Glasmalererei nachempfunden, stellt es die die Jungfrau von Orléans dar. Ein ungewöhnliches Thema für einen Pop-Song aber das war der Stil von OMD, oder Orchestral Manoeuvres in the Dark. Ein anderes ihrer Lieder, Enola Gay, handelte von dem Langstreckenbomber der die Atombombe auf Hiroshima abwarf. Die Band erwähnte in Interviews Namen wie Mies van der Rohe, Stockhausen…und Abba als Einflüsse. Architekt Mies, der den Satz Weniger ist mehr prägte, inspirierte vielleicht den Namen und das modernistische Design des LP-Covers von Architecture & Morality (1981). Recht gut nachvollziehbar sind die musikalischen Einflüsse von Abba und Stockhausen: Maid of Orleans beginnt mit atonalen elektronischen Klängen, wechselt dann zu einer ultra-romantisch klingenden Melodie. Ein interessanter Kontrast. Nachfolgend ein YouTube Clip vom Video dass mit mittelalterlicher Thematik um die verschneiten Ruinen des Klosters Fountains Abbey in Yorkshire gedeht wurde. Übrigens ein beliebter Drehort, u. a. für Hollywood-Filme wie Das Omen.

If Joan of Arc had a heart
Would she give it as a gift
To such as me who longs to see
How an angel ought to be
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She seems to give her heart away
Like an orphan on the wain
She cared so much
She offered up her body to the flames
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The OMD single Joan of Arc (1981) came out before Maid of Orleans (1982), see previous pic. An interesting detail of this sleeve is Joan of Arc's signature, click to enlarge. The bronze statue on the cover can be seen in Orléans to this day

Die Innenaufnahmen für obiges Video wurden übrigens in dem legendären The Manor Studio gedreht, ein altes Landhaus in dem der Virgin-Musikmogul Richard Branson Anfang der 70er Jahre ein Musikstudio einbaute. Dort wurde u. a. Mike Oldfields LP-Klassiker Tubular Bells (1973) aufgenommen. Bevor OMD im Januar 1982 obige Single Maid of Orleans veröffentlichten, hatten sie vorher, im Oktober 1981, eine Single mit dem Titel Joan of Arc herausgebracht. Diese frühere Single ist links im Bild zu sehen. Das Lied ist gut, wenn auch nicht ganz in der Liga der späteren Single Maid of Orleans. Besonders interessant finde ich jedoch die Plattenhülle. Zum einen, die Statue der französischen Nationalheldin Jeanne d’Arc (1412-1431), und auch ihre Unterschrift die auf dem Cover zu sehen ist. Das hat, so weit ich sehe, bis jetzt noch niemand im Internet erwähnt. Es ist auf Anhieb tatsächlich nicht so gut zu erkennen, aber Sie können das Foto zum Vergrößern anklicken, oder die Unterschrift in einem Scan von Wikipedia sehen.  Es existieren heute noch drei Dokumente die die Unterschrift von Jeanne d’Arc enthalten. Dieses Detail auf dem Cover einer Pop-Single deutet darauf hin das der Designer Peter Saville sich Mühe gegeben hat. Der Mann ist heute weltberühmt und hat im Laufe der Jahre Cover für Joy Division, New Order und Roxy Music gestaltet. Ebenso zählen Modehäuser wie  Jil Sander, Christian Dior, Burberry und Calvin Klein zu seinen Kunden. Die Statue auf dem Cover, die Jeanne d’Arc beim Gebet zeigt, stammt von einer Bildhauerin aus dem 19. Jahrhundert. Die Bronzestatue von der künstlerisch begabten französischen Königstochter Marie Christine d’Orléans (1813-1839) kann heute noch vor dem Rathaus von Orléans besichtigt werden, hier ein Foto der Statue in Gesamtansicht. Musik ist immer Geschmacksache aber für meinen Geschmack haben OMD mit den obigen Singles zum Thema Jeanne d’Arc (1412-1431) ein interessantes Stück Musikgeschichte geschrieben. Nachfolgend mehr zum Thema.

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Deutsches Hörspiel von 1954 über Jeanne d’Arc Das Hörspiel vom Nordwestdeutschen Rundfunk ‘Jeanne oder die Lerche’ mit Elisabeth Opitz (als Jeanne d’Arc), Bernhard Minetti (Der Inquisitor), Werner Hinz (Cochon), Werner Hessenland (Der Ankläger), Günther Heising (Bruder Ladvenu), Günter König (Graf Warwick), Manfred Heidmann (Charles), Moje Forbach (Königin Yolande)Liselotte Quilling (Die kleine Königin), Marlene Riphahn (Agnes), Ernst Hetting (Erzbischof), Peter Probst (La Trémouille), Arthur Mentz (Baudricourt), Kaspar Brüninghaus (Jeannes Vater), Berni Clairmont (Jeannes Mutter), Alwin Joachim Meyer (Jeannes Bruder),Frank Barufski (Englischer Soldat), Harry Grüneke (Henker). Nach Jean Anouilh. Übersetzung: Franz Geiger. Hörspielbearbeitung & Regie: Wilhelm Semmelroth. Spieldauer ca. 100 Min.
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Radio-Dokumentation Das DLF-Feature ‘Jeanne d’Arc – Das Bauernmädchen und der Kampf um die Königsherrschaft’ (2015) Rüdiger Achenbach im Gespräch mit Helmut Feld, Professor für Historische Theologie und Religionsgeschichte. Hier Teil 2 und Teil 3 der Sendung
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ZDF-TV-Doku online Aufwendige Sendung Jeanne d’Arc – Die Jungfrau von Orleans (2006) Regie: Gabriele Wengler. Sprecher: Gert Heidenreich. Darsteller: Zuzana Stavana, Jan Nacovsky. Musik: Martin Stock
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