Released July of 1974, but the story of the album began at the start of that year on a farm in Shropshire where Clapton was working to get away from drugs. He wrote the beautiful song Let it Grow on the farm. Then went to Florida for recording

Das Album wurde im Sommer 1974 veröffentlicht, aber die ersten Lieder entstanden auf einem abgelegenen Bauernhof im Winter, Anfang ’74 also vor ziemlich genau vierzig Jahren. Clapton war damals Ende Zwanzig und befand sich in einem verhängnisvollen Zustand. Vorwiegend aufgrund einer Heroinsucht die ihn nach heutigem Standard um die 10.000 Euro pro Woche kostete. Er war berühmt, durch Bands wie Cream und Derek and the Dominoes, und auch sein erstes Soloalbum Eric Clapton (1970) war ziemlich erfolgreich. Aber die Drogen hatten sein Geld um das Jahr 1973 so gut wie völlig aufgebraucht. Clapton lebte, zusammen mit einer ebenfalls drogenabhänigen jungen Frau, völlig isoliert in einem Haus in Surrey, spielte so gut wie keine Konzerte mehr, ließ sich selbst unter Freunden kaum noch blicken. Seine Freundin Alice Ormsby-Gore stammte aus gutem Haus und ihre Familie setzte Clapton unter Druck eine Entzugstherapie zu machen, nicht zuletzt um das Leben ihrer Tochter zu retten. Neben einer damals neuen Therapie auf der Basis von Elektroakupunktur beinhaltete die Rehabilitation einen längeren Aufenthalt auf einem Bauernhof im englischen Shropshire, nahe der Stadt Oswestry. Dort hatte Frank, der Bruder von Alice eine Farm. Clapton sollte sich dort, fern vom Drogenmilieu, körperlich und geistig wieder fit machen. Er mistete Ställe aus, stapelte Strohballen etc. Das funktionierte offenbar ziemlich gut, er fing auch wieder an, Lieder zu schreiben, er hatte eine akustische Gitarre dabei. Ein Lied aus Claptons Zeit auf dem Bauernhof ist der Klassiker Let it Grow, in dem in der Tat ländliche Motive als Metaphern vorkommen.

Let it Grow

‘Standing at the crossroads, trying to read the signs
To tell me which way I should go to find the answer,
And all the time I know,
Plant your love and let it grow.

Let it grow, let it grow,
Let it blossom, let it flow.
In the sun, the rain, the snow,
Love is lovely, let it grow…’

The imagery of the song Let it Grow, about the sun, rain, snow and planting things, is a metaphor for love - probably inspired by his stay in the countryside. On the inside of the gatefold LP, above right, is a photo of Clapton on the farm

Obwohl die Zeilen über Sonne, Regen, Schnee, vom Anpflanzen und gedeihen lassen, Metaphern für Liebe sind, sehen ich darin auch eine Reflektion von Claptons damaliger Erfahrung mit dem Landleben. Auf der Innenseite des LP-Covers, siehe mein Foto, ist sogar ein Bild mit Clapton neben einer Kuh. Etwas leichter zu erkennen wenn man das Foto zum Vergrößern anklickt. Auf der Vorderseite der LP ist das Haus wo Clapton während den Aufnahmen in Florida wohnte und dessen Adresse 461 Ocean Boulevard den Albumtitel lieferte. Clapton findet rückblickend dass die Akkordfolge von Let it Grow eine Art Kopie von Zeppelins Stairway to Heaven ist. Dieser Gedanke war mir bis dahin nie gekommen denn, abgesehen von einer entfernten Ähnlichkeit der Akkorde, klingt das Lied von der Melodie und der Stimmung her für mich völlig anders. Es ist ein sehr sanftes Lied, eher geflüstert als gesungen. Anstatt der üblichen lauten Elektro-Gitarrensolos klingen hier, nach dem zweiten Refrain, ab 1:56 min, die verträumten Töne von einem Dobro, einer akustischen Gitarre mit Stahlkörper. Im LP-Cover ist auch ein Foto von Yvonne Elliman (links, bei der LP) die in dem Musical Jesus Christ Superstar (1971) die Rolle von Maria Magdalena hatte, und auf 461 Ocean Boulevard backing vocals sang.

One day, George Terry came in with an album called Burnin’ by Bob Marley and the Wailers, a band I’d never heard of. When he played it to me I was mesmerised. He especially liked the track ‘I Shot The Sheriff’, and kept saying to me, ‘You ought to cut this, you ought to cut this. We could make this sound great’, but it was hardcore reggae and I wasn’t sure we could do it justice. (Aus ‘Eric Clapton. The Autobiography’ 2007 – deutscher Titel ‘Mein Leben’)

Clapton beschreibt Elliman in seiner Autobiografie als unglaublich hübsche Lady irisch-hawaiischer Herkunft und sagt dass sie während den Aufnahmen zu seiner Freundin wurde. Das Album wurde als Claptons Comeback gefeiert, war ein großer Erfolg, vor allem durch das Bob Marley Lied I Shot The Sheriff das Clapton einen Nummer Eins Hit bescherte. Im YouTube Clip ist die Band von Ocean Boulevard zu sehen, inklusive Yvonne Elliman. Und übrigens auch Claptons berühmte ‘Blackie’ Stratocaster Gitarre. Bob Marley rief Clapton an, und ihm schien die Cover-Version zu gefallen. In den Jahren ’74/’75  machte Clapton viel Musik, die Band nahm ein weiteres Album auf (There’s One in Every Crowd, 1975) und ging auf eine monatelange Tournee bei der Clapton in Stadien mit 70.000 Leuten spielte. Unveröffentlichte Aufnahmen aus dieser ereignisreichen Zeit in Claptons Leben, live und im Studio, sind Teil eines vor kurzem veröffentlichten Box-Sets namens Give Me Strength: the ’74/’75 Sessions (2013) der u. a. auch Outtakes von 461 Ocean Boulevard enthält.

 

 

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Wussten Sie schon? Das Haus 461 Ocean Boulevard auf dem LP-Cover gehört heute den Bee Gees, bzw. Barry Gibb, dem einzigen noch lebenden Bandmitglied. Die Bee Gees zogen 1974, kurz nach Eric Claptons Aufenthalt in das Haus – in der Tat, Clapton empfahl ihnen das Haus und einen Aufenthalt in Florida um dem Stress des Musikgeschäfts zu entkommen. Die Bee Gees haben Florida danach nur noch selten verlassen. Weitere Verbindung: Zwei Leute die auf ’461 Ocean Boulevard’ mitarbeiteten – Keyboarder Albhy Galuten und Toningenieur Karl Richardson – wurden später Co-Producer von Bee Gees Hits wie Stayin’ Alive & Night Fever

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