La Concepciön, the beautiful gardens of Málaga, which are open to the public and worth a vist, were built by Jorge Loring (1822 - 1901) whose family were from Massachusetts

Wir weisen oft und gerne darauf hin dass Andalusien fast unendlich viel Strand und Sonne hat, aber dass es darüber hinaus auch eine Vielfalt anderer interessanter Dinge zu sehen und zu tun gibt. Wir waren gestern am Flughafen um jemanden abzuholen, und es ergab sich aus verschiedenen Gründen dass wir auf einmal etwa 90 min. Wartezeit herum zu kriegen hatten. Da geht man normalerweise einen Kaffee oder ein Bier trinken, aber bei den Preisen an Flughäfen kann einem darauf glatt die Lust vergehen. Nach der Devise: Für das Geld kann man etwas besseres machen, entschieden wir, mal wieder die botanischen Gärten von Málaga zu besuchen, die vom Flughafen nur etwa 10 Minuten Fahrt entfernt sind. Die Gärten, genannt La Concepción, liegen am Stadtrand, auf der Straße in Richtung Antequera. Kurz nachdem man an Málaga vorbei gefahren ist, nach der ersten Repsol-Tankstelle rechts abbiegen, über die Brücke zur anderen Straßenseite fahren und dann links runter. Voilà. Die schöne alte Villa auf dem Foto ist allerdings nicht der Eingang, sondern sie liegt in der Mitte der Gärten. Dieses Haus wird gelegentlich für Hochzeiten gemietet, ist aber ansonsten unbewohnt und geschlossen. Haus und Gärten gehörten ab ca. 1850 dem Industriellen Jorge Loring (1822 – 1901) der von einer amerikanischen Familie aus Massachusetts stammte.

There's thousands of plants here, but we point out this gnarly fellow to people filming the Tolkien books. If you use dwarves, it will look even bigger, Mr Jackson. (click for more pics)

Die Familie machte u. a. in Eisenbahnen und später im 20. Jahrhundert auch in Flugzeugbau. Mittlerweile gehört die Anlage der Stadt Málaga, und dort scheint sie in guten Händen zu sein, denn jedesmal wenn man vorbeikommt, gibt es nützliche und gut gemachte neue Sachen, sei es ein Café oder Bildschirme auf denen ein kleiner Info-Film läuft, ein kleiner Laden in dem man Samen fúr einige der Pflanzen des Gartens kaufen kann etc. Alles nett gemacht. Der Eintritt scheint uns mit fünf Euro angemessen, es arbeiten ja eine Menge Gärtner dort. Es gibt auch alle ein, zwei Stunden Führungen an denen man für ca. 2 Euro extra teilnehmen kann. Das haben wir schon mal gemacht und das war gut, aber man darf auch auf eigene Faust rein, und das passte uns, denn wir wollten nur ein paar Fotos machen. Wir blieben nur eine halbe Stunde, waren aber bei früheren Gelegenheiten eher ein und halb Stunden dort, denn es gibt viel zu sehen und darúber hinaus ist es an heißen Sommertagen eine Wohltat in dem allgegenwärtigen Schatten der Bäume und gusseisernen Gartenlauben zu wandeln. Man könnte hier gut alle möglichen Filme drehen, daher unser Gag über den Baum der aussieht wie aus Tolkiens Welten. Eine interessante Eigenart dieses Baums, der zur Feigenfamilie gehört, ist dass er von oben Seil ähnliche Wurzelbündel bis zum Boden herabläßt, die dann in der Erde Fuß fassen und zu einem neuen Baum werden. Wenn man das Foto durch anklicken vergrößert, sieht man links eine dieser Schnüre baumeln und rechts einen der neuen Bäume.

The Loring family, who were involved in industry, railroads etc. also collected roman artifacts, most of which are now in national museums, but some remain in the gardens

Die Familie Loring hatte früher auch eine große Sammlung von Artefakten aus der Zeit der Römer in Andalusien die sich hier, Gott weiß, mehr zuhause fühlten als in den teuflischen Mooren von Deutschland oder England. Die meisten römischen Sachen sind mittlerweile in großen Museen, aber ein paar Sachen gibt es noch in den Gárten zu sehen. Siehe unteres Foto. Hinter den Resten von Statuen sind Plexiglasscheiben auf denen genau beschrieben ist wo die Sachen gefunden wurden und was sie darstellten. Im Hintergrund des Fotos sieht man ein Gebäude aus gelblichem Stein, dies ist die Rückseite eines kleinen Museums im Stil eines antiken Tempels, auf der anderen Seite sind Stufen und Säulen. Als wir bei einer Führung teilnahmen, konnte man reingehen, und das ist vermutlich immer noch so. La Concepción, der Jardin Botánico-Histórico de Málaga, hat eine englischsprachige Website. siehe Info-Leiste, und wir schätzen, dass Leser bei einem zukünftigen Besuch dort ein, zwei schöne Stunden Abwechslung genießen werden, hier der deutsche Wiki-Eintrag für die Gärten.

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