We visited a megalithic monument here in Andalusia. It's over 5000 years old, probably older than bluestone phase Stonehenge. Interior photo in part two of the blogpost

Wir haben letzte Woche ein Megalithmonument bei uns in Andalusien besucht das als eins der wichtigsten in Europa gilt. Es ist Teil von einem Komplex mit zwei weiteren Dolmen. Links, das Hauptmonument Dolmen de Menga. Es folgt ein Foto mit Blick ins Innere. Es ist riesig, gebaut aus Steinquadern die zum Teil dreimal größer und schwerer sind als die von Stonehenge. Nach neusten Erkenntnissen ist die Anlage wahrscheinlich etwas älter als Stonehenge. Ähnlich wie Stonehenge, wurde Menga auf spezifische Art in die umliegende Landschaft eingebettet, hat u. a. eine Verbindung zu einem markanten Berg von dem wir ebenfalls ein Foto machten. Nachfolgend ein YouTube Clip mit einer Computeranimation die zeigt wie das Monument gebaut wurde. Die Anlage ist bei Antequera, 50 km von der Küstenstadt Málaga, auf der A-45 hoch in die Berge. Nach ca. 50 min. Fahrt ist man in der landwirtschaftlichen Ebene um die schöne alte Stadt Antequera. Unser fotogener junger Freund, oben im Bild, kam natürlich auch mit.

Hey, that Andalusian Podenco dog photobombed again! Inside of the Dolmen is 25 m long, up to 5 m wide, up to 3,5 m high. At the end is a 20 m deep well, discovered only recently

Der Bursche ist auch hier im Bild, es ist übrigens ein Podenco, ein archetypischer andalusischer Hund, vor 3000 Jahren von nordafrikanischen Seeleuten in die uralte Hafenstadt Málaga mitgebracht – weil es hier so viele Hasen gab. Der Innenraum des Monuments ist ca. 25 Meter lang, 5 m breit. Die Höhe variert zwischen 2,7 und 3,5 m. Der Raum besteht aus vertikalen Steinquadern auf die mit komplexer Bautechnik hoizontale Quader gesetzt wurden. Video dazu folgt. Die Steinquader sind bis zu 180 Tonnen schwer. Im hinteren Ende der Kammer befindet sich ein ca. 20 Meter tiefer Brunnen der erst vor wenigen Jahren entdeckt wurde. Obwohl das Monument schon seit Jahrhunderten bekannt ist, schriftlich erstmals 1587 erwähnt, begann man erst im 19. Jahrhundert, es genauer zu untersuchen. Damals wurde es typischerweise und fälschlich als Druidentempel eingestuft. Als das Monument zum ersten Mal geöffnet wurde, fand man Knochenreste von Hunderten von Menschen. Wissenschaftler gehen jedoch davon aus dass Menga, ähnlich wie Stonehenge, nicht nur Grabstätte war sondern auch für andere Kultzwecke verwendet wurde.

Like Stonehenge, Menga is purposely embedded into the landscape. There are two other dolmen monuments nearby and the view from Menga is directly onto this mountain

Eine Vorstellung von etwaigen Kultzwecken bekommt man anhand der Lage des Menga Monuments. In seiner Nähe sind zwei weitere, wenn auch kleinere Monumente. Eins namens Dolmen El Romeral, dessen Hügel sich unter einem Ring von Bäumen befindet. Und ein weiteres namens Dolmen de Viera. Vom Inneren des großen Menga-Monuments aus blickt man, siehe Foto, genau auf den Berg namens Peña de los Enamorados, was auf Deutsch überstetzt ‘Fels der Veliebten‘ heißt. Der Legende nach, stürzte sich hier ein Liebespaar von zwei jungen Leuten aus verfeindeten Clans in den Tod um der Verfolgung durch ihre Eltern zu entgehen und in der Ewigkeit vereint zu werden. Das Profil des Bergs wird wegen des Aussehens als der Kopf der toten oder ‘Schlafenden Frau’ interpretiert. Ob die Legende im Kern spezifisch etwas mit dem Monument zu tun hat oder aus späteren Zeiten stammt, wissen wir nicht. Fest steht dass die Sonne bei der Sommersonnenwende von der Bergspitze in den Eingang des Dolmenmonuments scheint. Von der Anhöhe des Monuments aus hat man auch einen guten Blick auf die umliegenden Landschaften, kann kilometerweit sehen. Die Menschen die vor über 5000 Jahren bei den Dolmen de Menga lebten, waren die ersten die hier Ackerbau und Viehzucht betrieben. Im nachfolgenden YouTube Clip sieht man dass die Landschaft früher noch fruchtbarer war als sie es heute ist. Die Flüsse hatten viel mehr Wasser, und zwischen dem Monument und dem Berg waren Lagunen. Als wir hier oben standen, bemerkten wir dass nahe des Monuments, etwa 50 Meter links von uns, ein moderner Friedhof ist. Wahrscheinlich kein Zufall. Eher ein Anzeichen dafür dass Menschen immer noch in den Fußstapfen derer gehen die vor ihnen waren.

 

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Weitere Infos  Eine Computeranimation die zeigt wie man Menga baute und wie man hier lebte. Den von der andalusischen Regierung gemachten Clip gibts nur auf Spanisch aber die Bilder sprechen für sich.

Besucher-Info  Dolmen de Menga ist Dienstags bis Sonntags 9.00-15.00 geöffnet. Eintritt frei. Parkplätze vorhanden. Infomaterial an der Rezeption erhältlich. Die Stadt Antequera ist ebenfalls einen Besuch wert

Mehr von uns über Megalithkultur  Unser Post über einen Besuch beim Stonehenge-Herkunftsort in Wales

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