Val McDermids 'The Grave Tattoo' had mixed reviews. But it's the one with Hollywood potential. And a connection to William Wordsworth (1770 – 1850), whose birthday is on 7. April

Val McDermids Thriller The Grave Tattoo (2006), auf Deutsch als Das Moor des Vergessens veröffentlicht, hatte gemischte Kritiken, aber wir finden es klasse dass die Bestseller-Autorin sich an ein für Krimis eher untypisches Thema wie den Dichter William Wordsworth (1770 – 1850) herangewagt hat. Der Mann in dessen Gedichten oft die Natur im Mittelpunkt steht, hat heute am 7. April Geburtstag und wir schätzen, der McDermid-Krimi wäre Stoff für eine anspruchsvolle Kinoverfilmung. Denn neben dem weltberühmten Dichter, sind hier die mystisch-idyllischen Handlungsorte des Lake Districts und Verflechtungen mit historischen Ereignissen: wie die Meuterei auf der Bounty. Wobei eine derer Hauptfiguren, Fletcher Christian (1764 – 1793), tatsächlich ein Schulkamerad des Dichters William Wordsworth war. Die Meuterei auf der Bounty hat heute einen romantischen Mythos, nicht zuletzt durch mehrere Kinoverfilmungen, aber Meutereien waren damals eine todernste Angelegenheit: Selbst für das Beherbergen von einem aufs Land geflüchteten Meuterer gab es die Todesstrafe. Der englische Titel The Grave Tattoo bezieht sich auf eine Art Tätowierung wie sie Seeleute vor ca. 200 Jahren hatten. Ein besonders schönes Gedicht von Wordsworth finden wir Lines composed a few Miles above Tintern Abbey (1798). Mit den tagebuchhaften Beschreibungen des Dichters, der damals 28 Jahre alt war, kann man als Leser auf eine Reise gehen und – per Internet oder in echt – schöne Orte und Landschaften kennenlernen: Im Sommer 1798 besuchte Wordsworth zusammen mit seiner Schwester Dorothy die fast tausend Jahre alte Klosterruine Tintern Abbey in Wales. Er hatte den Ort schon einmal alleine, fünf Jahre zuvor besucht und beschreibt wie er sich auf einer Anhöhe unter Ahornbäumen ausruht und die wilde grüne Landschaft vor sich betrachtet. Er sieht Obstbäume, Hecken und Bauernhöfe, und den walisischen Fluss Wye. Er erwähnt wie oft er über die Jahre im Geist zu diesem Ort zurückgekehrt ist. Und dass er jetzt wieder Nahrung für zukünftige Jahre schöpft. Er beschreibt die Natur als seinen Anker, sein Leitbild und sagt dass dieses Gedicht ein Gebet an die Natur sei, denn er wüsste dass die Natur dem Herzen das sie liebt, niemals untreu ist. Zitat: ’And this prayer I make, knowing that Nature never did betray the heart that loved her‘.

Wordsworth beschreibt sich an anderer Stelle des Gedichts wortwörtlich als ‘worshipper of nature‘, etwas das in vielen seiner Gedichte mitschwingt, und was man heute wohl als pantheistisch beschreiben würde. Aber was auch immer die genaue Beschreibung von ihm sein mag, wir mögen den Mann. Und wer auf seinen Spuren wandeln will, kann viele schöne Orte besuchen die in Wordsworths Leben eine Rolle spielten und in seinen Werken auftauchen, wie der See Ullswater wo er die Inspiration für sein Gedicht I Wandered Lonely as a Cloud bekam. Oder das Dorf Hawkshead das Wordsworth in seinem Gedicht The Prelude beschreibt. Der megalithischen Steinkreis von Castlerigg den Wordsworth zusammen mit dem Dichter Samuel Taylor Coleridge besuchte. Das Dorf Grasmere das Wordsworth als ‘the loveliest spot that man has ever found‘ beschrieb. In Grasmere ist auch das Grab von Wordsworth und seiner Ehefrau Mary. Und sein Haus Dove Cottage in dem er seine bekanntesten Werke schuf. Unweit von hier auch Wordsworths letzter Wohnsitz Rydal Mount, beide Häuser sind für Besucher geöffnet und idealer Startpunkt für Literaturreisen im Lake District

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Weitere Infos  Ein YouTube Clip von Pandaemonium (2000),  einen Spielfilm über Wordsworth und seine Freundschaft mit dem Dichter Samuel Taylor Coleridge / Wiki-Artikel über den Film /  Val McDermids im Artikel erwähnter Krimi Das Moor des Vergessens, ist als Buch und 6-CD-Hörbuch im Handel erhältlich.

Mehr von uns zum Thema Unser Post Wordsworths Garten: 200 Jahre Blumeninspiration in Rydal Mount

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