There's a BBC radio documentary about Ladybird Books online. Link below. They are small but very nicely designed hardbacks Above, some of our collection. If you click and enlarge the pic, you might find one or two books you remember

Ein BBC-Doku über die Kinderbuchreihe namens Ladybird Books ist online. Wir sammeln die Bücher, sie sind in England sehr bekannt. Der Name bedeutet Marienkäfer, der auch als Logo der Bücher dient. Links im Bild einige aus unserer Sammlung. Es ist übrigens auch ein deutsches Ladybird-Buch dabei, besser zu sehen wenn man das Foto zum Vergrößern anklickt. Die Bücher haben inhaltlich eine gewisse Ähnlichkeit mit der in Deutschland bekannten Reihe Was ist Was? Aber neben Hunderten von Sachbüchern für Kinder, über alles von Ballet bis zu Computern, hatte Ladybird auch ein riesiges Sortiment an Kinder- und Jugendbuchklassikern, in gekürzter Form mit ca. 50 Seiten und vielen farbigen Illustrationen. Vom Stil her schön gemacht. Oben im Bild sind ein paar Sachen wie Tom Sawyer, Black Beauty, Der Geheime Garten und Der Unsichtbare von H. G. Wells. Es gibt viele mehr, so gut wie jeden Klassiker. Insgesamt Tausende von verschiedenen Ladybird-Titeln. Die Bücher wurden in den 50er, 60er und 70er Jahren millionenfach pro Jahr verkauft. Teils weil Schulen sie als Lehrmittel benutzten, aber auch weil sie als gebundene Hardcover unglaublich billig waren. Ladybird Bücher kosteten in den 60er Jahren, mit 2/6 Shilling, nach heutiger Kaufkraft schätzungsweise weniger als ein Euro. Darüber hinaus wurden sie nicht nur in Buchläden sondern auch an Kiosken und in Zeitungsgeschäften verkauft. Kritik an Ladybird Sachbüchern war und ist dass sie mit ihren häufigen Protagonisten, den jungen Geschwistern Peter und Jane die alle möglichen Dinge erkunden (siehe oben; Fun at the farm, Where we go, We have fun, The open door to reading etc.) eine klischeehaft ‘heile Welt’ von Kindern aus Mittelklasse-Familien zeigen. Dieser Aspekt wird auch im BBC-Doku erwähnt. Vor Jahren hätten wir das als übertrieben politisch-korrekt empfunden, aber die Kritik hat eine gewisse Substanz. Wenn man selber Kinder hat, merkt man wie sehr sie sich mit Figuren in Kinderbüchern identifizieren, oder versuchen sich zu identifizieren. Deshalb ist es gut dass es heutzutage ein viel größeres Spektrum an Kinderbüchern gibt – nicht nur für die Peter und Janes dieser Welt. Gleichzeitig sind die Ladybird-Bücher, wenn auch altmodisch, ein interessantes Stück Zeitgeschichte. Der Gründer von Ladybird, Douglas Keen (1913-2008), der selber aus eher schwierigen Verhältnissen stammte und ohne Vater aufwuchs, war ein Idealist der Information und Erziehung als die Grundlage einer erfolgreichen Gesellschaft sah. Ladybird existiert als Name bis zum heutgen Tag, gehört aber seit 1998 zu Penguin Books. Die traditionellen 18 x 11.5 cm Ladybird-Bücher mit Peter und Jane sind heute nur noch secondhand zu finden.

 

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Weitere Infos  BBC Radio-Doku Ladybird, Ladybird  Photo In der oberen Reihe ist Der Wind in den Weiden (1908) von Kenneth Grahame App YouTube Clip Ladybird interactive app for children Sendung verpasst?  Die Sachen werden öfters mal wiederholt, wir machen im Blog darauf aufmerksam.

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