Considering that today female detectives by female authors like Val McDermid etc. not only populate the detective genre but almost dominate it, it's a pity that the first lady detective, Valeria Woodville in Wilkie Collins' 'The Law and the Lady (1875), is little known. Check out the 2005 BBC radio dramatisation

BBC-Hörspiel online vom Jahr 2005. Nach einem Roman von Wilkie Collins, der mit Klassikern wie ‘Die Frau in Weiß’ (1859) und ‘Der Mondstein’ (1868) das Genre des Kriminalromans gründete. Obige Romane wurden mehrfach verfilmt und sind weltberühmt. Die viktorianische Detektivin Valeria Woodville hingegen ist wenig bekannt. Schade, wenn man bedenkt, dass weibliche Ermittlerinnen von Autorinnen wie Val McDermid, Karin Slaughter, Patricia Cornwell, Tess Gerritsen etc. das Krimigenre heute nicht nur bevölkern sondern fast schon dominieren. Wilkie Collins’ Figur Valeria gerät unbeabsichtigt in einen Kriminalfall: Die Story beginnt mit ihrer Hochzeit mit einem Mann, der sich Eustace Woodville nennt. Aber schon bei der Hochzeitsreise stellt sich heraus, dass ihr Ehemann einen falschen Namen und vielleicht eine dunkle Vergangenheit hat. Er hat Valeria nicht nur verschwiegen, dass er schon einmal verheiratet war, sondern auch, dass er nach dem Tod seiner ersten Frau beschuldigt wurde, sie vergiftet zu haben. Nur aufgrund technischer Eigenheiten der schottischen Justiz wurde Eustace Macallan, wie sein echter Name lautet, wegen Mangel an Beweisen freigesprochen, anstatt an den Galgen gebracht zu werden. Seine frischgebackene Ehefrau Valoria ist, nach dem ersten Schock über die Enthüllungen, jedoch von der Unschuld ihres Ehemanns überzeugt. Sie macht sich daran, die wahren Schuldigen des Verbrechens zu finden. Dabei stößt sie, wie man es bei Wilkie Collins gewohnt ist, auf eine teuflisch komplexe Verschwörung. Der Roman hat fünfzig Kapitel mit methodisch klingenden Titeln wie ‘Erste Frage – starb die Frau an Gift?’ und ‘Zweite Frage – Wer vergiftete sie?’ Die junge Ermittlerin Valeria Woodville ist nicht nur eine clevere und sympathische Figur, sondern zweifellos auch die Vorgängerin von Agatha Christies Miss Marple und vielen darauf folgenden Ladys, die das Gesetz vertreten. Ich wünsche spannende Unterhaltung bei der folgenden atmosphärischen Hörspielproduktion.

In der Nähe von Edinburgh, in einem Landhaus namens Glennich, untersuchten zuerst den Raum, in dem die junge Mrs. Macallan gestorben war. Auf dem Bett und auf einem Rolltisch fanden wir Bücher, Schreibmaterialien und ein Blatt mit einigen unvollendeten Versen, von denen später bestätigt wurde, dass die Handschrift von der Verstorbenen stammte. Wir packten die Sachen in einen Umschlag und versiegelten ihn. Wir öffneten den Schrank im Schlafzimmer und fanden weitere Verse in derselben Handschrift. Auch einige Briefe und ein zusammengeknülltes Papier, das auf den Boden geworfen wurde. Bei genauerer Untersuchung fand sich auf diesem Stück Papier der Firmen-Stempel eines Chemikers. Darin fanden wir auch einige zerstreute Körnchen eines weißen Pulvers. Dann untersuchten wir die Kleider, den Silberspind und die Bücher der Verstorbenen, welche wir sofort verschlossen und versiegelten. (Aus ‘Eine Frau will Gerechtigkeit’ 1875, von Wilkie Collins)

Wilkie Collins: ‘The Law and the Lady’ als BBC-Hörspiel von 2005 online Das BBC-Hörspiel mit Abigail Docherty (als Valeria Woodville), Richard Conlon (als Eustace), Eileen McCallum (als Mrs Mcallan), Ralph Riach (als  Reverend Starkweather), Stephen McNicoll (als Miserrimus Dexter), Gayanne Potter (als Helena Beauly), Laura Smales (Maid). Hörspielbearbeitung: Roger Danes. Regie: Patrick Rayner. Länge ca 44 Min. Hinweis: Der Roman ist auf Deutsch in neuer Übersetzung von Sebastian Vogel unter dem Titel ‘Vergessene Schätze der englischen Literatur: Eine Frau will Gerechtigkeit’ erhältlich. Diese Übersetzung ist besser als die stark gekürzten und stümperhaften deutschen Übersetzungen aus dem 19. Jhr. die online zu finden sind

 

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Etwas Grammatik Meine Überschrift ‘Erste weibliche Detektivin’ ist unnötigerweise doppelt gemoppelt, weil ich den englischen Begriff ‘first female detective‘ einfach wörtlich übersetzt habe. Ich ließ es so stehen weil es eine nützliche Eigenart des Englischen zeigt: Während man im Deutschen heute andauernd die umständlichen Schreib- und Redensweisen ‘Leser und Leserinnen’, Hörer und Hörerinnen’ etc. pp. verwendet, gelten auf Englisch solche Anreden und Titel wie detectivelistenerreadermanager, author, president etc. schlicht und ergreifend für männliche, weibliche und alle anderen Kategorien von menschlichem Wesen und Wirken

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