Between Christmas and new year we headed for the mountains. From Marbella drive into the hills past the village Ojén. Then further up to a place called Refugio de Juanar

Hier bei uns in Andalusien ist gutes Wetter, tagsüber um die 20 Grad. Nach Weihnachten kommen die Touristen und man sieht wieder erstaunlich viele Leute in Shorts und T-Shirts auf den Straßen und  Stränden. Für Briten und einige andere Nordeuropäer ist das hier ja praktisch wie Sommerwetter. Die Touristen sind nett und entspannt, und die einheimischen Andalusier sind unserer Erfahrung nach ohnehin freundliche und ziemlich optimistische Menschen. Dieser Mix gibt der Costa del Sol eine Atmosphäre die wir mögen. Wir haben zwischen Weihnachten und Neujahr einen kleinen Abstecher in die Berge gemacht. Diesmal nicht in die schneebedeckte und skifahrtaugliche Sierra Nevada, die etwa zwei Stunden Fahrt von der Küste entfernt ist, sondern in die viel näheren Berge hinter Marbella. Die Berge heißen Sierra de las Nieves, sind teils über Tausend Meter hoch und können, wie der Name nieves andeutet, gelegentlich Schnee kriegen, unserer Erfahrung nach allerdings extrem selten. Wir liefen letztendlich da oben im T-Shirt herum, der Rucksack unangenehm schwer mit Jacken und Pullovern die wir sicherheitshalber mitgenommen hatten. Flasche Wasser ist wichtig. Auf oberem Foto ist die Küstenstraße in Richtung Marbella, das am Fuß der Berge liegt und winzig war bevor der Tourismus kam. Auf dieser und anderen gut ausgebauten Straßen kann man praktisch die ganze andalusische Mittelmeerküste entlang fahren. Hunderte von Kilometern. Dabei kann man je nach Wetterverhältnissen manchmal das Atlasgebirge des gegenüberliegenden afrikanischen Kontinents sehen. Und damit hat Andalusien eine starke geschichtliche Verbindung: Viele Orte hier haben Namen arabischen Ursprungs, angefangen bei dem zur Touristen Hochburg gewachsenen Benalmádena, bis zu winzigen Dörfern wie Istán das Sie beim anklicken und vergrößern des unteren Fotos in den Bergen versteckt sehen können. 

Park your car there. Walk through part of nature reserve Serranía de Ronda which, as you get higher into the mountains, goes into Sierra de las Nieves. Tiny villages, much nature & history to discover. We wish readers a good 2013

Der Name Istán bedeutete anscheinend so etwas wie ‘höher gelegenes Land‘, wobei wir nicht sicher sind ob er mit den Endsilben von Ländernamen wie Afghanistan und Pakistan verwandt ist. Gut möglich, wenn auch vielleicht ein Teil des ursprünglichen Namens verloren gegangen ist. In vielen dieser unscheinbaren Bergdörfern tobten vor Jahrhunderten fürchterliche Schlachten. Die Mauren durften nach der christlichen Eroberung oft nur noch in solch abgelegen Bergdörfern wohnen, um Verbindungen mit etwaigen Invasionen vom Meer her zu vermeiden. Die Abgeschiedenheit und als ungerecht hoch empfundene Steuern führten zu Rebellionen und weiteren Kämpfen. Später, im 18. und 19. Jhr. wurde die Serranía mit ihren abgelegenen Berglandschaften und Höhlen zum Zufluchts- und Wirkungsgebiet von Banditen oder bandoleros um die sich im Laufe der Zeit eine Robin Hood ähnliche Folklore bildete. Ein Beispiel ist die erfolgreiche, in der Serranía der Ronda gedrehte TV-Serie Curro Jiménez aus den 70er Jahren, hier ein YouTube Clip. Andalusien ist ein riesiges Land, doppelt so groß wie die Schweiz, und so voll mit Spuren von Jahrtausenden an  Geschichte dass man selbst nach Jahren noch so viel zu entdecken hat. Drei Geheimtipps von vielen die man in der Sierra de las Nieves, in der angrenzenden Serranía de Ronda und in der weiteren Umgebung der Stadt Ronda besuchen kann, sind folgende: Die castaño santo, der Heilige Kastanienbaum der ca. 1000 Jahre alt ist, einen Umfang von über 20 Metern hat und wo vor 500 Jahren der König von Aragón eine Messe feierte. Oder die Steinzeithöhlen von Benaoján wo in der Cueva de la Pileta, 3500 bis 25.000 Jahre alte Gemälde zu sehen sind. Und die Römischen Ruinen von Acinipo, 2000 Jahre alt, mit Resten eines Theaters und römischen Bädern. Solche Sache stehen hier einfach in der Landschaft und warten darauf entdeckt zu werden. In zukünftigen Blogposts mehr darüber. Wir wünschen Lesern alles Gute fúr 2013.

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