What is the meaning of the name Celtic? In his book A Brief History of the Celts (1998) Peter Berresford Ellis considers various theories, including the one that Celtic or the Celts may linguistically mean something like The Hidden People

Trotz Fortschritten in Sprachwissenschaften sind die Namen von Völkern manchmal schwer zu erklären, nicht zuletzt weil sie oftmals aus einer anderen Sprache stammen als der des benannten Volkes und dadurch Irrtümer und Verwechslungen enthalten können. Das klassische Beispiel ist der Name Indianer, der von Kolumbus stammt und hängengeblieben ist. Für den Namen der Kelten gibt es verschiedene Theorien und ich werfe einen kurzen Blick darauf, mit Bezug auf das Buch A Brief History of the Celts (1998) von Peter Berresford Ellis, einem englischen Historiker aus dem Fachbereich Keltologie. Der Ort an dem die Kelten erstmals als ausgeprägte Kultur auftraten war in Gebieten vom Südwesten des heutigen Deutschlands und speziell der heutigen Schweiz. In der Tat die Wiege der keltischen Kultur, die sog La-Tène-Kultur hat ihren Namen von einer Gegend bei den Ufern des Neuenburgersees in der Schweiz. Was den Namen der Kelten betrifft, schrieb Cäsar in De bello Gallico, seinem berümten Bericht über den Gallischen Krieg, dass er gegen Leute Krieg führte die

‘Kelten in ihrer eigenen Sprache genannt werden’.

Obwohl man nicht alles was Julius Cäsar über die Kelten schrieb, für bare Münze nehmen sollte – es gab auch damals propagandistische Berichterstattungen zu Kriegszeiten – klingt Cäsars Statement hier neutral und glaubwürdig: Die Kelten haben ihren Namen, anders als die Indianer, von niemandem aufs Auge gedrückt bekommen sondern selbst gewählt. Die keltischen Sprachen gehören zu den indogermanischen Sprachen und sind mit dem indischen Sanskrit verwandt. Deshalb kann man nach Kandidaten für die Wurzeln des Wortes Kelten suchen. Zum Beispiel die indoeuropäische Wurzel quel die ‘höher’ bedeutet. Vieleicht im Sinne von adelig? Peter Berresford Ellis erwähnt diese Möglichkeit, neigt aber eher zu der sprachlichen Verbindung zur indoeuropäischen Wurzel kel- die ‘verborgen’ bedeutet. Diese Sprachwurzel überlebt in alten irischen Worten wie celim (ich verstecke mich), oder im heutigen Walisischen als celaf (zu verbergen). Aber in welchem Sinn könnten die Kelten sich quasi als Versteckspieler verstanden haben? Lesen wir, was Julius Cäsar der über die Kelten und speziell über ihre Priester schrieb:

‘Die Druiden glauben dass ihre Religion es ihnen verbietet, ihre Lehren schriftlich festzuhalten, obwohl für die meisten anderen Zwecke, so wie private oder öffentliche Berichterstattung, von den Kelten das griechische Alphabet  benutzt wird’.

Könnte es sein, dass Kelten sich aufgrund ihrer Religion und den gesellschaftlich einflussreichen Druiden als eine Art Verborgenes Volk sahen? Es ist zumindest nachvollziehbar dass der Name eines Volkes einen Bezug zu seiner Religion hat, so sieht es jedenfalls Peter Berresford Ellis. Er führt auch noch ein oder zwei andere sprachliche Beispiele an, die im religiösen Kontext vielleicht trivial wirken, aber nicht völlig unplausibel klingen, z. B. dass der Name des Bekleidungsstücks namens Kilt, der bis zum heutigen Tag bei zeremoniellen Anlässen in Ländern wie Schottland getragen wird, auch eine Verhüllung ist und eine starke Verbindung zur keltischen Kultur hat. Die Kelten quasi als Verhüllte auch im Kleidungsstil? Diese Argumentation wirkt auf Anhieb etwas weit hergeholt: der gälische Name fèileadh für Kilt bedeutet zwar auch umhüllen, aber das Wort Kilt ist altnordischer Herkunft. Wie dem auch sei, ich die Theorie vom ‘Verborgenen Volk’ erwähnenswert und das Buch informativ und unterhaltsam geschrieben.

 

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Radio-Dokumentation Eine Deutschlandfunk-Sendung über das Sachbuch ‘Druiden – Die Weisheit der Kelten’ (2009) von dem französischen Archäologen Jean-Louis Brunaux.

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