Kulturmagazin

Lieber Leser!

Wir schreiben über unsere Lieblingsthemen aus der Welt der Literatur, Film, Kunst und Musik. Öfters gibt es auch mal Fotos, Anekdoten & Ansichten aus unserem geliebten Gastland: Andalusien, der südlichsten, manche würden sagen, schönsten Region Spaniens. Auf der Startseite finden Sie unsere aktuellen Blogbeiträge und Artikel. Falls Sie mal länger Zeit haben und mehr über unsere Themen lesen wollen, köinnen Sie auch unsere umfangreichen Feature-Artikel auschecken. Wir hoffen dass Sie unser Netzmagazin informativ und unterhaltsam finden. Ein Gruß von der Redaktion!

Tag: Medien

On the birthday of Peter Gabriel we look at a passage in Spencer Bright's biography (which contains photo above) about Peter Gabriel being a fan of the legendary 'Whole Earth Catalog''. Plus a project related to the Space Shuttle

Anlässlich des heutigen Geburtstags von Peter Gabriel, ein Blick in ein empfehlenswertes Buch über den Musiker der vielen Lesern als Solokünstler und auch ehemaliges Mitglied der Progrock-Band Genesis bestens bekannt sein wird. In dem Buch sind Infos über eins der weniger bekannten Projekte mit dem Gabriel Ende der 70er Jahre in Kontakt kam, nämlich ein geplanter Film über das amerikanische Space Shuttle Programm. Das Projekt hatte zudem Verbindungen zur kalifornischen Counterculture. Gemäß der autorisierten Biografie Peter Gabriel (1988) von Spencer Bright, ist Gabriel ein langjähriger Fan von dem legendären Whole Earth Catalog. Eine alternatives Magazin oder, wie der Name schon sagt, ein Katalog der hauptsächlich zwischen 1968 und 1972 erschien. Gegründet von Stewart Brand, der an der Stanford University in Kalifornien Biologie studierte und später Verbindungen mit der alternativen und ebenfalls in Kalifornien angesiedelten Hippie-Bewegung um Leute wie Ken Kesey und die Grateful Dead hatte. Der Katalog benutze Begriffe wie tools in einem modernen Kontext, also Mittel und Möglichkeit sowohl als WerkzeugZum Beispiel für alternative, nachhaltige Lebensstile auf dem Land, und Leute die nach Infos und Produkten dafür suchten. Stewart Brand wollte ein Verzeichnis mit dem ‘jeder auf der Erde per Telefon umfassende Information über alles bekommen kann‘. Dieser Whole Earth Catalog wurde von keinem geringeren als dem Apple Guru Steve Jobs als ein Vorläufer von Suchmaschinen wie Google gepriesen. Jobs sagte 2005 bei einer Rede an der Stanford University:

‘When I was young, there was an amazing publication called The Whole Earth Catalog, which was one of the bibles of my generation…. It was sort of like Google in paperback form, 35 years before Google came along. It was idealistic and overflowing with neat tools and great notions.’

Peter Gabriel bekam 1978 einen Anruf von dem Amerikaner Peter Schwarz, einem Zukunftsforscher an der Stanford University und einem guten Freund des Whole Earth Catalog Gründers Stewart Brand. Schwarz wollte Peter Gabriel an einem Filmprojekt im Weltall, an Bord des zukünftigen Weltraumfähre Space Shuttle beteiligen. Schwarz hatte auch den Schriftsteller
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There's a release from the family of the enigmatic songwriter Nick Drake (1948 - 1974), and also an excellent documentary on YouTube, link below. Pics above: Nick & his mother Molly

Fotos und Musikaufnahmen von Molly Drake deuten darauf hin dass ihr Sohn, der enigmatische Folksänger Nick Drake, nicht nur das Aussehen sondern auch die künstlerische Ader von der Mutter erbte. Nick Drake starb jung, mit 26 Jahren, und ist selbst heute eher ein Geheimtipp als ein Haushaltsname. Aber die drei Alben die er zwischen 1969 und 1972 veröffentlichte, haben im Laufe der Jahrzehnte langsam aber stetig an Fans gewonnen. Anhand von immerhin 28 Rezensionen bei Amazon ist das auch in Deutschland der Fall. Sein Album Pink Moon (1972) ist am bekanntesten, nicht zuletzt weil das Titellied im Jahr 1999 für einen Volkswagen-Werbespot benutzt wurde. Das Lied ist gut: Ganz allein Nick Drake mit seiner sanften Stimme und charakteristischen Akustikgitarre, aber unser persönliches Lieblingslied ist Northern Sky, mitunter weil Nick Drakes introvertierte Lieder und Texte für uns noch besser klingen wenn sie von zwei, drei zusätzlichen Instrumenten und melodischen Arrangements etwas aufgehellt werden. Dadurch ensteht diese glücklich-traurige Atmosphäre oder dieses gewisse ‘Ich bin allein aber ein Teil von allem’ Feeling. Die Geheimwelt der Dichter und Künstler. Manche Musiker können ihre Schüchternheit und Entfremdung jahrzehntelang, quasi-therapeutisch, zu Liedern umformen. Bei manchen Musikern wird dies zu einem Schema, einer kommerziellen Masche, Melancholie auf Abruf. Aber Nick Drake scheint nach drei Alben, die damals nur wenig Erfolg hatten, wirklich am Ende gewesen zu sein. Es ist sehr umstritten ob sein Tod wirklich Selbstmord war oder durch eine versehentliche Überdosis an Psychopharmaka für seine Depressionen verursacht wurde. Er benutzte sie auch um besser schlafen zu können. Er hinterließ einen Brief – dessen Inhalt verständlicherweise nie bekannt gemacht wurde - an seine damalige Freundin Sophia Ryde die eine Woche vorher mehr oder weniger Schluss mit der ohnehin zaghaften Beziehung gemacht hatte. Aber Nick Drakes Probleme scheinen viel mehr mit den inneren als mit den äußeren Umständen seines Lebens zu tun gehabt haben.

Photo from the CD 'Molly Drake' (2012) available as collector's edition with 19 songs, 45 poems and 70 page booklet. Info at Nick Drake's official website www.brytermusic.com

In dem empfehlenswerten Dokumentarfilm A Skin too Few, das Link dafür folgt gleich unten auf der Info-Leiste, kommen mehrere Leute zu Wort die Nick kannten: Kommilitonen aus seiner Zeit in der Cambridge Universität, Musiker, Manager, Studiocrew und seine Schwester Gabrielle Drake. Ebenso Nicks Eltern Molly und Rodney Drake. Alle mochten Nick, versuchten ihm zu helfen und nahmen Rücksicht auf sein manchmal eigentümliches, verschlossenes Verhalten. Nick wuchs wohlbehütet in einem Elternhaus der oberen Mittelklasse auf. Den Großteil seines Lebens verbrachte er in dem idyllischen Dorf Tanworth-in-Arden, wo er auch starb und wo sich sein Grab befindet. Seine sympathische Schwester Gabrielle die sich bis heute um Nicks künstlerisches Erbe kümmert, sagt Nick hatte ‘a skin too few‘, war also dünnhäutig oder sensibel, würde man heute sagen. Unserer persönlichen Einschätzung nach, hatte Nick zudem nicht die Konstitution für die damals, Ende der 60er Jahre an Unis vorhandene Drogenkultur, die sich zwar auf Joints begrenzte aber für Menschen die mit seelischen Problemen umgehen müssen, offenbar unabsehbare Folgen haben kann. Nick hatte seiner Schwester einmal gesagt, er wäre zufrieden wenn er mit seiner Musik auch nur einem Menschen helfen würde. Und das hat er sicherlich getan. Dieses Doku ist nicht düster sondern vermittelt ein Gefühl dass psychische Probleme keine
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The soundtrack album for the film 'More' (1969) was, as it says on the cover, 'played and composed by the Pink Floyd'. But there's at least two other famous guys on there. We got their names. Hear them on the song 'Cirrus Minor'. Link below

Wir lasen im Onlinemagazin BMC Biology einen Artikel über neue Erkenntnisse bei der Erforschung von Vogelgesang, mehr dazu gleich. Für einen Blogpost wollten das Thema in einen kulturellen Kontext setzten, so dass es nicht nur für Ornithologen interessant ist. Wir sahen ein paar Bücher und Magazine durch, zwei davon links im Bild. Wir hörten uns eine alte ‘Europa’ Cassette mit Vogelstimmen an, die übrigens super ist, mit Klang und Präzision besser als fast alles auf YouTube. Die Europa-Samples sind schön lang, so das man die verschiedenen Phrasen und Melodien der Vögel ziemlich gut kennenlernen kann. Kurz vorgestellt von der vertrauten Stimme des Europa-Kings Hans Paetsch: ‘Grauammer, erst der Lockruf, dann der Gesang‘. Dieser Gesang ist streckenweise übrigens so schnell wie Maschinengewehrfeuer. Wir checkten auch ein paar Filme, Opern, Lieder und Gedichte zum Thema…und es gibt von all dem erstaunlich viel. Es scheint dass Vögel und ihre Musik schon seit Jahrhunderten ein ergiebige Quelle für Künstler sind. Gedichte wie John Keats’ Ode an eine Nachtigall, oder Thomas Hardys Drossel in der Dämmerung, und Shelleys Ode an die Lerche, um nur einige zu nennen. Natürlich auch Musik: Schöne Lieder wie ‘Lerchengesang’ von Brahms, gesungen von Dietrich Fischer-Dieskau, der uns Vogelgesang als ‘Ätherische ferne Stimmen..’ vorstellt. Oder Stravinskys sinfonische Dichtung Die Nachtigall, in der Sängerinnen, wie hier Barbara Hannigan, zum Teil eine musikalische Hommage an den melodisch-tänzelnden Stil des Vogelgesangs darbieten. Wundervoll, und übrigens nach einem Märchen von Hans Christian Andersen. Die Suche nach einem Lied in dem echter Vogelgesang vorkommt, führte uns jedoch in die Welt der Rockmusik. Klassische Musiker und Komponisten hatten früher ja nicht die technische Möglichkeit, den Gesang der Vögel aufzunehmen und zum gewünschten Moment wieder abzuspielen. Pink Floyd benutzten auf dem Album More (1969) Vogelgesang von Archivaufnahmen des EMI-Plattenlabels, und darauf ist deutlich eine Singdrossel und eine Nachtigall zu hören. Wir fanden auch schöne Bilder von diesen formidablen Sängern in alten englischen Natur-Magazinen. Was die Schallplatte betrifft, erinnern wir uns, sie schon vor ewigen Zeiten in der elterlichen Plattensammlung gesehen und gehört zu haben. Das Pink Floyd Lied Cirrus Minor, hier ein YouTube Clip, hat ein langes Intro mit Vogelgezwitscher das auch erstaunlich gut passt wenn die Band dazu kommt, hauptsächlich mit akustischer Gitarre und Gesang von David Gilmour. Plus spacige Keyboard-Klänge die im Hintergrund schimmern. Etwa um den 3:00 min. Zeitpunkt im Lied wenn die Gitarre aufgehört hat und die Orgelklänge in den Vordergrund treten, legt die Nachtigall auf einmal besonders kräftig los. Es ist fast als ob hier ein fantastisches Solo gespielt wird. Und tatsächlich sind die letzten zwei Minuten des Lieds ganz von Vogelgesang geprägt. Neben der Singdrossel und der Nachtigall ist hier und da auch
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There's a BBC radio play of the novel 'Regency Buck' (1935) online. Link below. Books by Georgette Heyer are not only fun to read, they also contain a lot of background information about the Regency era - sort of Jane Austen's times.

Ein Hörspiel nach Georgette Heyer kann online bei BBC-Radio gehört werden. Link unten auf unserer Info-Leiste. Es ist eine Adaption ihres Romans Regency Buck (1935), der auf deutsch als Die Jungfernfalle veröffentlicht wurde. Ihre Bücher scheinen auch in Deutschland beliebt zu sein, mit wunderbaren Titeln wie Brautjagd, Skandal im Ballsaal, Der Page und die Herzogin, Bezaubernde Arabella, Die drei Ehen der Grand Sophy, Der schweigsame Gentleman etc. Diese Art von Titel sind bei Georgette Heyer Programm: Es sind historische Romane die vor etwa zweihundert Jahren spielen, zu Zeiten von Jane Austen, wenn man so will. Und die Geschichten sind in der Tat auch sehr von Austen beeinflusst. Und da Fräulein Austen kaum mehr als eine Handvoll Romane schrieb, gibt für diese Stilrichtung immer noch viel Bedarf. Wobei manche Autoren heute auf diesem Gebiet eher einen billigen Abklatsch liefern. Aber das ist bei Georgette Heyer (1902 -1974) nicht der Fall. Ihre Bücher sind sehr gut geschrieben, unterhaltsam, humorvoll und vor allem sehr aufwendig recherchiert. Man findet fast auf jeder Seite Details, Fakten und Begriffe die einen zum Nachschlagen in Fachbüchern inspirieren. Regency nennt man jene Epoche um das frühe 19. Jahrhundert, und das Wort buck im Titel des Romans bedeutet, wie wir Brewer’s Dictionary of Phrase & Fable entnehmen: ‘A former name for a spirited young man or Dandy‘. Als Beispiel dafür wird auch ein literarisches Zitat geliefert:

 ’A most tremendous buck he was, as he sat there serene, in state, driving his greys’.  W. M. Thackeray: Vanity Fair (1847) chapter VI.

Georgette Heyer (1902 -1974), die Autorin von 'Regency Buck'. Die Biografie 'The Private World of Georgette Heyer' von Jane Aiken Hodge ist als engl. Taschenbuch erhältlich.

Pferde und Kutschen gibt es bei Georgette Heyer zu Genüge, bei ihr erfährt man sogar dass es von diesem Transportmittel viele verschiedene Typen, wie den Tilbury, den Phaeton, den Carrick und die Berline gab. Dass man bei Reisen mit Postkutschen etwa neun Meilen pro Stunde schaffte, und dass bei Ankunft in coaching inns, ähnlich wie bei deutschen Poststationen, innerhalb von zwei Minuten sämtliche Pferde ausgetauscht werden konnten. Den Job erledigte ein ganzes Team von jungen Burschen. Die Coaching Inns von Dörfern waren damals so im Wettbewerb miteinander dass sie sich manchmal gegenseitig sabotierten, Kutschen im voraus abfingen und den Kunden Gläser mit Sherry und belegte Brote als Werbegeschenke anboten. Diese Informationen stammen allein aus den ersten paar Seiten von Regency Buck. Dazu kommen viele detaillierte Beschreibungen von Sachen die Leute damals an Kleidern, an Essen und an Unterhaltung hatten. Zeitgenössische Dichter wie Byron, Robert Southey und Walter Scott werden erwähnt, Leute wie Lord Nelson, den die junge Judith Taverner natürlich verehrt. Es werden viele historische Begebenheiten erwähnt: So kommt in Regency Buck am Anfang ein öffentlicher Boxkampf zwischen Tom Cribb und Tom Molineaux vor, zu dem 20.000 Zuschauer von fern und nah angereist kommen. Und wenn man solche Dinge nachschaut, stellt sich heraus dass dieser Kampf tatsächlich im Jahr 1811 stattfand, und zwar auch genau in Thistleton. Und dass es in der Gegend auch die römische Ruinen gibt die sich Judith Taverner ansehen will, während ihr junger Hauhdegen von einem Bruder sich so etwas geschmackloses wie einen Boxkampf ansieht. Heute geht solche Recherche mithilfe von Wikipedia relativ schnell, aber Heyer muss sich damals durch Berge von Quellen gearbeitet haben. Und ohne ihre Arbeit wären wir vielleicht gar nicht auf die Idee gekommen, diese Themen auszuchecken. Darüber hinaus hatte Heyer den Dreh, ähnlich wie Austens Elizabeth Bennet, faszinierende Figuren zu erschaffen. Wir freuen uns über das BBC-Hörspiel, auch wenn es für uns nicht an den Roman heranreicht. Das Hörspiel übernimmt viele 
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On the birthday of C. S. Lewis (1898 -1963) we take a look at his autobiographical book 'Surprised by Joy (1955). Also, we listen to the rock band King's X and their album 'Out of the Silent Planet' (1988) which was inspired by Lewis' books

Wir haben uns am Geburtstag von C. S. Lewis (1898 -1963) zwei Bücher von ihm aus dem Regal geschnappt. Die sieben Romane seiner Chroniken von Narnia sind bestens bekannt, und obwohl wir die Bücher in verschiedenen Ausgaben besitzen, gefallen uns die etwas sanfteren und gefühvoll gezeichneten Cover von Pauline Baynes etwas besser als die neueren Cover die wie Poster für Fantasy-Filme aussehen. Wobei diese Cover attraktiv und technisch gut gemacht sind, und den Stoff für neue Generationen von Lesern attraktiv machen. Wir wollten heute jedoch auf ein etwas weniger bekanntes Buch von C. S. Lewis eingehen: Sein Buch Surprised by Joy wurde auf Deutsch als Überrascht von Freude veröffentlicht und ist, soweit wir sehen, die einzige Autobiografie von ihm, obwohl Lewis als Titel eine Zeile von dem Dichter William Wordsworth nimmt: ‘surprised by joy – impatient as the wind‘. Das Buch ist randvoll mit dererlei Referenzen zur Welt der Kunst, Musik und Literatur, inklusive Wagner, Goethe, Austen, Brontë, Beowulf, Plato…und so viel mehr, man wünscht sich es wäre ein Index dabei, aber es gibt diesen hier im Internet. Das Buch mit dem englischen Untertitel The shape of my early life wurde offiziell 1955 veröffentlicht obwohl es, gemäß unseres alten Fontana Taschenbuchs, schon einmal im Jahr 1935 beim Verlag Geoffrey Bles erschien. Ein interessanter Umstand der zum Beispiel nicht bei Wikipedia erwähnt wird. Zu diesem früheren Zeitpunkt wäre Lewis Ende Dreißig gewesen. Das Buch hat einen essayhaften oder man könnte sagen künstlerischen Ton insofern dass Lewis viel von seiner Gefühlswelt erzählt. Vielleicht verzichtete der Autor deshalb darauf das Buch eine Autobiografie zu nennen. Wir fanden es jedoch sehr interessant und lesenswert. Im 1. Kapitel erzählt er von seinem Elternhaus: Er hat eine gute Meinung von seinen Eltern, obwohl er schon als kleiner Junge einen Mangel an einer ästhetischen oer künstlerischen Dimension im Elternhaus bemerkte. Er nennt es ‘absence of beauty’, etwas das er seinen Eltern nicht vorhält, da er weiß dass beide sehr mit ihrer Arbeit beschäftigt waren und dadurch Lewis und seinem Bruder eine finanziell abgesicherte Existenz bescherten. Aber Lewis begann, wohl als Ausgleich, schon sehr früh damit eine Art Fantasiewelt zu entwickeln die etwas an das Angria und Gondal der Geschwister Brontë erinnert. Die erfundene Welt von C. S. Lewis hieß Animal-Land und bestand, ähnlich dem späteren Narnia, aus anthropomorphischen Tieren, für deren Welt er sich Geschichten ausdachte und sogar Landkarten zeichnete. Manche Tiere waren ihm unheimlich, z. B. Ameisen, weil sie für ihn eine Art seelenlosen Kollektivismus verkörperten. Bücher die er gerne las, und die ihn beeinflussten, waren u. a. Fünf Kinder und zehn Wünsche (1902) von der Autorin E. Nesbit, und die Bücher von Beatrix Potter, speziell die Geschichten vom


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Show me a guitar hero, and I'll write you a tragedy: It's the birthday of Duane Allman (1946 -1971) and we listen to the Allman Brothers Band album 'At Fillmore East' (1971) . Duane's brother Gregg, who plays with the band to this day, has published his autobiography 'My Cross to Bear' (2012)

Heute ist Geburtstag von Duane Allman (1946 -1971) dem legendären Gitarristen der Allman Brothers Band. Links im Bild ist Duane mit seiner sunburst farbenen Gibson Les Paul, eine Gitarre die er mit einem 50 Watt Marshall Amp sehr oft bei Konzerten benutzte. Mit im Bild ist das Album ‘At Fillmore East‘ (1971), auf dem Duanes Gitarrenklang ausgiebig zu hören ist. Dieses Album, mit mehr als 78 Minuten Musik, taucht bis zum heutigen Tag nahe der Spitze von Listen der Besten Livealben aller Zeiten auf. Und auch in der Top-50 Liste des Rolling Stone Musik Magazins, als eins der besten Alben überhaupt. Zu Recht, denn die Band spielt fantastisch, die Live Atmosphäre und der Klang ist gut, und die Lieder sind Klassiker. Gleich das erste Lied Statesboro Blues geht los wie eine Rakete, mit dem markanten Slide-Gitarren-Klang von Duane, wobei er den Gitarrensaiten mit einem leeren Glasfläschen auf dem linken Ringfinger Klänge entlockt die flüssig und zugleich super fetzig sind. Auch das Albumcover von At Fillmore East, obwohl es mit Schwarzweiß Fotos auf Anhieb vielleicht nicht so besonders spektakulär wirkt, enthält einiges an Geschichten. Zum einem weil man hier nochmal alle Bandmitglieder am Leben sieht. Auf der linken Hälfte des aufgeklappten Doppelabums sieht man die gesamte Roadcrew wobei einer davon, Twigg Lyndon, nur als Foto auf der Backsteinwand zu sehen ist weil er zu diesem Zeitpunkt in Untersuchungshaft war. Dass die Crew Dosen mit Pabst Blue Ribbon in den Händen hielt, sorgte damals für eine beträchtliche Umsatzsteigerung der Biermarke. Gitarrist Duane Allman sitzt auf der rechten Seite und lächelt. Die anderen Bandmitglieder lachen lauthals, denn Duane hält mit seinen Händen eine Tüte Kokain
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Design Artikel in Vorbereitung: Gtr 4

 

Lieber Leser,

An dieser Stelle ist ein Blogpost in Arbeit der demnächst veröffentlicht wird

Avenita Kulturmagazin 
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The BBC radio dramatisation 'Alexander' from 1993 is online. Link below. For the photo I used the movie Alexander (2004), which I liked. Alexander the Great has also been the subject of historical novels like Mary Renault's Alexander Trilogy 'Fire from Heaven'...and a song by British band Iron Maiden

Eine aufwendige 6-teilige Hörspielproduktion von 1993 mit vielen renommierten Sprechern. Link folgt am Ende des Blogposts. Alexander war Soldat, Stratege, Politiker. Er hatte eine moderne Art zu denken. Wenn er Leute besiegte, und es waren viele, versuchte er, sie auf seine Seite zu bekommen anstatt sie auszulöschen oder zu unterdrücken. Er war Idealist, er wollte Osten und Westen politisch vereinen und gleichzeitig kulturelle Vielfalt respektieren. Alexander der Große (356 – 323 v. Chr.) starb mit 32 und wurde zum Mythos. Basis für unser Wissen über ihn ist Arrian von Nikomediens Alexandergeschichte, die auf Berichten von Alexanders Generälen beruht und vor fast zweitausend Jahren aufgeschrieben wurde. Seitdem erschien Alexander in einer Vielzahl von antiken und modernen Dokumenten, die von vorislamischer persischer Literatur bis zur heutigen Popkultur reichen.
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It's the birthday of John Peel (1939 - 2004) whose late night radio show we used to listen to quite a lot on BBC Radio 1

Es ist Ihnen vielleicht schon aufgefallen dass wir Radiio-Fans sind, und das geht zu einem gewissen Grad auf John Peels Konto. Wir hören heutzutage im Radio hauptsächlich Hörspiele und Dokus, waren aber als junge Leute in den 80er Jahren etwas mehr den Musiksendungen zugetan. John Peel war ein gutes Beispiel, warum öffentlich-rechtliches Radio (und auch TV) wichtig ist. Seine Sendungen um Mitternacht waren nicht für den gemeinsamen Nenner eines Publikums, sprich Kundensegment, formatiert sondern forderten den Hörer heraus, konsternierten ihn nicht selten. Die Sachen die der Mann spielte waren oft unkommerziell und anstrengend. Wollte man sich zurücklehnen und entspannen, kamen Bands mit illustren Namen und Klängen wie Napalm Death und Extreme Noise Terror. Und wenn man gerade im Begriff war, in dem Kettensägen-Lärm entfernte Ansätze tonaler Strukturen zu erkennen, kam Peel wieder mit ganz anderen, vermeintlich ebenfalls hoffnungslosen Bands wie Half Man Half Biscuit, die wie Umpah-Umpah-Musik fürs Kinderfernsehen klangen. Dann wartete er vielleicht mit introvertierten Balladen von Microdisney auf, oder stakkatohaften Gitarren von The Wedding Present. Und natürlich: In Session…The Fall, eine von Peels Lieblingsbamds, und eine Gruppe die sich musikalisch wirklich schwer einordnen lässt. Viele von Peels Favoriten waren nicht so richtig unser Ding, denn wir waren immer schon unverbesserliche Folk- und Progrock-Fans die davon träumten dass Musik Jahr für Jahr immer progressiver werden würde. Aber da spielte John Peel Peel nicht mit – seitdem er Punlk-Bands wie die Undertones entdeckt hatte. Trotzdem hatte es einen Reiz, auch mal Gruppen zu hören von denen man sich normalerweise keine LPs kaufen würde. Und hin und wieder taten wir es dann auch: kauften uns Schallplatten von The Smiths oder This Mortal Coil und anderen Bands die wir zuerst bei John Peel gehört hatten. Wir nahmen auch öfters Lieder auf Cassetten auf, die wir
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The artist Ford Madox Brown became part of the circle of the Pre-Raphaelite Brotherhood, which is subject of a big exhibition at the Tate Britain, starting September. Link below.

Im September beginnt eine große Ausstellung von Werken der Präraffaelitischen Bruderschaft, einer englischen Künstlergruppe aus dem 19. Jahrhundert. Mit dabei sind auch Bilder von Ford Madox Brown, dessen Gemälde Pretty Baa-Lambs (1852) links abgebildet ist. Brown war kein Gründungsmitglied der Bruderschaft. wurde aber ein Teil von ihrem Kreis und war eng mit dem Dichter und Maler Dante Gabriel Rossetti befreundet, der die treibende Kraft der Pre-Raphaelite Brotherhood war. Browns Gemälde mit dem markanten blauen Himmel, Mutter, Kind und Schäfchen auf der Weide, ist eins seiner schönsten, und zudem das erste seiner Bilder das stark von präraffaelitischen Ideen geprägt ist. Was heute manchem als etwas arg idylllisch anmuten mag, wurde damals von Kritikern und dem Kunstbetrieb als harsch und sogar verantwortungslos empfunden. Bilder sollten damals moralische Inhalte vermitteln. z. B. allegorische, aber klar verständliche Darstellungen von falsch und richtig, oder Gut und Böse zeigen, wogegen das Hauptinteresse der Präraffaeliten die Natur war: Menschen, Tiere und Landschaften sollten, ohne jede Verklärung, so genau und wahrheitsgetreu wie möglich dargestellt werden. Ein Bild das. ohne ein besonderes message, einfach Browns Lebensgefáhrtin und spátere Ehefrau Emma und Tochter Cathy dabei zeigt wie sie auf einem Feld Schafe füttern – Emmas Gesicht zudem ganz unaristokratisch von der Sonne verbrannt – wirkte damals zu alltäglich für Kritiker. Ähnliche Szenen hátte man ja an jeder holprigen Straßenecke sehen können. In der Tat, Browns berühmtestes Gemälde, schlicht genannt Work (1865), zeigt tatsächlich Bauarbeiten an einer Straßenecke. Die Tatsache dass in heutiger Kunst kaum noch das sog. Hehre und Schöne, sondern eher die harsche Realitát als Thema oder zumindest als Inspiration bevorzugt wird, zeigt wie einflussreich und modern die Präraffaeliten waren - auch wenn es auf den ersten Blick paradox erscheint. Dass die kommende Ausstellung in Londons Tate Museum unter dem Titel 
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The 2-DVD set has only recently become available in Europe, so there's lots of music & documentary stuff we'd never seen.

Der Konzertfilm The Grateful Dead Movie ist als 2-DVD-Set erst seit kurzem in Europa erhältlich, jedenfalls konnten wir ihn vorher nicht kriegen. Wir kannten ihn nur von VHS-Versionen und ein paar Ausschnitten die im Netz herumschwirren. Auf der Bonus-DVD der Neuausgabe sind mehrere Dokus und ca. 90 Min. an Liedern die nicht im Originalfilm waren, weil die Kinoversion auf 130 Min. reduziert wurde. Der Originalfilm auf DVD1 ist von der Klangqualität her völlig überarbeitet worden und klingt deutlich besser. Der Film kam 1977 in die Kinos, wobei das Konzert 1974 aufgenommen wurde und die Band an einem Wendepunkt zeigt. Grateful Dead waren damals ca. 10 Jahre lang fast ununterbrochen auf Tour gewesen und brauchten eine Pause. Der Film sollte eine Art Abschiedskonzert darstellen und verewigen. Wie sich herausstellte, dauerte es nicht allzu lang bis die Bandmitglieder sich wieder aufrappelten. Aber The Grateful Dead Movie zeigt die Band so ziemlich auf dem Zenith ihrer musikalischen Fähigkeiten. Auch wenn bei einem Konzert in einer Halle – San Franciscos Winterland war ehemals eine Eisbahn zum Schlittschuhlaufen gewesen – nicht ganz so eine idyllische Atmosphäre herrscht wie bei Open Air Festivals á la Woodstock. Allerdings hatten Grateful Dead 1969 bei Woodstock gespielt und waren mit dortigen technischen Bedingungen so schlecht zurecht gekommen dass sie eine der wenigen Bands waren die weder auf dem Woodstock-Film noch dem Soundtrack erschienen. In Winterland hingegen konnte die Band ganz nach ihren eigenen Regeln spielen, 5 Tage lang mit eigener Musikausrüstung, Beleuchtung und 6-köpfigem Kamerateam arbeiten. Denn trotz des abenteuerlichen Hippie-Lebenstils war die Band sehr akribisch in ihren Ansprüchen bei allem was Technik und Qualität anging. Im Film sieht man das PA der Band, die Beschallungsanlage mit Spitznamen Wall of Sound, die damals vielleicht die größte Lautsprecheranlage der Welt war. Ein weiterer Teil der Hippie-Philosophie Marke Grateful Dead war Autonomie, z. B. weitgehende Unabhängigkeit von Plattenfirmen. Während fast alle Rockbands bis zum heutigen Tag sämtliche Musikaufnahmen brav und auf Nimmerwiedersehen bei Medienkonzernen abliefern und dann von deren Vorschüssen leben, behielten Grateful Dead die Master-Tapes von Hunderten ihrer Konzerte und gründeten 1973 sogar eine eigene Plattenfirma für ihre Studioalben. Grateful Dead spielten nur Musik die ihnen Spaß machte und hatten so gut wie nie Chart-Hits, sondern spielten stattdessen viel live und nahmen die Konzerte mit damaligen state of the art 16-Spur-Maschinen von Studer auf. Diese 
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An excellent way to remember Dietrich Fischer-Dieskau (1925- 2012). The set 'An die Musik' gives a good overview, including his work with pianist Gerald Moore, see photo above

Wir haben uns nach etwas umgesehen das man zum Kennenlernen oder zur Erinnerung an den Sänger Dietrich Fischer-Dieskau (1925 – 2012) empfehlen könnte. Es gibt viele gute CDs von ihm zur Auswahl, aber wir wollten etwas das einen Ûberblick gibt und den Mann, über seine legendären Lieder-Darbietungen hinaus, auch von einigen anderen Seiten zeigt. Der Set An die Musik (2005) mit zwei CDs und einer DVD, ist für diesen Zweck kaum zu überbieten. Wir haben viele schöne Stunden damit verbracht, Zuhause und im Auto. Mit dabei, ein 50-seitiges Booklet mit Essays, Fotos und detaillierten Angaben zu den Musikstücken. Auf der DVD sind Fischer-Dieskau und der Pianist Swiatoslaw Richter im Jahr 1978 in Schloss Ismaning mit acht Schubert-Liedern. Darunter die Schlegel-Vertonung Der Wanderer. Himmlisch. Auf den zwei CDs ist auch einige Musik die man vielleicht etwas weniger von Fischer-Dieskau kennt: Zum Beispiel ein Stück von Claude Debussy mit Text von Paul Verlaine, oder Josef von Eichendorfs Gedicht Nachruf mit Musik von Othmar Schoeck. Gut gefielen uns auch die vier Rückert-Lieder mit Musik von Gustav Mahler. Was Opern anbelangt, hört man Fischer-Dieskau u. a. als Wolfram in Tannhäuser, als Mandryka in Strauss’ Arabella, und in der Titelrolle von Mozarts Don Giovanni. Unter den 49 Stücken auf den CDs sind auch die drei Pianisten die in Fischer-Dieskaus Liedern die ausgeprägteste Rolle gespielt haben: Daniel Barenboim, hier mit Liszts Es muss ein Wunderbares sein, und Jörg Demus mit Brahms’ Feldeinsamkeit und Schumanns Dichterliebe. Die 20-jährige Zusammenarbeit von Fischer-Dieskau mit dem Pianisten Gerald Moore ist auf dem CD-Set mit 9 Schubert-Liedern repräsentiert, darunter die Goethe Vertonung Der Musensohn. Dem Engländer Gerald Moore (1899 – 1987) sind übrigens auch längere Passagen in dem Buch Zeit eines Lebens. Auf Fährtensuche (2000) gewidmet. Wir erlauben uns daraus ein Zitat von Fischer-Dieskau über Moore:

‘Seine Kunst erfreute durch einen Wesenszug, den kaum ein anderer so besaß: die Freude an der Musik zu erleichtern. An jenem Abschiedsabend war uns bewußt, unzählige Bewunderer unter den Zuschauern zu haben, berühmte und weniger berühmte Konzertpartner, deren dornigen Weg zum Podium Gerald mit stoischer Ruhe und hochintelligentem – um nicht zu sagen: britischen – Humor er geglättet hatte’.

In diesem autobiografischen Buch kommt der Sänger als einfühlsamer, nachdenklicher und sehr gebilderter Mensch rüber, der neben Musik auch viel Interesse an Dichtung, Kunst und Literatur hatte. Das Buch besteht aus Erinnerungen aus seinem ereignisreichen Leben und enthält Anekdoten von vielen bedeutenden Musikern die Fischer-Dieskau in seiner langen Karriere kennenlernte. Wir schätzen, das Buch und der CD + DVD Set sind eine schöne Geschenk-Idee für Klassik-Fans. Und Leute die es werden wollen.

YouTube-Tipp Nette englische Hommage an den Sänger / Der 2 CD + 1 DVD Set  An die Musik von Dietrich Fischer-Dieskau ist im Handel erháltlichHinweis:  Das Buch ist nicht Teil des CD / DVD Sets. Note: The book is not part of CD / DVD package.

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Ausschnitt des Gemäldes 'Licht und Farben' (1843) von William Turner, momentan zusammen mit Bildern von Claude Monet und Cy Twombly im Tate Liverpool Museum

Es läuft gerade eine interessante Ausstellung im Tate Liverpool Museum, die bis zum 28 Oktober 2012 besucht werden kann. Falls ein persönlicher Besuch unwahrscheinlich ist, kann man auf der Website des Museums, Link folgt am Ende des Blogposts, ein sehr informatives Video mit Bildern und Kommentaren auschecken. Von Claude Monet (1840 -1926)  sind u. a. zwei seiner Seerosen Gemälde mit dabei. Von dem vor kurzem verstorbenen Cy Twombly (1928 – 2011) u. a. das Bild Heros and Leandro. Eine faszinierende Hintergrundgeschichte hat das Gemälde Licht und Farben von William Turner (1775 – 1851) von dem Sie links einen Ausschnitt sehen. Das Bild hat eine Verbindung zum guten, alten Johann Wolfgang von Goethe (1749 – 1832), der ein Zeitgenosse von William Turner war. Der Maler hatte die englische Übersetzung von Goethes Buch Zur Farbenlehre (1810) gelesen. Darin hatte der Dichter Goethe versucht, ein Gegenmodel zu Isaac Newtons wissenschaftlichen Erkenntnissen über Licht und Farbe zu entwickeln. Eine komplexe Geschichte die man bei Wikipedia nachlesen kann aber, kurz gesagt: Goethes Theorien haben sich, im Gegensatz zu denen von Newton, in weiten Teilen als falsch erwiesen. Der Maler William Turner fand sie jedoch interessant und er verarbeitete Goethes Ideen – auf künstlerische Weise – in diesem Bild, dessen Originaltitel Light and Colour (Goethe’s Theory) ist. Turners Umsetzung ist vielleicht nicht etwas das einem sofort auffállt, aber hier spielt z. B. die Augenform des Bildes eine Rolle. Aber das Bild hat noch eine weitere Dimension: Wenn man genauer hinsieht oder das Bild durch anklicken vergrößert, erkennt man die vagen Formen einer menschlichen Figur. Damit schaffte Turner einen Bezug zu einer biblischen Thematik. Die Figur ist nämlich Moses, der am Morgen nach der Sintflut beginnt, die Schöpfungsgeschichte der Welt aufzuschreiben. Daher lautet der volle Titel des Gemäldes Light and Colour (Goethe’s Theory) – The Morning after the Deluge – Moses Writing the Book of Genesis. Und hier könnte man eine lange Diskussion darüber beginnen, in wie fern Religion und Wissenschaft miteinander vereinbar sind. Oder man könnte darauf verzichten und sagen: Ich weiß es nicht…aber das Bild ist gut.

Info Ausstellung Turner Monet Twombly: Later Paintings im Tate Liverpool bis 28. Oktober 2012

 

Sad & beautiful songs on his album 'Rhythm and Repose' (2012), seemingly about splitting up. If you want to keep 'em, you got to marry 'em, Glen...'take a tip from one who's tried'

Glen Hansard ist ein irischer Sänger und Liederschreiber der durch den Film Once (2007) bekannt wurde. Der für 130.000 Euro in Dublin gedrehte Film war ein Überraschungserfolg und nahm in Kinos ein vielfaches seiner Kosten ein. Wir fanden den Film über die Freudschaft von einem Straßenmusiker und einer tschechischen Blumenverkäuferin gut, hier ist ein deutscher Trailer, und lasen mit Interesse dass Glen Hansard (geb. 1970), der auch im echten Leben als Straßenmusiker anfing, ein Album veröffentlicht hat. Es heißt Rhythm and Repose (2012) und die Lieder sind von der Marke Schön & Traurig, tatsächlich etwas in Richtung Van Morrison, Leonard Cohen und Bob Dylan, drei Musiker die Hansard als seine Vorbilder und Einflüsse genannt hat. Die Musik ist ziemlich folkig, wenige E-Gitarren, viel akustische Gitarre, offenbar die selbe alte Takamine NP15die Glen auch in Once spielte und die aussieht als ob sie sämtliche Weltkriege durchgemacht hätte. Das Lied Maybe not Tonight, könnte von der Atmosphäre her von Neil Young stammen, obwohl Glen Hansard eine ganz andere Stimme hat. Die klang immer schon recht gut und hat mittlerweile einen noch besseren, reiferen Ton bekommen. Das Lied Talking with the Wolves setzt mit einem markanten Drum-Beat und einigen Keyboard-Klängen modernere Stilelemente ein und klang auf Anhieb am besten für uns. Aber die langsameren Lieder, wie das von Piano geprägte Bird of Sorrow, gewinnen nach etwas Reinhören an Statur, und wir schätzen dieses Lied ist textlich und musikalisch das beste des Albums, und vielleicht ein zukünftiger Klassiker für Glen – oder auch andere Sänger. Die lyrische Thematik, dass jemand das Ende einer Beziehung nicht wahrhaben will, ist etwas zu dem sicher viele Leute einen Bezug haben. Angesichts der Tatsache dass sich Glen Hansard und Marketa Irglova, seine Co-Schauspielerin im Film Once, vor kurzem getrennt haben, kommt man nicht umhin, zu vermuten dass viele der Lieder von Rhythm and Repose (2012) von dieser Beziehung handeln. Und da der Sänger ziemlich traurig klingt, und Marketa mittlerweile jemand anderen geheiratet hat, kommt man ins Grübeln, ob Hansard in dieser Hinsicht vielleicht einen Fehler gemacht hat. Auf die Gefahr hin, altmodisch zu klingen, Glen, wenn man Frauen behalten will, sollte man sie heiraten. Um es mit einem Dylan-Zitat zu sagen: ‘Take a tip from one who’s tried’.

Info Das Glen Hansard Album Rhythm and Repose (2012) ist als CD und Download erhältlich / den Film Once (2007), mit Glen Hansard und Marketa Irglova, gibt es als Blu-ray und DVD / Foto: In-flight Magazin der irischen Fluggesellschaft Aer Lingus. Hinweis: Obiges Foto ist nicht Teil des Albums / Note: Photo above ist not part of Glen Hansard’s new album, it’s from an Aer Lingus in-flight magazine

 

On the birthday of Laurie Lee (1914 - 1997) we look at 'Cider with Rosie' (1959) his classic about country life, childhood & village community in the early 20th century. Film is good too

Im englischen Sprachraum ist Cider with Rosie (1959) von dem Autor Laurie Lee ein millionenfach verkaufter Klassiker über eine Kindheit auf dem Land und in umliegenden Dorfgemeinschaften. In Deutschland ist das Buch so gut wie unbekannt, obwohl es mal vom dtv-Verlag mit dem Titel Des Sommers ganze Fülle veröffentlicht wurde und auch heute noch bei Amazon.de zu finden ist. Wir haben es, links im Bild, als englisches Taschenbuch vom Penguin-Verlag mit Zeichnungen von John Ward. Wir schätzen dass deutsche Leser mit etwas Englischkenntnissen besonders Spaß an der reichlich bebilderten Ausgabe The Illustrated Cider with Rosie vom Verlag Random House haben werden, rechts im Bild und ebenfalls bei Amazon.de erhältlich. Mit Hunderten von Bildern, Fotos und Gemälden,
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Musician Kyle Eastwood gets on well with Dad Clint, who's a Jazz fan himself. Article in the Irish Independent. Link below

Clint Eastwood ist jemand den wir als Schauspieler, Regisseur und Produzent von starken Filmen wie Brücken am Fluss (1995) sehr schätzen, und bei solchen Leuten sind wir auch etwas neugierig darauf was ihre Kinder machen. Es freut uns zu hören dass Clints ältester Sohn, Kyle Eastwood (geb. 1968) es geschafft hat, eine eigene kreative Nische zu finden, indem er Musiker wurde und mittlerweile ein angesehener Jazz-Bassist ist. Er hat in den letzten 14 Jahren fünf Alben veröffentlicht und spielt E-Bass, ebenso wie den akustischen Kontrabass. Er spielte vor ein, zwei Jahren sogar mal hier bei uns in Andalusien – ein Konzert dass wir leider verpassten, weil wir erst im nachhinein davon erfuhren. Auf seinem neusten Album, Songs from the Chateau (2011), ist auch ein schönes Lied namens Andalucía, siehe YouTube Live-Version. Seine musikalischen Einflüsse sind Musiker der klassischen Jazz-Ära, Leute wie Dave Brubeck und Miles Davis. Vor kurzem spielte er mit seiner Kyle Eastwood Band auch in Irland, daher der Artikel den wir im Irish Independent fanden, Link am Ende des Blogeintrags. Die Überschrift die die Zeitung wählte, bezieht sich darauf dass es ein gemischter Segen ist berühmte Eltern zu haben. Wir persönlich vermuten sogar dass die Nachteile überwiegen: Mit der Erwartungshaltung und Aufmerksamkeit von Medien aufzuwachsen und von Mitmenschen, Mitschülern etc. immer ‘als etwas besonderes’ angesehen zu werden, ist nicht leicht. Während die Eltern meist die Möglichkeit hatten, über Jahre zu lernen, mit Medien und Berühmtheit umzugehen, werden deren Kinder frontal mit dieser Existenz konfrontiert.
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Mad Men: Do you smoke? Yes, Don, but not tobacco. Sorry, but we couldn't resist, what with the current story, showing off our first season apparently cigarette pack styled box-set

Wir bevorzugen meist britische gegenüber amerikanischen TV-Serien, aber Mad Men hat einen interessanten Blickwinkel: Die 60er Jahre nicht als Retro sondern als heran rollende Revolution durch die Augen eines archetypischen Erfolgstyps der 50er Jahre. Der Werbetexter Don Draper ist eine faszinierende Figur weil er einen aus heutiger Sicht völlig politisch unkorrekten Lebens- und Arbeitsstil hat, der in der TV-Serie zwar nicht hochgejubelt wird, aber auch nicht mit ständig erhobenen Zeigefinger verurteilt wird. Zuschauer können sich also – was im deutschen Fernsehen selten ist – ihren eigenen Reim auf diese Dinge machen. Die Serie, hier ein deutscher Trailer, ist mitunter kultig weil sie eine Traumvorlage für Design, Ausstattung, Requisiten und Klamotten ist. Auch Musik bekommt in der Serie einen interessanten neuen Kontext: Jemand wie Don Draper würde, vermuten wir mal, selbst noch in den 60er Jahren seinem Geschmack treu geblieben sein und zuhause Klassiker wie Frank Sinatras Songs For Swingin’ Lovers (1956) gehört haben. Mad Men spielt in den 60er Jahren und im Laufe der Serie versteht Verkaufskanone Don Draper die Welt nicht mehr: Frauenemanzipation,
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Familie Davidson, später Teil der Marke Harley-Davidson, lebte in diesem Haus in Schottland. Radmacher Alexander Davidson emigrierte 1857 mit seiner Familie nach Amerika.

Eine Geschichte die, soweit wir sehen, noch nicht in den deutschen Medien erschienen ist. Ein Mitarbeiter des Gemeinderats der schottischen Grafschaft Angus hat mithilfe von genealogischen Nachforschungen und Dokumenten bewiesen dass die Vorfahren des Harley-Davidson Mitgründers Arthur Davidson aus diesem Haus in Schottland kamen. Gerüchte existierten schon lange, aber jetzt steht es fest: Hier in der Nähe der kleinen Stadt Brechin lebte Alexander Davidson, Großrvater des amerikanischen Motorrad-Entwicklers, mit seiner Frau Margaret und sechs Kindern. Eins davon, der junge William Davidson, wurde später in Amerika Vater von Arthur Davidson. Und dieser Arthur Davidson (1881–1950) gründete zusammen mit seinem Freund William S. Harley (1880 -1943) im Jahr 1903 Harley-Davidson, im Laufe der Jahre zur berühmtesten und coolsten Motorradmarke der Welt geworden. Das alte Familienhaus bei Brechin hatte, wie man sieht, sein Dach verloren und scheint lange als Ruine leergestanden zu haben. Es wurde weder ans Wasser- noch ans Stromnetz angeschlossen. Der Mangel an Renovierung hatte allerdings den Vorteil dass das Haus praktsich noch genau so ist wie zu Zeiten des Radmachers Alexander Davidson. Eine Gruppe von schottischen Harley-Fahrern hat das Haus vor einiger Zeit gekauft und ist dabei, es wieder in Stand zu setzen um ein kleines Museum daraus zu machen, wobei alles so aussehen soll wie zu Davidsons Zeite. Klasse Idee. Obwohl Alexander Davidson damals auswanderte, scheint er in Schottland nicht in völliger Armut gelebt zu haben. Dokumente belegen dass er mit seinem Beruf als wheelwright immerhin zwei weitere Leute anstellen konnte. Es ist interessant dass dieser Beruf, der auf Deutsch früher meist Stellmacher genannt wurde, schon eine spezifische Verbindung mit Fahrzeugen hatte, damals wohl hauptsächlich mit Kutschen, Anhängern und landwirtschaftlichen Geräten. Mag ja sein dass dies Zufall ist, aber uns gefällt die Vorstellung dass die Räder die der gute alte Alexander Davidson baute, die Vorläufer von jenen Rädern waren die etwas über 100 Jahre später mit der Musik von Steppenwolf durch die Landschaft fuhren.

 

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Unsere Leser dachten doch nicht im Ernst dass wir über Harley-Davidson schreiben ohne Born To be Wild und Film-Clips von Easy Rider (1969) zu spielen: Mit zwei schönen Motorrädern von Harley-Davidson. Get your motor running. Head out on the highway…to Scotland.

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Des Weiteren R. M. Pirsig: ‘Zen und die Kunst ein Motorrad zu warten’ als Hörspiel online

Avenita Kulturmagazin

The newly discovered LP collection of Princess Diana is a good mix of music. The one rather nice album of these that we actually own on vinyl ourselves: Elgar's Enigma Variations

Nachricht von einem Fund den wir auf zwei Ebenen interessant finden. Zum einen sind wir Fans und Sammler von Vinyl-Schallplatten. Zum anderen empfanden wir Prinzessin Diana immer als eine gutherzige Frau die von der Situation in die sie hinein geriet einfach überfordert war. Die vor kurzem gefundene LP-Sammlung von Prinzessin Diana deutet darauf hin dass sie sich in Sachen Musik gut auskannte. Der Großteil der 19 Alben ist klassische Musik, aber es sind auch 4 LPs aus dem Rock, Pop und Country Genre dabei. Mit Bob Dylans Livealbum Hard Rain (1978) sogar eins das man als alternativ oder zumindest wenig populistisch bezeichnen könnte. Wir hatten dieses Album früher mal selber, finden es aber nicht eins von Dylans besten. Es ist von der Rolling Thunder Revue Tour, übrigens mit T-Bone Burnett, der sich im Laufe der Zeit zum Star-Produzenten für Leute wie Robert Plant gemausert hat. Auf YouTube ist ein Clip mit dem Lied Tangled up in Blue von der 1976 Hard Rain Tour. Dianas Album The Eagles Greatest Hits enthält viele starke Lieder, wie One of these Nights. Dagegen wurde
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Abbildung von Steinzeitkunst

Eine Entdeckung über die es in deutschen Medien noch nichts zu geben scheint: Forscher der Université de Toulouse haben in Höhlen prähistorische Artefakte gefunden die eine Basis für ganz neue Theorien über Steinzeitkunst bilden. Es handelt sich dabei um aus Knochen hergestellte Scheiben, mit etwa der Fläche von einem großen Knopf. In der Tat wurden diese Artefakte, aufgrund der Löcher darin, bisher für Knöpfe gehalten. Aber vor kurzem wurden in mehreren Höhlen, wie denen von Chauvet und Ardèche, Knochenscheiben dieser Art entdeckt in denen eingravierte Bilder erhalten sind. Das allein wäre nicht so ungewöhnlich, aber die beidseitigen Bilder auf den Scheiben scheinen eine Art von Thaumatrop zu sein – wenn man eine Schnur durch die Löcher der Scheiben fädelt und sie straff zieht, wirbeln die Scheiben herum und erzeugen bewegte Bilder. Auf den zwei Seiten der Scheiben sind nämlich Szenen abgebildet die ähnlich aber nicht gleich sind, z. B. ein Tier das erst sitzend, dann aufrecht dargestellt wird.
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The 1992 BBC radio dramatisation of Hamlet with Kenneth Branagh online. Link below. I also take a look at the enigmatic figure of Ophelia, here depicted 1852 by John Everett Millais

Die junge Ophelia die von Blumen umgeben im Fluss den Tod findet, ihn vielleicht sogar gesucht hat, ist eine von Shakespeares enigmatischsten Figuren. Trancehaft, wohl von Wahnsinn oder Verzweiflung, oder Ausweglosigkeit getrieben, hängt sie Blumenkränze an einen Baum, fällt als der Ast bricht und lässt sich vom Wasser davontragen. Kampflos, sogar singend. Diese Szene, die in Hamlet (1603) von Gertrude beschrieben wird, inspirierte Maler, Musiker und Filmemacher. Das Gemälde Ophelia (1852) von John Everett Millais ist weltbekannt, u. a. als Motiv von Postkarten. Wir erinnern uns, es im Kindesalter im elterlichen Badezimmer gesehen zu haben – ohne die Shakespeare-Connection zu kennen. Aber vielleicht ist das nicht nötig. Die Szene strahlt, ähnlich wie The Lady of Shalott (1888) von Waterhouse, eine fatalistische Romantik aus, die auf heutige Menschen wohl geheimnisvoll, fremd und attraktiv zugleich wirkt. Dass Shakespeare in Figuren wie Ophelia auf sublimale Weise, uralte Prototypen wie die Göttin Venus aufleben ließ, vermutete der Dichter Ted Hughes in seiner Analyse ‘Shakespeare and the Goddess of Complete Being’. Wer weiß. Jedenfalls klingen die Zeilen über Ophelias Tod auch in deutscher Übersetzung stark: 
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Rory Gallagher always sounded - and looked! - great to us. New story about him in the Irish Independent.

Schön, mal wieder von Rory Gallagher (1948 – 1995) in den Medien zu hören. Der sympathische Mann aus Irland war und ist einer unserer Lieblingsgitarristen. In Irland hat ein Mann in dem Dorf Riverstick 48 Jahre alte Fotos von Rory Gallagher und ein ebenso altes Tonband mit den allerersten Aufnahmen von dem irischen Kult-Gitarristen gefunden. Die Sachen stammen aus dem Jahr 1964, und schon allein die Fotos sind klasse. Wer hätte gedacht, Rory mal mit Schlips und Anzug zu sehen? Wunderbar: Der Typ sah einfach immer gut aus! Das Holzfellerhemd wurde später eins seiner Markenzeichen. Rorys berühmte Fender Stratocaster 1961 hatte damals noch eine ordentliche Schicht Lack drauf. Zur Herkunft der Fotos und Aufnahmen: Rory hatte im Jahr 1964 mit seiner damaligen Gruppe namens Fontana Showband in Londons Kingsway Studios fünf Demos aufgenommen, eins davon Slow Down, eine eigene Komposition die bisher unbekannt war. Das Tonband und die Fotos, die offensichtlich als Publicity-Material gedacht waren, landeten bei Phil Prendergast, dem damaligen Manager der Fontana Showband. In das Dorf Riverstick kamen die Aufnahmen als Prendergasts Ehefrau vor Jahren bei einem Umzug ein paar Sachen zum Aufbewahren an einen Bekannten gab. Dieser Mann, Tim O’Leary, fand vor kurzem darunter einen Aktenordner mit dem
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Ausstellung mit Gemälden von Claude Lorrain und William Turner, u. a. Keelmen Heaving in Coals by Moonlight (1835)

Wir schreiben immer gerne über Gemälde, am besten natürlich bei einem konkreten Anlass: Eine Ausstellung mit Bildern von Englands berühmtesten Maler, J. M. W. Turner (1775 – 1851). Infos und Links am Ende des Artikels. Interessant finden wir bei Turner die Verbindung von künstlerischer Fähigkeit mit einem dokumentarischen Gehalt. Das Bild Keelmen Heaving in Coals by Moonlight (1835) wirkt auf den ersten Blick wie eine romantische Szene mit Schiffen im Mondlicht, Wobei der der erhellte Nachthimmel und besonders das schimmernde Wasser von einer fast magischen Lebendigkeit sind – realistisch und traumhaft zugleich. Die Menschen die angedeutet auf den kleineren Booten zu sehen sind, hatten jedoch wenig Zeit zum Träumen. Der dokumentarische Aspekt von Turners Gemälde zeigt uns wie der Treibstoff der industriellen Revolution permanent, Tag und Nacht im Umlauf blieb. Die Flüsse Tyne und Wear waren Transportwege für die Kohle die in den Minen von nordenglischen Counties wie Northumberland und Durham produziert wurde. Von den Ufern aus wurde die Kohle in flachen Booten, sog. Keels zu den Transportschiffen gebracht. Es gab einen gigantischen
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60! Nice to see the NME still going. As Folk & Prog fans, we didn't always like the music, but we liked the attitude

Die erste Ausgabe erschien am 7. März 1952, und wir freuen uns dass das britische Musikmagazin seinen 60. Geburtstag erreicht hat. Print hatte es generell in den letzten Jahren nicht einfach. Speziell Musikzeitschriften haben damit zu kämpfen dass ihre traditionelle Zielgruppe – junge Leute – sehr aufs Internet fixiert sind. Aber der New Musical Express hat, neben seiner sehr erfolgreichen Website (Link folgt gleich), auch noch seine Druckausgabe. Gut so, wir mögen Print. Wir wünschten, wir hätten etwas von unseren ehemaligen Stapeln an NME-Heften aufgehoben, dann würden wir uns heute ein paar coole Cover davon einrahmen und an die Wand hängen. Ausgaben mit Design vom damaligen NME-Fotografen Anton Corbijn (Link folgt) sind heute wahrscheinlich sogar was wert. Wir hatten den NME früher mal jahrelang abonniert. Das war ein ziemlich kultiges Blatt, damals noch nicht als Magazin sondern im Zeitungsformat. Zu der Zeit, in den 80er Jahren, gab es noch viele Konkurrenten: Das ultrakommerzielle Pop-Magazine Smash Hits (1978 – 2006) voll mit Duran Duran, Spandau Ballet und Kajagoogoo. Und dann gab’s natürlich Sounds (1970 – 1991) und Melody Maker (1926 – 2000). Die beiden waren definitiv besser als Smash Hits, aber
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Design Artikel in Vorbereitung III

 

Lieber Leser,

An dieser Stelle ist ein Blogpost in Arbeit der demnächst veröffentlicht wird

Avenita Kulturmagazin 
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Design Artikel in Vorbereitung – S1

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Lieber Leser,

An dieser Stelle ist ein Blogpost in Arbeit der demnächst veröffentlicht wird

Avenita Kulturmagazin 
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Wir hatten bei dem exzellenten Onlinemagazin Telepolis angefragt ob sie einen Artikel von uns veröffentlichen würden…und sie haben’s gemacht! Es war unsere erste, einzige Anfrage in Deutschland und wir hatten (die wir außer Telepolis fast nur englische und amerikanische Sachen lesen) keine anderen Medien kontaktiert. Wir kennen die Leute nicht persönlich und müssen gestehen, wir freuen uns dass es geklappt hat. Wir waren dessen keineswegs sicher denn Telepolis hat oftmals verdammt gute Artikel. In der Tat, wir dachten uns: Oh Mann, wie sollen wir es anstellen dass wir mit unseren alten Vinyl-LPs nicht wie die totalen Hillbillies dastehen? Wir rissen uns am Riemen! Hier unser Artikel Viva Juanito Efectivo! über die Art wie Spanier ausländische Worte und Nanen kurzerhand latinisieren. Exklusiv bei Telepolis. Foto: Huch, Gute screen shots vom Ipad sind schwierig, aber das ist das Telepolis Logo und darunter unser Artikel.

Avenita Redaktion

 

That's how Goethe looked in middle age. If ever there were a British made biopic, we'd suggest Colin Firth to play him. Until then it's worth checking out the 1982 BBC radio production of Faust with superb music and Simon Callow in the title role

Der Hörspielklassiker von 1982 kann 4 Wochen online gehört werden. Link am Ende des Artikels. Simon Callow in der Titelrolle, bekannt aus Spielfilmen wie Vier Hochzeiten und ein Todesfall. England hat eine Beziehung zu Goethes Stoff. Faust (1808) beeinflusste Werke wie Mary Shelleys Frankenstein (1818) und Oscar Wildes Das Bildnis des Dorian Gray (1890). Wie ist Faust auf Englisch? Als Beispiel nachfolgend die Anfangszeilen von Prolog und Nacht. Wer nicht perfekt Englisch spricht, sollte das Hörspiel trotzdem auschecken. Sehr atmosphärisch mit speziell komponierter Musik.

Prologue in Heaven – Raphael
‘The chanting sun, as ever, rivals
The chanting of his brother spheres
And marches round his destined circuit
A march that thunders in our ears…’ 
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