Kulturmagazin

Lieber Leser!

Wir schreiben über unsere Lieblingsthemen aus der Welt der Literatur, Film, Kunst und Musik. Öfters gibt es auch mal Fotos, Anekdoten & Ansichten aus unserem geliebten Gastland: Andalusien, der südlichsten, manche würden sagen, schönsten Region Spaniens. Auf der Startseite finden Sie unsere aktuellen Blogbeiträge und Artikel. Falls Sie mal länger Zeit haben und mehr über unsere Themen lesen wollen, köinnen Sie auch unsere umfangreichen Feature-Artikel auschecken. Wir hoffen dass Sie unser Netzmagazin informativ und unterhaltsam finden. Ein Gruß von der Redaktion!

Tag: Medien

Mad Men: Do you smoke? Yes, Don, but not tobacco. Sorry, but we couldn't resist, what with the current story, showing off our first season apparently cigarette pack styled box-set

Wir bevorzugen meist britische gegenüber amerikanischen TV-Serien, aber Mad Men hat einen interessanten Blickwinkel: Die 60er Jahre nicht als Retro sondern als heran rollende Revolution durch die Augen eines archetypischen Erfolgstyps der 50er Jahre. Der Werbetexter Don Draper ist eine faszinierende Figur weil er einen aus heutiger Sicht völlig politisch unkorrekten Lebens- und Arbeitsstil hat, der in der TV-Serie zwar nicht hochgejubelt wird, aber auch nicht mit ständig erhobenen Zeigefinger verurteilt wird. Zuschauer können sich also – was im deutschen Fernsehen selten ist – ihren eigenen Reim auf diese Dinge machen. Die Serie, hier ein deutscher Trailer, ist mitunter kultig weil sie eine Traumvorlage für Design, Ausstattung, Requisiten und Klamotten ist. Auch Musik bekommt in der Serie einen interessanten neuen Kontext: Jemand wie Don Draper würde, vermuten wir mal, selbst noch in den 60er Jahren seinem Geschmack treu geblieben sein und zuhause Klassiker wie Frank Sinatras Songs For Swingin’ Lovers (1956) gehört haben. Mad Men spielt in den 60er Jahren und im Laufe der Serie versteht Verkaufskanone Don Draper die Welt nicht mehr: Frauenemanzipation,
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Familie Davidson, später Teil der Marke Harley-Davidson, lebte in diesem Haus in Schottland. Radmacher Alexander Davidson emigrierte 1857 mit seiner Familie nach Amerika.

Eine Geschichte die, soweit wir sehen, noch nicht in den deutschen Medien erschienen ist. Ein Mitarbeiter des Gemeinderats der schottischen Grafschaft Angus hat mithilfe von genealogischen Nachforschungen und Dokumenten bewiesen dass die Vorfahren des Harley-Davidson Mitgründers Arthur Davidson aus diesem Haus in Schottland kamen. Gerüchte existierten schon lange, aber jetzt steht es fest: Hier in der Nähe der kleinen Stadt Brechin lebte Alexander Davidson, Großrvater des amerikanischen Motorrad-Entwicklers, mit seiner Frau Margaret und sechs Kindern. Eins davon, der junge William Davidson, wurde später in Amerika Vater von Arthur Davidson. Und dieser Arthur Davidson (1881–1950) gründete zusammen mit seinem Freund William S. Harley (1880 -1943) im Jahr 1903 Harley-Davidson, im Laufe der Jahre zur berühmtesten und coolsten Motorradmarke der Welt geworden. Das alte Familienhaus bei Brechin hatte, wie man sieht, sein Dach verloren und scheint lange als Ruine leergestanden zu haben. Es wurde weder ans Wasser- noch ans Stromnetz angeschlossen. Der Mangel an Renovierung hatte allerdings den Vorteil dass das Haus praktsich noch genau so ist wie zu Zeiten des Radmachers Alexander Davidson. Eine Gruppe von schottischen Harley-Fahrern hat das Haus vor einiger Zeit gekauft und ist dabei, es wieder in Stand zu setzen um ein kleines Museum daraus zu machen, wobei alles so aussehen soll wie zu Davidsons Zeite. Klasse Idee. Obwohl Alexander Davidson damals auswanderte, scheint er in Schottland nicht in völliger Armut gelebt zu haben. Dokumente belegen dass er mit seinem Beruf als wheelwright immerhin zwei weitere Leute anstellen konnte. Es ist interessant dass dieser Beruf, der auf Deutsch früher meist Stellmacher genannt wurde, schon eine spezifische Verbindung mit Fahrzeugen hatte, damals wohl hauptsächlich mit Kutschen, Anhängern und landwirtschaftlichen Geräten. Mag ja sein dass dies Zufall ist, aber uns gefällt die Vorstellung dass die Räder die der gute alte Alexander Davidson baute, die Vorläufer von jenen Rädern waren die etwas über 100 Jahre später mit der Musik von Steppenwolf durch die Landschaft fuhren.

 

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Unsere Leser dachten doch nicht im Ernst dass wir über Harley-Davidson schreiben ohne Born To be Wild und Film-Clips von Easy Rider (1969) zu spielen: Mit zwei schönen Motorrädern von Harley-Davidson. Get your motor running. Head out on the highway…to Scotland.

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Des Weiteren R. M. Pirsig: ‘Zen und die Kunst ein Motorrad zu warten’ als Hörspiel online

Avenita Kulturmagazin

The newly discovered LP collection of Princess Diana is a good mix of music. The one rather nice album of these that we actually own on vinyl ourselves: Elgar's Enigma Variations

Nachricht von einem Fund den wir auf zwei Ebenen interessant finden. Zum einen sind wir Fans und Sammler von Vinyl-Schallplatten. Zum anderen empfanden wir Prinzessin Diana immer als eine gutherzige Frau die von der Situation in die sie hinein geriet einfach überfordert war. Die vor kurzem gefundene LP-Sammlung von Prinzessin Diana deutet darauf hin dass sie sich in Sachen Musik gut auskannte. Der Großteil der 19 Alben ist klassische Musik, aber es sind auch 4 LPs aus dem Rock, Pop und Country Genre dabei. Mit Bob Dylans Livealbum Hard Rain (1978) sogar eins das man als alternativ oder zumindest wenig populistisch bezeichnen könnte. Wir hatten dieses Album früher mal selber, finden es aber nicht eins von Dylans besten. Es ist von der Rolling Thunder Revue Tour, übrigens mit T-Bone Burnett, der sich im Laufe der Zeit zum Star-Produzenten für Leute wie Robert Plant gemausert hat. Auf YouTube ist ein Clip mit dem Lied Tangled up in Blue von der 1976 Hard Rain Tour. Dianas Album The Eagles Greatest Hits enthält viele starke Lieder, wie One of these Nights. Dagegen wurde
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Abbildung von Steinzeitkunst

Eine Entdeckung über die es in deutschen Medien noch nichts zu geben scheint: Forscher der Université de Toulouse haben in Höhlen prähistorische Artefakte gefunden die eine Basis für ganz neue Theorien über Steinzeitkunst bilden. Es handelt sich dabei um aus Knochen hergestellte Scheiben, mit etwa der Fläche von einem großen Knopf. In der Tat wurden diese Artefakte, aufgrund der Löcher darin, bisher für Knöpfe gehalten. Aber vor kurzem wurden in mehreren Höhlen, wie denen von Chauvet und Ardèche, Knochenscheiben dieser Art entdeckt in denen eingravierte Bilder erhalten sind. Das allein wäre nicht so ungewöhnlich, aber die beidseitigen Bilder auf den Scheiben scheinen eine Art von Thaumatrop zu sein – wenn man eine Schnur durch die Löcher der Scheiben fädelt und sie straff zieht, wirbeln die Scheiben herum und erzeugen bewegte Bilder. Auf den zwei Seiten der Scheiben sind nämlich Szenen abgebildet die ähnlich aber nicht gleich sind, z. B. ein Tier das erst sitzend, dann aufrecht dargestellt wird.
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The 1992 BBC radio dramatisation of Hamlet with Kenneth Branagh online. Link below. I also take a look at the enigmatic figure of Ophelia, here depicted 1852 by John Everett Millais

Die junge Ophelia die von Blumen umgeben im Fluss den Tod findet, ihn vielleicht sogar gesucht hat, ist eine von Shakespeares enigmatischsten Figuren. Trancehaft, wohl von Wahnsinn oder Verzweiflung, oder Ausweglosigkeit getrieben, hängt sie Blumenkränze an einen Baum, fällt als der Ast bricht und lässt sich vom Wasser davontragen. Kampflos, sogar singend. Diese Szene, die in Hamlet (1603) von Gertrude beschrieben wird, inspirierte Maler, Musiker und Filmemacher. Das Gemälde Ophelia (1852) von John Everett Millais ist weltbekannt, u. a. als Motiv von Postkarten. Wir erinnern uns, es im Kindesalter im elterlichen Badezimmer gesehen zu haben – ohne die Shakespeare-Connection zu kennen. Aber vielleicht ist das nicht nötig. Die Szene strahlt, ähnlich wie The Lady of Shalott (1888) von Waterhouse, eine fatalistische Romantik aus, die auf heutige Menschen wohl geheimnisvoll, fremd und attraktiv zugleich wirkt. Dass Shakespeare in Figuren wie Ophelia auf sublimale Weise, uralte Prototypen wie die Göttin Venus aufleben ließ, vermutete der Dichter Ted Hughes in seiner Analyse ‘Shakespeare and the Goddess of Complete Being’. Wer weiß. Jedenfalls klingen die Zeilen über Ophelias Tod auch in deutscher Übersetzung stark: 
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Rory Gallagher always sounded - and looked! - great to us. New story about him in the Irish Independent.

Schön, mal wieder von Rory Gallagher (1948 – 1995) in den Medien zu hören. Der sympathische Mann aus Irland war und ist einer unserer Lieblingsgitarristen. In Irland hat ein Mann in dem Dorf Riverstick 48 Jahre alte Fotos von Rory Gallagher und ein ebenso altes Tonband mit den allerersten Aufnahmen von dem irischen Kult-Gitarristen gefunden. Die Sachen stammen aus dem Jahr 1964, und schon allein die Fotos sind klasse. Wer hätte gedacht, Rory mal mit Schlips und Anzug zu sehen? Wunderbar: Der Typ sah einfach immer gut aus! Das Holzfellerhemd wurde später eins seiner Markenzeichen. Rorys berühmte Fender Stratocaster 1961 hatte damals noch eine ordentliche Schicht Lack drauf. Zur Herkunft der Fotos und Aufnahmen: Rory hatte im Jahr 1964 mit seiner damaligen Gruppe namens Fontana Showband in Londons Kingsway Studios fünf Demos aufgenommen, eins davon Slow Down, eine eigene Komposition die bisher unbekannt war. Das Tonband und die Fotos, die offensichtlich als Publicity-Material gedacht waren, landeten bei Phil Prendergast, dem damaligen Manager der Fontana Showband. In das Dorf Riverstick kamen die Aufnahmen als Prendergasts Ehefrau vor Jahren bei einem Umzug ein paar Sachen zum Aufbewahren an einen Bekannten gab. Dieser Mann, Tim O’Leary, fand vor kurzem darunter einen Aktenordner mit dem
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Ausstellung mit Gemälden von Claude Lorrain und William Turner, u. a. Keelmen Heaving in Coals by Moonlight (1835)

Wir schreiben immer gerne über Gemälde, am besten natürlich bei einem konkreten Anlass: Eine Ausstellung mit Bildern von Englands berühmtesten Maler, J. M. W. Turner (1775 – 1851). Infos und Links am Ende des Artikels. Interessant finden wir bei Turner die Verbindung von künstlerischer Fähigkeit mit einem dokumentarischen Gehalt. Das Bild Keelmen Heaving in Coals by Moonlight (1835) wirkt auf den ersten Blick wie eine romantische Szene mit Schiffen im Mondlicht, Wobei der der erhellte Nachthimmel und besonders das schimmernde Wasser von einer fast magischen Lebendigkeit sind – realistisch und traumhaft zugleich. Die Menschen die angedeutet auf den kleineren Booten zu sehen sind, hatten jedoch wenig Zeit zum Träumen. Der dokumentarische Aspekt von Turners Gemälde zeigt uns wie der Treibstoff der industriellen Revolution permanent, Tag und Nacht im Umlauf blieb. Die Flüsse Tyne und Wear waren Transportwege für die Kohle die in den Minen von nordenglischen Counties wie Northumberland und Durham produziert wurde. Von den Ufern aus wurde die Kohle in flachen Booten, sog. Keels zu den Transportschiffen gebracht. Es gab einen gigantischen
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60! Nice to see the NME still going. As Folk & Prog fans, we didn't always like the music, but we liked the attitude

Die erste Ausgabe erschien am 7. März 1952, und wir freuen uns dass das britische Musikmagazin seinen 60. Geburtstag erreicht hat. Print hatte es generell in den letzten Jahren nicht einfach. Speziell Musikzeitschriften haben damit zu kämpfen dass ihre traditionelle Zielgruppe – junge Leute – sehr aufs Internet fixiert sind. Aber der New Musical Express hat, neben seiner sehr erfolgreichen Website (Link folgt gleich), auch noch seine Druckausgabe. Gut so, wir mögen Print. Wir wünschten, wir hätten etwas von unseren ehemaligen Stapeln an NME-Heften aufgehoben, dann würden wir uns heute ein paar coole Cover davon einrahmen und an die Wand hängen. Ausgaben mit Design vom damaligen NME-Fotografen Anton Corbijn (Link folgt) sind heute wahrscheinlich sogar was wert. Wir hatten den NME früher mal jahrelang abonniert. Das war ein ziemlich kultiges Blatt, damals noch nicht als Magazin sondern im Zeitungsformat. Zu der Zeit, in den 80er Jahren, gab es noch viele Konkurrenten: Das ultrakommerzielle Pop-Magazine Smash Hits (1978 – 2006) voll mit Duran Duran, Spandau Ballet und Kajagoogoo. Und dann gab’s natürlich Sounds (1970 – 1991) und Melody Maker (1926 – 2000). Die beiden waren definitiv besser als Smash Hits, aber
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Design Artikel in Vorbereitung III

 

Lieber Leser,

An dieser Stelle ist ein Blogpost in Arbeit der demnächst veröffentlicht wird

Avenita Kulturmagazin 
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Design Artikel in Vorbereitung – S1

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Lieber Leser,

An dieser Stelle ist ein Blogpost in Arbeit der demnächst veröffentlicht wird

Avenita Kulturmagazin 
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Wir hatten bei dem exzellenten Onlinemagazin Telepolis angefragt ob sie einen Artikel von uns veröffentlichen würden…und sie haben’s gemacht! Es war unsere erste, einzige Anfrage in Deutschland und wir hatten (die wir außer Telepolis fast nur englische und amerikanische Sachen lesen) keine anderen Medien kontaktiert. Wir kennen die Leute nicht persönlich und müssen gestehen, wir freuen uns dass es geklappt hat. Wir waren dessen keineswegs sicher denn Telepolis hat oftmals verdammt gute Artikel. In der Tat, wir dachten uns: Oh Mann, wie sollen wir es anstellen dass wir mit unseren alten Vinyl-LPs nicht wie die totalen Hillbillies dastehen? Wir rissen uns am Riemen! Hier unser Artikel Viva Juanito Efectivo! über die Art wie Spanier ausländische Worte und Nanen kurzerhand latinisieren. Exklusiv bei Telepolis. Foto: Huch, Gute screen shots vom Ipad sind schwierig, aber das ist das Telepolis Logo und darunter unser Artikel.

Avenita Redaktion