Kulturmagazin

Lieber Leser!

Wir schreiben über unsere Lieblingsthemen aus der Welt der Literatur, Film, Kunst und Musik. Öfters gibt es auch mal Fotos, Anekdoten & Ansichten aus unserem geliebten Gastland: Andalusien, der südlichsten, manche würden sagen, schönsten Region Spaniens. Auf der Startseite finden Sie unsere aktuellen Blogbeiträge und Artikel. Falls Sie mal länger Zeit haben und mehr über unsere Themen lesen wollen, köinnen Sie auch unsere umfangreichen Feature-Artikel auschecken. Wir hoffen dass Sie unser Netzmagazin informativ und unterhaltsam finden. Ein Gruß von der Redaktion!

Tag: Medien

Edward Burne-Jones' Love among the Ruins (1873) has been sold at Christie's for £14,8 m, a price far exceeding initial estimates. A good opportunity to take a look at the Robert Browning poem that inspired it. Compared to all the fruitless triumphs of long gone kings, the poet concludes: Love is best

Beim Auktionshaus Christie’s wurde vor kurzem der Rekordpreis von 14,8 Millionen Pfund für Edward Burne-Jones’ Love among the Ruins (1873) erzielt. Schätzungen im Vorfeld der Versteigerung lagen zwischen 3 und 5 Millionen. Handelt es sich hier um ein Comeback für Viktorianische Kunst? Nicht völlig auszuschließen. Kunst, Kunstkritik und Kunstwahrnehmung in der Öffentlichkeit sind keineswegs unabhängig vom Zeitgeist. Das was momentan noch als Moderne Kunst gilt, wird langsam aber sicher ebenfalls beweisen müssen ob es dem kritischen Blick kommender Generationen standhält. So erging es im 20. Jahrhundert auch der Künstlerbewegung der Präraffaelitischen Bruderschaft die im 19. Jahrhundert als Avantgarde galt und später beim Kunstestablishment in Ungnade fiel. Zu so einem Grad dass viktorianische Kunstwerke in den 1960er Jahren auf Flohmärkten und in Läden für Secondhand-Möbel landeten. Kein Witz, Sammler wie Andrew Lloyd Webber kauften damals für ein paar Hundert Pfund Bilder die heute Millionen wert sind. Love among the Ruins (1873), das zuletzt im Jahr 1958 auf dem Markt war und damals für 500 Pfund verkauft wurde, ist nicht unbedingt unser Lieblingsbild aus dem Umfeld der Präraffaeliten – die Farben wirken etwas bleiern – aber uns gefällt die Idee hinter dem Bild. Der Name Liebe unter den Ruinen stammt von einem Gedicht das Robert Browning im Jahr 1852 schrieb. Es handelt von einem Liebespaar das sich an einem Ort trifft wo früher einmal Paläste standen, die jetzt nur noch überwachsene Ruinen sind. Die lang vergessenen Herrscher kommandierten hier einst riesige Armeen und bauten Tempel für ihre Götter:  

In one year they sent a million fighters forth
South and North,
And they built their gods a brazen pillar high
As the sky,

Aber das liegt Jahrhunderte zurück, und das Paar kommt zu dem Schluss dass im Vergleich zu allen fruchtlosen Triumphen jener Könige, die Liebe das Beste ist. Der Dichter der als einer der größten der viktorianischen Epoche gilt, endet tatsächlich mit diesen drei einfachen Worten und einem Ausrufezeichen: Love is best!  

Info  Wiki-Artikel über den Maler Edward Burne-Jones und den Dichter Robert Browning

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There is a new BBC radio dramatisation of Patrick O'Brian's Desolation Island (1978) online. Link below. I got the book as well - with a good cover by marine artist Geoff Hunt

Ein brandneues Hörspiel nach Patrick O’Brian ist momentan online. Link folgt. Desolation Island (1978) ist der englische Originatitel von Sturm in der Antarktis. Dies war der fünfte Roman mit Captain Jack Aubrey und seinem Freund und Schiffsarzt Dr. Stephen Maturin. Nachdem die ersten vier Romane in sich geschlossene Geschichten waren, begann der Autor zu diesem Zeitpunkt die Handlungstränge über mehrere Bücher zu planen. Diese Strategie wurde von Fans weitgehend begrüßt, und die 21-teilige Reihe zum gigantischen Erfolg. Die Bücher haben für viele Leute eine Qualität die über das Genre der Unterhaltungsliteratur hinausgeht. Auch die Verfimung Master & Commander: Bis ans Ende der Welt (2003) mit Russell Crowe kam bei Kritikern und an der Kinokasse gut an. Wir
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Sensational new research results from Prof. Vince Gaffney, University of Birmingham about a 10,000 year old calendar system found in Scotland. Links in English, plus video below

Warren Field Project: Bahnbrechende neue Forschungsergebnisse der Universität Birmingham über 10.000 Jahre alte Zeitmessungstechniken im Schottland des frühen Mesolithikums. Vince Gaffney, Professor für Landschaftsarchäologie und sein Team haben heute, am 15. Juli 2013, einen Bericht veröffentlicht (Link am Ende des Blogposts) der unser bisheriges Wissen über die Entwicklung von Kalendersystemen völlig revolutioniert. Bislang galt als gesichert dass die ersten Kalender vor 5000 Jahren in Mesopotamien entstanden. Aber die Funde vom schottischen Warren Field Project sind 5000 Jahre älter. Siedlungsreste im schottischen Aberdeenshire, auf dem Gelände von Crathes Castle wurden schon im Jahr 2004 gefunden, wobei die ersten Forschungsergebnisse sich auf Reste (z. B. Pfahllöcher) von einem großen, weit jüngerem hölzernen Gebäude bezogen. Etwa 150 Meter davon entfernt fand man jedoch ein viel älteres sog. pit alignement, eine Konstellation von 12 Löchern im Boden, deren Sinn den Wissenschaftlern ein Rätsel aufgab. Um so sensationeller die Erkenntnisse von fast zehnjáhriger Arbeit an dem Projekt. Obige Grafik gibt eine Vorstellung von der Lage der zwölf Löcher – in denen vermutlich Pfeiler steckten –  in der Landschaft und ihrer Verbindung zu den Bewegungen von Sonne und Mond. Die meisten frühen Kalendersysteme beruhten auf Mondmonaten. Das Problem dabei ist dass Mondmonate schwanken und nicht synchron mit der Umkreisung der Erde um die Sonne sind. Deshalb kann man anhand von Mondmonaten nicht genau feststellen wann ein Jahr abgelaufen ist. Zudem wird die Jahresmessung durch Mondmonate im Laufe der Zeit immer ungenauer. Aber die mittelsteinzeitlichen Jäger und Sammler am Fluss Dee, an dessen Ufern sich übrigens 50 ungewöhnliche, ca. 4000 Jahre alte Steinkreise, sog. Recumbent Stone Circles befinden, fanden vor 10.000 Jahren eine Methode, die Schwankungen der Mondmonate mit der Wintersonnenwende jährlich wieder in Einklang zu bringen. Für weitere Infos siehe nachfolgende Links, inklusive Video mit Prof. Vince Gaffney vor Ort. Die komplette Version der von Grafik die wir geschnitten verwendet haben ist bei der BBC-Meldung zu finden.

Info  Ein Video mit Vince Gaffney von der University of Birmingham

 

Earls Court Exhibition Centre was concert venue for iconic rockbands like Led Zeppelin. This is history now in more ways than one. The final decision has been announced for Earls Court to be demolished. We chose a Pink Floyd song that was recorded and filmed there, as a goodbye. YouTube link below

So gut wie jede klassische 70er Jahre Rockband ist dort aufgetreten, Led Zeppelin, Pink Floyd, Rolling Stones, Queen…um nur einige zu nennen. Jetzt wird Londons Earls Court Exhibition Centre abgerissen. An dessen Stelle sollen 7500 Luxuswohnungen gebaut werden, diese nicht ganz unkontroverse Entscheidung wurde gerade von Bürgermeister Boris Johnson abgesegnet. Das Gebäude dessen Art Deco Fassade links im Bild zu sehen ist, wurde 1937 eröffnet, aber an dem Standort gab es schon im 19. Jahrhundert Veranstaltungen wie Buffalo Bill’s Wild West Show, die u. a. von Queen Victoria besucht wurde. Earls Court war ursprünglich für Ausstellungen und Sportveranstaltungen gedacht, so wurden die Olympischen Sommerspiele 1948 dort ausgetragen und auch olympische Events in 2012. Was Ausstellungen anbelangt, war in Earls Court drei Jahrzehnte, von 1937 bis 1976, die British International Motor Show. Und als sich Rockkonzerte in den 70er Jahren zu Mega-Events entwickelten, wurde Earls Court  mit Raum für insgesamt ca. 19.000 sitzende und stehende Zuschauer auch auf diesem Gebiet zur ikonischen Adresse. Den Anfang machten Pink Floyd im Mai 1973 mit zwei ausverkauften Konzerten auf denen The Dark Side of the Moon
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At the Lindisfarne Gospels Durham Exhibition 2013 the oldest Western bookbinding, the Stonyhurst Gospel, pictured above, will be on display. As well as the Lindisfarne Gospels, the Ceolfrith Bible and other objects, like a personal ivory hair comb of St Cuthbert. The exhibition is from 1 July to 30 September

Dieses Buch ist 1300 Jahre alt: Die Ausstellung The Lindisfarne Gospels Exhibition ist in der nordenglischen Stadt Durham bis zum 30. September 2013. Dort kann das älteste erhaltene und gebundene Buch Europas, nämlich der Stonyhurst Gospel aus dem 7. Jahrhundert n. Chr. besichtigt werden. Das Buch ist auch als St Cuthbert Gospel bekannt. Es ist in rötlichem Ziegenleder gebunden, mit angelsächsischen Mustern verziert und enthält eine lateinische Übersetzung des Evangeliums nach Johannes. Soweit wir wissen, hat es 88 benutzbare Seiten aus Vellum, also Kalbsleder. Das Relief auf dem Buchdeckel aus Birkenholz besteht aus Lederschnüren die sich unter dem Ziegenleder befinden. Wie man im Bild sieht, ist dieses Buch sprichwörtlich handlich, es ist nur 13,8 x 9,2 cm groß. Es wurde im Sarg von Cuthbert von Lindisfarne (635-687) gefunden. Ein Schäfer der zum Mönch und später zum Bischof von Lindisfarne wurde. Außerdem zu einem der am meisten verehrten Heiligen des Mittelalters. Der Name Stonyhurst Gospel stammt daher dass das Buch ab dem 18. Jahrhundert für über zweihundert Jahre in der nordenglischen Jesuitenschule Stonyhurst College aufbewahrt wurde. Im Jahr 2012 wurde das Buch für 9 Millionen Pfund von der British Library gekauft. Somit müsste es eins der teuersten Bücher der Welt sein, sicher in der Top-5. Dass die derzeitige Ausstellung in Durham stattfindet hat eine spezielle Bedeutung, denn obwohl St Cuthbert ursprünglich auf der Insel Lindisfarne begraben wurde, brachte man seinen Sarg aus Furcht vor Wikingerüberfállen später nach Durham, was zur Gründung der Stadt und zum Bau der heute fast 1000 Jahre alten Durham Cathedral führte. Außer dem Stonyhurst Gospel sind bei der Ausstellung auch andere wichtige Artefakte zu sehen, wie die Lindisfarne Gospels, ein Buch das ebenso einzigartig ist wie der Stonyhurst Gospel.

Info  Die Ausstellung The Lindisfarne Gospels Durham Exhibition ist bis zum 30. September 2013 in der Palace Green Library, im Stadtzentrum von Durham, weitere Informationen auf der offiziellen Website www.lindisfarnegospels.com

 

This weekend the Stones are playing, for the first time, at the Glastonbury Festival, which is on the 28, 29, and 30. June. We saw the Stones here in Andalusia during the Bridges to Babylon Tour. It was good. One of our fave songs is Memory Hotel, below a live version with Mick joined by Dave Matthews

Die Rolling Stones spielen dieses Wochenende, am Samstag den 29. Juni zum ersten Mal in Glastonbury, dem Festival das ähnlich wie Woodstock wirklich einen legendären Status hat. Glastonbury hat sich von einem ultra-alternativen Hippiefestival an dem 1970 etwa 1500 Leute teilnahmen, zu einer englischen Institution gemausert. Es kommen regelmäßig weit über Hundertausend Besucher, und so gut wie jeder Star und jede große Band ist irgendwann dort aufgetreten, von U2, Muse, Coldplay und Radiohead bis Springsteen, Neil Young und auch Popstars wie Beyoncé und Jay-Z. Finden wir gut, wir mögen Abwechslung. Aber eine Mega-Band hat bis jetzt gefehlt und wir freuen uns dass die Stones, die so eine fundamentale Verbindung mit der Rockkultur der 60er und 70er Jahre haben, jetzt auch Glastonbury die Ehre erweisen. Mick, Keith, Charlie, Ronnie & Co. werden, wie es sich für ehemalige Hippies gehört, auf der berühmten Pyramiden-Bühne auftreten. Diese Bühne hat mittlerweile, als Schutz vor dem berühmten englischen ‘Sommerwetter’ ein riesiges hervorstehendes Dach das die Pyramiden-Form der Bühne auf Anhieb etwas schwerer erkennbar macht. Aber ursprünglich sollte diese Bühne eine exakte 1:10 Version von der Cheops-Pyramide von Gizeh sein.
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We just saw the first trailer for the movie Diana (2013). Looks impressive. Naomi Watts seems to be a good choice for the part. The music, though maybe temporary, is good too: Sounds like Don't Stop Believin'. For the photo we used a Vanity Fair magazine from July 1997, about one month before shie died

Wir haben gerade den Trailer für Diana (2013) gesehen. Sieht erstaunlich gut aus. Spielfilme über echte Menschen, besonders sehr berühmte Menschen, können manchmal enttäuschen, aber Naomi Watts scheint eine gute Wahl für die Rolle zu sein. Angeblich war anfangs auch die Schauspielerin Jessica Chastain für die Rolle im Gespräch. Links im Bild ist natürlich die echte Diana. Für das Foto nahmen wir ein Vanity Fair Magazin vom Juli 1997, also etwa einen Monat bevor Diana starb. Das Foto auf dem Cover und weitere im Artikel wurden März ’97 in London von dem peruanischen Fotografen Mario Testino gemacht. Wir erinnern uns, wie wahrscheinlich viele Leute, deutlich an den Moment als wir von Dianas Tod erfuhren. Der neue Spielfilm (es gibt ältere TV-Filme) handelt hauptsächlich von den letzten zwei Jahren in Dianas Leben. Die Ehe von Charles und Diana war in den frühen 90er Jahren am zerbröckeln, und Probleme hatte es schon Mitte der 80er Jahre gegeben. Vordergründig waren Dianas Affairen im Scheinwerferlicht der Medien, aber wer weiß schon genau was sich hinter den Kulissen abspielte? Prinz Charles erscheint uns als integere Person, aber aufgrund der historischen und gesellschaftlichen Erwartungshaltung ist es ist bestimmt nicht einfach, die vorhergesehene Rolle als Prinzessin und Ehefrau auszufüllen. Wir beneiden das Leben berühmter Menschen kein bisschen. Jeder hat seine Probleme, jeder macht Fehler im Leben. Medien lieben das und spielen es hoch bis zum Gehtnichtmehr. Der Tod von Diana in Paris, in einem Auto das von Reportern gejagt wurde, hatte für uns damals nicht nur etwas sehr trauriges sonders auch etwas symbolisches an sich.

Info  Ein Trailer für den kommenden Spielfilm Diana (2013) von Oliver Hirschbiegel. Kinostart ist offenbar für September 2013 angesetzt / ein kurzer Wiki-Eintrag für den Film ist hier auf Englisch
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Summer in February (2013), the movie about the artist Sir Alfred Munnings starts nationwide in cinemas on June 14. It's based on Jonathan Smith's acclaimed novel. The trailer, link below, looks promising, with Cornwall locations and a good cast. Pictured above is a part of Munnings 'The Path to the Orchard (1908)

Der Spielfilm Summer in February (2013) startet demnächst in englischen Kinos. Er handelt von dem Maler Alfred Munnings (1878-1959) und basiert auf dem gleichnamigen Roman von Jonathan Smith. Anhand des Trailers, siehe folgendes Link unten, ist es eine Produktion mit idyllischen Drehorten in Cornwall und guten Schauspielern wie Dan Stevens, den man aus Downton Abbey kennt. Links im Bild ein Teil des Gemäldes The Path to the Orchard (1908) von Munnings. Im Film sieht man ihn als jungen Mann in einer Künstlerkolonie in einem Fischerdorf in Cornwall. Einen Eindruck von der Gruppe bekommt man am Anfang des Trailers als Munnings, dargestellt von Dominic Cooper, das Edgar Allan Poe Gedicht Der Rabe zum Besten gibt. Der Film beruht auf wahren Begebenheiten, so wie die Dreiecksbeziehung zwischen Munnings und seinem Freund Gilbert Evans, beide verliebt in Florence Carter-Wood die von Emily Browning dargestellt wird. Die Künstlerkolonie gab es ebenfalls, sie war einige Jahrzehnte um die Jahrhundertwende einflussreich und es gibt in Lamorna bis heute ein jährliches Kunstfestival. Im nahen Hafenstädtchen Newlyn lebten ebenfalls Künstler und es gab eine Schnittmenge an Kontakten zwischen dieses Gruppen. Alfred Munnings ist offensichtlich weit bekannter in England als in Deutschland, wo kein Wiki-Eintrag für ihn existiert. Aber wie wir deutsche Kunstkritiker kennen, würde Munnings Stil ohnehin nicht so schnell zum Tipp des Monats. Sir Alfred Munnings, dessen Gemälde mittlerweile Preise in Millionenhöhe erreichen, wuchs auf dem Land auf und malte Dinge die er kannte. Pferde tauchen oft auf und sind für unsere Begriffe eindrucksvoll gemalt. So wie wir Pferde von Dali oder Picasso auf ihre Weise ebenso eindrucksvoll finden. Künstlerische Vielfalt ist gut und der Film sieht vielversprechend aus. Die englische Romanvorlage Summer in February (1995) von Jonathan Smith ist im Onlinehandel als E-Book und Taschenbuch erhältlich und beruht auf Biografien und der Autobiografie des Malers.

Info  Ein Trailer für Summer in February (2013) auf YouTube / Kurzer englischer Wiki-Eintrag für den Film. Englischer Wiki-Artikel über den Maler Alfred Munnings. Bilder  Der Name des Malers ergibt bei Google Bildsuche eine Vielzahl seiner Gemälde.

 

Salisbury Cathedral from the Meadows (1831) by John Constable has just been bought, for England, at the price of £23m. UPDATE: There's an exhibition of this painting at the National Museum Cardiff from 7. March - 7. Sept. 2014

Ein berühmtes Gemälde das bisher in Privatbesitz war, ist vom Tate Museum gekauft worden. John Constables Salisbury Cathedral from the Meadows (1831) ist somit im allgemein zugänglichen, staatlichen Besitz von England. Der Preis von 23.1 Millionen Pfund wurde privat mit den Nachkommen von Lord Ashton of Hyde verhandelt, in deren Familienbesitz sich das Bild befand. Es ist somit davor bewahrt ins Ausland verkauft zu werden und wird in Zukunft abwechselnd iin fünf verschiedenen Museen von Schottland, England und Wales zu sehen sein. Das etwa 1,50 x 190 m  große Ölgemälde zeigt die anglikanische Kathedrale von Salisbury, hier ein modernes Foto. Das Gemälde das heute auf den ersten Blick vielleicht recht altmodisch wirkt, war damals jedoch bahnbrechend und ein Einfluss auf spätere Künstler des Impressionismus und der Modernen Kunst – jedenfalls in technischer Hinsicht. Inhaltlich reflektiert das Bild sicher eher die traditionelle und religiös geprägte Weltsicht des Malers. Er zeigt die Kathedrale hier zwar recht idyllisch am Ufer des Flusses Nadder in der südenglischen Grafschaft Wiltshire, aber im Hintergrund sind riesige Wolken die ausgesprochen stürmig aussehen. Anhand des Pferdewagens im Fluss und dem Regenbogen am Himmel vielleicht ein Sturm der sich gerade dem Ende nähert. John Constable (1776-1837) malte das Bild gegen Ende seines Lebens, zu
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BBC documentary on YouTube about the Irish Famine. Link below. It's from 1995, when there were still people alive whose grandparents had lived through the famine. Pic: Famine by Liam O'Flaherty, probably the best novel about the subject

Auf YouTube ist ein interessantes Doku, siehe Link unten, über die Irische Hungersnot, bei der zwischen den Jahren 1845-1852 eine Million Menschen starben und zwei weitere Millionen notgedrungen auswanderten. Heute ist ein Tag an dem diese Dinge in Erinnerung gerufen werden. Das Doku ist von 1995, also 150 Jahre nach dem Beginn der Great Famine, wie man auf Englisch sagt. Zur Zeit des Dokus gab es noch Leute deren Großeltern die Hungersnot überlebt hatten. Was einsinken lässt dass diese Zeiten nicht ganz so weit zurückliegen wie es einem auf Anhieb vorkommt. Zudem verständlicher macht wie diese Ereignisse die Geschichte Irlands prägten, nicht nur für den Rest des 19. Jahrhundert sondern auch für das 20. Jahrhundert. Darüber hinaus hat die Hungersnot einen beträchtlichen Einfluss auf Amerika gehabt, wo heute etwa 36 Millionen Einwohner irischer Abstammung leben. Eine Nachwirkung der Hungersnot unter Iren ist bis zum heutigen Tag eine erhöhtes Bewusstsein und Mitgefühl für Opfer von Hungersnöten in aller Welt. Wir glauben jedenfalls nicht dass es Zufall ist dass der Organisator von Live Aid ein Ire war, nämlich
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We couldn't resist this May 2013 issue of Vanity Fair. There are some amazing photos inside as well. Her son Luca, a good looking guy in his early forties, writes about Audrey in Rome (2012) which is also out as a book, whose copyright is listed as Audrey Hepburn Children's Fund. Some people never disappoint

Wir konnten der 2013 Mai-Ausgabe von Vanity Fair nicht widerstehen, bei so einem schönen Cover mit Audrey Hepburn (1929-1993). Im Artikel sind ebenfalls gute Fotos, von denen wir mehrere noch nicht gesehen hatten. Ihr Sohn Luca, ein gut aussehender Typ Anfang vierzig, schreibt über das Leben seiner Mutter in Rom, der Stadt die Hepburn liebte und wo sie fast zwanzig Jahre lebte. Der Artikel besteht aus Edits von dem englischsprachigen Buch Audrey in Rome (2012) und anhand dieser Passagen hat Lucas Dotti (geb. 1970), der Sohn von Audrey und ihrem zweiten Ehemann, dem Psychiater Dr. Andrea Dotti, einen sympathischen Fotoband herausgegeben. Der Vanity Fair Artikel hat einen informativen eher als sentimentalen Ton. Neben seinen Beschreibungen vom Leben der Familie in Rom und der Schweiz, kennt  Luca sich offenbar auch gut mit Kinogeschichte aus. Dadurch erfährt man Hintergrundinfo über Dreharbeiten an Klassikern wie Ein Herz und eine Krone (1953), ein Film der nicht nur in Rom spielte sondern auch der Start von Audrey Hepburns Liebesaffaire mit der Stadt war. Zu der Zeit war Luca zwar noch nicht geboren, aber er scheint in einer glücklichen Familiensituation aufgewachsen zu sein und kennt sich mit dem Leben seiner Mutter bestens aus. Luca Dotti lebt heute mit seiner Ehefrau in Rom, arbeitet als Designer und hat drei Kinder. Das Copyright für sein Buch Audrey in Rome ist übrigens gelistet als Audrey Hepburn Children’s Fund. Manche Leute entäuschen einen nie. Das Buch (192 S.) vom Verlag Harper Design ist auf Englisch als gebundene Ausgabe und E-Buch erhältlich.

Info  Ein 40 min. Dokumentarfilm von 1996 auf YouTube /  ein deutscher Trailer für ihren Spielfilm Ein Herz und eine Krone, mit dem Originaltitel Roman Holiday (1953) / ein Wiki-Artikel über die Schauspielerin Audrey Hepburn / und Vanity Fair Magazin

 

BBC documentary about J. M. W. Turner's fascination not just with Bell Rock Lighthouse but all the cutting edge science & technology of his day. This TV docu can currently be viewed on YouTube. Hope it' stays online - it's very good. Link below

Es gab im englischen Fernsehen vor Kurzem das brandneue Doku The Genius of Turner: Painting the Industrial Revolution. Es ist sehenswert und kann momentan komplett auf YouTube ausgecheckt werden. Link unten auf der Info-Leiste. Der Maler William Turner (1775-1851) war, anders als viele seiner Kollegen, von Technik, Industrie und den neusten wissenschaftlichen Errungenschaften seines Zeitalters begeistert. Sein Bild Bell Rock Lighthouse (1819), links, ist keine Fantasieszene sondern zeigt einen echten, heute noch existierenden Leuchturm in Schottland der mit seinem damals revolutionären Design extremen Wetterbedingungen widerstehen konnte und dadurch vielen Seeleuten das Leben rettete. In J. M. W. Turners Bild scheinen sich die Naturgewalten wie ein riesiger Lindwurm um dem Leuchtturm zu winden, aber die Konstruktion des Ingenieurs Robert Stevenson hält ihnen stand. Ein maßgeblicher Leitgedanke für Künstler war damals ‘the sublime’ oder Das Erhabene, ein Konzept das mit der Ehrfurcht vor der wilden Schönheit aber auch der Zerstörungskraft der Natur zu tun hat und den Menschen als untergeordnetes Element dieser Kräfte und Formen ansieht.  Diese Erhabenheit liegt bei Turner nicht mehr ausschließlich in der Natur sondern mindestens ebenso in den Errungenschaften der Menschen. William Turner war einer der ersten Künstler, vielleicht sogar der erste der
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It's Willie Nelson's 80th birthday. We checked out his book The Tao of Willie (2006) It's entertaining, especially on CD in the car. Read with just the right twang by Tom Stechschulte

Es ist der 80. Geburtstag von Willie Nelson: Gitarrist, Sänger, Country-Star, Liederschreiber und neuerdings auch Autor. Wir haben sein Buch The Tao of Willie (2006) als CD-Set ausgecheckt. Es ist ein Audiobook das gut zum Autofahren passt. Es hat so eine Art ‘on the road’ Atmosphäre, es ist relaxt, humorvoll und gleichzeitig ziemlich philosophisch. So weit wir wissen, nur auf Englisch erhältlich, aber es ist ohnehin nicht so leicht. sich diesen Erzählstil auf Deutsch vorzustellen. Der Sound und Stil von dem Texas-Urgestein Willie Nelson ist hier fast so ein starker Bestandteil wie der Text selber, und der Sprecher Tom Stechschulte bringt das sehr gut rüber. Willie hat einige Witze auf Lager aber der Titel des Buchs ist kein Gag. Willie Nelson scheint sich mit dem Tao Te Ching, das auf Deutsch heute meist Daodejing genannt wird, tatsächlich ausgiebig beschäftigt zu haben. Sein Wissen über die mehr als zweitausend Jahre alte chinesische Philosophie lässt er allerdings eher in Nebensätzen durchschimmern. Das Buch ist insgesamt eher eine bunte Mischung aus Autobiografie, Anekdoten von Jahrzehnten im Musikgeschäft, Ansichten über Gott und die Welt, und eine Art von Lebensratgeber der konstant darauf hinweist dass die Sachen die für Willie funktionieren nicht unbedingt für den Leser funktionieren. Man bekommt den Eindruck dass Willie Nelson der undogmatischste, entspannteste und generell netteste Typ auf Planet Erde ist und obendrein eine gehörige Portion gesunden Menschenverstand besitzt. Einige seiner Texas-Tao-Grundsätze lauten sinngemäß: Reg dich nicht darüber auf was andere Leute machen oder
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On Françoise Hardy's new album L'amour fou (2012) is a beautiful song from a poem by Victor Hugo. We freely translated it into German, hopefully conveying something of the bittersweet feel, though no one does that like the French

Auf Françoise Hardys neuem Album L’amour fou (2012) ist die Vertonung von einem Gedicht das Victor Hugo um das Jahr 1858 schrieb. Der Titel bedeutet ‘Wenn du mir nichts zu sagen hast’. Die französische Sängerin, deren Stimme immer noch gut klingt, hat daraus ein wundervolles, bitter-süßes Lied gemacht. Auch die Musik passt, hauptsächlich Piano mit schlichter orchestraler Begleitung. Hier ist ein YouTube Clip und unsere freie Übersetztung des Textes

Si vous n’avez rien à me dire

Wenn du mir nichts zu sagen hast,
Warum kommst du zu mir?
Warum lächelst du mich an
Auf diese zarte Weise die mich verwirrt,
Wenn du mir nichts anderes zu geben hast
Als Probleme und Verzweiflung
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Wenn du mir nichts zu sagen hast,
Warum nimmst du meine Hand?
Dieser engelhafte, zarte Traum
Mit dem du immer unterwegs bist,
Ich kann einfach nicht mehr warten
Auf Momente die keine Zukunft haben
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Wenn du mir nichts zu sagen hast,
Warum nimmst du meine Hand?
Wenn du willst dass ich weggehe,
Warum kommst du hier vorbei?
Dich zu sehen bringt mich zum Zittern,
Auf eine Art die mich glücklich macht und mich traurig macht
Wenn du mir nichts zu sagen hast,
Warum kommst du zu mir?
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Info  So weit wir sehen, wurde in dem Lied der Text von Victor Hugos Gedicht weitgehend aber nicht genau übernommen, deshalb haben wir auch bei der Übersetzung auf beide Texte zurückgegriffen. Dies ist natürlich keine offizielle Übersetzung für die Sängerin oder das Album. Weitere Infos über Françoise Hardy hier in einem deutschen Wiki-Artikel /  Für französischsprachige Leser könnte der Dokumentarfilm Portrait de Françoise Hardy (2005) von Interesse sein.

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We checked out the Taylor Swift article in Vanity Fair and her album Red (2012). It's good. In the CD booklet she quotes a line from poet Pablo Neruda. Our parents used to read that!

In der englischen Ausgabe von Vanity Fair ist ein zehn Seiten langer Artikel über Taylor Swift. Die Autorin Nancy Jo Sales hat die 23-jährige Sängerin in ihrem Apartment in Nashville besucht und persönlich mit ihr gesprochen – was immer lesenswerter ist als Artikel die sich Boulevard-Journalisten auf der Basis von irgendwelchen ‘Sensationsmeldungen’ zusammengeschustert haben. Da geben wir lieber ein paar Euro aus und haben dafür ein gut gestaltetes Magazin (April-Ausgabe) das demnächst Sammlerwert haben wird. Wir haben natürlich auch das neue Album Red (2012) ausgecheckt, und es ist gut. Im CD-Booklet, das wir mit ins Foto einbezogen haben, zitiert Taylor Swift eine Zeile von dem südamerikanischen, genau gesagt, chilenischen Dichter Pablo Neruda. Den haben unsere Eltern gelesen! Es ist das Gedicht ‘Puedo escribir los versos más tristes esta noche’, das als ‘Tonight I can write the saddest lines’ ins Englische übersetzt wurde. Die Sängerin sagt, das Gedicht hat sie immer fasziniert und zu der Zeile ‘love is so short, forgetting is so long‘, konnte sie in traurigen Momenten immer einen Bezug finden. Auf dem Album Red sind in der Tat einige Lieder die man, im schönsten Sinne, als melancholisch bezeichnen könnte, wie zum Beispiel Begin Again, siehe YouTube-Clip, das momentan unser Lieblingslied ist. Auch ein schönes Video das in Paris gedreht wurde, mitunter an Brücken und Ufern der Seine. Wir mögen die Zeile die auf Deutsch übersetzt lautet: ‘Du sagtest, du hättest noch nie ein Mädchen getroffen das so viele Schallplatten von James Taylor hat wie du – aber ich habe sie’. Wir werden diesen Blogpost morgen mit Infos über das Vanity Fair Interview erweitern.
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Journée internationale de la Francophonie: Living in Andalusia, we happily fly the flag for Latin related languages. 20th March is the official celebration of the French language - spoken not just in France but many other countries. Good opportunity to look at a French song by Belgian songwriter Jacques Brel: 'Le Moribond' later became 'Seasons in the Sun'

Zum Tag der Frankophonie ein französisches Lied vom belgischen Liedermacher Jacques Brel. Auch bekannt als Seasons in the Sun

Le Moribond

Adieu l’Émile je t’aimais bien
Adieu l’Émile je t’aimais bien tu sais
On a chanté les mêmes vins
On a chanté les mêmes filles
On a chanté les mêmes chagrins
Adieu l’Émile je vais mourir
C’est dur de mourir au printemps tu sais
Mais je pars aux fleurs la paix dans l’âme
Car vu que tu es bon comme du pain blanc
Je sais que tu prendras soin de ma femme
Je veux qu’on rie
Je veux qu’on danse
Je veux qu’on s’amuse comme des fous
Je veux qu’on rie
Je veux qu’on danse
Quand c’est qu’on me mettra dans le trou

Soweit die erste Strophe und der erste Refrain. Rhythmus und Arrangement sind hier völlig anders als in der späteren Coverversion Seasons in the Sunaber man kann die Melodie gut erkennen. Der 1974 weltweite Megahit von Terry Jacks ist, im nettesten Sinne, weichgespülter, nicht so staccatohaft wie das Original. Wir mögen beide. Aber heute am Journée internationale de la Francophonie tendieren wir etwas mehr zum rauen Charme und zum schieren Erfindungsreichtum von Jacques Brel (1929 -1978). Wie im obigen englischen Bildtext erwähnt, hat man als jemand der wie wir in Spanien lebt, einen gewissen Draht zu anderen auf dem Lateinischen beruhenden Sprachen. Selbst wenn wir
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It's the birthday of Grateful Dead bass player Phil Lesh. We take a look at one of the band's most unusual concerts. In Egypt by the pyramids and Sphinx. Preparations started March '78

Dass so etwas heutzutage noch passieren würde, ist kaum vorstellbar, aber es passierte im Jahr 1978: Die chaotischste Hippieband der Welt schaffte es, eine Reihe von Konzerten vor den Pyramiden zu spielen. Die Bühne war, wie das Foto zeigt, in unmittelbarer Náhe des ägyptischen Monuments. Die Sphinx war ebenfalls im Blickfeld, wenn auch nicht auf diesem Foto. Einiges Doku-Filmmaterial von damals folgt gleich am Ende des Posts auf der Info-Leiste. Mit dabei in Gizeh waren nicht nur die sieben Musiker der Band sondern auch noch eine ca. 120-köpfige Truppe von Road Crew, Familienmitgliedern und Freunden der Grateful Dead, wie z. B. die Aktionskünstlertruppe The Merry Pranksters um Ken Kesey. Dass jemand von denen unerlaubterweise die Pyramide erklomm und auf der Spitze eine Flagge mit dem Grateful Dead Totenkopf-Logo befestigte, ist bei weitem nicht die kontroverseste Aktion auf dem Kerbholz der Prankster. Das ganze Projekt nahm Monate in Anspruch und kostete die Band, die damals ohnehin bis zum Hals verschuldet war, weitere 500.000 Dollar die sie von der Plattenfirma Arista als Vorschuss auf zukünftige Tantiemen bekommen hatten. Einnahmen vor Ort in Ägypten wurden dort für wohltätige Zwecke gespendet und so weit wir wissen, war die erste kommerzielle Verwertung der Konzerte, der dreißig Jahre später veröffentlichte Set Rocking the Cradle: Egypt 1978 (2008). Grateful Dead Bassist Phil Lesh, dessen Geburtstag heute ist, beschreibt die Pyramiden-Konzerte in seiner Autobiografie Searching for the Sound. My Life with The Grateful Dead (2005) als ‘…our longest, strangest trip.’ 
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Take that: Computer analysis has identified Walter Scott and Jane Austen as the literary DNA of the 19th century. No one needs an algorithm to tell them what's good, but these two make a nice couple. Story in New Scientist. Link below

Ein an der Stanford University entwickeltes Computerprogramm hat 3500 Romane analysiert die zwischen 1780 und 1900 veröffentlicht wurden. Die umfangreichen Daten des Projekts, das die Wissenschaftler Godot tauften, ergaben dass Jane Austen und Walter Scott die einflussreichsten englischen Autoren des 19. Jahrhunderts waren. Link zum englischen Artikel im New Scientist folgt gleich auf unserer Info-Leiste. Mancher Fan dieser Autoren wird zurecht sagen dass man keinen Computer braucht um den Status von Scott und Austen festzustellen, denn deren Einfluss, besonders der von Austen, ist bis heute offensichtlich, nicht zuletzt aufgrund einer Lawine von Sachbüchern, Verfilmungen, Fortsetzungsromanen, Fan-Fiction etc. Aber der Ansatz von Stanfords Franco Moretti und Matthew Jockers, der mittlerweile an einem neuen Projekt an der University of Nebraska arbeitet, unterscheidet sich vom üblichen Prinzip eines vorbildgebenden ‘Literaturkanons’ im Feuilleton und im Literaturbetrieb. Meinungen und ideologische Ansätze spielen bei der Computeranalyse von Romanen keine Rolle. Das Programm Godot erschafft aus den digitalisierten Daten von Romanen word clouds die dann nach Hunderten von Gesichtspunkten analysiert werden, zum Beispiel welche Themen in den Romanen vorkommen. Ein weiterer Schritt ist dann zum Beispiel festzustellen, in welchen der 3500 Romane diese Themen zuerst auftauchten. Und welche dieser Themen später in anderen Romanen aufgegriffen wurden. Durch solche und insgesamt 600 verschiedene Kategorien entsteht dann eine Art literarisches DNA oder eine literarische Landkarte die Entwicklungen und Verbindungen enthüllt. 
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La Vie en rose: Nice to see a song by the French singer and songwriter Edith Piaf getting exposure again. It's a good cover version and the Dior ad by Sofia Coppola looks good too

Wir haben gerade online den Werbespot von Sofia Coppola für Dior gesehen. Link unten. Sehr schön gefilmt und mit dem Lied La Vie en rose von Edith Piaf. Es wird im Film die Coverversion von Grace Jones verwendet, aber die ist ganz gut und hat trotz des moderneren Klangs ein Chanson-Gefühl beibehalten. Viele schöne Lieder aus den 1940er Jahren entsprechen, rein von der Aufnahmetechnik her, auf Anhieb heute nicht unbedingt jedermanns Hörgewohnheiten. Aber Cover bringen Leute dazu, die Originale auszuchecken, und die haben ihren eigenen wundervollen Charme. Coppolas Dior-Film lässt sich nicht die Chance entgehen, viele rosarote Blumen zu zeigen und voll und ganz mit Romantik von der alten Schule aufzutrumpfen. Austen-Fans werden vermutlich keine Einwände haben. Und Fans von Filmen mit Audrey Hepburn wahrscheinlich auch nicht. Die Originalfassung von La Vie en rose wurde von Edith Piaf im Jahr 1945 geschrieben, in 1947 nach einigem Zögern als Single veröffentlicht und machte die französische Sängerin weltberühmt. Frei von uns übersetzt lauten die ersten Zeilen in etwa :

Wenn er mich ansieht, senke ich meine Augen
Sein Lächeln verliert sich um seinen Mund
Das ist das ungeschminkte Porträt
von dem Mann zu dem ich gehöre
Wenn er mich in die Arme nimmt
Und mit einer tiefen Stimme zu spricht
Dann sehe ich das Leben rosig

Tja, so einfach war das früher. Die Thematik vom Versuch, das Leben positiv zu sehen und vielleicht dabei auch etwas nachzuhelfen indem man durch die rosarote Brille sieht, passte gut zur Nachkriegszeit. Hier Sofia Coppolas Dior-Film, seit Kurzem online, und hier die Originalfassung von Edith Piaf /  Ein deutscher Trailer für biografischen Spielfilm über Piaf  La Vie en Rose (2007) mit Marion Cotillard & Gérard Depardieu.

Musiktipp  Das Album The Best Of Edith Piaf  mit 72 Liedern ist günstig als 3-CD-Set / Download erhältlich. Biografie  Im März erscheint das Buch Édith Piaf: Hymne an das Leben (2013) von Jens Rosteck. Online erhältlich als Download oder gebundene Ausgabe.

We liked Donna Tartt's novel The Secret History (1992), pictured above, and wonder why it hasn't been filmed yet: sort of a dark version of Dead Poets Society. Her next novel is called The Goldfinch (2013). Curiously, that bird has strong mythological connotations, see link to Raphael painting below

Im Oktober erscheint ein neues Buch von der amerikanischen Autorin Donna Tartt die vor 20 Jahren mit ihrem Debutroman Die Geheime Geschichte berühmt wurde. Siehe im Foto auch die Originalfassung The Secret History (1992). Zehn Jahre später folgte ihr Roman Der Kleine Freund (2002) und diesen Herbst veröffentlicht sie ihren dritten Roman, mit dem englischen Originaltitel The Goldfinch (2013). Da ihre Titel bisher wörtlich ins Deutsche übersetzt wurden, vermuten wir dass der neue Roman Der Stieglitz heißen wird. So weit wir wissen, handelt die Geschichte von einem Jungen namens Theo Decker der eine Explosion überlebt bei der seine Mutter ums Leben kommt. Um zu verhindern dass er in ein New Yorker Waisenheim kommt, schlägt sich der Junge alleine durch. Aufgrund eines geheimnisvollen Gemäldes das den Jungen an seine Mutter erinnert, gerät er in die Welt der Kunst und, wenn wir es richtig verstanden haben, auch in die zwielichtige Welt des Kunsthandels. Im Kern geht es in diesem Roman offenbar um die ‘Macht der Kunst’. Soweit die Informationen die uns bekannt sind. Das klingt für unsere Begriffe ziemlich interessant, besonders weil wir Die Geheime Geschichte von Donna Tartt sehr gut fanden, in der Tat zu den besten Romane der letzen zwei Jahrzehnte zählen. Merkwürdigerweise wurde er bis jetzt noch nicht verfilmt, obwohl man daraus sicher einen guten Spielfilm, ein bisschen im Stil von Der Club der Toten Dichter machen könnte. Die Tatsache dass Die Geheime Geschichte düsterer ist und Thrillerelemente enthält, dürfte einer Kinoverfilmung eigentlich nicht im Weg stehen. An dem Titel von Donna Tartts The Goldfinch fällt uns auf dass es ein Name mit mythologischen oder religiösen Konnotationen ist. Weil der Stieglitz sich mitunter von den Samenkörnern von Dornen ernährt, wird er mit der Passionsgeschichte von Jesus in Verbindung gebracht, zum Beispiel mit der Dornenkrone. Der Stieglitz taucht auch in religiösen Kunstwerken auf, wie in Raphaels Gemälde Madonna mit dem Stieglitz (1505-1506) in dem Maria, das Christuskind und Johannes der Täufer dargestellt sind und einen Stieglitz in der Hand halten. Dabei fragt man sich unwillkürlich ob das Gemälde das in Donna Tartts kommenden Roman The Goldfinch, oder Der Stieglitz auftaucht, ein ähnliches oder vielleicht sogar das selbe Gemälde von Raphael ist? Wir sind gespannt und halten Sie auf dem Laufenden wenn wir neue Informationen haben.

Info  Deutsches TV-Doku über Donna Tartt  /  Wiki-Artikel über die Autorin Donna Tartt

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On the birthday of Peter Gabriel we look at a passage in Spencer Bright's biography (which contains photo above) about Peter Gabriel being a fan of the legendary 'Whole Earth Catalog''. Plus a project related to the Space Shuttle

Anlässlich des heutigen Geburtstags von Peter Gabriel, ein Blick in ein empfehlenswertes Buch über den Musiker der vielen Lesern als Solokünstler und auch ehemaliges Mitglied der Progrock-Band Genesis bestens bekannt sein wird. In dem Buch sind Infos über eins der weniger bekannten Projekte mit dem Gabriel Ende der 70er Jahre in Kontakt kam, nämlich ein geplanter Film über das amerikanische Space Shuttle Programm. Das Projekt hatte zudem Verbindungen zur kalifornischen Counterculture. Gemäß der autorisierten Biografie Peter Gabriel (1988) von Spencer Bright, ist Gabriel ein langjähriger Fan von dem legendären Whole Earth Catalog. Eine alternatives Magazin oder, wie der Name schon sagt, ein Katalog der hauptsächlich zwischen 1968 und 1972 erschien. Gegründet von Stewart Brand, der an der Stanford University in Kalifornien Biologie studierte und später Verbindungen mit der alternativen und ebenfalls in Kalifornien angesiedelten Hippie-Bewegung um Leute wie Ken Kesey und die Grateful Dead hatte. Der Katalog benutze Begriffe wie tools in einem modernen Kontext, also Mittel und Möglichkeit sowohl als WerkzeugZum Beispiel für alternative, nachhaltige Lebensstile auf dem Land, und Leute die nach Infos und Produkten dafür suchten. Stewart Brand wollte ein Verzeichnis mit dem ‘jeder auf der Erde per Telefon umfassende Information über alles bekommen kann‘. Dieser Whole Earth Catalog wurde von keinem geringeren als dem Apple Guru Steve Jobs als ein Vorläufer von Suchmaschinen wie Google gepriesen. Jobs sagte 2005 bei einer Rede an der Stanford University:

‘When I was young, there was an amazing publication called The Whole Earth Catalog, which was one of the bibles of my generation…. It was sort of like Google in paperback form, 35 years before Google came along. It was idealistic and overflowing with neat tools and great notions.’

Peter Gabriel bekam 1978 einen Anruf von dem Amerikaner Peter Schwarz, einem Zukunftsforscher an der Stanford University und einem guten Freund des Whole Earth Catalog Gründers Stewart Brand. Schwarz wollte Peter Gabriel an einem Filmprojekt im Weltall, an Bord des zukünftigen Weltraumfähre Space Shuttle beteiligen. Schwarz hatte auch den Schriftsteller
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There's a release from the family of the enigmatic songwriter Nick Drake (1948 - 1974), and also an excellent documentary on YouTube, link below. Pics above: Nick & his mother Molly

Fotos und Musikaufnahmen von Molly Drake deuten darauf hin dass ihr Sohn, der enigmatische Folksänger Nick Drake, nicht nur das Aussehen sondern auch die künstlerische Ader von der Mutter erbte. Nick Drake starb jung, mit 26 Jahren, und ist selbst heute eher ein Geheimtipp als ein Haushaltsname. Aber die drei Alben die er zwischen 1969 und 1972 veröffentlichte, haben im Laufe der Jahrzehnte langsam aber stetig an Fans gewonnen. Anhand von immerhin 28 Rezensionen bei Amazon ist das auch in Deutschland der Fall. Sein Album Pink Moon (1972) ist am bekanntesten, nicht zuletzt weil das Titellied im Jahr 1999 für einen Volkswagen-Werbespot benutzt wurde. Das Lied ist gut: Ganz allein Nick Drake mit seiner sanften Stimme und charakteristischen Akustikgitarre, aber mein persönliches Lieblingslied ist
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The soundtrack album for the film 'More' (1969) was, as it says on the cover, 'played and composed by the Pink Floyd'. But there's at least two other famous guys on there. We got their names. Hear them on the song 'Cirrus Minor'. Link below

Wir lasen im Onlinemagazin BMC Biology einen Artikel über neue Erkenntnisse bei der Erforschung von Vogelgesang, mehr dazu gleich. Für einen Blogpost wollten das Thema in einen kulturellen Kontext setzten, so dass es nicht nur für Ornithologen interessant ist. Wir sahen ein paar Bücher und Magazine durch, zwei davon links im Bild. Wir hörten uns eine alte ‘Europa’ Cassette mit Vogelstimmen an, die übrigens super ist, mit Klang und Präzision besser als fast alles auf YouTube. Die Europa-Samples sind schön lang, so das man die verschiedenen Phrasen und Melodien der Vögel ziemlich gut kennenlernen kann. Kurz vorgestellt von der vertrauten Stimme des Europa-Kings Hans Paetsch: ‘Grauammer, erst der Lockruf, dann der Gesang‘. Dieser Gesang ist streckenweise übrigens so schnell wie Maschinengewehrfeuer. Wir checkten auch ein paar Filme, Opern, Lieder und Gedichte zum Thema…und es gibt von all dem erstaunlich viel. Es scheint dass Vögel und ihre Musik schon seit Jahrhunderten ein ergiebige Quelle für Künstler sind. Gedichte wie John Keats’ Ode an eine Nachtigall, oder Thomas Hardys Drossel in der Dämmerung, und Shelleys Ode an die Lerche, um nur einige zu nennen. Natürlich auch Musik: Schöne Lieder wie ‘Lerchengesang’ von Brahms, gesungen von Dietrich Fischer-Dieskau, der uns Vogelgesang als ‘Ätherische ferne Stimmen..’ vorstellt. Oder Stravinskys sinfonische Dichtung Die Nachtigall, in der Sängerinnen, wie hier Barbara Hannigan, zum Teil eine musikalische Hommage an den melodisch-tänzelnden Stil des Vogelgesangs darbieten. Wundervoll, und übrigens nach einem Märchen von Hans Christian Andersen. Die Suche nach einem Lied in dem echter Vogelgesang vorkommt, führte uns jedoch in die Welt der Rockmusik. Klassische Musiker und Komponisten hatten früher ja nicht die technische Möglichkeit, den Gesang der Vögel aufzunehmen und zum gewünschten Moment wieder abzuspielen. Pink Floyd benutzten auf dem Album More (1969) Vogelgesang von Archivaufnahmen des EMI-Plattenlabels, und darauf ist deutlich eine Singdrossel und eine Nachtigall zu hören. Wir fanden auch schöne Bilder von diesen formidablen Sängern in alten englischen Natur-Magazinen. Was die Schallplatte betrifft, erinnern wir uns, sie schon vor ewigen Zeiten in der elterlichen Plattensammlung gesehen und gehört zu haben. Das Pink Floyd Lied Cirrus Minor, hier ein YouTube Clip, hat ein langes Intro mit Vogelgezwitscher das auch erstaunlich gut passt wenn die Band dazu kommt, hauptsächlich mit akustischer Gitarre und Gesang von David Gilmour. Plus spacige Keyboard-Klänge die im Hintergrund schimmern. Etwa um den 3:00 min. Zeitpunkt im Lied wenn die Gitarre aufgehört hat und die Orgelklänge in den Vordergrund treten, legt die Nachtigall auf einmal besonders kräftig los. Es ist fast als ob hier ein fantastisches Solo gespielt wird. Und tatsächlich sind die letzten zwei Minuten des Lieds ganz von Vogelgesang geprägt. Neben der Singdrossel und der Nachtigall ist hier und da auch
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The 1986 BBC radio dramatisation of the novel 'Regency Buck' (1935) online. Link below. Books by Georgette Heyer are fun to read and also contain a lot of background information about the Regency era. Heyer obviously influenced by Austen novels

Ein BBC-Hörspiel nach Georgette Heyer kann online gehört werden. Link folgt am Ende des Blogposts. Vorlage war ihr Roman Regency Buck (1935), der auf Deutsch als Die Jungfernfalle veröffentlicht wurde. Ihre Bücher scheinen auch in Deutschland beliebt zu sein, mit wunderbaren Titeln wie Brautjagd, Skandal im Ballsaal, Der Page und die Herzogin, Die drei Ehen der Grand Sophy, Bezaubernde Arabella, Der schweigsame Gentleman etc. Diese Art von Titel sind bei Georgette Heyer Programm: Es sind historische Romane die vor etwa zweihundert Jahren spielen, zu Zeiten von Jane Austen, sozusagen. Und die Geschichten sind in der Tat sehr von Austen beeinflusst. Und da Fräulein Austen kaum mehr als eine Handvoll Romane schrieb, gibt es für diese Stilrichtung immer noch viel Bedarf. Wobei manche Autoren heute auf diesem Gebiet eher
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On the birthday of C. S. Lewis (1898 -1963) we take a look at his autobiographical book 'Surprised by Joy (1955). Also, we listen to the rock band King's X and their album 'Out of the Silent Planet' (1988) which was inspired by Lewis' books

Wir haben uns am Geburtstag von C. S. Lewis (1898 -1963) zwei Bücher von ihm aus dem Regal geschnappt. Die sieben Romane seiner Chroniken von Narnia sind bestens bekannt, und obwohl wir die Bücher in verschiedenen Ausgaben besitzen, gefallen uns die etwas sanfteren und gefühvoll gezeichneten Cover von Pauline Baynes etwas besser als die neueren Cover die wie Poster für Fantasy-Filme aussehen. Wobei diese Cover attraktiv und technisch gut gemacht sind, und den Stoff für neue Generationen von Lesern attraktiv machen. Wir wollten heute jedoch auf ein etwas weniger bekanntes Buch von C. S. Lewis eingehen: Sein Buch Surprised by Joy wurde auf Deutsch als Überrascht von Freude veröffentlicht und ist, soweit wir sehen, die einzige Autobiografie von ihm, obwohl Lewis als Titel eine Zeile von dem Dichter William Wordsworth nimmt: ‘surprised by joy – impatient as the wind‘. Das Buch ist randvoll mit dererlei Referenzen zur Welt der Kunst, Musik und Literatur, inklusive Wagner, Goethe, Austen, Brontë, Beowulf, Plato…und so viel mehr, man wünscht sich es wäre ein Index dabei, aber es gibt diesen hier im Internet. Das Buch mit dem englischen Untertitel The shape of my early life wurde offiziell 1955 veröffentlicht obwohl es, gemäß unseres alten Fontana Taschenbuchs, schon einmal im Jahr 1935 beim Verlag Geoffrey Bles erschien. Ein interessanter Umstand der zum Beispiel nicht bei Wikipedia erwähnt wird. Zu diesem früheren Zeitpunkt wäre Lewis Ende Dreißig gewesen. Das Buch hat einen essayhaften oder man könnte sagen künstlerischen Ton insofern dass Lewis viel von seiner Gefühlswelt erzählt. Vielleicht verzichtete der Autor deshalb darauf das Buch eine Autobiografie zu nennen. Wir fanden es jedoch sehr interessant und lesenswert. Im 1. Kapitel erzählt er von seinem Elternhaus: Er hat eine gute Meinung von seinen Eltern, obwohl er schon als kleiner Junge einen Mangel an einer ästhetischen oer künstlerischen Dimension im Elternhaus bemerkte. Er nennt es ‘absence of beauty’, etwas das er seinen Eltern nicht vorhält, da er weiß dass beide sehr mit ihrer Arbeit beschäftigt waren und dadurch Lewis und seinem Bruder eine finanziell abgesicherte Existenz bescherten. Aber Lewis begann, wohl als Ausgleich, schon sehr früh damit eine Art Fantasiewelt zu entwickeln die etwas an das Angria und Gondal der Geschwister Brontë erinnert. Die erfundene Welt von C. S. Lewis hieß Animal-Land und bestand, ähnlich dem späteren Narnia, aus anthropomorphischen Tieren, für deren Welt er sich Geschichten ausdachte und sogar Landkarten zeichnete. Manche Tiere waren ihm unheimlich, z. B. Ameisen, weil sie für ihn eine Art seelenlosen Kollektivismus verkörperten. Bücher die er gerne las, und die ihn beeinflussten, waren u. a. Fünf Kinder und zehn Wünsche (1902) von der Autorin E. Nesbit, und die Bücher von Beatrix Potter, speziell die Geschichten vom


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Show me a guitar hero, and I'll write you a tragedy: It's the birthday of Duane Allman (1946 -1971) and we listen to the Allman Brothers Band album 'At Fillmore East' (1971) . Duane's brother Gregg, who plays with the band to this day, has published his autobiography 'My Cross to Bear' (2012)

Heute ist Geburtstag von Duane Allman (1946 -1971) dem legendären Gitarristen der Allman Brothers Band. Links im Bild ist Duane mit seiner sunburst farbenen Gibson Les Paul, eine Gitarre die er mit einem 50 Watt Marshall Amp sehr oft bei Konzerten benutzte. Mit im Bild ist das Album ‘At Fillmore East‘ (1971), auf dem Duanes Gitarrenklang ausgiebig zu hören ist. Dieses Album, mit mehr als 78 Minuten Musik, taucht bis zum heutigen Tag nahe der Spitze von Listen der Besten Livealben aller Zeiten auf. Und auch in der Top-50 Liste des Rolling Stone Musik Magazins, als eins der besten Alben überhaupt. Zu Recht, denn die Band spielt fantastisch, die Live Atmosphäre und der Klang ist gut, und die Lieder sind Klassiker. Gleich das erste Lied Statesboro Blues geht los wie eine Rakete, mit dem markanten Slide-Gitarren-Klang von Duane, wobei er den Gitarrensaiten mit einem leeren Glasfläschen auf dem linken Ringfinger Klänge entlockt die flüssig und zugleich super fetzig sind. Auch das Albumcover von At Fillmore East, obwohl es mit Schwarzweiß Fotos auf Anhieb vielleicht nicht so besonders spektakulär wirkt, enthält einiges an Geschichten. Zum einem weil man hier nochmal alle Bandmitglieder am Leben sieht. Auf der linken Hälfte des aufgeklappten Doppelabums sieht man die gesamte Roadcrew wobei einer davon, Twigg Lyndon, nur als Foto auf der Backsteinwand zu sehen ist weil er zu diesem Zeitpunkt in Untersuchungshaft war. Dass die Crew Dosen mit Pabst Blue Ribbon in den Händen hielt, sorgte damals für eine beträchtliche Umsatzsteigerung der Biermarke. Gitarrist Duane Allman sitzt auf der rechten Seite und lächelt. Die anderen Bandmitglieder lachen lauthals, denn Duane hält mit seinen Händen eine Tüte Kokain
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Design Artikel in Vorbereitung: Gtr 4

 

Lieber Leser,

An dieser Stelle ist ein Blogpost in Arbeit der demnächst veröffentlicht wird

Avenita Kulturmagazin 
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It's the birthday of John Peel (1939 - 2004) whose late night radio show we used to listen to quite a lot on BBC Radio 1

Es ist Ihnen vielleicht schon aufgefallen dass wir Radiio-Fans sind, und das geht zu einem gewissen Grad auf John Peels Konto. Wir hören heutzutage im Radio hauptsächlich Hörspiele und Dokus, waren aber als junge Leute in den 80er Jahren etwas mehr den Musiksendungen zugetan. John Peel war ein gutes Beispiel, warum öffentlich-rechtliches Radio (und auch TV) wichtig ist. Seine Sendungen um Mitternacht waren nicht für den gemeinsamen Nenner eines Publikums, sprich Kundensegment, formatiert sondern forderten den Hörer heraus, konsternierten ihn nicht selten. Die Sachen die der Mann spielte waren oft unkommerziell und anstrengend. Wollte man sich zurücklehnen und entspannen, kamen Bands mit illustren Namen und Klängen wie Napalm Death und Extreme Noise Terror. Und wenn man gerade im Begriff war, in dem Kettensägen-Lärm entfernte Ansätze tonaler Strukturen zu erkennen, kam Peel wieder mit ganz anderen, vermeintlich ebenfalls hoffnungslosen Bands wie Half Man Half Biscuit, die wie Umpah-Umpah-Musik fürs Kinderfernsehen klangen. Dann wartete er vielleicht mit introvertierten Balladen von Microdisney auf, oder stakkatohaften Gitarren von The Wedding Present. Und natürlich: In Session…The Fall, eine von Peels Lieblingsbamds, und eine Gruppe die sich musikalisch wirklich schwer einordnen lässt. Viele von Peels Favoriten waren nicht so richtig unser Ding, denn wir waren immer schon unverbesserliche Folk- und Progrock-Fans die davon träumten dass Musik Jahr für Jahr immer progressiver werden würde. Aber da spielte John Peel Peel nicht mit – seitdem er Punlk-Bands wie die Undertones entdeckt hatte. Trotzdem hatte es einen Reiz, auch mal Gruppen zu hören von denen man sich normalerweise keine LPs kaufen würde. Und hin und wieder taten wir es dann auch: kauften uns Schallplatten von The Smiths oder This Mortal Coil und anderen Bands die wir zuerst bei John Peel gehört hatten. Wir nahmen auch öfters Lieder auf Cassetten auf, die wir
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The artist Ford Madox Brown became part of the circle of the Pre-Raphaelite Brotherhood, which is subject of a big exhibition at the Tate Britain, starting September. Link below.

Im September beginnt eine große Ausstellung von Werken der Präraffaelitischen Bruderschaft, einer englischen Künstlergruppe aus dem 19. Jahrhundert. Mit dabei sind auch Bilder von Ford Madox Brown, dessen Gemälde Pretty Baa-Lambs (1852) links abgebildet ist. Brown war kein Gründungsmitglied der Bruderschaft. wurde aber ein Teil von ihrem Kreis und war eng mit dem Dichter und Maler Dante Gabriel Rossetti befreundet, der die treibende Kraft der Pre-Raphaelite Brotherhood war. Browns Gemälde mit dem markanten blauen Himmel, Mutter, Kind und Schäfchen auf der Weide, ist eins seiner schönsten, und zudem das erste seiner Bilder das stark von präraffaelitischen Ideen geprägt ist. Was heute manchem als etwas arg idylllisch anmuten mag, wurde damals von Kritikern und dem Kunstbetrieb als harsch und sogar verantwortungslos empfunden. Bilder sollten damals moralische Inhalte vermitteln. z. B. allegorische, aber klar verständliche Darstellungen von falsch und richtig, oder Gut und Böse zeigen, wogegen das Hauptinteresse der Präraffaeliten die Natur war: Menschen, Tiere und Landschaften sollten, ohne jede Verklärung, so genau und wahrheitsgetreu wie möglich dargestellt werden. Ein Bild das. ohne ein besonderes message, einfach Browns Lebensgefáhrtin und spátere Ehefrau Emma und Tochter Cathy dabei zeigt wie sie auf einem Feld Schafe füttern – Emmas Gesicht zudem ganz unaristokratisch von der Sonne verbrannt – wirkte damals zu alltäglich für Kritiker. Ähnliche Szenen hátte man ja an jeder holprigen Straßenecke sehen können. In der Tat, Browns berühmtestes Gemälde, schlicht genannt Work (1865), zeigt tatsächlich Bauarbeiten an einer Straßenecke. Die Tatsache dass in heutiger Kunst kaum noch das sog. Hehre und Schöne, sondern eher die harsche Realitát als Thema oder zumindest als Inspiration bevorzugt wird, zeigt wie einflussreich und modern die Präraffaeliten waren - auch wenn es auf den ersten Blick paradox erscheint. Dass die kommende Ausstellung in Londons Tate Museum unter dem Titel 
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The 2-DVD set has only recently become available in Europe, so there's lots of music & documentary stuff we'd never seen.

Der Konzertfilm The Grateful Dead Movie ist als 2-DVD-Set erst seit kurzem in Europa erhältlich, jedenfalls konnten wir ihn vorher nicht kriegen. Wir kannten ihn nur von VHS-Versionen und ein paar Ausschnitten die im Netz herumschwirren. Auf der Bonus-DVD der Neuausgabe sind mehrere Dokus und ca. 90 Min. an Liedern die nicht im Originalfilm waren, weil die Kinoversion auf 130 Min. reduziert wurde. Der Originalfilm auf DVD1 ist von der Klangqualität her völlig überarbeitet worden und klingt deutlich besser. Der Film kam 1977 in die Kinos, wobei das Konzert 1974 aufgenommen wurde und die Band an einem Wendepunkt zeigt. Grateful Dead waren damals ca. 10 Jahre lang fast ununterbrochen auf Tour gewesen und brauchten eine Pause. Der Film sollte eine Art Abschiedskonzert darstellen und verewigen. Wie sich herausstellte, dauerte es nicht allzu lang bis die Bandmitglieder sich wieder aufrappelten. Aber The Grateful Dead Movie zeigt die Band so ziemlich auf dem Zenith ihrer musikalischen Fähigkeiten. Auch wenn bei einem Konzert in einer Halle – San Franciscos Winterland war ehemals eine Eisbahn zum Schlittschuhlaufen gewesen – nicht ganz so eine idyllische Atmosphäre herrscht wie bei Open Air Festivals á la Woodstock. Allerdings hatten Grateful Dead 1969 bei Woodstock gespielt und waren mit dortigen technischen Bedingungen so schlecht zurecht gekommen dass sie eine der wenigen Bands waren die weder auf dem Woodstock-Film noch dem Soundtrack erschienen. In Winterland hingegen konnte die Band ganz nach ihren eigenen Regeln spielen, 5 Tage lang mit eigener Musikausrüstung, Beleuchtung und 6-köpfigem Kamerateam arbeiten. Denn trotz des abenteuerlichen Hippie-Lebenstils war die Band sehr akribisch in ihren Ansprüchen bei allem was Technik und Qualität anging. Im Film sieht man das PA der Band, die Beschallungsanlage mit Spitznamen Wall of Sound, die damals vielleicht die größte Lautsprecheranlage der Welt war. Ein weiterer Teil der Hippie-Philosophie Marke Grateful Dead war Autonomie, z. B. weitgehende Unabhängigkeit von Plattenfirmen. Während fast alle Rockbands bis zum heutigen Tag sämtliche Musikaufnahmen brav und auf Nimmerwiedersehen bei Medienkonzernen abliefern und dann von deren Vorschüssen leben, behielten Grateful Dead die Master-Tapes von Hunderten ihrer Konzerte und gründeten 1973 sogar eine eigene Plattenfirma für ihre Studioalben. Grateful Dead spielten nur Musik die ihnen Spaß machte und hatten so gut wie nie Chart-Hits, sondern spielten stattdessen viel live und nahmen die Konzerte mit damaligen state of the art 16-Spur-Maschinen von Studer auf. Diese 
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