Kulturmagazin

Lieber Leser!

Wir schreiben über unsere Lieblingsthemen aus der Welt der Literatur, Film, Kunst und Musik. Öfters gibt es auch mal Fotos, Anekdoten & Ansichten aus unserem geliebten Gastland: Andalusien, der südlichsten, manche würden sagen, schönsten Region Spaniens. Auf der Startseite finden Sie unsere aktuellen Blogbeiträge und Artikel. Falls Sie mal länger Zeit haben und mehr über unsere Themen lesen wollen, köinnen Sie auch unsere umfangreichen Feature-Artikel auschecken. Wir hoffen dass Sie unser Netzmagazin informativ und unterhaltsam finden. Ein Gruß von der Redaktion!

Tag: Medien

We like the band Spirit, our fave song is Nature's Way, link in the post. Lawyers are now trying to prove that Zeppelin's Stairway to Heaven was copied from the Spirit song Taurus. Personally, while we see the similarity of the chord structure, Taurus's lack of vocals will make this a difficult case

Die Band hatte schon öfter Plagiatsstreitigkeiten, diesmal geht es um ihr berühmtestes Lied. Die Klage kommt von einem Anwalt der die Rechte des verstorbenen Musikers Randy California (1951-1997) von der US-Band Spirit vertritt. Deren Lied Taurus von 1968, hier ein Clip, soll angeblich die Vorlage für Stairway to Heaven gewesen sein. Dies erschien 1971 auf dem Studioalbum Led Zeppelin IV, links im Bild unsere gatefold Vinyl-LP. Hier ein Clip von Led Zeppelins Stairway to Heaven. Wir persönlich sehen eine Ähnlichkeit in der Akkordstruktur, bezweifeln aber ob das vor Gericht ausreichen wird. Das Lied Taurus ist ein Instrumentalstück und soweit wir wissen, gilt Copyright für Melodien und Texte, aber nicht für Akkordfolgen. Was Sinn macht, denn die meisten Rock- und Pop-Lieder bestehen nur aus einer Handvoll von typischen Akkordfolgen. Die werden teils schon ewig verwendet – so erinnern uns zum Beispiel die Akkordfolgen von Stairway sowohl als von Taurus an solche die in spanischer Flamenco-Musik vorkommen. Eine markante Eigenart von Taurus und auch Stairway sind zugegebenermaßen die gezupften aufgelösten Akkorde, Arpeggios genannt, die zu Bassnoten einer absteigenden Tonleiter gespielt werden. Aber auch das ist eine ziemlich gängige musikalische Form, in Klassik, Jazz und Folk. Hier zum Beispiel der Folk-Gitarrist Davy Graham im Jahr 1958 mit dem Lied
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The movie adaption Master & Commander (2003) with Russell Crowe gained the novels by Patrick O’Brian many new fans. While we're hoping and waiting for a sequel, these BBC radio dramatisations are a good. Link for part 1 below

Durch den Spielfilm Master & Commander: Bis ans Ende der Welt (2003) mit Russell Crowe bekamen die Bücher von Patrick O’Brian viele neue Fans. Der Film war stark und wir hätten gerne mehr davon. Bis dahin halten wir uns mit den BBC-Hörspielen über Wasser. Das Hörspiel kann online gehört werden, Link am Ende des Blogposts. The Mauritius Command (1977), auf Deutsch Geheimauftrag Mauritius, war O’Brians vierter Roman der sog. Aubrey-Maturin-Serie die zu Zeiten der Napoleonischen Kriege spielt. Die zwei Hauptfiguren sind Kapitän Jack Aubrey und der Schiffsarzt Stephen Maturin. Zu Beginn des Hörspiels kommt Maturin unerwarteteter Weise auf Besuch zu Kapitän Aubrey. Sein Freund Jack freut sich ihn zu sehen denn die Anforderungen des Ehelebens machen ihm zu schaffen. Nicht zuletzt die
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For a second we thought they've gone and done it, built a golf course in and around an amphitheatre. It's a collage but looking good and reminding us of a holiday in Tunisia years ago, with amazing monuments from Roman and Phoenician times. The ad pointing out there's good modern stuff too

Wir sahen diese Werbekampagne in einem englischen Magazin und dachten eine Sekunde dass es jemand fertiggebracht hätte, einen Golfplatz in und um ein Amphitheater zu bauen. Es ist natürlich eine Collage, aber sieht gut aus und erinnerte uns an einen Urlaub den wir vor Jahren in Tunesien machten. Wir waren auch in dem Amphitheater auf dem Foto. Auch ohne Golfplatz – davon gibt es welche an anderen Orten von Tunesien – ist El Djem ein eindrucksvolles Monument. Im Gegensatz zu vielen berühmten Stätten in Europa, kam es uns sehr untouristisch vor, Vielleicht war es Zufall aber wir waren damals, Ende der 90er Jahre, die einzigen oder so gut wie die einzigen Besucher im El Djem. Man kann als Tourist ja kaum etwas gegen Touristen einwenden aber wir fanden diese Einsamkeit cool. Wir hatten eine Gitarre im Auto und probierten den Sound mitten in der Arena aus. Zu anderen Zeiten hätte man dafür blitzschnell die Löwen auf uns losgelassen – obwohl der Song doch gar nicht so schlecht war! Was uns noch mehr beeindruckte als El Djem, war die alte römische Stadt Dougga, hier ein Foto. Dieser umfangreiche antike Ort mutete damals surreal an, zum einen weil wir wieder völlig allein dort waren, und zum anderen weil die Sachen so unberührt wirkten, zum Teil so gut erhalten als ob die ehemaligen Einwohner nur mal kurz weg wären und gleich wiederkommen würden. Es hat durchaus viel für sich wenn solche Stätten Informationsschilder, Zäune, Wächter und Rundführer haben. Aber wir fanden es super wie es war. In Dougga gibt es neben römischen Ruinen auch gut erhaltene Relikte der ursprünglichen berber- und phönizischen Kulturen Nordafrikas, hier ein Foto von einem 21 m hohen Grabmal in Dougga aus dem 2. Jhr. v. Chr. In Tunesien war ja das alte Karthago.
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April 19 is Record Store Day. It's good to support local stores. Like bookshops they have a hard time. We purposely turned the LPs around because this whole thing of actually handling a product is something the almighty web, never mind downloads, can't offer in the way a record store does

Der 19. April ist Record Store Day, zur Unterstützung von unabhängigen Plattenläden. Onlinehändler machen ja heutzutage ganz gute Geschäfte. Dagegen haben wir nichts, aber wenn man Leute links liegen lässt die Ladenmieten bezahlen um ihren Service am Laufen zu halten, dann sind Plattenläden bald ein Ding der Vergangenheit. Vielleicht nur noch in TV-Serien wie Der Letzte seines Standes vom Bayerischen Rundfunk zu sehen. Wir vermuten dass viele der noch existierenden Läden bestenfalls ihre Kosten decken und nur noch offen sind weil die Betreiber Musikfans sind. Die meisten Läden die wir kennen, verkaufen übrigens nicht nur Vinyl-LPs sondern auch CDs, DVDs, Poster, T-Shirts und dergleichen. Es ist also nicht nur etwas für Leute mit Plattenspieler. Obwohl, einen günstigen Plattenspieler im Angebot zu haben, quasi als Starter Pack, keine schlechte Idee wäre. Ein konkreter Vorteil von Plattenläden
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Trailer is online for the new BBC adaption of Jamaica Inn. A subtext of Daphne du Maurier's Gothic novel is, arguably, a conflict between Pagan religions and Christianity. There is also a BBC radio dramatisation online. Links below

Ein Trailer ist online für die neue BBC-Verfilmung Jamaica Inn (2014). Link am Ende des Blogposts. Die Romanvorlage aus dem Jahr 1936 wurde von Daphne du Maurier im Alter von 29 geschrieben. Sie las damals u. a. Autoren wie C. G. Jung, interessierte sich für Mythologien. Ein Subtext von Jamaica Inn, könnte man argumentieren, ist der Konflikt zwischen alten heidnischen Religionen und dem Christentum. Insofern ist es vielleicht nicht ganz ohne Signifikanz dass die Ausstrahlung der dreiteiligen Verfilmung Ostermontag am 21. April beginnt. Schwierig, mehr zu diesem Aspekt der Story zu sagen, ohne deren erstaunliche Wendung zu verraten. Die neue Verfilmung, von der Regisseurin der exzellenten TV-Serie Call the Midwife – Ruf des Lebens, sieht gut aus, wird es jedoch nicht einfach haben, den Vorgänger von 1983 zu
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Today's Google doodle is a man from Spain. That 's where our blog is based, so we rise to the occasion. The Andalusian philosopher Averroes (1126-1198) is in the top right corner among other Spanish personalities. Also check out a YouTube clip about the team who makes the doodles. Link below

Wir haben bisher keine Google Doodles kommentiert weil das normalerweise Welt, Spiegel, FAZ etc. tun und wir ungern Themen machen die ohnehin in sämtlichen Medien sind. Der heutige Google Doodle erscheint jedoch nicht bei Google Deutschland sondern in Spanien und soweit wir sehen auch bei Google.com. Es ist außerdem eine Persönlichkeit aus Andalusien, wo unser Blog herkommt. Wie der Zufall es wollte, sahen wir gestern einen recht interessanten Videoclip über das Team das die Google Doodles macht, Link folgt, und wollten das gestern schon in einem Blogpost erwähnen, kamen aber auf keine originelle Idee für ein Bild zum Thema, denn einfach das Google Logo oder einen Doodle zu verwenden, erschien zu 08/15. Der heutige Doodle gab uns die Idee, den andalusischen Philosoph Averroës (1126-1198) zusammen mit anderen berühmten spanischen Persönlichkeiten zu zeigen. Der Mann dessen 888. Geburtstag heute ist und der in Córdoba geboren wurde, ist ganz oben rechts im Bild als Statue zu sehen. Wir hatten schon öfters mal überlegt, wer und wie viele Leute an Google Doodles arbeiten. Wir hätten auf zwei oder drei getippt, aber es sind mehr Leute beteiligt. Es ist ein zehnköpfiges Team, hauptsächlich Illustratoren die noch jünger aussehen als man angenommen hatte. Der Aufwand der betrieben wird ist beträchtlich, so wurde zum Beispiel für den 117. Geburtstag der Tänzerin, Choreografin und Tanzpädagogin Martha Graham ein Mitglied ihrer Company gebeten, ihre Bewegungen vorzuführen so dass sie aufgezeichnet und per Computer animiert werden konnten. Wir finden es gut dass die Doodles oftmals an Leute erinnern die nicht unbedingt super bekannt oder gerade in Mode sind. In unserem Blog kam es bisher einmal vor dass wir, ohne es im Voraus zu wissen, ein Thema machten das tatsächlich auch in Deutschland zum Google Doodle wurde. Das war zum 225. Geburtstag des Dichters Joseph von Eichendorff, hier der Doodle und hier unser damaliger Blogpost. Nachfolgend der Videoclip über das Google Doodle Team in Mountain View, Kalifornien.

Info  Der Videoclip Behind the Scenes with the Doodle Team auf YouTube / und hier ein deutscher Wiki-Artikel über den Andalusier Averroës (1126-1198)  Pic  We used an excerpt of a Wiki collage of famous Spanish people, you can check out the complete pic and names here

There's a Dylan article in the Spanish April edition of Esquire magazine. Different cover than the US edition which had Danny DeVito on the cover. It's not based on a Dylan interview but well written and pretty long, ca. 4500 words, mostly about how Dylan managed to keep his life private

In der hiesigen April Ausgabe von Esquire ist ein längerer Artikel über Dylan, mit einem gut gemachten Cover. Der Artikel erschien in der amerikanischen Februar Ausgabe, die jedoch nicht Dylan sondern Danny DeVito auf dem Cover hatte. Go figure. Die Spanier haben, auch bei früheren Esquire Ausgaben, einen schönen schlichten Stil gewählt, ohne das Cover mit Schrift voll zu kleistern. Gracias. Für unseren Geschmack ist allein das Cover 3,50 Euro wert. Wenn Informationen heutzutage mehr oder weniger kostenlos erhältlich sind, ist gute künstlerische Gestaltung um so wichtiger denn damit kann man etwas machen das Leute mit nach Hause nehmen und sammeln wollen, nämlich mehr als nur Worte. Der Artikel ist, mit ca. 4500 Worten, jedoch gut geschrieben  Wir erfuhren darin mehrere Sachen die wir nicht wussten, was für uns einer der Maßstäbe für Artikel und Blogposts ist, uns nervt exzessiver Meinungsjournalismus. Der Artikel erzählt hauptsächlich wie Dylan über die Jahre sein Privatleben geschützt hat. Eine Eigenart die ihn von dem unterscheidet was zur Zeit in Mode ist. Auf dem Cover von Esquire (übrigens wieder mal ein Magazin das es mysteriöserweise nicht in Deutschland gibt) bekommt man einen näheren Blick auf ein Gerät das eine Art Markenzeichen für Dylan ist, oder zumindest war: Die Mundharmonika und der Halter der es ermöglicht, Gitarre und Harmonika zugleich zu spielen.

Wie hier in einem Clip mit einer Liveversion von Mr. Tambourine Man beim Newport Folk Festival 1964. Wir müssen gestehen dass wir uns als Kids
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The Kristen Stewart cover got us into checking out Marie Claire (Spanish April edition). Liked it. 244 pages with, besides plenty of fashion, some film, music and arts, also some fashion for kids. Why Marie Claire and also Vanity Fair aren't published in Germany anymore, is a bit of a mystery to us

Wir schauten heute Morgen im Zeitungsladen vorbei. Kristen Stewart war auf dem Cover von Marie Claire. Da konnten nicht widerstehen, zumal 3,50 Euro für 244 schön designte Seiten ein ganz guter Preis ist. Es ist tatsächlich auch ein längerer Artikel über die Schauspielerin drin, basierend auf einem Artikel aus der amerikanischen März-Ausgabe, ins Spanische übersetzt. Ein Vorteil den Magazine haben die in mehreren Ländern erscheinen: Material kann mehrfach verwendet werden. Was kein Problem ist solange das Material gut ist, das macht ja auch National Geographic. Für den Kristen Stewart Artikel hat der Marie Claire Autor die Schauspielerin in ihrem Haus in LA besucht und mit ihr gesprochen. Unterhaltsamer Artikel. In Deutschland erschien Marie Claire von 1990 bis 2003 bei Gruner + Jahr, hat sich aber, ähnlich wie das Vanity Fair Magazin, das beim
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We found a nice old photo of the legendary Rainbow Theatre in London. Here's a small selection of bands that played there, more after the break. The Art Deco building was a cinema in the 1930's More spacious than it looks. Band played to crowds of ca. 3000. Classic live albums and films were made there

Wir haben ein schönes altes Foto von Londons Rainbow Theatre gefunden. In den 1930ern als Kino namens Astoria im Art déco Stil gebaut, später Bühne für so ziemlich jede gute Band der Welt. Folgende Dates aus den 70ern sind nur eine kleine Auswahl. In den 50er Jahren spielten dort Leute wie Eddie Cochran, Dave Brubeck. In den 60er Jahren Count Basie, Sinatra, Louis Arnstrong, Beatles…und dann kam Progrock. Fans werden die Alben links im Bild kennen.

1972
14. Januar – Yes
26. Februar – The Steve Miller Band
17 – 19. Februar – Pink Floyd
1. Juli – Deep Purple
17. September – Stephen Stills & Manassas
18. November – Wishbone Ash
13. Dezember – King Crimson
14 – 16. Dezember – Yes
.
Wir hören beim Anblick dieser Konzertdaten einige Leser seufzen und wünschen, in der Nähe dieses alten Kinos gelebt zu haben. Im zweiten Teil des Blogposts kommt es fast noch dicker. Das Rainbow Theatre muss für Musiker etwas Attraktives gehabt haben. Eine gute Atmosphäre, vielleicht eine gute Akustik, vielleicht war die Kapazität von etwa 3000 Leuten gerade richtig. Es kommt ja ein Punkt wo Bands in riesigen Hallen kaum noch einen Draht zum Publikum haben. Pink Floyd wählten das Rainbow um im Februar 1972 erstmals einen Liederzyklus zu spielen und entwickeln der, damals noch Eclipse genannt, später als Dark Side of the Moon (1973) veröffentlicht werden sollte. Im Clip eine frühe Fassung von Time. Die Progrock-Band Yes spielte Dezember 1972 im Rainbow Lieder die auf dem Livealbum Yessongs (1973) zu hören sind, und drehte dort sogar einen Konzertfilm, hier ein Clip auf YouTube. Genesis spielten Februar 1973 im Rainbow erstmals das Album Foxtrot (1973). In den folgenden Jahren spielten im Rainbow sogar einige deutsche Bands, können Sie erraten welche? Lassen Sie sich von Konzertdaten in Teil 2 überraschen.
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Ten years ago today, on the 4th of Feb. 2004 Facebook was founded. Considering that we didn't have particulary strong feelings for or against the company, we found the movie The Social Network (2010) surprisingly entertaining. It's a good story

Heute vor 10 Jahren, am 4. Februar 2004 wurde Facebook gegründet. Was immer man von der Firma hält, die rasante Entwicklung des sozialen Netzwerks ist faszinierend. Wir fanden David Finchers Spielfilm über die Entstehung von Facebook ziemlich gut, waren fast überrascht dass er uns gefiel denn Facebook ist eigentlich nicht etwas zu dem wir eine ausgeprägte Meinung pro oder contra haben. Für uns gilt, wenn sich auf dem Marktplatz der Ideen etwas durchsetzt dann hat es etwas Nützliches an sich. Und niemand zwingt einen, es zu benutzten. Der Film beschäftigt sich nicht besonders mit technischen Dingen, man muss kein Computerprogrammierer sein um der Handlung zu folgen. Der Film zeichnet ein Bild von Mark Zuckerberg als Mensch, und wir wissen nicht genau wie sehr das zutrifft. Aber der Mann wird weder glorifiziert, noch als schlecht dargestellt sondern als eine komplexe Persönlichkeit die für uns einigermaßen plausibel rüberkommt. Wie des öfteren bei jungen erfolgreichen Firmengründern der Fall, wirkt Zuckerberg, gespielt von Jesse Eisenberg, im Film sehr intelligent und…etwas abgehoben, auf eine Art wie Leute die bei einem Gespräch nicht ganz beim Thema zu sein scheinen weil sie im Kopf schon längst
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Mike Rutherford, above left, current and founding member of Genesis has published a memoir, the first one ever of a band member. The Living Years (2014) refers to the song of his solo project Mike + The Mechanics. One of our favourite songs ever. Though it's not always easy to live up to its message. See clip

Mike Rutherford von Genesis, im Foto links, hat das Buch The Living Years (2014) veröffentlicht. Die erste Autobiografie eines Bandmitglieds. Der Titel bezieht sich auf ein Lied von seinem Soloprojekt Mike + The Mechanics. Eins unserer Lieblingslieder. Auch wenn es nicht immer leicht ist dem Rat des Liedes zu folgen. Siehe Clip

The Living Years

”…I wasn’t there that morning
when my father passed away
I didn’t get to tell him
all the things I had to say
.
I think I caught his spirit
later that same year
I’m sure I heard his echo
In my baby’s new born tears
I wish I could have told him in the living years…”
.

Oben nur einige Schlüsselzeilen von einem Lied das ein weltweiter Hit war, mitunter Nummer Eins in Amerika. Vermutlich so erfolgreich weil der Sinn – nämlich die Trauer darüber dass man versäumt hat, ausgiebig mit seinen Eltern zu sprechen bevor sie gestorben sind – etwas ist das viele Leute nachvollziehen können. Im Video ist Mike Rutherford mit seinem damals im Jahr 1988, achtjährigen Sohn Tom zu sehen, wie sie an der herbstlichen Küste von Somerset entlang gehen und das Grab von ihrem Vater und Großvater besuchen. Auch Szenen in der uralten, idyllischen Kirche von Culbone in Somerset. Im Video sieht man auch ein gerahmtes Foto von seinem Vater. Dieses Foto ist auch auf dem Cover von Mike Rutherfords Buch. Der Genesis-Musiker nahm, wie wir in einem längeren Radio-Interview mit ihm hörten, die Beziehung zu seinem Vater als Rahmen um sein eigenes Leben und seine Karriere mit Genesis und anderen Projekten in eine Perspektive zu setzen. Eine Perspektive in diesem Fall wäre zum Beispiel die Kluft die fast zwangsläufig entstehen musste als ein Marineoffizier wie sein Vater, Jahrgang 1906, der zwei Kriege erlebt hatte, mit der alternativen Jugendkultur der 60er und 70er Jahre konfrontiert wurde. Sein Vater war nicht einmal besonders gegen das was sein Sohn machte, sondern konnte es
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French actress Jeanne Moreau is 86 today. She starred in good movies, like Louis Malle's Lift to the Gallows (1958) which has a Jazz soundtrack by Miles Davis. The CD has nice photos of Jeanne (above) with Miles and band during recording

Auf Deutsch als Fahrstuhl zum Schafott (1958) bekannt. Der Thriller mit Jeanne Moreau (links) wurde von dem 25 jährigen Regisseur Lous Malle (1932 -1995) in Paris gedeht. Eine spannende Story von einem scheinbar perfekten Mord der schiefgeht und seine Teilnehmer in zunehmend komplexe Situationen bringt. Der Killer bleibt, wie der Filmtitel andeutet, im Lift stecken, was eine Kette von Ereignissen in Gang setzt. Aber anders als man denkt. Die Aufzug-Szene ist nur eine von mehreren unerwarteten Wendungen. Jeanne Moreau spielt die Geliebte des Killers und geht, als er nicht zurückkommt, im verregneten Paris auf die Suche nach ihm, Sie sieht sein Auto vorbeifahren – mit einer anderen Frau auf dem Beifahrersitz – und denkt sie wurde betrogen. Aber der Wagen wurde geklaut, und zwar von einem anderen jungen und ebenfalls kriminellen Liebespaar, Wodurch die Geschichte noch komplexer wird und zu einem weiteren Mord führt. Wir bekamen neulich von einem netten Menschen die Soundtrack-CD zum Film geschenkt. Das Album hat den französischen Originaltitel Ascenseur pour l’échafaud (1958). Für unseren Geschmack hat die mehrfach aufklappbare Digisleeve CD ein viel schöneres Cover und Design als
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Well, The Thirteenth Tale (2006) has been called a homage to Jane Eyre ''a story loved by a great many girls''. And we didn't need much prompting to fetch it from the bookshelf. Diane Setterfield's novel is good too and has been filmed by the BBC, with Vanessa Redgrave and Olivia Colman. Trailer below

Der Roman Die dreizehnte Geschichte (2006) war auch in Deutschland ein Erfolg. Jetzt gibt es eine BBC-Verfilmung. Trailer am Ende des Blogposts. Vanessa Redgrave spielt eine dem Tode nahe Schriftstellerin namens Vida Winter. Sie hat eine junge Biografin zu sich gerufen um ihre Geschichte aufschreiben. Über ihr Leben ist wenig bekannt, es gibt offenbar Ungereimtheiten und dunkle Geheimnisse die mit der Kindheit der Autorin zusammenhängen. Wer genau ist eigentlich Vida Winter? Wir erfahren ihre Geschichte in Rückblenden, im Film werden Vida und ihre Schwester als Kinder von den Schauspielerinnen Emmeline March und Sophie Turner dargestellt, letztere bekannt als Sansa Stark in Game of Thrones. Die Biografin, gespielt von Olivia Colman, gerät zunehmend in den Sog von Vidas Geschichten, muss sich mit ihrer eigenen Vergangenheit
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Donna Tartt's novel The Secret History (1992), above a German edition, is currently on BBC radio, read in 15 episodes. Link below. She was 19 when she started writing it and has described the novel as sort of a modern retelling of Bacchae

Die geheime Geschichte (1992), so der deutsche Titel des Debütromans von Donna Tartt, kann momentan auf BBC Radio gehört werden. Link am Ende des Blogposts. Eine Lesung in 15 Episoden, über den Zeitraum von drei Wochen. Ein bemerkenswertes Buch das wir seinerzeit verschlungen haben. Es geht um einen Mord in einem Internat und um eine Gruppe von Schülern die Griechisch studieren. Die Autorin sagte in einem Interview dass die Geschichte, die sie mit 19 begann zu schreiben und an der sie zehn Jahre arbeitete, eine Art moderne Nacherzáhlung  des griechischen Dramas Die Bakchen ist. Wir lasen den Roman auf Englisch, haben aber auch eine deutsche Ausgabe die uns vom Cover-Design her gefällt, links im Bild. Wir nahmen das Buch vor ein paar Tagen mit zum Strand um die Erinnerung etwas aufzufrischen. Es ist ein Roman den man alle paar Jahre wieder mal lesen kann, wobei man Dinge entdeckt die einem vorher nicht so auffielen. Wir hatten die Erwähnung der Mont Blanc Meisterstück Füllfederhalter vergessen. Schön, wenn man 500 Euro übrig hat. Wir erinnerten uns dass im Roman eine Passage von T.S. Eliots Das wüste Land zitiert wird, aber nicht dass auch ein Teil von dem Gedicht A Shropshire Lad (1896) von A. E Housman
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Duke Ellington (1899 -1974), born in the 19th century, played in cool movies in the 21st century. That's staying power. Delighted that Jeep's Blues plays a role in the acclaimed movie American Hustle (2013), see excerpt. Starts in Germany in Feb. 2014

Das Lied Jeep’s Blues von dem legendären Jazz-Musiker Duke Ellington (1899 -1974) spielt eine Rolle in dem neuen Spielfilm American Hustle (2013). Die Hauptdarsteller Christian Bale und Amy Adams kommen über Duke Ellington bei einer Party ins Gespräch miteinander. Die hübsche junge Dame hat ein Armband mit einem Bild vom Duke am Handgelenk. Das fällt Christan Bale auf, und als die Lady sich einen Snack vom Teller nehmen will, schnappt sich Christian Bale – den man vor lauter Bart, Goldkettchen, Rolex und Sonnenbrille auf Anhieb kaum erkennt – ihr Handgelenk und sagt: Du kennst Duke Ellington? Ja, sagt die Hübsche – er ist dieses Jahr gestorben. Aha, kombiniert der Blogger, wir befinden uns also im Jahr 1974. Ein Jährchen an das wir uns sogar noch erinnern, auch wenn wir damals noch in kurzen Hosen herumliefen.
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History of the Eagles Tour 2014: In Europe they play concerts in Belgium, Holland, England, Scotland and Ireland, according to the official website www.eaglesband.com. We take a look at the story behind the album Hotel California. Above, our vinyl LP

Die amerikanische Rockband The Eagles kommt 2014 nach Europa, es gibt Konzerte in Holland, Belgien, England, Schottland und Irland. Soweit wir auf der offiziellen Website www.eaglesband.com sehen können, sind momentan keine Konzerte in Deutschland vorgesehen. Für deutsche Fans wären In diesem Fall die Konzerte in Amsterdam (22. und 23. Mai) und im belgischen Antwerpen (25. Mai) das Naheliegendste. Tickets sind über die Medienfirma Live Nation erhältlich. Wir nahmen die Tour zum Anlass, eine schöne alte Vinyl-LP aus dem Schallplattenschrank zu holen, links im Bid, und etwas über die Entstehung des Albums zu recherchieren. Wie so oft bei klassischen Rockalben, waren die Bandmitglieder zum Zeitpunkt der Aufnahmen nicht unbedingt mehr die besten Freunde. Schon vor Hotel California (1976) hatten die Eagles enormen Erfolg mit dem Album One of These Nights (1975) gehabt. Erfolg bewirkt den Druck, weitere Erfolge zu haben und schafft Bands dadurch mehr Stress als je zuvor. Zudem hatten die Eagles sechs Monate lang am vorherigen Album gearbeitet und brauchten eigentlich Urlaub. Gemäß Manager Irving Azoff war die emotionale Situation explosiv und die Band sprach fast täglich davon sich zu trennen. Aber schon während der Entstehung des Lieds Hotel California hatte die Band auf einmal einen thematischen Leitfaden für ein neues Album. In etwa das Konzept von Kalifornien als Mikrokosmos, als Fantasiewelt, als Welt für sich – mit allen guten und schlechten Seiten. Diese Idee gab das der Band den Ansporn, über neun Monate an dem Album zu arbeiten. Gitarrist Don Felder hatte die spanisch angehauchte Akkordfolge von Hotel California auf einer 12-String-Akustikgitarre ausgearbeitet und zusammen mit dem Cha-Cha-Beat einer alten Rhythm Ace drum-machine auf einem TEAC four-track als Demo aufgenommen. Die Band nahm
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Surprised by Joy, indeed. It's the birthday of author C. S. Lewis (1898 - 1963). People who like the Narnia books will find the movie Shadowlands (1993) insightful and moving. Trailer below

Heute ist der Geburtstag des Autors C. S. Lewis (1898-1963).der übrigens auch vor fast genau 50 Jahren starb. Wer die Narnia Bücher mag, wird den Spielfilm Shadowlands (1993), links im Bild, bewegend und aufschlussreich finden. Ein Trailer folgt. Im Gegensatz zu Kinderautoren wie Astrid Lindgren, von der man als Mensch und Persönlichkeit ein gewisses Bild hat, war der Akademiker C. S. Lewis viel introvertierter, reservierter…man könnte ihn wohl als weltfremd bezeichnen. Am Anfang des Films ist eine Szene wo jemand den Bruder von C. S. Lewis fragt ob der Autor, bei allen seinen Kinderbüchern, eigentlich selber irgendwelche Kinder kennt? Der Bruder denkt ernsthaft nach und sagt dann, ohne einen Hauch von Ironie: Nein, ich glaube nicht. Darauf sagt C. S. Lewis, wundervoll gespielt von Anthony Hopkins, und ebenfalls ganz ernsthaft: Das stimmt nicht ganz, mein Bruder Warnie war einmal Kind und ich bin mit ihm aufgewachsen. Na bitte. Es stellt sich im Laufe des Films heraus dass Lewis, nachdem er neunjährig den Tod seiner Mutter miterlebte, sich emotional abschottete, sich durch seine Kinderbücher und auch seine akademischen Tätigkeiten auf dem Gebiet mittelalterlicher Literatur am Magdalen College der Universität Oxford quasi seine eigene kleine Welt erschuf. Er lebte, zusammen mit seinem Bruder, als Junggeselle in einem gemütlichen Backsteinhäuschen namens The Kilns wo er schrieb, gelegentlich das Pub The Eagle and Child besuchte und dann des Abends mit einer Tasse Kakao und einer Wärmflasche ins Bett ging. Bis eines Tages, als Lewis schon Mitte Fünfzig war, aus dem heiteren Himmel eine Frau in sein Leben hereinspaziert kam. Diese Frau, exzellent gespielt von Debra Winger, ist Amerikanerin und als Persönlichkeit so ziemlich das genaue Gegenteil von C. S. Lewis.
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We looked at the autobiography 'Tis Herself (2004) by Maureen O'Hara, who is 93 and still spending time in Ireland. We like this photo of her with John Ford working on The Quiet Man (1952). She and also John Wayne stayed over a month in Ireland and loved it. Check out a nice fan trailer for the movie. Link below

Schönes Foto von Maureen O’Hara beim Dreh für den kultigen Irland-Film Der Sieger (1952). Links im Bild John Ford. Der Regisseur hatte irische Familienwurzeln, ebenso wie Filmstar John Wayne. Hauptdarstellerin Maureen O’Hara wurde in Irland geboren und verbringt, mit ihren stolzen 93 Jahren, heute noch ihre Sommer auf der grünen Insel. Anhand ihrer Autobiografie ‘Tis Herself (2004) war The Quiet Man (1952), so der Originatitel, für alle drei ein persönliches Projekt das sie unternahmen obwohl es niemand dachte dass es ein großer Hit wird. Die Story von einem amerikanischen Boxer der in sein irisches Heimatdorf zurückkehrt, war eine zweistündige Liebeserklärung an Irland. So archetypisch irisch, es kam sogar, erstmals in einem Hollywood-Film, etwas gälische Sprache darin vor. Wenn es damals ein Erfolgsrezept gab, waren es Western wie Rio Grande (1950), an dem ebenfalls alle drei beteiligt waren. Für die Verwirklichung seiner irischen Romantic Comedy musste Ford jahrelange Vorbereitungen in Kauf nehmen bis er für die Story, eine Kurzgeschichte die er 1933 in einer Zeitung gelesen hatte, ein Drehbuch und Studio-Unterstützung hatte. Das Projekt, der erste mit Technicolor gedrehte Spielfilm in Irland, war ein finanzielles Risiko, und das Studio verlangte von Ford, Wayne und O’Hara als Gegenleistung dass sie zuerst Rio Grande (1950) drehten. Im Endeffekt wurde The Quiet Man (1952) einer der größten Erfolge des Jahres und zweifacher Oscargewinner dazu. Heute hat er besonders bei Irland-Fans Kultstatus. Die Drehorte in den Grafschaften Mayo und Galway, die aneinander grenzen. sind beliebte Urlaubsziele für Film-Fans.

Maureen O’Hara sagt in der Autobiografie dass das irische Dorf Cong, im Film Innisfree genannt, vor den Filmarbeiten weder Strom noch Telefon hatte. Echt? Dass Cong heute ein verhältnismäßig wohlhabendes Dorf ist, hat jedenfalls viel mit dem Film zu tun. Die naheliegende Burg Ashford Castle ist heute ein gut gehendes Luxushotel mit Golfplatz, damals im Sommer 1951 diente es als Unterkunft für Ford, Wayne und O’Hara, und auch als Drehort für einige Filmszenen. Es gibt in und um Cong ein Dutzend schöner Orte mit Verbindungen zum Film, von Thoor Ballylee, einem Turm in dem einst der Dichter W. B. Yeats lebte, bis zu dem kleinen Quiet Man Cottage Museum in Cong. In Pat Cohan’s Pub in Cong kann man heute sein Bier trinken, am selben Ort wo John Wayne
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A little story for Bram Stoker's birthday: Apparently, the original manuscript for Dracula, which went missing for decades after the author's death, turned up in a barn in Pennsylvania in the early 1980's. Today owned by Microsoft co-founder Paul Allen

Anlässlich des Geburtstags von Bram Stoker (1847-1912), eine interessante Story über das Originalmanuskript von Dracula (1897). Nachdem der Autor starb wurden zwar die 124 Seiten umfassenden Notizen und Recherchen für Dracula beim Londoner Auktionshaus Sotheby versteigert, aber das Manuskript für den Roman selber war nicht mit dabei. Es galt als verschollen. Rätselhafterweise tauchte Stokers Manuskript erst in den späten 1970er Jahren in Amerika, in einer Scheune im ländlichen Pennsylvania auf. Dort lag Stokers 541-seitiges Manuskript in einem Koffer. Stokers ursprünglicher Romantitel war The Un-dead, also Die Untoten. Wie das Manuskript in die Scheune gelangte, ist meines Wissens nicht völlig geklärt, aber das Manuskript wurde nach umfangreichen Begutachtungen von Literaturwissenschaftlern als
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It's the 70th birthday of Joni Mitchell. Songs like Ladies of the Canyon reflect her time in Laurel Canyon where she had a house in 60's, see photo above. Graham Nash lived with her and wrote the song Our House about it. Also, check out the documentary Woman of Heart and Mind. Link below

Es ist der 70. Geburtstag von Joni MitchelI. Das Titellied des Albums Ladies of the Canyon (1970) handelt von der Zeit als sie in der idyllischen Schlucht Laurel Canyon in Los Angeles lebte, links ein Foto von ihrem damaligen Haus. Graham Nash, der dort mit ihr lebte, schrieb ebenfalls ein Lied darüber, mehr dazu gleich. Hören wir erst Jonis Beschreibung

Ladies of the Canyon

‘Trina wears her wampum beads
She fills her drawing book with line
Sewing lace on widows’ weeds
And filigree on leaf and vine
Vine and leaf are filigree
And her coat’s a secondhand one
Trimmed with antique luxury
She is a lady of the canyon…’

(1. Strophe von Ladies of the Canyon, 1970)

Es folgen drei weitere Strophen. Mitchell singt von Frauen die in Laurel Canyon leben. Falls Sie sich fragen was wampum beads sind: Das ist traditioneller Indianerschmuck aus Muscheln. Weiterhin ist die Rede von selbstgemachten und secondhand Klamotten, und Frauen denen Kinder und Katzen um die Füße herum krabbeln. Allein schon so ein paar Worte und Zeilen versetzen den Hörer in eine andere Welt. Eine die sich vom Lebensentwurf der meisten Leute die heutzutage Mitte Zwanzig sind, wohl um einiges unterscheidet. Ob man das gut findet oder nicht, es ist auf alle Fälle ein faszinierendes Stück Zeitgeschichte das hier auf künstlerische Weise verewigt wird. Joni Mitchells Haus in der Lookout Mountain Avenue von Laure Canyon war übrigens auch der Ort an dem die Supergruppe Crosby, Stills & Nash zum ersten Mal zusammen spielte. Graham Nash schreibt in seiner gerade erschienenen Autobiografie Wild Tales: A Rock & Roll Life (2013) wie er Joni und seine zukünftigen Bandkumpanen an einem Abend im August des Jahres 1968 traf. Wir übersetzen nachfolgend frei und auszugsweise aus dem englischen Original:
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The Goldfinch (2013), the new novel by the American writer Donna Tartt is published today. It has received great reviews, amongst others by Stephen King. It's also online on BBC radio, being read as an abridged 3 hrs. 45 min version. Link below

Der neue Roman The Goldfinch (2013) von Donna Tartt wird heute veröffenticht. Er ist schon im Vorfeld, mit vielen enthusiastischen Rezensionen, u. a. von Stephen King, zum Literatur-Event geworden. Unser Geheimtipp: Hören Sie den Roman jetzt sofort online als Audiobook, sprich Lesung auf BBC-Radio. Link folgt gleich. Wie oft bei Audiobooks, handelt es sich um eine gekürzte Lesung mit 15 Episoden von jeweils fünfzehn Minuten. Es werden also ca. 800 Romanseiten auf 3 St. 45 min. Lesung reduziert. Als Fans von Audiobooks finden wir jedoch, mal ganz unter uns gesagt, gekürzte Fassungen zum Kennenlernen besser als die kompletten. Die Story ist gut, fängt zumindest gut an: Donna Tartt wählt als Erzähler den ca. 27 Jahre alten Theo Decker der zu Beginn des Romans an den Tag zurückdenkt als er vor vierzehn Jahren als Teenager mit seiner Mutter das Metropolitan Museum of Art in New York besuchte. Hier kommt auch der Romantitel zur Geltung. Im Museum befindet sich das Ölgemälde Der Distelfink (1654). Das Gemälde spielt eine Schlüsselrolle im Roman. Den holländischen Maler Carel Fabritius gab es wirklich, links oben ist ein Ausschnitt von dem echten Gemälde zu sehen das normalerweise im Mauritshuis Museum von Den Haag zuhause ist. Im Roman ist es als Leihgabe Teil einer Ausstellung. Theos alleinerziehende Mutter ist sehr an Kunst interessiert und sagt ihm über das Gemälde, wir übersetzen frei und aus dem Stehgreif:

Fabritius war Rembrandts Schüler und Vermeers Lehrer. Dieses kleine Gemälde ist das fehlende Verbindungsglied zwischen den beiden. In seinem klaren, reinen Tageslicht kannst du sehen wie es Vermeers Lichtqualität inspirierte. Dies ist das außergewöhnlichste Bild in der ganzen Ausstellung. Fabritius verdeutlicht hier etwas das er ganz allein entdeckte, etwas das kein Maler vor ihm wusste, nicht einmal Rembrandt.

Worauf jsich Theos Mutter hier genau bezieht, wird zweifellos im Laufe des Romans klarer werden. Soweit wir wissen, wird Der Distelfink von Kunsthistorikern u. a. deshalb als bemerkenswert eingestuft weil Fabritius hier die Doppeldeutigkeit der Malkunst verdeutlicht. Auf den ersten Blick wirkt der Distelfink realistisch, aber Fabritius versteckt nicht, sondern betont maltechnisch sogar dass der Vogel aus einzelnen Pinselstrichen zusammengesetzt ist – etwas das Maler normalerweise versuchen, zu verbergen. Das Gemälde ist also Kunst und zugleich ein Kommentar über das Verhältnis von Kunst und Realität. Der Maler Fabritius (1622-1654) starb jung, bei der Explosion in einem
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A remake of Franco Zeffirelli's movie Endless Love (1981) is set to come out in 2014. Zeffirelli had good reviews for his film adaptions of Romeo and Juliet (1968) and Charlotte Brontë's Jane Eyre (1996). Endless Love got a lot of stick from the critics but seems to have a sizeable fan base these days. The Lionel Richie song, of course, was one of the biggest hits of the 80's

Das Lied Endless Love, das Lionel Richie komponierte und zusammen mit Diana Ross sang, war einer der größten Hits der 80er Jahre, neun Wochen lang Nummer Eins in Amerika. Es war auch der Soundtrack von dem gleichnamigen Spielfilm mit Brooke Shields. Der Regisseur Franco Zeffirelli, der dieses Jahr 90 ist, bekam gute Kritiken für seine Verfilmungen von Shakespeares Romeo und Julia (1968) und Charlotte Brontës Jane Eyre (1996) aber seine Romanverfilmung Endless Love (1981) wurde von Kritikern fast durchweg zerrissen. Auf kommerzieller Ebene war der Film jedoch kein Flop sondern einigermaßen erfolgreich. Dabei half das Lied und wahrscheinlich auch das umwerfend gute Aussehen der damals 16-jährigen Schauspielerin Brooke Shields. Unser Eindruck ist dass der Film über die Jahre eine ziemlich große Fan-Gemeinde bekommen hat. Wobei sicher auch etwas Nostalgie im Spiel ist, vor allem bei Leuten die in den 80ern Jugendliche waren. Es ist merkwürdig, Filme aus ziemlich modernen Zeiten zu sehen in denen kein einziger Erwachsener oder Schüler einen PC, ein Notebook, geschweige denn ein Handy oder Smartphone benutzt. Aber irgendwie schien die Welt trotzdem zu funktionieren, inklusive verrückten und zum Scheitern verurteilten Liebesgeschichten. Franco Zeffirelli sah Endlose Liebe, so der deutsche Titel,
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I don't pick up on a lot of 'funny' stuff from the web but I quite like this cover or rather mimed version of the Toto classic Africa. From guys on a ship in the oil industry. Also check out a good live version by the real band in concert. Link below

Wir posten selten Gags aber hier ist etwas das mir gefiel, nicht zuletzt weil es ein starkes Lied ist. Das Originallied Africa von der Band Toto folgt gleich. Hier ist das Cover, genauer gesagt eine gemimte Darbietung, von einer Schiffsbesatzung die unter norwegischer Flagge in der Ölindustrie arbeitet. Das Originallied war vor ca. 35 Jahren in den Charts. In Amerika war es 1983 ein Hit, das Album Toto IV erschien 1982, ich habe es als LP und sogar als Cassette. Der andere Megahit auf dem Album ist das Lied Rosanna. Toto ist eine Band die damals, in den Zeiten von Musikgenres wie New Wave, New Romantics à la Duran Duran und Spandau Ballet als nicht sehr cool in der Musikpresse galt. Aber Toto und Africa klingen immer noch gut, während sich viele andere Bands der 80er Jahre mehr oder weniger als flüchtige Modeerscheinungen erwiesen haben. Pretty Boys kommen und gehen, was bleibt sind Lieder mit interessanten Texten und starken Melodien die von kompetenten Musikern gespielt und gesungen werden. Sorry, Musikjournalisten! Das Lied Africa hat einen starken Drum-Track mit einem für Rock und Pop sehr untypischen
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We found Take On Me from the Norwegian band A-ha one of the best pop songs of the 80's. The pencil-sketch video was interesting too. Now Volkswagen has used the song and the concept of the video in a new 2013 advert. See YouTube link

Take on Me von A-ha war einer der großen Hits der 80er Jahre, ein gutes Lied mit einem interessanten Video. Ein neuer 2013 Volkswagen Werbespot, auf Englisch, benutzt das Lied und das Konzept des Videos. Originell gemacht, mit einer netten kleine Pointe am Ende. Hier kann der VW-Werbespot auf YouTube ausgecheckt werden. Es ist ein amerikanischer Werbespot, also höchstwahrscheinlich nicht im deutschen Fernsehen zu sehen: Ein Mann, der zwar noch recht jung wirkt aber vom Alter wohl jemanden darstellen soll der sich an die 1980er Jahre erinnert, träumt bei einem Geschäfts-Meeting ein bisschen vor sich hin, sieht sich selbst als Figur in dem Take On Me Video, hier die Originalversion von A-ha, wobei der Typ im Werbespot natürlich einen VW fährt. Er gewinnt das Rennen gegen die düster dreinschauenden Motorradfahrer, trifft dann auch die hübsche Frau aus dem Video, tanzt mit ihr und singt enthusiastisch das Lied, genau genommen die markante Passage wo die Stimme in superhohe Falsetto-Gesangsregister abhebt. Wacht plötzlich auf und merkt dass alle ihn anstarren. Fragt besorgt: Habe ich etwa gesungen? Unser Kommentar: So etwas passier
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As Sting's new album The Last Ship (2013) is about childhood memories, we take a look at his autobiography Broken Music (2003) and the river theme in the 1991 song All This Time. There's also a little docu about the new album. Link below

Stings neues Album The Last Ship (2013) handelt von Kindheitserinerungen an das nordenglische Wallsend. Vor dem Reihenhaus seiner Eltern war der Schiffsbau der Swan Hunter Werft allgegenwärtig. YouTube Links zum Auschecken des Albums sind am Ende des Blogposts. Anhand einen Blicks in Stings Autobiografie Broken Music (2003), links im Bild, spielte die Werft tatsächlich eine große Rolle im Leben der Leute. Sting erinnert sich, als Junge in den 50er Jahren den Bau der riesigen Schiffsrümpfe miterlebt zu haben, wie sie unweit vom Elternhaus entfernt, das Sonnenlicht blockierten und wie Skelette von prähistorischen Monstern wirkten. Er sah die Entstehung einiger berühmter Schiffe, wie die Esso Northumbria, die seinerzeit das größte Schiff der Welt war. Stings Vater Ernest arbeitete selber mehrere Jahre in einer Firma die Maschinen und Turbinen für Schiffe baute, und auch Stings Großvater Tom war im Schiffbau tätig. Die Schiffbau-Thematik erschien schon auf Stings früherem Soloalbum The Soul Cages (1991). Auf dessen Cover ist ein Schiffsrumpf und ein Schweißgerät. Das Lied All this Time, eins von Stings besten, hier ein Musik-Clip mit Bild vom Cover, handelt indirekt vom Tod seines Vaters: Ein Junge wünscht sich dass er seinen Vater, der bei einem Unfall auf der Werft tödlich verletzt wurde, ein Seebegräbniss in der Tyne geben könnte, dem Fluss der das Leben der Leute in guten sowie auch in schlechten Zeiten bestimmte. Ein weiterer auffälliger Aspekt an Stings Kindheit ist, wie bei vielen Musikern, dass Musik schon im Elternhaus
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Naomi Watts, who plays the title role in the movie Diana (2013), has a link to Pink Floyd. She's top left in the photo (click to enlarge) in her mother's arms, with her father, Pink Floyd road manager Pete Watts, standing beside them with a cigarette. The photo, with band and crew, was taken at St Tropez in 1970

Naomi Watts, demnächst in der Titelrolle von Oliver Hirschbiegels Kinofilm Diana (2013) zu sehen, hat eine Verbindung mit Pink Floyd. Wir fanden die Schauspielerin schon vor Jahren eindrucksvoll in Gore Verbinskis Film Ring (2002). Hier war Naomi Watts nicht nur hübsch sondern spielte auch sehr gut. Wir sind gespannt auf den Diana-Film und finden dass die Trailer vielversprechend aussehen. Links dazu folgen.gleich. Da wir zudem Pink Floyd Fans sind, wolten wir Naomi Watts’ Verbindung mit der Band etwas genauer auschecken. Das Foto links ist von dem rundum lesenswerten Buch Inside Out. Mein persönliches Porträt von Pink Floyd (2004) geschrieben von Nick Mason, dem Schlagzeuger der Band. Naomi Watts ist die Tochter von dem ehemaligen und langjährigen Pink Floyd Road Manager Pete Watts, auf obigem Foto links mit Zigarette zu sehen. Links außen neben ihm ist seine damalige Ehefrau Myfanwy Watts mit Naomi im Arm. Links unten ist Naomis Bruder Ben Watts. Besser zu sehen wenn man das Foto zum vergrößern anklickt. Auf dem Foto ist auch die gesamte Band, vorne im Sand sitzen von links nach rechts David Gilmour, Nick Mason, Roger Waters und Richard Wright. Ebenfalls zu sehen sind Ehefrauen, Kinder und Crew-Mitglieder. Das Foto wurde im Sommer 1970 an einem Strand von Saint-Tropez aufgenommen. Wie wir Nick Masons Buch entnehmen, hatte Pink Floyd damals kurzzeitig die Aufnahmen für ihr Album Atom Heart Mother (1970) unterbrochen um eine kleine Tour an der französischen Riviera zu unternehmen. Autofreak Nick Mason vergisst nicht zu erwähnen dass die Band vier E-Type Jaguars und einen Lotus Elan als Fortbewegungsmittel für die Reise benutzte. 
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Led Zeppelin classic Whole Lotta Love is in a new Dior ad with British actor Robert Pattinson and French model Camille Rowe. The Whole thing looks and sounds pretty good

Der Led Zeppelin Klassiker Whole Lotta Love ist die Musik für einen neuen Werbespot für Dior. Mit dem Schauspieler Robert Pattinson, bekannt durch die Twilight Filmreihe, und dem französischen Model Camille Rowe. Der Spot wurde von dem französischen Regisseur Romain Gavras gedreht, dem Sohn von Costa-Gavras. Das Ganze sieht ziemlich gut aus, hier ein YouTube Link für den Uncensored Official Director’s Cut. Links im Bild ist die LP auf dem das Lied Whole Lotta Love erstmals erschien. Das Album Led Zeppelin II (1969) besaßen sogar schon unsere Eltern. Das ganze Album ist gut, wir mochten immer besonders das Lied Ramble On, das mit folkigen Akustikgitarren beginnt, bis beim Refrain dann utra-fetzige E-Gitarren-Riffs einsetzen. Das Riff von Whole Lotta Love, dem ersten Lied auf dem Album, ist an schierem
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Volvo went for a commendably unconventional pitch in their campaign for the V40 R-Design. Going for the musical pun, we picked two bands of a comparable vintage and stature in their musical genres. See what you prefer. As for the actual challenge to compare cars, see details on Volvo website, below

In der englischen Presse lief vor Kurzem eine interessante Werbekampagne von Volvo für ihr, zugegebenermaßen, gut aussehendes V40 R-Design Modell. Die Anzeige, ein Ausschnitt davon links im Bild, fordert englische Fahrer dazu auf den neuen V40 mit der Mercedes A-Klasse zu vergleichen. Und zwar nicht nur auf dem Papier sondern bei einer Testfahrt. Falls man danach immer noch den Benz bevorzugt, bezahlt Volvo, so wie wir es verstehen, die erste Monatsrate. So sicher ist die Firma ihrer Sache. Wir wissen nicht ob solche, einen Vergleich herausfordernde Werbung in Deutschland überhaupt erlaubt wäre. Jedenfalls ist uns nichts Ähnliches in deutschen Medien aufgefallen. Aber es ist ohnehin üblich dass Autohersteller andere Werbung in anderen Ländern haben. Macht Sinn, in England zum Beispiel kommt man mit unkonventioneller oder humorvoller Werbung besser an als in Deutschland. Speziell bei Autos, vermuten wir, verstehen die Deutschen nicht so viel Spaß – und es geht ja tatsächlich um eine beträchtliche Investition und nicht um etwas das man im Supermarkt mal probehalber in den Einkaufswagen wirft. Die Details des Angebots von Volvo sind auf der Website der Firma, Link am Ende des Blogposts, und können von Leser bei Interesse selber auscheckt werden. Wir nehmen jedoch die Volvo-Werbung in ihrer musikalischen Anspielung beim Wort und vergleichen, rein spaßeshalber, deutschen Techno und schwedischen Metal. Wir sind für beide Genres
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Edward Burne-Jones' Love among the Ruins (1873) has been sold at Christie's for £14,8 m, a price far exceeding initial estimates. A good opportunity to take a look at the Robert Browning poem that inspired it. Compared to all the fruitless triumphs of long gone kings, the poet concludes: Love is best

Beim Auktionshaus Christie’s wurde vor kurzem der Rekordpreis von 14,8 Millionen Pfund für Edward Burne-Jones’ Love among the Ruins (1873) erzielt. Schätzungen im Vorfeld der Versteigerung lagen zwischen 3 und 5 Millionen. Handelt es sich hier um ein Comeback für Viktorianische Kunst? Nicht völlig auszuschließen. Kunst, Kunstkritik und Kunstwahrnehmung in der Öffentlichkeit sind keineswegs unabhängig vom Zeitgeist. Das was momentan noch als Moderne Kunst gilt, wird langsam aber sicher ebenfalls beweisen müssen ob es dem kritischen Blick kommender Generationen standhält. So erging es im 20. Jahrhundert auch der Künstlerbewegung der Präraffaelitischen Bruderschaft die im 19. Jahrhundert als Avantgarde galt und später beim Kunstestablishment in Ungnade fiel. Zu so einem Grad dass viktorianische Kunstwerke in den 1960er Jahren auf Flohmärkten und in Läden für Secondhand-Möbel landeten. Kein Witz, Sammler wie Andrew Lloyd Webber kauften damals für ein paar Hundert Pfund Bilder die heute Millionen wert sind. Love among the Ruins (1873), das zuletzt im Jahr 1958 auf dem Markt war und damals für 500 Pfund verkauft wurde, ist nicht unbedingt unser Lieblingsbild aus dem Umfeld der Präraffaeliten – die Farben wirken etwas bleiern – aber uns gefällt die Idee hinter dem Bild. Der Name Liebe unter den Ruinen stammt von einem Gedicht das Robert Browning im Jahr 1852 schrieb. Es handelt von einem Liebespaar das sich an einem Ort trifft wo früher einmal Paläste standen, die jetzt nur noch überwachsene Ruinen sind. Die lang vergessenen Herrscher kommandierten hier einst riesige Armeen und bauten Tempel für ihre Götter:  

In one year they sent a million fighters forth
South and North,
And they built their gods a brazen pillar high
As the sky,

Aber das liegt Jahrhunderte zurück, und das Paar kommt zu dem Schluss dass im Vergleich zu allen fruchtlosen Triumphen jener Könige, die Liebe das Beste ist. Der Dichter der als einer der größten der viktorianischen Epoche gilt, endet tatsächlich mit diesen drei einfachen Worten und einem Ausrufezeichen: Love is best!  

Info  Wiki-Artikel über den Maler Edward Burne-Jones und den Dichter Robert Browning

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There is a new BBC radio dramatisation of Patrick O'Brian's Desolation Island (1978) online. Link below. I got the book as well - with a good cover by marine artist Geoff Hunt

Ein brandneues Hörspiel nach Patrick O’Brian ist momentan online. Link folgt. Desolation Island (1978) ist der englische Originatitel von Sturm in der Antarktis. Dies war der fünfte Roman mit Captain Jack Aubrey und seinem Freund und Schiffsarzt Dr. Stephen Maturin. Nachdem die ersten vier Romane in sich geschlossene Geschichten waren, begann der Autor zu diesem Zeitpunkt die Handlungstränge über mehrere Bücher zu planen. Diese Strategie wurde von Fans weitgehend begrüßt, und die 21-teilige Reihe zum gigantischen Erfolg. Die Bücher haben für viele Leute eine Qualität die über das Genre der Unterhaltungsliteratur hinausgeht. Auch die Verfimung Master & Commander: Bis ans Ende der Welt (2003) mit Russell Crowe kam bei Kritikern und an der Kinokasse gut an. Wir
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