Kulturmagazin

Lieber Leser!

Wir schreiben über unsere Lieblingsthemen aus der Welt der Literatur, Film, Kunst und Musik. Öfters gibt es auch mal Fotos, Anekdoten & Ansichten aus unserem geliebten Gastland: Andalusien, der südlichsten, manche würden sagen, schönsten Region Spaniens. Auf der Startseite finden Sie unsere aktuellen Blogbeiträge und Artikel. Falls Sie mal länger Zeit haben und mehr über unsere Themen lesen wollen, köinnen Sie auch unsere umfangreichen Feature-Artikel auschecken. Wir hoffen dass Sie unser Netzmagazin informativ und unterhaltsam finden. Ein Gruß von der Redaktion!

Tag: Medien

Journée internationale de la Francophonie: Living in Andalusia, we happily fly the flag for Latin related languages. 20th March is the official celebration of the French language - spoken not just in France but many other countries. Good opportunity to look at a French song by Belgian songwriter Jacques Brel: 'Le Moribond' later became 'Seasons in the Sun'

Zum Tag der Frankophonie ein französisches Lied vom belgischen Liedermacher Jacques Brel. Auch bekannt als Seasons in the Sun

Le Moribond

Adieu l’Émile je t’aimais bien
Adieu l’Émile je t’aimais bien tu sais
On a chanté les mêmes vins
On a chanté les mêmes filles
On a chanté les mêmes chagrins
Adieu l’Émile je vais mourir
C’est dur de mourir au printemps tu sais
Mais je pars aux fleurs la paix dans l’âme
Car vu que tu es bon comme du pain blanc
Je sais que tu prendras soin de ma femme
Je veux qu’on rie
Je veux qu’on danse
Je veux qu’on s’amuse comme des fous
Je veux qu’on rie
Je veux qu’on danse
Quand c’est qu’on me mettra dans le trou

Soweit die erste Strophe und der erste Refrain. Rhythmus und Arrangement sind hier völlig anders als in der späteren Coverversion Seasons in the Sunaber man kann die Melodie gut erkennen. Der 1974 weltweite Megahit von Terry Jacks ist, im nettesten Sinne, weichgespülter, nicht so staccatohaft wie das Original. Ich mag beide. Aber heute am Journée internationale de la Francophonie tendiere ich etwas mehr zum rauen Charme und zum schieren Erfindungsreichtum von Jacques Brel (1929 -1978). Wie im obigen englischen Bildtext erwähnt, hat man als jemand der wie wir in Spanien lebt, einen gewissen Draht zu anderen auf dem Lateinischen beruhenden Sprachen. Selbst wenn ich
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It's the birthday of Grateful Dead bass player Phil Lesh. We take a look at one of the band's most unusual concerts. In Egypt by the pyramids and Sphinx. Preparations started March '78

Dass so etwas heutzutage noch passieren würde, ist kaum vorstellbar, aber es passierte im Jahr 1978: Die chaotischste Hippieband der Welt schaffte es, eine Reihe von Konzerten vor den Pyramiden zu spielen. Die Bühne war, wie das Foto zeigt, in unmittelbarer Náhe des ägyptischen Monuments. Die Sphinx war ebenfalls im Blickfeld, wenn auch nicht auf diesem Foto. Einiges Doku-Filmmaterial von damals folgt gleich am Ende des Posts auf der Info-Leiste. Mit dabei in Gizeh waren nicht nur die sieben Musiker der Band sondern auch noch eine ca. 120-köpfige Truppe von Road Crew, Familienmitgliedern und Freunden der Grateful Dead, wie z. B. die Aktionskünstlertruppe The Merry Pranksters um Ken Kesey. Dass jemand von denen unerlaubterweise die Pyramide erklomm und auf der Spitze eine Flagge mit dem Grateful Dead Totenkopf-Logo befestigte, ist bei weitem nicht die kontroverseste Aktion auf dem Kerbholz der Prankster. Das ganze Projekt nahm Monate in Anspruch und kostete die Band, die damals ohnehin bis zum Hals verschuldet war, weitere 500.000 Dollar die sie von der Plattenfirma Arista als Vorschuss auf zukünftige Tantiemen bekommen hatten. Einnahmen vor Ort in Ägypten wurden dort für wohltätige Zwecke gespendet und so weit ich weiß, war die erste kommerzielle Verwertung der Konzerte, der 30 Jahre später veröffentlichte Set Rocking the Cradle: Egypt 1978 (2008). Grateful Dead Bassist Phil Lesh, dessen Geburtstag heute ist, beschreibt die Pyramiden-Konzerte in seiner Autobiografie Searching for the Sound. My Life with The Grateful Dead (2005) als ‘…our longest, strangest trip.’ 
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La Vie en rose: Nice to see a song by the French singer and songwriter Edith Piaf getting exposure again. It's a good cover version and the Dior ad by Sofia Coppola looks good too

Wir haben gerade online den Werbespot von Sofia Coppola für Dior gesehen. Link unten. Sehr schön gefilmt und mit dem Lied La Vie en rose von Edith Piaf. Es wird im Film die Coverversion von Grace Jones verwendet, aber die ist ganz gut und hat trotz des moderneren Klangs ein Chanson-Gefühl beibehalten. Viele schöne Lieder aus den 1940er Jahren entsprechen, rein von der Aufnahmetechnik her, auf Anhieb heute nicht unbedingt jedermanns Hörgewohnheiten. Aber Cover bringen Leute dazu, die Originale auszuchecken, und die haben ihren eigenen wundervollen Charme. Coppolas Dior-Film lässt sich nicht die Chance entgehen, viele rosarote Blumen zu zeigen und voll und ganz mit Romantik von der alten Schule aufzutrumpfen. Austen-Fans werden vermutlich keine Einwände haben. Und Fans von Filmen mit Audrey Hepburn wahrscheinlich auch nicht. Die Originalfassung von La Vie en rose wurde von Edith Piaf im Jahr 1945 geschrieben, in 1947 nach einigem Zögern als Single veröffentlicht und machte die französische Sängerin weltberühmt. Frei von uns übersetzt lauten die ersten Zeilen in etwa :

Wenn er mich ansieht, senke ich meine Augen
Sein Lächeln verliert sich um seinen Mund
Das ist das ungeschminkte Porträt
von dem Mann zu dem ich gehöre
Wenn er mich in die Arme nimmt
Und mit einer tiefen Stimme zu spricht
Dann sehe ich das Leben rosig

Tja, so einfach war das früher. Die Thematik vom Versuch, das Leben positiv zu sehen und vielleicht dabei auch etwas nachzuhelfen indem man durch die rosarote Brille sieht, passte gut zur Nachkriegszeit. Hier Sofia Coppolas Dior-Film, seit Kurzem online, und hier die Originalfassung von Edith Piaf /  Ein deutscher Trailer für biografischen Spielfilm über Piaf  La Vie en Rose (2007) mit Marion Cotillard & Gérard Depardieu.

Musiktipp  Das Album The Best Of Edith Piaf  mit 72 Liedern ist günstig als 3-CD-Set / Download erhältlich. Biografie  Im März erscheint das Buch Édith Piaf: Hymne an das Leben (2013) von Jens Rosteck. Online erhältlich als Download oder gebundene Ausgabe.

There's a release from the family of the enigmatic songwriter Nick Drake (1948 - 1974), and also an excellent documentary on YouTube, link below. Pics above: Nick & his mother Molly

Fotos und Musikaufnahmen von Molly Drake deuten darauf hin dass ihr Sohn, der enigmatische Folksänger Nick Drake, nicht nur das Aussehen sondern auch die künstlerische Ader von der Mutter erbte. Nick Drake starb jung, mit 26 Jahren, und ist selbst heute eher ein Geheimtipp als ein Haushaltsname. Aber die drei Alben die er zwischen 1969 und 1972 veröffentlichte, haben im Laufe der Jahrzehnte langsam aber stetig an Fans gewonnen. Anhand von immerhin 28 Rezensionen bei Amazon ist das auch in Deutschland der Fall. Sein Album Pink Moon (1972) ist am bekanntesten, nicht zuletzt weil das Titellied im Jahr 1999 für einen Volkswagen-Werbespot benutzt wurde. Das Lied ist gut: Ganz allein Nick Drake mit seiner sanften Stimme und charakteristischen Akustikgitarre, aber mein persönliches Lieblingslied ist
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The soundtrack album for the film 'More' (1969) was, as it says on the cover, 'played and composed by the Pink Floyd'. But there's at least two other famous guys on there. We got their names. Hear them on the song 'Cirrus Minor'. Link below

Wir lasen im Onlinemagazin BMC Biology einen Artikel über neue Erkenntnisse bei der Erforschung von Vogelgesang, mehr dazu gleich. Für einen Blogpost wollten das Thema in einen kulturellen Kontext setzten, so dass es nicht nur für Ornithologen interessant ist. Wir sahen ein paar Bücher und Magazine durch, zwei davon links im Bild. Wir hörten uns eine alte ‘Europa’ Cassette mit Vogelstimmen an, die übrigens super ist, mit Klang und Präzision besser als fast alles auf YouTube. Die Europa-Samples sind schön lang, so das man die verschiedenen Phrasen und Melodien der Vögel ziemlich gut kennenlernen kann. Kurz vorgestellt von der vertrauten Stimme des Europa-Kings Hans Paetsch: ‘Grauammer, erst der Lockruf, dann der Gesang‘. Dieser Gesang ist streckenweise übrigens so schnell wie Maschinengewehrfeuer. Wir checkten auch ein paar Filme, Opern, Lieder und Gedichte zum Thema…und es gibt von all dem erstaunlich viel. Es scheint dass Vögel und ihre Musik schon seit Jahrhunderten ein ergiebige Quelle für Künstler sind. Gedichte wie John Keats’ Ode an eine Nachtigall, oder Thomas Hardys Drossel in der Dämmerung, und Shelleys Ode an die Lerche, um nur einige zu nennen. Natürlich auch Musik: Schöne Lieder wie ‘Lerchengesang’ von Brahms, gesungen von Dietrich Fischer-Dieskau, der uns Vogelgesang als ‘Ätherische ferne Stimmen..’ vorstellt. Oder Stravinskys sinfonische Dichtung Die Nachtigall, in der Sängerinnen, wie hier Barbara Hannigan, zum Teil eine musikalische Hommage an den melodisch-tänzelnden Stil des Vogelgesangs darbieten. Wundervoll, und übrigens nach einem Märchen von Hans Christian Andersen. Die Suche nach einem Lied in dem echter Vogelgesang vorkommt, führte uns jedoch in die Welt der Rockmusik. Klassische Musiker und Komponisten hatten früher ja nicht die technische Möglichkeit, den Gesang der Vögel aufzunehmen und zum gewünschten Moment wieder abzuspielen. Pink Floyd benutzten auf dem Album More (1969) Vogelgesang von Archivaufnahmen des EMI-Plattenlabels, und darauf ist deutlich eine Singdrossel und eine Nachtigall zu hören. Wir fanden auch schöne Bilder von diesen formidablen Sängern in alten englischen Natur-Magazinen. Was die Schallplatte betrifft, erinnern wir uns, sie schon vor ewigen Zeiten in der elterlichen Plattensammlung gesehen und gehört zu haben. Das Pink Floyd Lied Cirrus Minor, hier ein YouTube Clip, hat ein langes Intro mit Vogelgezwitscher das auch erstaunlich gut passt wenn die Band dazu kommt, hauptsächlich mit akustischer Gitarre und Gesang von David Gilmour. Plus spacige Keyboard-Klänge die im Hintergrund schimmern. Etwa um den 3:00 min. Zeitpunkt im Lied wenn die Gitarre aufgehört hat und die Orgelklänge in den Vordergrund treten, legt die Nachtigall auf einmal besonders kräftig los. Es ist fast als ob hier ein fantastisches Solo gespielt wird. Und tatsächlich sind die letzten zwei Minuten des Lieds ganz von Vogelgesang geprägt. Neben der Singdrossel und der Nachtigall ist hier und da auch
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The 1986 BBC radio dramatisation of the novel 'Regency Buck' (1935) online. Link below. Books by Georgette Heyer are fun to read and also contain a lot of background information about the Regency era. Heyer obviously influenced by Austen novels

Ein BBC-Hörspiel nach Georgette Heyer kann online gehört werden. Link folgt am Ende des Blogposts. Vorlage war ihr Roman Regency Buck (1935), der auf Deutsch als Die Jungfernfalle veröffentlicht wurde. Ihre Bücher scheinen auch in Deutschland beliebt zu sein, mit wunderbaren Titeln wie Brautjagd, Skandal im Ballsaal, Der Page und die Herzogin, Die drei Ehen der Grand Sophy, Bezaubernde Arabella, Der schweigsame Gentleman etc. Diese Art von Titel sind bei Georgette Heyer Programm: Es sind historische Romane die vor etwa zweihundert Jahren spielen, zu Zeiten von Jane Austen, sozusagen. Und die Geschichten sind in der Tat sehr von Austen beeinflusst. Und da Fräulein Austen kaum mehr als eine Handvoll Romane schrieb, gibt es für diese Stilrichtung immer noch viel Bedarf. Wobei manche Autoren heute auf diesem Gebiet eher
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Show me a guitar hero, and I'll write you a tragedy: It's the birthday of Duane Allman (1946 -1971) and we listen to the Allman Brothers Band album 'At Fillmore East' (1971) . Duane's brother Gregg, who plays with the band to this day, has published his autobiography 'My Cross to Bear' (2012)

Heute ist Geburtstag von Duane Allman (1946 -1971) dem legendären Gitarristen der Allman Brothers Band. Links im Bild ist Duane mit seiner sunburst farbenen Gibson Les Paul, eine Gitarre die er mit einem 50 Watt Marshall Amp sehr oft bei Konzerten benutzte. Mit im Bild ist das Album ‘At Fillmore East‘ (1971), auf dem Duanes Gitarrenklang ausgiebig zu hören ist. Dieses Album, mit mehr als 78 Minuten Musik, taucht bis zum heutigen Tag nahe der Spitze von Listen der Besten Livealben aller Zeiten auf. Und auch in der Top-50 Liste des Rolling Stone Musik Magazins, als eins der besten Alben überhaupt. Zu Recht, denn die Band spielt fantastisch, die Live Atmosphäre und der Klang ist gut, und die Lieder sind Klassiker. Gleich das erste Lied Statesboro Blues geht los wie eine Rakete, mit dem markanten Slide-Gitarren-Klang von Duane, wobei er den Gitarrensaiten mit einem leeren Glasfläschen auf dem linken Ringfinger Klänge entlockt die flüssig und zugleich super fetzig sind. Auch das Albumcover von At Fillmore East, obwohl es mit Schwarzweiß Fotos auf Anhieb vielleicht nicht so besonders spektakulär wirkt, enthält einiges an Geschichten. Zum einem weil man hier nochmal alle Bandmitglieder am Leben sieht. Auf der linken Hälfte des aufgeklappten Doppelabums sieht man die gesamte Roadcrew wobei einer davon, Twigg Lyndon, nur als Foto auf der Backsteinwand zu sehen ist weil er zu diesem Zeitpunkt in Untersuchungshaft war. Dass die Crew Dosen mit Pabst Blue Ribbon in den Händen hielt, sorgte damals für eine beträchtliche Umsatzsteigerung der Biermarke. Gitarrist Duane Allman sitzt auf der rechten Seite und lächelt. Die anderen Bandmitglieder lachen lauthals, denn Duane hält mit seinen Händen eine Tüte Kokain
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Design Artikel in Vorbereitung: Gtr 4

 

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It's the birthday of John Peel (1939 - 2004) whose late night radio show we used to listen to quite a lot on BBC Radio 1

Es ist Ihnen vielleicht schon aufgefallen dass wir Radiio-Fans sind, und das geht zu einem gewissen Grad auf John Peels Konto. Wir hören heutzutage im Radio hauptsächlich Hörspiele und Dokus, waren aber als junge Leute in den 80er Jahren etwas mehr den Musiksendungen zugetan. John Peel war ein gutes Beispiel, warum öffentlich-rechtliches Radio (und auch TV) wichtig ist. Seine Sendungen um Mitternacht waren nicht für den gemeinsamen Nenner eines Publikums, sprich Kundensegment, formatiert sondern forderten den Hörer heraus, konsternierten ihn nicht selten. Die Sachen die der Mann spielte waren oft unkommerziell und anstrengend. Wollte man sich zurücklehnen und entspannen, kamen Bands mit illustren Namen und Klängen wie Napalm Death und Extreme Noise Terror. Und wenn man gerade im Begriff war, in dem Kettensägen-Lärm entfernte Ansätze tonaler Strukturen zu erkennen, kam Peel wieder mit ganz anderen, vermeintlich ebenfalls hoffnungslosen Bands wie Half Man Half Biscuit, die wie Umpah-Umpah-Musik fürs Kinderfernsehen klangen. Dann wartete er vielleicht mit introvertierten Balladen von Microdisney auf, oder stakkatohaften Gitarren von The Wedding Present. Und natürlich: In Session…The Fall, eine von Peels Lieblingsbamds, und eine Gruppe die sich musikalisch wirklich schwer einordnen lässt. Viele von Peels Favoriten waren nicht so richtig unser Ding, denn wir waren immer schon unverbesserliche Folk- und Progrock-Fans die davon träumten dass Musik Jahr für Jahr immer progressiver werden würde. Aber da spielte John Peel Peel nicht mit – seitdem er Punlk-Bands wie die Undertones entdeckt hatte. Trotzdem hatte es einen Reiz, auch mal Gruppen zu hören von denen man sich normalerweise keine LPs kaufen würde. Und hin und wieder taten wir es dann auch: kauften uns Schallplatten von The Smiths oder This Mortal Coil und anderen Bands die wir zuerst bei John Peel gehört hatten. Wir nahmen auch öfters Lieder auf Cassetten auf, die wir
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An excellent way to remember Dietrich Fischer-Dieskau (1925- 2012). The set 'An die Musik' gives a good overview, including his work with pianist Gerald Moore, see photo above

Wir haben uns nach etwas umgesehen das man zum Kennenlernen oder zur Erinnerung an den Sänger Dietrich Fischer-Dieskau (1925 – 2012) empfehlen könnte. Es gibt viele gute CDs von ihm zur Auswahl, aber wir wollten etwas das einen Ûberblick gibt und den Mann, über seine legendären Lieder-Darbietungen hinaus, auch von einigen anderen Seiten zeigt. Der Set An die Musik (2005) mit zwei CDs und einer DVD, ist für diesen Zweck kaum zu überbieten. Wir haben viele schöne Stunden damit verbracht, Zuhause und im Auto. Mit dabei, ein 50-seitiges Booklet mit Essays, Fotos und detaillierten Angaben zu den Musikstücken. Auf der DVD sind Fischer-Dieskau und der Pianist Swiatoslaw Richter im Jahr 1978 in Schloss Ismaning mit acht Schubert-Liedern. Darunter die Schlegel-Vertonung Der Wanderer. Himmlisch. Auf den zwei CDs ist auch einige Musik die man vielleicht etwas weniger von Fischer-Dieskau kennt: Zum Beispiel ein Stück von Claude Debussy mit Text von Paul Verlaine, oder Josef von Eichendorfs Gedicht Nachruf mit Musik von Othmar Schoeck. Gut gefielen uns auch die vier Rückert-Lieder mit Musik von Gustav Mahler. Was Opern anbelangt, hört man Fischer-Dieskau u. a. als Wolfram in Tannhäuser, als Mandryka in Strauss’ Arabella, und in der Titelrolle von Mozarts Don Giovanni. Unter den 49 Stücken auf den CDs sind auch die drei Pianisten die in Fischer-Dieskaus Liedern die ausgeprägteste Rolle gespielt haben: Daniel Barenboim, hier mit Liszts Es muss ein Wunderbares sein, und Jörg Demus mit Brahms’ Feldeinsamkeit und Schumanns Dichterliebe. Die 20-jährige Zusammenarbeit von Fischer-Dieskau mit dem Pianisten Gerald Moore ist auf dem CD-Set mit 9 Schubert-Liedern repräsentiert, darunter die Goethe Vertonung Der Musensohn. Dem Engländer Gerald Moore (1899 – 1987) sind übrigens auch längere Passagen in dem Buch Zeit eines Lebens. Auf Fährtensuche (2000) gewidmet. Wir erlauben uns daraus ein Zitat von Fischer-Dieskau über Moore:

‘Seine Kunst erfreute durch einen Wesenszug, den kaum ein anderer so besaß: die Freude an der Musik zu erleichtern. An jenem Abschiedsabend war uns bewußt, unzählige Bewunderer unter den Zuschauern zu haben, berühmte und weniger berühmte Konzertpartner, deren dornigen Weg zum Podium Gerald mit stoischer Ruhe und hochintelligentem – um nicht zu sagen: britischen – Humor er geglättet hatte’.

In diesem autobiografischen Buch kommt der Sänger als einfühlsamer, nachdenklicher und sehr gebilderter Mensch rüber, der neben Musik auch viel Interesse an Dichtung, Kunst und Literatur hatte. Das Buch besteht aus Erinnerungen aus seinem ereignisreichen Leben und enthält Anekdoten von vielen bedeutenden Musikern die Fischer-Dieskau in seiner langen Karriere kennenlernte. Wir schätzen, das Buch und der CD + DVD Set sind eine schöne Geschenk-Idee für Klassik-Fans und Leute die es werden wollen.

 

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Radio-Dokumentation Eine BR-Sendung zum Tod von Dietrich Fischer-Dieskau (2012) von Dorothea Hußlein

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On the birthday of Laurie Lee (1914 - 1997) we look at 'Cider with Rosie' (1959) his classic about country life, childhood & village community in the early 20th century. Film is good too

Im englischen Sprachraum ist Cider with Rosie (1959) von dem Autor Laurie Lee ein millionenfach verkaufter Klassiker über eine Kindheit auf dem Land und in umliegenden Dorfgemeinschaften. In Deutschland ist das Buch so gut wie unbekannt, obwohl es mal vom dtv-Verlag mit dem Titel Des Sommers ganze Fülle veröffentlicht wurde und auch heute noch bei Amazon.de zu finden ist. Wir haben es, links im Bild, als englisches Taschenbuch vom Penguin-Verlag mit Zeichnungen von John Ward. Wir schätzen dass deutsche Leser mit etwas Englischkenntnissen besonders Spaß an der reichlich bebilderten Ausgabe The Illustrated Cider with Rosie vom Verlag Random House haben werden, rechts im Bild und ebenfalls bei Amazon.de erhältlich. Mit Hunderten von Bildern, Fotos und Gemälden,
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The 1992 BBC radio dramatisation of Hamlet with Kenneth Branagh online. Link below. I also take a look at the enigmatic figure of Ophelia, here depicted 1852 by John Everett Millais

Die junge Ophelia die von Blumen umgeben im Fluss den Tod findet, ihn vielleicht sogar gesucht hat, ist eine von Shakespeares enigmatischsten Figuren. Trancehaft, wohl von Wahnsinn oder Verzweiflung, oder Ausweglosigkeit getrieben, hängt sie Blumenkränze an einen Baum, fällt als der Ast bricht und lässt sich vom Wasser davontragen. Kampflos, sogar singend. Diese Szene, die in Hamlet (1603) von Gertrude beschrieben wird, inspirierte Maler, Musiker und Filmemacher. Das Gemälde Ophelia (1852) von John Everett Millais ist weltbekannt, u. a. als Motiv von Postkarten. Wir erinnern uns, es im Kindesalter im elterlichen Badezimmer gesehen zu haben – ohne die Shakespeare-Connection zu kennen. Aber vielleicht ist das nicht nötig. Die Szene strahlt, ähnlich wie The Lady of Shalott (1888) von Waterhouse, eine fatalistische Romantik aus, die auf heutige Menschen wohl geheimnisvoll, fremd und attraktiv zugleich wirkt. Dass Shakespeare in Figuren wie Ophelia auf sublimale Weise, uralte Prototypen wie die Göttin Venus aufleben ließ, vermutete der Dichter Ted Hughes in seiner Analyse ‘Shakespeare and the Goddess of Complete Being’. Wer weiß. Jedenfalls klingen die Zeilen über Ophelias Tod auch in deutscher Übersetzung stark: 
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Rory Gallagher always sounded - and looked! - great to us. New story about him in the Irish Independent.

Schön, mal wieder von Rory Gallagher (1948 – 1995) in den Medien zu hören. Der sympathische Mann aus Irland war und ist einer unserer Lieblingsgitarristen. In Irland hat ein Mann in dem Dorf Riverstick 48 Jahre alte Fotos von Rory Gallagher und ein ebenso altes Tonband mit den allerersten Aufnahmen von dem irischen Kult-Gitarristen gefunden. Die Sachen stammen aus dem Jahr 1964, und schon allein die Fotos sind klasse. Wer hätte gedacht, Rory mal mit Schlips und Anzug zu sehen? Wunderbar: Der Typ sah einfach immer gut aus! Das Holzfellerhemd wurde später eins seiner Markenzeichen. Rorys berühmte Fender Stratocaster 1961 hatte damals noch eine ordentliche Schicht Lack drauf. Zur Herkunft der Fotos und Aufnahmen: Rory hatte im Jahr 1964 mit seiner damaligen Gruppe namens Fontana Showband in Londons Kingsway Studios fünf Demos aufgenommen, eins davon Slow Down, eine eigene Komposition die bisher unbekannt war. Das Tonband und die Fotos, die offensichtlich als Publicity-Material gedacht waren, landeten bei Phil Prendergast, dem damaligen Manager der Fontana Showband. In das Dorf Riverstick kamen die Aufnahmen als Prendergasts Ehefrau vor Jahren bei einem Umzug ein paar Sachen zum Aufbewahren an einen Bekannten gab. Dieser Mann, Tim O’Leary, fand vor kurzem darunter einen Aktenordner mit dem
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Design Artikel in Vorbereitung III

 

Lieber Leser,

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Design Artikel in Vorbereitung – S1

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Wir hatten bei dem exzellenten Onlinemagazin Telepolis angefragt, ob sie einen Artikel von uns veröffentlichen würden…und sie haben’s gemacht! Es war unsere erste, einzige Anfrage in Deutschland und wir hatten (die wir außer Telepolis fast nur englische und amerikanische Sachen lesen) keine anderen Medien kontaktiert. Wir kennen die Leute nicht persönlich und müssen gestehen, wir freuen uns dass es geklappt hat. Wir waren dessen keineswegs sicher denn Telepolis hat oftmals verdammt gute Artikel. In der Tat, wir dachten uns: Oh Mann, wie sollen wir es anstellen dass wir mit unseren alten Vinyl-LPs nicht wie die totalen Hillbillies dastehen? Wir rissen uns am Riemen! Hier unser Artikel Viva Juanito Efectivo! über die Art, wie Spanier ausländische Worte und Nanen kurzerhand latinisieren. Exklusiv bei Telepolis. Foto: Huch, Screen shots vom Ipad sind schwierig, aber das ist das Telepolis Logo und darunter unser Artikel.

 

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