Kulturmagazin

Lieber Leser!

Wir schreiben über unsere Lieblingsthemen aus der Welt der Literatur, Film, Kunst und Musik. Öfters gibt es auch mal Fotos, Anekdoten & Ansichten aus unserem geliebten Gastland: Andalusien, der südlichsten, manche würden sagen, schönsten Region Spaniens. Auf der Startseite finden Sie unsere aktuellen Blogbeiträge und Artikel. Falls Sie mal länger Zeit haben und mehr über unsere Themen lesen wollen, köinnen Sie auch unsere umfangreichen Feature-Artikel auschecken. Wir hoffen dass Sie unser Netzmagazin informativ und unterhaltsam finden. Ein Gruß von der Redaktion!

Tag: Medien

Keira Knightley is cover star of Elle magazine, UK July edition. She talks about how people tend to have a preconception of how you are, based on a movie persona. True, we tend to think of her as Eliza Bennet from Pride & Prejudice. Her new movie Begin Again (2014) looks interesting too. From the director of Once (2007), it has a music theme. Trailer below

Filmstar Keira Knightley ist auf der englischen Ausgabe von Elle, Juli 2014. Wir nahmen das Magazin gestern mit zum Strand, machten dort ein Foto. Später checkten wir den Trailer für ihren neuen Spielfilm Begin Again (2014) aus, Link am Ende des Blogposts. Die Musik-Thematik spricht uns an und es ist gut, Keira Knightley mal mit einer Martin Akusikgitarre zu sehen. Der irische Regisseur John Carney, drehte auch den Überraschungserfolg Once (2007) der uns gefiel. In Begin Again, der in Deutschland etwa Mitte August startet, spielt Keira die fallengelassene Freundin eines angehenden Rockstars. Der echte Rockstar Adam Levine von Maroon 5 spielt die Rolle. Seine Ex-Freundin Greta, gespielt von Knightley, muss sich irgendwie durchschlagen und nimmt mit einem völligen No-Hoper Typ der von seiner Plattenfirma gefeuert wurde ein Album auf. Somit sind die Weichen für das Genre Romantic Comedy gestellt. Im Film singt Keira Knightley selber, hier ist sie mit dem Lied Tell Me If You Wanna Go Home, ein Clip mit Filmszenen. Wirkt auf Anhieb ziemlich gut. Ein schüchternes Understatement klingt manchmal besser als übermäßig ausdrucksvolle Stimmen von Profi-Sängern. Im echten Leben ist Keira Knightley tatsächlich mit
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It's the birthday of Hermann Hesse (1877-1962) author of novels like Steppenwolf and The Glass Bead Game. There's a movie adaption of Narcissus and Goldmund in the works. This book also inspired a song by the US rock band Kansas. Mariabronn being the abbey in the novel. Check the clip

Es ist der Geburtstag von Hermann Hesse (1877-1962). Eine Produktionsfirma hat die Rechte für den Roman Narziß und Goldmund (1930) erworben. Ein Film mit internationaler Besetzung ist geplant. Der Roman wurde in 40 Sprachen übersetzt und inspirierte ein Lied der US-Rockband Kansas, die mit Hits wie Dust in the Wind berühmt wurden. Es ist Progrock à la Yes und Genesis, hier ein Clip

Journey from Mariabronn

Two began together, lived as one
Each one to the other had become
More than a friend, living to meet a common end
They were true, each one knew all is well
Still the elder knew it could not last
Hidden memories from the young one’s past
Drew them apart
Both knew deep within their heart they must part
Each their own separate way
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A BBC radio dramatisation of Sir Walter Scott's The Bride of Lammermoor is online. We also play a song from Donizettis opera Lucia di Lammermoor. Il Dolce Suono appeared in the SciFi movie The Fifth Element (1997). Links below

Ein BBC-Hörspiel nach Sir Walter Scotts Klassiker The Bride of Lammermoor (1819) ist online. Auf Anhieb wirkt der Stoff schwierig als Hörspiel, aber vielleicht müssen wir uns noch etwas reinhören. Link am Ende des Blogposts. Der vor 300 Jahren spielende Schottland-Roman war im 19. Jahrhundert ein großer Hit. Donizettis Oper Lucia di Lammermoor (1835) ist bis heute erfolgreich, wurde über die Jahrzehnte von Karajan, Callas, Sutherland, Netrebko und vielen anderen Stars dargeboten. Ein Lied davon tauchte sogar in einem berühmten Science Fiction Film auf. Clip folgt. Die Opernszene handelt davon dass die junge Schottin Lucy Lammermoor aus politischen Gründen von ihrem Clan in eine Heirat gedrängt wird – mit einem Mann den sie nicht liebt. Sie ersticht ihn in der Hochzeitsnacht, kommt dann taumelnd und dem Wahnsinn nahe die Treppe hinunter und sagt Edgar Ravenswood, dem Mann den sie wirklich liebt, vor allen Hochzeitsgästen dass sie nun für immer vereint sein werden. Dass dabei umwerfend schönen Melodien spielen, gibt der Szene eine merkwürdige Prägnanz. Hier die Version von der albanischen Sopranistin Inva Mula aus dem Bruce Willis Sci-Fi Film Das fünfte Element (1997). Dazu eine freie Übersetzung ins Deutsche
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It''s the 100th birthday of the writer Laurie Lee (1914-1997), famous for Cider with Rosie (1959), selling millions. Living in Spain we also find As I Walked Out One Midsummer Morning (1969) interesting. An account of Lee's walk through Spain in 1935. Places like Marbella, Málaga...all get a mention

Es ist der 100. Geburtstag des Autors Laurie Lee (1914-1997). In England sehr bekannt, in Deutschland weniger. Aber immerhin wurde sein berühmtestes und verfilmtes Buch Cider with Rosie (1959) mit Kindheitserinnerungen vom Landleben beim dtv Verlag in den 70er und 80er Jahren als Des Sommers ganze Fülle veröffentlicht. Ebenso As I walked out one Midsummer Morning, links im Bild, das auf Deutsch mit dem Titel An einem hellen Morgen ging ich fort (1969) erschien. Dieses Buch handelt von einer Wanderung durch Spanien die der Autor als 20-jähriger Abenteurer im Jahr 1935 unternahm. Kurz vor Ausbruch des spanischen Bürgerkriegs. Laurie Lee hatte damals so gut wie kein Geld und schlug sich unterwegs als Straßenmusiker mit seiner Geige durch. Auf YouTube gibt es ein BBC-Doku darüber, mit einem Presenter der im heutigen Spanien auf Laurie Lees Spuren gewandert ist. Link folgt gleich. Da wir in Spanien leben, kennen wir einige der Orte die im Buch vorkommen. Laurie Lee kam per Schiff nach Vigo in Nordspanien und wanderte von dort aus im Laufe eines
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Design Artikel in Vorbereitung 2018

Lieber Leser,

An dieser Stelle erscheint demnächst ein Artikel 
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June edition of Esquire, Spain: Marlon Brando and his Triumph 6T Thunderbird from The Wild One (1953). With articles about both, bike and actor. Nice cover. English and US magazines tend to clutter up. The Spanish assume that people who buy Esquire know Brando. Result: Collector's item

Die Juni-Ausgabe des spanischen Esquire Magazins, links im Bild, erweckte heute unsere Aufmerksamkeit. Sehr wenige Worte, nur ein Foto vom jungen Marlon Brando auf einer 1950 Triumph 6T Thunderbird die er im Kultfilm The Wild One (1953) fuhr. Während heute viele Magazin Cover optisch wie Wühltische beim Ausverkauf wirken, ist uns Esquire schon öfters mit schöner, klarer Covergestaltung aufgefallen, siehe auch hier. Die Macher gehen wahrscheinlich davon aus dass Leute die Esquire kaufen, ohnehin wissen wer Brando ist und das Cover nicht mit Hinweisen darauf und ein Dutzend anderer Themen vollgekleistert haben wollen. Bei uns funktionierte die Taktik jedenfalls. Wir kauften das Magazin, sogar ohne die Möglichkeit es vorher durchzublättern denn es war in einer Plastikhülle zusammen mit einer Esquire-Spezialausgabe über Armbanduhren. Dass solche Sachen eine Plattform für Werbung sind ist klar, aber damit haben wir kein Problem. Solange Werbung informativ und gut gestaltet ist, ist sie uns lieber als manche propagandistischen Zeitungsartikel die einem viel schwerwiegendere Dinge verkaufen wollen als Uhren. Im Magazin ist ein längerer Artikel über den Schauspieler Marlon Brando, und ein weiterer über klassische Motorradmodelle von Triumph. Das Cover hat also nicht zuviel versprochen. Während die spanische Esquire manche Inhalte von der englischen Ausgabe als Übersetzung übernimmt, ist der Brando-Artikel ein Original von Chefredakteur
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Pripyat in Ukraine became a ghost town after the Chernobyl accident 1986. It's now seen in a new video for the Pink Floyd song Marooned from The Divison Bell whose 20th anniversary it is. See clip. Starts in space, then homes in on Pripyat. This wall painting seems like link between the two perspectives

Prypjat in der Ukraine wurde durch den Unfall im Atomkraftwerk Tschernobyl zur Geisterstadt. Jetzt ist Filmmaterial davon in einem brandneuen Pink Floyd Video zu sehen. Das Wandgemälde mit Raumfahrt-Romantik, links, kommt auch darin vor. Das Video, ein Link am Ende des Blogposts, wurde von Aubrey Powell gemacht. Seine Firma Hipgnosis hat viele Pink Floyd LP-Cover designt. Auch The Division Bell (1994) für dessen 20. Jubiläum das Video gemacht wurde. Es beginnt im Weltraum, zeigt mitunter eine verlassene Raumstation. Dann sieht man die Geisterstadt Prypjat mit seinen enigmatischen grauen Wohnkomplexen die sich mittlerweile im Zerfall befinden. Nach der Atomkatastrophe im nahen Tschernobyl mussten die ca. 50.000 Einwohner von Prypjat vermutlich ziemlich schnell evakuiert werden, wodurch manche alltäglichen Dinge die zurückblieben, so wie Spielsachen und Schulräume, aussehen als ob man sie erst gestern verlassen hätte. Obwohl mittlerweile fast dreißig Jahre vergangen sind. Man könnte solche Szenen und auch das Wandgemälde symbolisch deuten, vielleicht als
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We like the band Spirit, our fave song is Nature's Way, link in the post. Lawyers are now trying to prove that Zeppelin's Stairway to Heaven was copied from the Spirit song Taurus. Personally, while we see the similarity of the chord structure, Taurus's lack of vocals will make this a difficult case

Die Band hatte schon öfter Plagiatsstreitigkeiten, diesmal geht es um ihr berühmtestes Lied. Die Klage kommt von einem Anwalt der die Rechte des verstorbenen Musikers Randy California (1951-1997) von der US-Band Spirit vertritt. Deren Lied Taurus von 1968, hier ein Clip, soll angeblich die Vorlage für Stairway to Heaven gewesen sein. Dies erschien 1971 auf dem Studioalbum Led Zeppelin IV, links im Bild unsere gatefold Vinyl-LP. Hier ein Clip von Led Zeppelins Stairway to Heaven. Wir persönlich sehen eine Ähnlichkeit in der Akkordstruktur, bezweifeln aber ob das vor Gericht ausreichen wird. Das Lied Taurus ist ein Instrumentalstück und soweit wir wissen, gilt Copyright für Melodien und Texte, aber nicht für Akkordfolgen. Was Sinn macht, denn die meisten Rock- und Pop-Lieder bestehen nur aus einer Handvoll von typischen Akkordfolgen. Die werden teils schon ewig verwendet – so erinnern uns zum Beispiel die Akkordfolgen von Stairway sowohl als von Taurus an solche die in spanischer Flamenco-Musik vorkommen. Eine markante Eigenart von Taurus und auch Stairway sind zugegebenermaßen die gezupften aufgelösten Akkorde, Arpeggios genannt, die zu Bassnoten einer absteigenden Tonleiter gespielt werden. Aber auch das ist eine ziemlich gängige musikalische Form, in Klassik, Jazz und Folk. Hier zum Beispiel der Folk-Gitarrist Davy Graham im Jahr 1958 mit dem Lied
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The movie adaption Master & Commander (2003) with Russell Crowe gained the novels by Patrick O’Brian many new fans. While we're hoping and waiting for a sequel, these BBC radio dramatisations are a good. Link for part 1 below

Durch den Spielfilm Master & Commander: Bis ans Ende der Welt (2003) mit Russell Crowe bekamen die Bücher von Patrick O’Brian viele neue Fans. Der Film war stark und wir hätten gerne mehr davon. Bis dahin halten wir uns mit den BBC-Hörspielen über Wasser. Das Hörspiel kann online gehört werden, Link am Ende des Blogposts. The Mauritius Command (1977), auf Deutsch Geheimauftrag Mauritius, war O’Brians vierter Roman der sog. Aubrey-Maturin-Serie die zu Zeiten der Napoleonischen Kriege spielt. Die zwei Hauptfiguren sind Kapitän Jack Aubrey und der Schiffsarzt Stephen Maturin. Zu Beginn des Hörspiels kommt Maturin unerwarteteter Weise auf Besuch zu Kapitän Aubrey. Sein Freund Jack freut sich ihn zu sehen denn die Anforderungen des Ehelebens machen ihm zu schaffen. Nicht zuletzt die
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For a second we thought they've gone and done it, built a golf course in and around an amphitheatre. It's a collage but looking good and reminding us of a holiday in Tunisia years ago, with amazing monuments from Roman and Phoenician times. The ad pointing out there's good modern stuff too

Wir sahen diese Werbekampagne in einem englischen Magazin und dachten eine Sekunde dass es jemand fertiggebracht hätte, einen Golfplatz in und um ein Amphitheater zu bauen. Es ist natürlich eine Collage, aber sieht gut aus und erinnerte uns an einen Urlaub den wir vor Jahren in Tunesien machten. Wir waren auch in dem Amphitheater auf dem Foto. Auch ohne Golfplatz – davon gibt es welche an anderen Orten von Tunesien – ist El Djem ein eindrucksvolles Monument. Im Gegensatz zu vielen berühmten Stätten in Europa, kam es uns sehr untouristisch vor, Vielleicht war es Zufall aber wir waren damals, Ende der 90er Jahre, die einzigen oder so gut wie die einzigen Besucher im El Djem. Man kann als Tourist ja kaum etwas gegen Touristen einwenden aber wir fanden diese Einsamkeit cool. Wir hatten eine Gitarre im Auto und probierten den Sound mitten in der Arena aus. Zu anderen Zeiten hätte man dafür blitzschnell die Löwen auf uns losgelassen – obwohl der Song doch gar nicht so schlecht war! Was uns noch mehr beeindruckte als El Djem, war die alte römische Stadt Dougga, hier ein Foto. Dieser umfangreiche antike Ort mutete damals surreal an, zum einen weil wir wieder völlig allein dort waren, und zum anderen weil die Sachen so unberührt wirkten, zum Teil so gut erhalten als ob die ehemaligen Einwohner nur mal kurz weg wären und gleich wiederkommen würden. Es hat durchaus viel für sich wenn solche Stätten Informationsschilder, Zäune, Wächter und Rundführer haben. Aber wir fanden es super wie es war. In Dougga gibt es neben römischen Ruinen auch gut erhaltene Relikte der ursprünglichen berber- und phönizischen Kulturen Nordafrikas, hier ein Foto von einem 21 m hohen Grabmal in Dougga aus dem 2. Jhr. v. Chr. In Tunesien war ja das alte Karthago.
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April 19 is Record Store Day. It's good to support local stores. Like bookshops they have a hard time. We purposely turned the LPs around because this whole thing of actually handling a product is something the almighty web, never mind downloads, can't offer in the way a record store does

Der 19. April ist Record Store Day, zur Unterstützung von unabhängigen Plattenläden. Onlinehändler machen ja heutzutage ganz gute Geschäfte. Dagegen haben wir nichts, aber wenn man Leute links liegen lässt die Ladenmieten bezahlen um ihren Service am Laufen zu halten, dann sind Plattenläden bald ein Ding der Vergangenheit. Vielleicht nur noch in TV-Serien wie Der Letzte seines Standes vom Bayerischen Rundfunk zu sehen. Wir vermuten dass viele der noch existierenden Läden bestenfalls ihre Kosten decken und nur noch offen sind weil die Betreiber Musikfans sind. Die meisten Läden die wir kennen, verkaufen übrigens nicht nur Vinyl-LPs sondern auch CDs, DVDs, Poster, T-Shirts und dergleichen. Es ist also nicht nur etwas für Leute mit Plattenspieler. Obwohl, einen günstigen Plattenspieler im Angebot zu haben, quasi als Starter Pack, keine schlechte Idee wäre. Ein konkreter Vorteil von Plattenläden
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Trailer is online for the new BBC adaption of Jamaica Inn. A subtext of Daphne du Maurier's Gothic novel is, arguably, a conflict between Pagan religions and Christianity. There is also a BBC radio dramatisation online. Links below

Ein Trailer ist online für die neue BBC-Verfilmung Jamaica Inn (2014). Link am Ende des Blogposts. Die Romanvorlage aus dem Jahr 1936 wurde von Daphne du Maurier im Alter von 29 geschrieben. Sie las damals u. a. Autoren wie C. G. Jung, interessierte sich für Mythologien. Ein Subtext von Jamaica Inn, könnte man argumentieren, ist der Konflikt zwischen alten heidnischen Religionen und dem Christentum. Insofern ist es vielleicht nicht ganz ohne Signifikanz dass die Ausstrahlung der dreiteiligen Verfilmung Ostermontag am 21. April beginnt. Schwierig, mehr zu diesem Aspekt der Story zu sagen, ohne deren erstaunliche Wendung zu verraten. Die neue Verfilmung, von der Regisseurin der exzellenten TV-Serie Call the Midwife – Ruf des Lebens, sieht gut aus, wird es jedoch nicht einfach haben, den Vorgänger von 1983 zu
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Today's Google doodle is a man from Spain. That 's where our blog is based, so we rise to the occasion. The Andalusian philosopher Averroes (1126-1198) is in the top right corner among other Spanish personalities. Also check out a YouTube clip about the team who makes the doodles. Link below

Wir haben bisher keine Google Doodles kommentiert weil das normalerweise Welt, Spiegel, FAZ etc. tun und wir ungern Themen machen die ohnehin in sämtlichen Medien sind. Der heutige Google Doodle erscheint jedoch nicht bei Google Deutschland sondern in Spanien und soweit wir sehen auch bei Google.com. Es ist außerdem eine Persönlichkeit aus Andalusien, wo unser Blog herkommt. Wie der Zufall es wollte, sahen wir gestern einen recht interessanten Videoclip über das Team das die Google Doodles macht, Link folgt, und wollten das gestern schon in einem Blogpost erwähnen, kamen aber auf keine originelle Idee für ein Bild zum Thema, denn einfach das Google Logo oder einen Doodle zu verwenden, erschien zu 08/15. Der heutige Doodle gab uns die Idee, den andalusischen Philosoph Averroës (1126-1198) zusammen mit anderen berühmten spanischen Persönlichkeiten zu zeigen. Der Mann dessen 888. Geburtstag heute ist und der in Córdoba geboren wurde, ist ganz oben rechts im Bild als Statue zu sehen. Wir hatten schon öfters mal überlegt, wer und wie viele Leute an Google Doodles arbeiten. Wir hätten auf zwei oder drei getippt, aber es sind mehr Leute beteiligt. Es ist ein zehnköpfiges Team, hauptsächlich Illustratoren die noch jünger aussehen als man angenommen hatte. Der Aufwand der betrieben wird ist beträchtlich, so wurde zum Beispiel für den 117. Geburtstag der Tänzerin, Choreografin und Tanzpädagogin Martha Graham ein Mitglied ihrer Company gebeten, ihre Bewegungen vorzuführen so dass sie aufgezeichnet und per Computer animiert werden konnten. Wir finden es gut dass die Doodles oftmals an Leute erinnern die nicht unbedingt super bekannt oder gerade in Mode sind. In unserem Blog kam es bisher einmal vor dass wir, ohne es im Voraus zu wissen, ein Thema machten das tatsächlich auch in Deutschland zum Google Doodle wurde. Das war zum 225. Geburtstag des Dichters Joseph von Eichendorff, hier der Doodle und hier unser damaliger Blogpost. Nachfolgend der Videoclip über das Google Doodle Team in Mountain View, Kalifornien.

Info  Der Videoclip Behind the Scenes with the Doodle Team auf YouTube / und hier ein deutscher Wiki-Artikel über den Andalusier Averroës (1126-1198)  Pic  We used an excerpt of a Wiki collage of famous Spanish people, you can check out the complete pic and names here

There's a Dylan article in the Spanish April edition of Esquire magazine. Different cover than the US edition which had Danny DeVito on the cover. It's not based on a Dylan interview but well written and pretty long, ca. 4500 words, mostly about how Dylan managed to keep his life private

In der hiesigen April Ausgabe von Esquire ist ein längerer Artikel über Dylan, mit einem gut gemachten Cover. Der Artikel erschien in der amerikanischen Februar Ausgabe, die jedoch nicht Dylan sondern Danny DeVito auf dem Cover hatte. Go figure. Die Spanier haben, auch bei früheren Esquire Ausgaben, einen schönen schlichten Stil gewählt, ohne das Cover mit Schrift voll zu kleistern. Gracias. Für unseren Geschmack ist allein das Cover 3,50 Euro wert. Wenn Informationen heutzutage mehr oder weniger kostenlos erhältlich sind, ist gute künstlerische Gestaltung um so wichtiger denn damit kann man etwas machen das Leute mit nach Hause nehmen und sammeln wollen, nämlich mehr als nur Worte. Der Artikel ist, mit ca. 4500 Worten, jedoch gut geschrieben  Wir erfuhren darin mehrere Sachen die wir nicht wussten, was für uns einer der Maßstäbe für Artikel und Blogposts ist, uns nervt exzessiver Meinungsjournalismus. Der Artikel erzählt hauptsächlich wie Dylan über die Jahre sein Privatleben geschützt hat. Eine Eigenart die ihn von dem unterscheidet was zur Zeit in Mode ist. Auf dem Cover von Esquire (übrigens wieder mal ein Magazin das es mysteriöserweise nicht in Deutschland gibt) bekommt man einen näheren Blick auf ein Gerät das eine Art Markenzeichen für Dylan ist, oder zumindest war: Die Mundharmonika und der Halter der es ermöglicht, Gitarre und Harmonika zugleich zu spielen.

Wie hier in einem Clip mit einer Liveversion von Mr. Tambourine Man beim Newport Folk Festival 1964. Wir müssen gestehen dass wir uns als Kids
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The Kristen Stewart cover got us into checking out Marie Claire (Spanish April edition). Liked it. 244 pages with, besides plenty of fashion, some film, music and arts, also some fashion for kids. Why Marie Claire and also Vanity Fair aren't published in Germany anymore, is a bit of a mystery to us

Wir schauten heute Morgen im Zeitungsladen vorbei. Kristen Stewart war auf dem Cover von Marie Claire. Da konnten nicht widerstehen, zumal 3,50 Euro für 244 schön designte Seiten ein ganz guter Preis ist. Es ist tatsächlich auch ein längerer Artikel über die Schauspielerin drin, basierend auf einem Artikel aus der amerikanischen März-Ausgabe, ins Spanische übersetzt. Ein Vorteil den Magazine haben die in mehreren Ländern erscheinen: Material kann mehrfach verwendet werden. Was kein Problem ist solange das Material gut ist, das macht ja auch National Geographic. Für den Kristen Stewart Artikel hat der Marie Claire Autor die Schauspielerin in ihrem Haus in LA besucht und mit ihr gesprochen. Unterhaltsamer Artikel. In Deutschland erschien Marie Claire von 1990 bis 2003 bei Gruner + Jahr, hat sich aber, ähnlich wie das Vanity Fair Magazin, das beim
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We found a nice old photo of the legendary Rainbow Theatre in London. Here's a small selection of bands that played there, more after the break. The Art Deco building was a cinema in the 1930's More spacious than it looks. Band played to crowds of ca. 3000. Classic live albums and films were made there

Wir haben ein schönes altes Foto von Londons Rainbow Theatre gefunden. In den 1930ern als Kino namens Astoria im Art déco Stil gebaut, später Bühne für so ziemlich jede gute Band der Welt. Folgende Dates aus den 70ern sind nur eine kleine Auswahl. In den 50er Jahren spielten dort Leute wie Eddie Cochran, Dave Brubeck. In den 60er Jahren Count Basie, Sinatra, Louis Arnstrong, Beatles…und dann kam Progrock. Fans werden die Alben links im Bild kennen.

1972
14. Januar – Yes
26. Februar – The Steve Miller Band
17 – 19. Februar – Pink Floyd
1. Juli – Deep Purple
17. September – Stephen Stills & Manassas
18. November – Wishbone Ash
13. Dezember – King Crimson
14 – 16. Dezember – Yes
.
Wir hören beim Anblick dieser Konzertdaten einige Leser seufzen und wünschen, in der Nähe dieses alten Kinos gelebt zu haben. Im zweiten Teil des Blogposts kommt es fast noch dicker. Das Rainbow Theatre muss für Musiker etwas Attraktives gehabt haben. Eine gute Atmosphäre, vielleicht eine gute Akustik, vielleicht war die Kapazität von etwa 3000 Leuten gerade richtig. Es kommt ja ein Punkt wo Bands in riesigen Hallen kaum noch einen Draht zum Publikum haben. Pink Floyd wählten das Rainbow um im Februar 1972 erstmals einen Liederzyklus zu spielen und entwickeln der, damals noch Eclipse genannt, später als Dark Side of the Moon (1973) veröffentlicht werden sollte. Im Clip eine frühe Fassung von Time. Die Progrock-Band Yes spielte Dezember 1972 im Rainbow Lieder die auf dem Livealbum Yessongs (1973) zu hören sind, und drehte dort sogar einen Konzertfilm, hier ein Clip auf YouTube. Genesis spielten Februar 1973 im Rainbow erstmals das Album Foxtrot (1973). In den folgenden Jahren spielten im Rainbow sogar einige deutsche Bands, können Sie erraten welche? Lassen Sie sich von Konzertdaten in Teil 2 überraschen.
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There's rugged beauty and mystery in the paintings of Andrew Wyeth (1917-2009). His painting Wind from the Sea (1947), above, is part of the story behind his famous painting Christina's World (1948). From this window he saw the remarkable lady in the meadow. Check the BBC TV documentary. Link below

Andrew Wyeth (1917-2009) ist einer der beühmtesten amerikanischen Maler des 20. Jahrhunderts. Das Link für das TV-Doku über ihn folgt am Ende des Blogposts. Speziell eins seiner Bilder hat ikonischen Status. Es wird in Science Fiction Werken zitiert, zum Beispiel in Arthur C. Clarkes Romanfassung von 2001: Odyssee im Weltraum, ebenfalls in dem Tom Cruise Spielfilm Oblivion (2013). Auch Stephen King erwähnt das Bild in seiner Fantasy-Saga Der Dunkle Turm. Wir haben das Bild um das es geht, absichtlich nicht als Illustration für den Blogpost verwendet denn wir wollten es erst kurz vorstellen, weil man es dann mit anderen Augen sieht, vielleicht etwas genauer hinschaut. Das Bild, links, das wir stattdessen verwenden, hat jedoch eine direkte Verbindung. Nämlich, als Andrew Wyeth Wind from the Sea (1947) malte, sah er von diesem Fenster aus Christina zum ersten Mal. Zumindest zum ersten Mal auf die besondere Art in der sie in ihrer Welt lebte und sich bewegte. Die Frau war gelähmt, sie konnte sich auf den Feldern ihres Bauernhofs nur noch bewegen indem sie auf dem Boden herumrobbte. Das kann man auf den ersten Blick nicht wissen, in der Tat, das Bild wirkt auf Anhieb sogar wie eine ziemlich idyllische, wenn auch etwas geheimnisvolle Szene. Die Ambivalenz des Bildes, die Tatsache dass Dinge nicht unbedingt so sind wie sie auf den ersten Blick wirken, ist vielleicht einer der Gründe warum Leute wie Clarke und King das Bild Christina’s World (1948) zitiert haben. Der Maler Andrew Wyeth kam schon in den frühen 1940er Jahren auf Sommerferien mit seiner Familie als Mieter zum Olson House an der der Nordostküste von Maine, wo die unverheiratete Christina Olson zusammen mit ihrem Bruder lebte. Es war eine urig-schöne aber auch ziemlich karge Selbstversorger-Existenz. Die Leute hatten bis in die 50er Jahre keinen Strom, sammelten von ihrem Dach Regenwasser zum Trinken. So lebten
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Ten years ago today, on the 4th of Feb. 2004 Facebook was founded. Considering that we didn't have particulary strong feelings for or against the company, we found the movie The Social Network (2010) surprisingly entertaining. It's a good story

Heute vor 10 Jahren, am 4. Februar 2004 wurde Facebook gegründet. Was immer man von der Firma hält, die rasante Entwicklung des sozialen Netzwerks ist faszinierend. Wir fanden David Finchers Spielfilm über die Entstehung von Facebook ziemlich gut, waren fast überrascht dass er uns gefiel denn Facebook ist eigentlich nicht etwas zu dem wir eine ausgeprägte Meinung pro oder contra haben. Für uns gilt, wenn sich auf dem Marktplatz der Ideen etwas durchsetzt dann hat es etwas Nützliches an sich. Und niemand zwingt einen, es zu benutzten. Der Film beschäftigt sich nicht besonders mit technischen Dingen, man muss kein Computerprogrammierer sein um der Handlung zu folgen. Der Film zeichnet ein Bild von Mark Zuckerberg als Mensch, und wir wissen nicht genau wie sehr das zutrifft. Aber der Mann wird weder glorifiziert, noch als schlecht dargestellt sondern als eine komplexe Persönlichkeit die für uns einigermaßen plausibel rüberkommt. Wie des öfteren bei jungen erfolgreichen Firmengründern der Fall, wirkt Zuckerberg, gespielt von Jesse Eisenberg, im Film sehr intelligent und…etwas abgehoben, auf eine Art wie Leute die bei einem Gespräch nicht ganz beim Thema zu sein scheinen weil sie im Kopf schon längst
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It's National Storytelling Week in Britain: To keep alive the old craft of stories being told - which is not the same as reading them in books or on screens - is a good initiative. Someone who caught our eye is the professional storyteller Daniel Morden who tells Celtic legends accompanied by live music. See clip

Die Briten feiern diese Woche die alte Kunst des Erzählens. Es gibt Dutzende von Events, darunter Daniel Morden, der mit musikalischer Begleitung walisische Legenden erzählt. Siehe:

Tree of Leaf and Flame: Tales from the Mabinogi

‘In Gwynedd there lived a magician, Gwydion. His son Lleu had been cursed. he would never have a human wife. Gwydion took his son into the forest. there they gathered flowers with white petals, with yellow petals, with red petals. Gwydion whispered wizard’s words. The flowers lifted into a twisted spinning column. The white flowers became her skin, the yellow petals became her hair, the red petals became her lips. Gwydion had made his son a wife, and she was beautiful as a spring morning. Gwydion named her Blodeuwedd – flower face…’

Soweit der Beginn der Legende von Blodeuwedd, einer zentralen Figur des Mabinogions. So heißt die Sammlung mittelalterlicher Manuskripte die auf vorchristlichen keltischen Mythen beruhen. Blodeuwedd (sprich Blo-DEI-weth) wird von einem Zauberer aus Blumen geschaffen weil sein Sohn Lleu dazu verfucht wurde, nie eine Frau zu haben. Blodeuwedd ist schön aber die Ehe unglücklich weil sie Lleu nicht liebt. Als sie eines Tages allein ist, sieht sie von den Burgmauern aus einen Jäger namens Gronw (sprich: GRONN-uh). Die beiden verlieben sich. Blodeuwedd sagt Gronw dass sie sich wie eine Gefangene fühlt und die beiden beschließen ihren Ehemann Lleu umzubringen…Diese keltischen Legenden haben moderne Schriftsteller wie Tolkien inspiriert. Legenden, die ursprünglich mündlich überliefert wurden, gehören zu den Wurzeln der Literatur. Deshalb ist es eine gute Idee, die Tradition des Erzählens am Leben zu halten. Geschichten werden ja fast nur noch allein und in aller Stille auf Buchseiten oder Bildschirmen gelesen. An sich nützlich und nichts schlechtes. Aber Erzählen ist ein anderes Medium als Buchstaben, und wenn Marshall McLuhans These ‘Das Medium ist die Botschaft zutrifft, dann könnte es sein dass ein gewisser Teil von Geschichten verloren geht wenn wir sie nur noch lesen und nicht mehr hören.

Weitere Infos  Website für National Storytelling Week   http://www.sfs.org.uk/national-storytelling-week

Übrigens  Die Legende von Blodeuwedd hat auch ihren Weg in die moderne Jugendkultur gefunden. In seinem Roman Eulenzauber lässt der britische Schriftsteller Alan Garner sie und andere Figuren der Legende in der Gegenwart wiederauferstehen. Der Stoff wurde 1969 sogar verfilmt. Hier unser Blogpost über The Owl Service, inklusive YouTube Link zum Film online.

 

Mike Rutherford, above left, current and founding member of Genesis has published a memoir, the first one ever of a band member. The Living Years (2014) refers to the song of his solo project Mike + The Mechanics. One of our favourite songs ever. Though it's not always easy to live up to its message. See clip

Mike Rutherford von Genesis, im Foto links, hat das Buch The Living Years (2014) veröffentlicht. Die erste Autobiografie eines Bandmitglieds. Der Titel bezieht sich auf ein Lied von seinem Soloprojekt Mike + The Mechanics. Eins unserer Lieblingslieder. Auch wenn es nicht immer leicht ist dem Rat des Liedes zu folgen. Siehe Clip

The Living Years

”…I wasn’t there that morning
when my father passed away
I didn’t get to tell him
all the things I had to say
.
I think I caught his spirit
later that same year
I’m sure I heard his echo
In my baby’s new born tears
I wish I could have told him in the living years…”
.

Oben nur einige Schlüsselzeilen von einem Lied das ein weltweiter Hit war, mitunter Nummer Eins in Amerika. Vermutlich so erfolgreich weil der Sinn – nämlich die Trauer darüber dass man versäumt hat, ausgiebig mit seinen Eltern zu sprechen bevor sie gestorben sind – etwas ist das viele Leute nachvollziehen können. Im Video ist Mike Rutherford mit seinem damals im Jahr 1988, achtjährigen Sohn Tom zu sehen, wie sie an der herbstlichen Küste von Somerset entlang gehen und das Grab von ihrem Vater und Großvater besuchen. Auch Szenen in der uralten, idyllischen Kirche von Culbone in Somerset. Im Video sieht man auch ein gerahmtes Foto von seinem Vater. Dieses Foto ist auch auf dem Cover von Mike Rutherfords Buch. Der Genesis-Musiker nahm, wie wir in einem längeren Radio-Interview mit ihm hörten, die Beziehung zu seinem Vater als Rahmen um sein eigenes Leben und seine Karriere mit Genesis und anderen Projekten in eine Perspektive zu setzen. Eine Perspektive in diesem Fall wäre zum Beispiel die Kluft die fast zwangsläufig entstehen musste als ein Marineoffizier wie sein Vater, Jahrgang 1906, der zwei Kriege erlebt hatte, mit der alternativen Jugendkultur der 60er und 70er Jahre konfrontiert wurde. Sein Vater war nicht einmal besonders gegen das was sein Sohn machte, sondern konnte es
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French actress Jeanne Moreau is 86 today. She starred in good movies, like Louis Malle's Lift to the Gallows (1958) which has a Jazz soundtrack by Miles Davis. The CD has nice photos of Jeanne (above) with Miles and band during recording

Auf Deutsch als Fahrstuhl zum Schafott (1958) bekannt. Der Thriller mit Jeanne Moreau (links) wurde von dem 25 jährigen Regisseur Lous Malle (1932 -1995) in Paris gedeht. Eine spannende Story von einem scheinbar perfekten Mord der schiefgeht und seine Teilnehmer in zunehmend komplexe Situationen bringt. Der Killer bleibt, wie der Filmtitel andeutet, im Lift stecken, was eine Kette von Ereignissen in Gang setzt. Aber anders als man denkt. Die Aufzug-Szene ist nur eine von mehreren unerwarteten Wendungen. Jeanne Moreau spielt die Geliebte des Killers und geht, als er nicht zurückkommt, im verregneten Paris auf die Suche nach ihm, Sie sieht sein Auto vorbeifahren – mit einer anderen Frau auf dem Beifahrersitz – und denkt sie wurde betrogen. Aber der Wagen wurde geklaut, und zwar von einem anderen jungen und ebenfalls kriminellen Liebespaar, Wodurch die Geschichte noch komplexer wird und zu einem weiteren Mord führt. Wir bekamen neulich von einem netten Menschen die Soundtrack-CD zum Film geschenkt. Das Album hat den französischen Originaltitel Ascenseur pour l’échafaud (1958). Für unseren Geschmack hat die mehrfach aufklappbare Digisleeve CD ein viel schöneres Cover und Design als
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We took the kids to see the new Disney movie Frozen (2013). One of their best. Based on The Snow Queen, it incorporates various Scandinavian themes, including Sámi culture and some music inspired by Sámi folk music. Among the oldest in Europe, called Joik, it sounds beautiful. Check YouTube clip

Wir haben uns gestern mit den Kindern im Kino Die Eiskönigin (2013) angesehen. Starker Film, einer von Disneys besten. Der von Hans Christian Andersens Schneekönigin inspirierte Animationsfilm enthält eine Vielfalt von skandinavischen Elementen, eins davon ist die Sámi-Kultur, links ein Foto aus dem Jahr 1900. Was für uns besonders gut wirkte, war die Sámi Volksmusik die am Anfang des Films vorkommt, als die Kindheit von dem Sámi-Jungen Kristoff und seinem Rentier gezeigt wird. Diese Form von Sámi-Gesang wird Joik genannt, ist eine der ältesten Musiktraditionen Europas und klingt sehr schön. Disney hat sich für diesen Teil der Filmmusik an den norwegischen Komponisten und Joik-Musiker Frode Fjellheim gewandt und hier ist ein YouTube Clip von dem Lied Eatnemen Vuelie, etwa Gesang von der Erde. Man braucht etwas Geduld, es fängt leise an, steigert sich aber zu einem harmonisch komplexen und feierlichen Sound. Da wir gestehen müssen dass uns Joik Musik bis dahin kein Begriff war, hat der Film uns, neben seinem Unterhaltungswert, also durchaus etwas Wissenswertes mitgegeben. Ebenfalls interessant fanden wir dass als Hintergrund für die Geschichte einige berühmte norwegische Orte als Vorlage dienten, so wie die 700 Jahre alte Festung Akershus und Bryggen, das alte Hanseviertel der Stadt Bergen. Obwohl der Film eine ganze Menge an Gags enthält, hauptsächlich durch einen sprechenden Schneeman namens Olaf, überwiegen auf eine für uns willkommene Weise eher die Elemente die dem Film Spannung und Tiefgang verleihen. Zudem nimmt der Film gegen Ende eine überraschende Wende. Eine Pointe der Eiskönigin ist: Manche Leute, selbst Disney-Helden, sind mehr Schein als Sein. Insgesamt ein empfehlenswerter Familienfilm, nachfolgend ein deutscher Trailer.

Info  Ein Trailer für Die Eiskönigin – Völlig unverfroren (2013). Weitere Details zum Film in diesem deutschen Wiki-Artikel / und hier zum Thema der Sámi-Volksmusik namens Joik

 

Well, The Thirteenth Tale (2006) has been called a homage to Jane Eyre ''a story loved by a great many girls''. And we didn't need much prompting to fetch it from the bookshelf. Diane Setterfield's novel is good too and has been filmed by the BBC, with Vanessa Redgrave and Olivia Colman. Trailer below

Der Roman Die dreizehnte Geschichte (2006) war auch in Deutschland ein Erfolg. Jetzt gibt es eine BBC-Verfilmung. Trailer am Ende des Blogposts. Vanessa Redgrave spielt eine dem Tode nahe Schriftstellerin namens Vida Winter. Sie hat eine junge Biografin zu sich gerufen um ihre Geschichte aufschreiben. Über ihr Leben ist wenig bekannt, es gibt offenbar Ungereimtheiten und dunkle Geheimnisse die mit der Kindheit der Autorin zusammenhängen. Wer genau ist eigentlich Vida Winter? Wir erfahren ihre Geschichte in Rückblenden, im Film werden Vida und ihre Schwester als Kinder von den Schauspielerinnen Emmeline March und Sophie Turner dargestellt, letztere bekannt als Sansa Stark in Game of Thrones. Die Biografin, gespielt von Olivia Colman, gerät zunehmend in den Sog von Vidas Geschichten, muss sich mit ihrer eigenen Vergangenheit
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Donna Tartt's novel The Secret History (1992), above a German edition, is currently on BBC radio, read in 15 episodes. Link below. She was 19 when she started writing it and has described the novel as sort of a modern retelling of Bacchae

Die geheime Geschichte (1992), so der deutsche Titel des Debütromans von Donna Tartt, kann momentan auf BBC Radio gehört werden. Link am Ende des Blogposts. Eine Lesung in 15 Episoden, über den Zeitraum von drei Wochen. Ein bemerkenswertes Buch das wir seinerzeit verschlungen haben. Es geht um einen Mord in einem Internat und um eine Gruppe von Schülern die Griechisch studieren. Die Autorin sagte in einem Interview dass die Geschichte, die sie mit 19 begann zu schreiben und an der sie zehn Jahre arbeitete, eine Art moderne Nacherzáhlung  des griechischen Dramas Die Bakchen ist. Wir lasen den Roman auf Englisch, haben aber auch eine deutsche Ausgabe die uns vom Cover-Design her gefällt, links im Bild. Wir nahmen das Buch vor ein paar Tagen mit zum Strand um die Erinnerung etwas aufzufrischen. Es ist ein Roman den man alle paar Jahre wieder mal lesen kann, wobei man Dinge entdeckt die einem vorher nicht so auffielen. Wir hatten die Erwähnung der Mont Blanc Meisterstück Füllfederhalter vergessen. Schön, wenn man 500 Euro übrig hat. Wir erinnerten uns dass im Roman eine Passage von T.S. Eliots Das wüste Land zitiert wird, aber nicht dass auch ein Teil von dem Gedicht A Shropshire Lad (1896) von A. E Housman
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Duke Ellington (1899 -1974), born in the 19th century, played in cool movies in the 21st century. That's staying power. Delighted that Jeep's Blues plays a role in the acclaimed movie American Hustle (2013), see excerpt. Starts in Germany in Feb. 2014

Das Lied Jeep’s Blues von dem legendären Jazz-Musiker Duke Ellington (1899 -1974) spielt eine Rolle in dem neuen Spielfilm American Hustle (2013). Die Hauptdarsteller Christian Bale und Amy Adams kommen über Duke Ellington bei einer Party ins Gespräch miteinander. Die hübsche junge Dame hat ein Armband mit einem Bild vom Duke am Handgelenk. Das fällt Christan Bale auf, und als die Lady sich einen Snack vom Teller nehmen will, schnappt sich Christian Bale – den man vor lauter Bart, Goldkettchen, Rolex und Sonnenbrille auf Anhieb kaum erkennt – ihr Handgelenk und sagt: Du kennst Duke Ellington? Ja, sagt die Hübsche – er ist dieses Jahr gestorben. Aha, kombiniert der Blogger, wir befinden uns also im Jahr 1974. Ein Jährchen an das wir uns sogar noch erinnern, auch wenn wir damals noch in kurzen Hosen herumliefen.
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History of the Eagles Tour 2014: In Europe they play concerts in Belgium, Holland, England, Scotland and Ireland, according to the official website www.eaglesband.com. We take a look at the story behind the album Hotel California. Above, our vinyl LP

Die amerikanische Rockband The Eagles kommt 2014 nach Europa, es gibt Konzerte in Holland, Belgien, England, Schottland und Irland. Soweit wir auf der offiziellen Website www.eaglesband.com sehen können, sind momentan keine Konzerte in Deutschland vorgesehen. Für deutsche Fans wären In diesem Fall die Konzerte in Amsterdam (22. und 23. Mai) und im belgischen Antwerpen (25. Mai) das Naheliegendste. Tickets sind über die Medienfirma Live Nation erhältlich. Wir nahmen die Tour zum Anlass, eine schöne alte Vinyl-LP aus dem Schallplattenschrank zu holen, links im Bid, und etwas über die Entstehung des Albums zu recherchieren. Wie so oft bei klassischen Rockalben, waren die Bandmitglieder zum Zeitpunkt der Aufnahmen nicht unbedingt mehr die besten Freunde. Schon vor Hotel California (1976) hatten die Eagles enormen Erfolg mit dem Album One of These Nights (1975) gehabt. Erfolg bewirkt den Druck, weitere Erfolge zu haben und schafft Bands dadurch mehr Stress als je zuvor. Zudem hatten die Eagles sechs Monate lang am vorherigen Album gearbeitet und brauchten eigentlich Urlaub. Gemäß Manager Irving Azoff war die emotionale Situation explosiv und die Band sprach fast täglich davon sich zu trennen. Aber schon während der Entstehung des Lieds Hotel California hatte die Band auf einmal einen thematischen Leitfaden für ein neues Album. In etwa das Konzept von Kalifornien als Mikrokosmos, als Fantasiewelt, als Welt für sich – mit allen guten und schlechten Seiten. Diese Idee gab das der Band den Ansporn, über neun Monate an dem Album zu arbeiten. Gitarrist Don Felder hatte die spanisch angehauchte Akkordfolge von Hotel California auf einer 12-String-Akustikgitarre ausgearbeitet und zusammen mit dem Cha-Cha-Beat einer alten Rhythm Ace drum-machine auf einem TEAC four-track als Demo aufgenommen. Die Band nahm
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Surprised by Joy, indeed. It's the birthday of author C. S. Lewis (1898 - 1963). People who like the Narnia books will find the movie Shadowlands (1993) insightful and moving. Trailer below

Heute ist der Geburtstag des Autors C. S. Lewis (1898-1963).der übrigens auch vor fast genau 50 Jahren starb. Wer die Narnia Bücher mag, wird den Spielfilm Shadowlands (1993), links im Bild, bewegend und aufschlussreich finden. Ein Trailer folgt. Im Gegensatz zu Kinderautoren wie Astrid Lindgren, von der man als Mensch und Persönlichkeit ein gewisses Bild hat, war der Akademiker C. S. Lewis viel introvertierter, reservierter…man könnte ihn wohl als weltfremd bezeichnen. Am Anfang des Films ist eine Szene wo jemand den Bruder von C. S. Lewis fragt ob der Autor, bei allen seinen Kinderbüchern, eigentlich selber irgendwelche Kinder kennt? Der Bruder denkt ernsthaft nach und sagt dann, ohne einen Hauch von Ironie: Nein, ich glaube nicht. Darauf sagt C. S. Lewis, wundervoll gespielt von Anthony Hopkins, und ebenfalls ganz ernsthaft: Das stimmt nicht ganz, mein Bruder Warnie war einmal Kind und ich bin mit ihm aufgewachsen. Na bitte. Es stellt sich im Laufe des Films heraus dass Lewis, nachdem er neunjährig den Tod seiner Mutter miterlebte, sich emotional abschottete, sich durch seine Kinderbücher und auch seine akademischen Tätigkeiten auf dem Gebiet mittelalterlicher Literatur am Magdalen College der Universität Oxford quasi seine eigene kleine Welt erschuf. Er lebte, zusammen mit seinem Bruder, als Junggeselle in einem gemütlichen Backsteinhäuschen namens The Kilns wo er schrieb, gelegentlich das Pub The Eagle and Child besuchte und dann des Abends mit einer Tasse Kakao und einer Wärmflasche ins Bett ging. Bis eines Tages, als Lewis schon Mitte Fünfzig war, aus dem heiteren Himmel eine Frau in sein Leben hereinspaziert kam. Diese Frau, exzellent gespielt von Debra Winger, ist Amerikanerin und als Persönlichkeit so ziemlich das genaue Gegenteil von C. S. Lewis.
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We looked at the autobiography 'Tis Herself (2004) by Maureen O'Hara, who is 93 and still spending time in Ireland. We like this photo of her with John Ford working on The Quiet Man (1952). She and also John Wayne stayed over a month in Ireland and loved it. Check out a nice fan trailer for the movie. Link below

Schönes Foto von Maureen O’Hara beim Dreh für den kultigen Irland-Film Der Sieger (1952). Links im Bild John Ford. Der Regisseur hatte irische Familienwurzeln, ebenso wie Filmstar John Wayne. Hauptdarstellerin Maureen O’Hara wurde in Irland geboren und verbringt, mit ihren stolzen 93 Jahren, heute noch ihre Sommer auf der grünen Insel. Anhand ihrer Autobiografie ‘Tis Herself (2004) war The Quiet Man (1952), so der Originatitel, für alle drei ein persönliches Projekt das sie unternahmen obwohl es niemand dachte dass es ein großer Hit wird. Die Story von einem amerikanischen Boxer der in sein irisches Heimatdorf zurückkehrt, war eine zweistündige Liebeserklärung an Irland. So archetypisch irisch, es kam sogar, erstmals in einem Hollywood-Film, etwas gälische Sprache darin vor. Wenn es damals ein Erfolgsrezept gab, waren es Western wie Rio Grande (1950), an dem ebenfalls alle drei beteiligt waren. Für die Verwirklichung seiner irischen Romantic Comedy musste Ford jahrelange Vorbereitungen in Kauf nehmen bis er für die Story, eine Kurzgeschichte die er 1933 in einer Zeitung gelesen hatte, ein Drehbuch und Studio-Unterstützung hatte. Das Projekt, der erste mit Technicolor gedrehte Spielfilm in Irland, war ein finanzielles Risiko, und das Studio verlangte von Ford, Wayne und O’Hara als Gegenleistung dass sie zuerst Rio Grande (1950) drehten. Im Endeffekt wurde The Quiet Man (1952) einer der größten Erfolge des Jahres und zweifacher Oscargewinner dazu. Heute hat er besonders bei Irland-Fans Kultstatus. Die Drehorte in den Grafschaften Mayo und Galway, die aneinander grenzen. sind beliebte Urlaubsziele für Film-Fans.

Maureen O’Hara sagt in der Autobiografie dass das irische Dorf Cong, im Film Innisfree genannt, vor den Filmarbeiten weder Strom noch Telefon hatte. Echt? Dass Cong heute ein verhältnismäßig wohlhabendes Dorf ist, hat jedenfalls viel mit dem Film zu tun. Die naheliegende Burg Ashford Castle ist heute ein gut gehendes Luxushotel mit Golfplatz, damals im Sommer 1951 diente es als Unterkunft für Ford, Wayne und O’Hara, und auch als Drehort für einige Filmszenen. Es gibt in und um Cong ein Dutzend schöner Orte mit Verbindungen zum Film, von Thoor Ballylee, einem Turm in dem einst der Dichter W. B. Yeats lebte, bis zu dem kleinen Quiet Man Cottage Museum in Cong. In Pat Cohan’s Pub in Cong kann man heute sein Bier trinken, am selben Ort wo John Wayne
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A little story for Bram Stoker's birthday: Apparently, the original manuscript for Dracula, which went missing for decades after the author's death, turned up in a barn in Pennsylvania in the early 1980's. Today owned by Microsoft co-founder Paul Allen

Anlässlich des Geburtstags von Bram Stoker (1847-1912), eine interessante Story über das Originalmanuskript von Dracula (1897). Nachdem der Autor starb wurden zwar die 124 Seiten umfassenden Notizen und Recherchen für Dracula beim Londoner Auktionshaus Sotheby versteigert, aber das Manuskript für den Roman selber war nicht mit dabei. Es galt als verschollen. Rätselhafterweise tauchte Stokers Manuskript erst in den späten 1970er Jahren in Amerika, in einer Scheune im ländlichen Pennsylvania auf. Dort lag Stokers 541-seitiges Manuskript in einem Koffer. Stokers ursprünglicher Romantitel war The Un-dead, also Die Untoten. Wie das Manuskript in die Scheune gelangte, ist meines Wissens nicht völlig geklärt, aber das Manuskript wurde nach umfangreichen Begutachtungen von Literaturwissenschaftlern als
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It's the 70th birthday of Joni Mitchell. Songs like Ladies of the Canyon reflect her time in Laurel Canyon where she had a house in 60's, see photo above. Graham Nash lived with her and wrote the song Our House about it. Also, check out the documentary Woman of Heart and Mind. Link below

Es ist der 70. Geburtstag von Joni MitchelI. Das Titellied des Albums Ladies of the Canyon (1970) handelt von der Zeit als sie in der idyllischen Schlucht Laurel Canyon in Los Angeles lebte, links ein Foto von ihrem damaligen Haus. Graham Nash, der dort mit ihr lebte, schrieb ebenfalls ein Lied darüber, mehr dazu gleich. Hören wir erst Jonis Beschreibung

Ladies of the Canyon

‘Trina wears her wampum beads
She fills her drawing book with line
Sewing lace on widows’ weeds
And filigree on leaf and vine
Vine and leaf are filigree
And her coat’s a secondhand one
Trimmed with antique luxury
She is a lady of the canyon…’

(1. Strophe von Ladies of the Canyon, 1970)

Es folgen drei weitere Strophen. Mitchell singt von Frauen die in Laurel Canyon leben. Falls Sie sich fragen was wampum beads sind: Das ist traditioneller Indianerschmuck aus Muscheln. Weiterhin ist die Rede von selbstgemachten und secondhand Klamotten, und Frauen denen Kinder und Katzen um die Füße herum krabbeln. Allein schon so ein paar Worte und Zeilen versetzen den Hörer in eine andere Welt. Eine die sich vom Lebensentwurf der meisten Leute die heutzutage Mitte Zwanzig sind, wohl um einiges unterscheidet. Ob man das gut findet oder nicht, es ist auf alle Fälle ein faszinierendes Stück Zeitgeschichte das hier auf künstlerische Weise verewigt wird. Joni Mitchells Haus in der Lookout Mountain Avenue von Laure Canyon war übrigens auch der Ort an dem die Supergruppe Crosby, Stills & Nash zum ersten Mal zusammen spielte. Graham Nash schreibt in seiner gerade erschienenen Autobiografie Wild Tales: A Rock & Roll Life (2013) wie er Joni und seine zukünftigen Bandkumpanen an einem Abend im August des Jahres 1968 traf. Wir übersetzen nachfolgend frei und auszugsweise aus dem englischen Original:
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