We have a Swiftie in the family (and we also got tickets to see Taylor in concert in Europe 2024) so I bought one of these Time magazine editions - the one with the country girl look - kind of hoping there'd be a photo of her sitting on a John Deere!

‘No one wanted to play with me as a little kid…’ – Interessante Zeile, die in dem umfangreichen und lesenswerten Artikel von Time Magazine, links im Bild, erscheint. Zusammenhang und Herkunft der Zeile werden einige Swift-Fans wahrscheinlich erkennen. Gleich mehr dazu. Wir haben definitiv einen Swiftie in unserer Familie – und Tickets für das Taylor-Swift-Konzert in 2024 haben wir auch schon. Dass ich das Magazin kaufen musste, war klar. Es war nur noch diese Ausgabe vorhanden, obwohl es das gleiche Magazin mit zwei weiteren, völlig anderen Coverfotos gab. Die sind im Klein-format ebenfalls im Magazin zu sehen. Aber der Country Girl Look gefiel mir gut. Country war das Genre, in dem Taylor Swift anfing. Dass sie ihren Musikstil seitdem mit mehreren anderen Genres erweitert hat, zeigt, dass sie eine kreative und eigenständige Person ist. Wer sie unbedingt als ‘Produkt’ bezeichnen will, kommt nicht umhin, zuzugeben, dass Taylor Swift dieses Produkt oder diese Marke selbst erschaffen hat. Das ist auch heutzutage keineswegs gang und gäbe. Ich könnte jetzt reihenweise Sängerinnen (und Sänger) erwähnen, deren Musik und Texte von einem Heer von Produzenten und Komponisten erschaffen wird. Das ist nicht per se etwas Schlechtes, bedeutet aber, dass solche Interpreten in Liedern nicht wirklich ihre eigene Geschichte erzählen.

‘What if I told you none of it was accidental, and the first night that you saw me nothing was gonna stop me. I laid the groundwork and then, just like clockwork, the dominoes cascaded in a line. What if I told you I’m a mastermind, and now you’re mine. It was all by design. ‘Cause I’m a mastermind’ (Textausschnitt vom Song ‘Mastermind’ vom Taylor-Swift-Album ‘Midnights’ 2022)

Another of several photos by the Dutch-American fashion photographer duo Inez & Vinoodh in the Time magazine article, written by Sam Lansky. And before you ask: It's a Gibson guitar

Mit dem Resultat, zum Beispiel, dass weibliche Sängerinnen im Prinzip eine Weltsicht von männlichen Liederschreibern kommunizieren. Oftmals inklusive abgedroschenen Klischees. Zusammen mit den entsprechenden Musikvideos, kann das auf die ultimative Objektifizierung von Frauen hinauslaufen. Im Kontrast dazu singt Taylor Swift über ihr eigenes Leben oder ihre eigenen Vorstellungen und Ideen. Ich glaube, dass Hörer und Konzertbesucher das intuitiv merken und sich von dieser Authentizität angesprochen fühlen. Swifts Erfolg kommt nicht von Marketingkampagnen, sondern von Talent und Tiefgang. Aber bevor ich Lesern und vor allem Swift-Fans zu viele Sachen sage, die sie ohnehin schon wissen, hier eine interessante kleine Story aus dem Time-Artikel: Taylors Lied ‘Mastermind‘ (2022) – von dem auch obige Zeile ’No one wanted to play with me as a little kid’ – stammt, wurde von dem Film ‘Der seidene Faden’ (2017) inspiriert. Darin wird am Ende klar, dass die Protagonistin Alma eine kalkulierende, machiavellistische Person ist – sozusagen die ‘Mastermind’ – die alles, was passiert ist, im Voraus geplant hat. Swift sagt, dass dies eine Anschuldigung ist, die sie selber oft zu hören bekommt. Aber dass sie dies mittlerweile als Kompliment ansieht

 

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Radiofeature Die Deutschlandfunk-Sendung ’Taylor Swift: ‘Midnights’ – Mystischer Pop nach Mitternacht’ über ihr bisher neustes Album ‘Midnights’ (2022). Elissa Hiersemann im Gespräch mit Martin Böttcher. 9:18 Min. Mein Kommentar: Gute Sendung. Die Sprecher haben sich offenbar ausgiebig mit der Musik befasst

Fashion-Info Jacke, Denim Shirt & Rollkragenpullover auf dem Magazin-Cover im oberen Foto sind von Polo Ralph Lauren. Das schwarze Kleid im unteren Foto: Convertible Chenille Gown von der Marke Alaïa

Neu: WDR-Radiofeature über Taylor Swift Das Feature ’Swifties – Mehr als nur treue Fans?’ (2024) 20 Min.

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