Ian Mc Ewan's novel 'Machines Like Me' (2019) is set in an alternative history 1980s England, an England in which Alan Turing (1912-1954) is still alive and - besides social media and an internet - the first artificially intelligent androids already exist

‘Es war der Hoffnungsschimmer einer religiösen Sehnsucht, es war der heilige Gral der Wissenschaft…Künstliche Menschen waren ein Klischee schon lange, bevor es sie gab, weshalb sie manche, als sie dann endlich da waren, enttäuschend fanden.’ – Der Roman, der zur Zeit als englisches Hörbuch online ist, kommt gleich in den ersten paar Seiten auf den Punkt: Es geht um künstliche Intelligenz (KI) und menschlich aussehende Androiden. Wobei die Prämisse der in den 1980er Jahren spielenden Story jedoch eine sog. Alternativweltgeschichte ist. In diesem Fall eine Welt, in der das Genie Alan Turing, der britische Begründer der KI-Forschung und Informatik, noch lebt – anstatt 1954 im Alter von 41 Jahren gestorben zu sein. Der Autor stellt sich weiterhin vor, dass es in diesem England schon Internet, Social Media und selbstfahrende Autos gibt. Die Figuren im Mittelpunkt des Romans sind ein Android namens Adam und seine Besitzer, ein Paar namens Charlie und Miranda. Nachdem Charlie durch eine Erbschaft wohlhabend geworden ist, hat er einen der ersten kommerziell erhältlichen Androiden gekauft. Danach beginnen Charlie und Miranda, den Androiden nach ihren Vorstellungen zu programmieren. Der fast perfekte Android Adam erweist sich als clever, hilfreich…und gut aussehend. So gut aussehend, dass sich zwischen Charlie, Miranda und Adam eine Liebesbeziehung, eine Dreiecksbeziehung entwickelt. Dies führt im Laufe der Zeit zu einem Dilemma und zu komplexen Fragen, die der Autor Ian McEwan (Jahrgang 1948) in diesem Roman erörtert: Kann man den perfekten Menschen erschaffen? Was bedeutet es, Mensch zu sein? Können Maschinen jemals Menschen verstehen? Ich wünsche gute Unterhaltung beim folgenden Hörbuch.

Der erste wirklich funktionsfähige künstliche Mensch mit überzeugender Intelligenz und glaubhaftem Äußeren, mit lebensechter Motorik und Mimik kam auf den Markt, eine Woche ehe unsere Truppen zu ihrer hoffnungslosen Falkland-Mission aufbrachen. Adam kostete 86000 Pfund. Ich brachte ihn in einem gemieteten Transporter zu meiner schäbigen Wohnung in North Clapham. Es war eine leichtsinnige Entscheidung gewesen, befeuert von Berichten, dass sich Sir Alan Turing, Kriegsheld und größtes Genie des digitalen Zeitalters, dasselbe Modell hatte liefern lassen. (Aus ‘Maschinen wie ich’)

Roman als englisches Hörbuch online Hier die Lesung, eine BBC-Produktion, von Ian McEwans Roman ‘Machines Like Me’ (2019). Sprecher: Anton Lesser. Hier Teil 2 und Teil 3 und Teil 4 und Teil 5 und Teil 6 und Teil 7 und Teil 8 und Teil 9 und Teil 10. Produktion: Duncan Minshull. Hinweis: Dieses Hörbuch ist komplett, aber es ist – wie oft bei Hörbüchern – eine gekürzte Fassung vom Roman. Gesamtdauer: 2 St. 30 Min.

 

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Deutschlandfunk-Radiofeature über Ian McEwans Roman ‘Maschinen wie ich’ Die DLF-Sendung ‘Liebesgedichte eines Androiden’ (2019). Eine Sendung mit Hans von Trotha. 5:30 Min.

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