It's the birthday of Isaac Asimov (1920-1992). His Foundation Trilogy was made into a BBC radio drama and is on YouTube, link below. Apparently, it was inspired by Edward Gibbon's 'History of the Decline and Fall of the Roman Empire' (1776)

Es ist der Geburtstag von Isaac Asimov (1920 – 1992) und ein Hörspiel nach seiner berühmten Foundation-Trilogie ist auf YouTube, das Link ist unten auf der Info-Leiste. Auf dem Foto ist Asimovs ‘Foundation’ (1951) der erste Roman der Reihe. Daneben noch ein anderer Klassiker: Verfall und Untergang des Römischen Reichs (1776) von Edward Gibbon. Dieses Buch war angeblich die Inspiration für das Science-Fiction Epos und das scheint auch plausibel. Der Originaltitel von Gibbons Geschichtsbuch wird in Foundation leicht abgeändert zitiert. Als Hari Seldon vor Gericht befragt wird, antwortet er:

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‘I refer, gentlemen, to the developing decline and fall of the Galactic Empire’ chapter 6, Foundation (1951)  Isaac Asimov.

We got ot the Foundation trilogy as a 1970s box-set from the British publishers Panther. The three books - Foundation (1951), Foundation and Empire (1952) and Second Foundation (1953) - have cool cover illustrations by Chris Foss

Edward Gibbons inspirierendes Buch The History of the Decline and Fall of the Roman Empire macht übrigens, anders als so manches Geschichtsbuch, Spaß zu lesen. Es hat einen subtilen Humor und ist voll mit faszinierenden Informationen die auf antiken Quellen beruhen. Zu Isaac Asimovs Foundation: Menschen benutzen den Untergang Roms schon lange als eine Art Allegorie für die Probleme ihres eigenen Zeitalters. Asimov hat das auf eine gigantische Ebene übertragen. Der erste Foundation-Roman spielt um das Jahr 12.000 und ein junger Mathematiker namens Gaal Dornick kommt nach Trantor um für das aus 30.000 Wissenschaftlern bestehende Team von Dr. Hari Seldon zu arbeiten. Planet Trantor ist die regierende Zentrale des Galaktischen Imperiums, hier leben und arbeiten 40 Milliarden Menschen, großteils in der Verwaltung von Millionen von bewohnten Planeten. Aufgrund von neuen Raumfahrttechniken spielen Entfernungen keine Rolle mehr. Trantor ist ein kleiner Planet und die meisten der Milliarden von Bewohnern leben unterirdisch in Hunderten von Metern Tiefe. Das Leben ist komfortabel, aber das Problem ist dass das bestehende Galaktische Imperium in etwa 300 Jahren in Chaos und Anarchie versinken wird. Das hat der Mathematiker Hari Seldon mit komplexen statistischen Mitteln eines Wissenschaftszweigs namens Psychohistory kalkuliert. Dies ist eine erweiterte Version von heutigen Wirtschafts-´und Sozialwissenschaften, die wegen der enormen Menge an Informationen aus dem ganzen Imperium so gut wie exakte Vorhersagen treffen kann, zwar nicht für einzelne Menschen aber für Gesellschaften und Planeten insgesamt. Einer von vielen Gründen für den Verfall von Trantor ist die Herausbildung einer aristokratischen Kaste die vorrangig um den eigenen Machterhalt kämpft und keine Führungseigenschaften für das Imperium mehr hervorbringt. Der Mathematiker Seldon ist für die Genauigkeit seiner Vorhersagen bekannt, deshalb werden seine Erkentnisse über den kommenden Untergang von den Herrschenden als Gefahr im Sinne einer gesellschaftlichen Verunsicherung gesehen.

Seldon wird unter Ausschluss der Öffentlichkeit vor Gericht gestellt. Dort enthüllt er das Projekt an dem er arbeitet: Weil der Untergang des Imperiums sich nicht mehr verhindern lässt, will er zumindest dafür sorgen dass das kommende anarchistische Interregnum nicht 30.000 Jahre dauern wird, sondern nur 1000 Jahre. Dies will er durch die Foundation erreichen, die Zusammenstellung einer riesigen Galaktischen Enzyklopädie die dafür sorgen soll dass Technik und Wissen von Jahrtausenden nicht verloren gehen sondern später zum Wiederaufbau der Welt benutzt werden können. Asimov hat interessante Ideen und man wundert sich dass Foundation nach 60 Jahren noch nicht verfilmt wurde. Aber seine Geschichten sind nun mal nicht Cowboy und Indianer im Weltraum sondern eher intellektuell geprägt. Wir fanden die Asimov-Verfilmung I, Robot (2004) sehr gut, auch wenn der Stoff fürs Kino geändert wurde – aber das muss wohl sein. Bei so epischen Werken wie Foundation besteht dann, ähnlich wie ehemals bei Tolkiens Der Herr der Ringe die Sorge, dem Stoff und seinen vielen Fans nicht gerecht zu werden. Aber es scheint sich in Hollywood etwas zu tun und einer der Namen die für eine Foundation-Verfilmung im Gespräch sind, ist Roland Emmerich. Das würden wir eigentlich für keine schlechte Idee halten denn obwohl wir bei ein oder zwei seiner epischen Filme die Drehbücher etwas durchschnittlich fanden, waren die Filme visuell sehr stark. Und das ist bei Science-Fiction und der Darstellung von mehr oder weniger fantastischen Welten ja der springende Punkt. Auch wenn diese Welten und ihre Probleme im Grunde wohl eine verschlüsselte Darstellung unserer eigenen guten alte Erde sind.
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Asimov: Foundation-Trilogie als Hörspiel online  Das BBC-Hörspiel Teil 1 von 8 Teilen. Mit William Eedle (als Hari Seldon), Geoffrey Beevers (als Gaal Dornick), Lee Montague (als Salvor Hardin), Julian Glover (als Hober Mallow), Dinsdale Landen (als Bel Riose), Wolfe Morris (als Magnifico / The Mule) u. v. a. Sprechern. Hier Links für Teil 2 und Teil 3 und Teil 4 und Teil 5 und Teil 6 und Teil 7 und Teil 8. Produktion von 1973.

Interview Nachfolgend noch ein interessantes Interview mit Isaac Asimov auf YouTube in dem er, könnte man sagen, das Internet und so etwas wie Wikipedia vorschlägt: ‘…once we have outlets, computer outlets in every home, each of them hooked up to enormous libraries where anyone can ask any question and be given answers, be given reference material on something you’re intertested in knowing…’. Wobei Wiki für meine Begriffe Ähnlichkeit mit der Foundation hat. Zum Zeitpunkt des Interviews, 1988 gab es das Web noch nicht

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2019 News: Apple verfilmt Foundation Der neue Streamingdienst Apple TV+ hat eine 10-teilige Verfilmung von Isaac Asimovs Sci-Fi-Klassiker Foundation in Auftrag gegeben. Beteiligt an dem Projekt ist u. a. der US-Drehbuchautor David S. Goyer, der mit Christopher Nolan an der Dark-Knight-Trilogie arbeitete

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