Radio dramatisation of Ruiz Zafón's novel The Shadow of the Wind (2001) is online. Good production from German public broadcasters WDR. The story starts 1945 in Barcelona, with a visit to a secret library - the Cemetery of Forgotten Books

Barcelona, 1945: ‘Ich erinnere mich noch genau an den Morgen, an dem mich mein Vater zum ersten Mal zum Friedhof der vergessenen Bücher mitnahm’. So beginnt der millionenfach verkaufte Roman des spanischen Schriftstellers Carlos Ruiz Zafón. Und ebenfalls das WDR-Hörspiel von 2005 das sie nachfolgend online hören können. Der Junge namens Daniel wird von seinem Vater in eine geheime Bibliothek mitgenommen. Dort darf er sich ein Buch aussuchen und mitnehmen. Er wählt ein Buch von einem Autor namens Julian Carax. Das Buch heißt Der Schatten des Windes. Er liest es, ist von dem Buch fasziniert und will mehr über den Autor herausfinden. Aber dieser Julian Carax ist völlig in Vergessenheit geraten, in der Tat, es scheint als ob dunkle Mächte alles daransetzen, die letzten Exemplare seiner Bücher einzusammeln und zu zerstören. Das spornt Daniel um so mehr an, dem Geheimnis auf die Spur zu kommen. Mit der Hilfe eines Freundes namens Fermin beginnt Daniel eine Spurensuche die in die Zeiten spanischen Bürgerkriegs und auch in frühere Jahrzehnte führt. Dabei stoßen sie mitunter auf düstere Kapitel des Bürgerkriegs, und auf eine Liebesgeschichte von Julian und einer Frau namens Penelope. Ich mag Bücher in denen Bücher eine Rolle spielen – das fing bei mir mit der Unendlichen Geschichte von Michael Ende an. Was das Konzept von Ruiz Zafóns ’Friedhof der vergessene Bücher’ betrifft, glaube ich dass gedruckte Bücher, im Gegensatz zu E-Books, immer noch das beste Rezept sind, um zu vermeiden, in Vergessenheit zu geraten. Mitunter weil Bücher Sammlerobjekte sind. Meine englische Ausgabe The Shadow of the Wind (2001), vom Verlag Weidenfeld & Nicolson, oben im Foto, hat übrigens auf der Rückseite ein zeitgeschichtlich interessantes Zitat, das möglicherweise nicht auf deutschen Ausgaben steht: ‘You’ll drop everything and read the whole night through – you won’t be able to put it down until you’ve reached the end’ Joschka Fischer, German Vice-Chancellor. Er hätte Verkäufer werden können! Viel Spaß beim Hörspiel.

Nachdem mein Vater an diesem Abend die Buchhandlung geschlossen hatte, schlug er vor, ins Café Els Cuatre Gats in der Calle Montsió zu gehen, wo Barceló und seine Kollegen einen bibliophilen Stammtisch über poètes maudits, tote Sprachen und den Motten zum Opfer gefallene Meisterwerke unterhielten. ‘Na sowas, Sempere’, rief Barceló, als er meinen Vater hereinkommen sah, ‘der verlorene Sohn, was verschafft uns die Ehre?’ ‘Die Ehre verschaft Ihnen mein Sohn Daniel, Don Gustavo, der soeben eine Entdeckung gemacht hat.’ Ich schaute meinen Vater an. Der nickte. Wortlos reichte ich Barceló das Buch. Die anderen schauten ihm schweigens zu. ‘Carax. Interessant’, murmelte er in undurchdringlichem Ton. (Gekürzte Romanpassage, Der Schatten des Windes)

Carlos Ruiz Zafón: ’Der Schatten des Windes’ als WDR-Hörspiel von 2005 online Das Hörspiel mit Matthias Schweighöfer (als Daniel), Max von der Groeben (Daniel als Kind), Alexander Grill (als Don Gustavo Barceló), Michael Habeck (als Fermin), Sylvester Groth (als Julian Carax / Lain Coubert), Sigrid Burkholder (Penelope), Caroline Schreiber (als Nuria Monfort), Nina Weniger (als Beatriz Aguilar), Matthias Haase (als Miquel Moliner), Horst Bollmann (Isaac), Martin Bross (Tomás), Wolfgang Rüter (als Sempere, Daniels Vater), Christian Redl (Fumero), Hüseyin Michael Cirpici (Leutnant / junger Fumero), Gisela Uhlen (Jacinta), Walter Gontermann (Pater Fernando), Effi Rabsilber (als Clara Barceló), Ilse Strambowski (Nonne), Reinhard Schulat (Don Ricardo), Marie-Agnes Reintgen (Pförtnerin), Jochen Langner (Jorge), Maximilian Hilbrand (Polizist), Donata Höffer (Mutter Sophie), Astrid Meyerfeldt (Señora Aldaya), Gregor Höppner (Pater Ramos), Hartmut Stanke (Señor Aguilar). Übersetzung: Peter Schwaar. Musik: Pierre Oser. Technische Realisation: Gertrudt Melcher & Peter Hamacher. Redaktion: Hannah Georgi. Hörspielbearbeitung & Regie: Martin Zylka

 

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