In hindsight a photo with a tragic context: John Wayne and his sons with a geiger counter on the filmset of 'The Conqueror' (1956), filmed on a desert nuclear test site. A disproportionate number of cast and crew died of cancer in later years

Im Rolling Stone Magazine ist ein interessanter Artikel namens ‘The 50 Worst Decisions in Movie History’: Was die schlechtesten Entscheidungen waren, ist in manchen Fällen Ansichtssache: Ob dieser oder jener Schauspieler eine gute Wahl für einen Film war etc. Aber manche Desaster haben messbaren, sogar zutiefst tragischen Charakter. Dies war definitiv der Fall bei dem Spielfilm ‘Der Eroberer’ (1956), auf Nummer Eins der Liste vom Rolling Stone. Das Magazin kritisiert einiges am Film, aber ein unbestreitbares Desaster war, dass der Spielfilm auf einem Atombomben-Testgelände in Utah gedreht wurde, woraufhin 41 Prozent der Leute, die am Film arbeiteten, Krebs bekamen, und 21 Prozent der Leute an Krebs starben. John Wayne war einer davon. Auf dem Foto sieht man Wayne und seine Söhne mit einem Geigerzähler am Drehort des Films. Eine düstere Story. Die meisten anderen ‘Desaster’ auf der Liste sind eher kommerzieller oder künstlerischer Art oder schlichtweg Entscheidungen von Schauspielern, die im Rückblick ein Fehler waren: Man kann sich vorstellen, dass Will Smith bedauerte, die Hauptrolle Neo in Matrix (1999) abgelehnt zu haben. Gleichfalls, Matt Damons Nein zu ‘Avatar’ (2009. Aber niemand hat so viele Hauptrollen in erfolgreichen Filme abgelehnt wie Burt Reynolds: James Bond, Der Pate, Star Wars, Pretty Woman, Einer flog über das Kuckucksnest. Ebenfalls eine interessante Story, auf Platz 3 der Liste, ist dass die einst mächtige Videoverleih-Ladenkette Blockbuster im Jahr 2000 das Angebot ablehnte, für $50 Millionen eine Firma namens Netflix zu kaufen, die heute etwa  $200 Milliarden wert ist. Unter den Sachen auf der Liste, über die man sich streiten kann, sind einige Dinge, denen ich zustimme, auf Platz 39: Ja, warum nur hat Peter Jackson aus ‘Der Hobbit’ eine mittelprächtige Trilogie, anstatt einen einzelnen richtig guten Film gemacht? Andererseits: Warum soll Sofia Coppola in Der Pate III (1990) – Platz 43 auf der Liste – ein Desaster gewesen sein? Mir gefiel sie. Dann gibt es noch Storys, bei denen der Fehler eines Studios sich als Gewinn für den Regisseur erwies, Platz 32: George Lucas bot 20th Century Fox an, auf seine Gage von $500,000 zu verzichten und dafür die Rechte für Sequels und Merchandise (Spielzeug etc) zu bekommen. Fox nahm an. Lucas verdiente dadurch Milliarden. Und dann wäre da noch Platz 50: Hugh Grant hält 1995 am Bordstein des Sunset Boulevard an und gibt $50 aus, die ihm bald darauf teuer zu stehen kommen sollten und ihm zudem ein photografisches Porträt von der örtlichen Polizei bescherten. Mein Kommentar dazu? – No comment!

 

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Der Artikel im US-Magazin ‘Rolling Stone‘ zum Thema Hier der englische Artikel mit dem Titel ‘The 50 Worst Decisions in Movie History’ (25. September 2023) von Andy Greene. Hinweis: Soweit ich sehe, wurde diese Story bisher nicht von der deutschen Ausgabe von Rolling Stone aufgegriffen

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