It's the birthday of John Lee Hooker (1917- 2001). We take a look at one of his many Blues classics. Boom Boom appeared in the Bond film Skyfall, and Hooker played the song in a Lee Jeans commercial. We also like the version in the Blues Brothers movie, great atmosphere, including a fun thing at the end, arguing about who wrote the song. Well, John Lee Hooker did

Heute ist der Geburtstag von John Lee Hooker (1917-2001) und wir werfen einen Blick auf einen seiner vielen Blues-Klassiker. Das Lied Boom Boom erschien im neusten James Bond Film Skyfall (2012) als Version von The Animals, aber das ist ein ganz gutes Cover von 1964. Die alten Blues-Leute haben mit ihren eigenen Aufnahmen oftmals sehr wenig Geld verdient, weil sie über den Tisch gezogen wurden, und es ist möglich dass Hooker mehr an so einem Cover verdiente als an seinen eigenen Aufnahmen. Boom Boom wurde auch von den Chicago Blues Fans The Yardbirds aufgenommen, mit dem Gitarristen Eric Clapton, und 1966 sogar als Single in Deutschland veröffentlicht. Zum Glück lebte Hooker lange genug um im Alter etwas von der Kohle zu kriegen die ihm zustand, wir fanden es gut ihn in der Werbung für Lee Jeans zu sehen. Der Werbespot ist mittlerweile 20 Jahre alt und sieht immer noch gut aus. Jeans und Blues passen gut zusammen, und das Lied wurde damals wieder ein Chart-Hit. Hooker spielte Boom Boom auch in dem Spielfilm The Blues Brothers (1980), die Aufnahme von dem Lied wurde 1979 in Chicagos berühmter Maxwell Street gemacht, dem Geburtsort des Chicago Blues. Das Publikum und die Atmosphäre ist super. Am Ende des Lieds machen die Musiker ein paar Gags darüber wer das Lied geschrieben hat. Aber Boom Boom kann man Hooker nicht streitig machen. Den Liedtitel würden wir als Peng Peng übersetzen, die ersten Zeilen der Originalversion von 1962 lauten ‘Boom boom boom boom, I’m gonna shoot you right down, right offa your feet, take you home with me, put you in my house’. Wobei das shooting hier im Sinn von ‘jemanden von Hocker hauen’ gemeint ist, er will das Herz einer Frau im Sturm erobern, sie mitnehmen und in sein Haus befördern. Also aufgepasst, Ladies!

Der Mann hatte seinen ureigenen Musikstil, der etwas Raues und Kantiges an sich hat. Er spielte mit unkonventionellen Gitarrenstimmungen und Taktmaßen. Auf seinen frühsten Aufnahmen spielte er nicht mit elektrischer sondern akustischer Gitarre. In den 1940er Jahren waren Bluesmusiker, mangels Geld und Equipment, meist eine Art One Man Band. Als Rhythmus hatte Hooker Kronkorken von Bierflaschen in den Schuhsohlen und stampfte mit dem Fuß. Um sich finanziell über Wasser zu halten, arbeitete Hooker früher mal bei Ford, und war auch einige Zeit in der Armee. In der Tat hat Hooker einmal angedeutet dass er sich als drei Jahre älter ausgab um den Armee-Job zu bekommen. Ob er nun im Alter von 80 oder 83 starb, feststeht dass er bis kurz vor seinem Tod Musik machte, live auftrat und eine Menge guter Musik hinterlassen hat. Blues-Leute wechselten früher oftmals die Musikverlage nahmen nicht immer ganze Alben sondern auch viele Singles auf, deshalb sind Kompilationen eine gute Kaufempfehlung. Unsere 2-CD The Very Best Of John Lee Hooker, oben im Bild, enthält 45 Lieder und gefällt uns sehr gut. CD1 ist elektrisch, CD2 akustisch. Eine weitere empfehlenswerte aber auch teurere Kompilation ist John Lee Hooker: The Ultimate Collection 1948-1990, mit 31 Liedern.

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Info  Deutscher Wiki-Artikel über John Lee Hooker / Hinweis: Das Schwarz-weiß Foto, oben rechts, ist nicht Teil des 2-CD-Sets  Photo The larger photo, above, is not part of the 2-CD set The Very Best of John Lee Hooker which, with 45 songs, is a pretty good compilation. Alternatively, check out the critically acclaimed The Ultimate Collection 1948-1990, which also has songs from the 80′s and 90′s

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