'Wait for the sun on a winter's day and a beam of light shines across the floor...'. A line from the song Newgrange by Clannad. Besides solstice related light effects, monuments like Newgrange in Ireland may also have some unusual acoustic properties. There's a BBC docu online. Link below

Es gibt ein Lied von Clannad über das 5000 Jahre alte irische Hügelgrab Newgrange in dem es heißt: ‘Warte auf die Sonne an einem Wintertag und ein Lichtstrahl erscheint am Boden...’. Diesen spektakulären Effekt gibt es tatsächlich in Newgrange, links. Einmal im Jahr zur Wintersonnenwende illuminiert das Licht der aufgehenden Sonne einen 22 Meter langen Gang im Inneren des Newgrange Monuments und führt genau zu der darin enthaltenen Grabkammer. Diese Eigenschaft von Newgrange wurde erst 1967 entdeckt. Es ist durchaus anzunehmen dass zukünftig weitere Entdeckungen gemacht werden. Ein relativ neues Forschungsgebiet hat den Namen Archaeoacoustics. Momentan ist ein Doku auf BBC-Radio dazu online. Link folgt. Wer Lust hat kann, apropos Klang, vorher das oben erwähnte Lied über das Monument auschecken. Wir wählten die Coverversion von der Gruppe namens Celtic Woman. Newgrange ist älter als Stonehenge und in seinen Steinen sind rätselhafte triskelenförmige Verzierungen, im obigen Bild zu erkennen. Solche Verzierungen sind auch im Inneren des Monuments, sie werden sichtbar wenn das Licht der Wintersonnenwende in das Monument eindringt. Der Forschungszweig Archaeoacoustics beschäftigt sich damit ob und inwiefern Monumente und auch prähistorische Kunst wie Höhlenmalereien und Gravuren eine absichtliche Verbindung mit Klangeigenschaften der Stätten haben. Für das folgende Doku über Newgrange untersuchten Aaron Watson und David Keating von Reading University das Monument von innen. Sie benutzten dazu elektronische Geräte die gleichmäßige, messbare Geräusche wie 1/f-Rauschen oder Rosa Rauschen erzeugen.

Ein Effekt der untersucht wurde, ist die sog. Helmholtz-Resonanz. Das sind Töne die beispielsweise erzeugt werden wenn man mit den Lippen über einen Flaschenhals pustet. Diese Töne können in größeren Räumen sehr tief sein, sogar außerhalb des menschlichen Hörbereichs. Aber sie haben einen Effekt auf Menschen. Helmholtz-Resonanz spielt zum Beispiel eine Rolle in der Autoindustrie, wo man Klangeffekte im Innenraum von Autos untersucht. Als Fahrer kennt man ja starke akustische Effekte die nur zu entstehen scheinen wenn man das Fenster einen bestimmten spaltbreit öffnet. So ähnliche Effekte entstehen auch in Monumenten, zum Beispiel wenn Wind vor dem Eingang weht. Es ist vorstellbar dass solche wetterbedingten Effekte vor Jahrtausenden sehr eindrucksvoll auf Menschen wirkten. Ebenfalls wenn Monumente auf bestimmte Frequenzen von Trommeln oder menschlichen Stimmen reagieren. Auch die triskelenförmigen Gravuren im Inneren scheinen die Klangeigenschaften zu verändern. Wobei man nicht vergessen darf dass jedes Bauwerk, prähistorisch oder modern, bestimmte Klangeigenschaften hat. Ob das im Voraus geplant wurde oder im Nachhinein unerwartete Klangeffekte von Monumenten bewirkte, sei dahingestellt. Wir waren einmal in einer spanischen Tropfsteinhöhle die in der Steinzeit bewohnt war. Im Eingangsbereich war ein von der Decke hängender Stalaktit. Wenn man mit der Faust dagegenklopfte, entstand ein tiefer glockenähnlicher Klang. Schwer zu sagen, oder zu beweisen, ob das vor Jahrtausenden ein Kultobjekt war. Aber eins müssen wir sagen: Der Stalaktit sah verdammt abgegriffen aus.

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Weitere Infos BBC-Doku Stone Age Sound. Online 6 Tage / und ein Wiki-Artikel über das Forschungsgebiet Archaeoacoustics

YouTube-Doku zum Thema  Obige BBC-Doku ist nur begrenzte Zeit online. Hier eine andere Sendung namens Sounds from the Stone Age, mit ähnlicher Thematik

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