Inspired by the 2012 photographic research results, we tried to get a new look at the Rice portrait and took a photo of a print in natural light. This looks different than other pics in the web. For us, the wide apart eyes and the fairly thin lips look indeed like a younger version of the Cassandra portrait. Click to enlarge

Für uns hat schon immer viel dafür gesprochen dass das sogenannte Rice Portrait Jane Austen als Teenager zeigt. Was die wissenschaftliche Beweislage erschwert hatte, waren Reinigungs- und Ausbesserungsarbeiten die im Laufe der Jahre an dem Bild vorgenommen wurden. Um eine ältere Version von dem Bild zu sehen, wurde eine Schwarzweiß-Fotografie aus dem Jahr 1910 untersucht. Ein digitaler Scan mit hoher Bildauflösung für forensische Zwecke, von der Firma Acumé Forensics in Leeds, enthüllte vor Kurzem den Namen Ozias Humphry, der als Autor des Bildes lange umstritten war, und den Namen Jane Austen. Von der Jahreszahl sind nur die Ziffern 178 deutlich erkennbar, wobei die schwer erkennbare vierte Zahl eher eine 9 als eine 8 ist. Im Jahr 1789 war Jane Austen vierzehn Jahre alt. Vor dieser neuen Beweislage war ein Hauptargument der Zweifler immer Jane Austens Kleidung im Porträt (hier die kompette Version bei Wikipedia) gewesen: Diese Art von Kleid, argumentierten sie, wäre erst fünfzehn Jahre später in Mode gekommen, als Jane um die Dreißig war, zu alt für das Porträt. Ein Argument das uns nie überzeugte, u. a. weil Mode eine ungenaue Wissenschaft sein kann. Selbst heutzutage tragen Leute Klamotten die der Mode voraus oder hoffnungslos hinterher sind. Aus Zufall oder auch konkreten Gründen, so kam der Stil von Jane Austens Kleid zum Beispiel in Frankreich in Mode, lange bevor er England aufgegriffen wurde. Und die Austens hatten in der Tat familiäre Verbindungen mit Frankreich. Wir sind sicher dass es immer noch Zweifler geben wird, Leute die sagen dass die Namen Ozias Humphry und Austen später hinzugefügt wurden. Aber hätten die Besitzer des Bildes (die ebenfalls Austen-Familienverbindungen hatten) wirklich erlaubt, dass diese Beweise absichtlich ‘gereinigt’ werden und erst hundert Jahre später im Labor wiederentdeckt werden? Glauben wir nicht. Wir wollten im Licht der neuen Erkenntnisse auch einen neuen Blick auf das Porträt werfen, denn die Scans die es im Internet gibt, sind nicht sehr ausdrucksvoll. Wir verwendeten deshalb einen physischen Print von dem Porträt und fotografierten es im Sonnenlicht, was andere Aspekte hervorbringt als ein Scan. Obwohl Jane hier jünger und fröhlicher ist als auf dem späteren Bild das ihre Schwester Cassandra von ihr machte, sind hier die selben weit auseinander liegenden Augen und relativ schmalen Lippen sichtbar. Auch die Haarfarbe passt. Wenn Sie obiges Bild durch anklicken vergrößern sehen Sie, unserer Meinung nach, Jane Austens Gesicht wie Sie es noch nie gesehen haben. So ging es uns jedenfalls und das fanden wir ziemlich bewegend.

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