Fred Vargas is the pseudonym of the French historian and archeologist Frédérique Audoin-Rouzeau. Her psychological thriller This Night's Foul Work (2006) was adapted as a radio dramatisation by German public broadcasters WDR, link below

Anspruchsvolles Hörspiel von 2007 mit vielen renommierten Sprechern. Link folgt am Ende des Blogposts. Nach einem starken Roman der französischen Schriftstellerin, Historikerin und Archäologin Frédérique Audoin-Rouzeau, deren Pseudonym übrigens varg-AH ausgesprochen wird. Es geht um eine rätselhafte und bizarre Mordserie. Die Story spielt in Paris und in der Normandie. Ermittler ist der Pariser Kommissar Adamsberg. Im Foto, meine englische Ausgabe, mit ganz anderem Titel und Buchcover als die deutsche Ausgabe, auf der nur ein Skalpell ist. Mal ehrlich, die Engländern und Amis machen interessantere Cover, oder? Zumal der Hirsch tatsächlich eine Signifikanz hat. Es ist kein Spoiler zu sagen dass die Verbindung zum König des Waldes etwas damit zu tun dass Hirsche, was ich zuvor nicht wusste, einen kreuzförmigen sog. Herzknochen in ihrem Herzen haben. Aber das ist nur ein Teil des Puzzles von einer Story die in ihrer Komplexität an P. D. James erinnert. Ich geb gerne zu dass ich das Hörspiel, das ich vor dem Buch kannte, zweimal anhören musste um alle Details einzuordnen. Ich habe auch nicht vorausgeahnt, wer für die Morde verantwortlich war. Die Story lenkte zudem meine Aufmerksamkeit auf das psychologische Phänomen der Dissoziation, einer Art von Persönlichkeitsabspaltung die jedoch nicht identisch mit Schizophrenie ist. Alles in allem, ein bemerkenswerter psychologischer Thriller, der mit Erwähnungen von Gedichten, Legenden und alten Geheimrezepten auch mythologische Elemente hat.

Während er dem Doktor am Telefon zuhörte, fiel Adamsbergs Blick auf ein Bild das über seinem Hotelbett hing, ein Waldmotiv auf dem eine Hirschkuh mit ihrem Kitz unter Laubwerk zu sehen war. ‘Ein Weibchen mit Jungtier’, hätte Robert gesagt. Adamsberg hatte das Telefon aufgelegt und sah wie hypnotisiert immer noch auf das Bild. Und plötzlich begann er zu ahnen, was ihm bis jetzt noch gefehlt hatte. Wenn er nicht irrte, und so unmöglich es auch schien – es steckte ein Knochen im Herzen des Hirschs. Ein Knochen der ihn geradewegs zu der dritten Jungfrau führen würde. (Gekürzte Passage)

Aber wird Kommissar Adamsberg den Tod einer dritten Frau verhindern, und mehrere frühere Morde aufklären können? Keine einfache Aufgabe. Sollte Adamsberg es schaffen, sollten wir ihm eine Flasche von diesem deutschen Kräuterlikör spendieren. Der französische Originaltitel des Romans bedeutet übrigens wörtlich ‘In den ewigen Wäldern’, was auch auf dem Originalcover von Dans les bois éternels (2006) schön düster und geheimnisvoll repräsentiert wird. Die Story beginnt unscheinbar, mit Kommissar Adamsberg in seiner Freizeit, bei der Renovierung eines alten Hauses das er gekauft hat. Ein Nachbar erzählt ihm dass hier von Jahrhunderten ein brutaler Mord stattfand und dass es seitdem in dem Haus spukt. Könnte das etwas mit der Mordserie zu tun haben mit der er bald darauf konfrontiert wird? Ich wünsche spannende Unterhaltung.

 

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Fred Vargas: ‘Die dritte Jungfrau’ als Hörspiel von 2007 online Das WDR-Hörspiel mit Volker Risch (als Commissaire Adamsberg), Peter Fricke (als Adrien Danglard), Karin Anselm (Gerichtsmedizinerin Dr. Ariane Lagarde), Christian Redl (als Louis Veyrenc), Klaus Herm (Gerichtsmediziner Dr. Romain), Hans Schulze (als Lucio Velasco), Gabriele Blum (Lieutenant Violette Retancourt), Fabian Sattler (Estalère), Daniel Berger (Justin), Hanns Jörg Krumpholz (Mordent), Sascha Icks (Froissy), Walter Renneisen (Pfarrer), Heinrich Giskes (Friedhofswärter), Reinhard Schulat (Bastien), Jens Wachholz (Lavoisier), Matthias Ponnie (Robert), Horst Mendroch (Angelbert), Artur Niederfahrenhorst (Gratien), Katherina Wolter (Bettina), Götz Argus (Lieutenant Noël), Gereon Nußbaum (Polizist), Ludger Burmann (Stimme 1). Übersetzung: Julia Schoch. Bearbeitung: Frank-Erich Hübner. Musik: Ralf Haarmann. Viola: Petra Stalz. Erzählerin: Krista Posch. Tontechnik: Benno Müller vom Hofe, Peter Hamacher. Regieassistenz: Sven Töniges. Regie: Frank-Erich Hübner

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