What I like about Bernard Cornwell's The Last Kingdom (2004) and the TV series is that he avoids fashionable cliches like 'Vikings good, Christians bad' - or the opposite. Instead he shows how from different cultures came one great England

Online als Lesung von Gerd Andresen. Link folgt am Ende des Posts. Der Brite Bernard Cornwell hat viele historische Romane und Romanreihen geschrieben, inklusive ‘Stonehenge’ (1999) und der Sharpe-Serie, die ich auch sehr gut finde. Aber mein Favorit ist diese Uhtred-Saga, die im Jahr 866 n. Chr. beginnt und von einem Jungen handelt, der in die Kriege zwischen christlichen Briten um Alfred den Großen und eindringenden heidnischen Eroberern aus Skandinavien gerät. Die Reihe beruht weitgehend auf Fakten – sie erzählt, wie England entstand – und ist obendrein spannend geschrieben. Nichts gegen Fantasy à la ’A Game of Thrones’, aber Cornwell ist für mich noch lesenswerter. Auch die BBC-Verfilmung ist sehr gut. Im Foto, meine englische Ausgabe vom ersten Roman der Saga, mit einem der Stars der TV-Serie auf dem Cover: Alexander Dreymon als Titelheld Uhtred. Als etwa 10-jähriger Junge erlebt er wie sein Vater in einer Schlacht mit aggressiven und kampferprobten Wikingern aus Dänemark getötet wird. Da der kleine Uhtred Kampfgeist zeigt, finden die Wikinger Gefallen an ihm, nehmen ihn bei sich auf. Anfangs als Geisel um ihn später von den Briten freikaufen zu lassen. Aber es stellt sich heraus dass am Hof seines verstorbenen Vaters Intriganten herrschen die Uhtred, den rechtmäßigen Nachfolger, lieber tot als lebendig hätten. Der Junge ist jetzt besser bei den Wikingern aufgehoben, wächst bei ihnen auf und lernt ihre Bräuche und Lebensart kennen. Er wird einer von ihnen. Aber wird Uhtred eines Tages gezwungen sein, sich zu seiner Herkunft zu bekennen und Waffen gegen die Leute zu erheben die ihn zu einem starken Krieger großgezogen haben? Einer der Vorzüge der Reihe ist dass sie Klischees wie ‘Christen gut, heidnische Wikinger böse’ oder auch das Gegenteil (das heute mehr in Mode ist) vermeidet. Bernard Cornwell macht etwas besseres, er zeigt, wie aus dem Zusammentreffen von verschiedenen Kulturen ein mächtiges Reich namens England entstand. Ich wünsche spannende Unterhaltung bei den Romanen, bei der Lesung und der Verfilmung.

Ich weiß nicht, wie mein Vater meinen Namen geschrieben hätte – er konnte weder lesen noch schreiben; ich aber kann beides, und wenn ich manchmal die alten Schriftrollen aus der Holztruhe hole, sehe ich den Namen mal Uhtred oder Utred, mal Ughtred oder auch Ootred geschrieben. Diese Schriften beurkunden, dass Uhtred, der Sohn Uhtreds, alleiniger Besitzer jener Länder ist, deren Grenzen gewissenhaft markiert sind von Steinen und Deichen, Eichen und Eschen, von Sümpfen und vom Meer, und ich träume von diesen wilden Ländern unter dem windzerwühlten Himmel. Ich träume von ihnen und weiß, dass ich sie mir eines Tages von denen, die sie raubten, wieder zurückholen werde. (Gekürzte Zeilen aus dem Roman ’Das letzte Königreich’ dem ersten Buch der Uhtred-Saga)

BBC-Verfilmung Hier ein längerer Trailer für ‘The Last Kingdom’. Die exzellente TV-Serie ist auf Deutsch synchronisiert erhältlich, und in vielen Ländern auch auf Netflix, aber es scheint keinen deutschen Trailer auf Youtube zu geben. Neben Alexander Dreymon (als Uhtred), Emily Cox (als Brida), Ian Hart (als Beocca), David Dawson (als König Alfred) u.v.a. ist Rutger Hauer (1944-2019) stark als alter Wikinger-Runenleser

 

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Interview Mit Autor Bernard Cornwell persönlich, mit Kommentaren zur Uhtred-Saga. Erstaunlich, aber wahr: Als Cornwell vor Jahren seinen leiblichen Vater in Kanada aufsuchte, fand er durch Nachforschungen heraus, dass er mit einer historischen Person namens Uhtred verwandt ist – was zur Inspiration für die Bücher wurde

Hörbuch Die ‘Uhtred-Saga’ als deutsches Hörbuch online, eine Lesung von Gerd Andresen. Produktion: 2013

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