As Sting's new album The Last Ship (2013) is about childhood memories, we take a look at his autobiography Broken Music (2003) and the river theme in the 1991 song All This Time. There's also a little docu about the new album. Link below

Stings neues Album The Last Ship (2013) handelt von Kindheitserinerungen an das nordenglische Wallsend. Vor dem Reihenhaus seiner Eltern war der Schiffsbau der Swan Hunter Werft allgegenwärtig. YouTube Links zum Auschecken des Albums sind am Ende des Blogposts. Anhand einen Blicks in Stings Autobiografie Broken Music (2003), links im Bild, spielte die Werft tatsächlich eine große Rolle im Leben der Leute. Sting erinnert sich, als Junge in den 50er Jahren den Bau der riesigen Schiffsrümpfe miterlebt zu haben, wie sie unweit vom Elternhaus entfernt, das Sonnenlicht blockierten und wie Skelette von prähistorischen Monstern wirkten. Er sah die Entstehung einiger berühmter Schiffe, wie die Esso Northumbria, die seinerzeit das größte Schiff der Welt war. Stings Vater Ernest arbeitete selber mehrere Jahre in einer Firma die Maschinen und Turbinen für Schiffe baute, und auch Stings Großvater Tom war im Schiffbau tätig. Die Schiffbau-Thematik erschien schon auf Stings früherem Soloalbum The Soul Cages (1991). Auf dessen Cover ist ein Schiffsrumpf und ein Schweißgerät. Das Lied All this Time, eins von Stings besten, hier ein Musik-Clip mit Bild vom Cover, handelt indirekt vom Tod seines Vaters: Ein Junge wünscht sich dass er seinen Vater, der bei einem Unfall auf der Werft tödlich verletzt wurde, ein Seebegräbniss in der Tyne geben könnte, dem Fluss der das Leben der Leute in guten sowie auch in schlechten Zeiten bestimmte. Ein weiterer auffälliger Aspekt an Stings Kindheit ist, wie bei vielen Musikern, dass Musik schon im Elternhaus eine Rolle spielte.

Seine Mutter Audrey spielte gut Klavier und sein Vater sang ein bisschen. Lieder wie Goodnight Irene, ein Walzer von dem Bluessänger Huddie ‘Leadbelly’ Ledbetter. Er mochte auch Big Band Musik à la Dorsey Brothers und Benny Goodman. Mutter Audrey brachte im Laufe der Zeit auch Rock and Roll Schallplatten wie Elvis Presleys All Shook Up mit nach Hause, mochte aber auch Musicals wie Oklahoma! und My Fair Lady. Eine Vielfalt an Einfüssen ist bis heute in seinem Musikstil bemerkbar. Sting spielte als Kind diese Sachen bis zum Gehtnichtmehr und lernte Tricks die man mit Plattenspielern machen kann. Als er selber Musiker wurde, spielte er 33 rpm LPs mit 45 rpm ab, weil Basslinien dadurch eine Oktave höher und somit leichter rauszuhören waren. Solche Geschichten zeigen dass musikalisches Talent nicht nur vom Himmel fällt, sondern auch auf Kindheitserfahrungen beruht und gefördert werden kann. Stings Familiensituation war aber nicht durchweg idylisch, so scheinte er mit seinem Vater eine komplizierte Beziehung gehabt zu haben. Um so trauriger weil sein Vater, und auch seine Mutter beide ziemlich jung starben, mit 57 und 53 respektive. Regelrecht tragisch an der Familiengeschichte erscheint uns dass Sting – aus Gründen die er zwar aufzählt aber für unsere Begriffe nicht vollends verständlich machen kann – es ablehnte bei den Begräbnissen seiner Eltern anwesend zu sein. Obwohl ihn der Tod der beiden sehr traf. Vielleicht ist das Album The Last Ship 82013) ein Schiff das sich immer noch auf der Reise nach Hause befindet.

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Info  Kleines Doku über The Last Ship (2013) auf YouTube / Eintrag für das Album bei Wiki / Obiges Buch von Sting gibt es auch auf Deutsch, es ist als Broken Music: Die Autobiografie im Onlinehandel erhältlich. Wir haben die englische Ausgabe und fanden das Buch interessant und gut geschrieben.

Avenita Kulturmagazin