Eagles: We love that Country + Hippie + Hopi Indian thing on some of their earlier albums. Though today we take a closer look at their song 'Hotel California'. The new film 'History of the Eagles' was shown at Sundance 2013. See trailer below

Eine der erfolgreichsten Bands aller Zeiten, mit Klassikern wie Hotel California. Wir haben uns gerade den Trailer für ein neues Doku über die Eagles angesehen: Sieht gut aus und ein Link dafür ist unten auf unserer Info-Leiste. Die Band hatte ursprünglich eher alternative Wurzeln, eine Art Mischung aus Country, Hippie und Hopi-Indianer Ikonografie. Davon kommt etwas im LP-Design von On The Border (1974) rüber, siehe Foto links. Das Album ist musikalisch für uns zwar nicht das beste der Band, aber es ist es unser Lieblingscover und steht zuhause auf dem Kaminsims. Es hat etwas handgemachtes an sich, als ob es jemand gerade mit Filzstiften auf ein altes Stück Pappe gemalt hätte. Etwas von jenem do-it-yourself Ethos der frühen 70er Jahre. Den Namen Eagles wählte die Band wegen Verbindungen zur Mythologie der amerikanischen Indianer. Da steckt ein bisschen Carlos Castaneda darin. Ähnliche Bands und Musiker wie Grateful Dead, Crosby, Stills Nash & Young und Gram Parsons waren auf ihre eigene Weise erfolgreich, aber wir vermuten dass die Eagles mehr als zehn mal so viele Alben verkauft haben wie alle drei zusammen. Warum? Hauptsächlich wegen den ausgefeilten, extrem radiotauglichen Liedern der Eagles. Darüber hinaus steckte die Band großen Aufwand in die Produktion, verbrachte viel Zeit im Studio damit, den Klang der Lieder zu perfektionieren. Lieder wie One of These Nights (1975) stecken voller ausgefeilter Details die durch verschiedene Ebenen von Echo-Effekten zur Geltung kommen. Erstaunlich komplex für eine Gitarren-Band mit damaliger analoger Aufnahmetechnik. Gleichzeitig verkörperten die Eagles vom Image her die Jungs vom Land, mit Schnurbärten und Holzfellerhemden. Junge Typen die lässig und erfolgreich zugleich waren, in anderen Worten: Der Mythos von Kalifornien. Dieser Mythos, von einem Lebenstil bei dem man Cowboy und Indianer, reich und alternativ zugleich sein kann, hat sich mehr oder weniger bis heute gehalten. Grüße an Silicon Valley. Und man könnte argumentieren dass Bands wie die Eagles diesen Mythos erfunden haben. Er kam jedenfalls gut an, auch in den grauen, regnerischen, nordischen Gefilden dieser Erde. Die Band selber stand diesem Mythos im Laufe der Zeit jedoch durchaus kritisch gegenüber und verarbeitete seine faszinierenden und dunklen Seiten in ihrem berühmtesten Lied Hotel California (1976). Während dem instrumentalen Intro, bevor der Gesang anfängt, kann man darauf achten wie der  Rhythmus und die Akkordstruktur des Lieds Elemente hispanischer Musik einbezieht und somit auch die ereignisreiche Geschichte Kaliforniens reflektiert. Los Angeles? Das ist Spanisch für einen Ort namens Die Engel.

‘On a dark desert highway, cool wind in my hair
Warm smell of colitas, rising up through the air
Up ahead in the distance, I saw a shimmering light
My head grew heavy and my sight grew dim
I had to stop for the night’   (Ausschnitt von Hotel California, 1976, Eagles)
Hier ist die Romantik von Autofahrten durch wüstenähnliche Gegenden, mit dem Wind in den Haaren. Es muss also ein Cabrio sein. Das Wort colitas war, wie wir lasen, einfach ein spanisch klingendes Fantasiewort für Joints. Als es dunkel wird sieht der Typ ein Hotel und hält an. Eine Frau mit einer Kerze in der Hand öffnet ihm die Tür und er denkt: Dies könnte der Himmel oder die Hölle sein. Das Hotel ist voller Leute die eine reiche aber isolierte und letztendlich leere Existenz leben: tanzen und Champagna trinken. Gespräche drehen sich hautsächlich um Schmuck von Tiffany und Autos von Mercedes. Als der konsternierte Gast um einem Glas Wein bittet, sagt man ihm man  ihm – und hier kommt ein englisches, allegorisches Wortspiel – man hätte diesen spirit hier schon seit dem Jahr 1969 nicht mehr gehabt. Vielleicht eine Anspielung darauf dass der alternative Hippie-Traum zu einer Farce geworden ist? Jedenfalls merkt der Gast bald dass man aus diesem Hotel namens California nie wieder richtig auschecken kann, sondern zu einem ewigen, freiwilligen Gefangenen darin wird. Dann folgen starke Gitarrensolos, erst von Joe Walsh, dann von Don Felder. Dann verschmilzen die beiden Gitarrenklänge in Harmonien und bringen ein Lied zu Ende das zurecht als Rockklassiker gilt. Für unsere Begriffe gibt es übrigens ein Coda zu Hotel California: In den 80er Jahren als die Eagles auseinanderbrochen waren, veröffentlichte Don Henley, Schlagzeuger der Bamd, der zudem Co-Autor und Sänger von vielen Eagles Liedern, inklusive Hotel Califonia war, ein Lied namensThe Boys of Summer (1984). Nicht nur ein starkes Lied sondern – eine Seltenheit in den von Bands wie Duran Duran dominierten 80er Jahren – auch ein starkes Video. Das Lied handelt scheinbar von einer Entäuschung über den Werdegang der Ideale seiner Generation. Starker Stoff, obvwohl wir uns immer gewünscht hatten dass auf Don Henleys Zeile ‘Ich sah einen Deadhead Sticker auf einem Cadillac’ eine musikalische Antwort von Grateful Dead gekommen wäre, etwa wie : Und wir sahen einen Eagles Sticker auf einem Jaguar!   

 

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Info  Trailer für den Dokumentarfilm The History of the Eagles (2013) von der Regisseurin Alison Ellwood
By the way  We’d always sort of hoped that to the Don Henley line ‘I saw a Deadhead sticker on a Cadillac‘ there would follow a musical reply from the Grateful Dead, something like: We saw an Eagles sticker on a Jaguar. But then Don Henley might have gone ballistic with something like: I saw a Deadhead sticker on a  HUMMER, yeah! And God knows where it might have ended.
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Avenita Kulturmagazin
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