The biography by Piers Paul Read is full of interesting information. Today on the birthday of Alec Guinness (1914–2000) we look at some passages about Star Wars

Zum heutigen Geburtstag von Alec Guinness (1914 – 2000), erzählen wir aus ein, zwei Passagen von Piers Paul Reads autorisierter Biografie Alec Guinness (2003) die, soweit wir sehen, nur auf Englisch erschienen ist. Gegen Ende des Jahres 1975, während Alec Guinness in Los Angeles war um Eine Leiche zum Dessert (1976) zu filmen, bekam er von George Lucas ein Drehbuch für einen Sci-Fi Film ins Hotelzimmer geschickt. Guinness, der Katholik, fand die Idee vom Kampf zwischen Gut und Böse attraktiv und traf sich mit George Lucas im Restaurant Sorrentino’s zum Mittagessen. In seinem Tagebuch beschreibt Guinness den jungen Regisseur als jemand mit wenig Sinn für Humor – aber er mochte Lucas. Im Januar 1976 bekam Guinness ein Angebot von 150.000 Dollar plus eine ca. 2 % Beteiligung am producer’s profit. Dreharbeiten für Star Wars begannen März ’76 in den EMI Studios, England. Nach einem Mittagessen mit Lucas und Produzent Gary Kurtz, startet Guinness mit Proben für das Lichtschwerter-Duel mit Darth Vader. In seiner lakonischen Art vermerkt er dass David Prowse ein Riese von einem Mann ist, aber er den Verdacht hat dass er kein Schauspieler ist, wenn auch Mitglied von Equity, der Schauspielergewerkschaft. Guinness findet Mark Hamill und Harrison Ford sympathisch aber sagt dass er sich bei ihnen fühlt wie 90, und behandelt wird als ob er 106 sei. Guinness war damals Anfang 60. Zwischen dem 20. März  und 5. April ist Guinness, begleitet von Ehefrau Merula, beim Dreh in Tunesien, an den Orten Djerba und Tozeur. Ihm gefallen die Kulissen und Kostüme aber findet es nicht leicht, sich in die Rolle von Obi-Wan Kenobi hinein zu versetzen. Er findet das Drehbuch vage und ist zudem davon irritiert dass George Lucas noch nicht entschieden hat ob er die Figur leben oder sterben lassen will.

In 'Adel verpflichtet' (1949) spielte Alec Guinness acht Rollen, siehe oberes Foto. Unten: Guinness mit Joan Greenwood in der Ealing Komödie 'Der Mann im weißen Anzug' (1951)

Seine Arbeit für Star Wars ist am 16. Juni 1976 beendet. Guinness fühlt sich erschöpft und muss zudem für eine kleinere Operation ins Krankenhaus. Als er sich gegen Mai 1977 erholt hat und gerade dabei ist, seine Rolle für Alan Bennetts Theaterstück The Old Counrty (1977) einzustudieren, bekommt er einen Anruf von George Lucas. Er sagt Guinness dass Star Wars gute Kritiken erhalten hat. Im Juni 1977 bekommt Guinness einen Brief von Peter Glenville, einem guten Freund, der ihm beschreibt wie in Amerika Tausende von Leuten wegen Star Wars vor den Kinos stehen und von Polizisten auf Pferden unter Kontrolle gehalten werden müssen. Zudem sei aufgrund von 20th Century Fox’s Gewinnaussichten der Dow Jones Aktienindex angestiegen. Glenville findet Guinness gut im Film, wie eine Art Prospero-Figur, und sagt ihm dass Noël (wir vermuten Coward, Red,) den Film ebenfalls mag. Als Guinness den fertigen Film ansieht, ist er selber beeindruckt, wenn auch nicht von seinen Dialogzeilen. Gegen Ende Juli 1977 wird Guinness klar dass seine Zwei und ein Viertel Prozent Gewinnbeteiligung ihm ein Vermögen verdienen werden. Seine Bank ruft ihn an und sagt dass sie 308.552 Pfund für ihn erhalten habe. Weitere 131.700 Pfund folgen im November. Guinness trifft George Lucas und Produzent Gary Kurtz Mai 1979 in London zum Mittagessen. Lucas erzáhlt ihm enthusiastisch von einem Filmstudio das er auf einer Ranch in der Nähe von San Francisco bauen will. Lucas fragt Guinness ob er bereit wäre, ein, zwei Tage Dreharbeiten für Das Imperium schlägt zurück zu drehen? Guinness hat keine Lust, williigt aber ein, nicht zuletzt als Dank für George Lucas’ Großzügikeit. Gegen Ende des Jahres 1981 wird Guinness von George iund Marsha Lucas zu Cecconi’s eingeladen. Lucas möchte ihn für Die Rückkehr der Jedi-Ritter. Als The Times 1982 seine Einnahmen für das vorherige Jahr mit über 4 Millionen Pfund beziffert, sagt Guinness, die Zahlen seien monströs übertrieben. Alec Guinness hat, soweit wir sehen können, weit über eine Million Pfund an Star Wars verdient. In den 70er Jahren ein echtes Vermögen. Er musste allerdings – wenn wir es richtig verstanden haben – damals in England über 90 % Steuern bezahlen. Den Rat, aus Steuergründen für ein paar Jahre im Ausland zu leben, schlägt er aus.

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Info   Das Buch Alec Guinness: The Authorised Biography (2003) von Piers Paul Read und alle im Artikel erwähnten Alec Guinness Filme sind im Handel erhältlich.

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