Nice 2014 dress from Dolce&Gabbana, inspired by a Victorian technique called decoupage, the layering of flower images, which in turn was influenced by an 18th century lady called Mary Delaney. See some of her work in part two

Auffällige Blumenmuster auf diesem D&G Kleid von einem Herbst/Winter 2014 Showcase. Inspiration war offensichtlich Decoupage, eine Technik die im 19. Jahrhundert sehr beliebt war. Alle möglichen Objekte, Möbel, Schachteln etc. wurden mit Papier verziert das per Leim in mehreren Schichten aufgeklebt wurde. Man benutzte dafür die dünnen Schichten von Papierservietten die mit Motiven, meist Blumen bedruckt waren. Weil man für diese Serviettentechnik, so der deutsche Name, lediglich alltägliche Haushaltsprodukte benötigte, entwickelte sich Decoupage zu einem weit verbreiteten Hobby, vor allem bei Frauen der gehobenen Mittelschicht. Heutzutage ist es seltener, aber die Technik hat anhand von zahlreichen Anleitungs-Clips bei YouTube immer noch eine Fan-Gemeinde. Ein, zwei Links folgen am Ende des Blogposts. Decoupage-Schachteln sind auch noch in Dekorationsläden zu finden. Wir haben selber ein paar davon auf dem Wohnzimmerschrank stehen, voll mit Fotos und dergleichen. Interessanterweise wurde die viktorianische Decoupage-Mode von einer Frau inspiriert die einige Jahrzehnte früher, zu Zeiten von König George lebte, in der Tat mit der Königsfamilie befreundet war. Mary Delaney, einer 72-jährige Witwe, war 1782 aufgefallen dass Geranienblüten einem farbigen Stück Papier ähnelten das sie hatte.

Mary Delaney (1700-88) used thin sheets of coloured paper, layered and cut out precisely to achieve the look and shape of real flowers she portrayed. Some 1700 specimens. Above, a sample of her work that today is in the British Museum

Sie begann, aus dem Papier exakte Kopien der Blüten auszuschneiden, legte dann dünne Papierschichten übereinander um den genauen Farbton zu erreichen. Gleichfalls mit den anderen Teilen der Blumen. Dann klebte sie die Teile, Dutzende, manchmal Hunderte, auf einen schwarzen Untergrund aus Papier. Die Resultate von Mrs. Delaneys akribischer Arbeit sahen den echten Blumen so spektakulär ähnlich dass sie die Aufmerksamkeit von Botanikern erweckten. Man brachte Mary Delaney, damals zu Zeiten vor der Fotografie, seltene Planzen um sie zu dokumentieren. Die Lady hatte eine Nische entdeckt die ihr die Trauer um ihren verstorbenen Ehemann erleichterte und zudem ein beträchtliches Einkommen bescherte. Ihre Pflanzenbilder wurden für Drucke, später in Form von Servietten für Decoupage verwendet. Heute sind Motive, die zumindest zum Teil von Delaney beeinflusst sind, auf Kleidern von Dolce&Gabbana zu sehen. Die Lady machte in den letzten Jahren ihres Lebens die unglaubliche Anzahl von ca. 1700 Papier-Mosaiken, wie sie die Bilder nannte. heute befinden sich viele davon im Britischen Museum.

Weitere Infos  YouTube Clips über Mary Delaneys Technik  / und Decoupage zur Verzierung

Avenita Kulturmagazin