Yes, we had a couple of days of rain, but things are back to normal again: Shorts and T-shirts...certainly on the weekends, like last Sunday on Mälaga's Playa de la Misericordia

Wir hatten Ende September ein, zwei Tage starken Regen, im typischen andalusischen Stil, sprich: nach Monaten ohne einen Tropfen Wasser, kommt es dann eimerweise. Das war letzten Freitag, aber schon am Samstag war, zumindest hier bei uns nahe der Küste, der Spuk vorbei. Und am Sonntag liefen die Leute am Strand wieder mit T-Shirts und kurzen Hosen herum. So ist das hier. Und so ist es den ganzen Herbst lang, oft sogar noch um die Weihnachtszeit. Andalusien ist nun mal vom Klima her so etwas wie das Kalifornien von Europa. Wir waren am erwähnten Sonntag, dem 30. September, an einem guten Strand in Málaga City, namens Playa de la Misericordia. Unter Touristen weniger bekannt – hier trifft man viel mehr Spanier – ist Misericordia ein empfehlenswerter Geheimtipp für Familienausflüge. Der Schornstein im Hintergrund ist ein restauriertes Industriedenkmal, gleich mehr dazu. Auf dem Foto sieht man hauptsächlich die Promenade, aber rechts davon ist ein großer Sandstrand auf dem alle paar Meter verschiedene Kletter-  und Spielplätze für Kinder sind. Dies ist ein ausgesprochener Familienstrand, auch mit vielen recht günstigen Strandrestaurants, vom Preis her besser als Orte wie Marbella und Puerto Banus. Einige der Restaurants von Playa de la Misericordia sind praktischerweise so nah an den Spielplätzen dass man die Kinder in gesegneter Ruhe vom Tisch aus beobachten kann. Auf dem Foto sieht man rechts zwischen den zwei Laternenpfosten die Stadt und die Bucht von Málaga. Auf der Promenade kann man kilometerweit spazieren oder Fahradfahren. Es gibt längere Strecken mit spezifischen Fahradwegen, aber so weit wir sehen konnten, scheint es hier niemanden zu stören wenn man auf der Promenade fährt. Der Strand von Misericordia, was übrigens Barmherzigkeit bedeutet, geht nach etwa einem Kilometer in den Strand und die Promenade des Playa San Andrés über, der dann direkt in den Hafen und das Zentrum von Málaga führt, beides übrigens Sehenswürdigkeiten die wir in anderen Blogposts wie diesem hier beschrieben haben. Der Schornstein war in den 1920er Jahren Teil einerMetallfabrik, die so nah am Meer lag weil die Produkte dann direkt von Mälagas Hafen aus verschifft werden konnten. Der Schornstein wurde 1923 von einem deutschen Ingenieur namens Baron Felix von Schlippenbach fertiggestellt und hat in Málaga den Spitznamen Mónica – was für Spanier leichter auszusprechen ist als der Name des Barons. Schade eigentlich, oder? Soweit wir wissen, hat vor 20 Jahren mal ein junger Bursche per Spraydose eine Liebeserklärung für ein Mädchen namens Mónica an den Turm geschrieben. Der Schriftzug ist weg, aber der Name blieb. Die beiden sind heute verheiratet, haben zwei Kinder und kommen, obwohl sie mittlerweile in Teneriffa leben, jedes Jahr zum Urlaub an den Strand von Málaga. Keine schlechte Idee.

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