My Penguin paperback edition of Paula Hawkins' thriller 'A Slow Fire Burning' (2021). Setting is London's Regent's Canal, with houseboats and surrounding streets and houses. A whodunit - reminding me of Ruth Rendell - that would make a good movie

Paula Hawkins hatte mit ‘Girl on the Train’ (2015) großen Erfolg, inklusive einer starken Verfilmung. Ihr neuer psychologischer Thriller ‘Wer das Feuer entfacht’ (2021) ist jetzt als deutsches Hörbuch online, gelesen von Britta Steffenhagen. Link folgt am Ende des Posts. Im Bild ist meine englische Ausgabe ‘A Slow Fire Burning’. Wenn man das Cover zum Vergrößern anklickt, sieht man zwei Gesichter im Rauch. Der Roman, ein Whodunit das Fans von Ruth Rendell oder Barbara Vine gefallen wird, hat einen interessanten Handlungs-ort: Londons Regent’s Canal und seine nähere Umgebung. Das Buch enthält eine Landkarte. Story: Auf einem Hausboot wird die Leiche des 23-jährigen Daniel Sutherland gefunden, brutal ermordet mit einer Vielzahl von Messerstichen. Die Nachbarin, eine Frau mittleren Alters, namens Miriam, hat die Leiche gefunden und die Polizei alarmiert. Sie verheimlicht jedoch, dass sie am Tatort einen Schlüsselring von einem Mädchen namens Laura Kilbride gefunden hat. Sie sagt dem Inspector nur dass der junge Mann öfters Damenbesuch hatte. Nach und nach enthüllt die Story weitere Personen – darunter zwei ältere Frauen namens Carla und Irene – die Verbindungen mit dem Mordopfer hatten, und auch Verbindungen miteinander haben. ‘Wer das Feuer entfacht’, mit dem Untertitel ‘Keine Tat ist je vergessen’, enthält auch einen fiktiven Roman, quasi ein Buch im Buch, das von Romanfiguren geschrieben wird. Das macht sich schon im Prolog bemerkbar, der im Stil eines reißerischen Schundromans geschrieben ist: ‘Blutbesudelt taumelt das Mädchen in die Schwärze. Ihre Kleidung ist zerrissen, hängt ihr in Fetzen vom Leib und entblößt blasse Haut…’ etc. Der Sinn von diesem fiktiven Text, genau genommen sogar zwei fiktiven Texten, die im Thriller eine Rolle spielen, wird im Lauf der Handlung klar. Ähnlich wie bei Barbara Vine – deren Krimiklassiker ‘Die im Dunkeln sieht man doch’ (1986) im Roman erwähnt wird – haben die Hauptfiguren von Paula Hawkins mit schweren persönlichen Problemen zu kämpfen. In ‘Girl on the Train’ war es Rachel Watsons Alkoholismus und geistige Verwirrung. Als ähnlich problematische und zugleich faszinierende Hauptfigur in ‘Wer das Feuer entfacht’ entpuppt sich die junge Laura Kilbride. Bei einer etwaigen Verfilmung wird sie – die selber eine Tatverdächtige ist – sicher die Hauptrolle und eine Starbesetzung haben.

‘Miss Kilbride, am Sonntagmorgen wurde Daniel Sutherlands Leiche auf seinem Boot entdeckt. Würden Sie uns bitte ganz genau sagen, wann Sie ihn zuletzt gesehen haben?’ Schlagartig war Lauras Mund wie ausgedörrt, sie konnte nicht mehr schlucken, es dröhnte in ihren Ohren, und sie kniff die Augen zusammen. Sie stand auf, hielt sich am Tisch fest, spürte, wie die Welt zur Seite kippte. Sie setzte sich wieder. ‘Nicht so schnell’, sagte sie noch einmal. ‘Seine Leiche? Wollen Sie damit sagen…?’

Paula Hawkins: ‘Wer das Feuer entfacht’ als deutsches Hörbuch Hier die ungekürzte Lesung des Romans. Gelesen von der renommierten Sprecherin Britta Steffenhagen. Eine Produktion vom Jahr 2021

 

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Musik die im Roman erwähnt wird Das Lied Sugar Boy von Beth Orton, vom Album ‘Trailer Park’ (1996)

Radio-Dokumentation Eine englische Sendung in der Paula Hawkins über ‘Wer das Feuer entfacht’ spricht

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