50 years ago the jazz / bossa nova album Getz/Gilberto (1964) came out. Big hit, not just at cocktail parties on Madison Avenue. Still sounds good. Check out The Girl from Ipanema. And a BBC radio programme about Stan Getz (1927-1991)

Das Album wurde im März 1964 veröffentlicht, hatte weltweiten Erfolg und ist heute noch in der Top-10 der meistverkauften Jazz-Alben aller Zeiten. Nach manchen Rechnungen sogar die No. 2, hinter Kind of Blue (1959) von Miles Davis. Hier ein YouTube Clip vom berühmtesten Lied

The Girl from Ipanema

‘Tall and tan and young and lovely,
The girl from Ipanema goes walking
And when she passes, each one she passes goes, “Aaah…”

.
When she walks, she’s like a samba
That swings so cool and sways so gently
That when she passes, each one she passes goes, “Aaah…”

.
Oh, but he watches so sadly -
How can he tell her he loves her?
Yes, he would give his heart gladly,
But each day when she walks to the sea,
She looks straight ahead – not at he…’

So weit ein Ausschnitt von den Lyrics, eine englische Übersetzung vom portugiesischen Originaltext. Der Strand von Ipanema ist in Rio de Janeiro, dort inspirierte die damals19-jährige Heloísa die Komponisten Vinicius de Moraes (Text) und Antônio Carlos Jobim (Musik). Der Text ist verträumt, die Musik ist relaxed…das kam gut an. Ich vermute, davon fühlten sich besonders Leute angesprochen die damals schon ein kleines bisschen zu alt waren um sich als Teil der Jugendkultur á la Beatles, Dylan und

Stones zu fühlen. Damals war man ja schon als 30-jähriger Teil der alten Garde, so lustig das heute erscheint. Aber es ist gut möglich dass der lockere Ipanema-Sound eher von Leuten auf Cocktail Partys gehört wurde als auf Partys wo Joints herumgereicht wurden. Das Madison Avenue Image des Lieds wurde auch durch viele Coverversionen, speziell der von Sinatra geprägt. Das Lied wurde zu einer Art Klischee. Junge Leute die rockige und gesellschaftskritische Musik bevorzugten, nannten es sogar elevator music. Aber ich sehe das, bei aller Liebe zu 60er und 70er Jahre Rockkultur, als voreiliges Urteil. Ja, die Musik ist sanft und eingängig, aber nicht seicht. Die Melodie ist sehr schön, und die Akkordfolge sogar ziemlich komplex. Die Tatsache dass Astrud Gilbert keine professionelle Sängerin war, verleiht der anspruchsvollen Komposition ein zusätzliches charmantes Understatement. Und dann kamen natürlich noch die coolen Saxofontöne des renommierten Jazzmusikers Stan Getz (1927-1991) dazu. Eine starke Kombination. Die Musik hat sämtliche Modeerscheinungen überlebt. Das Album Getz/Gilberto (1964) ist beim deutschen Amazon die Nummer 5 in der Kategorie Jazz. Und diese relaxten, zufriedenen Kunden können unmöglich alle in Aufzügen steckengeblieben sein, oder?

 

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