Flamenco Gitarrist Paco de Lucía in den 70er Jahren

Wir haben uns anlässlich seines heutigen Geburtstags eine gute Doku-DVD über den Flamenco-Star angesehen: Francisco Sánchez – Paco de Lucía (2003). Der Titel bezieht sich darauf dass Paco de Lucía, wie viele Flamenco-Musiker, einen Künstlernamen hat und als Francisco Sánchez geboren wurde. Hier in Andalusien, nicht allzu weit von uns entfernt, in der andalusischen Küstenstadt Algeciras. Auf dem Foto ist unsere alte LP-Version von dem Album Fuente y Caudal (1973), was soviel wie Quelle & Strömung bedeutet. Es verschaffte dem Gitarristen seinerzeit internationale Beachtung, nicht zuletzt wegen dem fast 6 Min. langen Lied Entre Dos Aguas (Zwischen zwei Wassern) in dem erstmals die traditionelle Flamenco-Gitarre vom elektrischem Bass begleitet wurde, was heute gang und gäbe ist. Ein weiterer Meilenstein, was internationale Beachtung betrifft, war das Album Friday Night in San Francisco (1981) auf dem Paco de Lucía zusammen mit John McLaughlin und Al Di Meola spielte. Gutes Album, das bei Amazon.de viele positive Bewertungen hat. Uns persönlich gefallen die Soloalben von Paco de Lucía allerdings noch etwas besser. Sachen wie Almoraima, wo die mittelöstlichen Einflüsse des Flamenco besonders zur Geltung kommen. In dieser Musik spiegelt sich mitunter die ereignisreiche Geschichte Spaniens. Als Einstieg zum Kennenlernen von Paco de Lucia, können wir die Doku-DVD sehr empfehen. Bei Amazon.de allerdings nur mit dem falsch buchstabierten Titel Francesco Sánchez- Paco de Lucía zu finden. Der spanische 2-DVD-Set hat englische Untertitel. Darin ist auch viel Musik, inklusive Paco de Lucías Interpretation von spanischer Klassik wie Joaquín Rodrigo und Manuel de Falla enthalten. Paco de Lucía kommt als sehr ruhiger, nachdenklicher Mensch rüber. Er erzählt aus seiner Kindheit in einer großen Fanilie wo es wenig Geld aber viel Liebe, Zusammenhalt und Musik gab. Mittelpunkt war seine aus Portugal stammende Mutter Luzía. Von ihr nahm der Gitarrist seinen Namen. Das Doku-Filmteam besucht, außer Algeciras, auch die kleine Stadt Castro Marím wo Luzía geboren wurde und die auch Inspiration für Castro Marín (1981) war, das Album auf dem Paco de Lucía von Larry Coryell und John McLaughlin begleitet wurde. Als Vorbild und Lehrmeister nennt Paco de Lucía den andalusischen Gitarristen Niño Ricardo. Im Doku kommen auch jüngere renomierte Flamenco-Gitarristen zu Wort, wie Vincente Amigo und Tomatito. Für sie ist Paco de Lucia (geb. 21. Dez. 1947) bis heute immer noch der unbestrittene King des Flamenco. Die Avenita Redaktion schließt sich dem an und wünscht: Feliz cumpleaños, Señor Francisco Sánchez.

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