30 years ago The Police had great success with their album Synchronicity (1983), including the song Every Breath You Take. But the 1982 recording sessions in Montserrat, pictured above, were difficult. The beginning of the end for the band

Vor 30 Jahren veröffentlichte die englische Rockband The Police ihr Album Synchronicity (1983), ihr fünftes, vielleicht bestes, sicherlich erfolgreichstes Album. Gleichzeitig war es das letzte Studioalbum und der Anfang von Ende der Band. Spannungen unter Bandmitgliedern während den Aufnahmen 1982 in dem Studio namens AIR Montserrat in der Karibik, links ein Foto, waren ein maßgeblicher Faktor beim Auseinanderbrechen der Band. Die Tatsache dass Sänger und Bassist Sting die meisten und dazu oftmals gute Lieder schrieb, war einer der Hauptgründe für den Erfolg der Band. Das Lied Every Breath You Take vom Synchronicity Album war ein großer Hit und ist ein Klassiker der dreißig Jahre später noch gut klingt. Solche Dinge schaffen aber auch, wie bei vielen Bands, Spannungen die mitunter darauf beruhen dass andere Mitglieder, mangels Tantiemen, nur einen Bruchteil von dem kriegen was die Liederschreiber einer Band an Singles und Alben verdienen. Allein an Sean Combs’ Cover oder Sample von Every Breath You Take in dem Hit I’ll Be Missing You (1997) verdiente Sting angeblich Millionen. Bei der Police hatten Schlagzeuger Stewart Copeland und Gitarrist Andy Summers erreicht dass auf jedem Album mindestens eins ihrer Lieder erschien. Neben Liedern wie Every Breath you Take, wirkten die Lieder Miss Gradenko von Stewart Copeland und Mother von Andy Summers allerdings bescheiden oder sogar merkwürdig. Hugh Padgham, der Producer des Abums, sagte später in einem Interview dass deswegen Sting-Lieder, wie I Burn for You, die fürs Album vorgesehen waren, ausgelassen werden mussten. (Das Lied erschien stattdessen auf einem Soundtrack und auf einem Sting Soloalbum). Albumlängen wurden damals ja noch vom 45 min. LP-Format bestimmt. Solche und ähnliche Diskussionen prägten wohl auch die Stimmung unter den Bandmitgliedern. Wobei man bedenken muss dass Stewart Copeland und Andy Summers, wenn auch keine habituellen Hit-Komponisten, beide jedoch fantastische Musiker sind und einen enormen Einfluss auf den Sound der Band hatten. Um so demütigender, gesagt zu bekommen: deine Lieder bringens es nicht so sehr.

The AIR studios on the Caribbean Island of Montserrat were also used by bands like Pink Floyd, Rush and Dire Starits. The studio was damaged by a hurricane in 1989 and is a ruin today

Zudem war und ist Sting jemand der manchmal etwas arrogant und auftrumpfend wirken kann. Etwas das man als Fan bei talentierten und erfolgreichen Leuten meist in Kauf nimmt. Aber innerhalb der Band gingen dererlei Spannungen so weit dass es sogar zu Schlägereien kam. Zumindest zwischen Sting und Stewart Copeland der sich, anders als der eher zurückhaltende Andy Summers, ungern irgendetwas von Sting sagen ließ. Sting fand dass Copeland zu viel und zu komplex Schlagzeug spielte. Copeland fand dass Every Breath you Take vom Rhythmus her viel zu simpel und ohne groove sei. Im Endeffekt nahmen die Bandmitglieder ihre Teile separat auf, wobei Sting den Produzenten Padgham des Abends meist dazu brachte, die Drum-Tracks von Copeland wieder aus dem Mix herauszunehmen oder zu reduzieren. Es kam auf Montserrat an den Punkt wo die Band ernsthaft darüber diskutierte, die Aufnahmen abzubrechen und die Band umgehend aufzulösen. Manager wurden eingeflogen. Wogen geglättet, aber obwohl der Erfolg von Synchronicity (1983) die Band fast zwangsláufig noch eine Weile zusammenhielt – der offizielle Split kam 1986 – scheint Montserrat der Punkt gewesen zu sein an dem Sting entschied Soloartist zu werden. Auch damit hatte er viel Erfolg. Wobei der Sound von drei Musikern, ob sie nun Busenfreunde waren oder nicht, rückblickend eine attraktive Klarheit hatte, die Sting manchmal aber nicht immer mit seinen Heeren von Gast- und Studiomusikern erreicht. Was uns rückblickend ebenfalls an Synchronicity auffällt sind die teils tiefschürfenden Texte der Lieder. Man hört heutzutage in Pop- und Rocksongs z. B. selten Texte die von Theorien des Schweizer Psychologen C. G. Jung handeln. Sein Konzept der Synchronizität, hier ein Wiki-Artikel, beruht kurz gesagt auf einer angeblichen Verbindung zwischen Ereignissen die nicht kausal miteinander verbunden sind. Eine Theorie die schwer zu beweisen ist, und wohl eher in den Bereich der Philosophie als zur Wissenschaft gehört. Ob man so etwas ernst nimmt oder nicht, es ist dennoch zweifellos eine Abwechslung von gängigen Poptexten. Die Air Studios auf der karibischen Vulkaninsel Montserrat, ursprünglich vom Beatles Producer George Martin gegründet, sind heute übrigens nicht mehr in Betrieb. Das einst idyllische Studio samt Pool und sämtlichen Einrichtungen für Musiker wurde 1989 das Opfer eines Hurrikans. Es ist heute eine moderne Ruine und recht häufig von Touristen besucht. Vielleicht in der Hoffnung, im Schutt ein Plektrum oder ähnliche Relikte von Pink Floyd, Rush, Police oder anderen Bands die einst dort waren zu finden.

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Info  Deutscher Wiki-Artikel über das Album Synchronicity (1983) von der englischen Rockband The Police / und ein Artikel über die AIR Studios (Associated Independent Recording) von George Martin Photo  We tried to allude to situation within the band by using a spliting railway sleeper as background for the pic, showing, left to right, Stewart Copeland, Sting and Andy Summers at work in the AIR Studio, Montserrat.

Avenita Kulturmagazin