BBC radio dramatisation of Alice in Wonderland is online. Also, the sequel Alice Through the Looking Glass. Link below. As for movies, here's my DVD of Tim Burton's adaptation with Johnny Depp and Mia Wasikowska, which I found impressive

‘An jenem goldenen Nachmittag glitt unser Boot auf träumerischen Wellen. Doch ach! Die drei Mädchen drängten ihn, ein Märchen zu erzählen’. Eins der berühmtesten Kinderbücher aller Zeiten beginnt mit einem Gedicht das die Entstehung der Geschichte beschreibt, als Autor Lewis Carroll am 4. Juli in 1862 mit den drei Mädchen Alice, Lorina und Edith eine Bootsfahrt auf dem Fluss Isis machte, in der Nähe von Oxford, an dessen Universität er Mathematik lehrte. Das Buch Alice im Wunderland (1865) veröffentlichte er erst später, als ihm befreundete Schriftsteller dazu geraten hatten. Alice wurde schon damals ein großer Erfolg, und im Laufe der Zeit ein Teil der modernen Popkultur. Speziell durch die Hippie-Generation der 1960er, die mitunter von den psychedelisch anmutenden Elementen der Story angetan war: Jefferson Airplane, Pink Floyd, Donovan und viele mehr erwähnten Alice oder andere Figuren des Romans in ihren Songs. Am Ende des Blogposts folgen Clips von einigen meiner Favoriten. Darüber hinaus gibt es Verfilmungen, Kunstwerke (und BBC-Hörspiele die gleich folgen) die den Kultstatus weiterentwickeln. Was ist das Geheimrezept von Alice? Wenn man das genau definieren könnte, gäbe es viele andere Bücher mit so einem Riesenerfolg. Aber wenn es überhaupt einen gemeinsamen Nenner bei ikonischen Kinderbüchern geben sollte, siehe z. B. auch Pippi Langstrumpf, ist es vielleicht ein anarchisch angehauchter Außenseiter-Status. Etwas das in der von Industrie und Technologie geprägten Moderne – die schon zu Lewis Carrolls Zeiten energisch im Gange war – wie eine spannende Abwechslung wirkt.

Alice fing an, sich zu langweilen; sie saß schon lange bei ihrer Schwester am Flussufer und hatte nichts zu tun. Sie war schläfrig und überlegte, ob sie Gänseblümchen pflücken sollte, um eine Kette damit zu machen, als plötzlich ein weißes Kaninchen mit roten Augen an ihr vorbeirannte und sagte: ‘O weh, o weh! Ich werde zu spät kommen!’ Als das Kaninchen dann seine Uhr aus der Westentasche zog, nach der Zeit sah und eilig fortlief, sprang Alice auf, rannte ihm hinterher über die Wiese, und kam gerade noch rechtzeitig um es in ein großes Loch unter der Hecke schlüpfen zu sehen. Kurz darauf war auch Alice in das Loch gesprungen, ohne zu bedenken, wie in aller Welt sie wieder herauskommen könnte. Es ging plötzlich steil abwärts. Alice fühlte sich, als ob sie in einen tiefen Brunnen fiel. Entweder war der Brunnen sehr tief, oder sie fiel sehr langsam; denn sie hatte Zeit, sich beim Fallen umzusehen. Sie bemerkte dass die Wände des Brunnens mit Küchenschränken und Bücherregalen bedeckt waren; hier und da sah sie Landkarten und Bilder. Sie nahm im Vorbeifallen aus einem Regal ein Glas mit der Aufschrift ‘Orangenmarmelade’ und war entäuscht, dass es leer war. (Gekürzte Romanpassage)

In obiger Passage haben wir schon mal einen üblichen Verdächtigen aus der Popkultur: Das Lied White Rabbit (1967) wurde Top-10 Hit für die Hippie-Band Jefferson Airplane. Der geheimnisvolle Kaninchenbau in den Alice springt, wird mitunter im Spielfilm Matrix (1999) erwähnt, als Morpheus zu Neo sagt: ‘Dies ist deine letzte Chance…Schluckst du die rote Kapsel, bleibst du im Wunderland und ich führe dich in die tiefsten Tiefen des Kaninchenbaus’. Voilà, gute Reise! Im obigen Foto ist eine meiner Buchausgaben (Cover: Arthur Rackham, 1907) und meine DVD von Tim Burtons Verfilmung Alice im Wunderland (2010), die ich beeindruckend finde. Johnny Depp ist fantastisch als der Verrückte Hutmacher. Alice, bezaubernd gespielt von Mia Wasikowska, ist hier ein 19-jähriges anstatt ein ca. 10-jähriges Mädchen. Was der Geschichte nicht schadet, sondern besser ist, wenn Hobbypsychologen heutzutage irgendeinen kontroversen Subtext in die Story hineininterpretieren wollen. Gute Unterhaltung bei den Hörspielproduktionen von Lewis Carrolls zwei berühmtesten Büchern.

 

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Lewis Carroll: ‘Alice im Wunderland’ als Hörspiel online Das BBC-Hörspiel Alice in Wonderland. Mit Sarah-Jane Holm (als Alice), Roy Hudd (der Verrückte Hutmacher), David Bamber (das Weiße Kaninchen), Christopher Scott (als Grinsekatze), Ron Cook (als Raupe Absolem), Alex Lowe (als Herz-Bube Stayne), Toby Longworth (als Thackery, der Märzhase), Geoffrey Whitehead (die falsche Schildkröte), Mary Wimbush (als die Rote Königin), Mark Bonnar (als Haselmaus), Keith Drinkel (als Henker), Stephen Thorne (der Dodo), Ken Campbell (als der Greif), Deborah Findlay (die Herzogin), Chris Pavlo (als Pik Fünf), Robert Harper (als Pik Sieben), Joanna Munro (Ente), Colleen Prendergast (als Alice’s Schwester), Elizabeth Parker (Musik) u. a. Bearbeitung: Hattie Naylor, Regie: Sally Avens, Produktion von 1996

Lewis Carrolls Fortsetzung: ‘Alice hinter den Spiegeln’ online Das BBC-Hörspiel Alice Through the Looking Glass. Mit Lauren Mote (als Alice), Julian Rhind-Tutt (als Lewis Carroll), Carole Boyd (als Die Rote Königin), Alistair McGowan (Diedeldum & Diedelde), Nicholas Parsons (Humpty Dumpty), John Rowe (Der Weiße Ritter), Robert Blythe (Der Weiße König), Stephanie Racine. Weitere Mitwirkende: Jim Al-Khalili (Physiker), Roger McGough (Dichter) u. a. Bearbeitung: Stephen Wyatt. Produktion: Tracey Neale, 2011

Musik die von Alice im Wunderland inspiriert wurde Das 1967 Originalvideo für White Rabbit von Jefferson Airplane ist schwer zu überbieten. Aber mir gefällt auch das Lied Jabberwocky, mit Originaltext und einer Art Fantasiesprache von Lewis Carroll, auf einem Album (1971) mit Kinderliedern von Folksänger Donovan. Von Pink Floyd ist das Lied The Red Queen Theme hörenswert. Outtake vom Zabriskie Point (1970) Soundtrack

LP-Design das von Alice im Wunderland inspiriert wurde Auf dem Label von Schallplatten der Progrock-Band Genesis, siehe z. B. Nursery Cryme (1971) ist die Figur des Verrückten Hutmachers zu sehen – und wenn man genau hinsieht, auch der Hase und die Grinsekatze. Das Label-Design (von der Plattenfirma Charisma) beruht auf den Zeichnungen des viktorianischen Künstlers John Tenniel für Alice in Wonderland

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