German radio dramatisation of Michael Ende's novel 'Momo' (1973) is online. Also made into a movie - featuring legendary director John Houston in his last role, in 1986. The story looks at the dark side of the rule of economy and consumerism

‘Hör mal zu, meine Kleine. Das einzige worauf es im Leben ankommt, ist dass man es zu etwas bringt, dass man was wird, dass man etwas hat.’ Tja, da könnte was dran sein – zumindest wenn man dem Mann von der Zeitsparkasse glaubt. Momo (1973) ist im Vergleich zu seinem Epos Die unendliche Geschichte (1979) ausgesprochen gesellschaftskritisch. Auch der Film Momo (1986) mit Radost Bokel in der Titelrolle gefiel mir gut. Ich nahm die DVD fürs Foto. Das Hörspiel gefällt mir sogar noch besser. Mit der unaufdringlichen Stimme von Harald Leipnitz (1926-2000) als Erzähler, und vielen anderen guten Sprechern. Link für das Hörspiel, das mit der geheimnisvoll-melancholischen Musik von Frank Duval schöne Erinnerungen weckt, folgt am Ende des Posts. Michael Ende (1929-1995) griff mit dem Roman Themen auf die immer noch aktuell sind, im Zeitalter des Internets prophetisch wirken. Das Waisenmädchen Momo verweigert sich dunklen Kräften deren Ziele man – wenn man unbedingt will – mit soziologischen Begriffen wie der grenzenlosen Ökonomisierung des Lebens, und der permanenten Förderung der Konsumgesellschaft beschreiben kännte. Ja, es sind Schlagworte die gesellschaftliche Probleme vielleicht zu sehr als etwas Externes darstellen und von unsere eigenen Komplizität in diesen Vorgängen ablenken. Deshalb kommt das alles viel besser rüber wenn es in eine spannende Erzählung einfließen lässt und jeder sich seinen eigenen Reim darauf machen kann. Aber wer von Markenbotschafter und Influencern in sozialen Medien langsam die Nase voll hat, wird Momo wahrscheinlich als angenehme Abwechslung empfinden.

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Michael Ende: ‘Momo’ als Hörspiel von 1975 online Die Hörspielproduktion Teil 1 mit Irina Wanka (als Momo), Harald Leipnitz (als Erzähler), Walter Bluhm (als Beppo Straßenkehrer), Manfred Schott (als Gigi Fremdenführer), Wolfgang Büttner (als Meister Hora), Eva Pflug (Schildkröte Kassiopeia), Günter Strack (Nino), Walter Sedlmeyr (Fusi), Ilse Neubauer (als Liliana), Gabriela Dossi (Puppe), Florian Halm (Kind), Dietrich Thoms (Polizist), Dietrich Thoms (Müllmann), Martin Graef (Frau), Joachim Wichmann (Diener), Nicole Sachtleben (Kind), Hans Quest (1. Grauer Herr), Wolfgang Kieling (2. Grauer Herr), Franz Rudnick (3. Grauer Herr). Hier Links für Teil 2 und Teil 3. Aufgenommen im Filbig-Studio, München. Toningenieur: Günter Hess. Musik: Frank Duval. Bearbeitung & Produktion: Anke Beckert. Regie: Heinz-Günter Stamm. Produktion: 1975
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