BBC radio play 'The Falls': We have fond memories of Edinburgh. Scotland used to be great for hitchhiking. Nowhere near as many baddies around as Rankin makes out!

Inspektor John Rebus ist wieder auf Achse in Edinburgh, diesmal in einem Hörspiel nach dem Roman The Falls (2001) der auf Deutsch als Puppenspiel veröffentlicht wurde. Die zweiteilige BBC-Produktion ist gut gemacht und kostenlos online, Link am Ende des Blogposts. Wir haben uns auch mal die TV-Verfilmung von The Falls angesehen. Die unterscheidet sich sehr vom Roman, hat aber einiges für sich, wie z. B. den grantigen Rebus-Darsteller Ken Stott, ein gebürtiger Edinbürger. Außerdem sieht man viel von der Stadt Edinburgh, großteils sogar bei glorreichem Sonnenschein. Das brachte ein paar schöne Erinnerungen zurück, denn wir waren vor Jahren mal dort und es gefiel uns sehr gut. Alles voll mit schönen, Jahrhunderte alten Häusern – und auch die Leute kamen uns nicht so gefährlich und kriminell vor wie man anhand von Ian Rankins Krimis meinen könnte. Naja, in Wirklichkeit merkt man schon dass Rankin die Stadt sehr liebt. Der ewige Subtext vom Krimi-Genre ist ja gerade dass ein vertrautes Umfeld aufgerüttelt aber letztendlich wieder ins Lot gebracht wird. In Puppenspiel geht es zum Teil um Online-Rollenspiele, aber im Endeffekt tigert Inspektor Rebus wieder viel duch Edinburgh und Umgebung und hat zusammen mit Detektivin Siobhan Clarke viel Gelegenheit, alle möglichen real existierenden Orte zu erwähnen. Sei es das Museum of Scotland, oder der Royal Botanic Garden, das Scott Monument oder das Dorf Roslin das ein paar Kilometer südlich von Edinburgh liegt und die berühmte Rosslyn-Kapelle beherbergt. Ja, genau die die auch in Dan Browns Verschwörungs-Thriller Sakrileg vorkommt.

Auch Edinburghs vulkanischer Berg Arthur’s Seat spielt eine Rolle und schafft im Roman eine Verbindung zwischen der Gegenwart und einem Fall aus dem frühen 19. Jahrhundert. Dort wurden damals tatsächlich 17 kleine Holzsärge mit geschnitzten Kinderfiguren gefunden. Dadurch werden Elemente wie Hexenkulte und eine mögliche Verbindung zu Edinburghs historischen West-Port-Morden von 1827 ins Spiel gebracht. Zwei  Männer namens Burke & Hare halfen seinerzeit bei der Beschaffung von Anatomieleichen kräftig nach und einer von ihnen wurde später selber zum Tode verurteilt. Welche der obenerwähnten Orte und Begebenheiten am Ende etwas mit der vermissten Studentin zu tun hat, verraten wir natürlich nicht. Was Rankin-Fans nicht überraschen wird, ist dass wieder ein paar Rock-LPs und Lieder erwähnt werden, wie Beggars Banquet (1968) von den Stones und das Lied Walk on the Wild Side von Lou Reed. Es wird sogar ein Auftritt von dem Mann in Edinburghs Playhouse erwähnt. Der Originaltitel The Falls bezieht sich auf ein Dorf, das allerdings fiktiv zu sein scheint und  von einer neuseeländischen Rockband namens The Mutton Birds und ihrem Lied The Falls inspiriert wurde. Schönes, folkiges Lied dessen Refrain, ‘There must be a story behind all that…’ für Ian Rankin gut zum Krimi Puppenspiel passte, wie er im Vorwort der englischen Originalausgabe schreibt.

 

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Ian Rankin: ‘Puppenspiel’ als Hörspiel online Das BBC-Hörspiel The Falls. Mit Ron Donachie (als DI Rebus), Gayanne Potter (als DC Clarke), Sarah Collier (als DCS Templer), John Shedden (als Prof Devlin), Gerda Stevenson (als Jean), Patrick Moy (als David), Chris Young (als DC Hood), Finlay Welsh (als John), Frances Thorburn (als Claire) u. a. Produktion: 2008

Verfilmung  Es existiert eine engl. TV-Verfilmung The Falls (DVD Spieldauer ca. 70 min.) Falls vergriffen, hier die TV-Verfilmung The Falls auf YouTube

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