A poem by A. E. Housman about young carefree people at a county fair, unaware of wars yet to come. A hundred years ago, in 1913, was the premiere of George Butterworth's music for some of the A Shropshire Lad poems. Sadly this talented composer died himself at the Battle of the Somme in 1916

Vor Hundert Jahren, 1913 beim Leeds Festival war die musikalische Premiere von A Shropshire Lad, Rhapsody for orchestra. Der junge Komponist George Butterworth (1885-1916) hatte Musik für elf Gedichte von A. E. Housmans Gedichtzyklus A Shropshire Lad geschrieben. Wir finden die Musik und die Worte sehr schön und gleichzeitig sehr traurig denn, auf fast prophetisch anmutende Weise, handelt das Gedicht aus dem Jahr 1896 von einer Landwirtschaftsmesse voller junger Leute die noch nicht ahnen dass Krieg und ein früher Tod auf sie wartet. A. E. Housman beschreibt Jungs aus ländlichen Gegenden in der traditionellen Grafschaft Shropshire, Jungs von Bauernhöfen, Schmieden und Mühlen, die zu Hunderten in die Marktstadt Ludlow kommen. Die Jungs, auf Englisch lads genannt, kommen um etwas zu trinken und um Mädchen zu treffen. Der Dichter beobachtet sie und hat eine dunkle Vorahnung vom Schicksal einiger dieser gutherzigen und gut aussehenden Burschen. Er glaubt dass sie jung sterben werden. Er wünscht sich, es gäbe ein Zeichen um erahnen zu können, wer von ihnen nicht zurückkommen wird, um ein letztes Mal mit ihnen zu sprechen und sich von ihnen zu verabschieden.

The Lads in their Hundreds

The lads in their hundreds to Ludlow come in for the fair,
There’s men from the barn and the forge and the mill and the fold,
The lads for the girls and the lads for the liquor are there,
And there with the rest are the lads that will never be old.

There’s chaps from the town and the field and the till and the cart,
And many to count are the stalwart, and many the brave,
And many the handsome of face and the handsome of heart,
And few that will carry their looks or their truth to the grave.

I wish one could know them, I wish there were tokens to tell
The fortunate fellows that now you can never discern;
And then one could talk with them friendly and wish them farewell
And watch them depart on the way that they will not return.

But now you may stare as you like and there’s nothing to scan;
And brushing your elbow unguessed-at and not to be told
They carry back bright to the coiner the mintage of man,
The lads that will die in their glory and never be old.

Das Gedicht bekommt als Lied eine zusätzliche schicksalshafte Wendung, denn George Butterworth, der die Musik für dieses A. E. Housman Gedicht schrieb, starb bald nach der Premiere selber im Ersten Weltkrieg, bei der Schlacht an der Somme im Alter von 31 Jahren. Er gibt relativ wenig Musik von ihm, aber die Shropshire Lad Lieder deuten daraufhin dass hier ein Talent verlorengegangen ist von dem noch viel zu erwarten war. Was gleichzeitig zu dem Gedanken führt, was alles verloren gegangen ist, mit den insgesamt über einer Million toten Soldaten auf englischer, deutscher und französischer Seite, allein bei der Schlacht an der Somme, wo zwischen Juli und November 1916 oftmals Zehntausende von Soldaten an einem Tag starben.

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Selbst A. E. Housman und George Butterworth können kaum geahnt haben was für ein monumentales Requiem A Shropshire Lad werden sollte.

Avenita Kulturmagazin