August 2014 an underwater search tries to find the ships of the 1845 Franklin expedition to the Arctic. The disappearance of ships and crew was a big event 169 years ago. Charles Dickens and Wilkie Collins got involved...folk songs were written about it. Check the version by folk band Pentangle

August 2014 startet eine U-Bootsuche nach zwei Schiffen die seit 169 Jahren verschollen sind. Zu diesem Anlass, die Pentangle Version von einem Folk Song der von dem Desaster handelt. Die sanfte Melodie täuscht etwas darüber hinweg dass die Arktis-Expedition von Franklin und 128 Seeleuten in grauenhaften Umständen endete. Charles Dickens und Wilkie Collins wurden eingeschaltet um den Ruf der Expedition zu retten. Gleich mehr dazu, erst das Lied

Lord Franklin

It was homeward bound one night on the deep
Swinging in my hammock I fell asleep
I dreamed a dream and I thought it true
Concerning Franklin and his gallant crew.
With one hundred seamen he sailed away
To the frozen ocean in the month of May
To seek a passage around the pole
Where we poor seamen do sometimes go.
.
Through cruel hardships they mainly strove
Their ship on mountains of ice was drove
Only the Eskimo with his skin canoe
Was the only one that ever came through.
In Baffin’s Bay where the whale fish blow
The fate of Franklin no man may know
The fate of Franklin no tongue can tell
Lord Franklin along with his sailors do dwell.

.

Ein alternativer und üblicher Titel für obiges Volkslied ist Lady Franklin’s Lament. Lady Jane Franklin, die Ehefrau von Expeditionsleiter John Franklin hatte Grund für ein trauriges Lied und war möglicherweise sogar die Autorin des Textes. Erforscher von unerschlossenen Gebieten wurden in viktorianischen Zeiten als Helden gefeiert, vergleichbar mit Astronauten des 20. Jahrhunderts. Aber auf einmal gab es Hinweise – die von den im Lied erwähnten Inuit-Eskimos stammten – dass die Überlebenden des Schiffunglücks bei ihrer hoffnungslosen Wanderung duch die Arktis, mangels Nahrung, ihre in Eis und Schnee verstorbenen Mannschaftsmitglieder gegessen hatten. Lady Jane, eine sehr bekannte und durchsetzungsfähige Frau mit Verbindungen zu den höchsten politischen Kreisen, wandte sich wegen dieser damals unglaublich klingenden Geschichte an den Schriftsteller und Krimi-Erfinder Wilkie Collins, der ein Theaterstück zum Thema schrieb. Charles Dickens kam ihr ebenfalls zur Hilfe. Aus heutiger Sicht entäuscht es dass Dickens, der sich sonst gerne an die Seite einfacher Leute stellte, ohne mit der Wimper zu zucken die Inuit als unzivilisierte Lügner beschimpfte und, mehr noch, sie sogar beschuldigte, oben erwähnte Tat selber begangen zu haben. Man wünscht sich, er hätte bedacht dass Inuit seit Urzeiten gelernt hatten per Jagd in der Arktis zu überleben. Aber erst im 20. Jahrhundert wurde wissenschaftlich bestätigt dass tatsächlich Angehörige der Schiffsmannschaft die Täter waren. Wenn auch zweifellos unter tragischen Umständen. Was die demnächst beginnende U-Bootsuche nach Franklins Schiffen anbelangt, erhofft man sich daraus weitere Hinweise über den Ablauf des Desasters, denn in den eisigen Gewässern der Arktis, können gesunkene Schiffe manchmal in erstaunlich gutem Zustand gefunden werden. Die Suche konzentriert sich auf die kanadische Meeresenge Victoria Strait, der letzten bekannte Position von Franklins Schiffen. Partner des Projekts bei der ein unbemanntes Unterseefahrzeug eingesetzt wird, sind u. a. Geographical Society of Canada, Shell Canada und die kanadische Regierung.

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Weitere Infos  Wiki-Artikel über die Franklin-Expedition / und die britische Folk-Rock Band Pentangle Photo Wir verwendeten eine Vinyl-LP von Cruel Sister (1970) dem Pentangle-Album mit dem Lied Lord Franklin. Zusätzlich ein Gemälde von W. T. Smith das Franklins Leute sterbend neben einem Rettungsboot darstellt. Und ein Foto von Pentangle ca. 1968.

Update 10. September 2014: Es wurde gerade vom kanadischen Premierminister Stephen Harper bekanntgegeben dass Franklins Schiff gefunden wurde, Weitere Infos dazu demnächst.

Avenita Kulturmagazin